Literatur
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Welches Buch lest ihr gerade?

7.804 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Bücher, Lesen, Literatur ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Welches Buch lest ihr gerade?

05.09.2026 um 15:36
Besonders spannend finde ich den Machtkampf Maos mit Lin Piao und seinem Sohn Lin Liguo.

Bis heute ist nicht im Detail klar, wie Mao die Verschwörer ausschalten konnte.

Ich vermute, dass Lin Piao schon vor der Flucht seines Sohnes im Flugzeug, bei der das Flugzeug abgestürzt ist, zu Tode gekommen ist.


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

06.09.2026 um 12:44
Kent Cannon 2 - Zwei vom gleichen Blut. Sehr gut strukturierter Krimi. Geht ein wenig in Richtung Blade Runner. Die USA ist Teil der chinesischen Volksrepublik und Europa ist Schlachtfeld auf der Rüstungsindustrie ihre Produkte testen. Nebenbei löst der Detektiv einen Mordfall. Spannend, selbstironisch und voll böser Anspielungen auf die aktuelle Weltpolitik.
Bei Major Dimes erschienen.


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

08.09.2026 um 22:06
Needful Things von Mr. King<3


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

08.09.2026 um 23:02
Der Pate von Mario Puzo.
War im öffentlichen Bücherschrank


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

09.09.2026 um 00:23
Interessant sind auch antike heidnische Kritiker des Christentums, die z. T. nur durch christliche Gegenschriften erhalten sind.

Zu nennen sind Kelsos (Celsus), Porphyrios, Libanios, Julian, Symmachos und Proklos.


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

12.09.2026 um 08:33
20260909 083440Original anzeigen (3,8 MB)

20260909 083408Original anzeigen (4,1 MB)

20260909 083422Original anzeigen (4,0 MB)

Ich lese gerade Die drei Fragezeichen - Der Tag der Toten. Dieses Buch lese ich zum zweiten Mal. Habe es letztes Jahr in einer Bahnhofsbuchhandlung gekauft, während ich lange auf meinen Zug warten musste.


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

12.09.2026 um 11:50
Baron Samedi?


1x zitiertmelden

Welches Buch lest ihr gerade?

12.09.2026 um 17:17
Zitat von MomjulMomjul schrieb:Baron Samedi?
Zweifelhaft, der "Tag der Toten" ist ein mexikanisches Fest.
Baron Samedi gehört zu "Voodoo".


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

16.09.2026 um 07:40
@Stirnsänger
Passt auch zu den ???. Rocky Beach ist ja (fiktiv) in Kalifornien und mit Mexiko, Indianer-Legenden etc hatten es die drei ja schon seit jeher. Wer schreibt die Bücher denn heutzutage? Orientiert man sich da noch an dem Stil von Robert Arthur, oder sind die (wie die Hörspiele) doch anders? Abgesehen von moderner, eher vom Stil.


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

21.09.2026 um 09:23
Vor dem Frost / Henning Mankell

Ein Krimi aus der Wallander-Reihe. Die Tochter von Kurt Wallander ist inzwischen auch Polizistin geworden.


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

21.09.2026 um 09:24
20260917 173545Original anzeigen (3,8 MB)

20260917 173555Original anzeigen (4,1 MB)


Das Lied der Knochenflöte von den drei Fragezeichen


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

24.09.2026 um 19:45
Ludwig Marcuses "Philosophie des Glücks" ist ein sehr schönes und vielseitiges Werk.

Ludwig Marcuse ist durch seinen Namensvetter Herbert Marcuse, mit dem er nicht verwandt ist, leider etwas in den Hintergrund gedrängt worden.

Seine Philosophie ist individualistischer, epikureischer und weniger dogmatisch.

61Gov2DUskL. AC UF8941000 QL80 FMwebp .webp


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

24.09.2026 um 22:02
Zur Zeit lese ich "Kinderklinik Weißensee" Teil 3 "Tage des Lichts"


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

um 12:00
Jason Stanley - How Propaganda Works

Stanley-Propaganda

Jason Stanley ist Philosoph und arbeitet derzeit an der Universität von Toronto, zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Buchs 2015 war er an der Yale-Universität tätig. Der Titel klingt nach einem Beratungsbuch, in Wirklichkeit mäandert er mit vielen Beispielen durch die Philosophiegeschichte und die aktuelle Politik. Zum Teil hinterlässt die Lektüre den Eindruck, als ob Stanley nur zeigen will, wie gut er sich in Philosophiegeschichte auskennt. Der rote Faden geht nicht nur einmal etwas verloren.

