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Umgang mit psychotischem Nachbarn

130 Beiträge, Schlüsselwörter: Schizophrenie, Psychose, Nachbar, Psychotisch

Umgang mit psychotischem Nachbarn

28.01.2019 um 17:04
mumm schrieb:Die Polizei hat wichtigeres zu tun
mumm schrieb:Bei den Beamten machst Du dich mit so einem Vorfall nur lächerlich.
@mumm

Wo hab ich was von polizei erwähnt ?

Lies erst mal worum es geht, damit du dich nicht lächerlich machst.


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

29.01.2019 um 13:49
s.Oliver schrieb:Am besten Links liegen lassen . Nicht aufmachen wenn er bei dir klingelt.
Links liegen lassen wenn er an deiner Türe ,schellt.

Und ich würde wenn du ihm über den Weg läufst, und mit ihm ins Gespräch kommen solltest, immer einer gewissen Körperlichen Abstand zu ihm halten. Aus reiner Eigensicherung quasi.
Aloceria schrieb:So, ich habe zwischenzeitlich mit der Beratungsstelle telefoniert. Leider konnte man mir auch nicht viel Neues sagen.

Ich solle den Nachbarn meiden, solange sich nicht genau geklärt hat, ob er gefährlich sein könnte, und sollte Klingeln an der Tür eher ignorieren (ehrlich gesagt bin ich skeptisch; wie reagiert wohl jemand, der merkt, dass ich zuhause bin - jetzt im Winter z.B. an angeschaltetem Licht, das man durch die Fenster sieht - ihm aber nicht öffnen will? Ich als gesunder Mensch empfände das schon als ziemlich unhöflich und irgendwie feindselig in so einer kleinen Nachbarschaft).

Sollte ich ihm doch mal im Treppenhaus begegnen, sollte ich ihm zuhören, freundlich und verständnisvoll wirken, also auch mal nachfragen, was los ist, wenn er aufgeregt wirkt. Ich sollte seinen Wahnideen allerdings nicht widersprechen, sondern Akzeptanz zeigen. Mich aber ansonsten raushalten. Hm.

Bestätigt hat man auch noch einmal, dass man nichts unternehmen kann, solange nicht Eigen- oder Fremdgefährdung besteht, also er nicht offen aggressiv gegen Menschen reagiert. Dann sollte ich die Polizei rufen, die würden sich drum kümmern, d.h., einen Mediziner hinzuziehen, der dann entscheidet, ob der Nachbar eingewiesen werden muss, oder nicht. Wobei die Hürde schon echt hoch sein soll.
Ich finde es gut das du dich kümmerst, dir Sorgen machst.

Sollte man auf jeden Fall weiter im Auge behalten, den Mann. Und wenn es notwendig erscheind Polizei etc anrufen, wenn er z .B wieder bei Minus Temperaturen ,draußen nackt rumlaufen.

@Aloceria
Gibt es was neues?


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

29.01.2019 um 13:56
s.Oliver schrieb:draußen nackt rumlaufen.
draußen nackt rumläuft


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

29.01.2019 um 13:57
@Aloceria
Hab jetzt nur deinen Bericht gelesen.
Den Vorfall bzw. die Vorfälle der Polizei berichten. Vielleicht können die dir ja weiterhelfen


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

29.01.2019 um 16:01
Schwieriges Thema .

Der Onkel meiner jungen Nachbarin hier im Haus hatte paranoide Chizophrenie.

In guten Zeiten netter , hilfsbereiter Mensch.
Aber wenn nichts passte dann flogen Möbel, Essen, Topfe ect aus dem 3ten Stock auf die Strasse.
Fenster mit Edding voll geschmiert, x f... y, SS Staat, blablabla.
Trennwand zur Küche mit der Faust zerlegt bis auf den Munierstahl.
Agressiv, gewalttätig, Verfolgungswahn...
Heizung nachts mit dem Hammer bearbeitet.

Rufst du die Polizei , holen die den Arzt dazu.
Entscheidet der Eigengefährdung, gehts ab Klinik.
Dort gibts paar Tabletten und sobald nach 2-3 Tagen klar ist entlässt sich selbst.
Nimmt seine Tabletten nicht und der Kreislauf geht von vorn los.

