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Zu jung um das Leben zu beenden?

383 Beiträge, Schlüsselwörter: Freitod, Sterbehilfe, Niederlande

Zu jung um das Leben zu beenden?

13.06.2019 um 16:49
Flitzschnitzel schrieb:Unzählige.
"Sicher" und schnell ist für einen 08/15 Bürger kaum etwas.
Flitzschnitzel schrieb:und wie schmerzhaft es für mich selbst sein sollte.
zB eine Methode mit langem Todeskampf. Oder ungewissen Ende.
Flitzschnitzel schrieb:in der Erinnerung der anderen wirken würde
Ersthelfer. Oder Familienmitglieder, die sich den Suizid bzw die Methode vorstellen.
Alles Punkte, die nicht sein müssen.
Flitzschnitzel schrieb:Ist unterlassene Hilfeleistung bzw. lebensverlängerte Maßnahmen nicht eine passive Sterbehilfe?
MMn ja.
Die Betonung liegt auf lebenserhaltend.
Passive Sterbehilfe ist das Nichtergreifen (Unterlassen), Reduzieren oder Nichtfortführen (Abbrechen) lebenserhaltender Maßnahmen aus medizinethischen Gründen.
Wikipedia: Passive_Sterbehilfe


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13.06.2019 um 17:22
Kybela schrieb:Alles Punkte, die nicht sein müssen.
Natürlich nicht. Sind auch nur Punkte die eine art letzte Hürde des Verstandes beschreiben. Die bei nicht wenigen über mehrere Jahre gehen können. Manche schaffen es da raus, andere leider nicht. Möchte nicht wissen wie es ohne diese Hürde, mit einer aktiven Sterbehilfe aussehen würde. Dazu noch bei Jüngeren. Klar hätte es auch positive Auswirkung. Aber darüber zu urteilen, abzuwägen was nun in einem besseren Verhältnis steht, dürfte schwierig sein.

Im Nachhinein über Noa's Schicksal zu urteilen, bringt hier in der Form einer Internet Diskussion relativ wenig und scheint nur unnötig die Köpfe der Leute zu erhitzen. Ist eben heikles Thema.


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13.06.2019 um 18:31
PedroThomaso schrieb:Man muss einfach auch die größe und stärke haben, mal jemand gehen lassen zu können.
Genau, denn dann kommen wir den Begriffen Würde und wahre Grösse, schon erheblich näher 👍🏻


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26.06.2019 um 13:30
Ich denke man darf diesen menschen nicht böse sein, dass sie das getan haben. Sie haben lange mit sich selbst gekämpft. Spruch von meiner freundin: "Ich habe frieden mit jedem, aber krieg mit mir selbst. " Es wird niemals eine antwort auf das "warum" geben. Also müssen wir uns damit zufrieden geben.


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26.06.2019 um 16:11
Ich kann verstehen, dass sie sterben wollte.
Sie hat lange gekämpft, hat einiges an Therapien durch.
Irgendwann ist man einfach therapiemüde oder vielleicht sogar austherapiert.

Mir tun die Eltern leid. Sie müssten miterleben, wie ihre Tochter mehrfach missbraucht und vergewaltigt wurde. Alleine diese Tatsache ist für Eltern unerträglich.

Dann müssen sie miterleben wie ihr Kind leidet. Es verletzt sich selbst, hungert ohne Ende und hat keine Lebensfreude mehr.

Dann müssen sie schweren Herzens einsehen, dass weder sie noch Ärzte ihrer Tochter helfen können wieder neuen Lebensmut zu erlangen.
Sie sind gemeinsam mit ihrem Kind durch die Hölle gegangen.

Dann bleibt Ihnen nichts anderes mehr, als Ihre Tochter auf ihrem letzten Weg beizustehen.

Und als wenn das nicht genug wäre, maßen sich Menschen, die diese Familie nicht kennen, auch noch ein Urteil an.


