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Die verdammte, existenzielle Angst

65 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Angst, JOB, Arbeitslosigkeit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 10:25
Zitat von sarevoksarevok schrieb:momo und die grauen männer
Diese schöne auch passende Geschichte ist aber von Michael Ende @sarevok .


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 10:26
Zitat von gruselichgruselich schrieb:Diese schöne auch passende Geschichte ist aber von Michael Ende
oh ja kann sein das ich da was durcheinander gebracht habe sry ist schon ne ganze weile her ^^


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21.04.2021 um 10:32
Zitat von sarevoksarevok schrieb:mein bester Freund den ich seit meiner Kindheit habe muss jeden Tag um 3:45 aufstehen nach Arbeit Frau Kind etc. hat er am Abend 1 stunde für sich das ist alles, ich weiß oft nicht was ich dazu sagen soll er klagt oft darüber hast du einen Rat ?
03:45. Alter.

Das musste ich fest nur einmal am ersten Arbeits- bzw. Ausbildungstag weil ich zu einem Standort musste der gefühlt fast am anderen Ende des Bundeslandes lag. Das war ein Terror, es fuhr nicht mal ein Bus morgens und ich musste Dinge wie Koffer zum Bahnhof schleppen, hab fast den Zug verpasst der um 04:40 ging und mich später teilweise verfahren bzw. verlaufen weil ein Ort ähnlich hieß. Kam aber noch pünktlich an.

Aber nie wieder. Das war nur eine kleine Anekdote, an die mich die Uhrzeit erinnert hat. Es war sogar in dem Fall eher 03:15 oder so.

Kernfrage, auf die ich vermutlich schon die ableitbare Antwort weiß, aber ich frage trotzdem:

Warum muss er um 03:45 aufstehen?




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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 10:34
Zitat von WardenWarden schrieb:Warum muss er um 03:45 aufstehen?
in seinem Job muss er nach meinem wissen um 5 Uhr auf der matte stehen
Zitat von WardenWarden schrieb:03:45. Alter.
jub das sage ich ihm auch immer wieder, letztens habe ich ihn scherzhaft gefragt ob das

noch mit den Menschenrechten konform geht


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 10:50
Zitat von sarevoksarevok schrieb:letztens habe ich ihn scherzhaft gefragt ob das

noch mit den Menschenrechten konform geht
Naja, das schon. Frag mal Leute im Schichtdienst.


Aber unabhängig davon:
Zitat von sarevoksarevok schrieb:in seinem Job muss er nach meinem wissen um 5 Uhr auf der matte stehen
Das erwartete ich. Ich hatte erst gedacht, die Aufstehzeit entsteht durch den langen Arbeitsweg, aber wenn er wirklich um die Zeit aufsteht und ich so den ganzen Vorbereitungskram einrechne, dann dürfte der Arbeitsweg nicht zwingend allzu weit sein.

Ggf. nicht weit/lang genug, dass sich Umziehen mit der Familie bzw. dem Haushalt lohnt. Frag ihn das. Aber "viel rausholen" könnte man vermutlich nicht, denn ich das richtig deute. Es sei denn es gäbe ne ähnliche Wohnung quasi "nebenan" bei der Arbeitsstelle, dann lohnt es sich ggf.



Ansonsten bleibt halt nur diese Alternativen:

- Er muss schauen ob er im Job bzw. beim Arbeitgeber selbst durch andere Tätigkeiten oder andere Pläne die Möglichkeit hat später anzufangen (und das müsste er dann schnellstmöglich anpeilen und möglich machen)

- Er muss kündigen bzw. einen Arbeitgeber oder Arbeitsort des Arbeitgebers mit besseren Rahmenbedingungen finden (und das schnellstmöglich anpeilen und möglich machen)

- Nichts ändern, weiter meckern, ggf. daran irgendwann kaputtgehen



Meckern billige ich jedem zu solange man versucht es irgendwie, irgendwann zu ändern. Ansonsten, so schroff das nun klingt: "Mach was oder halt die Babbel".

Das würde ich ihm natürlich als Freund nicht zwingend in dem Ton sagen, ich würde ihn aber mit den Kernalternativen oben konfrontieren, dann muss er sich entscheiden.


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 11:17
Zitat von WardenWarden schrieb:Das erwartete ich. Ich hatte erst gedacht, die Aufstehzeit entsteht durch den langen Arbeitsweg, aber wenn er wirklich um die Zeit aufsteht und ich so den ganzen Vorbereitungskram einrechne, dann dürfte der Arbeitsweg nicht zwingend allzu weit sein.

