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Der Tod ist nicht schlimm!

467 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Angst, Sterben
Jesussah
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Der Tod ist nicht schlimm!

27.11.2013 um 16:13
@Scox
Scox schrieb:Ja, tut es.
Na gut. :)
Scox schrieb:Nein.
Der Obdachlose ist verzweifelt und kämpft täglich um's Überleben, während der Milliardär sich langweilt und irgendwo Geld verzockt für den kurzen Kick. Zwei grundverschiedene Welten.
Wenn du sie durch deine Augen betrachtest, dann scheinen diese beiden Lebensweisen auch Grundverschieden zu sein. Das Überleben beschränkt sich in der Entwicklung aber nicht nur auf das Geld, so wie die Betrachtung, in dieser, sich nicht nur auf das Auge beschränkt. :)


Der Milliardär muss genau so um sein nacktes Überleben kämpfen, wie der Obdachlose. Einige Hauptsächlich in körperlicher und andere in seelischer Hinsicht. Andere wiederum in körperlicher und seelischer Hinsicht.
Scox schrieb:Natürlich. Sie haben sich nicht dazu entschieden. Sagte ich ja.
Ja, die Eltern haben sich entschieden, damit das Kind nachher entscheiden kann, aber nicht muss. Man lernt wohl, sich zu entscheiden, das heißt jedoch nicht, das man keine andere Wahl hat, außer seinen Entscheidungen zu Grunde zu liegen. :)
Scox schrieb:Er muss lernen, wie man abnimmt und dadurch zufriedener werden.
Hehe, man kann durch das Abnehmen nicht wirklich zufriedener werden, denn es betrifft nur den Körper. Das was da zufrieden sein will, ist nicht der Körper, sondern die Seele. Es gibt auch Seelen, die in einem opulenten Körper zufrieden sind. :)
Angenommen, du telefonierst mit jemandem und musst eigtl. weg. Du kannst das Telefongespräch aber nicht abbrechen, weil du dich gezwungen siehst, immer und immer wieder zu antworten. Du bist also davon abhängig, ob der Andere einhängen will oder nicht. Währenddessen schaust du auf die Uhr und kämpfst innerlich gegen deinen Zwang an, schaffst es aber nicht.
Wer sich gezwungen sieht, der ist wohl gezwungen und damit unfrei. Wer sich frei sieht, der sieht sich frei und ist frei. Denn das was du hier siehst:
Scox schrieb:Bis der Andere endlich das Gespräch beendet, weil er weg muss, und dich erlöst.
Freiheit ist das nicht.
Ist etwas aufgezwungenes. Das Gespräch mit der bestimmten Person kommt dir wie eine Bürde vor, als würdest du eine Last auf deinen Schultern tragen, weil dein Kopf durch das Gespräch immer schwerer zu werden scheint. Oder schon vor dem Gespräch voll und schwer war.

Der, der sich jedoch frei sieht, dessen Kopf und Schultern sind frei, denn es lastet keine Last darauf. Während vor dem Gespräch, noch während des Gespräches, noch nach dem Gespräch. Dieser kann anderen sogar wirklich zuhören und wirklich helfen, während der andere noch nicht mal sich selbst helfen kann und unter der Last seiner erdrückt wird. Um frei zu sein, muss man seine Entwicklung nicht nur sehen, sondern auch fühlen, seiner zu hören, riechen und sogar schmecken. Körperlich, seelisch und Geistig.


Du versuchst Freiheit durch eine Entscheidung zu definieren und vergisst dabei, das Entscheidungen niemals frei sein können, denn aus der Entscheidung kennt man nur bestimmte Wege die man einschlagen kann. Darin ist man nicht wirklich frei, dadurch entwickelt man sich eher zu der wirklichen Freiheit, in dem man die Wege die man auswählt, erfährt.
Scox schrieb:Dann beschreib doch mal den Geist aus deiner Facon! Vielleicht hilft uns das ja weiter.
Da liegt dein Verständnisproblem, ich beschreibe nicht, denn es ist schon beschrieben. Der Geist, als Geist, der Körper als Körper und die Seele als Seele.

Jemand der seinen Geist anders beschreibt als es ist, besteht durch die Entwicklung seines Geistes. :)
Scox schrieb:Ob es schlecht ist, dass nicht alle die gleiche Lebensweise führen?
Es führen schon alle die gleiche Lebensweise. Augenscheinlich sieht jede Lebensweise anders aus. Das Leben, das auf eine bestimmte Weise leben will, lebt nicht anders als das andere Leben, das auf eine andere bestimmte Weise leben will, denn beide Lebensweisen wollen in Wirklichkeit, das gleiche. :)
Scox schrieb:Dann muss man sie ja erst in Teilen erfahren, bevor man sie als ganz erfahren kann. Von nichts kommt nichts.
Man muss nicht, man will es durch Teile erleben, was natürlich zu den Zwängen führt in dem man denkt, das man bestimmtes tun muss. Ein Teufelskreis :)
Scox schrieb:Das Gefühl kann durchaus gleich sein, aber da jeder anders wahrnimmt, spürt er auch Gefühle anders. Auch hier liegen Erfahrungswerte zugrunde. So wie es emotionalere und kühlere Gemüter gibt. Wenn beide lieben, kannst du nicht sagen, dass beide exakt dasselbe fühlen, weil's einfach nicht so sein kann.
Die Wahrnehmung unterliegt der eigenen Entwicklung. Man nimmt anders wahr, weil man sich dadurch entwickelt. Das beide Lieben und dabei das selbe fühlen, steht außer Frage, denn beide fühlen Liebe. Wie sie jedoch versuchen diese Wahrzunehmen, das scheint nicht gleich zu sein, denn wobei der eine versucht, die Liebe nur in der Sexualität wahr zu nehmen, so versucht der andere die Liebe woanders wahr zu nehmen. Was sich daraus entwickelt, ist wohl irgendwann, das selbe.
Also ja, die Erfahrungswerte spielen dabei eine Rolle. Das bedeutet jedoch nicht, das sie nicht dass selbe fühlen, sie versuchen nur das, was sie fühlen anders wahr zu nehmen, weil es ihre Entwicklung ausmacht. :)
Scox schrieb:Muss man denn tot sein, wenn man schlechten Menschen begegnete?
Bei solchen wirklich schlechten, gibt es keine andere Wahl als den Tod. :)
Scox schrieb:Klingt nach Arbeit.
Unendlich viel Arbeit, ja :D
Scox schrieb:Du hast aber eine.
Ja, in wie fern? :)


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Scox
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Der Tod ist nicht schlimm!

