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Gewolltes Leid

108 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Schmerz, Leid, Wille ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gewolltes Leid

30.06.2013 um 22:45
@Miss_Hippie
Was meinst Du?


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Gewolltes Leid

30.06.2013 um 22:47
Die Leute unterliegen teilweise einer gewissen Abhängigkeit oder Liebe, wie bei dem Beispiel mit der Frau, die von ihrem Mann geschlagen wird oder der Junge, der nicht aus dem Elternhaus auszieht.


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Gewolltes Leid

30.06.2013 um 22:50
@deja-vu.
Ich meine, von außen sieht einiges wirklich strange aus, aber wenn man sowas erlebt, wie häusliche Gewalt, dann kann man sich reinversetzen, warum Frauen sich ihrem Leid ergeben.


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Gewolltes Leid

30.06.2013 um 23:06
@Ainee
Anhang:
Das große Problem ist, wir bilden uns unbewusst (also völlig nicht wissend) ein, dass wir in dem wir Leiden das Leiden lösen könnten und deswegen um so mehr darauf verharren wenn es darum geht es zu lösen.

wie wenn jemand auf jemanden sauer ist und man ihm sagt dass es doch nichts bringt wenn er sich stresst und dann eine sehr bekannt:"ja aber trotzdem" antwort kommt.

Wenn man sich dieses Mechanismuses bewusst wird, wird sich das aber ändern, doch dafür muss man ihn erstmal bemerken, was voraussetzt, dass du jegliches Leiden los lassen möchtest, nicht vermeiden sondern bereit bist ihn los lassen zu wollen.
Doch damit wären wir bei einem anderem Thema.


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Gewolltes Leid

30.06.2013 um 23:19
Youtube: K-Fik - Wenn du sagst
K-Fik - Wenn du sagst


Dieser Track ist mir grade dazu eingefallen. Eklärt auch ein bisschen wie diese Sache bei einigen Menschen funktioniert, aber den Thread u.a. auf geschlagene Ehefrauen und unter der Familie leidenden Kinder zu beziehen ist ein bisschen unpassend. Da ist es was ganz anderes^^


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 05:34
Weil Veränderung immer auch ein Risiko ist. Die Leider haben Angst, nachher noch mehr leiden zu müssen!


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 07:17
@Ainee

Hallöchen, um mal nur auf deine Fragen einzugehen.
Zitat von AineeAinee schrieb:Warum wollen diese Menschen nichts ändern?
Leiden sie gerne? Genießen sie die Aufmerksamkeit? Genießen sie die fehlende Kontrolle? Warum wollen Menschen leiden?
Manches Leid wäre so einfach beendet... durch einen Jobwechsel... eine Ernährungsumstellung... einen Umzug... warum nicht?
Es gibt mehrere Gründe warum Menschen leiden. Es gibt wirklich Situationen, an denen man faktisch nichts mehr ändern kann. Dann gibt es aber wohl viel öfter Leute, die sich selbst aufgegeben haben. Die zwar noch was ändern können aber für sich selbst derart von sich enttäuscht sind, dass sie resigniert haben. Es gibt Menschen, die Depressionen haben und daher nichts ändern können.

Und was den Aspekt des Leidenwollens angeht: das gibt es natürlich auch.
Manche Menschen, die ggf. viel schlimmes erlebt haben, machen das zu ihrem Aushängeschild. Das oftmalige jammern oder überbetonen von schlimmen Lebenslagen oder Erlebnissen kann auch Bestandteil von Persönlichkeitsstörungen sein.

Ansonsten kann leiden auch Macht bedeuten. Man fühlt sich eigenen Problemen nicht gewachsen oder hat keinen Mut etc. dann merken manche Leute nichtmal, wie sie ihr Leiden instrumentalisieren um damit Macht auszuüben. Nach dem Motto:" Nimm Rücksicht auf mich, richte Dich nach mir, gehe auf meine Wünsche Bedürfnisse ein, sonst geht es mir ja so schlecht."
Unbeteiligte werden dann auch manchmal für das (ob selbst oder fremdverschuldete) eigene Versagen oder die unbequeme Lebenssituation verantwortlich gemacht.
Leiden kann wie gesagt auch bedeuten, dass man für Dinge, die einem unangenehm sind keine Verantwortung übernehmen muss.

Ich glaube, dass der Auslöser oft Lebenssituationen sind, denen so jemand dann selbst nicht gewachsen ist. Dann kann Leiden durchaus einfacher und vorteilhafter sein, als sich den ggf. unangenehmen Konsequenzen einer Veränderung stellen zu müssen.


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 07:33
Gibt viele Gründe warum Menschen nicht aus ihrem Leid finden, bzw eher Leid ertragen, als etwas zu ändern.

