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Der große Aktien-Thread

1.082 Beiträge, Schlüsselwörter: Geld, Aktien, Altersvorsorge, Investment, Vermögensplanung

Der große Aktien-Thread

20.04.2020 um 19:13
Zitat von Gildonus
Gildonus
schrieb:
Wer hier und jetzt mit dem Gedanken spielt Aktien oder ETF zu kaufen, sollte auf die "Menetekel an der Wand" achten.

Mit etwas Pech befinden wir uns am Beginn einer Wirtschaftsdepression und eines lang anhaltenden Bärenmarktes.
Ich würde jedenfalls nicht dagegen wetten !
Bin auch gespannt, ob das eine tote Springkatze is.
Halte noch etwas zurück - nur für den Fall, dass die arme Katze tot ist.
Und wenn alles super ist, na egal, dann kann ich immer noch den Rest nach ziehen.



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20.04.2020 um 19:18
@Gildonus
Naja wenn man aber breit investiert. z.b. MSCI WORLD dann gibts eigentlich keinen dauerhaft lang anhaltenden Bärenmarkt. Spätestens nach 3 Jahren hatte er immer einen neuen Höchstand. Klar einzelne Titel können langfristig in einem Bärenmakt bleiben ohne plieite zu gehen. weit gestreute gehts aber immer hoch da es immer gewinner und verlierer gibt.



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20.04.2020 um 21:48
Zitat von eidexe
eidexe
schrieb:
Was würdest du nehmen als nächstes?
Ich hab grad nich mehr im Kopf, was dein Strategie Ansatz war. Ich für meinen Teil hab den langfristigen Ansatz "Einkommensinvestor", heißt Kursgewinne sind mit relativ egal, was ich will is regelmäßige Ausschüttungen.
Ich werde vermutlich als nächstes Canadian Utilities kaufen, keine Ahnung ob die auch was für dich wären.
Zitat von eidexe
eidexe
schrieb:
Wunschliste ist lang, BP, Lufthansa, Sixt, Varta...... stehen auf der engeren Liste
Wenn es einer von denen sein müsste, dann wäre meine Reihenfolge Sixt, BP, Varta, LH.

Lufthansa hatte ich ja schon was zu geschrieben, Varta is für mich ein Zock, kann ggf. wirklich gut laufen, kann aber zumindest kurzfristig noch ordendlich abgeben. BP find ich wie gesagt grundsätzlich ganz ok, würde aber noch etwas warten, aber da du ohnehin schon Shell mit 12% im Depot zu liegen hast, würd ich da jetz nich noch ne BP dazu nehmen.
Ohnehin hast du neben den ETF ja nur Tech, Finanzen und eben Öl (Rohstoffe) als Brangen vertreten, da wäre etwas mehr Diversifikation angesagt. Derzeit interessante Brangen wären für mich derzeit Versorger, Konsum oder Telekommunikation.
Zitat von Yooo
Yooo
schrieb:
Halte noch etwas zurück - nur für den Fall, dass die arme Katze tot ist.
Ich halte derzeit sogar aktiv dagegen und hab seit letzter Woche ne Absicherung im Depot.

mfg
kuno



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20.04.2020 um 23:15
@kuno7
meine Strategie ist Buy and Hold. Solange ich gut verdiene möchte ich eigentlich nix verkaufen, Betongold ist abbezahlt, EM wurde die letzten 10 JAhre aufgebaut, und nun sollen alt Wertpapiere augegebaut werden. Wenn nix dramatisches passiert will ich in 20-30 Jahren, oder auch erst in 40 ran wenns gut läuft....



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20.04.2020 um 23:49
Zitat von Gildonus
Gildonus
schrieb:
Liebe Leute !


Wer hier und jetzt mit dem Gedanken spielt Aktien oder ETF zu kaufen, sollte auf die "Menetekel an der Wand" achten.

Mit etwas Pech befinden wir uns am Beginn einer Wirtschaftsdepression und eines lang anhaltenden Bärenmarktes.
Ich würde jedenfalls nicht dagegen wetten !


Gildonus
Ich persönlich befinde mich derzeit offen gestanden in einer ausgesprochen "merkwürdigen" Lage was meine Situation am Aktienmarkt betrifft. Einerseits gab und gibt es aufgrund des zeitweiligen Kursrutsches der Märkte viele Werte deren Kurse deutlich nachgegeben haben. Eigentlich sollte man daher meinen man sollte doch dann jetzt auf Schnäppchenjagd gehen können.

Aber genau das ist meiner Meinung nach gerade in dieser Phase so schwierig wie lange nicht mehr. In meinen Augen sind die Kurskorrekturen, die aufgrund der Corona-Krise stattgefunden haben, kein wirklicher Anlass um aus fundamentalanalytischer Sicht zu jubeln. Nach meiner Auffassung hat sich durch die Kursschwankungen der letzten Wochen und Monate an der fundamentalen Über- bzw. Unterbewertung der betroffenen Unternehmen wenig bis gar nichts verändert.

