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Kinder mit Partner und Privatsphäre der Eltern im eigenen Haus

149 Beiträge, Schlüsselwörter: Menschen, Kinder, Freund, Privatsphäre

Kinder mit Partner und Privatsphäre der Eltern im eigenen Haus

23.03.2017 um 10:08
@B_scheuert 
Naja, so sieht es halt jeder anders. Meine muss nicht mehr frage, sondern einfach nur Bescheid sagen und da habe ich ja dann immer noch die Möglichkeit, wenn es grad überhaupt nicht passt, Nein zu sagen.
Es kommt wohl immer darauf an, welchen Erziehungsstil man verfolgt. Ich und mein Mann sind da halt was lockerer eingestellt.


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Kinder mit Partner und Privatsphäre der Eltern im eigenen Haus

23.03.2017 um 10:17
freeocean schrieb:Das bin ich insbesondere den Mitmenschen hier schuldig, die sich tiefgründig in eine Lage vesetzen und auch gedanklich mal die Seite /Sicht wechseln, wie z.B. Black Canary.
Freut mich, dass Du meine Beiträge gelesen hast. :) 


Und Deinen Frust verstehe ich zu 100 Prozent. 

Wie gerne würde ich die Diskussionen mit meinem Daddy rückgängig machen, als es darum ging, dass ich das Treppenhaus putzen soll, ich aber lieber meinen Kater ausschlafen wollte. 


Gib den Mädels noch etwas Zeit, glaub mir, mit 19 ist man noch lange nicht erwachsen! 


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Kinder mit Partner und Privatsphäre der Eltern im eigenen Haus

23.03.2017 um 13:04
@freeocean

Auf die wichtigste Frage gibst Du leider nie eine Antwort:

Stört auch Deiner Frau der Freund Deiner Stieftochter?

Falls „ja“ könnt ihr ihm verbieten, Euch zu besuchen. Natürlich wäre das ein Schlag ins Gesicht für die Tochter. Wenn ich Tochter wäre, würde ich mir neben meiner Ausbildung einen Job suchen, damit ich mir ein Untermiets- oder WG- Zimmer leisten könnte. Das gleiche würde ich von meinem Freund verlangen. Ihre Jugend könnten die beiden aber nicht mehr genießen, denn Freizeit ist dann Mangelware. (Ich habe als Jugendliche auch neben der Schule gejobbt, damit ich mir etwas kaufen und auf Urlaub fahren konnte – das nimmt einem verdammt viel „Jugend“ weg!) Allerdings müsstet Ihr dann damit rechnen, dass die Tochter sich auch emotional von Euch trennt. Du hättest kein Problem damit, bei Deiner Frau kann ich es nicht beurteilen.

Falls „nein“ (diese Variante halte ich für wahrscheinlicher), steht Deine Frau zwischen zwei Stühlen. Sie will weder Dich noch ihre Kinder kränken, wahrscheinlich blüht sie auch noch in einem regen Familienleben auf. Bitte zeig Deiner Frau diesen Thread! Hab keine Scheu – sie erkennt dann, wie sehr Du darunter leidest und Dich in Deinem Haus nicht mehr geborgen fühlst. Ihr findet gemeinsam eine Lösung.
Eventuell kommt der Freund nur mehr jedes zweite Wochenende, oder es wird vereinbart, dass sich die beiden überwiegend im Zimmer der Tochter aufhalten, vielleicht hast Du eine Gartenhütte, wo die Jugend (wenn es nicht gerade Minus 20 Grad hat) sein kann.

Auch wenn ich Deine Meinung nicht teile, verstehe ich Dich. Genau so, wie ich mich niemals am Land und gleich noch weniger auf einem Bauernhof wohl fühlen würde, so ist das Großfamilienleben nichts für Dich.
Ja, es ist nach wie vor meine Meinung, dass Du es unterschätzt hast, was es heißt, eine ganze Familie zu heiraten - jetzt kannst Du nur mehr das Beste daraus machen!

Trennen würde ich mich an Deiner Stelle nie von Deiner Frau. Denk nach: sie ist auch nach 12 Jahren noch immer Deine Traumfrau, so etwas findet man nicht so einfach!

Ich hoffe, Du beantwortest die oben gestellte Frage!


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Kinder mit Partner und Privatsphäre der Eltern im eigenen Haus

23.03.2017 um 13:29
@freeocean

Na ja, du beklagst dich über Dinge, die einfach normal sind, wenn man unter einem Dach mit Kindern wohnt.

