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Doping - na und?

99 Beiträge, Schlüsselwörter: Sport, Doping

Doping - na und?

01.03.2019 um 09:15
abahatschi
schrieb:
Und die KV zahlt die Folgen...
Naja, über die KV wird so mancher Unsinn quersubventioniert. Da machen die wenigen Leistungssportler auch keinen Unterschied mir. Das ist eben Freiheit. Jeder kann sich selbst schädigen, wie er mag...


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Doping - na und?

01.03.2019 um 09:18
Negev
schrieb:
Wenn die Athleten der Meinung sind, sich mit irgendwelchen Substanzen selbst zu schädigen - na und?
Wozu brauchen wir Gewerkschaften?
Die Leute können sich doch alleine wehren.

Im Sport wie überall wo es um Leistung und Geld geht herrscht Druck von außen. Auch Druck von Funktionären um möglichst viele Medaillen Siege etc zu erreichen. Oder vom sonstigen Umfeld
Glaubst du ein junger Sportler kann sich da dagegen wehren?
Heh, nimm das und das. Machen alle. Damit kannste gewinnen. Nebenwirkungen? Natürlich keine.


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Doping - na und?

01.03.2019 um 09:28
Cachalot
schrieb:
Im Sport wie überall wo es um Leistung und Geld geht herrscht Druck von außen.
Dann muss man eben Druck raus nehmen...
Aber ja, so lange noch jeder im Hamsterrad mit rennt, läuft das ganze natürlich weiter. Wir sind eben nun mal in einer Leistungsgesellschaft.

Aber man braucht auch nicht so zu tun, als hätten die Leute keine Wahl. Sie können sich ganz einfach auch dagegen entscheiden.

Vielleicht hat der offene Umgang auch positive Effekte. Die Gesellschaft könnte, wie gesagt, das Interesse am Sport verlieren. Und man könnte mit den Auswirkungen von Doping offener umgehen, sodass nachfolgende Generationen hier solche Mittel ablehnen.


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Doping - na und?

01.03.2019 um 09:36
Du brauchst die Kontrolle und die Strafen. Wie beim Straßenverkehr.
Nur das beim Doping leider nur der Sportler und nur selten der Background bestraft wird.
Gerade beim Doping gibt es beide Versionen.
Der Sportler kommt von sich drauf.
Der Sportler bekommt den Druck von außen.
Bei beiden Fällen gehört der Sportler gesperrt und bestraft. Er hat betrogen.
Im zweiten Fall gehört der Verursacher ebenfalls bestraft und für den Sport gesperrt.
Und das passiert leider so gut wie nie.
Siehe das russische Massendoping. Es hat „nur“ ein paar Sportler erwischt.
Ist leider auch verdammt schwierig hier die Hintermänner mit Beweisen zu überführen


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Doping - na und?

28.11.2019 um 08:45
Cachalot
schrieb am 01.03.2019:
Im zweiten Fall gehört der Verursacher ebenfalls bestraft und für den Sport gesperrt.
Und das passiert leider so gut wie nie.
Siehe das russische Massendoping. Es hat „nur“ ein paar Sportler erwischt.
Ist leider auch verdammt schwierig hier die Hintermänner mit Beweisen zu überführen
Woher willst du wissen, dass in Russland am meisten gedopt wird?
Die Dopingtests hatten nichts dergleichen ergeben! Und überhaupt die Dopingtests gelten schon seit vielen Jahren als überholt. Siehe Lance Armstrong. Fast alle seiner Dopingtests waren negativ, dennoch gab er später 2013 zu, dass er in seiner Karriere als Radsportler massiv Doping eingenommen.

Laut aktuellen Statistiken werden die Vorurteile gegenüber den russischen Athleten widerlegt. Russische Sportler gelten nicht als die größten Dopingsünder
https://www.heise.de/tp/features/Italien-Frankreich-und-USA-fuehren-die-Wada-Liste-mit-den-meisten-Dopingverstoessen-an-...

