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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

1.065 Beiträge, Schlüsselwörter: Erschlagen, Südtirol, Streetparade, Ehrenburg, Fiattipo, Ulrike Reistenhofer

Mord an Ulrike R. (Streetparade)

04.01.2017 um 20:25
@blaomat

Der Grund warum Ulrike sich in Innsbruck aufhielt, scheint logisch. ES gibt keine direkte Zugsverbindung von Zürich nach Graz. Ich denke auch, dass das deponieren des Rucksackes stimmig ist. Was dazu interessant wäre zu Wissen wie lange sie ihn deponiert hat.


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blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

04.01.2017 um 21:15
@schluesselbund

laut dem italienischen Artikel "per qualche oras" also für einige (oder ein paar) Stunden, wenn ich das richtig verstehe. Es gab um 17.25h einen Anschlusszug in Innsbruck, den hat sie aber nicht genommen.

In nächster Zeit werde ich mich nochmal zurücklehnen und in aller Ruhe über den Fall nachdenken. Wenn ich mir die ganze Situation vor Augen führe, die Scheidung, der dem Alkohol und sexuellen Belästigungen an seiner Tochter nicht abgeneigte Vater, muss ich mir um meine Motivation in dem Fall keine Sorgen machen.


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04.01.2017 um 22:15
@blaomat
blaomat schrieb:Es gab um 17.25h einen Anschlusszug in Innsbruck, den hat sie aber nicht genommen.
Es gab wohl diesen Anschlusszug. Wahr mir auch bekannt. Nur dazu hätte sie 6 Minuten Umsteigezeit gehabt. Doch eher etwas wenig für Leute mit Orientierungsschwierigkeiten.
blaomat schrieb:In nächster Zeit werde ich mich nochmal zurücklehnen und in aller Ruhe über den Fall nachdenken. Wenn ich mir die ganze Situation vor Augen führe, die Scheidung, der dem Alkohol und sexuellen Belästigungen an seiner Tochter nicht abgeneigte Vater, muss ich mir um meine Motivation in dem Fall keine Sorgen machen.
Von so was habe ich noch nichts mitbekommen.


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05.01.2017 um 00:04
@Mops1981
Vielen Dank für die detaillierten Ausführungen. Klasse!
blaomat schrieb:Da der Fluß Geräusche macht hätte Ulrike ein ankommendes Auto wahrscheinlich erst spät (wenn überhaupt) gehört. Auch wenn sie sich evtl. am Lichtkegel der Autos orientiert hätte wäre sie mEn nicht rechtzeitig an der Straße gewesen.
Anscheinend hat so ziemlich Alles dem Täter in die Hände gespielt, der Fluss hat vielleicht wirklich das "Hilfe hören" verhindert.
Nach Licht ausschau zu halten wäre die 2. Möglichkeit gewesen allerdings ich weiß nicht ob das möglich war wenn man sich den Tatort heute ansieht ziemlich viel Sichthinderndes Gebüsch.
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blaomat schrieb:aber dann hätte sie das Ecstasy in einem für sie unangenehmen bis gefährlichen Umfeld konsumiert, wenn man davon ausgeht, dass die Schreie gegen 1.00h vernommen wurden und das E dann gegen 12.00h konsumiert wurde. Die Tür soll ja bereits gegen 23.30h von Zeugen gesehen worden sein. Der E passt eigentlich nur zur Party/Chillertheorie, da wäre dann auch die offene Tür erklärbar.
Wenn der Täter sehr aufmerksam oder dominierend war wovon ich ausgehe wäre es zudem aufgefallen wenn sie nach Licht ausschau gehalten hätte.
Das Auto kann schon vor 23:30Uhr dort gestanden haben um 23Uhr vielleicht schon, viele haben sich vielleicht nichts gedacht und sich hinterher nicht gemeldet oder gar nicht mehr erinnert wie viel Uhr es ungefähr war.
Wenn das Auto um 23:30Uhr dort schon stand muss es vorher abgestellt worden sein.

-Denke es könnte so sein gegen 23Uhr ankunft an der dunklen Parkbucht
-Ulrike merkt am Fluss immer mehr das sie sich hilflos fühlt und eigentlich nur sofort weg möchte.
-Mit einer Ausrede was im Rucksack zu holen Tempo, Schminke oder so geht sie zum Auto öffnet die Türe in der Hoffnung das irgend jemand anhält damit sie fliehen kann.
Da dies nach einer halben Stunden nicht funktioniete griff sie zu den Drogen um sich zu betäuben weil sie vielleicht schlimmes ahnte.
Wenn es wirklich so war finde ich das sehr traurig weil der oder die Täter so überlegen gewesen sein müssen das sie sich vielleicht kein Fluchtversuch zu unternehmen traute.
Zeugt auch die Brutalität einen Menschen mit einem Stein erschlagen wo viel Blut fließt, Viele würden in Schock erstarren wenn sie einen blutigen Menschen sehen müssen.