Ggf. nicht weit/lang genug, dass sich Umziehen mit der Familie bzw. dem Haushalt lohnt. Frag ihn das. Aber "viel rausholen" könnte man vermutlich nicht, denn ich das richtig deute. Es sei denn es gäbe ne ähnliche Wohnung quasi "nebenan" bei der Arbeitsstelle, dann lohnt es sich ggf.
richtig analysiert :)
Zitat von WardenWarden schrieb:- Er muss kündigen bzw. einen Arbeitgeber oder Arbeitsort des Arbeitgebers mit besseren Rahmenbedingungen finden (und das schnellstmöglich anpeilen und möglich machen)
ja das habe ich ihm auch schon einige male geraten sein Gegenargument ist das er wo anders wieder von neu anfangen müsste

in seinem aktuellen Job auch wenn der ihn richtig auszehrt (er ist 36 und hat schon Herz Probleme und Bandscheibenvorfall gehabt

arbeitsbedingt durch Überlastung und Stress) ist er halt schon Abteilungsleiter

er ist mein bester freund daher versuche ich mich in der regel am riemen zu reißen wenn mir dinge auffallen

es ist schließlich sein leben, es fällt mir gleichzeitig aber recht schwer dabei einfach nur zu zu sehen

aufgrund dessen bin ich in einem Zwiespalt

vermutlich wird es daher leider darauf hinauslaufen:
Zitat von WardenWarden schrieb:- Nichts ändern, weiter meckern, ggf. daran irgendwann kaputtgehen



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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 11:29
Zitat von WardenWarden schrieb:03:45. Alter.
Gäbe es keine Leute, die um solche Uhrzeiten aufstehen würden, hätten wir anderen u.A. keine Brötchen, keine Post im Briefkasten, unsere Ali Express-, Amazon- Zalando- und ebay Bestellungen kämen verspätet an, u.s.w.

Klar ist das für de meisten von uns eine ungültige Uhrzeit, aber dafür hat er auch schon um 3 Feierabend und nicht erst um 5, 6, 7 Uhr.

Gucky.


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21.04.2021 um 11:57
Noch ein Nachtrag zum Thema:

Es mag sich ja vieleicht blöde oder kindisch anhören, aber als vor rund 11 Jahren der Film Avatar ins Kino kam, schloss ich mich eher zufällig einer Gruppe an, um die im Film verwendete Sprache Na'vi zu lernen.
Dies löste u.A. aus, dass ich aus dem schnöden Alltag raus kam, aus diesem o.g. Trott.

Ich lernte dadurch auch, mir Zeit für mich alleine zu mehmen. Wichtig ist nur, dass die Famile es akzeptiert.
Nur 1h am Tag für sich alleine zu haben, ist viel zu wenig, denke ich und ganz gleich ob Partnerschaft, Job, etc. pp., das alles darf nicht 15h ausfüllen, um dann demotiviert und matt ins Bett zu fallen.

Seitdem ich diesem, aber auch anderen Hobbys nachgehe, bin ich deutlich ausgegichener. Mich kann kaum etwas im Job oder auch privat stressen. Das war einmal anders...
Ich habe mir das schnöde TV schauen z.B. bereits auch schon vor Ewigkeiten abgewöhnt, diese sanfte Berieselung von verblödender Dauerwerbung, in deren Pausen sog. Spielfiilme gezeigt werden.
Ich suche keinen Bauern, der ne blöde Frau hat, ich kennen keine Top Models, deren Augäpfel schwerer sind, als der Arsch und ich will auch keine Bücher von Dieter Bohlen oder Eva Hermann kaufen. Das WILL ich alles einfach nicht.

Mein TV (Also ÖR oder Privatsender anschauen) beschränkt sich inzwischen auf ca. 1-2 Sendungen PRO JAHR und das sidn dann Dokus, die ich interessant finde.
Filme kann ich im Netz schauen, wann ich will, werbefrei und ich kann zurückspulen, falls ich dringend wohin muss :D UND ich bezahle nur for das, was ich schaue.
Ein Spielfilm bei google kostet weniger als eine Kinokarte, aber der Film ist garantiert unterbrechungsfrei.
Alleine durch den Wegfall des TV habe ich bemerkt, wieviel Zeit ich vertrödelt habe und wieviel Zeit ich für andere Dinge gehabt hätte.

Will damit sagen:
Such Dir ein Hobby, such Dir evtl. gleichgesinnte, die auch diesem Hobby nachgehen, mit denen Du Dich austauschen kannst. Es ist egal, ob Du Bierdeckel sammelst, ein Instrument spielen lernst, Bilder malst oder Dich mit Astronomie oder einer Fremdsprache beschäftigst. Wichtig ist alleine, dass es Dir Spaß macht und dass Du, vielleicht zusammen mit anderen, Spaß daran hast. Du wirst merken, dass Deine "jeden Tag der selbe Trott" Stimmung irgendwann verfliegt. Velleicht nicht ganz, aber zum großen Teil und dass Du wieder mehr Spaß an allem hast, weil da etwas ist, das Dich motiviert.