Als meine Kinder noch klein waren, da war es eben auch schwierig, für sich die Momente zu finden, wo man, am besten noch "spontan", übereinander herfallen konnte.

Hm... also Spontanität war da wirklich schwierig... aber wenn alle Abends im Bett lagen, dann kam "unsere" Zeit...

Wenn die Kinder dann natürlich ins jugendliche Alter kommen, so die Teen-Zeit, dann sieht es wieder anders aus...

Allerdings... in dem Alter versuchen die Kinder alles, um aber auch gar nix von den Alten im Haus mitzubekommen, was irgendwie nach Sex sich anhören könnte... also, von alleine machen die sich da schon rar... und man hat als Eltern seine Ruhe.

Natürlich... die Spontanität ist da immer noch schwierig... wirklich spontan kann man eigentlich nur sein, wenn man alleine im Haus ist... die Zeit kommt ja dann auch irgendwann wieder.

Also... ich habe über dieses "Problem" nie nachgedacht, als die Kinder noch im Haus waren... es war einfach keins... man muss sich immer wieder mit manchen Situationen arrangieren... und das, was du beschreibst, ist für viele, viele Paare mit Kindern normaler Alltag.

Hm... jetzt habe ich auch schon in manchen Artikeln in den Medien gelesen und auch in Radiobeiträgen gehört, dass manche Eltern wirklich durch die anstrengende und zeitaufwendige Erziehung, gerade mit kleinen Kindern, nur noch wenig Sex-Leben haben... und das es belastend sein kann.

Ja, das kann schon auch sein... aber da muss man eben durch... und man sollte als Kerl, bzw. als Vater, die Mutter, und wo beide eben auch mal rund um die Uhr mit dem kleinen Kind beschäftigt sein können, nicht unter Druck setzen... das führt zu nix.

Ein Kind oder Kinder bedeuten eben auch Verzicht zu üben in Dingen, die als Paar ohne Kinder so einfach immer möglich waren... geht eben dann nicht mehr so einfach.


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Kinder mit Partner und Privatsphäre der Eltern im eigenen Haus

23.03.2017 um 13:36
Und das dann der Freund der Tochter öfters mal da ist und es da auch hoch her gehen kann (in jeder Beziehung) ist auch irgendwie normal... natürlich darf man sich da nicht auf der Nase rumtanzen lassen... aber ich sehe Fall das in dem konkreten jetzt nicht... die beiden sind jung und auch, dem Alter entsprechend, bestimmt sexuell sehr aktiv, was ebenfalls normal ist... eigentlich verziehen die sich doch auch in ihr Zimmer und dann ist da erst Mal Ruhe... und so sollten es die Eltern auch machen.

Selbstverständlich ist es hochgradig merkwürdig, wenn die Eltern sich sexuell im Elternzimmer betätigen, während der Freund mit seiner Freundin in deren Kinderzimmer ebenfalls in diese Richtung gehen... aber, meine Güte, dass muss ja auch nicht sein, oder?

Wie gesagt, am besten ist da doch die Zeit nach dem zu-Bett gehen... da ist Ruhe und jeder ist für sich. Und wenn Wochenende ist, dann kann man doch auch sehr spät schlafen gehen... hat doch den nächsten Tag zum auspennen... und Frühstück am nächsten Morgen können sich die schon größeren Kids mal gerne selber machen... das sollte nun wirklich drin sein.

Also... ich sehe da viel Rauch um nichts...


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23.03.2017 um 14:21
@moric
Du hast aber schon verstanden, dass es hier nicht nur darum geht, auf dem Küchenboden selbstvergessen übereinander herfallen zu können? 
Es geht darum, dass der TE, aus seiner Sicht durchgängig, einen Fremden zu Hause hat. Und das berührt die Privatsphäre, nicht nur in Bezug auf Sex. 
Der TE kann diesen Freund vermutlich schon gar nicht mehr als Besucher wahrnehmen, denn Besuch hat klar definierte Grenzen, der geht auch irgendwann wieder. Aus Sicht des TE, der nur am Wochenende zu Hause sein kann, ist der Kerl immer da. 


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23.03.2017 um 14:50
@Ilvareth
ach was, der TE hat explizit geschrieben, dass er seine Ruhe möchte, erwartet, dass die Kinder flügge werden, um Zweisamkeit zu geniessen. Zweisamkeit mit Tochter geht dann plötzlich?