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blaomat
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05.01.2017 um 02:20
@schluesselbund
schluesselbund schrieb:Von so was habe ich noch nichts mitbekommen.
Auf Seite 10 hatte Marianne48 freundlicherweise Auszüge aus einem Buch der Mutter ins Forum gebracht, da kann man das nachlesen. Auf Seite 12 steht das Haiku, falls das jemand noch nicht kennt oder gerade nicht findet.

@Jairo

vermutlich hat sich UR nicht an den vorbeifahrenden Autos orientiert.

Und die Sache mit der offenen Tür, wenn Ulrike sie absichtlich in den Verkehr ragen ließ müsste sie sich zu dem Zeitpunkt schon in einer Notsituation befunden haben. In Begleitung wäre sie vermutlich nicht zum Auto gegangen, die offene Tür hätte kein Täter mitgemacht. Da hätte sie dann auch die Flucht ergreifen können - einfach die Straße langlaufen und das nächste Auto anhalten. Für mich sieht es eher danach aus dass sich die Situation irgendwann nach dem E-Konsum am Fluß aufgeschaukelt hat. Ecstasy ist keine Abschaltdroge und dass UR das in einer Bedrohungssituation genommen haben soll, kann ich mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, aber ausschließen möchte ich es nicht.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

05.01.2017 um 03:05
blaomat schrieb:Und die Sache mit der offenen Tür, wenn Ulrike sie absichtlich in den Verkehr ragen ließ müsste sie sich zu dem Zeitpunkt schon in einer Notsituation befunden haben. In Begleitung wäre sie vermutlich nicht zum Auto gegangen, die offene Tür hätte kein Täter mitgemacht. Da hätte sie dann auch die Flucht ergreifen können - einfach die Straße langlaufen und das nächste Auto anhalten. Für mich sieht es eher danach aus dass sich die Situation irgendwann nach dem E-Konsum am Fluß aufgeschaukelt hat. Ecstasy ist keine Abschaltdroge und dass UR das in einer Bedrohungssituation genommen haben soll, kann ich mir ehrlich gesagt kaum vorstellen, aber ausschließen möchte ich es nicht.
Welche andere Erklärung gibt es denn für die stundenlang offene Autotüre.
Sie muss sich ja nicht unbedingt schon in einer Notsituation befunden haben, sondern in einer Situatution das sie froh wäre wenn Jemand vielleicht dazu kommt.
Hätte ein Autofahrer angehalten um die "Leute" am Fluss aufmerksam zu machen das die Türe etwas gefährlich für Andere Fahrzeuge ist hätte die Anwesenheit eines Fremden vielleicht schon genügt um Alles gefahrlos abzubrechen.

Vielleicht hatte sie das Gefühl das bei einem Fluchtversuch Alles eskaliert... sie kannte höchstwahrscheinlich die Umgebung nicht es ist weit bis zum nächsten Haus und wenn da grad Alle im Urlaub sind Dunkel?
Ich glaube nach dem was so geschrieben wurde auch in Büchern war Ulrike Alleine manchmal etwas unbeholfen.
Das Vielleicht ein Grund warum kein Fluchtversuch unternommen wurde.


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05.01.2017 um 10:16
@blaomat

Ich habe mir gerade noch mal das Haiku durchgelesen, vielen Dank fuer den Hinweis.

Ein paar Beobachtungen... zunaechst mal konnte derjenige, der das geschrieben hat, ziemlich gut deutsch. Er hat sich auch Zeit genommen, und insgesamt ist der Text sehr schoen verfasst worden.

Die Polizei nimmt ihn ernst, und deshalb denke ich mal, dass der Inhalt darauf schliessen laesst, dass der Betreffende Taeterwissen hatte. Die genannten Pflanzen werden dort tatsaechlich wachsen, aber das koennte jeder wissen, der dort schon einmal war, und schliesslich ist es ein oeffentlicher Ort. Ich persoenlich kenne diese Pflanzennamen aus der Grundschule, und ich wuerde sie auch erkennen, wir haben das seinerzeit geuebt, aber es gibt wahrscheinlich eine Menge Menschen, die sich diese Inhalte nicht gemerkt haben, oder die sich einfach nicht fuer Pflanzen interessieren, und die deshalb eher von bunten Blumen gesprochen haetten, als konkreten Pflanzennamen.

