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Muss man was aus sich machen? Oder ist man bereits völlig ok?

93 Beiträge, Schlüsselwörter: Bildung, Sein, Wachstum, Natürlichkeit

Muss man was aus sich machen? Oder ist man bereits völlig ok?

04.04.2019 um 09:55
@Hootmacher

es geht jar nicht darum zu hartzen, sondern zu erkennen dass dein sein nicht davon abhängt wie viel geld du auf dem konto hast, sondern das im hier und jetzt alles bereits perfekt ist. du sollst keiner illusion nach rennen, wenn du aber sagst ich möchte viel geld verdienen ist das völlig okay, aber dass ist nicht der sinn deines daseeins


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Muss man was aus sich machen? Oder ist man bereits völlig ok?

04.04.2019 um 10:00
@Can
Volle Zustimmung!
Leider hat man manchmal den Eindruck, als würde die Gesellschaft nur eine Form der Lebensführung belohnen und schätzen. In einer freien Gesellschaft sollte es aber möglich sein, sich frei zu entfalten - nicht nur im unternehmerischen Sinne.


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Muss man was aus sich machen? Oder ist man bereits völlig ok?

04.04.2019 um 10:04
Doors schrieb:So lebt ein Grossteil der Menschheit doch heute schon - ganz verrannt ins Hier und Heute. Bloss nicht an Morgen denken, an die Zukunft. Heute wird gelebt. Heute wird konsumiert. Heute wird ruiniert. Die Folgen mögen andere oder die Nachgeborenen tragen. Irgendwer wird den Müll nach der Party schon wegräumen. Scheiss auf's Klima. Mein SUV fährt auch ohne Eisbären und meine Urlaubsflüge führen nicht nach Bangladesh. Sollen sie doch absaufen oder verhungern. Mir egal. Wenn mich ihre Todesschreie stören, drehe ich die Musik lauter. The Beat goes on! Wir wollen Glück und Frieden jetzt leben - die Kosten dafür mögen andere tragen. Was schert mich der Rest der Welt. Eure Armut kotzt mich an!
ich glaube nicht das wandermänch das so meint. es geht viel mehr darum mit der illusion zu brechen, dass ich irgendetwas brauche um mich vollkommen zu fühlen. ich brauche weder einen doktortitel, noch brauche ich einen benz, noch viel geld auf dem konto, noch muss ich daraufhin arbeiten, um glück oder zufriedenheit zu erfahren. Das erzeugt nämlich nur leid, weil ich das hier und jetzt nur als ein mittel zum zweck sehe. wenn man diese sachen hat, ist das natürlich vollkommen in ordnung, aber das was du beschreibst, ist einfach rücksichtslosigkeit, verschwenderisch und eigensinniges handeln, was rein gar nichts mit dem thread zu tun hat.

@Negev
danke. wird durch social media immer schlimmer, habe ich das gefühl.


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Muss man was aus sich machen? Oder ist man bereits völlig ok?

04.04.2019 um 10:14
Negev schrieb:Man kann ja auch in anderer Hinsicht Fortschritte erzielen. Indem man sein Horizont erweitert, Erfahrungen macht oder etwas Neues ausprobiert.
Das zählt nicht.
Du musst etwas tun, damit du dir in den Augen der anderen deine Lebensberechtigung verdienst.

Meinetwegen Sand von einer Stelle auf eine andere schippen.

Unsere Religion ist Leistung.
Irgend was vermehren, egal was, obwohl wir schon genug von allem haben.
So viel dass wir 25% der Lebensmittel vernichten und unsere Produkte im Meer dümpeln.

Werde Hundepsychologe, erfinde den fliegenden Kugelschreiber ..
Egal was. Aber immer mit dem Ziel Geld zu machen.
Dann bist du so beschäftigt, dass du dir um anderes keine Sorgen machen musst.


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Muss man was aus sich machen? Oder ist man bereits völlig ok?

04.04.2019 um 12:54
Can schrieb:sondern das im hier und jetzt alles bereits perfekt ist.
Ist das nicht auch eine mögliche Illusion?
Negev schrieb:In einer freien Gesellschaft sollte es aber möglich sein, sich frei zu entfalten - nicht nur im unternehmerischen Sinne.
An einer freien Gesellschaft wird immermal gebastelt. Ist eben nicht so einfach. Menschen sind ja keine Apps, noch nicht.
Can schrieb:dass ich irgendetwas brauche um mich vollkommen zu fühlen.
Manchmal brauchst Geld um gesundheitlich vollkommen gesund zu sein. Dein Jetztsein verdankst du deinem Vergangenheits-ich.

