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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

102 Beiträge, Schlüsselwörter: Griechenland, Touristen, Wucherpreise, Inseln, Mykonos

836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

25.07.2019 um 21:30
kleinundgrün schrieb:Aber denkbar wäre es, dass es da verschiedene Arten gibt. So wie bei Fisch oder Kaviar. Und die teuren Exemplare gib es dann eher in teuren Restaurants.
Aber ich weiß das nicht, wäre aber eine plausible Erklärung.
Oder der Inhaber hat einfach gelogen.
Nein, da gibt es nichts spezielles im Mittelmeer, und es sollte ja "fangfrisch" sein.
Außerdem würde ein Restaurant, wenn eine sonst erschwingliche Ware beim Fischer des Vertrauens nicht zu haben ist und der einen Mondpreis haben möchte, das Gericht von der Karte streichen und nicht plötzlich für das Achtfache anbieten. Noch dazu, ohne die Gäste zu warnen.


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26.07.2019 um 08:24
FF schrieb:Nein, da gibt es nichts spezielles im Mittelmeer
Wie gesagt, das kann ich nicht beurteilen.
FF schrieb:Außerdem würde ein Restaurant, wenn eine sonst erschwingliche Ware beim Fischer des Vertrauens nicht zu haben ist
Ich meine nicht, dass es beim Händler einfach so teuer ist, sondern dass es eine teurere Art von Tintenfisch ist.
Aber wie gesagt, ich weiß es nicht. Aber es wäre eine plausible Erklärung als Alternative zu einer Lüge.


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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

26.07.2019 um 11:34
In dem Restaurant würde ich wohl ohne schlechtes Gewissen die Zeche prellen, oder alternativ höchstens 50€ bezahlen und dem Wirt einen Wangenkniff verpassen. :)


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26.07.2019 um 11:52
So ganz leuchtet mir das Problem nicht ein. Natürlich gibt es Touristennepp, keine Frage, aber irgendwo Essen gehen, wo ich die Preise nicht im Voraus kenne, das würde ich auch in Deutschland nicht machen. Schließlich muss ich ja auch wissen, ob ich mir das leisten kann. Nachher kann ich die Rechnung nicht bezahlen, weil ich gar nicht so viel Geld (dabei) habe. Sollten im Nachhinein Preise auf der Rechnung stehen, die vorher so nicht ausgezeichnet waren oder Leistungen, die ich nicht beansprucht habe, bewusst induzierte Unklarheiten, Täuschungen etc., dann ist das zweifelsohne Betrug.

Vor allem in südeuropäischen Ländern steht oft ein Korb mit Brot obligatorisch auf dem Tisch, wenn man davon nimmt, wird der extra berechnet. Aus meiner Sicht ganz klar eine bewusst induzierte Unklarheit, mir von daher äußerst unsympathisch, da man ja gezielt darauf setzt, dass der Gast in die Falle läuft, weil ja eben auch kein Preisschild dran ist, ist aber (leider) so üblich, sollte man halt wissen.


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26.07.2019 um 12:37
Cyril.Sneer schrieb:In dem Restaurant würde ich wohl ohne schlechtes Gewissen die Zeche prellen, oder alternativ höchstens 50€ bezahlen und dem Wirt einen Wangenkniff verpassen. :)
Ich möchte mal sehen, in welchem europäischen Restaurant Du nur 50 € für ein Abendessen für 9 Personen zahlst. Scheint ja besonders feine Küche zu sein.


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26.07.2019 um 12:47
aero schrieb am 18.07.2019:836 Euro für Calamari und Salat, 713 Euro für zwei Hähnchen-Teller: Auf Mykonos haben sich zuletzt immer wieder Touristen über Abzocke beschwert.
Es steht doch da 836 Euro für Calamari und Salat wie kommst Du auf 9 Personen? Habe ich was überlesen? Wenn der Chef 836 für Calamari und Salat von mir haben möchten, dann bekommt der höchstens eine Backpfeife und ich gehe einfach. So wie die Speisekarte auf dem Foto aufgemacht ist, ist das höchstens irgend ein billiges Strandlokal und nicht gehobenes.


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26.07.2019 um 12:50
@Cyril.Sneer
Schaue dir die Rechnung an. Das sind 6 Portionen Calamari, drei Cesar's Salats, sechs Bier, zwei Wasser und ein Tomatensaft. Immer noch teuer und fraglich, ob das Restaurant seinem hohen Anspruch gerecht wird, aber sicherlich mehr wert als 50 €.