Insgesamt gehe ich also davon aus, dass dieses Gedicht von einer intelligenten Person geschrieben wurde, die sich gut auf deutsch ausdruecken konnte, mit einer gewissen kuenstlerischen Grundbegabung und Naturverbundenheit. Ich glaube auch, dass diese Person eine Weile vor Ort verweilt hat. Ob das der Taeter war? Konnte der Taeter dort etwas erkennen, oder war es schon dunkel? Die Beobachtungen sprechen fuer Tageslicht.

Bemerkenswert finde ich auch die Beschreibung des Auskuehlens durch das Flusswasser. Das liest sich so, als haette der Taeter dort eine Zeit mit der Leiche verbracht, und es wird auch klar, dass dass die Leiche wohl zumindest teilweise im Wasser lag. War das so bekannt gemacht worden? Ist das das Taeterwissen?

Die Sache mit dem Meilenstein finde ich auch interessant. Das ist auch ein Detail, dass man so nicht unbedingt im Gedaechtnis haben wuerde, und ganz bestimmt nicht, wenn man noch nie dort war, und eigentlich nur auf der Durchreise ist. Hier hat man dann auf einmal auch noch einen historischen Bezug. Natur - Literatur - Geschichte. Das sind die Interessen des Verfassers, oder zumindest zum Teil. Er war schon mindestens einmal vor Ort, und kam wieder, um das Haiku dort zu lassen. Er kennt sich aus, ist gebildet, hat die Mittel, das Haiku laminieren zu lassen. Er erinnert sich an die Tat, und sie beschaeftigt ihn auch Jahre spaeter noch.

Ich schreibe das alles, weil mein Bild des Verfassers, der aus irgendwelchen Gruenden nach nach Auffassung der Polizei auch der Taeter ist, verschiedenen kolportierten Taetern oder Taetergruppen widerspricht. Ich glaube kaum, dass jemand, der im Drogenwahn handelte, sich an diese Details erinnern koennte. Und der total verwahrloste Mann, der auch verwirrt war, haette es wohl kaum auf die Reihe gebracht. Ein durchreisender Kraftfahrer haette nicht die Ortskenntnis mit dem Meilenstein. Und ob UR bei denen ins Auto gestiegen waere? Die Person, die ich in meinem Profil beschreibe, hoert sich eher so an, als wollte man Zeit mit ihr verbringen.


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05.01.2017 um 10:24
@Jairo

Die offene Tuer hat auf jeden Fall etwas zu bedeuten. Entweder stand UR zu diesem Zeitpunkt unter Drogen, und hat schlicht vergessen, die Tuer zu schliessen. Oder sie ist gefluechtet, und da war es ihr egal, ob sie zu oder auf war, Hauptsache weg. Oder sie wollte auf etwas aufmerksam machen, und hat die Tuer offen gelassen, ohne dass der Taeter es gesehen hat.

Ich persoenlich habe so etwas noch nie gesehen. Wenn ich dort in der Nacht lang gefahren waere, waere mein erster Impuls gewesen auszuweichen, ich haette aber nicht angehalten, um nachzusehen. Ich haette wahrscheinlich gedacht, jemandem sei schlecht geworden. Oder das seien Betrunkene, die dort noch am Fluss weiterzechen.


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05.01.2017 um 11:49
@AnnaKomnene 10:16
AnnaKomnene schrieb:Insgesamt gehe ich also davon aus, dass dieses Gedicht von einer intelligenten Person geschrieben wurde, die sich gut auf deutsch ausdruecken konnte, mit einer gewissen kuenstlerischen Grundbegabung und Naturverbundenheit
Volle Zustimmung. Ich gehe wie die Polizei auch davon aus, dass der Haiku Schreiber mit der Tat in Verbindung steht. Schreibt er doch: Mit einem Bachstein der Rienz erschlagen. War wirklich ein Bachstein das Tatwerkzeug? Ist das Täterwissen? Hat er diesen mitgeführt?

Ich gehe nicht davon aus, dass mit der offene Wagentür Ulrike auf sich aufmerksam machen wollte. Oder gar geflüchtet ist.


