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Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

05.09.2018 um 00:59
@Mech
ach so, alles klar.


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Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

05.09.2018 um 01:54
Gehen wir Mal von einer Realität aus, in der ein einzelner allen Menschen helfen kann. Das ist ja eigentlich das Szenario, das B dazu bewegen würde, zu helfen.
Würde er allen gleich viel helfen? Oder würde er seiner Oma mehr helfen als einem Kind aus Brasilien?
Selbst da würde es Unterschiede geben in der Art und Weise beziehungsweise dem Umfang der Hilfe. Auch das wäre ja wieder nicht gerecht, weil manche wohl mehr Hilfe kriegen als andere.

Gehen wir von einer Realität aus, in der jeder so denkt wie B und das auch so auslebt. Niemand hilft also irgendwem. Ist dann die Menschheit ungerecht, weil einer von 8 Milliarden aus der Reihe tanzt und jemandem hilft? Müsste ich dann nicht auch jemandem helfen, weil einem anderen geholfen wurde und es nicht mehr allen gleich geht? Denkt jeder so, ist allen geholfen. Oder muss ich denjenigen vom helfen abhalten, damit es wieder allen schlecht geht? Dann hätte ich im Prinzip selbst jemandem geholfen, weil es danach ja allen besser gehen sollte.

Außerdem ist der Begriff der Hilfe viel zu schwammig definiert, wo fängt Hilfe an? Wie weit kann sie gehen? Hilfe kann auch ganz unbewusst entstehen.

Letztendlich müsste man sich wohl im Haus einschließen, um ja keinem Menschen unbewusst zu helfen. Vielleicht hat man dadurch aber jemandem geholfen, weil man durch eine Verkettung von Ereignissen einen Unfall ausgelöst hätte.

Man sieht, das ist alles viel zu theoretisch bzw finde ich auch in der Theorie keinen Gefallen an B's Argumentation.


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Allen oder niemanden helfen - was ist gerechter?

05.09.2018 um 08:07
@Hypernova
sehr gute Gedanken/Argumente :)

Und auch deine Frage, wo Hilfe anfängt, genau das ist so relativ.

Selbst wenn jemand nicht mehr aus dem Haus ginge, um niemanden ausversehen zu helfen, könnte er gerade DAMIT evtl anderen helfen, weil er ja anderenfalls jemanden mit seiner Existenz schaden könnte, indem er zB. aus Leichtsinnigkeit einen Unfall verursacht.
(PS: hab im Nachhinein gesehen, dass du das auch schon geschrieben hattest, aber ich pfusche nicht noch mal in meinem Satz rum :) )

Aber selbst in seiner Wohnung könnte er noch jemanden schaden, wenn er zB einen Brand verursacht.

Und nun kann man das ganze noch weiter spinnen: Selbst wenn es ihn nicht mehr gibt (weil er sich zB umbringt) könnte er damit Menschen helfen -> denjenigen, welchen ee ein Dorn im Auge war ...
... aber auch anderen damit schaden -> denjenigen welche ihn mochten oder welche auf ihn angewiesen waren, zB Kinder oder Tiere.

Wie man es also auch dreht, man kann nicht verhindern, dass man anderen hilft oder auch schadet, egal wo man ist oder ob man existiert oder nicht.

Um wirklich niemanden schaden oder helfen zu können, dürfte man gar nicht erst geboren werden.

Aber - wer genau SO denkt (und da wirds sicher welche geben) - dann sage ich denjenigen:
Du bist nun mal geboren worden, das kannste nicht mehr ändern, finde dich damit ab.
Nun heißt es, das beste aus deinem Leben zu machen, so gut es halt geht.
Und vor allem OHNE generell und immer anderen an widrigen Umständen Schuld zu geben.

Sicher gibts auch mal Ereignisse, wo jemand anderes schuld hatte - zB bei einem Unfall oder wenn jemand einem GRUNDLOS etwas Böses wollte. Aber auch das lässt sich im Nachhinein nicht mehr ändern und ein Hadern mit dem Schicksal nützt einem gar nichts.
----------------

Als ich das so schrieb, kam mir gerade auch der Gedanke: Sollte man, wenn man Hilfe bekommt, dankbar sein (für sich persönlich) oder nicht?
Und wann bzw wofür dankbar sein?
Das ist sicher auch alles relativ

Ich kenne zB einige Hartz4-Empfänger, die sind nicht dankbar, empfinden es als selbstverständlich, dass der Staat hilft und mosern, weil es zu wenig sind.
Dann kenne ich aber auch welche, die sind dankbar, dass sie überhaupt was bekommen, schauen nach unten (zB in andere Länder) wo es das nicht gibt.

Aber bitte HIER jetzt nicht über Hartz-4 diskutieren. Mir gehts nur um Hilfe und darauffolgende Dankbarkeit allgemein.
Wenn wir über Hartz4 diskutieren wollen, ob man dankbar darüber sein sollte, bin ich im Hartz4-Thread gerne mit dabei.