Erinnert alles an Eckhardt Tolle. The power of now. Nach 2 Jahren auf der Parkbank hat er die Erläuchtung sozusagen gefunden, dass das jetzt zählt usw.
Hyperborea schrieb:Negev schrieb:
Man kann ja auch in anderer Hinsicht Fortschritte erzielen. Indem man sein Horizont erweitert, Erfahrungen macht oder etwas Neues ausprobiert.
Das zählt nicht.
Du musst etwas tun, damit du dir in den Augen der anderen deine Lebensberechtigung verdienst.
Wir sind soziale Wesen, deswegen kann man nicht einfach den Einfluss der anderen abschalten.

Psychologisch gesehen sind wir nichtmal Individuen. Die Gedanken kommen aus dem nichts, als ob fremde Menschen im Kopf sind.
Hyperborea schrieb:Meinetwegen Sand von einer Stelle auf eine andere schippen.
Wer rastet der rostet. Wenn man als Sisyphos glücklich ist, hat man es geschafft.
Hyperborea schrieb:Unsere Religion ist Leistung.
Irgend was vermehren, egal was, obwohl wir schon genug von allem haben.
So viel dass wir 25% der Lebensmittel vernichten und unsere Produkte im Meer dümpeln.
Das Problem ist, dass man bestimmt Dinge sehr schwer bekommt zb. sozialen Status. Das ist aber scheinbar ein evolutionärer Antrieb bei Menschen. Es ist ein biologisch eingebauter Hamsterrad.

Erinnert an diese männlich Mäuseart, die 3 Wochen nonstop sex haben, dann an Erschöpfung sterben.
Hyperborea schrieb:Werde Hundepsychologe, erfinde den fliegenden Kugelschreiber ..
Egal was. Aber immer mit dem Ziel Geld zu machen.
Dann bist du so beschäftigt, dass du dir um anderes keine Sorgen machen musst.
Naja wenn die Steuern hoch sind, da fällt es sogar workaholics schwer zu motivieren.

Arbeitsgeilheit ist meistens nicht das Problem, sondern Hedonismus und Konsumismus. Damit macht man sich eher das Leben kaputt.

Gegen Workoholicm gibts es normalerweise ein biologisches Energiessparprinzip das dem entgegenwirkt.


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05.04.2019 um 16:00
epikur schrieb:Ist das nicht auch eine mögliche Illusion?
nein, denn ich meine hier den zusammenhang zwischen nach etwas in der zukunft streben und dem gegenwärtigen zustand. etwas was ich im hier und jetzt nicht habe, kann mir kein gefühl in der zukunft geben
epikur schrieb:Manchmal brauchst Geld um gesundheitlich vollkommen gesund zu sein. Dein Jetztsein verdankst du deinem Vergangenheits-ich.
auch hier wieder aus dem zusammenhang genommen. wenn ich geld brauch für eine operation und mir dann ein plan schmiede und denke wie ich an das geld ran komme, ist natürlich was total anderes als etwas in der zukunft zu suchen, was im hier und jetzt scon vorhanden ist
epikur schrieb:Erinnert alles an Eckhardt Tolle. The power of now.
eckhart tolle ist toll


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Muss man was aus sich machen? Oder ist man bereits völlig ok?

05.04.2019 um 17:11
Sehr interessantes Thema!

Man hört nichts anderes wie, dass man immer höher und weiter gehen soll, sich weiterbilden soll, mehr Geld verdienen soll, nie stehenbleiben soll etc.

Aber auf die Idee, dass es auch Leute gibt, die mit weniger zufrieden sind oder mit ihrer Lebenssituation so zufrieden sind wie sie ist, kommen viele nicht. Ich habe ein Gehalt, das für mich okay ist und mit dem ich sehr gut leben kann, bei dem viele bestimmt sagen würden: Oh je das ist viel zu wenig, du musst unbedingt noch studieren oder dich weiterbilden. Ich bin gesund, habe eine schöne Wohnung, die ich mir ohne Sorgen leisten kann, kann mich auch über die kleinen Dinge im Leben freuen - also viel mehr wie viele andere mit mehr Geld und einem besseren Job jemals haben werden.

