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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

15.316 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Deutschland, Tiere, Gefahr ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

um 14:10
Zitat von sevenheartseassevenheartseas schrieb am 08.01.2026:Gott sei Dank gibt es genug Jäger die das Thema anders sehen und sich darum kümmern.
Ah, und die kümmern sich genau wie?
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Nur kannst du halt nicht verstehen, dass ich bezüglich eines längeranhaltenden Trauma einen Unterschied sehe, wenn überlebende Weidetiere mit ansehen mussten, wie ihre "Kumpels" gerissen wurden.
Und zudem muss ja meistens bei einem Wolfsbesuch nicht nur ein Kumpel, sondern gleich mehrere dran glauben.
Du vermenschlichst da wieder völlig übertrieben ...
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich verstehe was du willst, aber du konstruierst hier posttraumischen Stress, als würden Weidetiere die einen Wolfsriss überlebt haben, dann alle reihenweise lange Zeit nichts mehr fressen oder gar sich selbst ertränken würden....
Und so Ideen ideen von Umsiedlungen sind genauso hanebüchen wie Deine Vorstellung von "Wolfparks", in denen man die Rudel quasi sammelt.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Da würden sich die Wölfe am Ende vielleicht auch wohler fühlen als in Gebieten mit kleinen Wäldern, denke ich mal.
Auch Unsinn. Sie kommen hier gut zurecht, sonst wären sie nicht wieder hierhergekommen, hätten sich nicht so erfolgreich vermehrt und angesiedelt.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

um 14:18
Zitat von soomasooma schrieb:Und so Ideen ideen von Umsiedlungen sind genauso hanebüchen wie Deine Vorstellung von "Wolfparks", in denen man die Rudel quasi sammelt.
Wolfparks? Ich wollte Wölfe sammeln?


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

um 14:37
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Warum schlägst du dich dann auf eine Seite?

So wirkt es zumindest auf mich. Kann ja sein, du machst oder willst das garnicht, aber es wirkt für mich so.

Ich versuche es ja auch, ggf hast du ja auch das Gefühl ich bin auf der Seite der Wölfe
genau so isses.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:so ist es auch nicht, ich bin dafür, dass die Halter die Verantwortung tragen und die Natur zumindest genügend respektieren.
es wirkt für mich, als siehst du die gesamte Schuld nur bei den Haltern.

Aber wir haben jetzt gegenseitig unsere Positionen klar gemacht, ich respektiere Deine auch.
-----------------------------

Dazu, dass ich den Gedanken hatte, Wölfe nach Rumänien oder Bulgarien auszusiedeln, da möchte ich noch mal daran erinnern:
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber ja, ich weiß, ist ja auch nicht machbar
...war also nicht bierernst gemeint.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Der Wolf ist nicht invasiv, daher ist ein Dezimieren mMn nicht sinnvoll
und du weißt, wie das mal zukünftig sein könnte? (sh dazu nachfolgend, da sehe ich nämlich einen Widerspruch in deiner Argumentation)
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das Territorialverhalten reguliert die Rudelbestände automatisch. Eine Explosion der Anzahl der Individuen ist nicht so selbstverständlich und logisch wie manch einer verkaufen will
rein theoretisch glaube ich das schon.
Aber wie sieht's in der Praxis aus?

Der Wolf muss ja nicht im Wald bleiben (wenn er dort bliebe, würde ich deinem Argument zustimmen).
Nein, er kann ja auch sein Territorium ausweiten, wie du nachfolgend selbst schreibst (auch wenn es dann andere Gründe hätte, nämlich weil man zusätzliche Wölfe hinzugefügt hätte...).
Der Punkt ist aber eben - er KANN und muss nicht im Wald oder auf Wiesen bleiben:
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:.... Wenn ggf ein Rudel komplett hier entnommen wird, ...und nach Rumänien verbracht wird, wie soll es dort dann weitergehen? Dort leben ja bereits Wölfe, ...
Was passiert also, da Ein Räuber ungern mit einem gleichstarken Räuber kämpft(Verletzungsgefahr), wird ein Rudel sich Flächen suchen, in der Natur, also den Wäldern und Bergen, Auen und Wiesen sind überall bereits Rudel, also gehen die Wölfe ggf sogar in die Städte, nicht weils geil ist, sondern weil Druck da ist.
Da gibt es massiv natürliche Präzedenzen, wie Tieren bei Territorialdruck in ungewohnte und unnatürliche Siedlungs- und Stadtbereiche ausweichen
Und du meinst also, diesen Territorialdruck könnten Wölfe in D - einem dicht besiedelten Land - nicht eines Tages ausgesetzt sein?

