violetluna schrieb:Nach welchen Kriterien wählst du die Bücher aus, die du liest und rezensierst?
Ich schaffe mir grundsätzlich seit Ewigkeiten viel zu viele Bücher an. Das war schon zu Papierzeiten so (Übersiedlungshorror!). Und da lese ich mich derzeit durch die Bücher, die noch offen sind. Darum auch wenige neue, die ich derzeit rezensiere.
Manchmal gruppiere ich beim Lesen nach Themen (derzeit eine Mischung aus literarischen Top-Büchern und Jugendromanen, obwohl die mich manchmal sehr enttäuschen, da auch die Rezensionen in diesem Bereich oft zu überschwänglich sind). Und manchmal schnappe ich auch eines zufällig, weil es mir grade ins Auge sticht. Dann überlege ich manchmal, ob ich von älteren Anschaffungen zu neueren oder umgekehrt lesen soll
;) Derzeit eher von älteren zu neueren, vielleicht kommt demnächst der Rest meiner Papierbibliothek dran (vieles nun auch digital vorhanden).
Die Infos zu Büchern entnehme ich für Aktuelleres auf perlentaucher.de (ein Aggregator deutschsprachiger Feuilletons) oder Referenzen aus den gelesenen Büchern selbst. Aber ich stöbere auch im Guardian, Times Literary Supplement und in der New York Times. Habe da auch einiges an englischsprachigen Büchern noch offen. Dazu kommen Unmengen an e-Books, die ich seit 2011 kaufe (zunächst Kindle, seit langem epubs). Da habe ich mir einen ordentlichen Backkatalog angelegt, den ich noch nicht gelesen habe. Aber das war auch schon zu Papierzeiten so, dass ich mehr gekauft habe, als ich aktuell habe lesen können. Da ist auch noch einiges offen, vieles habe ich mir auch digital zugelegt, weil es einfach bequemer ist. Ich bin da weniger ein Bibliophiler oder Bibliomane, ich bin eher sowas wie ein Textfreak (mir ist völlig egal, in welcher Form er vorliegt).
Ein "Problem" ist sicher, dass mich zu viel interessiert: Literatur (sehr viel an Genres bis hin zu Trivialheftchen), Geschichtliches (da auch fast alles) und Politik, aber auch Abgedrehtes wie alle möglichen "Verschwörungstheorien".
Auf die Idee, mein Lesetagebuch hierher nach Allmy zu legen, kam ich übrigens durch diesen Thread, und als der Blog modernisiert wurde, gibt's auch eine Version im Blog (manchmal bei Erzählungsbänden ist im Blog eine längere Version). Eigentlich habe ich - mit Pausen - immer notiert, was ich gelesen habe, aber in der Öffentlichkeit zu schreiben, zwingt mich fokussierter zu strukturieren und formulieren, was wiederum auch mir hilft, Gelesenes nach längerer Zeit wieder in Erinnerung zu rufen.
Und wenn dann so ein Feedback kommt,
violetluna schrieb:Sehr interessant jedenfalls immer
freue ich mich ganz besonders. Denn so richtig gehe ich davon nicht aus, dass irgendjemand meine manchmal langen Buchbeschreibungen wirklich liest
;)