Tatsächlich handelt es sich bei den Kursrückgängen in erster Linie um Kurskorrekturen, die von den (relativ leicht vorhersagbaren) ökonomischen Auswirkungen der Pandemie ausgehen. Wenn ich sage "leicht vorhersagbar" dann beziehe ich mich damit natürlich nicht auf die exakten Zahlen und Daten, die das Bild der Weltwirtschaft in Zukunft im Einzelnen prägen werden. Ich meine damit die grundsätzliche Tendenz die wir in Zukunft im Hinblick auf die Weltwirtschaftliche Entwicklung zu erwarten haben.

Auch wenn man natürlich nicht im Einzelnen exakt vorhersagen kann wie die globale Wirtschaft jetzt etwa in 12 Monaten oder 2 Jahren genau aussieht, so kann man trotzdem mit großer Sicherheit annehmen dass vor allem bestimmte Branchen ganz massiv verlieren werden. Vor allem die Unternehmen dieser "Verlierer"-Branchen sind von den signifikantesten Kurskorrekturen betroffen. Das macht sie aber trotzdem nicht zu Kauf-Kandidaten.

Auf der anderen Seite: Diejenigen Unternehmen deren Tätigkeitsfelder nicht so stark von den negativen Auswirkungen der Krise betroffen sind haben auch nur mäßige bis keine Kursverluste (z.T. gab es sogar bei einigen Werten Kursgewinne wie z.B. bei Netflix, Zoom, Shop Apotheke, Gilead Sciences Inc., Delivery Hero, TeamViewer, etc.).

Mein Fazit: Die bisherigen Kursschwankungen aufgrund Corona haben nach meiner Auffassung nicht dazu geführt dass es auf dem Aktienmarkt im Großen und Ganzen attraktiver geworden wäre zu investieren. Im Gegenteil bin ich sogar der Aufassung dass die Folge dieses "Crashs" eher eine noch stärkere Überbewertung bestimmter Unternehmen ist. Dieser Überbewertung steht allerdings keine Unterbewertung auf der anderen Seite gegenüber da die Kurskorrekturen der Corona-"Verlierer" Aktien auch mit entsprechenden tatsächlichen Einschnitten der wirtschaftlichen Tragfähigkeit einhergehen.

Mit anderen Worten: Der Markt ist aktuell nach meiner Einschätzung sogar noch stärker überbewertet als vor Corona.



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21.04.2020 um 15:49
Zitat von eidexe
eidexe
schrieb:
Klar einzelne Titel können langfristig in einem Bärenmakt bleiben ohne plieite zu gehen. weit gestreute gehts aber immer hoch da es immer gewinner und verlierer gibt.
Den einzigen Vorteil den ich in ETF-Sparpläne sehe, ist der „Cost-Average-Effekt“, ansonsten bin ich der Meinung eine breite Aufstellung schmälert mir eher die Rendite – senkt aber auch das Verlustrisiko. Bevor ich allerdings Einzeltitel kaufe, habe ich dieses mehrere Monate in der Analyse, nicht nur von den Kennzahlen, sondern auch Kulturell, sowie Ausrichtung des Managements. Der große Rest ist iwie Glück und Psychologie des Marktes.

Ich nutze meine ETF-Sparpläne eher wie ein Tagesgeldkonto, wenn ich gerade keine günstigen oder aussichtsreichen Titel sehe. In Zeiten anbahnender Krisen ziehe ich das Invest leer, habe dann Cash für Einzelinvestitionen, während zum Stichtag der Sparplan einfach weiterläuft. Den Renditeüberblick bewahre ich mir mit einer entsprechenden Excel.

Dass ich die aktuelle Situation schon einmal mit den 70er verglichen habe, hatte seine Gründe.

Ich sehe die Märkte derzeit zu optimistisch, gestützt durch riesige Finanzspitzen und einer Überinterpretationen von positiver Covid-Meldungen. Die Frage, wie es dem Wirtschaftssystem (weltweit) geht, tritt in der medialen Betrachtung immer weiter in den Schatten. In einzelnen Fachmedien wird zur Vorsicht gemahnt, in den breiten Tageszeitungen dagegen eher schon Euphorisch für die Zeit nach Corona herbeigeschrieben. Ist schwer derzeit die Filterblase rational zu betrachten, um nicht Meldungen, die den eigene Erwartungen entsprechen überinterpretieren. In den Unternehmenskennzahlen ist die aktuelle, fragile Lage der Wirtschaft noch nicht zu sehen (u.a. lassen die Arbeitslosenzahlen US und EU schon einiges blicken - soll aber jeder selbst interpretieren).

Der Bärenmärkt hielt in den 70ern bis 1983, erst 1984 ging es stetig und signifikant nach oben. Die Baissephase war langanhaltend im DAX, S&P500, im Dow und im Nikkei, andere Leit-Indizes unterschlag ich hier mal. Die Charts aus der Zeit können täuschen, da die letztendliche Rendite nur Inflationsbereinigt eine wirkliche Aussagekraft hat - meiner Meinung nach.
Zitat von kuno7
kuno7
schrieb:
heißt Kursgewinne sind mit relativ egal, was ich will is regelmäßige Ausschüttungen.
Bei manchen Aktien stimme ich hier voll zu, andere halte ich nur wegen den Kursgewinn-Chancen.