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blaomat
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05.01.2017 um 20:54
@Jairo

Wenn sich Ulrike mit einer oder mehreren Personen zum chillen ans Ufer begab oder evtl. auch einen Zwischenstopp vor irgendeiner Party dort machen wollte, könnte ich mir schon vorstellen dass die schon stark angeheitert dort ankamen und die offene Tür beim verlassen des Autos schlicht übersehen wurde. Oder der Fiat parkte Anfangs noch mit geschlossenen Türen bis jemand etwas aus dem Auto holte und vergaß die Tür wieder zu schließen. Dann könnte er auch schon vor 23.30h dort geparkt haben.

@AnnaKomnene

Deine Einschätzungen zum Haikuverfasser teile ich weitgehend und kann ihn mir auch kaum als Mörder vorstellen. Vielleicht wurde er Zeuge der Tat und hat dann versucht seine Beobachtung später am selben Ort zu verarbeiten?
Ich frag mich auch ob das Haiku komplett in Folie eingeschweißt war oder jede Strophe einzeln. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, der Dichter hätte sich 4 mal an den früheren Tatort begeben und dabei jeweils eine Strophe hinterlassen, die er vor Ort unter dem Eindruck der Natur um ihn herum gedichtet hat.


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05.01.2017 um 22:26
@blaomat

Oder das Auto wurde aufgebrochen, das ist uns mal passiert. Wir waren mit einem alten klapprigen VW Bus in Italien, und hatten nur ueberwiegend komplett wertlosen Kram wie ein paar alte Schuhe und eine Wasserflasche sichtbar im Auto gelassen. Als wir wiederkamen war die Tuer offen, und der Kram weg.

So etwas passiert wohl oefter in Italien.


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07.01.2017 um 00:39
schluesselbund schrieb:Ich gehe nicht davon aus, dass mit der offene Wagentür Ulrike auf sich aufmerksam machen wollte. Oder gar geflüchtet ist.
blaomat schrieb:Wenn sich Ulrike mit einer oder mehreren Personen zum chillen ans Ufer begab oder evtl. auch einen Zwischenstopp vor irgendeiner Party dort machen wollte, könnte ich mir schon vorstellen dass die schon stark angeheitert dort ankamen und die offene Tür beim verlassen des Autos schlicht übersehen wurde
Würde zustimmen wenn das sehr oft passiert das Autotüren offen gelassen werden, man sieht es aber sehr selten, ein großer Zufall das dann genau eine Person ermordet wird.
Wäre möglich aber wahrscheinlich finde ich das nicht.
AnnaKomnene schrieb:Oder das Auto wurde aufgebrochen, das ist uns mal passiert. Wir waren mit einem alten klapprigen VW Bus in Italien, und hatten nur ueberwiegend komplett wertlosen Kram wie ein paar alte Schuhe und eine Wasserflasche sichtbar im Auto gelassen. Als wir wiederkamen war die Tuer offen, und der Kram weg.
So etwas passiert wohl oefter in Italien.
Auch eher unwahrscheinlich in diesem Fall da von möglichen Tätern davon ausgegangen werden musste das der Besitzer sich in unmittelbarer Nähe an der Parkbucht aufhält, und es kein Anhaltspunkt gegeben hätte wo genau der sich aufhält, anders wäre es vor einem Kino oder Restaurant.
Zudem könnte es vielleicht gehört worden sein, zum Glück wurde dir nur irgendwelchen Kram gestohlen nichts Anderes hast verdient in dem Fall glaube ich aber das es sehr sehr unwahrscheinlich ist.
An dieser Straße mit dem falschen römischen Meilenstein.
Der Verfasser war meiner Meinung nach etwas intelligenter als der Mörder, der Verfasser hatte sehr viel Phantasie so viel das er genau wusste was er da macht.
Darum glaube ich an Jemanden der nichts zu befürchten hatte, eine Mitwisserin oder Mittwisser der die Örtlichkeit aber sehr genau kennt.
Es ist ein Unterschied ob man schreibt "An dieser Straße mit dem falschen römischen..." oder "An der Straße mit diesem falschen römischen Meilenstein"
Schade das man ihn nicht ermitteln konnte vielleicht hätte er weitere Hinweise geben können. Kann es aber jetzt auch noch wenn ihm etwas am Herzen liegt.


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07.01.2017 um 01:32
@Jairo
Jairo schrieb:Der Verfasser war meiner Meinung nach etwas intelligenter als der Mörder, der Verfasser hatte sehr viel Phantasie so viel das er genau wusste was er da macht.
Du schliesst den Verfasser des Haikus als Mörder aus?