27.11.2013 um 16:47
@Jesussah
Jesussah schrieb:Der Milliardär muss genau so um sein nacktes Überleben kämpfen, wie der Obdachlose.
Nein. Er hat keine Existenzängste.
Jesussah schrieb:Ja, die Eltern haben sich entschieden, damit das Kind nachher entscheiden kann, aber nicht muss. Man lernt wohl, sich zu entscheiden, das heißt jedoch nicht, das man keine andere Wahl hat, außer seinen Entscheidungen zu Grunde zu liegen. :)
Die Eltern haben sich, aus was auch immer für Gründen, dazu entschieden, ihr Kind zu mästen und in gesundheitliche Gefahr zu bringen. Das Kind kann sich ja später dazu entscheiden, abzunehmen. Ob es das aber schafft, ist ne ganz andere Sache. Ob der Wille stärker ist als der "innere Schweinehund".
Jesussah schrieb:Hehe, man kann durch das Abnehmen nicht wirklich zufriedener werden, denn es betrifft nur den Körper. Das was da zufrieden sein will, ist nicht der Körper, sondern die Seele. Es gibt auch Seelen, die in einem opulenten Körper zufrieden sind. :)
Doch, man kann durchaus zufriedener dadurch werden, indem man lernt, sich selbst zu lieben. Es ist kein Geheimnis, dass sich körperliche Fitness aufs Wohlbefinden auswirkt.
Jesussah schrieb:Du versuchst Freiheit durch eine Entscheidung zu definieren und vergisst dabei, das Entscheidungen niemals frei sein können, denn aus der Entscheidung kennt man nur bestimmte Wege die man einschlagen kann.
Einigen wir uns darauf, dass es ein Missverständnis war. ;)
Jesussah schrieb:Jemand der seinen Geist anders beschreibt als es ist, besteht durch die Entwicklung seines Geistes.
Dazu muss man seinen Geist erstmal beschreiben können. Das geht aber auch nur mit dem Körper, weil sich der Geist auf biochemische Verbindungen begründet. Es ist eben alles voneinander abhängig. Das macht es schwer, noch an Reinkarnation zu glauben, wenn der Geist dabei vom Körper losgelöst wird.
Jesussah schrieb: denn beide Lebensweisen wollen in Wirklichkeit, das gleiche. :)
Zur Ganzheit führen, schon klar...
Jesussah schrieb:Man muss nicht, man will es durch Teile erleben, was natürlich zu den Zwängen führt in dem man denkt, das man bestimmtes tun muss.
Will? Um ein Puzzle ganz zusammenzuhaben, muss man die Teile erst zusammenfügen. Das Puzzle ist nicht von jetzt auf gleich ganz verfügbar.
Jesussah schrieb:Das beide Lieben und dabei das selbe fühlen, steht außer Frage, denn beide fühlen Liebe.
Dann fühlen sie das Gleiche. Nicht dasselbe.
Jesussah schrieb:Wie sie jedoch versuchen diese Wahrzunehmen, das scheint nicht gleich zu sein, denn wobei der eine versucht, die Liebe nur in der Sexualität wahr zu nehmen, so versucht der andere die Liebe woanders wahr zu nehmen. Was sich daraus entwickelt, ist wohl irgendwann, das selbe.
Dasselbe wird es nie sein. Dafür sind wir von Natur aus zu verschieden. Wir sind keine baugleichen Roboter, die nach einem Fertigstellungsplan hergestellt wurden. Wir sind alle gleich und doch verscheiden. Das ist die Erkenntnis, von der ich spreche.
Jesussah schrieb:Bei solchen wirklich schlechten, gibt es keine andere Wahl als den Tod.
Dann biste diesen auf jeden Fall nich begegnet, sonst würdeste hier ja nich schreiben.^^
Jesussah schrieb:Ja, in wie fern?
Weil du deinen Standpunkt vertrittst.


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Jesussah
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Der Tod ist nicht schlimm!

27.11.2013 um 17:48
@Scox
Scox schrieb:Nein. Er hat keine Existenzängste.
Existenzängste hat er nicht, er hat aber angst. :)
Die Eltern haben sich, aus was auch immer für Gründen, dazu entschieden, ihr Kind zu mästen und in gesundheitliche Gefahr zu bringen. Das Kind kann sich ja später dazu entscheiden, abzunehmen. Ob es das aber schafft, ist ne ganz andere Sache. Ob der Wille stärker ist als der "innere Schweinehund".
Man kann auch alles so sein lassen wie es ist und ganz sein. Dann muss man mit seinem Gewicht auch nicht mehr kämpfen, es geht ganz von selbst weg. Dieses Leben beinhaltet keine Entscheidung die man treffen muss. :)
Scox schrieb:Doch, man kann durchaus zufriedener dadurch werden, indem man lernt, sich selbst zu lieben. Es ist kein Geheimnis, dass sich körperliche Fitness aufs Wohlbefinden auswirkt.
Nach deiner Schlussfolgerung müssten dann alle Menschen die sich selbst Hassen, Angst haben, Kriege führen und Schmerz verursachen, dick sein.


