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Zu jung um das Leben zu beenden?

383 Beiträge, Schlüsselwörter: Freitod, Sterbehilfe, Niederlande

Zu jung um das Leben zu beenden?

10.06.2019 um 13:55
Missandei schrieb:Ok, woran lag es? Auf einer Polizeiwache arbeiten unzählige Menschen. Auch speziell dafür ausgebildet. Und wenn ich nen Versuch bei allen 1500 Mitarbeitern starte
Ich gehe davon aus, dass das Trauma bei Noa zu tief sass. Da kann jemand noch so ein Traumaexperte sein, wenn das Opfer dann sofort anfängt unkontrolliert zu weinen, zittern oder schlimmeres, dann kann man nichts tun.


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Zu jung um das Leben zu beenden?

10.06.2019 um 14:00
@Nikto
Keine Ahnung, bin da kein Experte was es alles an Möglichkeiten gibt und ob tatsächlich alle ausgeschöpft wurden. Es ist einfach schade um so ein junges Leben.


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10.06.2019 um 14:04
Missandei schrieb:Es ist einfach schade um so ein junges Leben.
Das ist es immer.


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10.06.2019 um 20:52
Nikto schrieb:Yong, Du wirst es spätestens dann lernen und verstehen wenn Du so was selbst erlebst.
Hab ich schon, mehrfach, über Jahre hinweg. Ist und war für mich nie ein Thema. Hat mich nicht beeindruckt, das Leben geht weiter- bestens sogar. ;D

Aber ich habe eine wichtige Lektion gelernt: Andere machen mir nicht mein Leben kaputt.


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10.06.2019 um 20:59
@yong

Öhm, was hast Du mehrfach über Jahre erlebt?
Missbrauch/Vergewaltigungen und es hat dich nicht beeindruckt bzw. war nie Thema :ask:


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10.06.2019 um 21:06
yong schrieb:Aber ich habe eine wichtige Lektion gelernt: Andere machen mir nicht mein Leben kaputt.
Dann schätze dich glücklich, dass du soviel Resilenz besitzt, leider darf nicht jeder soviel Resilenz sein eigen nennen.

Ich besitze zwar jetzt auch mehr Resilenz als mit 17, ob ich darüber stehen könnte was das Mädchen durchgemacht hab wage ich zu bezweifeln.

Gibt es überhaupt fälle mehrfacher Vergewaltigungsopfer, die damit wenn man so sagen kann, gut klarkamen? Soweit ich weiß kann bereits eine Vergewaltigung schon einen riesen schaden anrichten, nein es muss nichtmal eine Vergewaltigung sein, weniger reicht bereits aus um großen schaden anzurichten.


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10.06.2019 um 21:19
@Vogelspinne

Damit gehe ich nicht hausieren, aber es war eben das Komplettpaket.
Nein, es war nie ein Thema. Dazu müsste ich ausholen, warum und wieso, aber das mache ich nicht öffentlich. ;)

@PedroThomaso


Ich weiß es nicht. Eine damalige Freundin von mir ist wohl von ihrem Vater vergewaltigt worden, über Jahre hinweg. Wir haben es erst gewusst als sie sich umgebracht hat. Sie war immer völlig normal. Jeder verarbeitet solche Erlebnisse wohl anders. Ich bin mir sicher das auch ihr Leben anders verlaufen wäre, wenn sie sich jemandem anvertraut hätte und nicht diesen Weg gewählt hätte. Sie war so wunderschön und hätte bestimmt eine fantastische Zeit erleben können.


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10.06.2019 um 21:25
@yong

Dann vermute ich einfach..
Das verdrängen eine Rolle spielt.. Jetzt nicht auf dich bezogen, sondern die Aussage..
Durchs verdrängen, setzte
die Selbsterhaltung ein!

Nene solls da nicht ins Detail gehen..

Wollte das nur nicht missverstehen.


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10.06.2019 um 21:26
yong schrieb:Sie war so wunderschön und hätte bestimmt eine fantastische Zeit erleben können.
Sie hätte eine fantastische zeit erleben können wenn sie nicht von ihrem Vater vergewaltigt worden wäre, jeder kann eine wunderschöne zeit erleben zumindest wenn die Vergangenheit und die stärke es zulässt.
yong schrieb:Sie war immer völlig normal
Manche Menschen sind gut darin dinge zu verbergen, manchmal ist das umfeld nicht gut darin sowas zu erkennen.


