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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

1.065 Beiträge, Schlüsselwörter: Erschlagen, Südtirol, Streetparade, Fiattipo, Ulrike Reistenhofer, Ehrenburg

Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.01.2017 um 11:45
@silverbirdsb

Das ist schon eine recht überzeugende Argumentation. Allerdings gibt es da ein paar Fragen: sind die Kontaktversuche Ulrikes mit Graz belegt? Warum kam dann nie ein Kontakt zu Stande? Gibt es dafür eine plausible Begründung?

Warum erwähnt sie ihren schweizer Freunden gegenüber diese Planänderung nie? Gerade wenn sie in Graz niemanden erreicht hat, hätte sie dann nicht vielleicht das Bedürfnis gehabt, wenigstens einem Freund davon zu berichten?

Warum kennt anscheinend niemand einen Kontakt Ulrikes in Innsbruck?
Woher kennt sie diesen? Und, sie hatte kein Handy: wieso kannte sie dann die Telefonnummer dieses allen anderen ihrer Freunde und Verwandten gegenüber unbekannten Kontakts in Innsbruck so gut, dass man in ihren Sachen keine Notiz mit einer Telefonnummer gefunden hat? Ich kenne, wenn überhaupt, nur die Nummern auswendig, die ich oft anrufe.

Wenn sie nun diese Reiseunterbrechung so gut vorausgeplant hat, allerdings ohne davon zu berichten, bedeutet das dann, dass sie wusste, dass sie in dieser Nacht noch nach Italien fahren würde? Hätte sie eine solche Planung ohne grössere Geldvorräte gemacht? Die Abhebung in Innsbruck ist tatsächlich merkwürdig gering.

In Italien scheint sie etwas planlos in dieses Restaurant hereinzustiefeln -ich gehe von einem Toilettenbesuch aus- und kauft dann etwas zum Knabbern. Sie hat Lire, wobei keinesfalls klar ist, ob das tatsächlich ihre aus dem letzten Urlaub sind, oder ob ihre unbekannte Begleitung ihr vielleicht das Geld gegeben haben. Jedenfalls erscheint das irgendwie planlos - und eben nicht geplant: ich fahre heute nacht noch ins Pustertal, ich sollte was zu Essen mitnehmen...

Ich gebe zu, die "Ulrike verwechselt den Zug" Theorie ist auch nicht sonderlich überzeugend, und ohne die Aussage der Mutter noch weniger, aber mir kommt es dennoch so vor, als ob Ulrike nicht geplant hatte, in jener Nacht noch in Italien und ausgerechnet im abgelegenen Pustertal aufzutauchen.

Ich kann mir ein Treffen in Innsbruck vorstellen. Die Entscheidung, dann nach Italien zu fahren, kann ich mir aber nur spontan vorstellen. Und da frage ich mich: mit wem würde sie so spontan ihren ursprünglichen Plan so radikal ändern? Und warum hat niemand, der Ulrike kannte, je davon gehört, dass sie in Innsbruck jemanden kennt, dem sie so vertrauen würde, dass sie sich auf so eine Planänderung spontan einlässt?


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08.01.2017 um 12:41
Beitrag von Rick_Blaine, Seite 43

Warum erwähnt sie ihren schweizer Freunden gegenüber diese Planänderung nie?

- wenig Zeit, "volles" Party-Programm, abfeiern, keine vertiefte Philosophie-Gespräche, Leben im Jetzt
- die Freundschaften waren lose, diese hatten im sonstigen Leben von Ulrike keine grosse Relevanz
- andere Interessen, andere Gesprächsinhalte die wichtiger waren
- Ulrike hatte Gründe, es ihnen nicht zu sagen (*)

