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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

1.060 Beiträge, Schlüsselwörter: Erschlagen, Südtirol, Streetparade, Ehrenburg, Fiattipo, Ulrike Reistenhofer

Mord an Ulrike R. (Streetparade)

02.02.2017 um 15:49
Abgesehen davon wissen wir jetzt auch nicht, ob der Fall Ulrike mit den beiden anderen Fällen überhaupt zusammenhängt und der Sonntag in diesem Fall nur ein Zufall gewesen sein könnte, eben weil an Sonntagen vielleicht einfach auch mehr Frauen alleine unterwegs sind.

Ein User im Thread von Carolin hat erwähnt, dass es in Endingen einen Wohnmobilstellplatz gibt und C. wohl  an diesem vorbei gemusst habe. Wenn ich mich nicht täusche, gibt es auch in der Nähe des Tatorts von Lucille einen Campingplatz oder Stellplatz für Wohnmobile.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

03.02.2017 um 01:48
AnnaKomnene schrieb:Das stimmt. Aber das Hauptargument, das ich immer wieder hoere, ist, dass alle drei Morde an einem Sonntag veruebt wurden, und entlang einer Fernfahrer Strecke. Und da passt der Fiat eben nicht hinein.


http://www.zuschauerreaktionen.de/pages/tatorte/1999_juli_ehrenburg/album/index.html


Die Haltebucht an der Straße von Brixen (Bressanone) nach Bruneck (Brunico), der Staatsstraße 49, die auch Pustertaler Straße (Via Val Pusteria) genannt wird. An dieser Stelle stand, wie sich aus der Befragung mehrerer Zeugen ergab, höchstwahrscheinlich das Auto mit gefährlich geöffneter Beifahrertür.
Weil der Fiat grad nicht reinpasst... ich  frage mich schon die ganze Zeit was es überhaupt mit dieser Parkbucht auf sich hat, entweder sehe ich schlecht oder das ist nicht der Tatort der immer verlinkt wurde, mir sind da ein paar Nadelbäume zu viel.
Wo ist diese Parkbucht? Suchte schon 1mal vergeblich danach...


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blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

03.02.2017 um 04:21
@Jairo

Auf Seite 16 sind Bilder vom Tatort eingestellt incl. Holzkreuz. Der obige Link zeigt mMn den falschen Ort.

@Lenagraz

Das Auto stand mindestens von 23.30h bis 02.15h in der Parkbucht, in dem Zeitraum wurde es von Zeugen gesehen. Die Angaben zur geöffneten Tür sind bei XY widersprüchlich, daher wissen wir nicht ob die linke oder rechte Tür in den Verkehr ragte. Eine der beiden hinteren Türen stand offen, also nicht die Fahrertür.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

03.02.2017 um 05:21
Es gibt doch leider sicherlich Dutzende von Kriminalfällen in Europa, bei denen Frsuen erschlagen wurden und die nicht aufgeklärt wurden. Woher kam also die Aufmerksamkeit für den Fall UR? Haben die Medien das aufgebracht oder die Polizei? Wenn es die Polizei war, dann wird es eine Gemeinsamkeit geben, die wir nicht kennen. Den auf den erstens Blick sind die Überschneidungen, wie @AnnaKomnene zeigt, überschaubar. Dann wäre das wohl eher Täterwissen. 

Die 16 Jahre könnte der Täter auch im Knast verbracht haben. Entweder in einem anderen Land oder für ein Delikt, für das er nicht in die DNA-Datenbank kam. Ist das denkbar bei der langen Zeit? Alternativ Auszeit in der Psychiatrie oder im fernen Ausland. 
Den Altersunterschied finde ich noch plausibel. Er wäre mit Mitte/Ende dreißig oder in seinen Vierzigern immer noch kräftig genug, junge Frauen wie Carolin zu überwältigen. Von Überraschungseffekt ganz abgesehen. 