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10.06.2019 um 21:35
Unterschiedliche Menschen haben unterschiedliches Empfinden,
jeder steckt so harte Dinge anders weck.
Leider auch welche, die garnicht mehr klar kommen und der Lebensmut Ade sagt.

So traurig das Ist!


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10.06.2019 um 21:39
PedroThomaso schrieb:Manche Menschen sind gut darin dinge zu verbergen, manchmal ist das umfeld nicht gut darin sowas zu erkennen.
Sehr kluge Worte. Ja, dem ist leider so. Man versucht sich ja in einem solchen Fall zu erinnern ob man einen Hilferuf oder dergleichen übergangen hat, aber da war nichts. Vielleicht waren wir damals auch zu sehr mit der eigenen Person beschäftigt.

Wem bringt ihr Tod etwas? Ihr erst recht nicht. Gerade wenn junge Menschen "freiwillig" aus dem Leben scheiden, empfinde ich dies als enormen Verlust, denn jedes gesunde Leben verdient es gelebt zu werden.

@Vogelspinne

Vielleicht ist es wirklich ein Verdrängen, vielleicht auch irgendein anderer Schutzreflex, vielleicht auch nur der pure Selbsterhaltungstrieb. Man kann die Uhr ja nicht zurückdrehen. Da man nichts ändern kann, bringt es auch nichts es vor sich her zu schieben. Folglich lässt man es da wo es ist und hingehört.


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10.06.2019 um 21:45
@yong

Das verdrängen ist ja die selbsterhaltung :)
Du hast z.b für Dich das passende gefunden, was dich normal am Leben teilhaben lässt.

Nachtrag: das stimmt, es ist vergangen..
Aber halt stecken manche auch dieses nicht weck.
Mich begleitet mein frühkindliches Trauma seit ü 40 j...
Weck gehts ja nicht von Alleine und Therapeuten konnten bis heute den knoten nicht lösen, ich ebenso wenig.


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10.06.2019 um 21:47
@yong
Wenn man sich das leben nehmen will dann will man nur den schmerz los werden und die ganzen Probleme, man hofft das es auf der anderen seite besser ist.

Ich weiß nicht ob es gesund ist, wenn man in jungen jahren ein so großes Bedürfnis hat zu sterben. Da muss sehr viel schief laufen damit man wirklich sowas durchziehen will.

Ausserdem dauert es lange bis man drüber weg ist und man muss viel an sich arbeiten um diese gefühle loszuwerden, und das alles nur wegen der Gewalt die einem angetan wurde.

Dass es nach der schweren phase trotzdem wieder schön wird, das glaubt man in dem Moment erst mal nicht. Für mich hat sich das gelohnt, obwohl ich weder Preise für irgendwas bekam und sich ein äußerer erfolg nur etwas einstellte.


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10.06.2019 um 21:57
@PedroThomaso

Ich vermute, weiß es aber nicht!

Klingt jetzt irgendwie doof, finde aber die passenden Wörter nicht.

Ein art hang zum Selbstmord zu haben.
Also das Gefühl der Todessehensucht...

Vil denke ich völligen quatsch.
Versuche auch zu verstehen, wieso dieser weg der einzige dann ist und es kein anderen gibt um Leid / Schmerz zu lindern.
------
Meine Aussage bezieht sich auf Menschen mit Seelenleid..

Nicht das hier fragen aufkommen wegen Körperliche Schmerzen wie bei Krebs. Etc.


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10.06.2019 um 21:58
@Vogelspinne


Dann setzt Du Dich jetzt schon 40 Jahre damit auseinander. Ist das denn nicht zermürbend?
Es nimmt Platz in Deinem Leben ein, ist bei Dir und macht vielleicht einiges in Dir kaputt. Warum tust Du Dir die Qual denn an? Lass es einfach los, egal was es war, halte es nicht fest, damit es Dich nicht festhält. Wenn da ein Knoten in Dir ist, sitzt es fest, aber irgendwie musst Du das Ding doch aufdröseln können?