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23.03.2017 um 15:34
freeocean schrieb:Ich bin mir sicher in den letzten Jahren viel gegeben zu haben und wenig bekommen zu haben, irgendwann war das einfach alles normal...Dank ist da eher fehl am Platz.
Der Satz stach mir, (es gab noch einige mehr) beim nochmaligen Lesen besonders ins Auge.

Ich werd das mal in 20 Jahren ansprechen, wenn meine Tochter alt genug ist. Soll sie mir dankbar sein, dass ich ihr ein Dach über'm Kopf und tägliches Essen beschert habe. Und dass ich ihr Geschenke gemacht habe, mich gekümmert und mit ihr gespielt und vorgelesen habe. Dass ich all mein Geld in das Wohlergehen und die Bildung meiner Tochter gesteckt habe und selbst mit zerschlissenen Jeans rumlief.

Hmmhm, würde ich es tun? Nein. Es war und ist für mich selbstverständlich. Brauche ich Dank für etwas erhalten, das selbstverständlich ist, weil es sich im Rahmen meiner (finanziellen) Möglichkeiten bewegte? Nein. Da reichen mir glücklich strahlende Kinderaugen - das ist Dank genug.


Du hast ne Familie "bekommen", ihr konntet sogar ein Haus bauen. Euch scheint es finanziell gut zu gehen und die (EURE!) Töchter scheinen sich gut entwickelt zu haben. Wie wäre es mit ein wenig Dankbarkeit von deiner Seite?

Du scheinst aber emotional nicht wirklich involviert zu sein in dieser Familie, außer natürlich deine Frau betreffend, obwohl die Kids noch sehr jung waren, als du in ihre Familie tratest. Ich denke, das sind auch Sachen, die lesen nur Menschen heraus, die selbst Kinder haben und wissen, wo sie die Prioritäten bei einem Partner setzen sollten. Diese unterscheiden sich nämlich vom Ottonormalsingle ohne Kinder.

Wenn du so ein, für diese Thematik, unnötiges Detail aufgreifst, dass es nur Stiefkinder sind, dann sagt das schon viel aus, finde ich.
Für die Problemstellung, die sich hier für dich ergibt, und vorallem für die Lösungsfindung, um die du die User hier bittest, ein Detail, das überhaupt keine Rolle spielen sollte.

Ich will aber nicht sagen, dass du nicht alles getan hast - im Rahmen deiner emotionalen Möglichkeiten - damit es ihnen gut geht. Für mich müsste ein Stiefvater aber ganz anders über die Kinder reden. Vielleicht sogar, indem er sie als seine eignen Kinder bezeichnet? Oder zumindest Abgeschwächter: indem er nicht alle Nase lang erzählt, dass es ja garnicht seine Eigenen sind, obwohl es gerade überhaupt keine Rolle spielt. Nach etlichen Jahren eigentlich nichts Ungewöhnliches, oder?

Und genau das ist es u.a. wohl, was hier beim Lesen auch so bitter aufstösst.

Abschließend: Natürlich ist es blöd, wenn man eine Frau "trotz" Kinder nimmt, dann 15 Jahre wartet und dann käsen die sich mit 19 Jahren immernoch nicht aus und beziehen keine eigne Wohnung, weil ein großes Haus zur Verfügung steht. Dumm gelaufen - es könnte euch aber schlechter gehen .. :)


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23.03.2017 um 15:43
Tussinelda schrieb:ach was, der TE hat explizit geschrieben, dass er seine Ruhe möchte, erwartet, dass die Kinder flügge werden, um Zweisamkeit zu geniessen.
Eben... und das kann man auch nicht erzwingen... die Kinder sind so lange da, wie sie es brauchen... ich bin auch bis 22 noch zu Hause gewesen... und dann bin ich ausgezogen, weil ich einfach auch raus wollte. Meine Eltern haben mir nach der Ausbildung nicht sofort gesagt oder gezeigt, dass ich aber "jetzt schleunigst" raus müsste...

Natürlich... so bis 30 Jahre sollte man dann schon ein neues zu Hause "für sich" gefunden haben... wahrscheinlich schon so bis Mitte 20... aber ich finde es nicht schlimm, wenn die Kindern auch noch was länger bleiben.

Selbstständig werden sie auch schon früher... meine Töchter sind ab 12 Jahren selbstständig morgens aufgestanden, haben ihr Brot selber gemacht und sind ab in die Schule... na ja, okay, ich bin mit ihnen aufgestanden, weil ich mit demselben Bus dann zur Arbeit gefahren bin... in der ersten Zeit habe ich sie noch geweckt, aber einige Zeit später eben dann nicht mehr.