Es gibt wohl Menschen die aus dem Körper, versuchen, zufrieden zu sein. Diese Zufriedenheit hält aber nicht wirklich, denn die Zufriedenheit kann nur durch sich selbst zufrieden sein und nicht durch den Körper. Es muss sich selbst erkennen, damit es wirklich im Körper wirken kann, ansonsten wirkt es wie ein toter Körper der mit Stromschlägen immer wieder belebt werden muss
Scox schrieb:Einigen wir uns darauf, dass es ein Missverständnis war
Gut, dann einigen wir uns darauf :)
Scox schrieb:Dazu muss man seinen Geist erstmal beschreiben können. Das geht aber auch nur mit dem Körper, weil sich der Geist auf biochemische Verbindungen begründet. Es ist eben alles voneinander abhängig. Das macht es schwer, noch an Reinkarnation zu glauben, wenn der Geist dabei vom Körper losgelöst wird.
Muss man das? Warum? Weil man es sonst aus dem eigenen Teilverständnis nicht versteht?
Scox schrieb:Zur Ganzheit führen, schon klar...
:)
Scox schrieb:Will? Um ein Puzzle ganz zusammenzuhaben, muss man die Teile erst zusammenfügen. Das Puzzle ist nicht von jetzt auf gleich ganz verfügbar.
Ist der Mensch denn wirklich ein Puzzle? Oder wird er durch seinen Willen, der etwas bestimmtes Will, zu dem Puzzlespiel? In diesem Spiel muss man verschiedene Rollen übernehmen, verschiedene Formen annehmen um irgendwo hinein zu passen. Was natürlich anscheinend sein muss, um zu erfahren und sich zu entwickeln.


Scox schrieb:Dann fühlen sie das Gleiche. Nicht dasselbe.
Ist dasselbe nicht gleich, dasselbe? Liebe, gleich, Liebe? Liebe das selbe,deinen nächsten (wie man es heute kennt) so wie dich selbst. Den Spruch kennst du doch. :)
Scox schrieb:Dasselbe wird es nie sein. Dafür sind wir von Natur aus zu verschieden. Wir sind keine baugleichen Roboter, die nach einem Fertigstellungsplan hergestellt wurden. Wir sind alle gleich und doch verscheiden. Das ist die Erkenntnis, von der ich spreche.
Wenn wir aus Natur aus verschieden wären, dann wäre hier mindestens einer von uns, kein Mensch, sondern etwas anderes, als das, was es ist. Das entspricht aber weder der Tatsache, noch damit der Wirklichkeit. Wie sind also von Natur aus, alle gleich, denn da wo Natur ist, da ist auch Leben und Tod. Augenscheinlich ist das Leben und der Tod daraus anders, doch im Grunde doch gleich. :)
Scox schrieb:Dann biste diesen auf jeden Fall nich begegnet, sonst würdeste hier ja nich schreiben.
Ich habe solch einen Menschen, durch mich Selbst erfahren. :)
Scox schrieb:Weil du deinen Standpunkt vertrittst.
Welchen Standpunkt meinst du? :)


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Scox
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Der Tod ist nicht schlimm!

28.11.2013 um 17:17
@Jesussah
Jesussah schrieb:Existenzängste hat er nicht, er hat aber angst.
Eine Angst, die der Obdachlose vermutlich noch zusätzlich hat.
Jesussah schrieb:Man kann auch alles so sein lassen wie es ist und ganz sein. Dann muss man mit seinem Gewicht auch nicht mehr kämpfen, es geht ganz von selbst weg.
Schön wär's. Das versprechen zig Schlankheitspillen-Anbieter in jeder Wartezimmerzeitschrift. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Ohne Ernährungsumstellung keine Gewichtsabnahme.
Jesussah schrieb:Nach deiner Schlussfolgerung müssten dann alle Menschen die sich selbst Hassen, Angst haben, Kriege führen und Schmerz verursachen, dick sein.
Um Gottes Willen, nein.^^ Es gibt Studien, die zeigen, dass Sportler zufriedener sind als Nicht-Sportler. Kann man natürlich jetzt nicht pauschalisieren, aber ein sportlicher Mensch hat weniger Lasten als jemand, der absolut nicht sportlich ist. Denn er reguliert nicht nur seine Optik, sondern bekämpft auch Stress und sorgt für einen Endorphinausstoß im Gehirn und das macht zufriedener.
Jesussah schrieb:Weil man es sonst aus dem eigenen Teilverständnis nicht versteht?
Nein, weil der Geist nur mit Hilfe des Körpers existiert. Wenn es letzteren nicht mehr gibt, wie soll dann der Geist leben? Durch sich selbst, schon klar...
Jesussah schrieb:In diesem Spiel muss man verschiedene Rollen übernehmen, verschiedene Formen annehmen um irgendwo hinein zu passen. Was natürlich anscheinend sein muss, um zu erfahren und sich zu entwickeln.
Eben.
Jesussah schrieb:Liebe das selbe,deinen nächsten (wie man es heute kennt) so wie dich selbst.
Altruismus als Credo für die Welt! \°/
Jesussah schrieb:Wenn wir aus Natur aus verschieden wären, dann wäre hier mindestens einer von uns, kein Mensch, sondern etwas anderes, als das, was es ist. Das entspricht aber weder der Tatsache, noch damit der Wirklichkeit.
Das hat auch damit nichts zu tun. Wenn sich ein Rocker und ein HipHopper gegenüberstehen, sind sie beide Menschen (=gleich), aber sie haben völlig unterschiedliche Geschmäker (=verschieden) und kommen wahrsch. nicht auf einen Nenner. Das meinte ich. In Köln sagt man "Jeder Jeck is anders". ;)
Jesussah schrieb:Ich habe solch einen Menschen, durch mich Selbst erfahren.
Interessant. Also hast du in deinen eigenen Abgrund geschaut?
Jesussah schrieb:Welchen Standpunkt meinst du?
Deinen.


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Branx
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Der Tod ist nicht schlimm!

28.11.2013 um 17:24
Sterben gehört zum leben. Ich hab da keine angst.


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Der Tod ist nicht schlimm!