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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

26.07.2019 um 23:50
Lieber spät als nie, hier kurz was ich über das DK Oyster herausfinden konnte. Meine Quellen sind die 1*-Bewertungen bei TripAdvisor und Google und die folgenden Punkte wurden von mehreren Bewertern so wiedergegeben.

1. Eine Karte mit Preisen wird normalerweise nicht ausgegeben. Auf Nachfrage sagt der Kellner, das er die "Karte" sei. Teilweise werden Karten mit falschen Preisen ausgegeben und sich nachher darauf berufen, dass die Karte nur Mittags galt und nicht Abends, oder umgekehrt.
2. Die Leute werden mit der Versprechung in das Lokal gelockt, dass es einen Sonnenstuhlt oder Liege für den ganzen Tag gibt, wenn man 50 € bezahlt. Diesen Betrag kann man aber für Getränke nutzen. 2 Bier oder 2 Softdrinks kosten allerdings schon 50 €. (Der normale Preis auf Mykonos liegt bei 5-7 €).
3.Die Angaben für das Essen oder Menüs sind irreführend. Ein Fischmenü wird für einen Preis XY verkauft, nachher stellt sich heraus das XY für 100 gr galt.
4. Die Kellner sollen ständig (teilweise im Abstand von nur 3-5 Minuten) um einen herumschwirren und andere Dinge der Karte anpreiseien. Die Bewerter empfanden dies mehr als lästig.
5. Dinge (Brot, Zazikii, etc.), die einfach zm Essen gereicht wurden, OHNE NACHFRAGE, wurde auch voll abgrechnet. Ein paar Scheiben Brot mit Zaziki, 10 €.
6. Das Geld wird oft im Voraus kassiert, bei der Lieferung an den Tisch probieren die Kellner oft noch einmal abzukassieren. "Das ist ein andrer Kellner gewesen, Anweisung vom Chef, aber kläre ich gleich", so in der Art.
6. Die Kellner, der Manager wurden jeweils aggresiv, wenn es zu Unstimmigkeiten wegen der Rechnung kam. Es wurde aber niemals die Polizei gerufen, aber das Personal akzeptierte es immer, wenn ein Gast nur weniger bezahlte.

Wenn sich jetzt jemand wundert, warum das Restaurant noch immer so gute Bewertungen hat, viel Bewertungen schildern es so, das, wenn die Kunden nach dem WLAN fragen, das Personal sich gerne die Handys nimmt (damit es schneller geht) und dann mit dem Handy schnell noch selbst gute Bewertungen eingibt. Alternativ bekommen Leute für eine 5* Bewertun g noch einen Schnaps.

Und wenn sich jemand wundert, warum diese Masche funktioniert...
Das Lokal scheint wohl regelmäßig seinen Namen zu ändern und natürlich hat es dann auch einen "neuen" Besitzer.
Der Inhaber scheint ziemlich hinter seinen Wertungen her zu seien, wer mag, kann gerne das Lokal unter "DK Oyster" suchen und mal nachschauen, wieviele 5*-Bewertungen ganz genau nur eine Bewertung haben.


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26.07.2019 um 23:58
Pan_narrans schrieb:Schaue dir die Rechnung an. Das sind 6 Portionen Calamari, drei Cesar's Salats, sechs Bier, zwei Wasser und ein Tomatensaft. Immer noch teuer und fraglich, ob das Restaurant seinem hohen Anspruch gerecht wird, aber sicherlich mehr wert als 50 €.
Wir reden aber z.B. davon, dass 6 Bier 150 € kosten sollen. Schnödes, lokales Bier.
Und das Restaurant ist weder im Gault-Millau noch im Guide Michelin gelistet.
Die Bewertungen für das Essen waren auch maximal durchschnittlich.


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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

27.07.2019 um 00:23
@Wichtgestalt
Was nichts daran ändert, dass 50 € für ein Abendessen für neun Personen, wie @Cyril.Sneer es dann zahlen wollte, doch etwas wenig ist. Egal, ob der vom Restaurant geförderte Preis unangemessen hoch ist.