* Insgesamt eine gute Frage, warum sie eine Planänderung den schweizer Freunden nicht mitgeteilt hat. Dafür kann es wie oben aufgeführt eher zufällige Gründe gegeben haben. Deine Frage bringt meine Überlegungen auf jeden Fall voran. Aufgrund deiner Überlegungen scheint es weniger wahrscheinlich (aber sicher nicht unmöglich), dass es sich bei der zu treffenden Person um eine gute, längere und bereits etablierte/bekannte Person handelt. Ich würde aber wie folgt weiter spekulieren: Wie wäre es, wenn Ulrike erst kürzlich jemanden kennengelernt hat, den sie sympathisch fand und den sie näher kennenlernen wollte. Ich selbst habe meine "Dates" manchmal auch erst dann einem grösseren Freundeskreis offenbart, wenn ich sicherer war, was damit wird oder eben nicht wird. Alternativ könnte es sich um eine spezielle Person handeln (jemand älteren/verheirateten Mann, oder schräger Typ usw.) und es war ihr bewusst oder unbewusst klar, dass Angaben dazu zu kritischen Fragen führen würden. Vielleicht hat sie sich gedacht: Also besser nichts sagen, als dumme Kommentare zu bekommen. Etwas stereotypisch könnte man anmerken: Sie war 18 Jahre alt, und da ist man weltoffen, will einen eigenen Weg im Leben finden und schätzt vieles falsch ein. Weiss man eigentlich, was für ein Typ Ulrike war? Introvertiert extrovertiert? Ängstlich/vorsichtig?


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.01.2017 um 13:09
Beitrag von Rick_Blaine, Seite 43

"Warum kam dann nie ein Kontakt zu Stande? Gibt es dafür eine plausible Begründung?"

Schwierig aufgrund der hier im Forum auffindbaren Angaben etwas dazu zu sagen. Vorstellen könnte ich mir, dass damals, im Jahre 1998 (nur wenige Personen hatten Handys, http://www.nzz.ch/festnetztelefonie-war-gestern-1.17913151 ), die ganze Kommunikation völlig anders ablief als heute. Ich erinnere mich, dass das analoge Festnetz-Telefon zu Hause der Standard war (kein ISDN o.ä.). Nur wenn man beim Anruf zugegen und der Anschluss nicht besetzt war, war man erreichbar. Wenn die von Ulrike angerufenen Personen zu den Anrufzeitpunkten nicht zu Hause waren oder gerade ein anderes Telefonat führten, so liefen die Versuche ins Leere. Beim Empfänger bestand auch keine Möglichkeit im Nachhinein etwas zu erfahren (Anruferkennung und -speicher hatten diese Telefone nicht).


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.01.2017 um 18:35
Kennt jemand einen Beleg dafuer, dass UR vergewaltigt wurde? Ich sehe immer nur entstellt, halbnackt, Schaedel eingeschlagen, Haare ausgerissen, aber keinen direkten Hinweis auf eine Vergewaltigung.

http://www.news.at/a/neue-ermittlungen-mord-steirerin-gedicht-taeter-alter-hut-203280
http://www.chilhavisto.rai.it/dl/clv/Misteri/ContentSet-243cd237-61fe-434d-9199-2a41cb775811.html

@Rick_Blaine

Gab es damals in Oesterreich oder vielmehr in Innsbruck Telephonzellen mit Telephonbuechern? In Deutschland auf jeden Fall. Da haette sie nachschlagen koennen. Alternativ koennte er auch in Laufnaehe gewohnt haben, aber bei ihren Orientierungsschwierigkeiten haette sie da wohl mehrmals nach dem Weg fragen muessen.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.01.2017 um 19:05
@AnnaKomnene
Dann nehmen wir doch mal das Neid-Motiv auf. Bei Neid würde ich als erstes an eine Frau denken. Eventuell wurde UR also nicht vergewaltigt, hatte aber wohl Geschlechtsverkehr vor ihrem Tod. Dann könnte doch eine andere Frau neidisch auf sie gewesen sein, warum auch immer im Detail. Ecstasy enthemmt doch, bekommt man da nicht sogar Lust auf Sex? Dann wäre der Schrei eventuell auch nicht von UR sondern von einer anderen Frau. Und die hintere,offene Autotür würde auch Sinn ergeben. Dass UR mit einem Paar bzw. mehreren Menschen inklusive einer Frau mitgefahren ist, ist auch eher denkbar als mit irgendwelchen einzelnen Männern.