Meine jüngere Tochter (19 Jahre) lebt noch zu Hause, sie ist noch in der Ausbildung.

Meine ältere Tochter (22 Jahre) ist schon seit drei Jahren raus.

Und na ja, ich lebe da auch nicht mehr, weil Ex-Frau.

Also... die Kinder gehen schon von alleine... die braucht man nicht raus zu schmeißen... und hier, in dem konkreten Fall, sehe ich irgendwie, dass die Kinder aber bald da raus müssen... das gibt doch nur Ärger... wenn man sie in Ruhe lässt, finden sie ihr eigenes Tempo... und gehen, wenn sie eh raus wollen.

Jedenfalls, glaube ich, ist das in der Regel so.

Wenn jemand partout immer und immer weiter zu Hause rumhängen will, was-weiß-ich, bis nach dreißig und mehr, dann kann man immer noch Stunk machen.

Außerdem... ich kann kaum glauben, dass es da wirklich so abgeht, wie der TE das beschrieben hat... wir hören hier nur eine Seite... wie sieht es aber wirklich da aus?

Dazu müsste man auch die anderen Seiten mal anhören können... ich kann irgendwie nicht so recht glauben, dass der Freund da regelrecht eingezogen ist... dass kann natürlich sein, aber darüber kann man ganz sicher auch sprechen... da geht es ja dann eigentlich nicht mehr nur um Privatsphäre und ähnliches, sondern darum, dass man ja fast einen neuen Hausbewohner hat... und DAS würde ich mir auch nicht einfach so bieten lassen.

Aber irgendwie kann ich das, in dem konkreten Fall, nicht so recht glauben, dass es darauf abzielt.


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Kinder mit Partner und Privatsphäre der Eltern im eigenen Haus

23.03.2017 um 17:29
@Tussinelda
Den Kausalzusammenhang hab ich etwas anders verstanden. 
Es geht doch in erster Linie um den Freund, und erst in zweiter Linie darum, das der TE eigentlich davon ausgegangen ist, dass die Kleinen flügge werden und damit auch einhergeht, dass sich solche Situationen zu Hause nicht ergeben. Was offenbar eine Fehlkalkulation seinerseits war. 
Nun ist das Töchterchen noch zu Hause und genießt da die Zweisamkeit mit ihrem Auserwählten, was auch erstmal nicht falsch klingt für mich. Und Mama scheint sich damit auch zumindest arrangiert zu haben. Scheinbar klappt das ja auch alles, bis Donnerstag Abends, wenn der TE heimkommt. 


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23.03.2017 um 17:38
freeocean schrieb am 19.03.2017:Er: Bemängelt seit eniger Zeit die fehlende eigene Privatsphäre der Eltern am Wochenende im eigenen Haus. Argumentation: Auch wenn es sich um ein größeres Haus handelt, ist es seiner Meinung nach auch für die Eltern mal notwendig eigene Privatsphäre im eigenen Haus für die Beziehung zu haben, da man sich dort auch einfach mal frei bewegen möchte, auch im Hinblick auf die zwischenmenschlichen Beziehungen - sprich Sex.
Hmm, wenn die Tochter allein in ihrem Bett schläft ist die Privatsphäre doch auch nicht wesentlich besser, verstehe jetzt nicht das Problem wo jetzt der Unterschied zwischen Tochter allein im Bett oder mit Freund ist oder sind die beiden zu laut ;)


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Kinder mit Partner und Privatsphäre der Eltern im eigenen Haus

23.03.2017 um 17:53
Ganz allgemein:
Es ist niemand ein schlechtere Vater oder eine schlechtere Mutter, ob leiblich oder nicht, der/die sich zu praktischen Alltagsproblemen eine durchaus auch pragmatische Heransgehensweise abringt!
Wie die emotionale Bindung an seine (Stief-)Kinder ist, können wir nicht beurteilen, sie scheint allerdings gut genug zu sein, dass bis dato noch keine großen Konflikte zwischen ihnen enstanden sind, noch keiner von ihnen fluchtartig das Haus verlassen hat (welch Ironie ;) ), gar noch zum Erzeuger, und beide, selbst die Größere, die bereits woanders lebt und studiert, immer noch gerne ins HAUS DER ELTERN ;) zurückkehren/ darin verweilen, also Kirche im Dorf lassen, Leute!