@PedroThomaso

Das verstehe ich ja, nur sollte man sich und dem Leben einfach mehrere Chancen geben. Ein Beispiel: Wie viele Leute bringen sich aus Liebeskummer um? Die Zeit nimmt den Schmerz. Wer früher die große Liebe war ohne die man keinen Atemzug nehmen konnte, ist heute der lächerliche Vollhonk oder die fiese Tussi- Menschen von denen man sich ekelt und man beim besten Willen nicht weiß was man je an ihnen gefunden hat.
PedroThomaso schrieb:Dass es nach der schweren phase trotzdem wieder schön wird, das glaubt man in dem Moment erst mal nicht. Für mich hat sich das gelohnt, obwohl ich weder Preise für irgendwas bekam und sich ein äußerer erfolg nur etwas einstellte.
So reden hier viele. Genau DAS ist der Grund weshalb es sich lohnt am Leben zu bleiben.


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10.06.2019 um 22:04
@yong

Ist lieb gemeint was Du schreibst, aber wenn das so einfach wäre mit dem loslassen, würde es keine seelischen (psychische) erkrankte Menschen geben.
Da man einfach los lassen müsste.
ist bei Dir und macht vielleicht einiges in Dir kaputt.
Oja...
Gibt ja ein bissel mehr...
Alles zusammen hat mich extrem geschwächt :(
Aber ich lebe..
Arrangiere mich mit den einschränkung die ich durchs Gesamt Paket bekommen habe.


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11.06.2019 um 02:31
missmary schrieb:Ich glaube, das Problem an einer Depression ist, dass man einfach keinen Ausweg sieht, weil das Teil des Krankheitsbildes ist.
Während einer Depression bist du meist leider gar nicht in der Lage, etwas zu TUN .. es ist als ob du neben dir stehst und zuguckst wie du irgendwie wie in Watte gepackt, zu gar nichts in der Lage bist.
yong schrieb:Hab ich schon, mehrfach, über Jahre hinweg. Ist und war für mich nie ein Thema. Hat mich nicht beeindruckt, das Leben geht weiter- bestens sogar. ;DAber ich habe eine wichtige Lektion gelernt: Andere machen mir nicht mein Leben kaputt.
Dann hast Du eine besonders starke Resilenz dir geholfen hat unbeschadet durch die von dir erlebten Situationen zu kommen. Viele andere haben das leider nicht.
PedroThomaso schrieb:Gibt es überhaupt fälle mehrfacher Vergewaltigungsopfer, die damit wenn man so sagen kann, gut klarkamen? Soweit ich weiß kann bereits eine Vergewaltigung schon einen riesen schaden anrichten, nein es muss nichtmal eine Vergewaltigung sein, weniger reicht bereits aus um großen schaden anzurichten.
Ich denke da muss man schon sehr grosses Glück haben in Form einer besonders starken Resilenz wie bei Yong und anderen wenigen und klar kann weniger ausreichen. Man bedenke sie wurde das erste mal mit 11 sexuell missbraucht... das ist zwar keine Vergewaltigung, aber was es trotzdem heissen kann darf sich jeder selber vorstellen … Stichwort Oral …
Dann mit 12 gleich nochmal und zwei Jahre später wird sie von 2 Typen gleichzeitig nicht missbraucht, sondern vergewaltigt … kein Wunder das eine Seele und Mensch, daran zerbricht. Nur besonders starke oder solche die das Glück einer besonders erfolgreichen Traumatherapie erleben durften, überleben so etwas halbwegs unbeschadet oder sogar ganz unbeschadet.
yong schrieb:Damit gehe ich nicht hausieren, aber es war eben das Komplettpaket. Nein, es war nie ein Thema. Dazu müsste ich ausholen, warum und wieso, aber das mache ich nicht öffentlich. ;)
Ist wohl wie bei mir, wenn auch verschieden. Ich wüsste nicht wieso ich damit hausieren gehen sollte, am wenigstens öffentlich in einem Forum.
yong schrieb:Eine damalige Freundin von mir ist wohl von ihrem Vater vergewaltigt worden, über Jahre hinweg. Wir haben es erst gewusst als sie sich umgebracht hat. Sie war immer völlig normal. Jeder verarbeitet solche Erlebnisse wohl anders. Ich bin mir sicher das auch ihr Leben anders verlaufen wäre, wenn sie sich jemandem anvertraut hätte und nicht diesen Weg gewählt hätte.
Ein Teil ihrer Psyche hat das vielleicht als Schutzreaktion immer wieder weg geblendet, es vergessen lassen und als es Zuviel war, da war die Erinnerung ständig da bis sie es nicht mehr aushielt … kann aber muss natürlich nicht so gewesen sein. Ist nur meine Meinung.
Es passiert ja oft, dass etwas ganz schlimmes "vergessen" wird. Das ist eine Art Selbstschutz der Psyche das wir gar nicht selber wissentlich steuern können.
PedroThomaso schrieb:Manche Menschen sind gut darin dinge zu verbergen, manchmal ist das umfeld nicht gut darin sowas zu erkennen.
Ja, man erkennt dann, dass der Mensch aufsmal irgendwie "anders" ist, aber macht sich meist dann keinen Kopf darüber.
yong schrieb:Wem bringt ihr Tod etwas? Ihr erst recht nicht. Gerade wenn junge Menschen "freiwillig" aus dem Leben scheiden, empfinde ich dies als enormen Verlust, denn jedes gesunde Leben verdient es gelebt zu werden.
Absolut korrekt … dem ist nichts hinzuzufügen.
yong schrieb:Vielleicht ist es wirklich ein Verdrängen, vielleicht auch irgendein anderer Schutzreflex, vielleicht auch nur der pure Selbsterhaltungstrieb. Man kann die Uhr ja nicht zurückdrehen. Da man nichts ändern kann, bringt es auch nichts es vor sich her zu schieben. Folglich lässt man es da wo es ist und hingehört.
Genau das meinte ich vorhin, unsere Psyche lässt uns manchmal allzu krasse Dinge schlicht aus Selbstschutz, vergessen. Unglaublich aber wahr.
Vogelspinne schrieb:Mich begleitet mein frühkindliches Trauma seit ü 40 j...Weck gehts ja nicht von Alleine und Therapeuten konnten bis heute den knoten nicht lösen, ich ebenso wenig.
Ich will nicht blöde reden, aber gerade die Trauma Forschung hat in den vielen Jahren bahnbrechende Entwicklungen gemacht. Vielleicht solltest du drann bleiben und nochmal probieren eine Traumabehandlung zu bekommen?
Vogelspinne schrieb:Arrangiere mich mit den einschränkung die ich durchs Gesamt Paket bekommen habe.
Arrangieren bedeutet so gut es geht damit klar kommen .. bedeutet es aber auch, dass du probierst es zu verbessern, oder nimmst du es als gegeben hin? Ich möchte dir da keinesfalls zu nahe treten, ich probiere nur deine Aussage besser für mich selbst, nach zu vollziehen.