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08.01.2017 um 22:25
@silverbirdsb

Du schreibst:
silverbirdsb schrieb: Dies ist für mich schon ein klarer Hinweis, dass sie nicht einfach in den Tag hineinlebte, sondern sich im Vorfeld die Rückfahrt überlegt hat (Route, Abfahrtszeiten).
Nun hat sie aber anscheinend den ursprünglich geplanten Zug in Zürich versäumt und musste deshalb eine Rückfahrt antreten, die sie so nicht geplant hatte. Sie brauchte also in Innsbruck auch einen neuen Anschluss. Es könnte also durchaus sein, dass sie einfach mal auf gut Glück nach Innsbruck fuhr und sich erst dort um einen Anschlusszug kümmern wollte. Also in etwa so, wie es spekulativ im xy-Film dargestellt wurde: Sie geht erst zum Bankomaten und sieht danach auf die Anzeigetafel. Wenn sie dort nun gesehen hat, dass ein Anschlusszug bereits in einer Minute abfuhr, könnte sie in großer Eile zum Bahnsteig gelaufen und in den falschen Zug gestiegen sein.

Ich will damit nur sagen: Auch wenn Ulrike im Vorfeld die Rückfahrt akribisch geplant hätte, wäre dieser Plan durch das Versäumen des Zuges in Zürich obsolet gewesen. Vielleicht ist ihr das zum Verhängnis geworden.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.01.2017 um 22:51
@Bandini

Ich frage mich auch, was die Polizei am Tatort sonst noch gefunden hat. UR und mindestens ein Mann haben sich dort einige Zeit aufgehalten. Vor allem im Dunkeln und in Panik, oder Verzweiflung, und unter Drogen kann man dort leicht etwas vergessen oder verlieren.

Das Detail mit Ecstasy kam durch Zufall in einem juristischen Dokument ans Licht. Es gibt aber sicherlich noch eine Menge andere Dinge, die nicht oeffentlich gemacht wurden.

Das Mordwerkzeug war ein Stein, den man vor Ort fand, er/sie hatten also keine Waffe vorbereitet, und auch ansonsten sieht dieser Mord eher ungeplant aus. Dafuer spricht auch die Tatsache, dass die DNS sonst nicht mehr aufgetaucht ist. Das war kein Moor Murder Duo oder ein Tiroler Serialkiller. Ich glaube, das Leben ging fuer den Moerder genau so weiter, wie es auch im Gedicht beschrieben wurde.


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08.01.2017 um 23:04
@AnnaKomnene
Ist es in Deutschland bzw in Italien wohl gestattet, aus der DNA das Geschlecht heraus zu lesen? Das geht natürlich, aber darf man das oder kann man nur DNA-Sequenzen plump nebeneinander halten?


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.01.2017 um 23:23
@Bandini

Ja, man darf in Deutschland das Geschlecht bestimmen und auch eine bestimmte Anzahl von loci, die sonst aber keinen weiteren Aufschluss geben. Keine Ahnung ueber Italien und Oesterreich.

http://www.chilhavisto.rai.it/dl/clv/Misteri/ContentSet-243cd237-61fe-434d-9199-2a41cb775811.html

"Dopo 14 anni dalla morte, gli inquirenti sono riusciti a isolare il Dna dell'assassino di Ulrike Reistenhofer. La procura di Bolzano ha incrociato, finora senza riscontro, il Dna trovato sotto le unghie della ragazza con quello di numerose persone che la frequentavano e con quello di soggetti con precedenti."

Die DNS wurde unter ihren Fingernaegeln gefunden, und wurde ohne Erfolg mit der Datenbank und den bekannten Kontaktpersonen abgeglichen.


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08.01.2017 um 23:40
@Bandini

Wenn eine Frau dabei gewesen waere, dann koennte das auch sonst fuer Verwirrung sorgen. Niemand wuerde das vermuten, sondern sich eher fragen, ob sie UR irgendwo in Begleitung eines wahrscheinlich dubios aussehenden Mannes gesehen haben koennten. Wuerde man sich ueberhaupt fragen, ob sie es war, wenn ein Mann und zwei Frauen in der Gegend normale Touristendinge unternommen haetten? Ich gehe weiterhin davon aus, dass sie irgendwo Zeit verbracht haben muessen, bevor sich an der Gaststaette ankamen. Wahrscheinlich fuhren sie dann direkt zum Parkplatz am Ufer, und das Auto fiel vielleicht nicht von Anfang an auf, weil die Tueren alle zu waren. Das sieht dann eher so aus, als haette jemand kurz austreten wollen, und niemand haette sich das gemerkt. Vielleicht ging er spaeter zum Auto zurueck, durch den Mord nicht mehr ganz beieinander, und hat vergessen, die Tuer zu schliessen.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

09.01.2017 um 00:04
Ich kann das leider wieder mal nicht verlinken aber am Tattag war uebrigens Vollmond.