@Jooo
Ganz sicher sogar geht es intern, aber auch in den Beiträgen der user hier zum Teil um emotionale Befindlichkeiten ;), bzw. um moralische Grundsatzfragen, jedoch lese ich aus den Beiträgen des thread-Erstellers davon nur bedingt etwas, nämlich insofern, dass er durchaus empathisch mit der Ambivalenz seiner Partnerin umgeht, einerseits ebenso mehr Privatssphäre zu wünschen, aber davor zurückzuschrecken diese deutlich und verbindlich einzufordern; sogar eigentlich eher dazu zu neigen, Gespräche über rein praktikable Lösungen des gemeinsamen Zusammenlebens (und das ist nun mal schlicht ein sachliches Problem) eher in "unter-vier Augen"-Gesprächen mit der Tochter zu klären (?), die dann allerdings laut seiner Aussage, gerade mal zwei Wochen funktionieren, und nachträglich wieder beide Elternteile in eine Fürbitt-Stellung im eigenen Haus bringen.

Wenigstens an den WE, an denen sie anwesend und nicht aushäusig aktiv sind, was ja durchaus oft vorkommt und schon für eine ausgewogene Beziehung, wie auch für realtiv großzügige Ausweichbewegungen spricht, sollten sie ohne erneute Diskussionen Anrecht auf etwas Einfühlungsvermögen und Rücksichtnahme der Tochter+Partner  haben.
Ambivalenzen der Mutter, die ich durchaus verstehe, aber die, das kann man nicht leugnen, sich auf die Gemütslage beider und ihre Partnerschaft auswirken. Hier wird also praktisch kein Problem gelöst, sondern dieses subtil weiterhin künstlich beatmet, aus Sorge vor emotionalem Collateralschaden, und die sachliche Ebene gegen die
diffus emotionale vertauscht.
Allerdings nicht von ihm. Er hat ein rein sachliches Problem mit mangelnder Abgrenzung bzw. der Akzeptanz dieser.
Dies ermächtigt uns nicht, ihn als gefühlskalt und fordernd hinzustellen, abrechnend und AUS-(!)-grenzend ggüber Tochter und Freund, ich halte es sogar für fatal, dies unter den gegebenen Infos zu tun, sollte man hier im thread tatsächlich in erster Linie daran Interesse haben, ihm zielführende Ratschläge zu geben.

Weder lese ich, dass der langjährige zweite Partner und Papa der Familie generell ein Problem mit seinen Kindern hätte, noch dass er hier wirtschaftliche Trumpfkarten ausspielt, und dabei noch radikal rücksichtlos und gefühllos vorginge. Ganz im Gegenteil sind ihm die Gefühle seiner Partnerin und die Beziehung zur jüngsten Tochter

wichtig genug, sie einerseits zu verstehen und sich, auf Wunsch der Mutter, bis dato zurückzuhalten was die Klärung der Sache angeht, um Konflikte zu vermeiden und die Beziehungsebene seiner Frau zur Tochter nicht zu erschweren.
Ich lese aber auch seine emotionale Überdrüssigkeit heraus, über die Distanzlosigkeit seiner jüngsten Tochter, zumindest hinsichtlich der Freiräume seiner Frau, die ja sogar NICHT respektiert werden, wenn beide im Urlaub sind, weil zwei Heranwachsende es nicht einmal schaffen, wenigstens in dieser Zeit, ihre Pillepalle-Probleme alleine zu klären.

Wenn er also überhaupt die emotionale Ebene bei solch einem, wirklich leicht und unemotional zu lösenden, Problem betritt, tut er dies sogar noch mitfühlend für seine Frau, die scheinbar eher durch ihre Töchter in der Rolle des Schiedsrichters gehalten wird, weniger durch ihn.

Es steht uns mMn also gar nicht zu diese Problematik, anhand der bisher gelieferten Informationen schon in das Fahrwasser der Beziehungsstörung zu lenken, die ultimativ von ihm ausginge.
Und es ist auch nicht nötig, denn es geht hier nicht um eine frische noch nicht etablierte Partnerschaft oder Eltern-Kind-Beziehung, es geht auch nicht um eine emotional belastete Beziehung (höchstens könnte dies bald die der Eltern sein, wenn hier weiter mit falscher Rücksichtnahme von Seiten der Mutter und ihm "rumgedümpelt" wird, und
zudem der stressige Arbeitsalltag seinen Tribut fordert, und es zum Eklat kommt).
Es geht noch nicht mal darum, dass er den Freund der Tochter nicht mögen würde, ihn oder beide aus dem Haus graulen wollte. Zu guter letzt geht es noch nicht einmal um Kinder, im Sinne von "noch nicht volljährig", und "noch nicht forderbar", ebenso wie die Eltern, Bedürfnisabwägung zu betreiben.
Es geht schlicht und ergreifend darum, welchen praktischen Lösungsansatz man finden kann, unterschiedliche Erwartungen an Selbstständigkeit, gesundes Nähe-und Distanzverhalten und die Schaffung verbindlicher Freiräume für alle zu finden.