Hier lief das am Ende so, Richter entscheidet Zwangseinweisung,Entmündigung und Zwangs Medikamente.
3 Monate Klinik, entlassen, alles schön.
Keine Medis mehr genommen, also wieder von vorne.
Zwangseinweisung, Entmündigung.....

Dauert jedesmal so 3-4 Monate bis das durch ist und dann rückt das grosse Komanndo an zum abholen.
3 Taxen Polizei, ein Rettungswagen, 1 Wagen Von Gericht, Schlosser Tür öffnen...
Könnte sich oder einen der Beamten ja verletzen bei der Aktion und von Gericht muss der eingesetzte Vormund dabei sein.

Jetzt wohnt er in eine Art btreutes Wohnen wo die Medikamten Einnahme überwacht wird und es läuft gut.

Ruhig auftreten und am besten fern halten ist okay, für diese Menschen ist in dem Moment alles und jeder Feind.
Die Stimmung kann schlagartig umschlagen und er meinen er muss mit dir urplötzlich um sein Leben kämpfen ohne das du grund dazu lieferst.

Der ganze Weg mit den Ärzten und Behörden kann ziemlich langwierig sein bis es ein befriedigendes Ergebnis gibt.
Einerseits gut das man in DE nicht mal eben zwangsweise unter Drogen gestellt und weg gesperrt werden kann, aber für wirklich psychisch kranke eigentlich zu lang.


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

29.01.2019 um 19:09
Ich finde es auch super dass du nicht einfach wegschaust.

Für mich klingt dass auch eher nach Wahnvorstellungen. Evtl ist bei ihm schon etwas psychotisches diagnostiziert worden und er hat während den Vorfällen seine Medikamente nicht genommen/vergessen,wie auch immer.

Oder was für mich auch plausibel klingt sind Drogen.
Bist du ihm denn seitdem nochmal begegnet ? Interessant wäre zu wissen ob er sich an die Vorfälle erinnert. Auszumachen an seinem Verhalten, dir und den anderen gegenüber..Scham z.B


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

30.01.2019 um 00:48
Nee, ich habe ihn jetzt absolut gar nicht mehr gesehen, aber ich bin in letzter Zeit auch sehr viel unterwegs. Höre nur ab und zu bisschen Rumpeln aus seiner Wohnung, oder wenn er laut Musik aufdreht (aber auch nur tagsüber mal 1-2 Stunden).


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

02.02.2019 um 10:48
Nichts Neues soweit, habe aber einen Artikel zum Thema gelesen, der, falls es hier mal ernst wird, leider nicht viel Hoffnung macht :/
https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2019/01/brandenburg-behoerden-ueberfordert-psychisch-krank-tauche.html


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

03.02.2019 um 00:25
Beim SPDI deiner Stadt vorsprechen wäre eine Idee


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

03.02.2019 um 10:10
Hallo zusammen!

Ich habe eine ähnliche Situation durchgemacht. Bei mir war jedoch der eigene Vater, der psychisch erkrankt ist.
Ich lebte mit meiner Lebensgefährtin nebenan (ca. 50m entfernt) in meinem eigenen Haus. Der Kontakt zu meinem Vater war immer gut und es gab nie größere Streitigkeiten bis es dann 2014 losging. Es kam immer schubweise. Zu Beginn erzählte er mir wirre Sachen bis hin (2016) wo er unterstellte, dass ich ihn ermorden will. Er zog auch die Polizei hinzu.

Letztendlich verkaufte ich das Haus und wir zogen ca. 40km entfernt weg. Kein Kontakt mehr!
Im Zeitraum 2014 bis 2016 versuchte ich auch alles (Polizei, Gespräch mit Psychologen, PSD usw.). Mein Vater wäre allerdings nie zu einem Arzt gegangen - daher gibt es bis heute keine offizielle Diagnose. Nun ist es so, dass er mit allen Nachbarn zerstritten ist, sich massiv verfolgt fühlt und nur herumqueruliert.