Was das Wetter angeht, so war es warm und klar, zumindest bis um kurz vor acht, am Flughafen Bolzano. Am naechsten Vormittag war der Himmel auch klar.

Klappt der Link?

https://www.wunderground.com/history/airport/LIPB/1998/8/9/DailyHistory.html?req_city=Bolzano&req_state=TA&req_statename...

Es koennte also durchaus eine sternenklare Vollmondnacht gewesen sein. Damit haette man vielleicht auch einen Grund, weshalb sich jemand nachts um halb elf, oder spaetestens um halb zwoelf dort aufhalten wollte - man koennte im Vollmondschein am Flussufer sitzen und die Atmosphaere geniessen, und dabei eventuell auch noch etwas trinken oder rauchen oder, was eher die ungewoehnlichere Variante waere, MDMA konsumieren.

Eine Pinkelpause halte ich fuer wenig wahrscheinlich, so kurz nach dem Halt am Gasthof.

Wuerde das vom setting her Sinn machen, dort Ecstasy zu nehmen? Ich habe damit keine Erfahrungen, und kann hier nur mit Wikipedia arbeiten. Es schlaegt wohl so etwa nach einer halben Stunde ein und wirkt dann fuer einige Stunden. Kann man dann noch fahren?


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blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

09.01.2017 um 04:48
@Rick_Blaine
Rick_Blaine schrieb:Warum kennt anscheinend niemand einen Kontakt Ulrikes in Innsbruck?
Meiner Einschätzung nach weil dieser Kontakt erst auf der Streetparade oder während der durchfeierten Nacht zustande kam.
Rick_Blaine schrieb: mit wem würde sie so spontan ihren ursprünglichen Plan so radikal ändern?
Die Information zu einer weiteren Party könnte ihren ursprünglichen Plan außer Kraft gesetzt haben. Wenn sie in Zürich Leute kennengelernt hätte, die ihr von einer Party erzählt und ihr eine Mitfahrgelegenheit ab Innsbruck angeboten hätten, könnte ich mir schon vorstellen dass sie sich mit ihm/ihnen in Innsbruck traf und danach weiter ins Pustertal gefahren ist. Vielleicht hat sie ihren Bekannten aus Zürich nichts davon erzählt um Eifersüchteleien vorzubeugen.


@AnnaKomnene

Das E würde dort schon Sinn machen wenn man eine längere Zeit verbringen wollte (chillen am Fluß) oder wenn noch ein Partybesuch in der Gegend geplant war. Zu einem Anhaltermord passt der Konsum mMn nicht und er spricht auch eher gegen eine geplante Heimfahrt. Die Wirkung setzt nach 30min bis 1 Std. ein und hält etwa 6-8 Std an. Es ist also auch nicht geeignet, jemand kurzfristig außer Gefecht zu setzen oder irgendwie willenlos zu machen. Autofahren ist möglich, jedenfalls besser als in einem Alkoholvollrausch. Ferner fällt mir noch dazu ein, dass man in der Regel keinen Hunger hat wenn die Wirkung mal eingesetzt hat und daher vermutlich auch nicht auf die Idee käme, sich ne Packung Kekse zu holen. Denke der E wurde tatsächlich erst ca 1 Std. vor dem Tod konsumiert.


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blaomat
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09.01.2017 um 06:52
Neben der Party/Chiller Theorie käme für mich noch eine Beziehungstat in Frage, ein Anhaltermord erscheint mir unwahrscheinlich. Da passen mMn weder der E noch das Haiku ins Bild, die lange Standzeit des Autos in der Parkbucht und der direkt an der Hauptverkehrsader mit offener Tür abgestellte Wagen sprechen auch nicht gerade für die These. Von der Ankunft in Innsbruck (letzte Sichtung 17.24h) bis zu den Schreien in Tatortnähe (ca. 1.00h) vergingen 7,5 Stunden.