28.11.2013 um 17:47
@Scox
Du denkst viel zu rational und logisch @Jesussah zu verstehen braucht etwas Zeit, ich hab auch ne Weile gebraucht um zu erkennen was er meint. Ich rate dir dich mit dem Thema der Selbsterkenntnis zu befassen, so auch mit der Dialektik und etwas Zen, so auch mit dem Thomasevangelium der Nag-Hammadi-Schriften. Nur als kleiner Hinweis, lese die Beiträge von ihm nicht nur mit deinem rein rationalen Verstand einer rein kausalen Welt, lese auch mit Intuition und etwas Abstand von den eigenen Denkweisen und Strukturen, irgendwo zwischen Rationalität und Intuition, zwischen Physik und Quantenphysik ;)
Branx schrieb:Sterben gehört zum leben. Ich hab da keine angst.
Wie auch die Geburt. Der Tod ist der Raum hinter dem letzten Satzzeichen eines Buches. Oder es ist so, symbolisch, metaphorisch gesehen? Wir befinden uns in einem ständigen transformatorischen Prozess und durchleben neben der physischen Evolution auch eine seelische so auch geistige, wobei die Seele unbefangen ist, sie ist die pure Intuition, gedankenlos und nur wahrnehmend.



Wir sind doch alle immer nur irgendwo und irgendwann "dazwischen"...


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Scox
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Der Tod ist nicht schlimm!

28.11.2013 um 19:37
@cRAwler23

Mir ist schon klar, was er meint. Ich führe hier einen Disput als atheistischer Glaubensvertreter und dazu kann man ja auch mal die ein oder andere logische Sichtweise mit einfließen lassen. In meinen Anworten an ihn wird auch klar ersichtlich, dass ich zu keinem Zeitpunkt sein Paradigma angreife, sondern mich nur kritisch damit auseinandersetze. Dabei kommen wir doch oft genug auf einen Nenner oder sehe ich das falsch? So unglaublich verschieden sind unsere Ansichten nicht.

Mit Philosophie, Religionen etc. habe ich mich schon reichlich beschäftigt (nur um zu verdeutlichen, dass ich hier nicht "jungfräulich" in die Diskussion gehe), nur brauche ich nicht jedwede Ansicht zu übernehmen, sondern kann weiterhin hinterfragen und analysieren. Das hat nichts mit überbordender Rationalität zu tun, sondern damit, dass ich ein Individuum bin und dementsprechend auch meine individuelle Ansicht habe.


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Der Tod ist nicht schlimm!

28.11.2013 um 21:29
Scox schrieb:Mir ist schon klar, was er meint. Ich führe hier einen Disput als atheistischer Glaubensvertreter und dazu kann man ja auch mal die ein oder andere logische Sichtweise mit einfließen lassen.
Ich selbst bin ursprünglich auch Atheist gewesen, dann war ich Agnostiker und nun geb ich mir keines dieser Label mehr, weder religiöse noch wissenschaftliche, da sie alle nur Teilfragmente gesellschaftlicher Denkstrukturen verkörpern nicht aber das Ganze erfassen. Es ist im Prinzip so:

Der Philosoph sucht und fragt nach der Katze, der religiöse glaubt an die Katze und versinnbildlicht diese, der Erleuchtete sieht Raum und Katze als ein Ganzes im Ganzen, egal ob man sie sehen kann oder nicht. Die Intuition sagt einem, die ist da. Ein Nihilist jedoch setzt sich in die Dunkelheit und streift alles gänzlich ab, wobei Nihilismus und Erleuchtung recht nahe beieinander liegen, denn bei der Meditation begibt man sich in das Reich der Gedankenlosigkeit und reinen Wahrnehmung ohne zu Glauben, doch was folgt ist pure Intuition ein Gefühl der Gelassenheit und Leichtigkeit. Denn man hat etwas erkannt wovor der Nihilist seine Augen verschlossen hat. Alles was ist ist Licht, alles was nicht ist, ist der dunkle Raum.

@Jesussah ist weder ein religiöser noch ein wissenschaftlicher Mensch. Ich würde ihn eher als einen Beobachter des Ganzen im Ganzen betrachten, was ich auch bin. Jedoch komme ich von der rational, naturalistisch, wissenschaftlichen Seite und hab die Intuition völlig vergessen bei der Ganzen Sache. Denn erst wenn Rationalität und Intuition Hand in Hand gegen, wird etwas Ganzes aus der Sache. Im Kern sind alle Menschen gleich und ein Ganzes, nur erkennen das die wenigsten, weil sie durch ihre Gedanken und Vorstellungen, Religionen, Ideologien und Wissenschaften irren und sich verrannt haben in ein Labyrinth welches immer unübersichtlicher wird. Mit anderen Worten man verkompliziert die eigene Existenz maßgeblich. Auch wenn ich ein neugieriger Mensch bin und mich die Wissenschaft begeistert, so hab ich erkannt das man nie ein "kleinstes" Teilchen finden wird oder nie das Universum von "außen" betrachten wird, so auch nie ergründen wird was für Muster es in der Natur gibt die scheinbar quantenmechanische "Impulsgeber" sind für bestimmte Entwicklungen. Schau dir den Blütenstand einer Sonnenblume an, schau dir Romanesco an, schau dir Eiskristalle unter dem Mikroskop an, wie diese hier:

tumblr mwolmrWPiM1qas8z9o1 500

tumblr mwolmrWPiM1qas8z9o2 500

http://wilwheaton.tumblr.com/post/68310489446/shortformblog-these-are-real-snowflakes

Solche Muster gibt es überall in der Natur und sie wiederprechen dem diffusen Kausalitäten maßgeblich, als wären sie Zeichen purer Ordnung. Die Chaostheorie ist überholt. Beschäftige dich mal mit der Quantenphysik und Kymatik, das sind interessante Erkenntnisse die das Bild schlüssiger machen.





Der Begriff Kymatik wurde von dem Schweizer Naturforscher Hans Jenny für die Visualisierung von Klängen und Wellen geprägt. Das Wort ist vom altgriechischen κῦμα für Welle abgeleitet. Im Englischen hat sich die Bezeichnung Cymatics eingebürgert.

Ausgehend von Arbeiten Galileo Galileis, Robert Hookes und besonders von Ernst Florens Friedrich Chladnis entwickelte Jenny durch systematisches Variieren der Parameter die Technik zum bildgebenden Verfahren von Klängen weiter.