Finde ich ganz furchtbar, dass es immer nur ums Geld und Erfolg geht und nicht um die Dinge, die wirklich wichtig sind im Leben. Man hat bei vielen auch den Eindruck als faul zu gelten, wenn man sagt man will da bleiben wo man ist, weil man so zufrieden ist. Ich glaube auch, dass viele gar nicht zufrieden sein können, weil sie immer mehr brauchen und wollen. Und diese Leute tun mir eigentlich echt leid.


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05.04.2019 um 17:25
@Sonnenblume91
Da kann ich dir nur zustimmen :)

Auch ich finde es natürlich nicht verkehrt, wenn man etwas aus sich machen möchte.
Trotzdem sollte man aber auch stets das, was man hat, zu schätzen wissen. Bspw. sind sich viele nicht einmal bewusst, welch Glück es eigentlich ist, dass man überhaupt gesund ist. Allein das sollte doch eigentlich schon Grund genug sein, zufrieden mit seinem Leben zu sein. Leider wissen viele Menschen Dinge erst dann zu schätzen, wenn sie diese "verloren" haben.

In diesem Sinne bin ich eigentlich einfach nur dankbar für alles, was in meinem Leben positiv ist, weil eigentlich nichts davon wirklich selbstverständlich ist (Ich bin gesund, habe eine absolut warmherzige, fürsorgliche Familie und ich kann mir so ziemlich alles alltägliche finanziell leisten, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben).


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05.04.2019 um 19:37
@epikur
epikur schrieb:Lebe im Verborgenem in deinem Garten.
Dieses Zitat hat mich die ganze Woche begleitet. Danke dafür!


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Muss man was aus sich machen? Oder ist man bereits völlig ok?

05.04.2019 um 19:39
gruselich schrieb:Dieses Zitat hat mich die ganze Woche begleitet. Danke dafür!
Freut mich, bitte.


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Muss man was aus sich machen? Oder ist man bereits völlig ok?

06.04.2019 um 08:43
Ich finde, man ist gesellschaftlich soweit, dass man irgendwie in allen Bereichen das Maximum aus sich herausholen soll/kann und der Druck steigt:

- Arbeit: Man soll den höchstmöglichen Schulabschluss und Abschluss erreichen und sich ständig beruflich optimieren
- Freizeit: Es gibt so viele Freizeitangebote und es ist wichtig, dass man seine Freizeit sinnvoll nutzt und viel macht und
einigen trendigen Hobbys nachgeht
- Status: Es sollte ein Eigenheim sein (in manchem Kreisen), oft auch mit äußerst großzügig berechneter Wohnfläche und
pfiffigem Garten, jeder Erwachsene ein Auto, interessante Urlaube, neue hochwertige Kleidung
- Umfeld: Man sollte möglichst auf Augenhöhe heiraten (bei Frauen ist es auch in, einen beruflich erfolgreicheren Menschen
zu heiraten), interssante und viele Freunde haben ....
-Ich: Zu dem Maximum an Bildung sollte man optimal gut aussehen (gesund und nachhaltig ernährt, modisch gekleidet sein,
nicht nur beruflich, sondern auch bei aktuellen Themen "auf der Höhe der Zeit" ....

Es verursacht Stress, v.a., wenn du Kinder hast und dann in einem Mütterwettberb bist, wer das begabtere, schulisch erfolgreichere etc Kind hat ... furchtbar.

Ich glaube, das Problem ist, dass man selbst im Laufe seines Lebens seine Maßstäbe massiv ändert. Bei mir war es zumindest so - Im Studium war ich das erste Mal in den Semesterferien im Ausland und hatte einen Vollzeitgastrojob. Ich lernte die Landessprache und wohnte bei einer total netten, fürsorglichen Familie. Im Sommer rollte der Laden, in dem wir arbeiteten und oft war es so, dass man sehr viel arbeiten konnte und urplötzlich hatte ich so viel Geld wie niemals zuvor zur Verfügung. Im Studium war ich oft einsam - in die Familie total integriert .... und die Arbeit machte auch Spaß - weil die Kollegen so nett waren, es einfach "neu" für mich war ... ich war eine Weile lang echt drauf und dran, in Deutschland alles hinzuwerfen und neu durchzustarten ....

