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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

1.060 Beiträge, Schlüsselwörter: Erschlagen, Südtirol, Streetparade, Ehrenburg, Fiattipo, Ulrike Reistenhofer

Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.04.2018 um 09:09
@frauzimt
Wenn ich mich recht entsinne, gibt es dort in der Nähe einen alten, römischen Meilenstein - dieser wurde jedoch nachgebildet (ob nun das Original verschollen/zerstört ist oder in ein Museum abtransportiert wurde, entzieht sich meiner Kenntnis). Um vom falschen Meilenstein zu schreiben, muss man wissen, dass dieser eine Nachbildung ist. Entweder hat man dann fundierte Kenntnisse - oder, ganz einfach, an dem erwähnten Stein ist eine Tafel angebracht, auf der das ersichtlich ist.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.04.2018 um 18:03
t68 schrieb:Wenn ich mich recht entsinne, gibt es dort in der Nähe einen alten, römischen Meilenstein - dieser wurde jedoch nachgebildet (ob nun das Original verschollen/zerstört ist oder in ein Museum abtransportiert wurde, entzieht sich meiner Kenntnis). Um vom falschen Meilenstein zu schreiben, muss man wissen, dass dieser eine Nachbildung ist. Entweder hat man dann fundierte Kenntnisse - oder, ganz einfach, an dem erwähnten Stein ist eine Tafel angebracht, auf der das ersichtlich ist.
Danke für die Info.
Das ist ein Detail, dass nur jemand weiss, der den Ort kennt.

Ich denke mir, dass der Schreiber der Gedichtzeilen entweder aus dem Ort stammt (oder Gegend).-
Oder er ist tatsächlich dorthin gefahren (weil in der Fall gepackt hat), um Lokalkolorit aufzuschnappen.

Ich glaube aber nicht, dass das der Täter ist. Auf gar keinen Fall.
Ein Feingeist war der Täter gewiss nicht.

Wenn nun auch noch dieser Stein dort eine spätere Nachbildung ist....warum sollte der Täter das in sein Gedicht einarbeiten?

Nein, hier hat jemand ein kleines künstlerisches Projekt verwirklicht.
Die Nachricht vom Mord wird ihn tangiert haben und er wollte darauf mit kleinen Gedichten durch einen Jahreszyklus antworten.

Und im Internet landete der Text schließlich, weil ein Depp das abgeschrieben (fotografiert) hat.
Und der schrieb dann "Serienkiller" dazu.

Das ist so dämlich, das passt doch gar nicht zu den Zeilen.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.04.2018 um 18:21
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Das ist ein Bild von der Nachbildung des römischen Meilenstein, der stand circa 1,5-2 Kilometer weiter vom Tatort (Richtung Bruneck) unter der Sonnenburg. Er wurde damals entfernt als der Tunnel gebaut wurde.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.04.2018 um 21:23
Wie kann dieser Fall wohl noch geloest werden? Schlimmstenfalls koennte die DNS in einem weiteren Fall auftauchen, und dann kaeme man vielleicht durch Querverbindungen weiter. Im besten Fall koennten sich noch Zeugen melden. Ich glaube irgendwie nicht, dass das Zeugen aus einem Zug oder aus der Gegend um den Tatort sind. Die haetten sich bereits gemeldet. Das sind alles sehr ueberschaubare Kontexte.

Ich wuerde irgendwie darauf tippen, dass es jemand waere, der wusste, wer an diesem Tag aus Innsbruck in Richtung Pustertal fahren wollte, und der das Opfer irgendwie gekannt haben koennte, wenn auch nur fluechtig.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

08.04.2018 um 21:32
Die Frage ist ja, was die junge Frau dort überhaupt wollte. Wie ist sie dort hingekommen?
Ihre Reiseroute war ja anders geplant und einen Abstecher hatte sie nicht vorgehabt.
Hat sie den falschen Zug erwischt?
Hat ein Autofahrer versprichen, sie zurückzufahren?