Italien Frankreich und USA führen die WADA Liste mit den meisten Dopingverstössen. Udn zwar seit vielen Jahren.
Was denken Sie eigentlich über den 100 m Sprinter Christian Coleman aus den USA, der alle Dopingtests geschwänzt hat. Seine Goldmedaille gewann und dennoch seine Medaille behalten durfte, ohne Dopingtests absolviert zu haben?
Ein Justin Gatlin wurde mehrfach des Dopings überführt. Nach seiner Dopingsperre, lief er auf einmal schneller als vorher. Er hatte sogar Usain Bolt geschlagen über 100 m Sprint geschlagen. Seine Goldmedaillen durfte er behalten! Er ist ja kein Russe, sondern ein auserwählter Ami!

Achja und wie war das bei den Olympischen Winterspielen 2018. Die meisten russsichen Athleten wurden gesperrt. Die Norweger durften antreten. Fast alle Norweger haben angeblich Asthma gehabt, deshalb gab WADA grünes Licht für die Dopingmittel beim norwegischen Team. Ist das nicht merkwürdig?
http://www.heute.at/sport/olympia/story/Norwegen--6-000-Asthma-Mittel-fuer-121-Athleten-40122971

Heutzutage braucht man nur den richtigen Arzt, der dir eine Krankheit diagnostiziert,, dann bekommst du von der WADA grünes Licht für die Dopingmittel. Siehe die US Turnerin Simone Biles, die seit Jahren legal Doping einnehmen darf und bei den Profis unzählige Goldmedaillen gewonnen hat. Finde Sie das nicht merkwürdig? Aber nee Russland ist ja der Bösewicht...

Bei dem Radsportler Chris Froome nach seinem Sieg bei der Vuelta 2017 wurden Dopingmittel bei den Tests nachgewiesen, um ein vielfaches höher als zulässig . Dennoch durfte er den Vuelta Gesamtsieg behalten Warum?
Ach er ist ja kein Russe, stimmt. Dann darf man das!
https://www.welt.de/sport/article171545489/Tour-Dominator-Froome-positiv-auf-Doping-getestet.html

Zu guter Letzt noch ein sehr gutes Paradebeispiel für die schwachsinnige Doppelmoral des Westens:

Die Rekordweltmeisterin die Skiläuferin Marit Bjoergen aus Norwegen. Nur durch die Diagnose einer Krankheit bekam sie grünes Licht von der WADA für die Einnahme von Dopingmitteln. Und schon ging es mit ihrer Karriere steil bergauf. Eine durchschnittliche Skiläuferin gewinnt plötzlich alle möglichen Wettbewerbe, und das erst nach dem sie ihre Dopingmittel legal einnehmen durfte , die die WADA ihr genehmigte.

https://www.morgenpost.de/printarchiv/sport/article104002019/Marit-Bjoergen-Schnell-durch-Medikamente.html
https://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/archive/index.php/t-503990.html
https://www.taz.de/!5322772/
https://derstandard.at/1297819071186/Aus-Oslo-Bjoergen-hat-den-laengeren-Atem

https://de.sputniknews.com/sport/20170225314677950-norwegen-ski-auswahl-asthma-medikamente/


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Doping - na und?

28.11.2019 um 10:07
@Sokrates86
Wen du daraus aus irgend einem persönlichen Groll ein Ost-West-Thema machst, sagt das nur etwas über dich aus und nicht über das Thema. Was du schreibst ist nur ein undifferenzierter Whataboutismus und hinkt von vorne bis hinten.
In die Statistik geht übrigens nur etwas ein, wenn auch getestet wird. Armstrong konnte sich fast allen Test entziehen.
Auch russische Radprofis mit Asthma dürfen weiter in die Pedale treten. Und willst du z. B. Winokourow zum Opfer machen?
Bei der Russland-Thematik geht es zu einem großen Teil um das Problem des systemischen Dopings und damit der staatlicherseits unterstützten bzw. gelenkten Verhinderung von Anti-Doping-Maßnahmen. Auch in der Bundesrepublik Deutschland gab es über Jahrzehnte systemisches Doping.