Ich habe die ersten zehn Seiten von diesem Thread gelesen und mir wurde stellenweise schlecht.
Da wird schlicht behauptet, dass seelischer Schmerz doch nicht so schlimm wäre wie körperlicher Schmerz, seelische Krankheiten heilbar wären, bei Menschen mit einem Krebsleiden oder chronischen Schmerzen Sterbehilfe zugestanden wird, den Eltern unterstellt wird, dass sie nicht genug gekämpft hätten und Noa völlig ihre Selbstbestimmung aberkennen.


Schlimm wie sehr heutzutage immer noch mit seelisch kranken Menschen umgegangen wird.


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04.07.2019 um 06:51
Woah, das ist ein Thema, dass ich nicht Mal mit der Kneifzange anfassen würde.
Andererseits, hätte ich gewusst, wie öde, langweilig und kompliziert mein Leben wird, hätte ich wohl auch Recht früh Schluss gemacht.
Allerdings nur mit der Situation und nicht mit der biologischen Funktion.
Leider haben es meine Eltern hinbekommen, dass ich vor unerwarteten Situationen ausweiche, was mir einiges im Leben verwehrt hat.

Bei den besprochenen Mädchen, kann ich es gut nachvollziehen.
Ich habe kein Vertrauen in Psychotherapie (dabei war ich noch nie in einer) und bezweifle, dass sie wirklich was bringt, eher das Problem und die Ursache unsichtbar macht und sie immer auf eine Gelegenheit wartet, wenn man es am wenigsten benötigt.


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04.07.2019 um 08:17
Gruselschinken schrieb:Ich habe kein Vertrauen in Psychotherapie (dabei war ich noch nie in einer) und bezweifle, dass sie wirklich was bringt, eher das Problem und die Ursache unsichtbar macht und sie immer auf eine Gelegenheit wartet, wenn man es am wenigsten benötigt.
Gratulation. Du hast wirklich keine Ahnung.


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04.07.2019 um 08:24
Ich finde es immer wieder interessant, daß oftmals nach Selbstmorden das Thema Egoismus ins Spiel gebracht wird. Wie konnte Person X nur so egoistisch sein, und UNS das antun... Wie konnte sie uns nur so leiden lassen usw. Diese Aussagen sind einerseits zwar menschlich, aber auf der anderen Seite eben auch sehr selbstsüchtig.

Ein Mensch, der sterben will, aus welchen Gründen auch immer, läßt seine Angehörigen, Freunde usw. natürlich teilweise ratlos zurück, verzweifelt, trauernd. Aber doch nicht, um ihnen damit wehzutun, auch wenn er es tut. Man kann doch nicht ernsthaft verlangen, daß deswegen das eigene Leben weitergeführt werden muß, nur um anderen diese Schmerzen nicht zuzumuten ! Jeder sollte das Recht haben, über das eigene Leben zu entscheiden. Und wenn es eben nicht mehr geht, dann sollte diese Entscheidung auch respektiert werden.

Kein Verständnis habe ich für Suizide, bei denen andere mit in den Tod gerissen werden, zB durch den Geisterfahrer, der andere Menschen nutzt, um sich selbst zu töten, oder eben auch Mitnahmesuizide. Das ist allerdings auch ein anderes Thema.

Im "Normalfall" wird der Mensch, der vorhat aus dem Leben zu scheiden, wissen, daß er Schmerz hinterlässt. Die wenigsten wird das kalt lassen. Dennoch lebt jeder in erster Linie sein Leben, auch wenn die Konsequenzen daraus leider manchmal für andere nicht schön sind. Mit Egoismus hat das dennoch nichts zu tun.


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04.07.2019 um 09:09
@Nerok

Hab ich auch nicht behauptet.
Ich hab nur Menschen gesehen, die nach ner Therapie bekloppter waren, als vorher.
Besonders gut, wenn man einen bräuchte, aber die Krankenkasse nicht zahlen will.