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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

27.07.2019 um 00:27
@Pan_narrans

Das bestreiten ich nicht, für 50 € kriege ich 9 Personen nochnichtmal bei McDonalds satt^


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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

27.07.2019 um 01:34
6 Bier? Da hat er sich ja schon ordentlich einen angetüdelt, wahrscheinlich eingeschüchtert oder garnicht mitbekommen, da mit Master(card) bezahlt wurde^^ sieht für mich typisch amerikanisch - karte geben, Wirt bucht ab und Karte kommt zurück - aus^^ geht das so? Ich hatte noch nie eine Kreditkarte :-P

Wenn dann keine Speisekarte kommt und der Kellner oder Wirt ihm dann sagt: "Ja kostet 32€!" und dann knallt der so ein Ding hin, kann der Wirt jederzeit sagen: "Das hab ich ihm gesagt, guckt mal der hatte sechs Bier intus, der will mich doch rollen!"

Ich seh in den Fällen eigentlich so ein typisches "Jetzt nutz ich die Chance" verhalten, das kann gut nach hinten losgehen, soll es auch. Ich glaub nicht das die sich das bei einem nüchternen Gast mit einem selbstbewussten Auftreten trauen würden^^ wenn dann aber so ein schüchternes Wesen ankommt, etwas trinkt usw. das nutzen manche Menschen ganz gern aus...

Kann dir aber überall passieren, Griechenland ist jetzt halt gebrandmarkt... Die Medien wieder, mal ist es ne Woche ein kleines Mädchen, dann wieder ne gelbe Weste oder irgendein riesengroßer Legostein^^

Wenn das hier schon in den Medien angekommen ist, dann können sie sich darauf vorbereiten, ist ja wie eine spontane Hausdurchsuchung mit schriftlicher, auf postalische Art zugestellte Ankündigung *feix*


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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

27.07.2019 um 08:15
Daveman schrieb:Kann dir aber überall passieren, Griechenland ist jetzt halt gebrandmarkt... Die Medien wieder, mal ist es ne Woche ein kleines Mädchen, dann wieder ne gelbe Weste oder irgendein riesengroßer Legostein^^
Im letzten Jahr war es Italien, insbesondere Venedig.

Aber irgendwie sind doch die Leute selbst verantwortlich. Keine Karte? Würde ich wieder gehen.

Dann bleibt mir die Karte auch am Tisch bis ich zahle. Sollte der Kellner die Karte zwischenzeitlich brauchen, mach ich halt schnell ein Foto von den Seiten aus denen ich bestelle. Mit dem Hinweis, dass man evtl. noch etwas dazu bestellen möchte, wird einem das niemand verübeln.
Jeder Mist wird fotografiert. Warum denn nicht ne Speisenkarte? :D


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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

27.07.2019 um 08:38
Da möchte ich auf etwas Anderes hinweisen:
Alles gut, es kommt zu Zahlung, der Kellner zieht die Kreditkarte durch, man authorisiert und dann heißt es ging nicht.
Es wird ein anderes Gerät geholt und dann gehts es.
Blöderweise hat man dann zweimal bezahlt.
- ich kriege zu jeder Buchung über 10€ eine Mitteilung, habe ich kein Internet, verlange ich das, dann sehe ich ob es schon gebucht ist
- bar zahlen ist manchmal doch gut
- hat man zwei mal unterschrieben, nimmt man von einem Vorgang auch den Beleg des Restaurants und zwingt ihn drauf zu schreiben cancelled und dann Foto mit dem Beleg und Restaurant


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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

27.07.2019 um 12:21
Obwohl ich wie gesagt die menschen bewunder die immer reisen und schon mehr oder weniger die ganze welt gesehen haben, war ich mein leben lang ein nicht-tourist.

Einfach so weil sich das so ergab, aber auch weil die region hier im "dreiländereck" immer alles bot was aufregend und prägend weiterbringend für mich war.

Und ich glaube wenn ich jetzt das erste mal mit einem flugzeug in urblaub fliegen wollte, gäbe x-situationen, wo ich heutzutage in gefahr wäre aus unerfahrenheit in "ein offenes messer zu laufen", welches mir sowohl finanziell schaden als auch meinen reisespaß verderben würde.

Diese woche wurde noch bei "RTL-punkt12" berichtet, wie ein reisebüro in Herten seine kunden (ca.160) mit der anzahlung der reise, fast 3.000 €/buchung geprellt hat und zuerst "nicht mehr erreichbar war", bis der inhaber jetzt ansch. festgenommen wurde.

Die meisten der kunden hatten schon öfters dort gebucht und das verlief reibungslos.
Insgesamt 160 Fälle Kunden aus NRW abgezockt, Reisebüro-Inhaber festgenommen
Spoiler
quittung-city-reisen-herten-urlaub


https://www.express.de/news/panorama/insgesamt-160-faelle-kunden-aus-nrw-abgezockt--reisebuero-inhaber-festgenommen-3291...