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28.11.2019 um 11:12
[OT]
Also ich würde schon ganz gerne wissen, mit was sich manche Sportler so dopen.
Ich finde, die sollten sogar auf ihre Shirts schreiben, mit was sie gedoped sind, denn
dann könnte man vielleicht sehen, was funktioniert und das auch unserer Frau Kanzerlin mal spritzen, damit es bergauf mit uns geht. XD XD XD :P
[/OT]

Ich finde, Dopen gehört eindeutig in den Bereich Drogen (Drogenmissbrauch) und daher bedarf es keiner Diskussion darüber, ob dies nun legalisiert werden sollte oder nicht.
Cachalot
schrieb am 01.03.2019:
Wozu brauchen wir Gewerkschaften?
Die Leute können sich doch alleine wehren.
Genau davon bin ich nicht überzeugt.
Gerade wir deutschen sind in allem sehr träge. Wir meckern immer über alles, bekommen aber unsere Popos nicht aus dem Fernsehsessel heraus, da man ja im Dschungelcamp etwas wichtiges verpassen könnte. Leider!

Gucky.


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Doping - na und?

28.11.2019 um 11:33
Gucky87
schrieb:
Ich finde, Dopen gehört eindeutig in den Bereich Drogen (Drogenmissbrauch) und daher bedarf es keiner Diskussion darüber, ob dies nun legalisiert werden sollte oder nicht.
Ich finde gerade deswegen bedarf es einer Diskussion, statt alles zu verteufeln und zu verbieten. Eine offene Diskussion über Wirkung, Nebenwirkung, Risiken etc. pp. Verbote nützen keinem was (meiner Meinung nach). Außer den Dealern/Ärzten, die es verabreichen.


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28.11.2019 um 13:08
Dasdeeeeniz
schrieb:
Ich finde gerade deswegen bedarf es einer Diskussion, statt alles zu verteufeln und zu verbieten.
Wer Sport nicht ernst nimmt und fair austragen will, sich aufputscht, um sich dadurch illegitime Vorteile zu ergaunern, ist für mich als Mitstreiter/Mitspieler sowieso nicht ernst zu nehmen. Gut, es kann sein, dass es sich um trotzdem um einen guter Sportler handelt, der sein Handwerk kann. Anstatt über breite Kontrollmechanismen oder Legalisierung nachzudenken, könnte ja mal öffentlich thematisiert werden, was Menschen in unserer Welt überhaupt zu solchen Unsportlichkeiten hintreibt.


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28.11.2019 um 19:38
Sokrates86
schrieb:
Woher willst du wissen, dass in Russland am meisten gedopt wird?
Woher willst du wissen das ich das weiß oder glaube?


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28.11.2019 um 19:51
Gucky87
schrieb:
Cachalot schrieb am 01.03.2019:
Wozu brauchen wir Gewerkschaften?
Die Leute können sich doch alleine wehren.


Genau davon bin ich nicht überzeugt.
Gerade wir deutschen sind in allem sehr träge. Wir meckern immer über alles, bekommen aber unsere Popos nicht aus dem Fernsehsessel heraus, da man ja im Dschungelcamp etwas wichtiges verpassen könnte. Leider!
Les Dir bitte den kompletten Post von mir noch einmal durch. Die Aussage war sarkastisch gemeint. Gemünzt auf den dazu zitierten Post


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Doping - na und?

29.11.2019 um 22:53
Der Spitzensport dopt durch die Bank. Eines der Geheimnisse, warum nie flächendeckend entlarvt wird, sind Mikrodosierungen. Man erfährt einen pushenden Effekt, der das Training effizienter macht (= +Kraft bzw Kraftausdauer), aber mit dem Clou, dass man binnen wenigster Stunden den Wirkstoff wieder ausgeschieden hat.


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Doping - na und?