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05.09.2018 um 08:50
Optimist schrieb:Und nun kann man das ganze noch weiter spinnen: Selbst wenn es ihn nicht mehr gibt (weil er sich zB umbringt) könnte er damit Menschen helfen -> denjenigen, welchen ee ein Dorn im Auge war ...
... aber auch anderen damit schaden -> denjenigen welche ihn mochten oder welche auf ihn angewiesen waren, zB Kinder oder Tiere.
wie bitte?
Optimist schrieb:Ich kenne zB einige Hartz4-Empfänger, die sind nicht dankbar, empfinden es als selbstverständlich, dass der Staat hilft und mosern, weil es zu wenig sind.
Dann kenne ich aber auch welche, die sind dankbar, dass sie überhaupt was bekommen, schauen nach unten (zB in andere Länder) wo es das nicht gibt.

Aber bitte HIER jetzt nicht über Hartz-4 diskutieren. Mir gehts nur um Hilfe und darauffolgende Dankbarkeit allgemein.
Wenn wir über Hartz4 diskutieren wollen, ob man dankbar darüber sein sollte, bin ich im Hartz4-Thread gerne mit dabei.
ach, wieder mal, ein Thema anreissen und sich dann verbitten, dass es ausgeführt wird. Sehr nett.


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05.09.2018 um 09:14
@Tussinelda
Hartz4 war nun mal NUR ein BEISPIEL, schrieb ich doch aber ...
... auch dass es mir ganz allgemein um Hilfen und darauffolgende Dankbarkeit (oder auch keine Dankbarkeit) geht.
Und ich schrieb auch, dass ich bezüglich Hartz4 die Dankbarkeit gerne im entsprechenden Faden diskutieren würde.

Zu deinem "wie bitte" - magst du auch begründen, was du daran nicht verstehst?


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05.09.2018 um 09:25
@Optimist
man "hilft" jemandem, indem man sich umbringt? Vielleicht solltest Du mal bedenken, dass es sich nur um Hilfe handelt, wenn diese bewusst geschieht und nicht zufällig. Überhaupt zu argumentieren, der Selbstmord eines Menschen könne ja irgendwie irgendwem "helfen", weil er dann ja nicht mehr da ist und somit "kein Dorn mehr im Auge" von irgendwem sein kann, geschweige denn könne er jemandem (auch Tieren) schaden, weil er dann nicht mehr da ist, das ist makaber, vorsichtig ausgedrückt.


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05.09.2018 um 09:28
@Tussinelda
Das ist nun DEINE Auffassung, dass das makaber ist, ich blicke gerne der Realität ins Auge.

Nur mal ein Beispiel dazu:
willst du negieren, es hätte niemanden geholfen, dass sich Hitler umgebracht hatte?


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05.09.2018 um 09:32
@Optimist
hat es das? Oder war es Feigheit und gleichzeitig das Verhindern, sich seinen Opfern zu stellen, seinen Taten zu stellen und zur Verantwortung gezogen zu werden?
Aber schön, dass Du jetzt mit Hitler kommst. Das ist wohl kaum zum klassischen Selbstmord zu zählen, den Du wohl eher meintest. Kannst auch noch Selbstmordattentäter anbringen, die schaden vielen. Es wird immer lächerlicher.

Noch einmal, HELFEN ist eine bewusste Handlung. Meinst Du Hitler wollte helfen?


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05.09.2018 um 09:38
@Tussinelda

Helfen kann bewusst oder auch unbewusst passieren, oder meinst du unbewusste Hilfen gibts nicht?

Und es geht auch nicht um das Motiv eines Selbstmörders - dieses ist wumpe - es geht mir nur um den Fakt, dass der Mensch dann nicht mehr da ist - ob dies dann jemanden hilft.
Ich denke im Falle H. zB gab es sicher Viele, welche das hilfreich fanden.

Ja und genau, dein Beispiel Selbstmordattentäter - die schaden Anderen.

Das war ja auch was ich im anderen Post gegenüberstellen wollte: ein Selbstmord kann schaden oder nützen - es ist alles (wie so oft im Leben) relativ. Genau darauf wollte ich ursprünglich hinaus.

Und dass das lächerlich ist, ist mal wieder nur Deine MEINUNG die nicht jeder teilen muss.