Nach heutigen Maßstäben bin ich natürlich sehr froh, dass ich das nicht gemacht habe - ich hätte nicht ewig bei der Familie leben und mich dort andocken können ... im Winter wäre ich arbeitslos gewesen und der Job wäre auch Dauer auch tröge gewesen ... Ob ich so dauerhaft ungelernt im Ausland glücklich gewesen wäre - ich weiß es nicht. All das wusste ich aber vor 20 Jahren gar nicht so wirklich ...

Das mit der Irin von @Doors und den Bauklötzchen stimmt natürlich - die Gesellschaft ist aber äußerst irritiert, wenn du es mit weniger Bauklötzchen auch schaffst, dir etwas aufzubauen oder glücklich zu sein.
epikur schrieb:Lebe im Verborgenem in deinem Garten.
Ist nicht nur ein sehr schönes Zitat - ich glaube, man ist so damit beschäftigt, all den oben genannten Zielen nachzuhetzen, dass man sich oft selbst ein wenig verliert ... vermutlich ist weniger viel mehr.


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06.04.2019 um 09:13
MissMary schrieb:Arbeit: Man soll den höchstmöglichen Schulabschluss und Abschluss erreichen und sich ständig beruflich optimieren
- Freizeit: Es gibt so viele Freizeitangebote und es ist wichtig, dass man seine Freizeit sinnvoll nutzt und viel macht und
einigen trendigen Hobbys nachgeht
- Status: Es sollte ein Eigenheim sein (in manchem Kreisen), oft auch mit äußerst großzügig berechneter Wohnfläche und
pfiffigem Garten, jeder Erwachsene ein Auto, interessante Urlaube, neue hochwertige Kleidung
- Umfeld: Man sollte möglichst auf Augenhöhe heiraten (bei Frauen ist es auch in, einen beruflich erfolgreicheren Menschen
zu heiraten), interssante und viele Freunde haben ....
-Ich: Zu dem Maximum an Bildung sollte man optimal gut aussehen (gesund und nachhaltig ernährt, modisch gekleidet sein,
nicht nur beruflich, sondern auch bei aktuellen Themen "auf der Höhe der Zeit" ....
So nehme ich die sache auch war. Man muss überall der oder die beste sein.
Dass erinnert mich sehr an früher wo es auch sehr darum ging das perfekte leben zu leben.

Keine ahnung wann die Gesellschaft das letzte mal so konservativ tickte, und warum so erschreckend viele leute auch noch mitmachen und keine Revolution im sinne der späten 60 er oder besser im sinne von Punk anzetteln.

Vielleicht ist es noch nicht schlimm und extrem genug. Vielleicht brauchen wir erst extrem viele Amokläufe, extrem gestiegene Scheidungsraten und andere dinge das die Leute aufwachen.

Ich mach gerne etwas mehr aus mir und sehe darin sogar einen Antrieb, bei mir ist es allerdings keine Religion geworden und ich denke ich halte die Waage.
Aus sich nichts zu machen ist auch keine Lösung.


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06.04.2019 um 09:28
Ich denke, die Kunst liegt darin, die richtige Balance zwischen Anpassung und Selbstentfaltung zu finden. Wenn man sich zu sehr anpasst, besteht die Gefahr, dass man sich selbst und seine Bedürfnisse aus den Augen verliert.

Wenn man sich nicht anpassen will, lebt man in Konflikt mit der Umwelt, wodurch dieser Kampf die Ressourcen verbraucht, die man eigentlich in die Selbstentfaltung stecken könnte.


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06.04.2019 um 11:55
PeterThomas schrieb:Vielleicht ist es noch nicht schlimm und extrem genug. Vielleicht brauchen wir erst extrem viele Amokläufe, extrem gestiegene Scheidungsraten und andere dinge das die Leute aufwachen.
Oder so was hier:
Youtube: Japan: Tod durch zuviel Arbeit | ARTE Reportage

Der Mensch ist durchaus leidensfähig.
PeterThomas schrieb:Keine ahnung wann die Gesellschaft das letzte mal so konservativ tickte, und warum so erschreckend viele leute auch noch mitmachen und keine Revolution im sinne der späten 60 er oder besser im sinne von Punk anzetteln.
Vielleicht hat es damit zu tun, das Menschen zwar vernetzt sind gleichseitig aber alles anonym und kleiteiliger und vergleichbar ist.