09.12.2019 um 14:34
Nemon
schrieb am 28.11.2019:
Wen du daraus aus irgend einem persönlichen Groll ein Ost-West-Thema machst, sagt das nur etwas über dich aus und nicht über das Thema. Was du schreibst ist nur ein undifferenzierter Whataboutismus und hinkt von vorne bis hinten.
In die Statistik geht übrigens nur etwas ein, wenn auch getestet wird. Armstrong konnte sich fast allen Test entziehen.
Auch russische Radprofis mit Asthma dürfen weiter in die Pedale treten. Und willst du z. B. Winokourow zum Opfer machen?
Bei der Russland-Thematik geht es zu einem großen Teil um das Problem des systemischen Dopings und damit der staatlicherseits unterstützten bzw. gelenkten Verhinderung von Anti-Doping-Maßnahmen. Auch in der Bundesrepublik Deutschland gab es über Jahrzehnte systemisches Doping.
Winokurow war kein Russe, sondern Kasache.
Zweitens ich bin gegen Doping, egal welcher Art. Ich finde auch Ausnahmen für die Einnahme von Dopingmitteln müssen verboten werden. Siehe Simone Biles aus den USA. Absurder geht es nicht mehr!
Und ja ich bin dafür dass russische Athleten gesperrt werden, wenn Doping nachgewiesen ist.Ich bin nicht dagegen.
Nur muss man die Anti-Doping-Maßnahmen überall gerecht anwenden und sich nicht auf ein Land fixieren. Hexenjagd nennt man so etwas.
Ich erinnere hier noch einmal an den 100 m Sprinter Christian Coleman aus den USA, der dieses Jahr Weltmeistertitel im 100 M gewann, obwohl er alle drei Dopingtests geschwänzt hatte. Sein nächster Dopingtest steht erst nächstes Jahr an. Bis dahin werden alle Spuren von Doping im Blut verschwinden. Merkwürdig, nicht wahr? Warum wurde da die WADA nicht stutzig? Warum darf Coleman den Weltmeistertitel behalten? Achja er ist ja kein Russe, stimmt. Dann darf man das...

Die WADA muss verboten werden. Eine neue von der UNO finanzierte und geleitete Anto-Doping-Agentur muss statt dessen die Arbeit als Anti-Doping-Agentur übernehmen!
Schon im Jahre 2007 gab es viele Vorwürfe gegen die WADA, weil diese Agentur oft mit Doppelstandards agieren oder durchgreifen würde und manchmal gar zu lasch, manchmal sogar viel zu hart bei Athleten aus einigen Nationen...
Nemon
schrieb am 28.11.2019:
Armstrong konnte sich fast allen Test entziehen.
Bei dieser Aussage wird klar, dass Sie überhaupt keine Ahnung haben. Armstrong wurde sehr wohl getestet und zwar viel öfter, als Sie glauben. Und das nicht nur bei der Tour de France...


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Doping - na und?

28.07.2020 um 17:01
Sokrates86
schrieb am 28.11.2019:
Eine durchschnittliche Skiläuferin gewinnt
sorry, eine differenzierte Betrachtung würde in diesem Fall recht gut tun um etwas objektiver zu Urteilen.
Borgen durfte seit 2009-2010 besagtes Medikament einnehmen, soweit ich weiß.
Soweit ich weiß hatte sie bis dahin allerding auch schon
2 Weltcupgesamtsiege,
4 Sprintweltcupsiege,
1 Distanzweltcupsieg
2 mal Olympia-Silber
3 Medalien bei Weltmeisterschaften

und zwischen 2002 und 20010 regelmässig in der Weltcup Top 10.

Aber das ist bestimmt wieder so eine deutsche Macke - alles ausser 1 ist Durchschnitt.
Sokrates86
schrieb am 28.11.2019:
Heutzutage braucht man nur den richtigen Arzt, der dir eine Krankheit diagnostiziert,, dann bekommst du von der WADA grünes Licht für die Dopingmittel.
Dann sollen die Russen lieber vernünftige Ärzte einstellen statt wie scheinbar bewiesen systematisch die Proben zu manipulieren. Der Unterschied ist offensichtlich.