Vorallem denken viele man müsse doch nur ernsthaft genug wollen, dann würde es auch gehen, aber es gibt nunmal auch Persönlichkeiten die kein Selbstwert und Selbstbewusstsein haben, oder einfach mental zu schwach sind um alleine was zu bewirken.

Sicherlich gibt es Hilfen und Hilfsangebote, aber zum einen sollte man wissen wohin man sich wenden kann und zum anderen klingen diese ganzen Lösungsansätze für Probleme theoretisch ja ganz doll, nur kann nicht jedem auf ganz individuelle Weise auch tatsächlich geholfen werden (Bürokratie spielt dabei nichtmal so selten mit eine Rolle!).

Halt, Zuversicht und Motivation sind keine Konstanten im Leben und das vergessen gerne die, die von den Leidenden fordern, dass man doch selbst was tun sollte. Gerade wenn mentale Stärke fehlt ists ein langer und sehr mühsamer Weg aus dem Leid!


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 08:51
Zitat von AineeAinee schrieb:Warum wollen diese Menschen nichts ändern?
weil die menschen meist nicht die schuld bei sich selbst suchen sondern sie auf andere abschieben. - selbstverantwortung übernehmen fällt vielen schwer.


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 08:58
@Ainee
Zitat von AineeAinee schrieb:Warum wollen diese Menschen nichts ändern?
Leiden sie gerne? Genießen sie die Aufmerksamkeit? Genießen sie die fehlende Kontrolle? Warum wollen Menschen leiden?
Manches Leid wäre so einfach beendet... durch einen Jobwechsel... eine Ernährungsumstellung... einen Umzug... warum nicht?
Ich denke das die meisten Menschen die Leiden, an solch einer Situation was geändert haben wollen, welches das Leid mindert. Leid tut man sich nicht absichtlich an. Und Jemand es nicht schafft was daran zu ändern, dann fehlen meist die Mittel dafür. Sei es ausreichend Geld, Energie, Antrieb, Gesundheit, Bildung. Der Beweiss dafür das Menschen im Leid was ändern wollen hat man schon dort, das sich alle 47 Minuten Jemand erfolgreich selbst umbringt und dabei das Leid dann tatsächlich ein Ende gefunden hat.


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 09:04
Ich denke, dazu gibt es zahlreiche Gründe.

Einige romantisieren ihr Leid und definieren sich dadurch. Auch Leid kann man irgendwie genießen, auch wenn es sehr ambivalent klingt. Aber wenn man z. B. Körper und Geist trennt (weil der Körper unerträglich scheint), dann ist Leid gegen den Körper auch Befriedigung. Andere wollen auf den Gewinn des Leides (Aufmerksamkeit, Fürsorge, etc.) nicht verzichten. Das ist z. B. bei Essstörungen die Untergewicht hervor rufen extrem aufgeprägt "Wenn ich zunehmen, kümmert sich keiner mehr um mich.". Wieder andere finden einfach den Weg nicht hinaus, sie haben keine Hilfe und beschränkte Möglichkeiten.

Leid ist ein sehr weit gefasster Begriff. Ich kann z. B. sehr gut nachvollziehen, wieso man manches nicht einfach so loslassen möchte. Wenn eine Störung den Platz einer Unterstützung einnimmt, ist es schwer, dass loszulassen. Einige Menschen haben ganz furchtbare Dinge erlebt und dadurch eine Störung entwickelt, die ihnen quasi als Holzstück auf treibener See gedient hat. Als Überlebenshilfe. Das Stück loszulassen und zu vertrauen, dass man nicht untergeht ist schwierig, wenn man nie schwimmen gelernt hat.


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 09:08
Das beste Beispiel für dieses "gewollte Leid" ist doch ganz einfacher -Liebeskummer.


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 09:14
Hilfe annehmen oder sich selbst helfen ist genauso schwierig, wie zu helfen......man befindet sich offenbar in einer Situation der Hilflosigkeit und es kann der Eindruck entstehen, dass der Hilfesuchende sich darin "suhlt", ich denke aber eher, derjenige findet den Weg raus nicht und versucht deshalb, sich mit der Situation zu arrangieren. Helfende oder Aussenstehende verstehen nicht, wie es einem geht und warum es einem so geht, man weiss es ja manchmal selbst nicht. Woher soll ein Aussenstehender denn wissen, was einem in der Not helfen würde, wenn man die Lösung selbst nicht sehen, erkennen, spüren kann?
Ich denke das Schlimmste ist zu glauben, Leidende wollen es ja so, die könnten doch etwas ändern, machen es nur nicht, dass ist zu oberflächlich und wird dem Problem und der Not des Leidenden nicht gerecht.