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09.01.2017 um 09:28
@blaomat
@Rick_Blaine

Vielleicht passten ihre Kontakte aus Innsbruck einfach nicht ins Raster, zB weil es, wie @Bandini
vorschlug, ein Mann und eine Frau waren, also ein Paerchen. Die Polizei wird Freunde und Familie befragt haben, und die haben vielleicht nur an alleinstehende Maenner gedacht.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

09.01.2017 um 09:38
Ulrike war auf dem Rückweg von einem grossen Partyevent in ihren Alltag in Graz. Warum sie jetzt noch zu irgendeiner obskuren Privatparty in das für sie sicherlich obskure Pustertal fahren sollte, noch dazu auf eine Party, die allen Anzeichen nach nicht existierte, erschliesst sich mir absolut nicht.

Nicht einmal jeder Innsbrucker wird das Pustertal kennen, und schon gar nicht solche an sich romantischen Plätzchen an der Rienz... Nein, ich bin mir ziemlich sicher, der oder die Täter sind aus dem Pustertal.

Und einen bekannten Kontakt von Ulrike ins Pustertal, oder auch nur nach Südtirol hat es offensichtlich nicht gegeben.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

09.01.2017 um 10:53
Ich glaube kaum, dass UR ihre Plaene ueber den Haufen geworfen hat, nur um auf dem Land in Suedtirol bei Vollmond am Flussufer zu sitzen, egal wie schoen es dort ist. Sie muss irgendeinen Grund gehabt haben, weshalb sie sich ihrem/ihren Begleiter(n) angeschlossen hat. Entweder lag ihr etwas an der Begleitung, oder sie hatte keine andere Wahl, weil sie ansonsten auf einer Bank am Bahnhof uebernachten muesste.

Die Idee mit der Party halte ich fuer absurd. Sie hatten nicht mal etwas zu essen dabei.

@Rick_Blaine

Ich hoffe darauf, dass jemandem im Internetzeitalter irgendwann noch etwas einfaellt. Damals hat man noch nicht seine gesamte Familengeschichte auf sozialen Netzwerken verbreitet, vielleicht wussten einige einfach nicht, wo jemand herkam.

Studenten haben eine hohe Mobilitaet. Sie ziehen oft zuhause aus, studieren irgendwo, und dann machen sie ein Gastsemester irgendwo anders. Es koennte aber auch andere Verbindungen geben, Eltern aus dem Pustertal, viele Bekannte in Innsbruck, Arbeit in Graz, zum Beispiel. Ich hoffe mal, dass einem Bekannten von UR einmal ein solches Bewegungsprofil auf einem sozialen Netzwerk auffaellt, bei dem auch ein nachweislicher Kontakt zu UR bestand.

Ich tippe darauf, dass der Moerder heute ein unbescholtenes und wahrscheinlich auch spiessiges Leben fuehrt, und dass man es ihn nie zutrauen wuerde. Die DNS ist nie wieder aufgetaucht.


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09.01.2017 um 23:07
Rick_Blaine schrieb:Und einen bekannten Kontakt von Ulrike ins Pustertal, oder auch nur nach Südtirol hat es offensichtlich nicht gegeben.
Zu dieser Zeit waren so die meisten Kontakte nicht bekannt, nicht mal der eigene Partner wusste oft von Allen Kontakten.
Einige Frauen hatten in der Geldtasche hinten ein Zettel mit Telefonnummern gerade bei solchen wie Ulrike wo schnell mal Kontakt zu stande kommt, weil unbeholfen beim Umsteigen oder auf Partys.
Wenn mal in Innsbruck bist ruf mich an gehen wir was trinken, wenn der gut aussieht einen guten Eindruck macht, und prahlt mit viel Geld oder tollem Haus zum Beispiel warum nicht?
Das wäre ein Beispiel wenn sie Jemand auf der Party in Zürich kennen gelernt hat.

Sie konnte nicht einfach abhauen das tut man nicht wenn man mit Jemand die Zeit verbringt.
Auffallend ist aber das Ulrike ziemlich schnell los wollte, der Freund wunderte sich auch warum bleibst nicht ein paar Tage? Die Begründung: der Werner kocht morgen.
Kochen kann man auch ein Tag später.
Sie wollte früh weg, hob gleich nach der Ankunft in Innsbruck Geld ab und wartete wahrscheinlich bis der daher kam, warum der so lange gebraucht hat ist mir ein Rätsel, wahrscheinlich erstmal andere Nummernschilder suchen und montieren. Darum konnte er sich wahrscheinlich auch gut leisten 3 Stunden da zu stehen am Tatort.
Glaube nicht das es ein geplanter Mord war aber auch eine Sexuelle Belästigung ist strafbar, Nur durch das Autokennzeichen wäre es vielleicht Ulrike möglich gewesen den Täter zu identifizieren, Name, Herkunft kann leicht gelogen werden.