Dass er bis dato davon ausging, dass 19-und 21-jährige junge Frauen soviel Empathie und Realitätsnähe aufbringen, dies möglich zu machen, ohne Grundsatzdiskussionen zu führen, deren allgemein zufriedenstellendes Ergebnis nicht alle paar Tage über den Haufen geworfen wird, ist nicht realitätsfremd,
gerade bei jungen Frauen mit intensiver, aber doch respektvoller und durch Freiheit und nicht übermäßige Betüttelung gekennzeichnenten Mutter-Tochter-Bindung ist das nämlich keine Seltenheit,
vor allem wenn sie eh eine eigene Beziehung führen, aber anscheinend in diesem speziellen Falle zu viel verlangt.

Also mein Rat: Setzt euch zusammen! Ich sehe hier nur diese Möglichkeit, als Familie mit unterschiedlichen Bedürfnissen, und versucht eventueller emotionaler Ambivalenz, und daraus resultierenden Konflikten, durch Sachlichkeit, Achtung, wenn Dankbarkeit in heutigen Familien anscheinend zur Belastungsprobe und zum Unwort mutiert ist ;), Augenhöhe im Gespräch und klar formulierter Erwartungshaltung ans Gegenüber zu begegnen.

Lösungsvorschläge meinerseits:
Jene, welche ihr schon mal angestrebt habt, nämlich eine klare WE-"Stundenplan"-Regelungen, die allerdings die, ohnehin im gemeinsamen Zeitkontingent benachteiligten, Eltern privilegieren. Das wäre einfach ausgleichend und fair.

Oder setzt euch mit der Familie des Schwiegersohns in spe zusammen und klärt, welche finanziellen Möglichkeiten (Unterhalt + !Nebenjob der Kinder!) es gibt, den Dauerturteltauben ein Appartement im 300-400 Euro Rahmen zu organisieren, damit die Herrschaften, entgegen der landläufigen Meinung hier, was zumutbar wäre ;) , eventuell mal lernen, dass die Jugend nicht endet, wenn man etwas über Umsicht, Eigenverantwortung und Selbsterhalt lernt.
Im Gegenteil, das gehört zur Jugend dazu, denn schließlich soll sie ja mal ins eigenständige Leben führen. Das kann man durchaus mehr oder weniger spielerisch lernen.

@freeocean
Sprich mit deiner Frau offen über so etwas, sonst könnte es euch als Paar das Genick brechen.
Die Zeit des "Pamperns" sollte langsam vorüber sein, was nicht heißt dass ihr eure Töchter nicht verwöhnen und unterstützen dürft, bis sie von alleine ausbrechen, aber "stubenrein" im Sinne gesellschaftlicher Grenzwahrnehmung solltet ihr sie schon langsam und behutsam kriegen. ;) Im Interesse aller!

Ich bin sicher, dass ein offenes Gespräch, ohne falsche Scheu, aller Beteiligter bereits viel bewirken kann, wenn die beiden nicht total beschränkt durchs Leben raffen. ;)
Der bester Weg durch etwas durch ist nun mal schlicht und ergreifend hindurch! Nur Mut!


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23.03.2017 um 17:57
FerneZukunft schrieb:Die Eltern von Freund der Tochter haben das „Glück“ dass sie nur in einer Kleinen Wohnung leben. Im Kinderzimmer wohnt das Geschwisterchen vom Freund – da kann sie schlecht schlafen. Im Schlafzimmer sind die Eltern – da bleibt nur das Wohnzimmer
So wirklich entspannt scheint die andere Familie allerdings auch nicht zu sein, sonst würde Geschwisterchen auch mal im Wohnzimmer pennen...