Nur leider, ist es bei vielen Titeln noch unüblich eine „Scrip Dividend“ statt einer Barausschüttung beantragen zu können, ich hoffe, dass sich dieses Konzept mehr und mehr durchsetzen wird.
Zitat von CMO
CMO
schrieb:
Mit anderen Worten: Der Markt ist aktuell nach meiner Einschätzung sogar noch stärker überbewertet als vor Corona.

Deckt sich mit meinem Blickwinkel, ich seh allerdings in Covid einen Brandbeschleuniger für die Wirtschaft und den Umbau dieser.

Unter anderem wird die Digitalisierung beschleunigt, daher wäre ich bei der ansonsten guten Sixt-Aktie Vorsichtig, das Geschäftsfeld basiert eindeutig auf Firmenkunden und die merken aktuell besonders was über WebEx, Zoom, Teamviewer oder GoToMeeting möglich ist.

Ich bin definitiv kein Aluhut-Träger, aber die getroffenen weltweiten Maßnahmen scheinen mir dazu noch unverhältnismäßig und unbeholfen, vor allem wenn ich den Zahlen glauben darf und diese Rational betrachte.



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21.04.2020 um 19:38
Zitat von Quatermass
Quatermass
schrieb:
Den einzigen Vorteil den ich in ETF-Sparpläne sehe, ist der „Cost-Average-Effekt“, ansonsten bin ich der Meinung eine breite Aufstellung schmälert mir eher die Rendite – senkt aber auch das Verlustrisiko.
ETF sind eher was für Leute, die keine Lust oder nich genug Wissen haben, um sich mit der Börse zu beschäftigen und dafür taugen sie auch sehr gut, wie ich finde. Wer glaubt, besser als der Markt zu sein, der soll in Einzeltitel investieren, die meisten scheitern aber eher.
Zitat von Quatermass
Quatermass
schrieb:
Bei manchen Aktien stimme ich hier voll zu, andere halte ich nur wegen den Kursgewinn-Chancen.
Is wie gesagt eine Frage der Anlage Strategie. Ich kaufe grundsätzlich nur Aktien von Unternehmen, die Dividende zahlen. Nich weil ich glaube, dass ich dadurch eine bessere Performance hätte, sondern weil ich nich verkaufen will um Einkommen generieren zu können.
Zitat von Quatermass
Quatermass
schrieb:
Unter anderem wird die Digitalisierung beschleunigt, daher wäre ich bei der ansonsten guten Sixt-Aktie Vorsichtig, das Geschäftsfeld basiert eindeutig auf Firmenkunden und die merken aktuell besonders was über WebEx, Zoom, Teamviewer oder GoToMeeting möglich ist.
Das stimmt schon, andererseits legen junge Leute heute immer weniger Wert darauf ein Auto zu besitzen, zumindest wenn sie in einer größeren Stadt wohnen. Die haben zwar auch nen Führerschein, aber die leihen sich lieber bei bedarf ein Auto.

mfg
kuno



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22.04.2020 um 05:49
Zitat von Quatermass
Quatermass
schrieb:
Ich sehe die Märkte derzeit zu optimistisch, gestützt durch riesige Finanzspitzen und einer Überinterpretationen von positiver Covid-Meldungen. Die Frage, wie es dem Wirtschaftssystem (weltweit) geht, tritt in der medialen Betrachtung immer weiter in den Schatten. In einzelnen Fachmedien wird zur Vorsicht gemahnt, in den breiten Tageszeitungen dagegen eher schon Euphorisch für die Zeit nach Corona herbeigeschrieben. Ist schwer derzeit die Filterblase rational zu betrachten, um nicht Meldungen, die den eigene Erwartungen entsprechen überinterpretieren.
Das selbe beobachte ich auch momentan. Meiner Meinung nach haben die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise den zuvor bereits auch schon stark überhitzten hochkonjunkturellen aber grundsätzlich noch weitestgehend "gesunden" Markt in einen (durch die fast schon verzweifelt anmutende expansive Geldmarktpolitik der Zentralbanken) noch stärker überhitzten eigentlich prä-rezessionellen "kranken" Markt verwandelt.

Der kranke Markt unterscheidet sich in meinen Augen von dem gesunden Markt dadurch, dass ein zunehmendes Auseinanderdriften zwischen wirtschaftlicher Realität und ihrer Wahrnehmung der Marktteilnehmern zu beobachten ist. Besonders beunruhigend finde ich derzeit auch die sich gesellschaftlich zunehmend verbreitende (meiner Meinung nach nicht richtige) Vorstellung, dass der Corona bedingte Börsen-"Crash" eine besonders gute Gelegenheit wäre um jetzt in Aktien zu investieren. Auch hier im Thread wurde dieser Gedanke ja bereits von einigen Teilnehmern geäußert.