Wie gesagt hinsichtlich der automatischen Regulierung der Nachkommen (wovon du weiter oben sprachst), glaube ich nicht, dass dies nach dem Motto passiert (mal überspitzt ausgedrückt): Der Wald und die Wiesen sind jetzt voll genug, dann hören wir mal auf (ich weiß, dass die Wölfe sich da nicht bewusst sowas "sagen", aber ich hoffe, du weißt, wie ich das meine?)


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

um 14:53
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Wolfparks? Ich wollte Wölfe sammeln?
Nein, @Optimist – wollte Dir da beipflichten.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

um 15:29
Zitat von OptimistOptimist schrieb:es wirkt für mich, als siehst du die gesamte Schuld nur bei den Haltern.
Die Verantwortung die eigenen Tiere vor Umwelteinflüssen sinnvoll und gut zu schützen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:und du weißt, wie das mal zukünftig sein könnte?
Bei nicht invasiven Arten ist die Ausbreitung und das Speziesverhalten seit zig Dekaden gut dokumentiert und absehbar.

Ich würde also nicht sagen, das ist ein wildes Glaskugelgucken sondern ein ziemlich genaues Abschätzen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:(sh dazu nachfolgend, da sehe ich nämlich einen Widerspruch in deiner Argumentation)
Wo? Ich schreibe:
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Der Wolf ist nicht invasiv, daher ist ein Dezimieren mMn nicht sinnvoll
und
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Das Territorialverhalten reguliert die Rudelbestände automatisch. Eine Explosion der Anzahl der Individuen ist nicht so selbstverständlich und logisch wie manch einer verkaufen will
Ergo sage ich man sollte nicht einfach so schießen, weil die Natur das regelt. Das der Mensch durch seine Landwirtschaft in die Flächen eingreift, sollte daher nicht dem Wolf durch Abschuss oder erneute Vertreibung zu Lasten gelegt werden.

Es geht ja auch anders, nämlich durch sinnvollen Nutztier- und Herdenschutz.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber wie sieht's in der Praxis aus?

Der Wolf muss ja nicht im Wald bleiben (wenn er dort bliebe, würde ich deinem Argument zustimmen).
Nein, er kann ja auch sein Territorium ausweiten, wie du nachfolgend selbst schreibst (auch wenn es dann andere Gründe hätte, nämlich weil man zusätzliche Wölfe hinzugefügt hätte...).
Der Punkt ist aber eben - er KANN und muss nicht im Wald oder auf Wiesen bleiben:
Du hast die wohl mit deiner Praxisvorstellung gedanklich völlig vertan! Daher kommen auch falsche Schlüsse und falsche Eventualauswirkungen zu Stande.

Der Wolf war nie ein Waldtier.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Es geht als nicht um ein Der Wolf muss ja nicht im Wald bleiben
, sondern er wird überall in seinem Territorium streifen, egal ob Wald oder Aue oder Berge.

Ebenso ist das mit dem von dir beschriebene Territorium nicht ganz so. Er kann sein Territorium immer ausweiten, aber dies hat natürliche Grenzen.
Was sind das für Grenzen? lt Kenntnis sind Rudel in 100 -1000km² unterwegs. Variabel durch Andere Rudel, Futterangebot, geografische Einschänkungen. In Mitteleuropa wird es kein Rudel geben was auf 1000km² streifen kann, da viel Faktoren dies nicht zulassen oder/bzw nötig machen. Nach meiner Kenntnis und Daten vom NABU sind die Europäischen Rudel meist bei 200-350km² ansässig. Es gibt aber auch kleinere Gebiete.

https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/besetzte-Rasterzellen

Hier mal ein Überblick(nochmal). Wenn dann gibt es neue Rudel, wenn die Bedungen passen, aber die Gebiete der Rudel werden nicht willkürlich größer.

Und noch was zum Kann. Das Schaf kann auch ausbüchsen und auf die Straße rennen, hier gibt es dann ein Haftungsproblem, ggf auch Verletze und Tote. Was ist also alles möglich? So ziemlich vieles, was ist wahrscheinlich?, dann schon einiges weniger.