Natürlich kann das auch einem erfahrenen urlauber passieren.

Aber wenn ich sehe wie gerade in der tourismusbranche heutzutage von vorne bis hinten abgezockt wird, gerade bei denen die in ihrem urlaub einfach nur mal abschalten und chillen wollen und deshalb manchmal in der "all-in" buchung nicht so sehr auf das kleingedruckte schauen, auch vor ort, dann vergeht einem schon das feeling...

Desweiteren ginge mir bestimmt auch die bei vielen unternehmungen die bedeutung des ganzen verloren, wenn man zb. in edlen hochglanz-prospekten in das "Wien des Mozart" eingeladen wird, und vor ort stellen sich mancher dieser veranstaltungen um das thema Mozart als billige veranstaltungen eines kleinensembles mit ein paar hüpftänzchen zur Mozart-musik dar, die mit dem namen "Mozart" mehr schindluder als wahre kultur betreiben.

Genauso finde ich das aber heutzutage alleine aus der entfernung schon peinlich, wenn zb. jemand im Römischen "Trevi-Brunnen" noch versucht durch solch eine durchschaubare "ich will eure gefühle berühren" einlage, die aufmerksamkeit der umherstehenden zu gewinnen.

Und dieses gefühl des individualismus im urlaub, geht mir da in dem massentourismus heutzutage doch zu sehr flöten, als das es mich reizen würde mich solch einen finanz. "russischen roulette" iwie. auszusetzen, an das ich später immer negativ zurückdenke.


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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

27.07.2019 um 13:01
Es gibt durchaus Orte, wo Touristen eine andere Karte mit höheren Preisen bekommen, als Einheimische. Das ist jahrzehntelange gängige Praxis, der geübte Urlauber weiss das. Nur ist das griechische Beispiel schon krass überzogen.


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27.07.2019 um 17:03
aero schrieb:Obwohl ich wie gesagt die menschen bewunder die immer reisen und schon mehr oder weniger die ganze welt gesehen haben, war ich mein leben lang ein nicht-tourist.
Du schreibst öfters, dass du selber gar nicht auf Reisen gehst; es fällt aber dennoch auf, dass du ja schon mehrere Threads mit tourismusbezogenen Themen eröffnet hast. Woher kommt dieses Interesse dann bei dir, wenn es dich selber ja gar nicht betrifft? Würde mich ernsthaft interessieren.
aero schrieb:Und ich glaube wenn ich jetzt das erste mal mit einem flugzeug in urblaub fliegen wollte, gäbe x-situationen, wo ich heutzutage in gefahr wäre aus unerfahrenheit in "ein offenes messer zu laufen", welches mir sowohl finanziell schaden als auch meinen reisespaß verderben würde.
Grundsätzlich würde ich mich wegen Nepp nicht vom Reisen abhalten lassen. Das passiert halt – auch erfahrenen Reisenden. Ich bin auch schon öfter "abgezockt" worden, wahrscheinlich auch, ohne es je gemerkt zu haben :D Ein paar Sachen kann man immer beachten, z. B. nicht einfach auf Leute eingehen, die einen auf der Straße anquatschen, das halte ich übrigens auch hierzulande so. Allerdings ist es immer eine gewisse Unsicherheit, ist es nur ein freundlicher interessierter Einheimischer oder will er Geld? In der Regel läuft es auch eher glimpflich ab, was das Finanzielle betrifft, den Ärger hat man natürlich trotzdem und es sind dann auch mal recht unangenehme Situationen. Manchmal kann man später aber auch darüber lachen.
aero schrieb:Aber wenn ich sehe wie gerade in der tourismusbranche heutzutage von vorne bis hinten abgezockt wird
Wenn du es nicht auf eigene Faust machen willst, such dir ein renommiertes Unternehmen, das können auch günstige Anbieter sein; ich will hier keine Werbung machen, aber gewisse allseits bekannte Lebensmittel-Discounter z. B. bieten inzwischen auch Reisen an, das ist schon seriös. Bei unbekannten Veranstaltern und Websites, die irgendwelche Schnäppchen versprechen, dagegen immer vorsichtig sein!
aero schrieb:dieses gefühl des individualismus im urlaub, geht mir da in dem massentourismus heutzutage doch zu sehr flöten
Dieses Gefühl ist ohnehin eine Illusion. Heutzutage ist eh alles voller Touristen, ok, Afghanistan dürfte derzeit noch vom Massentourismus weitgehend unbeleckt sein. Wer da hinmöchte, tue sich keinen Zwang an. Das Individuelle besteht nicht darin, dass man etwas tut, was niemand anderes auch tut, sondern einfach darin, dass man es tut - oder auch nicht :)


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836,20 Euro für ein Mittagessen. Wucher mit Touristen in Griechenland.