Ich halte das allerdings für sehr gefährlich da diese Einschätzung oftmals alleine auf der Betrachtung der Kursentwicklungen beruht. Entscheidend ist aber nicht alleine der Preis sondern das Verhältnis zwischen Preis einer Aktie und dem (inneren) Wert des jeweiligen Unternehmens. Das heißt: ohne eine fundierte Einschätzung über den Wert eines Unternehmens ist die Beurteilung des angemessenen Kaufpreises überhaupt nicht möglich.
Zitat von Quatermass
Quatermass
schrieb:
In den Unternehmenskennzahlen ist die aktuelle, fragile Lage der Wirtschaft noch nicht zu sehen (u.a. lassen die Arbeitslosenzahlen US und EU schon einiges blicken - soll aber jeder selbst interpretieren).
Ich denke auch dass es noch eine ganze Weile dauern könnte bis die Auswirkungen der Krise in den Unternehmenszahlen erkennbar werden.

Im Augenblick haben wir ja zwei gegensätzliche Pole: Auf der einen Seite gibt es Unternehmen die von den Maßnahmen zunächst scheinbar profitieren (z.B. Amazon, Netflix, z.T. Pharmakonzerne). Auf der anderen Seite sind die Unternehmen die unmittelbar unter den Maßnahmen leiden (insb. Fluggesellschaften, Tourismuskonzerne, Teile des Einzelhandels).

Meiner Meinung nach sollten wir aber nicht den gleichen Fehler begehen wie ein Großteil der Medien es momentan tut indem sie nämlich diese situative Momentaufnahme über interpretieren. Die marktwirtschaftliche Ordnung funktioniert immer nur als Zusammenspiel zwischen den beteiligten Subjekten und Sektoren.

Mir ist schon öfter aufgefallen dass scheinbar (aus mir völlig unverständlichen Gründen) viele Menschen den innigsten Wunsch haben dass unser gesamter stationärer Einzelhandel durch die US-Amerikanische Konkurrenz der Tech-Giganten - vor allem Amazon - ausgelöscht wird. Was diese Menschen da antreibt ist mir wie gesagt zwar schleierhaft - aber es gibt diese Haltung vielfach. Vielleicht ist es der Wunsch nach grenzenlosem "Fortschritt" den man in der Marktbeherrschung durch einen einzigen allmächtigen Monopolisten sieht... 🤔

Wie auch immer....

Ich erwähne dieses Beispiel mit Amazon deswegen weil es für mich ein Spiegelbild der Naivität ist, der unsere Gesellschaft scheinbar zum Opfer geworden sein scheint. Und diese Naivität besteht darin, zu glauben man könnte einen großen Teil der Volkswirtschaft (etwa den stationären Einzelhandel) einfach so vernichten während ein anderer Teil (z.B. der Online-Handel) davon profitiert. Das mag vielleicht für einige eine schöne Illusion sein aber so funktionieren Volkswirtschaften einfach nicht.

Wenn die Jobs in den Corona belasteten Branchen tatsächlich wegfallen sollten dann würde das zu einem volkswirtschaftlichen Schaden (Wohlstandsverlust, Konsumrückgang) führen von dem letztendlich gar keiner mehr profitiert. Und genau das sehe ich offen gestanden mittelfristig als Folge der Krise kommen.

Selbst wenn also einige Unternehmen kurzfristig von den Auswirkungen der Pandemie zu profitieren scheinen muss man doch davon ausgehen dass die Wechselwirkungen innerhalb der Volkswirtschaft langfristig dazu führen werden dass auch (vielleicht sogar ganz besonders) die Antreiber des Fortschrittes die Folgen zu spüren bekommen.



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22.04.2020 um 06:01
Zitat von Quatermass
Quatermass
schrieb:
Unter anderem wird die Digitalisierung beschleunigt, daher wäre ich bei der ansonsten guten Sixt-Aktie Vorsichtig, das Geschäftsfeld basiert eindeutig auf Firmenkunden und die merken aktuell besonders was über WebEx, Zoom, Teamviewer oder GoToMeeting möglich ist.
Bei der Beschleunigung der Digitalisierung bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher. Man muss man berücksichtigen dass der gegenwärtige Zustand keine organische Ursache basierend auf den Bedürfnissen und Wünschen der Konsumenten hat. In anderen Worten: Die vermehrte Nutzung digitaler Medien geschieht eher aus Zwang als aus eigenem Antrieb der Menschen.

Ich halte es ebenso für denkbar dass viele Kunden durch diese einschneidende Erfahrung sogar merken was über WebEx, Zoom, Teamviewer oder GoToMeeting alles nicht möglich ist.



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23.04.2020 um 15:55
@CMO

Ich sehe die Entwicklung von amazon derzeit auch nicht als unaufhaltbar an. In der Corona Pandemie haben zwar Menschen jetzt vermehrt dort bestellt, aber ich erlebe (und tue es selbst), dass das Pendel jetzt schon in die andere Richtung ausschlägt.
Viele Menschen versuchen jetzt bewusst, den lokalen Einzelhandel zu stützen und bleiben vielleicht auch dabei.

Wenn ich die Wahl habe, eine Wäschetrockner für 30€ mehr beim Einzelhändler um die Ecke zu kaufen, der auch eben vorbeikommt, wenn was nicht läuft, dann mache ich das natürlich.

Die gesellschaftlichen Folgen von Corona sind gar nicht so absehbar.