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

03.02.2017 um 18:31
@blaomat

die Aussagen wiedersprechen sich dazu. 
Aber ausgehend von der hochstehe Wahrscheinlichkeit, es war dunkel, die Tür 
würde erst kurz vorher wahrzunehmen sein, mit größerer Wahrscheinlichkeit stand das Auto in Fahrtrichtung Graz. Wahrscheinlicer ist auch, dass es dann auf der linken Seite die Fahrerseite und Tür war. 
Das würde in der Annahme eines plötzlichen Konflikts auch am ehesten Sinn machen, oder ?


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

03.02.2017 um 21:13
Bandini schrieb:Es gibt doch leider sicherlich Dutzende von Kriminalfällen in Europa, bei denen Frsuen erschlagen wurden und die nicht aufgeklärt wurden. Woher kam also die Aufmerksamkeit für den Fall UR? Haben die Medien das aufgebracht oder die Polizei? Wenn es die Polizei war, dann wird es eine Gemeinsamkeit geben, die wir nicht kennen.
Die Gemeinsamkeit wird sein, dass Ulrike nicht einfach nur mit einem Stein erschlagen wurde, sondern dass sie mit diesem Stein vom Täter sehr schlimm zugerichtet worden war.
Das habe ich hier im Thread oder den hier angeführten Links gelesen, weiß aber nicht mehr, wo genau.


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blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

04.02.2017 um 03:21
Lenagraz schrieb:Das würde in der Annahme eines plötzlichen Konflikts auch am ehesten Sinn machen, oder ?
Wenn das Auto in Fahrtrichtung Bruneck/Graz abgestellt war, wäre der Fluß auf der rechten Seite und die Straße links. Dann könnte nur die linke Tür in den Verkehr geragt haben. Von einer Eskalation im oder am Auto ausgehend würde das schon Sinn machen, aber ich bezweifle einen derart gelagerten Tatablauf.

Ulrike hatte sich gegen 22.00h Kekse in einem Lokal in Ehrenburg (oder zumindest in der Gemeine Kiens) gekauft, der Tatort liegt nicht weit entfernt, also mit dem Auto müsste sie dann bereits wenige Minuten nach dem Kekskauf dort angekommen sein. Das Auto wurde aber erst ca 1,5 Std später von Zeugen in der Parkbucht gesehen. Das wäre noch erklärbar wenn sich einige Zeugen in der Zeit von 22.10 bis 23.30h nicht bei der Polizei gemeldet hätten oder wenn man in diesem Zeitraum noch was anderes gemacht hätte.

Was für mich aber ziemlich eindeutig gegen eine Eskalation im oder am Auto spricht:

UR soll ja ca. 1 Std vor ihrem Tod noch Extasy konsumiert haben, das müsste dann gegen 24.00h gewesen sein. Ein Anwohner will gegen 1.00h Schreie aus der Gegend des Tatorts vernommen haben. Dieser E-Konsum passt mEn überhaupt nicht ins Bild einer im oder am Auto eskalierenden Situation.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

04.02.2017 um 09:13
Ich habe nicht alle 48 Seiten durchgelesen, der Fall hat mir bis gestern auch nichts gesagt. Ich habe nur hier rein gespitzt, weil ich in einem anderen Thread einen Verweis hierhin gelesen habe.

Keine Ahnung, ob es schon Diskussionsthema war, aber ich hänge mich an der offen stehenden Wagentür auf: Egal, ob es nun die Tür auf der Fahrer- oder Beifahrerseite war, es scheint zumindest Einigkeit darüber zu herrschen, daß es eine der hinteren Wagentüren war.
Hier im Thread wurde mehrfach die Vermutung geäußert, daß UR diese Tür geöffnet habe und in Panik weggelaufen sei.