Das einfachste Verfahren besteht darin, eine Platte (z. B. Glas oder Blech) mit einem feinem Pulver (z. B. Ruß oder Blütenpollen) gleichmäßig zu bestreuen und durch anstreichen mit einem Geigenbogen in Schwingungen zu versetzen. Heutzutage werden Lautsprecher eingesetzt und durch geschickte Beleuchtung und Einsatz von Videotechnik können auch Schwingungen in Flüssigkeiten visualisiert werden.
Wikipedia: Kymatik

Schau es dir mal an, ist nix esoterisches. ;)
Btw. diese Muster hab ich auch schon in der einen und anderen psychedelischen Erfahrung gesehen. Atheismus ist mir inzwischen wie auch der Theismus zu eindimensional. Ein Agnostiker ist da offener und gelassener, es kann sein, muss aber nicht.
Scox schrieb: In meinen Anworten an ihn wird auch klar ersichtlich, dass ich zu keinem Zeitpunkt sein Paradigma angreife, sondern mich nur kritisch damit auseinandersetze. Dabei kommen wir doch oft genug auf einen Nenner oder sehe ich das falsch? So unglaublich verschieden sind unsere Ansichten nicht.
Das ist eben scheinbar eine Erkenntnis der Dialektik, These, Antithese und Synthese. Ist doch schön wenn man irgendwie einen gemeinsamen Nenner findet. Es hat sich nur stellenweise etwas anders gelesen, vielleicht hab ich das auch übersehen.
Scox schrieb:Mit Philosophie, Religionen etc. habe ich mich schon reichlich beschäftigt (nur um zu verdeutlichen, dass ich hier nicht "jungfräulich" in die Diskussion gehe), nur brauche ich nicht jedwede Ansicht zu übernehmen, sondern kann weiterhin hinterfragen und analysieren. Das hat nichts mit überbordender Rationalität zu tun, sondern damit, dass ich ein Individuum bin und dementsprechend auch meine individuelle Ansicht habe.
Was ja auch vernünftig ist, so denke auch ich. Kann wirklich sein das ich da vielleicht etwas in euer Gespräch hineininterpretiert habe beim Überfliegen. Also wenn man so denkt geh ich absolut konform, denn ich komme auch mehr aus der Richtung der hinterfragenden Analyse, ich war vor einiger Zeit auch noch streng rational und hab meine Intuition außer Acht gelassen, erst als ich diese mit einbezogen habe wurde ich da sehr gelassen in vielen Fragen und hab meine Mitte gefunden. Vielleicht erkennst ja auch du diesen Aspekt. :)


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Marcandas
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Der Tod ist nicht schlimm!

28.11.2013 um 21:33
@Scox
Scox schrieb:Nein, weil der Geist nur mit Hilfe des Körpers existiert.
Eine ziemlich gewagte These für einen sog. Rationalisten :D
Im Prinzip ist das in Punkto Religiösität keinen Deut anders, als die seitenverkehrte Behauptung. Aber du hast ja auch nie behauptet, kein Gläubiger zu sein ;)
Scox schrieb:Wenn es letzteren nicht mehr gibt, wie soll dann der Geist leben? Durch sich selbst, schon klar...
Hmmm... ist es nun sonderlich rational, festzustellen, dass es außerhalb dessen, was man sieht, weiß oder sich vorstellen kann, nichts gibt/geben kann? Oder ist das letztlich nicht genauso religiös, wie die Gegensicht?


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Jesussah
ehemaliges Mitglied

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Der Tod ist nicht schlimm!

28.11.2013 um 23:59
@Scox
Scox schrieb:Eine Angst, die der Obdachlose vermutlich noch zusätzlich hat.
Wer hat keine, seiner Entwicklung entsprechende, Angst? :)
Scox schrieb:Schön wär's. Das versprechen zig Schlankheitspillen-Anbieter in jeder Wartezimmerzeitschrift. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Ohne Ernährungsumstellung keine Gewichtsabnahme.
Wann stellt man seine Ernährung um? Etwa dann, wenn man schlank werden will? Würde jemand, der es sein lässt, überhaupt noch dick werden oder wenn er dick ist, seine 'Nahrung umstellen müssen? Er lässt es sein....das übermäßige oder das wenige essen. :)
Scox schrieb:Um Gottes Willen, nein.^^ Es gibt Studien, die zeigen, dass Sportler zufriedener sind als Nicht-Sportler. Kann man natürlich jetzt nicht pauschalisieren, aber ein sportlicher Mensch hat weniger Lasten als jemand, der absolut nicht sportlich ist. Denn er reguliert nicht nur seine Optik, sondern bekämpft auch Stress und sorgt für einen Endorphinausstoß im Gehirn und das macht zufriedener.
Es gibt wohl auch die Sportler, die unzufriedener sind als nicht Sportler. Studien haben da nun keine wirkliche Aussage.
Scox schrieb:Nein, weil der Geist nur mit Hilfe des Körpers existiert. Wenn es letzteren nicht mehr gibt, wie soll dann der Geist leben? Durch sich selbst, schon klar...
:)
Scox schrieb:Altruismus als Credo für die Welt!
Wer es will, kann..... :)
Scox schrieb:Das hat auch damit nichts zu tun. Wenn sich ein Rocker und ein HipHopper gegenüberstehen, sind sie beide Menschen (=gleich), aber sie haben völlig unterschiedliche Geschmäker (=verschieden) und kommen wahrsch. nicht auf einen Nenner. Das meinte ich. In Köln sagt man "Jeder Jeck is anders"
Haben sie denn wirklich unterschiedliche Geschmäcker? Warum wollen beide dann das selbe, durch das scheinbar unterschiedliche, schmecken? :)
Scox schrieb:Interessant. Also hast du in deinen eigenen Abgrund geschaut?
Ja.
Jesussah schrieb:Deinen.
Ich stehe nicht auf einem Punkt. Aber wenn du mich auf einem sehen willst, steht dir das, wie man erkennen kann, offen. :)
Scox schrieb:In meinen Anworten an ihn wird auch klar ersichtlich, dass ich zu keinem Zeitpunkt sein Paradigma angreife, sondern mich nur kritisch damit auseinandersetze.
Wie kann man die Wirklichkeit mit einem Paradigma verwechseln? :)



@cRAwler23



Du hast wohl ein Talent für Bilder und Musik die einen verzaubern können. :)


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CC2917
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Der Tod ist nicht schlimm!