27.07.2019 um 22:59
DerKlassiker schrieb:Du schreibst öfters, dass du selber gar nicht auf Reisen gehst; es fällt aber dennoch auf, dass du ja schon mehrere Threads mit tourismusbezogenen Themen eröffnet hast. Woher kommt dieses Interesse dann bei dir, wenn es dich selber ja gar nicht betrifft? Würde mich ernsthaft interessieren.
@DerKlassiker


Ich habe mich mein leben lang intensiv mit musik beschäftigt, war dem was mich zeitlich jeweils immer musikalisch antörnte, richtig verfallen.

Habe aber nie ein instrument gespielt oder konnte noten lesen.
Trotzdem ist diese faszination da.

Genauso mit reisen.

Das ich allerdings noch nie in urlaub war, (also mit reisebürobuchung und allem was dazu gehört) hat auch mit meiner behinderung (linke fußamputation 1986) zu tun.

Ich bin zwar so fit wie´s geht, mit täglichem fahrradfahren, ab und an schwimmen usw.,
und ich bin auch sehr dankbar für die versorgung, man sieht es mir beinahe nicht an wenn ich gehe,
aber damit in urlaub usw. widerstrebt mir dann innerlich wiederum irgendwie.


Aber beschäftigt habe ich mich durch tv usw. immer mit dem was es auf der welt alles gibt.
(Wenn auch nicht vergleichbar mit echt und selber erleben),
DerKlassiker schrieb:Wenn du es nicht auf eigene Faust machen willst, such dir ein renommiertes Unternehmen, das können auch günstige Anbieter sein; ich will hier keine Werbung machen, aber gewisse allseits bekannte Lebensmittel-Discounter z. B. bieten inzwischen auch Reisen an, das ist schon seriös. Bei unbekannten Veranstaltern und Websites, die irgendwelche Schnäppchen versprechen, dagegen immer vorsichtig sein!
Ok, danke für den tip.

Man kann sich auch vorstellen, das ein discounter, die in deutschland gsd. noch sehr auf ihren namen achten, sich abgezockte touristen nicht erlauben kann.

Leider ist es aber immer so wie auch bei neu entdeckten tollen reisezielen die bisher nur insideritips waren, wenn es immer bekannter wird, auch das discounter sich als gute reiseanbieter erweisen, es schnell überflutet und zur massensache wird.
DerKlassiker schrieb:Dieses Gefühl ist ohnehin eine Illusion. Heutzutage ist eh alles voller Touristen, ok, Afghanistan dürfte derzeit noch vom Massentourismus weitgehend unbeleckt sein. Wer da hinmöchte, tue sich keinen Zwang an. Das Individuelle besteht nicht darin, dass man etwas tut, was niemand anderes auch tut, sondern einfach darin, dass man es tut - oder auch nicht :)
Also in Afghanistan war ich natürlich auch noch nicht.
Aber trotzdem würde ich jedem derzeit davon abraten, gerade nach Afghanistan zu reisen.

So schön für den geneigten die teilweise karge felsenlandschaft sein kann, so gefährlich sind auch manche gebiete in verschiedener hinsicht.

Wahrscheinlich können noch nicht mal manche einheimische genau erkennen, ob die bewaffneten jetzt auf dem offenen jeep der ihnen irgendwo entgegen kommt, friedliche oder terroristen sind.