Für mich ergeben sich daraus drei andere Möglichkeiten:

1. Wenn es tatsächlich der Fall gewesen sein sollte, daß UR hinten saß, dann ist naheliegend, daß noch mindestens eine dritte Person im Wagen saß oder der Beifahrersitz nicht nutzbar war. Ich kenne keine Person über 12 Jahre, die freiwillig auf dem Rücksitz Platz nimmt, wenn sie stattdessen auf dem Beifahrersitz sitzen kann. (Es ist tatsächlich so, daß hinten im Wagen die Fahrzeugbewegungen stärker wahrgenommen werden und dadurch vielen Leuten während der Fahrt übel wird, daher ist die generelle Abneigung der meisten Leute gegen den Rücksitz recht gut nachvollziehbar.) Außerdem kann man sich mit einem Nebenmann besser unterhalten und muß nicht ständig nach hinten mit erhobener Stimme reden, Eltern kennen das sicher, so daß der Fahrer von sich aus sicher schon auf den freien Platz neben ihm verweisen würde... 😀

2. UR saß tatsächlich vorne, hatte ihr Gepäck aber auf dem Rücksitz stehen und machte sich während des Stopps daran zu schaffen. Dabei wurde sie von hinten angegriffen. Diese Möglichkeit will mir aber nicht so recht gefallen, da sie bei dieser Konstellation (späteres Opfer steckt mit dem Kopf im Wagen, während der Angreifer von hinten kommt und ihr so eigentlich den Weg versperrt) nur schwer aus dieser Lage gekommen wäre...

3. UR lag auf der Rückbank und schlief während der Fahrt (kann man das überhaupt, nachdem man Ecstasy konsumiert hat? Und wird einem nicht erst recht schlecht, wenn man hinten im Auto während der Fahrt quer zur Fahrtrichtung liegt?). Dann bestünde die Möglichkeit, daß sie während des Halts vom Täter überrumpelt und aus dem Wagen gezogen wurde.

Was meint ihr dazu?


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

04.02.2017 um 09:42
@spiky73

Das ist hier bereits ausführlich diskutiert worden. Es lohnt sich, den Thread durchzulesen.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

04.02.2017 um 11:45
@blaomat

Ich denke, wir können fest davon ausgehen, dass die linke hintere Tür geöffnet war. Das sagt der zuständige Ermittler in xy, und der wird es wissen. Damit stand das Auto auch ziemlich sicher in Richtung Bruneck, was Sinn macht, wenn man von Ehrenburg kommt.
blaomat schrieb:UR soll ja ca. 1 Std vor ihrem Tod noch Extasy konsumiert haben, das müsste dann gegen 24.00h gewesen sein. Ein Anwohner will gegen 1.00h Schreie aus der Gegend des Tatorts vernommen haben. Dieser E-Konsum passt mEn überhaupt nicht ins Bild einer im oder am Auto eskalierenden Situation.
Wenn man vom Todeszeitpunkt 1 Uhr ausgeht, ist das schlüssig und spräche für ein vorerst freiwilliges Verweilen an der Rienz. Dieser angenommene Zeitpunkt ergibt sich aber nur aus der Aussage des Ohrenzeugen, das Gewicht dieser Aussage ist schwer einzuschätzen. Es gibt noch eine andere Deutung des Todeszeitpunkts, ich habe das entsprechende Zitat aus einem italienischen Bericht schon einmal eingestellt:

Il suo corpo venne rinvenuto la mattina seguente: l'omicidio - dissero gli esperti - era avvenuto almeno 12 ore prima.
(Der Leichnam wurde am nächsten Morgen gefunden, laut Experten fand der Mord mindestens 12 Stunden vorher statt.)



Nun weiß man nicht, worauf sich dieses "vorher" genau bezieht, wenn man aber annimmt, dass die Körpertemperatur nicht lange nach der Auffindezeit (ca. 10.30 Uhr) gemessen wurde, bedeutet das einen Todeszeitpunkt vor Mitternacht. Somit könnte Ulrike das Ecstasy noch vor Abstellen des Autos genommen haben, und eine Eskalation wäre wieder denkbar.

Aber auch die Todeszeitpunktdiskussion hatten wir in Ansätzen schon mal.


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blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

04.02.2017 um 23:39
@nephilimfield
nephilimfield schrieb: Somit könnte Ulrike das Ecstasy noch vor Abstellen des Autos genommen haben, und eine Eskalation wäre wieder denkbar.
Hm der Aspekt mit dem Mord 12 Std. vor dem Auffinden war mir noch nicht bekannt, in dem Fall wäre eine Eskalation im/am Auto schon denkbar. Tendenziell würde ich aber dem Zeugen mehr vertrauen als den Zeitungsberichten, oder wurde das von offizieller Seite erwähnt? Danke für den Hinweis, das muß ich wohl überlesen haben.