Mein vielleicht egoistisch klingendes Fazit allgemein: Ich denke nicht, dass es unsere Aufgabe ist, diese Menschen zu umsorgen. Natürlich kann und soll man zuständige Stellen einschalten - das mit Bedacht und viel Vorsicht (kann ein gefährlicher Schuss nach hinten sein). Derartige Krankheiten können einen gefährlichen Verlauf nehmen - Eigenschutz geht immer vor! Abstand halten, bei Auffälligkeiten Polizei konsultieren. Im schlimmsten Fall Wohnortwechsel.
Aus Erfahrung kann ich nur sagen, dass es nahezu unmöglich ist, diese Leute einer Therapie zuzuführen - wenn sie das selber nicht wollen.
Für Zwangseinweisung muss schon was Schwerwiegendes vorliegen!
Hier den Samariter zu spielen ist naiv und kann sehr gefährlich enden.

Mister-X


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

03.02.2019 um 10:21
Aloceria schrieb am 29.12.2018:Wie handelt man in der Situation so, dass kein Schaden entsteht?
Hast du denn endlich den sozial psychiatrischen Dienst angerufen?


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

03.02.2019 um 10:51
Leopard2a4 schrieb:Beim SPDI deiner Stadt vorsprechen wäre eine Idee
kreativbinichn schrieb:Hast du denn endlich den sozial psychiatrischen Dienst angerufen?
Ja, das habe ich auf Seite 3 des Threads auch schon geschrieben.
Mister-X schrieb:Letztendlich verkaufte ich das Haus und wir zogen ca. 40km entfernt weg. Kein Kontakt mehr!
Dann hoffe ich, dass Du Dir das nicht vorwirfst, wenn Dein Vater mal stirbt. Nach dem Tod meines Vaters habe ich mir wegen deutlich kleinerer Differenzen Vorwürfe gemacht.
Mister-X schrieb:Hier den Samariter zu spielen ist naiv und kann sehr gefährlich enden.
Es geht darum, hier im Haus friedlich und in Ruhe weiterleben zu können, und zu verhindern, dass ein Schaden entsteht. Von "Umsorgen" oder "Samariter spielen" kann wohl keine Rede sein.


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

03.02.2019 um 11:39
Aloceria schrieb: geht darum, hier im Haus friedlich und in Ruhe weiterleben zu können, und zu verhindern, dass ein Schaden entsteht.
Das liegt wohl nicht allein in deiner Macht. Du hast doch schon dein möglichstes getan.


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

03.02.2019 um 12:29
Aloceria schrieb:Dann hoffe ich, dass Du Dir das nicht vorwirfst, wenn Dein Vater mal stirbt. Nach dem Tod meines Vaters habe ich mir wegen deutlich kleinerer Differenzen Vorwürfe gemacht.
Ich habe für mich alle verfügbaren Mittel ausgenutzt und letztendlich die "Kurve gekratzt". Wenn ich den Schritt mit dem Verkauf nicht gemacht hätte, wäre meine Beziehung und mein Leben den Bach runtergegangen.
Seine Krankheit hat sehr sehr böse Seiten ans Licht gebracht und ich bin ehrlichgesagt sehr froh, Ruhe von ihm zu haben. Für mich ist er nicht mehr existent und ich gehe nun meinen Weg mit meiner Familie.
Aloceria schrieb:Es geht darum, hier im Haus friedlich und in Ruhe weiterleben zu können, und zu verhindern, dass ein Schaden entsteht. Von "Umsorgen" oder "Samariter spielen" kann wohl keine Rede sein.
Verhindern kann man gar nichts. Erstens hängt es davon ab, WELCHE psychische Störung vorliegt, dann ob der Betroffene bereit ist HILFE in Anspruch zu nehmen und noch weitere Faktoren (z.B. ob er medikamentös eingestellt wird).
Letztendlich gibt der Erkrankte vor, wie das Ganze abläuft. Als Außenstehender hat man nur sehr wenig Eingriffsmöglichkeiten.
Polizei, PSD, Amtsarzt können auch nur sehr bedingt eingreifen - außer es liegt etwas strafrechtlich Relevantes vor oder es besteht Eigen- bzw. Fremdgefährdung!

Worst Case Szenario: Notwendiger Wohnortwechsel oder Eskalation.