Wenn man allerdings 147 Dopingverstöße aus Italien gleichsetzt mit dem Verdacht des systematischen Dopings tausender Sportler - find ich stimmt die Objektivität nicht.

Wenn Russland nicht in der Lage ist die legale Grauzone der WADA zu nutzen... ja dann was? Die Norweger überqueren die Ampel bei Orange - die Russen halt bei Rot. so what?
dann muss man halt die WADA dazu zwingen die Grauzone abzuschaffen, sollte wohl spätestens passieren wenn die Russen lernen diese auch zu nutzen. Wäre doch ein Win-Win für alle.


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Doping - na und?

29.07.2020 um 14:54
Kc
schrieb am 20.04.2015:
Die modernen Athleten in allen möglichen Disziplinen erbringen hervorragendste, ja zum Teil sogar übermenschlich erscheinende Leistungen, wenn es um Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit oder Beweglichkeit geht.

Angeblich alles nur mit hartem, perfekt geplantem Training und richtiger Ernährung sowie persönlichen Anlagen.

Und so können sich Fans und Funktionäre und Medienvertreter stetig über neue Sensationen und Rekorde freuen.


Wenn doch herauskommt, dass Athleten oder ihre Trainer mit leistungssteigernden Mitteln nachgeholfen haben, ist das Geschrei groß:,,Skandal...Schande...muss streng bestraft werden, lebenslange Sperre...Betrug...".

Ist dieses Geheule nicht eigentlich ziemlich scheinheilig? Wird da die heilige Kuh ,,fairness" angebetet, obwohl man eigentlich wissen müsste, dass viele Leistungen von Athleten sauber gar nicht zu bewerkstelligen sind?

Und ist es nicht letztlich die freie Entscheidung der Sportler, ob sie dopen wollen oder nicht, wobei sie natürlich auch mit den Konsequenzen klarkommen müssen?

Was meint ihr, wird Fairness überbewertet und sollte Doping legalisiert sein?
@Kc

ME muss man klar differenzieren und darf keine Doppelmoral an den Tag legen.

Klar denkt man bei Doping immer sofort an Betrug, aber das ist es nicht immer.

Sagen wir es einmal so:
Menschen sind keine Maschinen und diverse Sportler würden diverse Dinge auch ohne Doping schaffen. Es gibt kein Mittel auf der Welt, der von jetzt auf dann aus einen unsportlichen Menschen einen Ultraman erschafft. Insofern ist die Wirkung von Doping eher
marginal und somit zu vernachlässigen.

Wenn jetzt ein Sprinter z.B. eine Sekunde auf 100 Meter braucht, dann wäre etwas faul und es zudem eine Sensation. Aber, die Hochleistungsmaschinen erbringen doch schon eine enorme Leistung, sodass Doping nicht wirklich nachweislich ins Gewicht fällt. Vielleicht eine Tausendstel Sekunde, einen Mikrometer usw., sodass es unerheblich ist.

Zudem muss man den BEgriff "Doping" auch klar differenzieren.
Ist nicht alles Doping? Wenn ich abnehme, um Gewicht zu sparen, wäre das auch Doping.
Wochen oder Monate vorher auf den Berg spazieren zu gehen, um die Sauerstoffaufnahmefähigkeit vom Blut zu erhöhen, wäre eigentlich auch Doping.
Nahrungsergänzungsmittel zu nutzen, die bestimmte Eigenschaften haben, wäre auch Doping. Dies und jenes wäre auch Doping.

Das Problem ist einfach, dass die Gesellschaft naiv alles glaubt und dann geschockt ist, wenn einmal etwas ans Licht kommt. Schlimmer ist die Doppelmoral, die jeden Tag an den Tag gelegt wird.

Wer "neutral" diverse Dinge betrachtet, weiß doch, dass es den Verantwortlichen "nur" um Geld geht, sodass man sich jeglicher Mittel bedient, um zu gewinnen. Ob man das unterm Strich nun Doping, Trickserei, Leistungsoptimierung usw. nennt, sei doch dahingestellt.

