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Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

04.09.2018 um 07:05
Ich denke man sollte immer dann helfen, wenn es einem Möglich ist. Die Zahl der geholfenen darf dazu in keinem Verhältnis stehen. Ist es mir aber möglich mehreren Tieren oder Personen zu helfen, dann sollte ich das auch tun.
Selbstlos; und ohne sich dessen zu brüskieren.


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BenZiehn
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Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

04.09.2018 um 22:51
Selbstlos? Gibt es mMn nicht. Niemand würde helfen, wenn er sich dadurch nicht besser fühlen würde. Gilt von Albert Schweitzer bis Mutter Theresa. Und für den Rest der Menschheit erst recht. Selbst wenn jemand widerwillig hilft, tut er das, weil ihm das Gefühl des Widerwillens, sein Überlegenheitsgefühl gegenüber dem Hilfsbedürftigen oder das Ansehen, das er durch die Hilfe zu gewinnen meint, mehr gibt, als es ihn kostet.


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Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

04.09.2018 um 23:16
@BenZiehn

Das sehe ich ganz und gar nicht so.

Es gibt Menschen - vor allem wenn man sie liebt - da will man einfach nur, dass es denen gut geht und denkt nicht an sich selbst, wenn man ihnen hilft.
Kennst du denn das wirklich nicht aus eigener Erfahrung?

Oder hast du zB nicht wenigstens ein Tier, für das du das Beste willst ohne danach zu fragen was du davon hast?


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BenZiehn
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Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

04.09.2018 um 23:30
Ich habe eine Katze. Und wenn ich sie mal nicht pünktlich füttere, oder sie tagsüber nicht ausreichend bespielt und gekrault habe, dann habe ich ein schlechtes Gewissen. Das gefällt mir dann gar nicht. Also vermeide ich eine Vernachlässigung so weit wie möglich. Ich freue mich, wenn sie dann schnurrt. Da geht es mir richtig gut. Gut, nech?


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04.09.2018 um 23:47
@BenZiehn
hmm, weiß nicht so richtig was ich davon halten soll - wegen schlechtem Gewissen.

Ich habe viel mit Hunden zu tun, hatte auch selbst einen. Schlechtes Gewissen kenne ich nicht, auch wenn ich mal nicht zum Graulen und Streicheln komme.
Ich tu halt immer mein Möglichstes, damit es ihnen gut geht und denke gar nicht darüber.

Mir gehts weder besser noch schlechter wenn ich für ein Tier oder einen Menschen etwas tue.

Aber ist halt jeder anders.


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BenZiehn
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Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

04.09.2018 um 23:53
Hmm... und das finde ich wieder seltsam.
Du denkst nicht darüber nach? Tu's mal. Ich bin der festen Überzeugung, das gerade beim Helfen jeder etwas davon hat. Mir ging es um das "selbstlos". Ein Begriff, der die Heiligsprechung zum Selbstgänger macht. Den sollte es gar nicht geben. Überflüssig wie ein Kropf.


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04.09.2018 um 23:58
@BenZiehn
natürlich kann man darüber nachdenken, was man vom Helfen hat. Und auch ich bin nicht frei davon, habe das schon in manchen Situationen gemacht.

Mir gings jedoch darum, dass man dies nicht immer und zwangsläufig tut, dass man also nicht zu jeder Zeit berechnend ist.
Dein 1. Post klang für mich jedoch so, als wären Hilfen OHNE Berechnung gar nicht möglich aber genau das bezweifle ich.


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BenZiehn
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05.09.2018 um 00:11
Nein, dass war nicht meine Intention. Ich berechne auch nicht vorher, was bringt mir das. Die Erfahrung zeigt mir aber, dass man sich dann besser fühlt. Weil ich mich nun mal schlecht fühle, wenn ich für 20 Euro "Luxusgüter" kaufe und nicht einen Euro für den Hinz und Kuntz-Verkäufer übrig habe. Noch mal: meine Behauptung ist, Selbstlosigkeit gibt es nicht. Das macht die Menschheit ja nicht schlechter. Nur wenn sich diese Erkenntnis durchsetzt, gehen irgendwann die Heiligen aus. Mir soll's recht sein.