Dies wieder spricht eigentlich deinem letzten Satz
Jairo schrieb:Schade das man ihn nicht ermitteln konnte vielleicht hätte er weitere Hinweise geben können. Kann es aber jetzt auch noch wenn ihm etwas am Herzen liegt.
Ob er nun Täter, Mitwisser oder völlig unbeteiligter ist, zeigt dieses Verhalten eben doch auf eine zerwürgte Persönlichkeit hin. Da erscheinen mir die Haikus mehr mysteriös als die offen gelassen Wagentür.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

07.01.2017 um 02:35
schluesselbund schrieb:Du schliesst den Verfasser des Haikus als Mörder aus?
Ganz nicht aber ich glaube das Gedicht kann auch von Jemand geschrieben worden sein der Aufmerksamkeit braucht unter Einsamkeit leidet und mitfühlt.

Ich kann mir nicht vorstellen das ein Täter solche komischen Dinge macht, ich kann mir vorstellen das er am Jahrestag vielleicht den Ort aufgesucht haben könnte... so ein Gedicht zu schreiben ist so etwas von auffällig und auch ungewöhnlich.

Ich denke der Täter selbst hätte sich nur die Mühe gemacht um etwas mittzuteilen, es wurde aber überhaupt nichts mitgeteilt sondern einfach nur ganz kurz Allgemein Bekanntes dokumentiert etwas fantasievoll.
Warum sollte ein Täter das tun? Was bringt es ihm?

Er hätte meiner Meinung nach nicht NOCHMAL erwähnt das sie mit einem Stein erschlagen wurde weil es eh bekannt war.


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07.01.2017 um 03:09
@Jairo
Jairo schrieb:Ganz nicht aber ich glaube das Gedicht kann auch von Jemand geschrieben worden sein der Aufmerksamkeit braucht unter Einsamkeit leidet und mitfühlt.
Aufmerksam machen vielleicht. Aber Einsam ist der Haiku Schreiber eher nicht. Wenn man ihn als intelligente und Phantasie volle Persönlichkeit wahr nimmt.
Jairo schrieb:Er hätte meiner Meinung nach nicht NOCHMAL erwähnt das sie mit einem Stein erschlagen wurde weil es eh bekannt war.
Er schreibt eben nicht Stein, sondern Bachstein. Im Haiku komme da nach andere Besonderheiten vor.


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07.01.2017 um 20:54
@Jairo
@schluesselbund

Was mich verwundert, ist das Motiv, das im Haiku genannte wurde - Neid. Das ist extrem ungewoehnlich in diesem Kontext. Wenn mich jemand nach dem Motiv fragen wuerde, dann wuerde ich sagen Verdeckung eines Sexualverbrechens, oder alternativ Hass auf Frauen, oder dass der Moerder unter Drogen stand oder alles zusammen.

Neid worauf? Der Moerder war ein Mann, das steht fest. Worauf sollte er neidisch sein? UR hatte kein Geld, keinen hochqualifizierten oder angesehen Job. Sie war nicht beruehmt. Da kommt bei Neid eigentlich nur eine Beziehnungstat in Frage.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

07.01.2017 um 21:43
Zum aufgefundenen Gedicht (Spekulationen meinerseits):

Authentizität:
Ich gehe davon aus, dass die Texte authentisch sind und nicht von einer nichtbeteilitgen Drittperson gemacht wurden, sondern vom Täter (oder ev. Mitwisser). Ansonsten müsst ihr nicht weiterlesen. Für die Authenzität spricht zunächst die Verwendung des Begriffs Bachstein (ist eventuell Täterwissen, da vielleicht ein echter Stein aus dem Bachbett verwendet wurde - eben ein Bachstein). Ebenfalls wurde auch an anderer Stelle im Forum darauf hingewiesen, dass "Kälte kriecht vom Wasser der Rienz in dein Herz" auch als Metapher für die (ev. verzerrten) Erinnerungen an die Tötungsszenerie verstanden werden kann: Wahrscheinlich hat Ulrike teilweise IM kühlen WASSER gelegen und der Täter hat vielleicht noch einige Zeit bei der Getöteten verbracht, während diese ausgekühlt ist (besp. wegen Schock über seine Tat oder emotionaler Bindung an der verlorene Person) oder sich dies im Nachhinein so vorgestellt hat. Weiter muss der Verfasser wissen, wie es an der Rienz ausgesehen hat und welche Blumen/Pflanzen wuchsen. Bis 2007 gabs noch kein Google Streetview; man kann daher annehmen, dass der Verfasser die Gegend kennt und dort (nicht nur einmal) gewesen ist. Eventuell auch erst nach der Tat.