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23.03.2017 um 18:59
B_scheuert schrieb:MEINUNG B halte ich für die bessere Alternative.
Der Punkt ist doch hätte die Tochter keinen Freund würde sie auch immer zu Hause schlafen. So wie man den Aufbau der Meinung B interpretieren könnte, muss die Tochter fragen ob sie am Wochenende zu Hause sein darf. Was aber so gesehen der normale Zustand ist, Tochter wohnt ja noch daheim, nur der Freund ist ein zusätzlicher Faktor. Meinung A hat das gleiche Problem, ohne Freund wäre die Tochter auch wieder zu Hause und es würde auch keine Privatsphäre im Sinne "Eltern allein" geben. Die ganze Konstellation tritt ja so gesehen nur auf weil "Freund" da ist aber der Freund wäre vielleicht gar nicht so das Problem. Tatsächlich wünscht man sich generell mehr Freiraum von den Kindern und der Freund wird als Gelegenheit gesehen diesen zu gewinnen. Ich kann da freeocean durchaus verstehen aber ich würde dies doch entspannter sehen. Vielleicht könnte man das Haus ja so modifizieren das es zwei Eingänge für zwei Wohnbereiche gibt, dann läuft man sich nicht immer über den Weg und beide Seiten gewinnen an Privatsphäre und das Problem wäre Dauerhaft gelöst.

PS: Wer in einer hellhörigen Mietwohnung lebt hat übrigens auch nicht soviel Privatsphäre ;)


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23.03.2017 um 22:04
freeocean schrieb:Mir war vorher klar, dass es hier zwei Lager geben wird, einmal die Familienmenschen mit eigenen Kindern und dementsprechender Beziehungsebene zu Kindern, die mich dann für meine unglaublichen Bedürfnisse, am Wochenende auch mal ein bisschen Privatsphäre haben zu dürfen am besten "steinigen".
Ich habe keine Kinder, bin aber das Kind meiner Eltern. Man muss nicht zwangsläufig Kinder haben um eine für dich scheinbar unangenehme Meinung zu haben.
freeocean schrieb:gibt man das gern und benötigt und erwartet kein Gegenleistung. Das sehe ich auch so, ich erwarte jedoch eines - Respekt, auch dem geleisteten gegenüber. (Die Frage nach meiner Arbeit
kann ich mit ca. 14 Stunden am Tag beantworten)
Meine Eltern hatten eine Firma, und Selbständigkeit erfordert lange Arbeitstage, sogar Samstag, Sonntag und Feiertags. Geregelte Freizeit hatten beide 35 Jahre nicht.
freeocean schrieb: und genau das gestehen wir in diesem Moment damit Mama und Ihrem Freund regelmäßig nicht zu...wir sollten auch mal wechseln...auch wenn es für uns mal unbequem ist...."
Mama und ihrem Freund...
freeocean schrieb:Das ist alles! Das war meine Erwartung in Sachen Respekt von einer erwachsene 19 jährige Tochter mit Freund, uns gegenüber den ich für mich und meine Beziehung einfordere.
Für mich und meine Beziehung...
freeocean schrieb:Natürlich werden wieder Kompromisse gemacht, der Kinder wegen, jedoch meist nicht der Eltern wegen und das ist für einen "nicht bilogisch involvierten Vater" der natürlich sachlicher unterwegs ist auf Dauer einseitig.
freeocean schrieb:Ich hab einfach das Gefühl, das es dann irgendwann reicht, auch wir als Beziehung haben noch ein Leben und Recht auf gelegentliche Privatsphäre.
Und richtig FerneZukunft, danach kommen vermutlich die Enkelkinder, ist nur die Frage, ob ich dann noch da bin. Ich hab in den letzten Jahren eine Menge für diese Familie gegeben und erwarte einfach auch ein wenig Respekt meinen Bedürfnissen gegenüber... 
Respekt, meine Bedürfnisse...

Für mich liest sich das nach nicht gewachsener Familie.
Da sind du und die Familie, das Wir ist nicht gewachsen bei dir. Dafür kannst du nichts, stellt dich aber vor ein Problem mit dem du nicht umzugehen weißt, und vielleicht musst du dich entscheiden wohin die Reise geht.


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23.03.2017 um 22:53
Ich denke, wirklichen Respekt und Einsicht und echte Rücksichtnahme über einen längeren Zeitraum kann man in dem Alter noch nicht unbedingt erwarten,
aber das heißt nicht, daß Deine Bedürfnisse nicht mindestens genauso wichtig sind wie die der Tochter.

Du könntest auch zb sagen, am WE bitte nur für eine Nacht Übernachtungsbesuch.
Du könntest auch zb mal ernsthaft mit dem jungen Mann über seine "Absichten" reden, und seine Eltern kennenlernen wollen, falls Du eine konservative Haltung vertreten möchtest.
Meine Eltern hatten ja die Einstellung, Besuch ja, Übernachtung nein. Grundsätzlich.
Viele Grüße,
sandra
@freeocean


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23.03.2017 um 23:11
Nun muss man ja sagen, dass aus Elternsicht die derzeit praktizierte Variante auch ihre Vorteile hat. 
Man weiß, wo das Kind ist, 
Mit wem 
Und was es tut. 
Oder wie es die Mutter einer Freundin formulierte: vögeln tun sie doch eh, das werde ich nicht verhindern, dann sollen sie es lieber im Bett tun als aufm Rücksitz vom Auto.