Ich habe mir immer gedacht in dem Fall wie dumm der Täter war 3 Stunden da zu stehen inzwischen könnten ein paar neugierige Leute die Nummer aufschreiben.
Bei den Youtube Kommentaren hat man eh das Gefühl das es kaum zu glauben ist das es nicht passiert ist.
Hatte mit dem Haiku immer so meine Schwierigkeiten, es gibt so viele Leute die Aufmerksamkeit brauchen da ist so ein kurzes Gedicht zu schreiben ganz wenig Aufwand um in die Medien zu kommen.
Wenn ich das dem Täter zuordne passt Alles zusammen mit einer intelligenten Persönlichkeit der niemals so dumm gewesen wäre einen Mord zu begehen wenn das Auto schon 2 Stunden mit echter Nummer da steht.
AnnaKomnene schrieb:Ich tippe darauf, dass der Moerder heute ein unbescholtenes und wahrscheinlich auch spiessiges Leben fuehrt, und dass man es ihn nie zutrauen wuerde. Die DNS ist nie wieder aufgetaucht.
Seine DNA ist nie mehr aufgetaucht der wird so schlau sein das er nicht mehr erwischt werden kann oder nur sehr schwierig. Auch Täter können sehr schnell lernen oder auf andere Dinge umsteigen ihre Machtphantasien auszuleben so dass sie eben nicht mehr auffallen.

Wer interessiert sich für einen toten Hund oder Katze die gerade irgendwo vergraben wird, als ich im Tierheim mitgeholfen habe in der Freizeit es war kaum zu ertragen wie Manche Tiere Seelisch K.O. angekommen sind, die Besitzer hätte ich gerne mal gesehen.


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09.01.2017 um 23:30
Noch ein anderer Gedanke. Laut XY fehlt ihr Rucksack einschiesslich Geldboerse, abgelaufenem Pass, Kleidern, und, was mich besonders verwundert, auch der Decke. Gehen wir also mal hypothetisch davon aus, dass sie mit einem oder mehreren Begleitern zum Flussufer gegangen ist, um sich den Fluss im Vollmondlicht anzusehen, die Kekse zu essen und dann noch etwas MDMA einzunehmen. Sie war ja relativ gut eingerichtet, sie hatte eine Decke dabei, wahrscheinlich, wie im Filmfall gezeigt, um darauf zu schlafen oder zu sitzen, es duerfte sich also um eine alte Picknick Decke gehandelt haben.

Jetzt kommt es natuerlich darauf an, wann sie das MDMA konsumiert hat, und ob es schon angeschlagen hatte, als sie aus dem Auto stieg. Nuechtern haette wohl jeder den Rucksack zum Flussufer mitgenommen. Und wenn man ihn im Auto laesst, dann ganz bestimmt nicht in einem offenen Auto.

Wo blieb der Rucksack? Hatte sie ihn gleich von Anfang an im Auto gelassen? Oder hat der Taeter ihn vom Flussufer wieder mitgenommen? Weshalb sollte er das tun?


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

10.01.2017 um 01:59
AnnaKomnene schrieb:Nuechtern haette wohl jeder den Rucksack zum Flussufer mitgenommen. Und wenn man ihn im Auto laesst, dann ganz bestimmt nicht in einem offenen Auto.
Ich glaube es kommt darauf an wie sehr man Jemanden vertraut, wenn man einer Person voll vertaut nimmt man Alles den Rucksack und was benötigt wird mit.
Wenn man einer Person nicht vertraut dann wird man vorsichtig, Manche würden wahrscheinlich absichtlich nicht Alles gleich mitnehmen um im Notfall ein verständlichen Grund zu haben nochmal kurz Abstand zu bekommen.