Gedichtsform:
Bei den gefundenen Texten handelt handelt sich wohl zwar um kurze Gedichte, aber wahrscheinlich nicht um ein "richtiges" Haiku. Der Verfasser versuchte wohl nicht ein echtes Haiku zu erschaffen (kurze Gedichtform in drei Sätzen), sondern einfach eine für den Verfasser kurze, poetische Aussage, die zu seinem inneren Treiben (psychische Auseinandersetzung mit der Tat) passt und den bis dahin aufgestauten Druck abbaut. Daraus schliesse ich: Er ist kein echter Literat mit Haiku-Kenntnissen, aber jemand mit einer gewissen sprachlichen Übung und Begabung.

Platzierung vor Ort:
Interessant ist natürlich, dass der Verfasser überhaupt solche Textzeilen aufgeschrieben und dazu noch am Tatort platziert hat. Zum einen spricht dies dafür, dass er über eine gute deutsche Sprache verfügt und sich für Literatur interessiert. Was ich sehr speziell finde: Dass die Person das Gedicht tatsächlich vor Ort hinterlegt hat und vielleicht sogar mehrfach NACH der Tat dort gewesen ist. Damit geht man doch ein grosses Risiko ein. In den Polizeiromanen gilt immer, dass Täter zum Tatort zurückkommen, was auch die Polizei weiss und eventuell Vorkehrungen trifft (hier leider nicht). Dies zeigt, dass der Täter eine starke Bindung mit dem Ort und auch der Tat hat. Es lässt ihn nicht kalt. Auch die Art, wie er das Gedicht hinterlassen hat, verweist auf den Verfasser: In Plastikfolie eingeschweist (Lamination). Alternativ könnte man den Text einfach in eine wasserdichte Box o.ä. geben. Einen Text in Platikfolie einzuschweissen legt nahe, dass die gesuchte Person Zugang zu einem solchen Gerät hatte und mit dem Verfahren vertraut war (ich bspw. kenne viele Lehrer, die solche Geräte bei allen möglichen Anlässen verwenden). Müsste der Verfasser das Gedicht hingegen in einem Kopiershop laminieren lassen, so geht er ein unkalkulierbares Risiko ein: Die Fachperson des Shops könnte ja den Text lesen, über den Inhalt misstrauisch werden oder sich im Nachhinein durch den in der Presse abgedruckten Text erinnern.

Motive:
1) "Das Leben geht weiter, als ob es dich nie gegeben hätte..." ist für mich ein Hinweis, dass der Verfasser das Gefühl hat, dass sich seit der Tat nichts geändert hat (was für ein Hohn für die Eltern von Ulrike!) und nimmt dies als Belastung war, weshalb er es der Welt mitteilt. Offensichtlich hat die Tat keinen Einfluss auf seine (Aussen-)Welt (niemand weiss oder ahnt etwas). Dies könnte man als Hinweis sehen, dass es nur einen Täter gibt. Nur dann kann ich mir vorstellen, dass sich im Leben nichts ändert und man den Druck mit der Zeit bekommt, dies nach Aussen zu tragen. Ich stelle mir vor, wenn es Mitwisser oder -täter gegeben hat, sich das Leben aus Sicht des Verfassers hätte ändern müssen und er auch Gelegenheit hätte, sich mit jemandem auszutauschen: Geheime Treffen/Telefonate, Absprachen, Austausch, Angst verraten zu werden, Wissen über den psychischen Druck der anderen Personen und deren Umgangsstrategien mit der Tat etc. Weiter deutet dies auf eine stabile Lebensituation hin, ansonsten bleibt ja sowieso nicht alles gleich oder kann so beschrieben werden.
2) "Herbstnebel streicht über Blut und Neid..." Dies sehe ich als Metapher dafür, dass die Erinnerung an die Tat mit der Zeit verblasst und Blut und NEID nachlassen. Hier fällt mir vor allem das Wort Neid auf (siehe auch vorheriger Beitrag von AnnaKomnene). Blut (=Tod) und Neid gehören zusammen. Weshalb kommt der Verfasser auf die Idee, von Neid zu schreiben? Neid auf wen oder was? An was hat er gedacht? Hier kann man nur spekulieren: Häufige Motive zu Neid sind Geld (Besitz) und Liebe (Partnerschaft). Hier gäbe es im Umfeld von Ulrike verschiedene Personen (=> Kontext von Ex-Freund Christian, Andreas, Ilse etc.) oder auch Bekanntschaften an der Party oder Zug nach Insbruck, denen sie näher gekommen ist. Insbesondere passt dieses Wort nicht zu einer reinen Anhalter- und Triebtat, wie hier im Forum praktisch immer angenommen wird. Ebenfalls passt sowieso die ganze Geschichte mit den Gedichten nicht dazu. Alternativen: Beziehungstat?
3) "...auf gefrorene Tränen." Auch hier die Frage, weshalb bei einer vermuteten Triebtat Tränen eine (wichtige) Rolle spielen sollten. Ich würde vermuten, dass Tränen bei der Tat nur dann von Wichtigkeit sind, wenn der Täter zum Opfer eine irgendwie geartete emotionale Bindung hatte. Alternativ denkbar wäre allerdings, dass Ulrike vor dem Tod am Tatort geweint hat, oder der Täter nach der Tat über seinen Fehler (Tat, Verlust?) geweint hat.