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04.07.2019 um 09:16
Therapien können durchaus helfen, sind aber kein Wundermittel. Hinzu kommt noch, dass es viele Ärzte/Therapeuten gibt, die vollkommen inkompetent sind, und die im schlimmsten Fall noch mehr Schaden anrichten.


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04.07.2019 um 09:19
@Applesauce
Und das ist es was ich meine.
Es kann besser werden, oder auch nicht.
Da geh ich lieber nach Haus.


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04.07.2019 um 10:20
Gruselschinken schrieb:Ich hab nur Menschen gesehen, die nach ner Therapie bekloppter waren, als vorher.
Vielleicht waren sie in deine Augen bekloppter, und vielleicht in ihren Augen viel mehr bei sich als vorher. Natürlich verändert Therapie einen und damit kommen nahe stehende Personen nicht immer klar. Ziel ist, dass es dem Patienten besser geht, nicht den Verwandten, Bekannten, Freunde... Dazu gehört meistens Veränderung.


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04.07.2019 um 12:01
Einer war nach ner Therapie so bei sich, dass ihm Schnaps und Tabletten die besten Freunde waren...
@Dasdeeeeniz


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04.07.2019 um 12:48
@Gruselschinken
Aber er hatte scheinbar vorher schon so einen Leidensdruck, dass er sich in Therapie begeben hat. Nicht jede Therapie ist erfolgreich, da gebe ich dir Recht. Aber Therapien pauschal mit "die bringen eh nichts" zu bewerten, halte ich für falsch. Versuch macht kluch.
Gruselschinken schrieb:Da geh ich lieber nach Haus.
...und versinke weiterhin in meinen Problemen ohne sie anzupacken. Therapie bedeutet leider oft erstmal einen Schritt zurück zu machen, bevor es vorwärts gehen kann.


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05.07.2019 um 09:44
@Dasdeeeeniz
Du wiedersprichst dir hier. Du sagst das es in einer Therapie darum geht, dass es winem selber besser geht und nicht den Freunden oder Verwandten. So ist es auch beim Suizid. Man führt diesen aus, um sich selber zu erlösen, nicht damit es anderen Menschen besser geht.

Generell finde ich es aber ein unangenehmes Thema. Abschliessend will ich einfach sagen, dass jeder für sich selber schauen soll. Der Staat oder andere Menschen haben sich da nicht einzumischen. Der Staat mischt sich sowieso in schon zu viele Dinge ein.


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05.07.2019 um 10:02
Beerus schrieb:Du sagst das es in einer Therapie darum geht, dass es winem selber besser geht und nicht den Freunden oder Verwandten. So ist es auch beim Suizid. Man führt diesen aus, um sich selber zu erlösen, nicht damit es anderen Menschen besser geht.
Sehe ich ja auch so. Wenn nichts mehr geht, sollte es einem frei stehen seinem Leid ein Ende zu setzen. So wie die junge Dame, in der es in diesem Thread ja urspünglich ging. Ich denke, sie hat es mehr als genug versucht.


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08.07.2019 um 20:29
sunshinelight schrieb am 11.06.2019:Für die Mutter schon. Denn wie gesagt, die Entscheidung stand fest. Ihre Entscheidung. Nicht deine, nicht der Kinder, nicht des Vaters. Ihre
sunshinelight schrieb am 12.06.2019:Es wäre mal durchaus nett, mal an die Leidenden zu denken, die jeden Tag aufs Neue Schmerz durchleiden, keine Kräfte mehr haben, keinen Sinn mehr sehen und sich einfach über alle Maße scheiße fühlen. Zu erwarten, dass sie das Jahre durchmachen sollen, nur damit man selbst keine Trauer erleben muss, ist wohl hart egoistisch.