Am 09.08.1998 bricht sie von Zürich aus mit dem Zug die Heimreise richtung Graz an. Zu diesem Zwecke muss sie in Insbruck/Österreich umsteigen (belegt durch eine Abhebung an einem Bankautomaten auf dem Bahnhof Insbruck). Ab da verliert sich für mehrere Stunden ihre Spur. Nachts taucht sie dann weitab der eigentlichen Route in Italien, genauer gesagt Ehrenburg/Südtirol auf. Warum und wie sie dorthin gekommen ist, ist nicht bekannt. Ihr letztes Lebenszeichen ist, als sie in einer dortigen Gastwirtschaft eine Packung Kekse kauft. Am nächsten Tag wird ihre Leiche an einem Fluss an einer Landstraße unweit von Ehrenburg gefunden.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

09.04.2018 um 00:06
@frauzimt

https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJT_20010118_OGH0002_0120OS00152_0000000_000/JJT_20010118_OGH0002_0120OS00152...

Das hier ist ein wichtiges Dokument, das man immer mal wieder hervorholen sollte.

Sie wollte eigentlich ganz woanders hin. Sie ist entweder in den falschen Zug gestiegen, oder sie ist bei jemandem mitgefahren, der dieser Route fuhr. Oder beides zusammen.


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blaomat
ehemaliges Mitglied

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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

22.05.2018 um 01:00
@Stockinger

Auch wenn sich im Pustertal Fuchs und Hase gute Nacht sagen, an den Bergstationen der Seilbahnen oder auch im Innenhof von Schloß Casteldarne wären solche Parties durchaus möglich ohne im Tal aufzufallen. Bei solchen Events fahren die Seilbahnen dann auch im Sommer.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

22.05.2018 um 07:08
Wird wohl immer schwer zu verstehen sein.

Die TELEKOM Austria AG legte hierauf am 20. Februar 2000 die Träger der betreffenden Rufdaten in einem versiegelten Briefumschlag dem Landesgericht Innsbruck vor, erhob jedoch - dessen ungeachtet - Beschwerde gegen den Beschlagnahmebeschluss des Landesgerichtes Innsbruck.

Mit Beschluss vom 17. Mai 2000, ON 25, gab die Ratskammer des Landesgerichtes Innsbruck der Beschwerde Folge, hob den angefochtenen Beschluss des Untersuchungsrichters auf und wies den Antrag der Staatsanwaltschaft Innsbruck auf Beschlagnahme der Datenträger ab. Sie begründete ihre Entscheidung - zusammengefasst wiedergegeben - damit, dass die Bestimmungen der §§ 139 bis 145 StPO nur als allgemeine Regeln für die Beschlagnahme von Papieren aufzufassen sind, die unberücksichtigt ließen, welche Art von Daten betroffen seien. Für - hier aktuelle - Vermittlungsdaten bestünden auf Grund des verfassungsgesetzlich gewährleisteten Fernmeldegeheimnisses besondere Schutzbestimmungen, sodass nur § 149a StPO als Grundlage für die nachträgliche Offenlegung von Vermittlungsdaten herangezogen werden könne. Der allgemeinen Beschlagnahmeregelung fehle darüber hinaus - im Gegensatz zur Bestimmung des § 149a StPO - ein "ausformuliertes Gebot der Notwendigkeit und der Verhältnismäßigkeit". Diese Verhältnismäßigkeit sei im vorliegenden Fall trotz der Schwere der aufzuklärenden Straftat nicht gegeben, weil "die Daten von neunzehn Telefonzellen über einen Zeitraum von fünf Stunden und zehn Minuten erhoben werden sollen, was sehr viele am Strafverfahren unbeteiligte Personen betreffen würde". Der versiegelte Umschlag mit den Rufdatenträgern wurde vom Landesgericht Innsbruck am 19. Mai 2000 der TELEKOM Austria AG zurückgestellt. Die Beschlüsse der Ratskammer des Landesgericht Innsbruck vom 13. Jänner 1999 und vom 17. Mai 2000 (ON 10 und 25) stehen nach Ansicht des Generalprokurators aus folgenden Erwägungen mit dem Gesetz nicht im Einklang:

