Optimist schrieb:suchen die diese nicht nur im Wald.
nein warum auch. Der Wald allein ist nicht das Revier.
Du sagst ja auch nicht, ein Fisch ist nur unter Seerosen unterwegs....
Optimist schrieb:Nicht nur allein vagabundierende Jungtiere. Es spazierte ja auch schon bei einer menschlichen Behausung ein ganzes Rudel rum (letztens als Video hier zu sehen).
Jetzt sicherlich noch eine Ausnahme. Aber weiß man wie es mal noch kommt?
Ja, das sind im Einzelfall dann Begegnungen in Siedlungen. Das kann sich auch mal häufen, aber wie oft ist das? Und nochmal der Vergleich, Wildschweine leben seit viel längerer Zeit in Städten und Großstädten und in viel höhere Zahl, bei einem ganz anderen Verhalten gegenüber Menschen.
Meine Verwunderung ist dann, warum die Panik vor dem Wolf und nicht vor dem Schwein?
Optimist schrieb:Denn das mit der Regulation sehe ich so, dass nur dann weniger Nachwuchs kommt, wenn es zu eng wird.
Das ist in der Regel ein Faktor.
Optimist schrieb:Wie soll es aber zu eng werden, wenn die Wildtiere auch mal da und dort Städte als mögliches Revier ansehen? Sicherlich mehr Kleinstädte, Vororte oder Dörfer.
Sehen diese nicht. Die Siedlung kann nur ein kleiner Teil des Reviers sein und es ist nur ein Durchstreifen.
Optimist schrieb:Wölfe sind ja auch nicht die einzigen Wildtiere, die sich mal in die Nähe von menschlichen Behausungen - auch als Rudel - gewagt hatten.
Richtig, aber der Wolf soll geschossen werden....
Optimist schrieb:Bei Wildschweinen hätte man vorher sicherlich sich auch nie vorstellen können, dass die mal als Rudel durch eine Stadt spazieren ( hatte ich zumindest gehört, dass dies mal vorkam).
Der Unterschied zum Wolf - diese werden geschossen, wenn es zu Viele sind.
Wer sich mit Verhaltensarten auskennt hat da sicher nichts ausgeschlossen. Schweine werden aus anderen Gründen geschossen, als aus reiner Angst/Sorge. Das darfst du nicht unter den Teppich kehren. Es gibt mehrere Faktoren auch bei den Schweinen.
Optimist schrieb:naja, wie gesagt, das hätte man vorher bei Wildschweinen oder Waschbären zuvor auch nicht gedacht...
Das stimmt einfach nicht. Ob du dir das hättest denken können ist die eine Sachen, aber Menschen die sich mit Wildtieren beschäftigen hatten diese Gedanken nicht wie du.
Optimist schrieb:Weshalb sollte das beim Wolf - später mal, wenn es mehr als jetzt gibt - anders sein?
Was zu fressen finden die sicherlich auch bei menschlichen Behausungen, weil Menschen leider manchmal nicht wissen dass es Mülltonnen gibt.
Jedes Karnivore Tier wird sich ggf halbe Wiener aus dem Müll snacken, das mach den Räuber aber nicht zum Stadtbewohner auf Dauer. Das geht ja schon in eine hypothetische Wolfs-Dystopie.
Optimist schrieb:Mein Punkt ist jetzt nur, weshalb sollte es beim Wolf also nicht möglich sein, dass er außer Wald und Wiesen auch die Nähe menschlicher Behausungen als mögliches Revier ansieht?
Sein Revier ist so groß, das eine Siedlung sich dort befinden kann. Ja aber das ist weder sein Beute revier im Normalfall und er geht gefährlichen Situationen zum Selbstschutz aus dem Weg. Nicht ist schlimmer für ein wild tier als eine Verletzung. Daher ist der wolf scheu vor dem Menschen.
Was sich anders verhalten kann ist wenn einzelne Hybride streuen, sagte ich schon. Aber da müssen wir anders diskutieren, denn die Situation und die Art des Tieres ist ein anderes. Hier wurde innerhalb einer Gattung 2 Arten verpaart und scheu kann anders ausgeprägt sein. Das ist aber kein Wolfsproblem allgemein wie du es für die Zukunft malen willst sondern ein Einzelfallproblem eines jeden Hybriden, wenn er denn unscheu wäre.