Mal von einer im oder am Auto eskalierenden Situation ausgehend, fällt es mir auch schwer die über einen langen Zeitraum offenstehende Tür zu erklären. Wenn da jemand Ulrike ans Ufer gezerrt hätte (oder wie soll man sich das sonst vorstellen?) müssten er (und sein Beifahrer?) die Tür völlig übersehen haben... Auch halte ich den Ort für denkbar ungeeignet für einen geplanten Übergriff, er liegt direkt an der Hauptverkehrsader der Gegend.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

05.02.2017 um 00:04
@blaomat

Ohrenzeugen sind nicht sehr valide, erst recht, wenn sie ihre Wahrnehmung quasi "im Schlaf" gemacht haben. Ich kenne mittlerweile zwei prominente Fälle, in denen die Ohrenzeugen offiziell angezweifelt werden (Daniela Kammerer und Tanja Gräff).


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

10.02.2017 um 08:31
Anscheinend gibt es keine Übereinstimmung der Täter-DNA mit der des Täters in Kufstein und Endingen.
Konkret handelt es sich etwa um den Mord an Ulrike R. Die damals 18-jährige Steirerin wurde am 10. Oktober 1998 in Südtirol erschlagen. Tatort: am Ufer der Rinz zwischen Kiens und Bruneck. Auf den ersten Blick eine klare Parallele zum Mord von Lucile K. in Kufstein. Und Anlass für wilde Spekulationen.

Doch wie aus Ermittlerkreisen zu erfahren ist, dürfte die DNA vom Mörder, die an den Kleidern der toten Steirerin sichergestellt werden konnte, nicht mit jener Täter-DNA im Fall der ermordeten französischen Austauschstudentin in Tirol übereinstimmen.
http://www.salzburg.com/nachrichten/oesterreich/chronik/sn/artikel/60-hinweise-auf-serienmoerder-233510/


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

11.02.2017 um 03:24
also zumindest hier keine faustdicke überraschung!


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blaomat
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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

19.02.2017 um 03:01
@spiky73
spiky73 schrieb:1. Wenn es tatsächlich der Fall gewesen sein sollte, daß UR hinten saß, dann ist naheliegend, daß noch mindestens eine dritte Person im Wagen saß oder der Beifahrersitz nicht nutzbar war.
Das sehe ich auch so, die hintere Tür könnte auf mehr als 2 Personen im Wagen hindeuten.
spiky73 schrieb:2. UR saß tatsächlich vorne, hatte ihr Gepäck aber auf dem Rücksitz stehen und machte sich während des Stopps daran zu schaffen. Dabei wurde sie von hinten angegriffen.
Wäre mMn auch noch denkbar, sie könnte dann zunächst über die Rücksitzbank zur gegenüber liegenden Tür geflüchtet sein und diese geöffnet haben...
spiky73 schrieb:3. UR lag auf der Rückbank und schlief während der Fahrt
Da der Zeitpunkt des E-Konsums nun doch in Frage zu stellen ist wissen wir nicht, ob UR bereits im Auto konsumiert hatte. Komischerweise hatte ich bei der Betrachtung des XY-Films, genauer bei der Szene als sie das Lokal zum Kekskaufen betrat, irgendwie das Gefühl, sie hätte da bereits unter dem Einfluß der Droge gestanden. Wenn die Szene exact nachgestellt wurde könnte dieser beim betreten des Lokals langsam in die Runde schweifende Blick von Ulrike durchaus zum Verhalten eines Extasykonsumenten passen.

@Rick_Blaine

Dann können wir das Kufsteinphantom hier aus den Überlegungen streichen. Ist mir gar nicht so unrecht, da die Gedanken daran einige meiner grauen Zellen beansprucht haben. Andererseits laufen dann aber auch 2 gestörte rum.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

19.02.2017 um 08:16
blaomat schrieb:Andererseits laufen dann aber auch 2 gestörte rum.
Das ist leider die Konsequenz dieser Ermittlungsergebnisse.