Z.B. hat mich das Erlernen der Na'vi Sprache inzwischen, wenn auch nur im Netz, rund um die Welt gebracht. Ich habe viele Kontakte in den USA dadurch, auch zu einigen Leuten, die an den Avatar Produktionen bechäftigt sind, z.B. Jon Landau, dem Produzenten oder Paul Frommer, dem Macher der Sprache, Schauspielern, Synchronsprechern, Technikern. Es begann als blödes Hobby und es bildeten sich dadurch auch neue Freundschaften. Das ist etwas, das mir wichtig ist und was mich sehr motiviert.

In diesem Sinne drück ich Dir alle Daeumen, dass Deine Situation sich verbessern möge.

Gucky.


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 12:13
Zitat von Gucky87Gucky87 schrieb:Ich lernte dadurch auch, mir Zeit für mich alleine zu mehmen. Wichtig ist nur, dass die Famile es akzeptiert.
Nur 1h am Tag für sich alleine zu haben, ist viel zu wenig, denke ich und ganz gleich ob Partnerschaft, Job, etc. pp., das alles darf nicht 15h ausfüllen, um dann demotiviert und matt ins Bett zu fallen.

Seitdem ich diesem, aber auch anderen Hobbys nachgehe, bin ich deutlich ausgegichener. Mich kann kaum etwas im Job oder auch privat stressen. Das war einmal anders...
Ich habe mir das schnöde TV schauen z.B. bereits auch schon vor Ewigkeiten abgewöhnt, diese sanfte Berieselung von verblödender Dauerwerbung, in deren Pausen sog. Spielfiilme gezeigt werden.
Ich suche keinen Bauern, der ne blöde Frau hat, ich kennen keine Top Models, deren Augäpfel schwerer sind, als der Arsch und ich will auch keine Bücher von Dieter Bohlen oder Eva Hermann kaufen. Das WILL ich alles einfach nicht.

Mein TV (Also ÖR oder Privatsender anschauen) beschränkt sich inzwischen auf ca. 1-2 Sendungen PRO JAHR und das sidn dann Dokus, die ich interessant finde.
Filme kann ich im Netz schauen, wann ich will, werbefrei und ich kann zurückspulen, falls ich dringend wohin muss :D UND ich bezahle nur for das, was ich schaue.
Ein Spielfilm bei google kostet weniger als eine Kinokarte, aber der Film ist garantiert unterbrechungsfrei.
Alleine durch den Wegfall des TV habe ich bemerkt, wieviel Zeit ich vertrödelt habe und wieviel Zeit ich für andere Dinge gehabt hätte.
danke das du deine Erfahrung mit uns teilst :)

werde mich davon inspirieren lassen und mit meinem freund darüber reden

und nein das ist nicht kindisch, im Gegenteil


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 12:49
Zitat von LudenlötherLudenlöther schrieb am 22.07.2019:Wenn du erst mal 50 bist, so wie ich jetzt bald, da hat man das Gröbste hinter sich: die Rente rückt in Sichtweite, man weiß, wie der Hase läuft und was soll die paar Jahre im Arbeitsleben noch groß Schlimmes kommen? Und dann, wenn die Rente beginnt, dann bist du endlich frei und kannst machen mit deiner Zeit, was du willst!
Und genau das sehe ich persönlich als falschen Weg an. Die meisten Leute fixieren sich zu sehr darauf:

In der Rente dann zu tun wonach Ihnen der Sinn steht.


Nachdem 3 meiner Onkel kurz vor erreichen des Rentenalters (6, 4, 3 Jahre davor jeweils), ein Nachbar mit 62 und ein sehr guter Verwandter mit 65 sich verabschiedet haben denke Ich anders.

Ich war auch immer heute Vollgas arbeiten um in der Rente dann zu leben bli bla blubb.

Mittlerweile denke ich anders.

Ich gehe arbeiten, habe auch eine ~ 50 Stunden Woche aber mit 40-45 (also in grob 5 - 10 Jahren) will ich so viel gespart haben um dann vielleicht nur noch 20-30 Stunden zu arbeiten und die Zeit mehr zu genießen.

Bis zur Rente zu warten ohne zu wissen ob man diesen Punkt jemals erreicht. Nein Danke.