29.11.2013 um 13:35
Die Menschen haben vor dem Tod Angst, weil sie fast nichts über den Tod wissen, ausser, das wir alle eines tages sterben werden. Wenn man genau wissen würde, was beim und nach dem tod passiert, hätte man vor dem Tod keine Angst. Doch Unwissenheit ist menschlich.


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Der Tod ist nicht schlimm!

29.11.2013 um 14:06
@inspiratio
KillingTime schrieb:Dabei ist der Tod gar nichts Schlimmes!
Wut dafuq! Dann bring' dich doch um!


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Der Tod ist nicht schlimm!

29.11.2013 um 14:22
@inspiratio
Sag das mal 'nem schwer Krebskranken. Ich glaube, Du, TE, bist noch ziemlich grün hinter den Ohren und hast auch noch niemanden, der Dir was bedeutet, durch den Tod verloren...
Ja, oder erzähl's mal den Kindern im Kinderhospiz... Die sind bestimmt vollends begeistert, bald abzukratzen, während ihre Altersgenossen draußen noch herumspielen müssen, bald in die Pubertät kommen, ihre erste Liebe kennenlernen, die Welt entdecken dürfen, ihren Schulabschluss machen können, die Geheimnisse der Natur und des Kosmos bestaunen dürfen, und, und, und...

Hach... wer möchte da nicht auch gerne schon als kleines Kind seine letzten Tage im Kinderhospiz verbringen dürfen. *seufz*

Nix für ungut, ich hab' auch schon diverse, schwachsinnige Meinungen in meinem Leben vertreten. Aber über den Tod, die Endlichkeit des Lebens und die Konsequenzen davon sollten du und andere vllt. noch einmal ein wenig grübeln...


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Scox
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Der Tod ist nicht schlimm!

30.11.2013 um 21:50
@cRAwler23

Ich würde mich nur in Teilen als Atheist einordnen. Besonders im Hinblick auf alles, was von der Bibel kommt, Kreationismus, Glaubensradikalität... Ich kritisiere alle monotheistischen Religionen und lehne das Postulat eines da oben wachenden Gottes einfach ab. Ja, das durchaus über den Gebrauch logischer und rationaler Analysen.
Alles jedoch, was darüber hinaus geht, sehe ich agnostisch. Wie du aus meinen Antworten herauslesen kannst, schließe ich Reinkarnation oder höhere Gewalt freilich nicht aus.
cRAwler23 schrieb:Mit anderen Worten man verkompliziert die eigene Existenz maßgeblich. Auch wenn ich ein neugieriger Mensch bin und mich die Wissenschaft begeistert, so hab ich erkannt das man nie ein "kleinstes" Teilchen finden wird oder nie das Universum von "außen" betrachten wird, so auch nie ergründen wird was für Muster es in der Natur gibt die scheinbar quantenmechanische "Impulsgeber" sind für bestimmte Entwicklungen.
Die Quantenmechanik ist der einzige Wissenschaftszweig, der sich traut, in bisher nur religiös betrachtete Erkenntnisfelder zu blicken. Ich sehe es aber ziemlich gelassen, denn wieso alles so ist, wie es ist, werden wir wahrsch. nie herausfinden. :)
cRAwler23 schrieb: Es hat sich nur stellenweise etwas anders gelesen, vielleicht hab ich das auch übersehen.
Neeee.... In den aufgezählten Aspekten sind durchaus Gemeinsamkeiten zu meiner Auffassung.
cRAwler23 schrieb:Also wenn man so denkt geh ich absolut konform, denn ich komme auch mehr aus der Richtung der hinterfragenden Analyse, ich war vor einiger Zeit auch noch streng rational und hab meine Intuition außer Acht gelassen, erst als ich diese mit einbezogen habe wurde ich da sehr gelassen in vielen Fragen und hab meine Mitte gefunden. Vielleicht erkennst ja auch du diesen Aspekt. :)
Analysieren tu ich schon gerne, weil ich auch schnell Muster erkenne. Streng wissenschaftlich würde ich mich nur in wenigen Themen einordnen aber längst nicht generell. :D

@Marcandas
Marcandas schrieb:Aber du hast ja auch nie behauptet, kein Gläubiger zu sein ;)
Gut erkannt. ;)
Marcandas schrieb: Oder ist das letztlich nicht genauso religiös, wie die Gegensicht?
Durchaus plausibel, an etwas Höhergestelltes zu glauben. Dass die Welt da endet, wo unser Horizont es tut, halte ich jedenfalls auch für sehr unwahrscheinlich.

@Jesussah
Jesussah schrieb:Wer hat keine, seiner Entwicklung entsprechende, Angst?
Hat jeder. Nur der Millionär lebt sorgloser als der Obdachlose. Er muss nicht täglich fürchten, dass er morgen verhungert am Straßengraben liegt.
Jesussah schrieb:Würde jemand, der es sein lässt, überhaupt noch dick werden oder wenn er dick ist, seine 'Nahrung umstellen müssen? Er lässt es sein....das übermäßige oder das wenige essen. :)
Wenn er dick und dadurch mit sich unzufrieden ist, würde er wahrsch. weniger essen.
Jesussah schrieb:Es gibt wohl auch die Sportler, die unzufriedener sind als nicht Sportler. Studien haben da nun keine wirkliche Aussage.
Klar is das nur Statistik. Es ist aber wahr, dass Sport glücklich macht, und wenn's nur für den Moment ist. Regelmäßige sportliche Betätigung hat schon einen Effekt, so isses nich...
Jesussah schrieb:Haben sie denn wirklich unterschiedliche Geschmäcker? Warum wollen beide dann das selbe, durch das scheinbar unterschiedliche, schmecken? :)
Du meinst, sie wollen einfach die Freude an der Musik schmecken? Ja, das haben sie gemeinsam, das stimmt. Nur der Weg dahin unterscheidet sich, aber das reicht manchmal, um zu tödlich ausgehenden Streitigkeiten zu führen.
Jesussah schrieb:Ich stehe nicht auf einem Punkt. Aber wenn du mich auf einem sehen willst, steht dir das, wie man erkennen kann, offen. :)
Hm... Wenn du deine eigene Sichtweise hast, dann ist das doch so. Du hast ja nicht die Sicht von allen, sondern eben deine eigene.
Jesussah schrieb:Wie kann man die Wirklichkeit mit einem Paradigma verwechseln?
Wenn du dein Paradigma als Wirklichkeit ansiehst, dann belegt das im Prinzip nur die für dich außer Frage stehende Festigkeit deines Paradigmas. :D


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Der Tod ist nicht schlimm!