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05.09.2018 um 09:44
@Optimist
und noch einmal, wenn es Hilfe ist, helfen, dann ist das etwas, dass man entscheidet zu tun, es geschieht bewusst. Alles andere ist keine bewusste Hilfe, sondern quasi ein "Versehen", da kommt irgendwem oder irgendwas etwas Zugute, so als Nebenprodukt irgendeiner Handlung.
Les doch mal Deine Threadüberschrift. Deinen Eingangspost, da geht es darum, bewusst helfen zu wollen oder eben nicht. Du verzerrst das jetzt vollkommen.
Wenn ich 2 Jahre mein Auto nicht fahre und deshalb die Mäusefamilie zufrieden in meinem Auspuff leben kann, dann ist das nur Hilfe, wenn ich gewusst habe, dass die dort leben und ich deshalb das Auto nicht fahre. Wenn ich das aber nicht weiß und das Auto nicht fahre, weil ich gar nicht da bin oder aus Fitness Gründen nur noch Fahrrad fahre, dann konnten die zwar trotzdem glücklich im Auspuff leben, aber nicht aufgrund irgendeiner Hilfe meinerseits.


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05.09.2018 um 09:47
@Optimist

Dankbar sein müssen für einen Rechtsanspruch, den man hat? (ALG II)

Wenn ich Menschen helfe, dann tue ich es nicht, um mir nachher danken zu lassen, sondern weil ich Hilfe für Schwächere oder Menschen in Not als meine Pflicht ansehe. Ich leiste mir noch den altmodischen Luxus eines Gewissens.


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05.09.2018 um 09:51
@Tussinelda
"
Hilfe ... das man entscheidet zu tun ... alles andere ist keine bewusste Hilfe"
ich schrieb doch auch gar nicht, dass unbewusste Hilfe nun auf einmal bewusste Hilfe sei.

Ich schrieb, dass es beides gibt - bewusste und unbewusste hilfe.

@Doors, da stimme ich mit dir vollkommen überein, man kann und sollte keine Dankbarkeit erwarten (auch wenn man sich evtl bissel darüber freuen würde - der eine oder Andere).

Aber bei Hartz4 gings mir darum, ob diejenigen dankbar sein könnten (so ganz für sich selbst, müssten sie gar nicht äußern) oder eben nicht.
Aber das werde ich demnächst im Hartz4-Thread thematisieren, das würde hier den Rahmen sprengen.


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05.09.2018 um 09:52
Optimist schrieb:Aber das werde ich demnächst im Hartz4-Thread thematisieren, das würde hier den Rahmen sprengen.
Mach' das. Ich habe im Rahmen meiner Arbeit mit psychisch kranken Menschen genug Erfahrungen mit diesem Themenkomplex sammeln können.


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05.09.2018 um 09:53
@Optimist
das ist aber kein Helfen. Es hat mit helfen/Hilfe nix zu tun, wenn jemand zufällig von der Handlung eines anderen profitiert.
Optimist schrieb:Aber bei Hartz4 gings mir darum, ob diejenigen dankbar sein könnten (so ganz für sich selbst, müssten sie gar nicht äußern) oder eben nicht.
Aber das werde ich demnächst im Hartz4-Thread thematisieren, das würde hier den Rahmen sprengen.
wenn sie es so ganz für sich selber sind, dann wüßtest Du es doch eh nicht......also was soll das?


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05.09.2018 um 09:55
@Tussinelda
wie du meinst

@Doors
ja werde ich machen, frühestens heute Abend, interessiert mich sehr dieses Thema.
Könntest du mir einen Gefallen tun und mein Post, wo ich das angeschnitten hatte mal in den anderen Thread kopieren ( die relevanten Passagen reichen)
Ich schreibe derzeit nur mit Handy und da klappt das kopieren sehr schlecht.


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05.09.2018 um 10:02
@Tussinelda
wenn jemand - auch nur für sich selbst - über irgendetwas dankbar ist, dann ist dieser Mensch zufriedener, hadert weniger mit seinem Schicksal, wird nicht so leicht verbittert.
Selbst wenn es vielleicht nur Kleinigkeiten sind, über die man dankbar sein kann oder sich freuen kann - zB die Natur (darum ging ea mir - auch bezüglich Hartz4)

Aber auch das mit der Dankbarkeit ist nun leider wieder ein anderes Thema - ich finds so schade, dass man nicht vom Thema abweichen darf... vielleicht drücken die Mods hier ein Auge zu, falls noch eine Entgegnung kommt? ;)


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05.09.2018 um 10:07
Optimist schrieb:Aber auch das mit der Dankbarkeit ist nun leider wieder ein anderes Thema - ich finds so schade, dass man nicht vom Thema abweichen darf
Wenn Du meinst, es waere diskussionswuerdig, mach doch einen eigenen Thread dafuer auf!


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05.09.2018 um 10:11
@Altari
wäre eine Idee, vielleicht gibts auch schon einen, mal suchen :)


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05.09.2018 um 10:13
@Optimist
Du weisst schon, wie man jemanden ansprechen kann, ohne seinen Nick falsch zu schreiben, oder?


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05.09.2018 um 10:20
@Atari
entschuldige bitte, ich weiß das natürlich, muss aber, da mit Handy, per hand adden (aufm Handy funzt Einiges nur manchmal)

@Doors
im Hartz4 -Thread antworte ich dir später, muss jetzt erst mal weg


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