Klar ich bin nicht Jurist. Dies nur vorab. Aus heutiger Sicht wäre so ein Entscheid kaum mehr vorstellbar. Hinterlässt dieses Urteil doch einen faden Geschmack. Aber auch im Rückblick kaum zu verstehen. Da offensichtlich die Straftat Mord und deren Ermittlungen als nicht verhältnismässig beurteilt werden. Da scheint die Schwere der aufzuklärender Straftat dem Gericht als zweitrangig. Noch nicht genug der Unverständlichkeit. So sollen auch die Daten von neunzehn Telefonzellen keiner Verhältnismässigkeit unterliegen. Obwohl die Datenträger in einem Briefumschlag vorgelegen haben. Was doch eher auf ein kleine Datenmenge schliesen lässt.
Klar wären da unbeteiligte Personen von den Ermittlungen betroffen gewesen. Aus meiner Sicht jedoch kaum in das Strafverfahren mit eingezogen worden.

Der relativ klein Geldbezug gleich nach der Ankunft in Salzburg am Automaten, so wie das Deponieren ihres Rucksackes bei einem Tabakwarengeschäft weist eher darauf hin, dass Ulrike damit Drogen kaufte. Weiter kann natürlich nicht ausgeschlossen werden, dass Ulrike einen Telefonanruf tätigte. Bei der Abholung des Rucksackes soll sie nicht in Begleitung einer Person gewesen sein. Vermutlich stieg Ulrike nachher in einen falschen Zug ein. Dort soll sie sich mit dem Schaffner angelegt haben. Nahe liegend, dass ihr der Irrtum danach klar wurde. Und sie den Zug verlies. Danach muss sie wohl an den falschen geraten sein.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

22.05.2018 um 07:48
@schluesselbund
Wo hast du das denn gefunden?
Wie lauten die Erwägungen? Wie geht es noch dem Doppelpunkt weiter?
schluesselbund schrieb:Die Beschlüsse der Ratskammer des Landesgericht Innsbruck vom 13. Jänner 1999 und vom 17. Mai 2000 (ON 10 und 25) stehen nach Ansicht des Generalprokurators aus folgenden Erwägungen mit dem Gesetz nicht im Einklang:


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

22.05.2018 um 08:34
schluesselbund schrieb:Vermutlich stieg Ulrike nachher in einen falschen Zug ein. Dort soll sie sich mit dem Schaffner angelegt haben.
Woher stammt diese Information? Denn im link von @AnnaKomnene heißt es:
sie wird aber nicht durch die Aussagen italienischer und österreichischer Bahnangestellter bestätigt, da keiner von ihnen sich an ein Mädchen erinnert, das in den falschen Zug gestiegen wäre.
https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJT_20010118_OGH0002_0120OS00152_0000000_000/JJT_20010118_OGH0002_0120OS00152...


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

22.05.2018 um 10:44
frauzimt schrieb:Wo hast du das denn gefunden?
Aus den link von @AnnaKomnene

@tobak

Das ist mir wohl durchgerutscht.
Ich meinte sowas sei weiter vorne diskutiert worden.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

22.05.2018 um 11:04
@schluesselbund
Danke für den Beitrag. Ich bin ganz bei dir mit deiner Meinung.
Ich verstehe jedoch die angesprochene unverhältnismäßigkeit eher in dem relativ großen Sektor, also der 19 Funkzellen über die Dauer. Da kommt was zusammen an Daten. Das kann man nicht von der Hand weisen.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

22.05.2018 um 13:50
@Fragwarum
Es ging aber nicht um die Daten von 19 Funkzellen, sondern nur um 19 Telefonzellen (rund um den Innsbrucker HBF). Ich finde die zu erhebende Datenmenge nicht unverhältnismäßig in Anbetracht der Schwere des Verbrechens.

Leider kam wohl nichts bei raus, letztendlich?


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

23.05.2018 um 00:02
Achso, es handelt sich um Telefonzellen, naja also in 5-6 Stunden? Das werden jetzt keine paar Hunderte Betroffene sein?


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

16.06.2018 um 12:44
@schluesselbund
sie stieg nicht in Salzburg aus, sondern in Innsbruck. Von Salzburg aus wäre sie nie direkt nach Südtirol gelangt, sondern eher nach Hause, nach Graz.


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