Wer mich privat anschreiben möchte, darf das gerne tun. Ich nehme mir die Zeit dafür gerne um zu antworten so gut es geht.


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11.06.2019 um 06:00
@Nikto

Das mag sein, das die evt. Heute weiter sind (als 2013) letzte Therapie.

Ich muss gestehen, irgendwann wird man müde dessen..
Ab ein bestimmten punkt, drehte sich es im kreis.
Arrangieren bedeutet so gut es geht damit klar kommen
Ja!

Mal schauen, was noch kommt :)


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Zu jung um das Leben zu beenden?

11.06.2019 um 06:15
Sterbehilfe hat nur Vorteile.

Es stützt das Selbstbestimmungsrecht.
Wenn ich sterben möchte, wer soll mir das verbieten?
Wenn jemand mir Sterbehilfe leistet, ist es kein Mord, sondern eben Hilfe zum selbstbestimmten Tod aus eigener Entscheidung.
Zudem sorgt es dafür, dass man human abtreten kann.

Da spielt das Alter auch keine Rolle.
Wenn ich damals gewusst hätte, was für ein Weg mir vorbestimmt ist, hätte ich auch gesagt, neeee.
Denn Besserung ist keine in Sicht, egal, wie viele Jahre zwischen damals und heute liegen.
Dass man jung ist, heißt nicht, dass es automatisch besser wird.

Wenn man selbst zur Ansicht gelangt ist, man ist fertig, dann ist man das auch. Das Mädchen hat Glück, dass ihre Entscheidung ihre geblieben ist. So sollte es eigentlich auch sein.