Es ist ja nicht so, dass diverse Sportler vorher grottenschlecht waren und dann von jetzt auf dann Übermenschen. Also kann man mE diverse Dinge nicht ankreiden. Sportler sind schon gut und ohne Doping wären die auch ganz gut, nur wegen der Geldgier der Verantwortlichen muss es eben einen Tick besser sein. Ich mag das jetzt nicht herunterspielen, denn Sportler oder Menschen, die sich verkaufen und versklaven lassen, kein Rückgrat haben usw., sind dahingehend auch schuldig. Nur, das muss halt jeder selbst wissen.

Mir geht eben nur auf de Zeiger, dass die Gesellschaft so naiv ist und denkt, dass es immer und überall seriös zugeht. Eigentlich fordert die Gesellschaft immer mehr und fördert quasi Betrug oder indirektes Doping dadurch. Es haut ja keinen Menschen mehr aus den Socken, sodass diverse Menschen immer zu besseren Leistungen gezwungen werden.

Ich finde es jetzt keinen Betrug, solange der Sportler vorab schon eine Leistung erbringt.
Wäre der Sportler faul und würde dann extrem "gut" sein, dann wäre es bescheiden und ein Betrug gegenüber den anderen. Aber hey, die Konkurrenz dopt doch auch. Es gibt nur keiner zu, um das "rosarote" Bild nicht zu verfälschen.

Und ob man sich diverse Vorteile durch eine Ernährungsumstellung, Spritzen, Medikamente usw. verschafft, ist doch egal. Es ist alles Auslegungssache.

Und wie gesagt, ich kenne "kein" Medikament oder Dopingmittel, welches jetzt Übermenschen aus Sportlern macht. Insofern darf das Geschrei auch ganz verstimmen.

Die verdienen alle ganz gut und ob nun der Sportler Nummer 1, 2 oder 3 ist, ändert an den Werbeeinahmen, den Gagen und anderen Millionen gar nichts.

Und wer sich seine Gesundheit durch falsches Doping ruiniert, ist doch selbst schuld.

Ich "heiße" es generell nicht gut, aber gegen Optimierungen usw. habe ich nichts.
Es gibt ja auch natürliche Leistungssteigerungen. Ob das jetzt "natürlich" ist oder durch die Natur, ist ja egal.

Dennoch finde ich, dass es immer fair zugehen sollte. Nur, es handelt sich ja um Extremsportler und die werden jetzt nicht extrem besser, nur weil die eine Spritze bekommen^^ Daher hält sich mein Geschrei in Grenzen.

Ich bin auch bald "Hochleistungssportler" (Fitness) und kenne natürlich meine genetischen und physischen Grenzen. Mir wurden auch schon oft diverse Dinge angeboten. Es mag vielleicht sein, dass man durch diverse Dinge schneller Muskeln auf und Fett abbaut, aber die Nebenwirkungen sind mir zu krass. Meine Gesundheit ist mir wichtiger. Zudem mag ich es durch meinen Ehrgeiz selbt packen und natürlich halten. Es gibt auch natürliche Wege.

Manche Menschen haben seitens Natur Glück und gute/bessere Gene, andere weniger.
Wenn ich z.B. meine Defizite ausgleichen und gleichberechtigt sein könnte, würde ich da auch nachhelfen. Warum nicht? Gleichberechtigung und Fehler der Natur ausmerzen.
Nur, mir ist meine Gesundheit wichtig und zumeist kostet das Zeug auch echt viel.
Also sind es für mich zwei Punkte, die den Ausschlag geben.

Kommen wir zum prof. BEreich bzw. zum Wettkampf.
Irgendwie ist es ja kein Beschiss/Betrug, wenn man optimiert bzw. seinen Körper unterstützt.