Mister-X


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

03.02.2019 um 12:29
Bruderchorge schrieb:Das liegt wohl nicht allein in deiner Macht. Du hast doch schon dein möglichstes getan.
Korrekt


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

03.02.2019 um 13:48
Krass , was dieser Nadine aus deinem Rbb 24 Link passiert ist .

Das geht einem echt Nahe.


Jetzt ist die Nadine E wegen dem Gewalttätigen jungen Nachbarn da weggezogen.


Hätte ich bestimmt auch gemacht , wenn die Behörden den Psychotiker wegen der Rechtslage nicht wegsperren können.Dann wäre ich da auch, weggezogen. Oder es wäre irgendwann so weit gekommen , das ich Selbstjustiz begannen hätte. Aber bevor es soweit kommt ziehe ich lieber da weg.


Hast schon darüber nachgedacht , da wegzuziehen?


Noch ist nix passiert , noch hat euer Nachbar nix böses gemacht.


Aber Angst hast du schon, das er Ausrasten könnte.... merke ich wenn ich deine Beiträge , verfolge.


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

03.02.2019 um 14:07
Na, übermäßig Angst habe ich nicht. Aber Vorsicht ist wohl nie verkehrt.

Sollte es hier immer schlimmer werden, werde ich wohl einen Umzug in Erwägung ziehen, sofern die Polizei oder der sozialpsychiatrische Dienst nichts unternehmen. Aber aktuell würde ich erstmal sagen: Abwarten. Bisher habe ich von dem Nachbarn gar nichts mehr mitbekommen. Vielleicht bleibt es ja so ruhig.


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Umgang mit psychotischem Nachbarn

03.02.2019 um 14:22
Aloceria schrieb:Aber aktuell würde ich erstmal sagen: Abwarten. Bisher habe ich von dem Nachbarn gar nichts mehr mitbekommen
Jah, das ist erstmal gut.

Vielleicht geht es ihm ja wieder besser! ( Allerdings hoffe ich nicht, das das,ein schelchtes Zeichen ist, das du nichts mehr von ihm mitbekommen hast!)

Nicht das der da jetzt Tod, in seiner Wohnung liegt!


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03.02.2019 um 14:34
derMessias schrieb am 29.01.2019:Den Vorfall bzw. die Vorfälle der Polizei berichten. Vielleicht können die dir ja weiterhelfen
Die helfen in der Regel nicht weiter. Die eigene Wohnung gilt im Juristendeutsch als "Höchstpersönlicher Lebensbereich". Wenn man zur Miete wohnt, einfach den Vermieter anschreiben und einen Wohnungsmangel geltend machen. Ein möglicher Grund ist z.B eine eingeschränkte Nutzung durch das Verhalten Dritter. Dann einen Teil der Miete einbehalten und auf einem Anderkonto deponieren. Sobald der Zustand beseitigt ist oder verändert wurde, kann der Vermieter das bis dahin einbehaltene Geld ausbezahlt bekommen. Alles andere funktioniert nur schleppend. Aber sobald es ans Portemonnaie geht, kann es ganz schnell eine Lösung geben. Natürlich sollte man sich vorher rechtlich absichern und vielleicht einen RA mit einbeziehen. Behörden sind da weniger kooperativ.


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03.02.2019 um 14:50
JamieStarr schrieb:Die eigene Wohnung gilt im Juristendeutsch als "Höchstpersönlicher Lebensbereich".
In seiner Wohnung kann er ja auch machen, was er will. Sobald er die anderen Leute belästigt (z.B. durch Randale im Treppenhaus oder an den Haustüren der Anderen) hört der Spaß auf.
JamieStarr schrieb:Aber sobald es ans Portemonnaie geht, kann es ganz schnell eine Lösung geben.
Das vermute ich auch. Gut, das wäre auch noch eine Idee, im Zweifelsfall über den Vermieter zu gehen.
s.Oliver schrieb:Nicht das der da jetzt Tod, in seiner Wohnung liegt!
Nö, ab und zu hört man bisschen Gerumpel oder Musik. Aber er fiel halt bisher nicht mehr besonders auf, weder "normal", noch negativ.


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