Oft würde so ein vorausdenkendes Verhalten Leben retten, weil man Hilfe bekommen könnte in dem Fall ist das Problem das Hilfe ganz schwierig zu erreichen gewesen wäre.
Wenn man sich unwohl fühlt nochmal zum Auto kommt aber die Straße ist leer was machen?
Sie hätte ein Fluchtversuch unternehmen können zu den nächsten Häusern ich glaube das es erfolgreich gewesen wäre aber das ist das letzte was ein Mensch tun würde, man macht das wirklich nur im akuten Notfall weil es sehr auffällig und unangenehm für einen selbst hinterher ist.
Eine unangenehme Situation versucht man erstmal anders zu lösen, sich bemerkbar zu machen das klappte mit der offenen Autotüre perfekt sie fiel auf aber es hielt niemand an obwohl man davon ausgehen konnte das irgendwer anhält um darauf aufmerksam zu machen wie gefährlich das ist.
Nichts passierte und Ulrike wurde einige Zeit danach ermordet, entweder hat der Täter den Tatort aufgeräumt, oder sie hatte mehr als die Hälfte noch im Auto.
Es ist eine Vertrauensfrage allzu bekannt kann er nicht gewesen sein wenn man so einen Ort auswählt um gemeinsam die Zeit zu verbringen.
Direkt an der Straße bei einer dunklen Parkbucht, wie toll für eine Frau diese Mühe.
Etwas schwieriger wäre es an einem schönen oder persönlichen Ort an den man nicht nur im vorbeifahren hinkommt und schnell weg ist.
Wikipedia: MDMA
Soziale Wahrnehmung

Laut einer Studie (2010), in der das soziale Verhalten unter Einfluss von MDMA gemessen wurde, zeigte eine verminderte Wahrnehmung von bedrohlichen Gesichtsausdrücken. Die Autoren der Studie schlossen daraus, dass durch die Droge soziale Annäherung – hier durch Ausblenden von Risiken – gefördert wurde und nicht soziale Einfühlung (Empathie).[49][50] Die Ergebnisse wurden bestätigt durch eine andere Studie, bei der MDMA die Wahrnehmung simulierter sozialer Zurückweisung verminderte.[51] Zwei weitere Studien zeigten, dass MDMA die Wahrnehmung negativer Gefühle anhand von ängstlichen, ärgerlichen, feindseligen und traurigen Gesichtern behinderte, gleichzeitig aber die Fähigkeit zur Wahrnehmung positiver Gefühle steigerte, wobei eine Studie gleichzeitig auch eine gesteigerte explizite und implizite emotionale Empathie sowie – bei Männern – gesteigertes prosoziales Verhalten maß.
Bei einem Vertrauten so etwas zu nehmen macht kein Sinn.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

10.01.2017 um 02:12
Rick_Blaine schrieb:Ulrike war auf dem Rückweg von einem grossen Partyevent in ihren Alltag in Graz.
@Rick_Blaine
Davon ausgehend macht eine weitere Party natürlich keinen Sinn, aber ich bezweifle die Absicht nach Hause zu fahren. An eine Privatparty glaube ich auch nicht, denke sie wurde wie damals üblich per Flyer bzw. per Mundpropaganda angekündigt. Auf der 1998er Zoom gab es einen passenden Flyer, mit einem Meilenstein in der Wegbeschreibung Richtung Pustertal, das ist für mich schon ein Anzeichen. Die Party hätte dann wohl auch nicht in einer der Ortschaften stattgefunden sondern irgendwo in der Natur. Diese Partys wurden damals selten an die große Glocke gehängt, mal von der Zoom und ein paar anderen Großevents abgesehen, weil man vermeiden wollte ähnlich der Technobewegung vom Mainstream überrollt zu werden. Die Partys gingen in der Regel über 2 oder 3 Tage/Nächte und so verteilte sich der Besucherstrom.

@AnnaKomnene

Auf diesen Partys gab es in der Regel Essen + Getränke, da musste man nichts mitbringen.

Den Rucksack hatte UR beim Kekskauf noch dabei aber ich kann auch nicht sagen ob sie ihn im Auto liess oder ans Ufer mitnahm. Entweder wurde der Rucksack in die Rienz geworfen oder man hat ihn mitgenommen. Im Rahmen der Partytheorie wäre denkbar, dass Ulrike in ZH jemand oder mehrere Personen traf, mit ihnen einen Treffpunkt in Innsbruck ausgemacht hat und dabei eine Adresse bekam. Da wir ja wissen dass der Fiat auch noch nach den Schreien ne Weile dort stand, könnte(n) der/die Täter nach dem Mord evtl. noch fieberhaft nach der Adresse gesucht haben und dann vielleicht sicherheitshalber doch den ganzen Rucksack mitgenommen haben.


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