Meint denn die Masse, dass jeder Athlet gleichwertig behandelt und vorab analysiert wird?
Jeder Mensch hat andere Gene, ein anderes Gewicht usw. Also kann man nicht vergleichen, wenn beide unterschiedliche "Leistungen" erzielen. Wenn man dann nachhilft, bekommen auch Leute "Chancen", die evtl. seitens Natur schlechter dargestellt werden.

Zum Beispiel gibt es bestimmte Genvorteile bei bestimmten Ethnien, sodass es dann wiederum keine Kunst ist, wenn diese gut sind oder stets gewinnen bzw. krasse Leistungen abliefern.

So, wie soll man alle Athleten gleich bewerten, wenn alle Menschen unterschiedliche Gene haben, aber in einen Topf geworfen werden? Ich sehe da z.B. auch eine Art "Gleichberechtigung", wenn alle Athleten vorab Leistung bringen und jahrelang trainieren.

Dass ein hochathletischer Sportler rein durch Doping nichts großes reißt, mag schon sein. Allerding kann ein benachteiligter Sportler etwas aufholen bzw. die Chancen "fair" verteilen.

In der Formel 1 wurde auch oft getrickst. Das Reglement geschickt umgangen bzw. getrickst. Da war dann das Geschrei auch groß. Ich meine, wer glaubt denn naiv, dass das alles echt und fair ist? Die wollen doch alle Geld verdienen und die Zuschauer wollen immer etwas Neues und Spannung. Wenn es fair wäre, würden alle Fahrer mit gleichen Autos fahren. Es ist doch logisch, dass die Leute, mit schnellen Autos und guten GEldmitteln, auch deswegen besser sind. Das ist im Grunde auch (Geld-)Doping!

Fazit:
Man muss unterscheiden. Wer keine Leistung erbringt, nicht trainiert und sich nicht bemüht, aber dann alle verarscht und sich Vorteile betrügerisch erschleicht, ist echt mies.
Wer Leistung bringt, Chancengleichheit und Defizite ausräumen möchte, aber dopt bzw. optimiert/steigert, der ist legal auf Achse. Welcher Sportler macht denn gar nichts, ist schlecht und dann urplötzlich Weltklasse? Keiner! Das gab es noch nie. Also.


Ich sehe das entspannt, da doch alles nur noch ums Geld geht und nichts mehr mit Sport zu tun hat. Man weiß, was Sache ist und wie der Hase förmlich läuft. Ist nicht neu!

Doppelmoral und Naivität gehen mir auf den Sack!

Man muss "Doping" auch genau definieren. Im Grunde ist alles Doping.
Gehe ich jeden Tag laufen, werde ich trainiert und verschaffe mir dadurch einen Vorteil.
Gehe ich auf die ZUgspitze, dann dope ich irgendwie auch. Es geht auch chemisch.
Esse ich anders, räume meinen Darm leer, ist es auch Doping. Also man kann sich immer Vorteile verschaffen; auch psychologisch!


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01.08.2020 um 20:09
Scarcrow
schrieb am 28.07.2020:
Borgen durfte seit 2009-2010 besagtes Medikament einnehmen, soweit ich weiß.
Soweit ich weiß hatte sie bis dahin allerding auch schon
2 Weltcupgesamtsiege,
4 Sprintweltcupsiege,
1 Distanzweltcupsieg
2 mal Olympia-Silber
3 Medalien bei Weltmeisterschaften

und zwischen 2002 und 20010 regelmässig in der Weltcup Top 10.
Sie irren sich!
Bjoergen durfte auch danach immer noch die "verbotenen Medikamente" einnehmen. Deshalb wurde sie von ihren Konkurentinnen 2018 bei den Olympischen Spielen in Südkorea zum Beispiel von Justyna Kowalczyk aus Polen weiterhin scharf dafür kritisiert. Die WADA hat das alles durchgehen lassen, denn es handelt sich ja nicht um eine Russische Athletin!
Sonst wäre das etwas ganz anders. Und die Athletin wäre sofort gesperrt worden...