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11.06.2019 um 07:12
yong schrieb:Das verstehe ich ja, nur sollte man sich und dem Leben einfach mehrere Chancen geben. Ein Beispiel: Wie viele Leute bringen sich aus Liebeskummer um? Die Zeit nimmt den Schmerz. Wer früher die große Liebe war ohne die man keinen Atemzug nehmen konnte, ist heute der lächerliche Vollhonk oder die fiese Tussi- Menschen von denen man sich ekelt und man beim besten Willen nicht weiß was man je an ihnen gefunden hat.
Wenn alles so einfach wäre. Wenn wir das Beispiel Liebeskummer nehmen, dann muss man das Ganze auch noch mal etwas tiefer betrachten.
Wie viele Menschen gibt es, die sich alle unterscheiden? Man stellt es sich so vor: Paar trennt sich, dann trauert man ein wenig, Freunde helfen einem, die Eltern ebenso und nach einer Zeit geht es wieder. Aber wie realistisch ist dieses Szenario? So realistisch, wie es bei Leuten funktioniert, die Freunde haben, Eltern haben.
Es gibt aber Menschen, die haben das nicht. Menschen, die sich alleine fühlen. Dann lernen sie jemanden kennen und plötzlich fühlt man Leben. Man versteht, dass alles plötzlich Sinn macht. Und dann ist es weg. Liebeskummer mag ja schlimm sein, wenn man wenigstens noch welche hat, mit denen man das “austherapieren“ kann, aber sei mal alleine, während man nur noch Sehnsucht fühlt, Schmerz und der Sinn plötzlich weg ist...
Es ist nicht nur ein Unterschied in der Intensität, nein, das vergiss mal wieder.... Nein, es zieht sich gnadenlos in die Länge.
Weißt du, warum Frauen meist unter normalen Bedingungen schneller über einen Mann hinweg sind? Weil sie reden. Sie reden immer wieder, bis irgendwann der Bedarf vorüber ist. Hab mal niemanden zum Reden, hab mal niemanden, der dir in einer anderen Form Zuneigung gibt, hab mal niemanden, der das Loch füllt. Ein Loch, das nach einem neuen Sinn im Leben, das gerade wieder zerronnen ist, größer geworden sein dürfte.
Oder wie viele Menschen gibt es, die zwar Freunde haben, aber dennoch sehr sensibel sind, die mit Schmerz und Verlust nicht umgehen können?
Das Leben geht weiter? Wen interessiert das Leben in nem Jahr, wenn man sich 11 Monate davor richtig beschissen fühlt, sich ständig an den Scherben der zerbrochenen Welt schneidet? Deswegen bringen Menschen sich um. Weil sie es nicht ertragen. Für sie zählt der Moment, nicht das, was irgendwann einmal sein könnte.

Unverständnis tritt immer da auf, weil Menschen von sich auf andere schließen. Aber mir ist seit jeher bekannt: Kein Mensch ist wie der andere. Und nicht nur das. Nein, kein Mensch lebt mit den gleichen Bedingungen wie der andere.
yong schrieb:Wem bringt ihr Tod etwas? Ihr erst recht nicht. Gerade wenn junge Menschen "freiwillig" aus dem Leben scheiden, empfinde ich dies als enormen Verlust, denn jedes gesunde Leben verdient es gelebt zu werden.
Du kannst gar nicht wissen, ob ihr Tod ihr was bringt. Wieso solltest das gerade du entscheiden?
Dass sie nicht gesund ist, ist wohl klar und deutlich zu vernehmen, wenn sie wirklich das durchgemacht hat, was da geschrieben steht. Dass mit Gesundheit immer nur auf den Zustand des Körpers angespielt wird, ist für mich ein Unding. Ihr Tod bringt ihr wahnsinnig viel, denn sie muss sich nicht ständig an grausame Dinge erinnern, sie muss es nicht immer und immer wieder fühlen und ein Leben, das bedeutet, nur zu kämpfen und zu vergessen, zu verdrängen oder versuchen, etwas zu verarbeiten, was schlecht zu verarbeiten ist, ist kein Leben, nur weil man atmet.
yong schrieb:So reden hier viele. Genau DAS ist der Grund weshalb es sich lohnt am Leben zu bleiben.
Jeder Mensch hat mal eine schlechte Phase und es ist absolut keine Kunst, sie lebend zu überstehen. Wenn Menschen sich umbringen, dann ist es nicht mal eben eine schlechte Phase, sondern ein weiterer tiefer Einschnitt im Leben, der das Fass zum überlaufen bringt. Wenn das Maß voll ist, ist es voll. Es kann sogar voll sein, ohne dass man sich umbringt. Manche sind obdachlos und raffen sich nicht mehr auf, andere ziehen sich vollständig zurück und raffen sich nicht mehr auf.


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