Die Grundthese erinnert an Marx: Propaganda basiere auf einer flawed ideology, also auf so etwas wie falschem Bewusstsein, das nicht nur in autoritären Staaten, die ihre Struktur mit einer übermäßigen Verwendung des Begriffs "Demokratie" maskierten, sondern auch in demokratischen Gesellschaften vorhanden sei. Beispiele für falsches Bewusstsein und die darauf bauende Propaganda in demokratischen Staaten nimmt er hauptsächlich aus den USA und den Begrifflichkeiten von Weißen, welche Afroamerikaner und andere nicht-weiße Minderheiten sowie Frauen aller Coleur marginalisieren. Mehrfach wird das Beispiel herangezogen, dass Aussagen wie, Schwarze würden den Wohlfahrtsstaat benötigen, impliziere, dass sie faul seien. Auch Werbung arbeite mit Propagandamethoden, indem assoziative Produktversprechungen nichts mit dem Produkt selbst zu tun haben (Biertrinken mache nicht athletisch und sportlich).

Es existiere nicht nur unterminierende Propaganda, die er so definiert, dass sie die Werte liberaldemokratischer Staaten (Freiheit, Autonomie des Individuums, Menschlichkeit, Empathie und vernünftige Entscheidungsfindung) untergraben. Vor allem die letzten beiden Kennzeichen würden durch unterminierende Propaganda angegriffen (Ausgrenzung von Minderheiten, Emotionalisierung). Wobei auch maskiert vorgegangen würde: Die propagierende Gruppe stellt sich so dar, als ob sie genau diese Werte, die sie unterminieren will, verteidige, wobei der Angriff besonders gegen Empathie gerichtet sei, Außengruppen dehumanisiert, also entmenschlicht würden. Auch liberale Systeme nützten Propaganda, und das nicht nur zur Verstärkung liberaler Werte, sondern auch zur Durchsetzung diesen widerstrebender Partialinteressen (Beispiele: die Lügen bezüglich des Irak vor dem Angriff der USA 2003 oder die Verstärkung eines Generalverdachts gegen Muslime nach den Anschlägen von 2001).

Zentral von Bedeutung für die propagandistische Verbreitung von Werten seien Schulen und Medien. Aus diesem Grund sei der Kampf um die Dominanz im Bildungswesen sowie um Medienhoheit besonders ausgeprägt. Als Beispiel für den Einfluss auf das Bildungswesen zitiert Stanley eine interne Anweisung der chinesischen Regierung an die Hochschulen vom 13. Mai 2013, in der diese angewiesen wurden, die Themen universelle Rechte, freie Presse, Zivilgesellschaft, unabhängige Gerichtsbarkeit, menschenfreundlicher Kapitalismus sowie Fehler der KPCh nicht anzusprechen.

Zur Fragestellung, warum Propaganda bei Propagierten wirkt, zieht Stanley hauptsächlich psychologische Studien heran. Dazu zählen:

  • Gruppenloyalität, auch wenn die propagierten Werte eigenen widersprechen
  • Autoritätsglaube, besonders wenn Autoritäten als Expert:innen ausgewiesen sind (Milgram-Experiment)
  • Bestätigungsfehler (confirmation bias): Propagandaargumente, die den eigenen Werten entsprechen, werden eher angenommen, auch wenn sie rational nicht begründbar sind


Das Buch ist schon ok, aber es hätte konziser (knackiger) ausfallen können.


melden

Welches Buch lest ihr gerade?

um 15:27
Anna Ivanova - Money, Property and Labor

Ivanova

Anna Ivanova ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin für die Geschichte Osteuropas am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Uninversität Berlin. Vorgestellt wird hier ihre Doktorarbeit, die 2022 an der Harvard-Universität eingereicht wurde und am Server dieser Universität gehostet wird.