Allerdings habe ich auch der Versuchung nachgegeben, Aktien zu kaufen, von denen ich eine gute Erholung erwarte. Zwar sind Aktien zum Thema 'Urilaubsreisen' derzeit spekulativ. Ich gehe aber davon aus, dass viele menschen es, sobald möglich, wieder krachen lassen wollen. Da würde ich allerdings nicht meine Altersvorsorge drauf verwetten.

Jedenfalls würde ich gute ETFS jetzt auch nicht panikartig verkaufen um sie in vermeintlich sichere Edelmetalle umzuwandeln.



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23.04.2020 um 22:15
@CMO
Ich denke Amazon wird den Kaufkraftverlust der amerikanischen Mittelschicht schnell zu spüren bekommen. Es ist derzeit Beispiellos welche Dynamik die Corona-Maßnahmen an den Tag legen – die letzten Arbeitslosenmeldungen aus den USA gehen von 26 Millionen Arbeitssuchende in den letzten drei Wochen aus. Solche Entwicklungen gehen auch bei wachsenden E-Commerce-Sektor nicht spürbar vorbei. Und wo stehen wir in der Pandemie? Weiß wohl keiner…

Auch der Psychologische Effekt der Krise, möchte ich nicht unterschätzen, selbst wenn die „Krise“ in wenigen Wochen überstanden wäre – so werden die Unternehmen vorsichtiger werden in ihren Geschäftsgebaren. Dies sehe ich Branchenübergreifend, wie hier die Hilfsmaßnahmen der Steuerzahler wirken, bleibt ab zu sehen.

Daimler beklagt 80% Gewinneinbruch, von über 2 Milliarden auf unter 800 Millionen im ersten Quartal – die Aktie steigt dennoch. Ich bekomme ein Déjà-vu an die Finanzkrise, als der Markt in die irrationale Phase überging, kurz danach folgten Panikartige die Verkäufe.


Ich bin Zwiegestalten, zum einen freue ich mich über die Kursgewinne für meine langfristigen Investments, zum einen habe ich derzeit Cash für günstige Einstiegsmöglichkeiten, aber die sind bisher noch nicht eingetroffen.
Zitat von CMO
CMO
schrieb:
Bei der Beschleunigung der Digitalisierung bin ich mir ehrlich gesagt nicht so sicher. Man muss man berücksichtigen dass der gegenwärtige Zustand keine organische Ursache basierend auf den Bedürfnissen und Wünschen der Konsumenten hat. In anderen Worten: Die vermehrte Nutzung digitaler Medien geschieht eher aus Zwang als aus eigenem Antrieb der Menschen.
Manche Unternehmen/Strukturen investieren gerade jetzt in Digitalisierung, gezwungen ja, aber notwendig auch für eine Dauerhafte Zukunft. Aber im Prinzip sehe ich es ähnlich.
Ich persönlich halte Homeoffice und Videokonferenzen für diverse Aufgaben höchst ineffizient – meine Erfahrung, meine Sichtweise. Kann mir jedoch auch vorstellen, dass diverse Unternehmen alleine schon vom Kostendruck her, auch nach einer Normalisierung auf Geschäftsreisen auf ein minium reduzieren. Ich bin froh, wenn ich wieder Präsenztermine führen darf/kann.
Zitat von sacredheart
sacredheart
schrieb:
Ich gehe aber davon aus, dass viele menschen es, sobald möglich, wieder krachen lassen wollen.
Glaube ich auch, aber die Frage ist, können die es dann auch wieder krachen lassen…?

Mein Umfeld ist nicht gerade repräsentativ, aber auch dort werden Ausgaben zurückgefahren auf der ganzen Linie, aus Angst von dem was die nächsten Jahre(!) kommen kann. Andere haben schon massive Einschnitte, dass so manche Finanzierung kritisch betrachtet wird.

In den Südländern der EU bricht so langsam die Staatliche Finanzierung zusammen, da sämtliche Steuern und Einnahmen aus dem Tourismus ausbleiben. Mit Tourismus meine ich nicht nur die Hotels und deren Angestellte, sondern auch die dafür notwendige Infrastruktur von der Wäscherei, bis Bäcker oder Busfahrer – hin zu Staatlichen Transferleistungen.

Es stimmt; Abschätzen kann die Folgen derzeit keiner, auch nicht wie lange eine Normalisierung dauern wird, wenn die „Grippe“ vollständig überstanden ist.

Hinzu kommen Diskussionen über Lastenausgleich und Vermögensabgaben und ich Frage mich schon jetzt, wer wird unter diesen Vermögenden und Lastenträger später zu finden sein....?



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Der große Aktien-Thread

29.04.2020 um 00:57
@sacredheart
Ich muss (falls ich das noch nicht in diesem Thread getan habe) vielleicht dazu sagen dass ich selbst in der Geschäftsleitung eines Familienunternehmens mit stationären / lokalen Einzelhandelsfilialen tätig bin.