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 12:08
Was würde passieren, wenn man den Menschen ihr Leid nehmen würde?
Sie würden in ein tiefes leeres Loch fallen, dass durch diesen freien Raum entsteht.
Sie müßten also erst langsam lernen, das Leid Stück für Stück abzubauen und diesen Platz mit Optimismus und positiven Dingen füllen.
Das ist leichter gesagt als getan.
Aus Erfahrung weis ich, dass viele Menschen ihre chronischen Krankheiten brauchen, zum einen, weil es in ihrem Leben einen wichtigen Platz einnimmt, sie daran gewöhnt sind, und zum anderen, weil sie dadurch Zuwendung bei anderen Menschen finden, u.a.Ärzten, Therapeuten, Mitmenschen ...


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 12:17
@Ainee

ich war mit meiner Mutter verschiedener Meinung,


und ich gebe zu daß mir

A L L E S

recht war nur um sie zu verletzen.


Deswegen habe ich meine gesamte Entwicklung sabotiert. Mit Erfolg.

anders hätte ich sie nicht treffen können

es ging nur so.



mfg,


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 17:37
@ingwaz
Zitat von ingwazingwaz schrieb:Aus Erfahrung weis ich, dass viele Menschen ihre chronischen Krankheiten brauchen, zum einen, weil es in ihrem Leben einen wichtigen Platz einnimmt, sie daran gewöhnt sind, und zum anderen, weil sie dadurch Zuwendung bei anderen Menschen finden, u.a.Ärzten, Therapeuten, Mitmenschen ...
Von welchen chronischen Krankheiten sprichst du da?

Bin selbst Chronikerin (Diabetes und Acne inversa) und könnte auf diesen Mist recht gut verzichten!

Schmerzen, schmerzhafte Behandlungen und Folgeerkrankungen sind nichts was man gerne hat, aber für manche Dinge gibt es wenig Linderung der Leiden, dann heißt es Zähne zusammenbeissen und durch. Ne ich wäre froh, wenn man mir hier und da mein Leid nehmen würde und empfände es keineswegs als Leere!


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Gewolltes Leid

01.07.2013 um 23:13
@DieSache
Zitat von DieSacheDieSache schrieb:Bin selbst Chronikerin (Diabetes und Acne inversa) und könnte auf diesen Mist recht gut verzichten!
Und wie würdest du reagieren wenn ich dir sage dass es gar nicht so schlimm ist, zwar vielleicht nicht schön oder vorteilsbringend, aber einfach nicht schlimm?


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Gewolltes Leid

02.07.2013 um 00:44
@Kiralov
Dass man im Leid die Lösung sucht, das bemerke ich auch oft an mir. Die einfachste und simpelste Lösung liegt meist sehr nahe, trotzdem versuche ich durch Leid an die ultimative Lösung zu kommen. Vielleicht durch andere Menschen, die mir durch mein Leid helfen. Vielleicht durch Grübelei. Hat bisher aber kaum geklappt, meist war mein Leid höchstens dazu gut Aufmerksamkeit zu bekommen, vielleicht ein Mittel zur Manipulation... oder um mich mit irgendwas zu identifizieren oder vor dem Problem und der Lösung zu flüchten. Dieses Leid bleibt dann auch meist durch mich selbst gewollt (eher unbewusst) am Leben, obwohl ich die Lösung schon weiß und das Leid beenden könnte.
Mit kurzfristigem Leid dagegen habe ich gute Erfahrung gemacht.
Man tut was doofes... plötzlich fällt einem auf, dass es doof ist... leidet... löst das Problem.. und alles wird gut. So ist wohl der "optimale Fall", wären da nicht die Vorteile vom Leid.

Was @ingwaz sagt finde ich da auch interessant, dass Krankheiten/Leid dazu gebraucht werden, um eben Aufmerksamkeit/Zuwendung zu bekommen. Was zum Reden, zum Heulen, zum Identifizieren, zum Rausreden, zum bemitleidet werden...

Es ist ja rein rational gesehen unnötig zu leiden. Man leidet an starken Rückenschmerzen, chronisch. Nix hilft. Tja, so ist das nun mal. Warum nicht immer noch das beste ausm Leben machen, vielleicht drüber lachen um das ein bisschen wegzuschieben? Aber Leid und Leid auszudrücken erfüllt halt auch seinen Zweck...


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Gewolltes Leid

02.07.2013 um 01:27
@so.what
Super Beitrag. Kann ich so auch nur unterschreiben :)
Zitat von so.whatso.what schrieb:Auch Leid kann man irgendwie genießen, auch wenn es sehr ambivalent klingt.
Das ist auch das was das von mir gepostete Lied sehr gut ausdrückt.


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Gewolltes Leid

02.07.2013 um 05:56
bequemlichkeit, psychische blokaden, soziale situation, das schieben auf die lange bank etc.. es gibt wohl viele gründe, warum man nichts an seiner situation ändern will. fakt ist, dass es so schlimm nicht sein kann, sonst würde man schon was tun. es muss nur schlimm genug werden, schätze ich mal


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