Mitwisser oder Einzeltäter:
Bereits oben habe ich festgehalten, dass ich von einer Tat ohne Mitwisser ausgehe. Wenn es aber doch einen Mitwisser gibt, könnte man sich fragen, ob es nicht auch eine Frau (Mitwisserin) gewesen sein kann. (Hinweis: Im Forum wurde glaube ich geschrieben, dass die gefundene Täter-DNA männlich ist). Hier gehen immer alle von Männern aus und im Vordergrund steht ein sexuelles Tatmotiv... Ist dies das einzig vorstellbare Motiv? Wie wäre es mit einem heftigen Streit (unter Einfluss von Drogen) mit Todesfolge?

Zum Meilenstein:
Obwohl im Gedicht für Sommer 99 noch nicht erwäht, wird der Meilenstein im Fühling 00 als ein FALSCHER Meilenstein bezeichnet. Ich würde davon ausgehen, dass damit gemeinst ist, dass der Stein bei Ehrenburg nur eine Kopie ist, das Original befindet sich im Museum in Bozen. Für mich stellt sich die Frage, weshalb der Verfasser überhaupt den Meilenstein erwähnt. Es gäbe wohl viele andere Varianten, wie beispielsweise "an dieser Straße mit dem ruhigen Gewässer liegt das Mädchen seit einem Jahr.". Es scheint, dass der Meilenstein für den Verfasser doch irgendwie wichtig (salient) ist. Weshalb? Interessiert er sich für (antike, römische) Geschichte? Hat der Stein irgend eine Rolle im Leben des Verfassers gespielt (Besichtigung auf Urlaubsreise, Studienarbeit, Beruf o.ä.)? Andererseits ist auch denkbar, dass der Verfasser sich NACH der Tat intensiv mit der Region Ehrenburg und Umgebung befasst hat und so auf den Meilenstein gekommen ist. Einen Hinweis genau darauf könnte sein, dass er chronologisch später vom falschen Meilenstein berichtet (sofern er die Zeilen tatsächlich wie angegeben aufgeschrieben und nicht mehr geändert hat).

Interpretation:
Alles in allem scheint mir, dass der Verfasser und damit der Täter über eine gewisse Intelligenz und Bildung verfügt (Inhalt des Gedichts). Er kann seine Gedanken und Emotionen in Worte fassen und verfügt über ein gewisses Vorstellungsvermögen. Interessen: Natur/Botanik, Literatur (belesen), Geschichte. Er kann überlegt, antizipierend vorgehen (Art und Weise der Platzierung). Damit gibt es eine gewisse Diskrepanz zur Tat an sich, welche ja nicht besonders durchdacht, rafiniert und risikoausschliessend durchgeführt wurde. Daraus schliesse ich, dass die Tat nicht geplant war, sondern irgendwann irgendwas ausgeartet und der Täter ausgetickt ist. Für mich deuten insbesondere die Gedichte darauf hin, dass es kein simpler Anhaltermord war, sondern die Geschichte komplexer ist und zwischen Täter und Opfer eine mindestens oberflächliche Beziehung/Bekanntschaft - wahrscheinlich bereits vor Insbruck - bestanden haben muss.