Bevor sich jetzt jemand Sorgen macht: Unserem Unternehmen geht es dank unseres überwiegend als systemrelvant eingestuften Sortiments (Zeitungsverkauf, Schul- und Bürobedarf, Postpartner-Filialen inkl. Postbank, Hermes-PaketShops) zum Glück trotz Corona-Krise (noch) ganz gut. 🙂👍

Dafür dass es auch weiterhin so bleibt gibt es aber natürlich keine Garantie.

Nun aber zurück zum Thema:
Zitat von sacredheart
sacredheart
schrieb am 23.04.2020:
Ich sehe die Entwicklung von amazon derzeit auch nicht als unaufhaltbar an. In der Corona Pandemie haben zwar Menschen jetzt vermehrt dort bestellt, aber ich erlebe (und tue es selbst), dass das Pendel jetzt schon in die andere Richtung ausschlägt.
Viele Menschen versuchen jetzt bewusst, den lokalen Einzelhandel zu stützen und bleiben vielleicht auch dabei.
So weit würde ich offen gestanden dann doch nicht gehen. 😅

Ich meine es ist ja der Job des Einzelhändlers dem Kunden echte Gründe zu geben bei ihm im Geschäft einzukaufen. Aus Mitleid braucht ehrlich gesagt zumindest bei uns keiner einkaufen.



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Der große Aktien-Thread

29.04.2020 um 02:54
Zitat von Quatermass
Quatermass
schrieb am 23.04.2020:
Glaube ich auch, aber die Frage ist, können die es dann auch wieder krachen lassen…?

Mein Umfeld ist nicht gerade repräsentativ, aber auch dort werden Ausgaben zurückgefahren auf der ganzen Linie, aus Angst von dem was die nächsten Jahre(!) kommen kann. Andere haben schon massive Einschnitte, dass so manche Finanzierung kritisch betrachtet wird.
Ich persönlich halte es offen gestanden durchaus für möglich, dass das eingesparte Geld (zumindest ein Teil davon) schon von den unmittelbaren Folgen der Krise aufgefressen wird. Konkret bedeutet das die Erhöhung von Lebenshaltungskosten (Nahrungsmittel etc) aufgrund unterbrochener Lieferketten im Einzelhandel. Dazu kommen dann früher oder später auch noch die Einkommensverluste durch den Wegfall von Arbeitsplätzen.
Zitat von sacredheart
sacredheart
schrieb am 23.04.2020:
Allerdings habe ich auch der Versuchung nachgegeben, Aktien zu kaufen, von denen ich eine gute Erholung erwarte. Zwar sind Aktien zum Thema 'Urilaubsreisen' derzeit spekulativ. Ich gehe aber davon aus, dass viele menschen es, sobald möglich, wieder krachen lassen wollen. Da würde ich allerdings nicht meine Altersvorsorge drauf verwetten.
Dass es die Touristen unmittelbar nach der Krise wieder richtig krachen lassen werden halte ich auch nicht für wahrscheinlich. Man muss ja berücksichtigen dass sich die aktuelle Krise obendrein noch am Ende einer ohnehin schon umschwenkenden Hochkonjunktur-Phase ereignet. Das heißt also wir waren ohnehin schon auf dem Weg in eine Rezession. Jetzt bleibt offen ob sich nicht sogar eine Depression daraus entwickelt. Auf die schnelle Erholung des Urlaubstourismus zu vertrauen halte ich daher für irrational.

Trotzdem hast Du aber natürlich Recht damit dass die aktuelle Situation die Möglichkeit bietet hervorragende Investitionen in den besonders stark betroffenen Branchen zu tätigen. In dieser Krise ist die Auswahl geeigneter Unternehmen jedoch nicht einfacher sondern meiner Meinung nach viel komplexer geworden, da sich die Marktbedingungen komplett verändert haben.

In dieser Lage zu spekulieren grenzt meiner Meinung nach - mit Verlaub - an suizidales Verhalten. 😅

Man kann von dieser Krise profitieren wenn man jetzt in genau diejenigen Unternehmen in den betroffenen Branchen investiert, die die Krise am besten überstehen werden. Dafür muss man sich aber extrem intensiv mit den jeweiligen Unternehmen beschäftigen.
Zitat von Quatermass
Quatermass
schrieb am 23.04.2020:
In den Südländern der EU bricht so langsam die Staatliche Finanzierung zusammen, da sämtliche Steuern und Einnahmen aus dem Tourismus ausbleiben. Mit Tourismus meine ich nicht nur die Hotels und deren Angestellte, sondern auch die dafür notwendige Infrastruktur von der Wäscherei, bis Bäcker oder Busfahrer – hin zu Staatlichen Transferleistungen.

Es stimmt; Abschätzen kann die Folgen derzeit keiner, auch nicht wie lange eine Normalisierung dauern wird, wenn die „Grippe“ vollständig überstanden ist.

Hinzu kommen Diskussionen über Lastenausgleich und Vermögensabgaben und ich Frage mich schon jetzt, wer wird unter diesen Vermögenden und Lastenträger später zu finden sein....?
Staaten haben aber zur Not noch die Möglichkeit sich über das Vermögen ihrer Bürger zu refinanzieren oder durch eine Abwertung ihrer Währung die Wirtschaft anzukurbeln. Besonders im Bezug auf die wirtschaftlich schwächelnden EU-Staaten sehe ich dieses Instrument als eine der mächtigsten konjunkturpolitischen Waffen, die wir noch im Petto haben.