Los lassen können, sich mal in die reinzuversetzen, die leiden und ihre Entscheidung ihre Entscheidung sein lassen, wäre mal wirklich nett.
Für mich haben die Kinder alles Recht der Welt diese Entscheidung zu hinterfragen. Scheinbar kannst Du Dir nicht vorstellen, was für Kinder ein derartiger Verlust für den Moment und die Zukunft bedeutet. Ich finde diese Forderung ein Unding.


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08.07.2019 um 23:35
oBARBIEoCUEo schrieb:Für mich haben die Kinder alles Recht der Welt diese Entscheidung zu hinterfragen. Scheinbar kannst Du Dir nicht vorstellen, was für Kinder ein derartiger Verlust für den Moment und die Zukunft bedeutet. Ich finde diese Forderung ein Unding.
Kann man machen. Also so ein paar Zitate aus dem Kontext ziehen...

Bei den Kindern ging es nicht um eine Forderung, sondern um Selbstvorwürfe.

Und das hier
oBARBIEoCUEo schrieb:sunshinelight schrieb am 12.06.2019:
Es wäre mal durchaus nett, mal an die Leidenden zu denken, die jeden Tag aufs Neue Schmerz durchleiden, keine Kräfte mehr haben, keinen Sinn mehr sehen und sich einfach über alle Maße scheiße fühlen. Zu erwarten, dass sie das Jahre durchmachen sollen, nur damit man selbst keine Trauer erleben muss, ist wohl hart egoistisch.
War eine Antwort auf
sunshinelight schrieb am 12.06.2019:Missandei schrieb:
Wäre aber durchaus nett gewesen evtl. vorher daran zu denken, dass man nicht alleine auf der Welt ist und durch sein Handeln anderen Schmerz zufügt.
Aber selbstredend gehe ich dennoch auf deine Aussage ein:
oBARBIEoCUEo schrieb:Für mich haben die Kinder alles Recht der Welt diese Entscheidung zu hinterfragen. Scheinbar kannst Du Dir nicht vorstellen, was für Kinder ein derartiger Verlust für den Moment und die Zukunft bedeutet. Ich finde diese Forderung ein Unding.
Wenn Kinder eine Entscheidung hinterfragen, dann nur, weil Kinder nicht wissen, was Menschen durchmachen, die solche Gedanken überhaupt haben und was es für sie bedeutet, mit solchen Problemen/Krankheiten zu leben.
Dass man Kinder hat, befreit einen Menschen nun mal nicht von solchen Ausmaßen an Problemen und der Überforderung beim Umgang mit diesen, noch bezieht man auf wundersame Weise von irgendwoher eine monströse Kraft, dagegen zu wirken, gerade dann nicht, wenn der Lebenswille vollständig versiegt und abhanden gekommen ist.

Genauso wie ich eine solche Entscheidung nicht hinterfragen sollte, sollten es auch Kinder nicht, aber mit dem Unterschied, dass Kinder es noch nicht verstehen können, von daher es auch zu keiner Verurteilung meinerseits kommen würde.
Was aber kommen sollte, wäre der Vater und der Rest der Familie, die, anstatt sich in Kritik/Intoleranz/Unverständnis und daraus resultierenden Verurteilungen gegenüber der Mutter zu üben, einfach für die Kinder da sind und Stück für Stück aufklären, sodass einer Verarbeitung und einer Zukunft nichts im Wege steht.

Aber zu glauben, eine Mutter, die Suizidgedanken hegt, wäre, nur weil sie lebt, eine Garantie für die seelische Stütze der Kinder, dann hast du scheinbar nicht im Geringsten daran gedacht, dass die Ursache dieser Gedanken auch noch Ursache allerlei Verhaltensweisen sein kann, die genau das Innenleben der Kinder durcheinander bringen kann und sei es auch nur die Lebensunlust, die permanent zu spüren ist.

Im Endeffekt erleben die Kinder dann allerlei andere Sachen mit und die Mutter quält sich, nur damit die Kinder sich mitansehen, wie sie sich quält?
Nein, das ist keine humane Aktion.


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