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05.09.2018 um 00:11
Optimist schrieb:Es gibt Menschen - vor allem wenn man sie liebt - da will man einfach nur, dass es denen gut geht und denkt nicht an sich selbst, wenn man ihnen hilft.
Nur sollte man dann darauf achten dann auch die eigene Grenze zu ziehen, was ich selbst leider miterleben durfte und nicht selbst damals befolgt habe.

Sicherlich helfen ist es etwas gutes und es ist auch in vielen Situationen nötig, dennoch kann man nicht JEDEM helfen, ohne dann sich selbst nachher komplett zu vergessen.


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05.09.2018 um 00:13
B hat theoretisch recht aber praktisch unrecht. Theoretisch ists klar dass man allen helfen sollte wenn mans könnte, man kann das aber nicht, also ists immernoch besser man hilft da wo man helfen kann als gar nicht.

Problematisch wirds höchstens da wo man die Wahl hat und dann unverdient bevorzugt. Z.B. wenn einer immer stehnbleibt und hilft wenn ein Mädchen gerade Probleme hat dasselbe aber nicht tut wenn ein Junge gerade dasselbe Problem hat. Aber das ist dann ein ganz anderes Feld als von Optimist diskutiert, da gings dann um eine Form von Diskrimination und Vorliebe, beim EP gings aber um das Allgemeine, bestenfalls unterscheidend zwischen Nähe und Ferne - also dem Hund den ich hier auf der Straße sehe helfen, aber nicht zwangsweise gleichzeitig monatliche Spenden für Tierheime aufbringen oder Hunde aus Spanien vermitteln. Meist ist halt auch der Aufwand ein ganz anderer und nicht wirklich vergleichbar.


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05.09.2018 um 00:21
@BenZiehn
Du sagst "Selbstlosigkeit gibt es nicht".
Das sehe ich halt nicht so.
Ich denke schon, dass es auch hin und wieder Menschen gibt, die selbstlos handeln.

@Mech
das sehe ich natürlich genauso.

@Sixtus66
genau.
Hatte nun gehofft, dass du vielleicht die gleiche Ansicht wie B hast (sodass ich mich hätte mit dir fetzen können), aber nun wieder nix ;)
Ich fürchte, "wir schmoren alle im eigenen Saft"
(Hoffe, B kommt vielleicht doch irgendwann noch dazu)


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05.09.2018 um 00:28
@Optimist
Es variiert halt auch von Fall zu Fall immer etwas. Gibt bestimmt auch durchaus Fälle wo Bs Ansicht tatsächlich einen änhlichen Arbeitsaufwand umfasst wie dem Einzelnen zu helfen und dasselbe für alle tun daher angebracht ist, aber das sind nunmal spezielle Fälle da muss man den jeweiligen Fall kennen ums beurteilen zu können. Meist kann man aber sicher sein dass A oder O(ptimist) das Normale tut. Ist halt nunmal eher machbar dem Obdachlosen auf meinem Arbeitsweg ein Brot zu kaufen als alle Obdachlosen Frankfurts zu versorgen (würde wahrscheinlich allein 24 Std. dauern).


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05.09.2018 um 00:31
@Optimist

B scheint leider die realität nicht ganz irgendwie zu verstehen.

Bei einer Situation , wo B z.b. in einem Unfall stecken würde und zwei Personen gerettet werden müssten in kurzer Zeit könnte B auch nicht beide retten, sondern müsste sich dan nentscheiden wen B rettet.

Das selbe ist auch ,wenn du z.b. Menschen finanziell helfen würdest, jedoch nur ein begrenzt Budget hast. Auch da ist die realität im Wege. Sicherlich könntest du einen Betrag spenden, würdest aber damit nicht alle erreichen, im gegenzug dazu, wenn du ALLEs vo ndir spendest ,würdest du dic hselbst dann damit schaden.

Zu guter letzt wäre da der Punkt wo man dann dauerhilft, aber der geholfene an der jeweiligen Situation nichts ändern will wo er hilfe braucht.

Die Tendenz, entweder allen oder niemanden ist d.h. ziemlich große Phantasterei, ein Wunschtraum, der schöne wäre, aber realitätsfern ist.