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06.04.2019 um 12:06
Negev schrieb:Der Mensch ist durchaus leidensfähig.
Leidensfähig ist ja sogar ganz gut, aber zu welchem übergeordneten zweck. Um im Wettbewerb bestehen zu können oder wenigstens nicht im Wettbewerb unterzugehen?

Ein bisschen Wettbewerb mag sogar belebend sein, aber es darf nicht zu viel sein. Wenn gesundheitliche Probleme sich ankündigen oder andere negative folgen anfangen sollte man sein handeln doch überdenken.
Negev schrieb:Vielleicht hat es damit zu tun, das Menschen zwar vernetzt sind gleichseitig aber alles anonym und kleiteiliger und vergleichbar ist.
Nein, das spielt keine Rolle. Die Vernetzung sollte doch einer Gegenkultur doch eher zuträglich sein.

Sicher gibt es noch gegenkulturen die gegen das Establishment sind aber diese gegenkulturen entspringen Ironischerweise in gewisser Weise sogar dem Establishment.


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06.04.2019 um 12:14
PeterThomas schrieb:Nein, das spielt keine Rolle. Die Vernetzung sollte doch einer Gegenkultur doch eher zuträglich sein.
Was ich mir auch gedacht habe - früher gab es durchaus Studentenproteste. Führer hatten die Studenten aber auch wesentlich mehr Zeit, andere Erfahrungen zu sammeln, sich auszutauschen oder den Kopf frei zu bekommen.

Haute ist die Situation der Studierenden wohl so dramatisch wie nie. Viel Stoff zum auswendig lernen und dazu kommen finanzielle Sorgen, Nebenjob.

Diese Leute haben wohl schlicht keine Zeit für neue Gedanken. Vielleicht kann man vieles daraus ableiten: Stress führt zur Lethargie.


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06.04.2019 um 12:21
@Negev
Warum sollen nur die Studierenden Protestieren, auch leute aus anderen schichten haben Intellektuell und Geistig die Fähigkeiten um zu erkennen und zu hinterfragen was alles verbesserungswürdig ist.

Es müssen ja nicht mal nur die Jungen sein, jeder hat das recht das auszusprechen, die meisten tun es doch mehr als unzufriedenheitsbekundungen kommt nicht.

Vor 50 jahren hatten die leute auch viel zu tun, denke ich zumindest, doch trotzdem hatten sie den Antrieb um aufzustehen und etwas zu ändern, heute sind viele Resigniert und zweifeln an den verbesserungen dieser Bewegung und leben anstatdessen lieber brav weiter.


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06.04.2019 um 12:22
In einer Dokumentation über die Todesstrafe in den USA wurde einer der Hingerichteten mit folgenden letztem Satz zitiert, den er den Beiwohnern der Hinrichtung gesagt hat:

"Ich habe die Karten so gespielt, wie ich Sie vom Leben zugeteilt bekommen habe."

Ich weiß nicht, ob der Satz von Ihm selbst stammt, oder ob er Ihn irgendwo gelesen hat.

Jedenfalls beinhaltet er unfassbar viel Weisheit.


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06.04.2019 um 12:22
PeterThomas schrieb:Die Vernetzung sollte doch einer Gegenkultur doch eher zuträglich sein.
Einsamkeit ist eines der Probleme unserer Zeit. In England gibts dafür extra ein Ministerium. Wie kommt denn sonst deiner Meinung nach diese Diskrepanz zu Stande? Wir sind mit sehr vielen Menschen über das Internet vernetzt, dennoch sind wir sehr oft als Einzelkämpfer unterwegs. Ich denke schon, das hier der direkte Kontakt fehlt und das dadurch viel Potential zur Veränderung verloren geht.


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06.04.2019 um 12:24
PeterThomas schrieb:Warum sollen nur die Studierenden Protestieren
Das hab ich nur als Beispiel angeführt. Menschen in der Arbeitswelt sind genauso von Stress betroffen.


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