Buhmann0815 schrieb:was dafür sprechen könnte ist dass zum Beispiel das US-Militär ihren Rekruten Kriegspiele zuführen, welche sie in ihrer Freizeit - auch an der Front - zocken, angeblich um ihre Reflexe und Neuronalen interaktionen zu trainieren, könnte aber auch dazu dienen das Agressionspotenzial zu heben bzw. die Hemmschwelle zu senken.
Das mögen die Verantwortlichen vielleicht hoffen, aber gibt es dazu genauere dokumentierte Untersuchungen?
Es gab (gibt?) in Berlin eine Ausstellung „Serious Games“ vom Künstler Harun Farocki, die genau diese "Trainingsmethode" beleuchtete.
Nachzulesen z.B. hier:
http://motherboard.vice.com/de/read/kriegsmaschinerie-im-zeitalter-der-computersimulation--harun-farocki (Archiv-Version vom 26.08.2014)Aber dabei zeigt er auf, dass solche Simulationen offenbar vielmehr der Therapie verstörter Soldaten helfen könnten als sie tatsächlich auf irgendetwas vorbereiten - wie etwa anzusehen, wenn der Kamerad vor den eigenen Augen weggebombt wird.
Ich seh halt immer noch nicht, dass es das bloße Spielen allein machen soll.
Gibt ja mittlerweile genügend Sketche zu Kiddies bei XBox Live oder dem hohen Maß an Flaming bei League of Legends, die ja leider sehr nah an der Realität dran sind.
Ich hab das letztere Spiel ja auch irgendwann sein gelassen, weil zu viele meinen sie könnten erwarten, dass alle Mitspieler immer und in jeder Runde absolut fehlerfrei spielen müssen und dann mit Caps-Lock irgendjemanden zur Sau machen, wenn dem eben oftmals nicht so ist.
Und bei dem Punkt sind wir halt mittendrin im Thema Aggressionen, was offensichtlich vom Spiel-Genre unabhängig funktioniert und in hohem Maßen ja nachweislich auch außerhalb von Gewaltspielen erlebt werden kann.