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Wikipedia: Haiku
Die japanische Dichtung ist nicht silbenzählend, sondern quantisierend. Ein Haiku nach traditionellem Vorbild besteht aus einem Vers zu drei Wortgruppen à fünf, sieben und fünf japanischen Moren: 5-7-5. In Übertragungen oder Nachbildungen in europäischen Sprachen erscheint das Haiku diesen Wortgruppen entsprechend als Dreizeiler.
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http://www.kronplatz.net/ferienregion/kiens/
()... nehmen Sie das Mountainbike und radeln den Pustertaler Radweg entlang nach Olang und entdecken dabei in St. Lorenzen die römischen Meilensteine oder das römische Verkehrssystem der damaligen Zeit. Denn auch damals mussten die Reisenden wissen, wie viel Weg bis zum Ziel noch vor ihnen lag. Zu diesem Zweck errichteten die Römer entlang der Straßen große Steinsäulen mit einem Durchmesser von bis zu 80 Zentimetern und einer Höhe von bis zu 3 Metern. Einen dieser Meilensteine hat man bei Ehrenburg auf der Straße „Am Römerweg“ nachgebaut. Das Original befindet sich im Südtiroler Archäologiemuseum in Bozen.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

07.01.2017 um 22:12
@silverbirdsb

Ganz Deiner Ansicht, wie Du sicher schon gemerkt hast.

Hier ist ein Photo des Steines:

http://www.kronplatz.com/sales-b2b/de/jugendgruppen/ausflugsziele-aktivitaeten/der+ehrenburger+meilenstein+_i-61920

Und hier ist die Wegbeschreibung.

https://www.sentres.com/de/spaziergang/roemerweg-in-kiens

Interessanteweise liegt das in der Naehe des Hotels zur Post. Ist das nicht eine der Oertlichkeiten, in denen UR Kekse gekauft haben koennte? Vielleicht waren sie deshalb vor Ort, haben Halt gemacht, um sich den Stein anzusehen, und am Rueckweg hat sie sich dann noch etwas zu Essen gekauft?

Das wuerde auch das Zeitfenster erklaeren, egal ob sie mit dem Zug oder dem Auto aus Innsbruck gefahren waere, haette sie ja irgendwo Zeit verbracht haben muessen. Vielleicht hat sie sich mit jemandem diesen Stein angesehen?

Ich bin irgendwie unbeholfen mit Google Maps. Koennte jemand den Stein, die moeglichen Gasthoefe und den Fundort einzeichnen?


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07.01.2017 um 22:14
Hier in diesem Beitrag werden die Gasthoefe genannt, die in der Geruechtekueche mit UR in Verbindung gebracht wurden.

Beitrag von Kuno_, Seite 34


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

07.01.2017 um 22:45
Habe noch etwas gefunden. Der doch recht kurze Wanderweg von Kiens zum Meilenstein wird wegen der vielfaeltigen Vegetation auch als botanische Exkursion empfohlen.

http://www.rastbichler.com/media/83f6f57d-2df0-47f7-ba5e-0fe499ffcc54/11-geheimnisse-in-kiens-de.pdf

Alle Wanderwege, die hier als botanisch interessant angeprisen werden, haben etwas mit Kiens zu tun. Daher das Interesse des Haiku Verfassers an diesem Meilenstein?

Ich finde es weiterhin auffaellig, dass er gleich drei Pflanzennamen nennt. Der Bevoelkeerungsdurchschnitt koennte davon wahrscheinlich allenfalls die Mohnblume benennen, aber die wenigsten haben die Wegwarte oder die Nachtkerze im aktiven Wortschatz.

(Ich kann mich aber noch genau daran erinnern, wie man mir damals in der Grundschule erklaert hat, weshalb die Pflanze Wegwarte heisst. Man kann sie nicht abreissen, der Stengel hat starke Fasern, deshalb bleibt sie immer am Wegesrand stehen, und deshalb heisst sie nicht wilde Endivie oder wilder Chicoree. Keine Ahnung, ob das stimmt, es ist mir aber irgendwie im Gedaechtnis geblieben.)

@silverbirdsb

Mich wuerde ja interessieren, ob es dort irgendwo einen Laden gegeben hat zwischen Franzensfeste und Kiens, an dem man sich am Sonntag noch einen Reisefuehrer kaufen konnte. Ich wette, dass die Wanderwege, die man heute so im Internet finden kann, damals schon genau so existierten, mitsamt Beschreibung.

Und wenn man ein Interesse an Botanik hat, nicht so viel Zeit hat, weil man noch eine weite Reise vor sich hat, aber eine junge Frau mit dem eigenen Fachwissen beeindrucken moechte, und noch etwas unternehmen moechte, dann boete sich so ein Spaziergang doch an. Der Rundgang dauert wohl anderthalb Stunden, aber aus Kiens einfach einmal hin und wieder zurueck laufen sieht kuerzer aus, das sind nur ein paar Hundert Meter.


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