Dadurch dass Volkswirtschaften wie Italien, Spanien oder Griechenland trotz ihrer relativ schwachen Wettbewerbsfähigkeit an den verhältnismäßig starken Euro als Währung gebunden sind, konnten sie ihre Währung bislang nicht entsprechend der eigenen gesamt-volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit abwerten. Stattdessen musste sich die Wirtschaft Jahrzehnte lang damit abquälen das nordeuropäische Wirtschaftsniveau zu erreichen was sogar teilweise (z.B. in Norditalien) aber eben nicht im ganzen Land gelungen ist.

Vor allem in denjenigen Bereichen wo die Bindung an den starken Euro vorhandene Potenziale im Keim erstickt hat, könnte durch eine Trennung vom Euro hin zu einer regionalen Währung (bzw. auch denkbar in Form einer südeuropäischen Parallelwährung) bei gleichzeitiger Beibehaltung des Zugangs zum europäischen Binnenmarkt auch ohne Umverteilung ein erheblicher Wachstumsschub erzeugt werden. Die entsprechende Infrastruktur als wichtigste Grundvoraussetzung wäre ja gegeben.

Meiner Meinung nach könnte das insbesondere bei einem mittel- bis langfristigen Wegfall Chinas als überwiegend alleiniger (Import-)Handelspartner die optimale Lösung sein, mit der der europäische Wirtschaftsraum auf eine Konjunkturschwäche / Rezession reagieren kann. Und in dieser Maßnahme sehe ich wirklich massives Potenzial. Dafür sind allerdings insbesondere politische Hürden zu überwinden. Ob dies letztlich gelingt hängt erheblich davon ab wie weit die Europäische Union einigungs- und kompromissfähig ist.

Ich sehe da jedoch entgegen der verbreiteten Auffassung sehr gute Chancen.



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Der große Aktien-Thread

09.05.2020 um 22:13
Die Aktien erholen sich derzeit bei mir wieder. Die große Frage die sich mir allerdings unabhängig von meinem eigenen Portfolio stellt (ich habe ja keine chinesischen Aktien) ist: Was kommt nach China?

Ich denke nämlich offen gestanden nicht, dass China nach dem Verhalten bzgl der Corona Pandemie noch eine allzu großartige Zukunft als Partner des Westens hat.



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Der große Aktien-Thread

09.05.2020 um 22:35
ich hatte nochmal 250 BP zu 3,65 nachgekauft. jetzt bin ich für die nächsten Wochen/Monate erstmal Fertig mit Investitionen.
Immerhin bin ich mit dem Gesamtdepot auch wieder 3,5% im Plus. und Paar Dividenden gabs auch.



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Der große Aktien-Thread

10.05.2020 um 13:47
Zitat von CMO
CMO
schrieb:
Ich denke nämlich offen gestanden nicht, dass China nach dem Verhalten bzgl der Corona Pandemie noch eine allzu großartige Zukunft als Partner des Westens hat.
Na wenn es danach ginge, dann sollte die USA unter Trump auch keine Zukunft als Partner beim Rest der Welt haben. :D
Blöderweise bilden die einen der größten Märkte der Welt und an irgendwen muss der Rest der Welt ja sein Zeug verkaufen können.
Bei den Chinesen wirds nich viel anders sein.

mfg
kuno



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Der große Aktien-Thread

10.05.2020 um 13:52
Liebe Leute !
Zitat von CMO
CMO
schrieb:
Ich denke nämlich offen gestanden nicht, dass China nach dem Verhalten bzgl der Corona Pandemie noch eine allzu großartige Zukunft als Partner des Westens hat.
Ich denke man baut "die Chinesen" als Sündenbock für verfehlte europäische Corona Bekämpfungsmaßnahmen auf.
Der schwarze Peter liegt derzeit in Europa !


Gruß, Gildonus



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Der große Aktien-Thread

10.05.2020 um 21:41
Zitat von CMO
CMO
schrieb:
Ich denke nämlich offen gestanden nicht, dass China nach dem Verhalten bzgl der Corona Pandemie noch eine allzu großartige Zukunft als Partner des Westens hat.
Wer ist dieser Westen?

Das Land des "America First"? Eine EU die mit sich selbst und dem Brexit beschäftigt ist?

Klar, gibt es eine Führungsnation die den "Westen" repräsentiert, der Zusammenhalt ist stets unverkennbar und Uneinigkeit ist mir bei der Lektüre von Zeitung und anderen Medien nie aufgefallen zwischen den Staaten die sich zudiesem zählen...genug der Ironie.

Zu einer Zeit in der China das Projekt "One Belt One Road" vorantreibt um Eurasien und Afrika verbindet, mit einer Vision gegen die "der Westen" nichts entgegen zu setzen hat - denke ich eben anders darüber.

Umfang des Projektes geschätzte 1,2 Billionen, beteiligt sind 60 Länder (manche Quellen schreiben 68), die zusammen 35% der Weltwirtschaft und 60% der Weltbevölkerung ausmachen.