01.12.2013 um 01:00
Hab keine Angst vor dem Tod, der kommt sowieso unausweichlich. Nur davor, dass ich dann nicht mehr für die da sein kann, die ich mag und liebe.


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Der Tod ist nicht schlimm!

01.12.2013 um 01:21
Ich denke "schlimm" is der Tod, höchstens für die Hinterbliebenen ... Wenn man tot is, wird man wohl auch nicht mehr in der Lage sein, zu bewerten, ob der Tod "schlimm" oder nicht is ...


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MadameVastra
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Der Tod ist nicht schlimm!

01.12.2013 um 02:01
Wenn man tot ist, weiß man nicht das man tot ist. Es ist nur schlimm für die Hinterbliebenen. Genauso ist es, wenn man dumm ist. :D

Nein, mal im Ernst. Der Tod mag nicht schlimm sein.

- Entweder wir werden zu Nichts, weil wir aus dem Nichts entstanden sind
- Oder wir kehren als Energieform, geboren aus Energie, zum Planeten zurück, damit etwas Neues
(neue Energiewesen in materiellen Hüllen) erschaffen werden
- Dann gibt es noch die Möglichkeit von einem Parallelweltsprung, wo wir (also unsere
Astralkörper/Seelen) in eine neue Welt wiedergeboren oder geleitet werden- so etwas wie ein
Himmel

Was es auch sein mag, es ist sinnfrei darüber nachdenken zu wollen und sich, wie so viele Religionen seit Anbegin, den Kopf deswegen einzuschlagen. Denn bei Religionen geht es stets um diese eine Frage nach dem Danach. Ohne diese Frage würden viele Religionen keinen Bestand mehr haben. Das ist eben ein Geschäft mit der Angst vor dem Tod. "Wenn du nicht glaubst, dann schmorst du nach deinem Tod in der Hölle" ... Kennt man ja, solche sinnfreien Drohungen... :/

Was nach dem Tod kommt ist jedoch vollkommen irrelevant. Menschen sind schon gestorben, als es noch keine Gesichten über die Götter gab. Ergo Geschichten über Zeus z.B., Odin, Allah oder eben auch den christlichen Gott. Gestorben wird immer und der Weg danach wird auf ewig in Verborgenen bleiben, weil niemand erzählen kann wie es "dort drüben" so ist, wenn es denn ein "dort drüben" überhaupt gibt.

Wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Beim Schlafen sind wir auch einfach so . . . weg. Gestern wusste ich zum Beispiel nicht einmal wann und wie ich eingeschlafen bin. Ich war einfach weg... Bam! Und beim Sterben ist es wohl ähnlich, nur mit dem Unterschied das wir nie wieder aufwachen werden.

Das Sterben ist das einzig Schlimme. Ich stelle mir das wirklich grausam vor, wenn ein Tier bei lebendigem Leib enthäutet wird, unter entsetzlichen Schmerzen leidet und nur (nach endlos langer Qual) erlöst wird, weil der Körper dehydriert. Wie würde ich mich als Mensch in dem Moment fühlen? Die Qualen des Sterbens, sei es nun durch eine kräftezehrende Krankheit, ein Unfall oder einen grausamen Mord, ist das eigentlich Schlimme. Alles andere was danach kommt ist eher ein Abenteuer.

Unsere Welt ist grausam und die Menschen sind arrogant und schlecht. Der Mensch im Mittelpunkt ist das Motto eines jeden Humanisten. Doch da mache ich persönlich nicht mit. Wenn ich sterben muss, dann werde ich das akzeptieren und ein kleines Fünkchen Vorfreude auf das Danach flammt in mir auf.

Natürlich hat jeder Menschen einen implemenierten Überlebenswillen, doch der eine besitzt diesen mehr und der andere weniger. Hängt immer mit der Sicht auf die Welt und mit dem Schmelztigel, welcher einem umgibt, zusammen, schätze ich.

Die Angst kann man Menschen die Angst vor dem Tod haben niemals nehmen. Jeder beschreitet seinen Weg. Ich habe keine Angst vor dem Tod, andere wiederum schon und das ist vollkommen legitim.


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Jesussah
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Der Tod ist nicht schlimm!

01.12.2013 um 03:29
@Scox
Scox schrieb:Hat jeder. Nur der Millionär lebt sorgloser als der Obdachlose. Er muss nicht täglich fürchten, dass er morgen verhungert am Straßengraben liegt.
Seine Angst liegt woanders begründet als in der Existenzangst.
Scox schrieb:Wenn er dick und dadurch mit sich unzufrieden ist, würde er wahrsch. weniger essen.
Ja, das würde er. Wer aus einem Aspekt lebt muss lernen, was das bedeutet.
Scox schrieb:Klar is das nur Statistik. Es ist aber wahr, dass Sport glücklich macht, und wenn's nur für den Moment ist. Regelmäßige sportliche Betätigung hat schon einen Effekt, so isses nich...
Das ausschlaggebende dabei, ist wohl die Aussage, und wenn es nur für den Moment ist. Der Grund warum man sich bei Regelmäßiger, sportlicher Betätigung bestimmt fühlen will, hat wohl mit Selbstgeißelung zu tun. Wo Schmerzen sind, da will auch der Schmerz raus. :)
Scox schrieb:Du meinst, sie wollen einfach die Freude an der Musik schmecken? Ja, das haben sie gemeinsam, das stimmt. Nur der Weg dahin unterscheidet sich, aber das reicht manchmal, um zu tödlich ausgehenden Streitigkeiten zu führen.
Nein, die Freude an der Musik ist nicht der Beweggrund beider. Der gleiche Grund beider, warum sie Freude empfinden wollen, ist die Selbstbefriedigung. :)
Scox schrieb:Hm... Wenn du deine eigene Sichtweise hast, dann ist das doch so. Du hast ja nicht die Sicht von allen, sondern eben deine eigene.
Wie kann die Wirklichkeit meine eigenen Sicht sein, wenn alle darin gleich sind? Jeder stirbt, so wie jeder lebt. Darin kann jeder wirklich leben und damit wirklich sterben oder in einer Illusion leben und in einer Illusion sterben. Wer einer Illusion nachjagt, der hat wohl eine eigene Sicht, denn der erkennt nur das seine, eine Sicht. Der versucht dann auch bei anderen, eine Sicht zu sehen, denn dieser kann nicht anders als das eine zu sehen. :)
Scox schrieb:Wenn du dein Paradigma als Wirklichkeit ansiehst, dann belegt das im Prinzip nur die für dich außer Frage stehende Festigkeit deines Paradigmas.
Wenn ich sieh als wirklich ansehen würde, dann wohl. Doch warum sollte ich das tun? Oder sollte ich fragen, warum tust du es? :)