Da sind wir beim kann und beim Haftungsthema wieder bei der Verantwortung der Halter! Die Tiere sollten ggf nicht nur gegen Eindringlinge auf die Futterwiese geschützt werden, sondern auch immer genügend gegen "Ausbruch".
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Und du meinst also, diesen Territorialdruck könnten Wölfe in D - einem dicht besiedelten Land - nicht eines Tages ausgesetzt sein?
Jein, weil es nicht so einfach mit ja oder nein ist.

Es gibt Überläufer, also allein vagabundierende Jungtiere die erst Ihre Gebiete suchen. Es gibt Hybride, es gibt Goldschakale es gibt Ballungsräume und ländliche Flächen. Es ist selbstverständlich nicht auszuschließen, das ein Räuber in ein Dorf oder eine Stadt streunt, aber das ist eben sehr selten, weil der wolf dort für sich selbst keine guten Lebensraum vorfindet. Die Angst das Rudel durch Berlin oder Hamburg spazieren und im Stadtpark Ihren Bau haben.

Wenn dann doch mal ein Räuber gesichtet wird ist erstmal zu eruieren, ist es ein Wolf oder nicht? Erinnere dich an das große Fass was aufgemacht wurde, weil in Berlin eine große potentiell Menschenfressende Großkatze gesichtete wurde.
3 Tage Ausnahmezustand und es war ein Wildschwein wenn ich mich erinnere.

Nochwas zum naja. Wenn du mal über Wildschweine und Honigdachse recherchierst wirst du erkennen, wie potenziell gefährlicher die sind im Vergleich zum Wolf. Das Schwein ist ne richtige mutige "Drecksau" der Dachs kennt auch nix, der geht auf Wölfe los wenn sein muss. Hunde sind vor Schweinen noch unsicherer als vor dem Wolf, weil der wolf nicht an Menschen ran geht.

Rede mal mit Jägern vor was die richtige Manschetten haben? Das sind meist immer zuerst die Wildschweine dann Zecken, dann andere Jäger ;), dann kommen Dachse. Der Wolf wird eher freudig beobachtet.

Die die sich mit dem Wolf beschäftigen sehen tatsächlich eher die positiven Dinge, weil er eben viel mehr positives mitbringt als ggf irgendwelche hochgepushten Gefahren.

Ich höre komischerweise von den Fischzüchtern keine solche Panik über den Fischadler.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wie gesagt hinsichtlich der automatischen Regulierung der Nachkommen (wovon du weiter oben sprachst), glaube ich nicht, dass dies nach dem Motto passiert (mal überspitzt ausgedrückt): Der Wald und die Wiesen sind jetzt voll genug, dann hören wir mal auf (ich weiß, dass die Wölfe sich da nicht bewusst sowas "sagen", aber ich hoffe, du weißt, wie ich das meine?)
Da ist nichts zu glauben, das regelt die Natur. Blitze sind auch natürlich und die Menschen früher dachten Zeus schleudert die umher. Es gibt Daten, Erfahrung, Beobachtung.

In einem Lebensraum verhalten sich die Bestände der natürlichen Bewohner eben genau so, nämlich selbst regulierend. Es gibt nur 3 Abweichungen von dieser natürlichen Regulierung

1. Invasive Arten
2. Viren
3. Der Mensch

natürliche Bewohner, also angestammte Arten müssen da auch nicht bewusst handeln. Bewusst handelt der Mensch gegen natürliche Nutzung und Verbreitung, ebenso handelt das Virus aggressiv gegen den Wirt ohne Rücksicht, nur eben nich bewusst. Und invasive Arten fallen aus der natürlichen Regulierung raus, weil es eben keine natürlichen Feinde gibt.
Zitat von soomasooma schrieb:Nein, @Optimist – wollte Dir da beipflichten.
ok, sry ich hatte wegen der Verlinkung das missverstanden.


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Wölfe in Deutschland. Wie seht ihr es, Gefahr oder nicht?

um 16:16
Zitat von soomasooma schrieb:Ah, und die kümmern sich genau wie?
Im Waldviertel sagt man:
,,Die Wälder sind tief und so manches Loch tiefer,,

Gott sei dank sind wir Österreicher bei unserem Wolfsproblem anders gestrickt wie ihr.

Und mich persönlich stört es überhaupt nicht wenn die Wölfe aus belebten Gebieten wieder verschwinden.
Who cares


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