Allein die IHK Bayern rechnet um eine Steigerung um 8% durch den Handel mit China und weitere 3% mit anderen Staaten entlang der Route, was nach einer veröffentlichten Studie eine Steigerung des Handelsvolumens um 2,2 Milliarden € sein sollen - wie gesagt nur Bayern.

Chinas Wirtschaftsleitung überholte nach gemessener Kaufkraftparität schon 2014 die Führungsnation „des Westens“. Deutschland als Exportweltmeister durfte seinen Titel auch schon abgeben.

Klar, die aktuelle Corona-Grippe setzt dem alles ein Ende, bin gespannt wie Italien darauf reagiert, die durch China Medienwirksam mit medizinischen Hilfsgüter versorgt wurde, während Rest-EU erstmal auf Protektionismus bei medizinischen Güter setzte. Zusammenhalt geht anders. Grenzen dicht als blinder Aktionismus in einer Staatengemeinschaft die eigentlich nur Zusammen Krisen bewältigen sollte.

Aber zugegeben, meiner erster Gedanken beim Lesen, war eine Filmszene:

Howard Beale erhält Demokratie Lehrstunde (Network 1976) - NWO



Der Ausschnitt muss einfach sein, wenn ich schon bei dem Film Network bin und ja etwas OffTopic, hatte viele gute Stellen. Vier Oscars, Golden Globe Award, u.a.


Transnationale Konzerne dürften meiner Meinung einen Großen Einfluss darauf haben, wer zukünftig als Partner auf der internationalen Bühne akzeptiert wird oder nicht. Es geht schlicht um`s Geschäft und China ist und dürfte der Big Player bleiben. Ich weiß nicht mehr von wem der Satz kam, mit den politischen Börsen und den kurzen Beinen...

Ich könnt noch etwas weiter ausführen, aber das wäre fast ein eigenes Thema Wert.
Zitat von CMO
CMO
schrieb:
Was kommt nach China?
Ich versteh gerade die Frage nicht...zielt die Frage darauf ab, das nächste aufstrebende Schwellenland auszumachen oder den nächsten großen Markt?



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Der große Aktien-Thread

10.05.2020 um 22:15
Mal unabhängig von den politischen Auseinandersetzungen, jetzt wo ich mir das anschaue mal eine Frage:
Warum ist der Shanghai Composite so langweilig, obwohl Chinas Wirtschaft Jahr für Jahr boomt?
Sind es vielleicht eher die kleinen Unternehmen, die den Boom bilden, kann man da irgendwo sinnvoll investieren?
Ich hatte schon vor 10 Jahren mit den Gedanken gespielt aber auch da hatte ich keine Ahnung, wie ich an Chinas Wirtschaft sinnvoll teilhaben könnte.



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11.05.2020 um 21:32
Zitat von kuno7
kuno7
schrieb:
Na wenn es danach ginge, dann sollte die USA unter Trump auch keine Zukunft als Partner beim Rest der Welt haben. :D
Blöderweise bilden die einen der größten Märkte der Welt und an irgendwen muss der Rest der Welt ja sein Zeug verkaufen können.
Bei den Chinesen wirds nich viel anders sein.
Der Vergleich ist meiner Meinung nach schwierig, da in den USA Regierung und Wirtschaft doch um einiges klarer getrennt sind als in China. Es würde zum Beispiel ja überhaupt keinen Sinn machen sich von Microsoft zu distanzieren nur weil die US-Regierung komische Sachen macht.
Zitat von Quatermass
Quatermass
schrieb:
Ich versteh gerade die Frage nicht...zielt die Frage darauf ab, das nächste aufstrebende Schwellenland auszumachen oder den nächsten großen Markt?
Im Grunde war damit gemeint: Wer wird die nächste "Werkbank der Welt" (falls meine Prognose zutrifft und China es nicht mehr ist)?
Zitat von Quatermass
Quatermass
schrieb:
Zu einer Zeit in der China das Projekt "One Belt One Road" vorantreibt um Eurasien und Afrika verbindet, mit einer Vision gegen die "der Westen" nichts entgegen zu setzen hat - denke ich eben anders darüber.

Umfang des Projektes geschätzte 1,2 Billionen, beteiligt sind 60 Länder (manche Quellen schreiben 68), die zusammen 35% der Weltwirtschaft und 60% der Weltbevölkerung ausmachen.

Allein die IHK Bayern rechnet um eine Steigerung um 8% durch den Handel mit China und weitere 3% mit anderen Staaten entlang der Route, was nach einer veröffentlichten Studie eine Steigerung des Handelsvolumens um 2,2 Milliarden € sein sollen - wie gesagt nur Bayern.
Das ist ja alles wunderbar. Nur wenn der Handel mit China das stetige Risiko mit sich bringt, dass durch den Personentransit Pandemien eingeschleppt werden die unsere Volkswirtschaft monatelang lahm legen, dann sind diese 8% schnell wieder aufgefressen. Und das ist mein aktueller Stand der Kenntnisse.

Wenn ich vom "Westen" spreche dann meine ich im Grunde die kapitalistische Welt.



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