Im Zentrum der Arbeit steht, wie zu Breschnew-Zeiten (1964-1982) in der Sowjetunion das Egalitätsprinzip Chrustschows sich in eine Richtung gewandelt hat, dass der Erwerb von Vermögen politisch akzeptabel wurde, auch wenn dieses aus zweifelhaften oder illegalen Quellen stammte. Damit sei mental die Wende Gorbatschows zu Privatunternehmen (Genossenschaftsgesetz) und die postkommunistische Zeit bereits sehr früh vorbereitet worden, was jedoch zu Irritationen geführt habe, wie Ivanova nachweisen kann.

In Frühzeiten der Sowjetunion war der Egalitätsgedanke sehr stark ausgeprägt, auch wenn die NÖP es ermöglichte, durch Verkauf von Agrarprodukten und durch Handel zu einem Vermögen zu kommen. Stalin beendete diesen Gedanken aus ideologischen Gründen, indem er zu Marx' Prinzip "Jedem nach seiner Leistung" zurückkehrte, um für die angestrebte Industrialisierung motivieren zu können. Besonders hohe Einkommen konnten Schockbrigaden, Parteifunktionäre, Wirtschaftsdirektoren, Techniker, Naturwissenschafter, Architekten und staatstreue Künstler:innen erzielen. Die höchsten Einkommen lagen um das Siebzigfache über dem durchschnittlichen sowjetischen Gehalt, hinzu kamen Priviliegien wie Einkauf in Sondergeschäften.

Diese "exzessive" Kluft begann Chrustschow in zwei Richtungen zu schließen: Erhöhung der durchschnittlichen Gehälter, Senkung der privilegierten hohen Einkommen. Eine Folge davon waren Produktivitätsprobleme, da sowieso das Grundgehalt verdient wird, und weniger Motivation, sich höher zu qualifizieren. Auch schränkte er die Möglichkeit ein, zusätzliches Einkommen zu erwerben. Die privat nutzbaren Landflächen für Bauern wurden beschränkt, Gewerbegenossenschaften von Einzelgewerbetreibenden wurden verboten, Schwarzhandel wurde radikal verfolgt (Hunderte Schwarzhändler wurden hingerichtet). Andererseits wurden zu seiner Zeit Ideen entwickelt, die noch heute modern klingen. So soll statt der Förderung des privaten Autobesitzes ein System an Taxis und Car-Sharing entstehen, das es den Sowjetbürger:innen ermöglicht, jederzeit ein Auto nutzen zu können. Realität wurde diese Idee nie, selbst dafür war die Produktionskapazität zu schwach.

Breschnew lockerte diese Einschränkungen, die Einkommensschere ging wieder auseinander, aber gleichzeitig wurde nach sowjetischem Recht illegale Wirtschaftsstätigkeit immer mehr toleriert, da diese (Handel und Pfusch) Leistungen erbrachte, zu denen der Staat nicht fähig war. Schwarzhandel und Reparaturwerkstätten wurden zu einer lukrativen Einkommensquelle und die offizielle Illegalität verschaffte lokalen Behörden einen kontinuierlichen Zufluss an Bestechungsgeldern, um Augen zudrücken zu können. Ende der 1970er Jahre war diese Form von Wirtschaftstätigkeit bereits so akzeptiert, dass Händler oder Autowerkstättenbesitzer ihren Reichtum offen zur Schau stellten (Villen, Autos). Zum ersten Mal seit den 1920er Jahren war in der Sowjetunion privilegierter Wohlstand nicht vom Staat gegeben, sondern selbst erwirtschaftet. Auch wurde kaum noch erhoben, ob persönliches Eigentum wie Häuser aus legalem oder Grauzoneneinkommen stammte. Auch der Privatverkauf von Lebensmitteln in Kolchosenmärkten zu freien Preisen wurde zu einer lohnenden Einnahmequelle. Bauern reisten auch in andere Republiken, um ihre Produkte zu verkaufen. Trotz Reisekosten war dies profitabel. 1976 wurde in einem Brief an die Prawda der Reichtum von Zwiebelhändlern in der Wolgaregion beklagt:
"Those onion entrepreneurs own luxurious houses, cars, carpets and gold. Some of them have up to 100 thousand rubles on their bank accounts.
Hinzu kam die Errichtung privater, illegaler Produktionsstätten, zum Beispiel für Kleidung. Und Menschen mit Auslandsreisemöglichkeiten etablierten einen Importschmuggel, vor allem Matrosen. Als Beispiel wird auch ein Unterhaltungsmusiker angeführt, der auf einem Urlaubsschiff spielte, das die Donau bis Wien und Passau befuhr. Dort kaufte er Kleider, Strümpfe, Kugelschreiber und verkaufte sie in der Sowjetunion gewinnbringend, sodass er in Moskau eine Drei-Zimmer-Genossenschaftswohnung erwerben konnte. Selbst als er wegen Schwarzhandels verurteilt wurde, konnte seine Frau ihn und die Wärter mit gutem Essen und extravaganter Kleidung versorgen.

