canisrex schrieb:Spekulativ, aber ich möchte wetten, dass die Frau sich dem Wolf angenähert hat. Nicht umgekehrt.
Ebenso vermute ich, dass sie sich herunter gebückt und versucht hat, mit dem Tier zu sprechen
Ja, Dawn hatte zuvor das hier schon gepostet gehabt:
Der Wolf war in eine Einkaufspassage neben einer Ikea-Filiale in Hamburg-Altona gelaufen. Dort lief er nach BILD-Information immer wieder gegen eine Glasscheibe
Quelle:
https://www.bz-berlin.de/archiv-artikel/schaut-sich-ein-wolf-cottbus-anAus dem Link hatte sie auch mit zitiert, dass die Frau dem Wolf helfen wollte (sh. weiter unten).
Der Wolf tut mir sehr leid, weil er mit der Glasscheibe nicht klar kam und überhaupt, dass so ein junger Wolf in einer Stadt rumirrt.
Das kann bei anderen Wildtieren sicher nicht so häufig passieren, weil die ja nicht km-weit auf Reviersuche gehen, so wie der Wolf.
Andere Wildtiere gehen mMn hauptsächlich wegen Nahrungssuche auch mal in Städte.
Aber daran sieht man, dass die Wälder, Felder und Wiesen heutzutage für Wölfe viel zu klein sind, sonst würden sie sich nicht in Städte verirren.
Die Konsequenz kann aber nun nicht sein, dass der Mensch die Städte und Siedlungen wegen des Wolfes zurück baut.
Die 65-Jährige versuchte, das Raubtier aus der Passage zu befreien. Dabei kam es dann zum Angriff.
Den Verdacht hatte ich auch beizeiten, dass die Frau da was falsch gemacht hatte, so gut sie es auch mit dem Wolf meinte.
Ich hätte auch sehr an mich halten müssen, dem Wolf nicht helfen zu wollen (hätte ich aber nicht getan) - das macht man vielleicht (wenn man tierlieb ist) irgendwie instinktiv und denkt erst mal nicht groß nach, was passieren kann.
Und das hier kommt ja dann noch hinzu (Unterschätzung der Gefahr):
Röhrich schrieb:Wenn man den Bericht vom NDR schaut, dann scheinen aber nicht wenige den Wolf für komplett ungefährlich zu halten.
-> Beitrag von Dawn (Seite 782)
Offenbar wurde der Wolf die letzten 20 Jahre sehr verherrlicht und seine Ungefährlichkeit in den Vordergrund gestellt
Röhrich schrieb:Ist doch noch mal gutgegangen, also werden nun wieder die üblichen Wolfsberater und der NABU erklären warum das alles ungefährlich ist.
Die Frau hat sich falsch verhalten und damit wird das Thema wieder unter den Teppich gekehrt
genau.
Obwohl man ehrlicherweise sagen muss, das hätte der Frau vielleicht auch mit einem Schäferhund passieren können.
Vielleicht dachte sie sogar auch, es sei ein zu groß geratener Hund?😉
Röhrich schrieb:In einer Großstadt wie Hamburg davon auszugehen, dass die Millionen Einwohner den Umgang mit Wildtieren beherrschen, ist schon sehr blauäugig.
Einen Groß Prädator in Städten rumlaufen zu lassen ist ein Fehlverhalten der Behörden und Politik
sehe ich genauso.
zu dem anderen Fall:
Das Tier war von feiernden Einwohnern mit zwei Blaskapellen aufgeschreckt worden. Nach altem sorbischen Brauch hatten die gezampert – mit viel Krach den Winter aus dem Wald am Ortsrand vertreiben wollen
Das finde ich ja nun auch unmöglich, dass Menschen - nur wegen einer Tradition - am Waldrand Lärm machen und Wildtiere aufschrecken.
Auch dieser Wolf tut mir leid wegen der Angst die er gehabt haben musste.