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28.07.2019 um 09:52
DerKlassiker schrieb:Ein paar Sachen kann man immer beachten, z. B. nicht einfach auf Leute eingehen, die einen auf der Straße anquatschen,
Es lohnt sich aber, zuzuhören was sie sagen und anbieten, sonst kann einem die in manchen Ländern allgemein enorme und in anderen überraschende Gastfreundschaft Einzelner entgehen.
Ich bin als Kind und später mit Freunden viel und auch weit gereist und habe durch zuhören und nicht gleich abwinken folgendes erlebt und gesehen:
- Einen kleinen Palast in Indien, der Besitzer sah vollkommen unscheinbar aus.
Mit Führung durch die Räume der Familie.
- Einen Weinkeller in Tours in Frankreich, samt Abendessen mit allen Kindern und viel Wein für die Eltern. Der Besitzer hörte uns Deutsch sprechen und hatte einen Vater, der in Kriegsgefangenschaft bei Bauern gesund gepflegt und aufgepäppelt wurde, statt ausgebeutet.
- Mehrere Unterkünfte, die man sonst nie gefunden hätte. In Indonesien räumte man für uns das Schlafzimmer im Obergeschoss eines uralten Hauses, mit Orchideen-bewachsenen Balkon.
- Mehrere Läden und Restaurants, die eben nicht die Touristenfallen waren.
- Auch in Indien: Eine phantastische Führung durch einen Tempel durch einen taubstummen Jungen, der sich mit Gesten, Mimik und Humor verständigte,
- und eine sehr sachverständige Tempelführung durch einen uralten Guru, mit Essen von seiner Haushälterin auf dem von einem riesigen Baum uberschatteten Platz vor seiner Hütte.

Klar hat man auch entsprechend bezahlt (die Einladung in Frankreich war umsonst), aber andere hätten mehr für weniger verlangt... und weniger dafür bekommen. ;)
aero schrieb:Aber wenn ich sehe wie gerade in der tourismusbranche heutzutage von vorne bis hinten abgezockt wird
Oh Mann, wenn das normal wäre, wäre es doch keine Schlagzeile.
Dann geht man halt nicht auf einer der teuersten Inseln Griechenlands im teuersten Ort in die hippe Hipster-Location direkt am Strand.
aero schrieb:Das ich allerdings noch nie in urlaub war, (also mit reisebürobuchung und allem was dazu gehört) hat auch mit meiner behinderung (linke fußamputation 1986) zu tun.

Ich bin zwar so fit wie´s geht, mit täglichem fahrradfahren, ab und an schwimmen usw.,
und ich bin auch sehr dankbar für die versorgung, man sieht es mir beinahe nicht an wenn ich gehe,
aber damit in urlaub usw. widerstrebt mir dann innerlich wiederum irgendwie.
Es fahren auch Leute mit der gleichen oder viel behindernderen Behinderungen in Urlaub.
Auch viel ältere, auch Leute mit wenig Geld.
Das Krasseste waren zwei alte Leute aus New York, die 6 Monate im Jahr im Wohnmobil durch die Welt reisten und das mit der Vermietung der Wohnung finanzierten. Wir trafen sie in Südindien.
(Der Camper wurde jeweils vor Ort gekauft und wieder verkauft)
Und ein schwer gehbehinderter Engländer, der das Mittelmeer so weit wie irgend möglich mit dem Kanu umrundete. Den sahen wir erst bei Naflion in Griechenland ablegen und dann Tage später im Hafen eines Fischerdorfes viel weiter südlich ankommen.
Er war die ganze Strecke an der Steilküste entlang gepaddelt.

Aber es gibt auch schöne, gemütliche Reisen...
aero schrieb:Also in Afghanistan war ich natürlich auch noch nicht.
Aber trotzdem würde ich jedem derzeit davon abraten, gerade nach Afghanistan zu reisen.
Ich glaube, genau das sollte mit der Anmerkung ausgesagt werden.


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28.07.2019 um 10:48
aero schrieb:würde ich jedem derzeit davon abraten, gerade nach Afghanistan zu reisen.
Der "Tipp" mit Afghanistan war natürlich ironisch gemeint. Ich wollte damit andeuten, dass Länder/Regionen, die heutzutage noch wenig Touristen aufweisen eher welche sind, in denen die Sicherheitslage sehr problematisch ist. Man kann "sein" Plätzchen jedoch auch in hochtouristischen Regionen finden und es bleibt einem auch immer selbst überlassen, ob man sich den ganzen Touriquatsch gibt oder dort ein wenig eigene Wege geht.
FF schrieb:Es lohnt sich aber, zuzuhören was sie sagen und anbieten, sonst kann einem die in manchen Ländern allgemein enorme und in anderen überraschende Gastfreundschaft Einzelner entgehen.
Das ist schon richtig. Ich persönlich halte es halt grundsätzlich so, dass es immer besser ist, man sucht selber, als dass man gesucht wird. Wenn mich jemand z. B. in ein Restaurant locken will, nehme ich das "Angebot" nicht an, suche mir selber eines. Was anderes ist es natürlich, wenn ich einen unabhängigen Tipp bekomme, nicht von einem Mitarbeiter des Restaurants, sondern von jemanden, der dort schon zu Gast war o. ä.


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