@TatzFatal
Das mit der gewachsenen Familie sehe ich ähnlich wie du. Hinzu kommt noch die dauerhafte Abwesenheit unter der Woche, die den TE im Familiengefüge zum Außenseiter macht. Wenn ich mir aber die Formulierungen so anschaue, beschleicht mich das Gefühl, dass der TE auf der emotionalen Ebene zu den Kindern immer auf Distanz geblieben ist, auch wenn er sonst alles getan hat, was zu Familie sein gehört. Aber eine wirkliche Bindung scheint mir da nicht zu bestehen, was dann mit der nicht vorhandenen biologischen Bindung erklärt wird. 
Ich glaube aber, dass der Grund eher in der Person oder auch der Einstellung des Stiefpapas liegt. Vom Eindruck her könnte ich mir gut vorstellen, dass diese Distanz selbst gewählt ist. 


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23.03.2017 um 23:51
@TatzFatal
und genau da sehe ich das Problem.......es wurde etwas getan, weil man es eben tut, nicht weil man es fühlt. Man hat sich nix vorzuwerfen, aber die Emotionalität, die Liebe fehlt gegenüber den Kindern. So hört es sich für mich an. Und es hört sich so an, als habe man darauf gewartet, dass die Kinder endlich alt genug sind, damit man so leben kann mit der Partnerin, wie man es eigentlich von Anfang an wollte. Und wenn das jetzt nicht bald auch so klappt, dann zieht man schlussendlich die Konsequenzen. Das ist schade, denn die Partnerin wird IMMER die Mutter dieser Kinder sein, das erledigt sich nicht dadurch, dass sie erwachsen sind und eigene Wege gehen. Es ist eben normalerweise eine lebenslange Bindung, Familie eben. Die sucht man sich normalerweise nicht aus, die bekommt man, weil man sie will, er wollte sie aber eigentlich nicht, da er ja keine Kinder wollte. Das ist dann natürlich ein Problem. NUR die Partnerin wird er nie haben, ihr ständig das Gefühl zu vermitteln, wählen zu müssen ist auch scheisse, selbst unzufrieden zu sein, ist auch scheisse.
Ein Dilemma für alle Beteiligten. Und sicherlich nicht einfach zu lösen. Die Mutter hat die beschissenste Position.


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24.03.2017 um 00:03
freeocean schrieb am 20.03.2017:Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass wir hier von einem begrenzten Zeitraum sprechen. Die Mutter und ich sind sehr Freizeit- und Reiseaktiv. In der Saison mit besserem Wetter, also von ca. April bis Oktober sind wir häufig am WE auf Kurzreisen oder auch auf längeren Reisen bis hin zu einem Monat. In dieser Zeit können die beiden das Haus komplett für sich nutzen bzw. wohnen die beiden im Haus.
Kleine Fluchten?

@Ilvareth
Ich mache dem TE keinen Vorwurf, und wo nichts ist da kann nichts werden.
Er wollte keine Kinder, kein Haus, hat die Sachlage unterschätzt.
Kinder bleiben für ein ganzes Leben, sowie Eltern immer Eltern bleiben.
Wenn dann Enkelkinder anstehen, ist das wohl das Gegenteil von dem was er wollte.
Tussinelda schrieb:Die Mutter hat die beschissenste Position.
Das wollte ich auch schreiben, und auch sonst bin ich der gleichen Meinung wie du.
Die Mutter hat auf reichlich gemeinsame Zeit mit ihren Töchtern verzichtet, und steht immer zwischen zwei Stühlen.
Ich hätte das in dieser Form nicht mitgetragen, hab auch nicht einmal meine Haustiere soviel allein gelassen, und das ist kein Opfer für mich, will ja meine Zeit mit ihnen verbringen.


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24.03.2017 um 05:55
Tussinelda schrieb:Die Mutter hat die beschissenste Position.
Genau so sehe ich das auch. Im Moment sehe ich da keinerlei win, sondern nur lose/lose Positionen, egal welche der diskutierten Lösungen am Ende durchgeführt werden.

In der Politik würde man jetzt einen "runden Tisch" fordern. Wäre hier vielleicht auch mal gut.


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