Wobei mich das zu einer anderen Frage bringt: weiss jemand, ob es im Pustertal oder vielleicht in ganz Südtirol seit dem Fall Ulrike noch einmal einen ähnlichen und bisher nicht geklärten Mord gegeben hat?


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

19.02.2017 um 10:24
@Rick_Blaine

Die Ermittler werden es hoffentlich wissen.
Wobei es sowieso interessant ist, wie wenig in Tirol bzw. Österreich an die Öffentlichkeit gelangt. Alleine in Tirol werden in letzter Zeit viele Menschen vermisst, die medial komplett untergehen. Ein Problem für uns Hobbykriminalisten ist sowieso, dass  nicht publiziert wird,  ob Vermisste wieder auftauchen oder weiter vermisst werden. Ich habe z. B. schon vor längerer Zeit den zuständigenKrone- Redakteur angeschrieben, der die vermisste Bulgarin Kristina Valcheva thematisiert hat. Seine Antwort war sinngemäß "Ich habe mich nicht weiter darum gekümmert".
Tja, was soll man da machen?


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

19.02.2017 um 10:29
@nephilimfield
Gute Frage. Da kann man wohl nicht viel machen.

Soweit ich sehe, hat das in Österreich eine lange Tradition: Die Obrigkeit, die Exekutive arbeitet im Stillen, der Untertan hat kein Recht auf Information, sondern hat abzuwarten, ob die Obrigkeit es für geziemend erachtet, zu veröffentlichen, wie und woran sie arbeitet. Das soll wohl schon zu KuK Zeiten so gewesen sein und wohl immer noch Staatsdoktrin sein.


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Mord an Ulrike R. (Streetparade)

19.02.2017 um 10:45
@Rick_Blaine

Gerade in Kriminalfällen, in denen Zeugen um Mithilfe gebeten werden, würde ich mir eine offensivere Öffentlichkeitsarbeit wünschen. Nehmen wir den Fall Daniela Kammerer: Es kursierte lange ein Phantombild, von dem wir nun mit guten Gründen annehmen, dass es eigentlich das Opfer zeigt, weil das Zeit-Weg-Diagramm vom CCT komplett anders aussieht als das des LKA. Ich zerbreche mir seit Monaten den Kopf darüber und bin jetzt sogar wieder eher auf Seiten des LKA. Aber diese Divergenzen könnte man der interessierten Öffentlichkeit doch erklären. Also mir :)

Aber wahrscheinlich gehe ich von falschen Voraussetzungen aus, und die Öffentlichkeit ist in Wirklichkeit gar nicht so interessiert. Klassischer kognitiver Bias meinerseits, vom Krimi-Thread genährt.


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19.02.2017 um 10:55
nephilimfield schrieb:Aber wahrscheinlich gehe ich von falschen Voraussetzungen aus, und die Öffentlichkeit ist in Wirklichkeit gar nicht so interessiert. Klassischer kognitiver Bias meinerseits, vom Krimi-Thread genährt.
Da hast Du nicht Unrecht. Das Interesse vieler Menschen ist sehr schnell befriedigt. Mal 'ne schnelle Meldung über einen Mord lesen, dann ein wenig Zeit sich zu gruseln, dann ein wenig Empörung, vielleicht noch gemischt mit den üblichen Vorverurteilungen wie "das werden die wieder mal gewesen sein", und dann ab zu den Fussballnachrichten. Und morgen steht ein neuer Mord in der Zeitung.

Und die Minderheit der Interessierten ist ja auch oft nicht gerade hilfreich, das sieht man ja oft hier im Forum: Es gibt da immer eine Handvoll Möchtegern-Detektive, die sich für weitaus schlauer als die Polizei halten und die abstrusesten Theorien erfinden. Wenn die dann auch noch aktiv zur Mitarbeit eingeladen würden, stehen echten Kriminalern wohl die Haare zu Berge.

Kein Wunder, dass die dann lieber im Stillen arbeiten.


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