Ein weiteres Beispiel sind die Untergrunddiskos in Dnieptropetrovsk Ende der 1970er Jahre, die populär waren, da westliche Musik gespielt wurde und daher hohe Eintrittspreise verlangt werden konnten. Die Gewinne strichen nicht nur Private (darunter die späteren ukrainischen Politiker:innen Petro Poroshenko und Yulia Timoshenko), sondern auch der örtliche Komsomol ein.

Die Zahlen für die Gesamtwirtschaft sprechen für sich.

1971-1986: Die Geldmenge verdreifachte sich, die Produktmenge an Konsumgütern verdoppelte sich.
1964-1975: Der durchschnittliche Staatsgehalt verdoppelte sich, das Schwarzeinkommen verzwölffachte sich.

Der privat erwirtschaftete Reichtum brachte auch Neider mit sich. So schrieb 1981 ein Architekt an die Literaturnaya Gazeta:
"Why do people who work as waiters in restaurants near Moscow own Mercedes cars, when almost nobody in the Soviet Union has one? Why do hairdressers wear extravagant sheepskin coats and manage to get tickets to the Bolshoi Theatre? Why can barmen afford vacations at Black Sea resorts?'504
Also: Barkeeper, Kellner:innen oder Friseure/Friseusen waren Gewinner der privaten Grauzone, was die alte, staatsgeförderte Elite aufbrachte, da jene nun sich ihre zugeteilten Privilegien leisten konnten, und zwar mit Geld und nicht politischer Protektion. Das Geld konnte erwirtschaftet werden, weil der Dienstleistungssektor so stark unterentwickelt war, dass Private den Preis diktieren konnten.

1987 sanktionierte Gorbatschow schließlich privates Unternehmertum in einer Diskussionsrunde mit einem beinahe skurril anmutenden Schlusssatz:
Our local authorities create hindrances to individual entrepreneurs. It is a huge mistake because these entrepreneurs are our resource! We have a lot of skilled, enterprising people. We should help them. For real! It doesn't matter how much these people will earn. We should give them a possibility to earn what they deserve. All this serves to one goal - improve our economics, combining private and public interest. This is what I call "work for socialism".
Dies war der Schlusspunkt der sowjetischen Wirtschaft, das Genossenschaftsgesetz war der erste Schritt in ein anderes Wirtschaftssystem.


melden

Ähnliche Diskussionen
Themen
Beiträge
Letzte Antwort
Literatur: Eure Bücher Wunschliste
Literatur, 154 Beiträge, am 05.07.2026 von morpheus-neo
Dr.Manhattan am 19.12.2011, Seite: 1 2 3 4 5 6 7
154
am 05.07.2026 »
Literatur: Wann legt ihr ein Buch vorzeitig zur Seite?
Literatur, 61 Beiträge, am 03.10.2025 von Aiolod
symbiotic am 19.04.2018, Seite: 1 2 3 4
61
am 03.10.2025 »
von Aiolod
Literatur: Zeig mir deine Bücher und ich sag dir wer du bist
Literatur, 337 Beiträge, am 11.02.2023 von Paulianer
Somayyeh am 16.01.2011, Seite: 1 2 3 4 ... 14 15 16 17
337
am 11.02.2023 »
Literatur: Was sind eure Lieblingsbücher?
Literatur, 166 Beiträge, am 11.08.2023 von PeterWimsey
jessishan am 17.01.2011, Seite: 1 2 3 4 5 6 7 8 9
166
am 11.08.2023 »
Literatur: Der Thread für Leseratten.
Literatur, 280 Beiträge, am 17.10.2019 von MissHudson
Jinana am 03.10.2012, Seite: 1 2 3 4 ... 11 12 13 14
280
am 17.10.2019 »