Optimist schrieb:Und dann würde zwar das Argument der Selbstregulierung noch gelten, sich jedoch nicht nur auf Wald und Wiesen beschränken, denn er kann ja wie gesagt in die Nähe von Behausungen ausweichen.
erklärte ich schon, wie es sich mMn verhält.
Optimist schrieb:Bis jetzt mag er ja noch genügend Platz im Wald und auf Wiesen haben, aber kann man wissen, dass dies so bleibt? (vorausgesetzt, man will den Bestand nie regulieren, was du ja anstrebst).
Also (wieder) ausrotten damit nie ein Wolf durch ein Dorf spaziert, verstanden. Denn egal wie viele Es geben würde, es könnte ja mal einer die Hauptstraße nutzen....
Optimist schrieb:Nicht-invasive Arten haben natürliche Feinde, deshalb regulieren die sich selbst.
richtig. Wenn es um die Natürlichen Ressourcen und die Feinde geht, besteht Selbstregulierung. Bei invasiven Arten fehlen Regulierungsfaktoren oder diese sind unausgewogen.
Optimist schrieb:Irgendwas stimmt hier nicht an deiner Argumentation.
Der Wolf hat ja keine Feinde, also würde er nach deiner These aus der Selbstregulierung rausfallen.
Doch hat er. Regulierungsfaktoren sind
Als Feind - Der Mensch
Als Feind - Der Bär (Im Alpenraum in D) sonst eher in Ost/Südeuropa
Als Faktor - Nahrungsangebot
Als Faktor - Flächenangebot
Als Faktor - Konkurenz(Territorialthemen)
Als Faktor - Einflüsse durch Krankheitserreger
Als Faktor - Eingriffe unvorsehbarer Faktoren wie Straßenverkehr oÄ(könnte auch zum Feind Mensch gehören)
Ein Wildtier benötigt nicht nur einen direkten Feind in der Natur um einer Regulierung, eine (Ab-)Wanderung oder Ausbreitung zu erfahren, sondern eine Vielzahl an Faktoren sind immer zu berücksichtigen da immer gegeben. Das betrifft jede Spezies inkl uns als Mensch, warum du jetzt wieder nur mit dem "Feind" kommst zeigt mir, wir bleiben hier völlig oberflächlich....
Jeba schrieb:Dem kann ich nur beipflichten, sollte ein Wolf sich hier in der Nähe unserer Schafe oder Pferde blicken lassen, gäbe es halt einen weniger.
Hast du deine Tiere denn völlig schutzlos und verantwortungslos auf der Weide/Koppel? Oder hast du das nötige Verantwortungsbewusstsein?
Wenn es gewittert holst du doch deine Tiere auch rein, oder willst du das Wetter töten?
sevenheartseas schrieb:Der Wolf kann ruhig existieren in der freien Natur.
Macht er ja.
sevenheartseas schrieb:Die Leute verstehen als Nichtlandwirte einfach nicht das wir nicht mehr in einer Natur sondern in einer Kulturlandschaft leben.
In einer Kulturlandschaft sind doch dennoch sein Eigentum in einem ordentlichen Maße zu sichern? Was ist wenn ein Anderer Mensch ein Schaf klauen will, wird der dann erschossen? Der Wolf der hat ja lt einigen hier das Pech.
sevenheartseas schrieb:Wenn der Bauer aber X*Geld Verlust wegen Wolfi macht hat er sich gefälligst selbst darum zum kümmern.
Aber ist das für dich keine Selbstverständlichkeit? Dein Eigentum oder diene Ertragsquelle zu sichern, unabhängig von äußeren Einflüssen?
Beim Wolf , also dem äußeren Einfluss will man diese töten, sonst, wenn es um Eigentum geht denken wir Menschen ja auch anders.
Dein Fahrrad schließt du doch auch an wenn du es beim einkaufen vor dem Supermarkt lässt, und falls du mit deinem SUV einkaufen fährst dann schließt du es doch auch zu, damit nicht Müller Meier Schulze damit wegfährt weil es toller findet als seinen VW Polo.
Ich finde es verantwortungslos seine Verantwortung abzuwälzen auf die Schultern eine Wildtieres, weil man moralisch nicht in der Lage ist eine notwendige und in anderen Bereichen des Lebens selbstverständliche Verantwortung zu tragen.
sevenheartseas schrieb:Alles Heuchler.
Sagt der der über 3 Cent spricht aber die User hier gar nicht kennt. Doppelmoral und Derailling at its best.