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01.08.2020 um 20:16
Wissbegier
schrieb am 29.07.2020:
Dennoch finde ich, dass es immer fair zugehen sollte. Nur, es handelt sich ja um Extremsportler und die werden jetzt nicht extrem besser, nur weil die eine Spritze bekommen^^ Daher hält sich mein Geschrei in Grenzen.
Whoa. Da hat aber jemand überhaupt keine Ahnung. Erzählen sie das mal den 100 m Sprintern (Leichtathletik). Dort sind die Unterschiede zwischen denen die Dopingmitteln (chemisch) einnehmen und denen die keine chemischen Dopingmittel einnehmen extrem groß. Da spricht man sogar von einem Klassenunterschied...

Ich erinnere mich an den jamaikanischen 100 m Sprinter namens Blake, der mit der Weltspitze von 100 m Sprintern nicht mithalten konnte , dann auf einmal Rekordzeiten über 100 m lief. Später wurden bei den Dopingtests verbotene Dopingmittel nachgewiesen und er wurde gesperrt, udn das völlig zu Recht!
Also bitte keinen Unsinn hier erzählen...


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gestern um 10:31
Scarcrow
schrieb am 28.07.2020:
Wenn man allerdings 147 Dopingverstöße aus Italien gleichsetzt mit dem Verdacht des systematischen Dopings tausender Sportler - find ich stimmt die Objektivität nicht.

Wenn Russland nicht in der Lage ist die legale Grauzone der WADA zu nutzen... ja dann was? Die Norweger überqueren die Ampel bei Orange - die Russen halt bei Rot. so what?
@Scarcrow

Sie finden es also in Ordnung, daß bei den Olympischen WinterSpielen 2018 mehr als 40 Teilnehmer aus Russland nicht bei den Winterspielen teilnehmen durfte, obwohl es keinen einzigen Dopingverstoß gegen diese Athleten gab ?
https://www.zeit.de/sport/2018-02/olympische-winterspiee-russland-internationaler-sportgerichtshof

Während der US Sprint-Champion über die 100 m in Leichtatheltik Christian Coleman , der 2019 den Weltmeistertitel im 100 M gewann, seinen Titel ohne Murren udn Klagen der WADA behalten darf, obwohl er alle drei Dopingtests geschwänzt hatte. Sein nächster Dopingtest steht erst 2020 an. Bis dahin werden alle Spuren von Doping im Blut verschwinden. Merkwürdig, nicht wahr? Warum wurde da die WADA nicht stutzig? Warum darf Coleman den Weltmeistertitel behalten? Achja er ist ja kein Russe, stimmt. Dann darf man das.

Einen ähnlichen Vorfall gab es beim Radsport Rekordchampion Chris Froome. Bei ihm waren sogar mehrere Dopingstests positiv, dennoch durfte er alle seine Titel zum Beispiel auch den Vuelta 2017 behalten.
https://www.welt.de/sport/article171545489/Tour-Dominator-Froome-positiv-auf-Doping-getestet.html

Und Sie wollen mir jetzt mit Grauzonen oder ähnlichem Unsinn argumentieren ?


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gestern um 10:47
Wissbegier
schrieb am 29.07.2020:
Man muss "Doping" auch genau definieren. Im Grunde ist alles Doping.
Gehe ich jeden Tag laufen, werde ich trainiert und verschaffe mir dadurch einen Vorteil.
Gehe ich auf die ZUgspitze, dann dope ich irgendwie auch. Es geht auch chemisch.
Esse ich anders, räume meinen Darm leer, ist es auch Doping. Also man kann sich immer Vorteile verschaffen; auch psychologisch!
Ich verstehe den Gedanken, aber im Unterschied zum Doping sind das ja alles Maßnahmen zur Leistungssteigerung die der Mensch aus eigener Kraft erreicht. Beim Doping hingegen wird mit Zusatzmitteln nachgeholfen, die aufgrund ihrer nachgewiesenen signifikanten Leistungssteigerung verboten sind. Das mündet in einem zweifachen Betrug: einmal dem gegenüber sich selber und den anderen Sportlern welche das nicht tun.


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