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Der Tod ist nicht schlimm!

01.12.2013 um 17:32
Scox schrieb:Ich würde mich nur in Teilen als Atheist einordnen.
Du bestehst aus Teilen? Also Körperteilen ja aber beim Atheismus und Theismus gibt es kein halbschwanger, selbst der Agnostiker der als Weg der Mitte zwischen beiden gilt, hat seine Tendenzen. Ich bin auch ein atheistischer Agnostiker der jedoch den Deismus und Pantheismus gefunden hat, im Prinzip sind beide nicht vergleichbar da beide unterschiedliche Grundsätze haben, doch lassen diese Begriffe alles offen.

Wikipedia: Deismus
Wikipedia: Pantheismus
Scox schrieb:Besonders im Hinblick auf alles, was von der Bibel kommt, Kreationismus, Glaubensradikalität... Ich kritisiere alle monotheistischen Religionen und lehne das Postulat eines da oben wachenden Gottes einfach ab. Ja, das durchaus über den Gebrauch logischer und rationaler Analysen.
Seh ich auch so, für mich sind die Religionen nur Sekten die fragmentarisch Wahrheiten erkannt haben mögen, doch eben nicht die Wahrheit als das vermitteln was sie ist, fern von Glaube und Ideologie. Religionen sind für mich alle antiquierte Relikte vergangener Epochen die das Ganze und dessen Wahrnehmung ablehnen. Vielleicht wäre die Wahrnehmung des Ganzen für diese Menschen zu wesentlich, zu offensichtlich? Weil denn müssten sie auch manch Sünde und Leidenschaft als Teil des großen Ganzen erkennen aber manche sind da einfach zu prüde :D
Scox schrieb:Alles jedoch, was darüber hinaus geht, sehe ich agnostisch. Wie du aus meinen Antworten herauslesen kannst, schließe ich Reinkarnation oder höhere Gewalt freilich nicht aus.
Wie auch ich. Nur ist mir schon bewusst geworden das es weder etwas "höheres" noch niedrigeres, fragmentarisches gibt. Meine Erkenntnis ist das Ganze zu erkennen, durch alle Sinne und auch durch den 6. Sinn, dem Dritten Auge, pure Intuition. Die reine Wahrnehmung ohne diese an Gedanken zu koppeln die ständig zweifeln, wird man das Wesen Gottes in sich selbst erkennen, als alles verbindendes Ganzes, die Hülle mit ihren Gedanken die man als die Person wahrnimmt die man zu sein scheint, ist nur eine temporäre, sich permanent verändernde Hülle, mit Masken, Denkstrukturen, Ideologien, Kultur und Tradition, doch all das ist am Ende nur Schall und Rauch, gänzlich bedeutungslos aber dann und wann belustigend oder bekümmernd. Ist schwer das in Worte zu fassen. Wenn man stirbt, stirbt das oberflächliche, das physische und wird wieder Teil von Nahrungskreisläufen, schlicht und einfach zersetzt. Doch Energie bleibt immer gleich, nur ihr Zustand ändert sich und steht in ständigen Wechselwirkungen.
Scox schrieb:Die Quantenmechanik ist der einzige Wissenschaftszweig, der sich traut, in bisher nur religiös betrachtete Erkenntnisfelder zu blicken. Ich sehe es aber ziemlich gelassen, denn wieso alles so ist, wie es ist, werden wir wahrsch. nie herausfinden.
Ja und ich denke dies wird mehr und mehr auch interessante Aspekte offenbaren wenn die Quantencomputer vielleicht eine Schwelle tatsächlichen, synthetischen Bewusstseins erzeugen könnten, als Kombination zwischen kausaler Computertechnik (klassische Rechenprinzipien) mit der quantenmechanischen Computertechnik. Ich denke das menschliche Gehirn ist eine ähnliche Kombination, nur eben nicht binär sondern analog und unsere Intuition ist quantenmechanischer Natur, da sie scheinbar keiner kausalen Wechselwirkung folgt, sie kann gänzlich abstrakte Wege gehen. Ist eben noch immer der größte Quell an Inspiration, bei psychedelischen Trips taucht man in die Welt purer Verschmelzung zwischen rationaler, kausaler Bewusstheit und quantenmechanischer, intuitiver Unterbewusstheit, gänzlich frei von Reizfiltern :)

Vielleicht ist der Tod die gedankenlose, hüllenlose pure Wahrnehmung der Intuition? Stell dir mal vor man existiert gänzlich ohne Sinneswahrnehmung und gänzlich ohne physische, psychische Reizfilter? Hmm... Wie das Beispiel mit dem von Geburt an blinden Mensch, er kann nicht sehen, kann es sich auch nicht vorstellen, doch seine Intuition sagt ihm ohne Nutzung seiner anderen Sinne, da ist "etwas".


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Der Tod ist nicht schlimm!

01.12.2013 um 17:36
Der Tod ist dein Freund. Du kannst dich auf ihn verlassen. Er wird dich nicht hängen lassen. Er wird kommen und dich hohlen. Du kannst ihm nicht entkommen. Also musst du dich mit ihm anfreunden.


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