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05.09.2018 um 00:36
Mech schrieb:Bei einer Situation , wo B z.b. in einem Unfall stecken würde und zwei Personen gerettet werden müssten in kurzer Zeit könnte B auch nicht beide retten, sondern müsste sich dan nentscheiden wen B rettet.
Sowas ist auch meist gar nicht willkürlich sondern logisch. Man zieht den zuerst raus der schneller rauszuzerren ist, oder schwerer verletzt ist oder vielleicht eher Hilfe braucht (wenn zb ein Erwachsener dieselbe Wunde hat wie ein Kind oder ein Alter dann ists sinnig letztere zuerst rauszuholen, Kinder und Alte sterben nunmal leichter und Kinder sind auch eher traumatisiert).


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05.09.2018 um 00:38
@Sixtus
ich glaube, du könntest bezüglich B's Ansicht etwas missverstanden haben:
Er ist sich bewusst, dass er (oder irgendjemand anderes) keinesfalls Allen helfen könnte - deshalb sein Fazit: KEINEM helfen, weil es sonst ungerecht wäre und die anderen Begründungen sh EP.

Mit den Obdachlosen ist auch ein gutes Beispiel.
Und B würde also aus seiner Logik heraus auch nicht diesem einzelnen Obdachlosen helfen, WEIL er ja nicht allen helfen kann.

@Mech
ja ich denke auch, B nimmt die Realität etwas verzerrt wahr. Dafür gibts sicher auch bestimmte Gründe, möchte ich aber natürlich nicht ...

Dein Beispiel mit dem Unfall wo Zwei verarztet werden müssen ist auch sehr gut.
Denke, da würde er dann über seine theoretische Philosophie gar nicht nachdenken, sondern aus dem Bauch heraus handeln.


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05.09.2018 um 00:39
@Sixtus66

Stimmt ,aber in eienr Situation, wo die zeit drängen würde, ein Haus brand z.b. und wenn beide Opfer Hilfe bräuchten um weg zukommen, wäre da auch der eine oder der andere nuneimal dann zu entscheiden, schließlich könnte B nicht beide retten. Wir Menschen müssen i nsolche nSituationen nuneinmal, leider eine logische entscheidung treffen, die zwar schwer fällt ,aber wenigstens EINER Person das Leben retten würde.


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05.09.2018 um 00:42
@Optimist
Ja okay dann ists noch Blödsinniger, auch wenn ich schon irgendwie die Moral oder besser, den Frust, dahinter verstehe.
Kann auch sein dass er selbst sowas oft hatte und deswegen immer dran erinnert wird. Zur Not kann man auch einen retten und sich dann aus Frust selbst abschalten aber keinen zu retten wäre unfair dem gegenüber den man hätte retten können.


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05.09.2018 um 00:47
@Optimist

Ich weiß nicht, ob du von dem test mal gehört hast, aber es gab mal einen, wo Du als Selbstfahrendes Auto entscheiden solltest, ob du, aufgrund von geringen Bremsweg und Geschwindigkeit, in eine Betonmauer fahren würdest und alle Insassen i mAuto töten würdest oder ausweichen würdest, also dem Betonblock, und dafür die fußgänger dahinter überfahren würdest.

Deklariert wurde das, mit der Berücksichtigung auf Kinder, ältere Menschen, Ärzte, Obdachlose, Schwangere , Männer, Frauen etc.


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05.09.2018 um 00:54
@Sixtus
ja da könntest du völlig recht haben (was seine Erlebnisse betrifft).
"keinen zu retten wäre unfair..." -> ganz genau.

@Mech
das mit dem Auto ist ein interessantes Thema.
Da abzuwägen was besser ist, ist wirklich schwierig.
Sowas ähnliches gabs doch auch mit einem Flugzeug: Dieses über einer Stadt abstürzen lassen oder es über unbewohntem Gebiet abschießen (mit Hunderten Pasagieren).

Deinen letzten Satz verstehe ich nicht so richtig, was wolltest du damit sagen?


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Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

05.09.2018 um 00:56
@Optimist

Nun, in dem Test, ging es, das in dme Auto, als auch auf dem Zebrastreifen unterschiedliche menschen Waren. Z.b. Waren 4 Ältere Menschen im Auto und 4 Kinder auf dme Streifen. Dann war eine famielie mit zwei Kindern im Auto und auf dme Streifen ein Businessman. oder 2 ärzte im Auto und ein Obdachloser auf dem streifen.

Im Bezug dieser Szenarien solltest Du, als das Auto, dann entscheiden, was der "richtige" weg ist.


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