Ebenfalls sind meine Frau und Ich uns nach gravierenden Ereignissen der letzten Jahre einige:

Wenn wir was bestimmtes erleben wollen, dann schieben wir es nicht mehr auf und sagen wir machen das dann und dann --> NEIN, wir leben im hier und heute. Man weiß nie ob man aufgeschobenes oder verpasstes jemals überhaupt erleben wird.


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 13:59
Zitat von sarevoksarevok schrieb:ja das habe ich ihm auch schon einige male geraten sein Gegenargument ist das er wo anders wieder von neu anfangen müsste

in seinem aktuellen Job auch wenn der ihn richtig auszehrt (er ist 36 und hat schon Herz Probleme und Bandscheibenvorfall gehabt

arbeitsbedingt durch Überlastung und Stress) ist er halt schon Abteilungsleiter

er ist mein bester freund daher versuche ich mich in der regel am riemen zu reißen wenn mir dinge auffallen

es ist schließlich sein leben, es fällt mir gleichzeitig aber recht schwer dabei einfach nur zu zu sehen

aufgrund dessen bin ich in einem Zwiespalt
Ich kann deine Sorge nachvollziehen aber wenn jemand nicht weiß wann Schluss ist... dann ... tja, so hart das klingt: Pech gehabt.

Manchmal muss man sich halt neu orientieren oder auch z.B. finanzielle Abstriche machen damit es besser wird. Das kann im wahrsten Sinne der "Preis" für bessere Gesundheit sein. Aber das ist nicht zwingend schlimm!

Ich hab Leute erlebt die vorher etwa Touristikunternehmen (klein bis mittelgroß) führten (!) und die aufgehört haben um irgendwo in einem Büro zu arbeiten, aus diversen Gründen. Vom Boss zum Mitarbeiter. Zu viel Stress, weil man teils von Mitarbeitern beschissen wurde, hohes Arbeitspensum, und und und. Ja, auch entsprechend höheres Gehalt aber da muss man sich halt fragen:

Was will ich denn?

Manches gibts halt nicht zum Nulltarif, also ohne Abstriche. Ich würde auch als Dr. im zehrenden Bereich irgendwann die Reissleine ziehen und auch etwa im Büro arbeiten können bzw. auf etwas niederer Ebene selbst wenn man anhand irgendwelcher abstrakten sozialen "Standards" meinen würde, dass das nicht passe oder "unter der Würde" sei.

Ich sehe das aber auch entspannter, ich bin nicht mit goldenem Löffel im Mund geboren worden und musste mir bis dato alles selbst erlernen / erarbeiten. Sollte ich wirklich mal Dr. werden und ggf. in der jetzigen Laufbahn verbleiben würde ich es mit Humor nehmen, das Geld ist so oder so akzeptabel. Wenn man eher "von unten kommt" scheint das akzeptabler zu sein als wenn man ggf. mit hohen Erwartungen und Voraussetzungen startet. Ich würde es alleine schon dem Witz wegen machen. Mich würde woanders keiner auf gleicher Ebene einstellen wenn ich als Dr. daherkomme, da überqualifiziert. Wenn ich auf privatem Wege den Dr. erlange könnte ich aber in der Laufbahn verbleiben, es ne Zeit auskosten und dann höher streben - auch wenn mir andere den Vogel zeigen würden weil sie lieber früh auch mehr Geld mitnehmen.

Ich würde den Unikatsstatus eigentlich mehr als das Geld genießen, das mir durch die Lappen geht :D

Aber da sind wir wieder beim Thema, was man für Geld macht oder nicht macht. Von meinem ulkigen "Spaßplan" abgesehen, den ich ggf. bis 45 noch realisieren könnte, sind natürlich auch Titel nicht alles. Noch ist es zwingend irgendein damit verbundener oder davon unabhängiger "Status".

Man könnte sich spitzbübisch fragen was einem ein Status nützt wenn man früher kaputt geht als Leute die ohne das und mit weniger Stress ihr Leben länger genießen können.
Zitat von mokuzaimokuzai schrieb:Und genau das sehe ich persönlich als falschen Weg an. Die meisten Leute fixieren sich zu sehr darauf:

In der Rente dann zu tun wonach Ihnen der Sinn steht.


Nachdem 3 meiner Onkel kurz vor erreichen des Rentenalters (6, 4, 3 Jahre davor jeweils), ein Nachbar mit 62 und ein sehr guter Verwandter mit 65 sich verabschiedet haben denke Ich anders.

Ich war auch immer heute Vollgas arbeiten um in der Rente dann zu leben bli bla blubb.

Mittlerweile denke ich anders.
Mach das bloß nicht und empfehle es niemandem weiter. Meine Eltern sind ein markantes Stück vor der Rente gestorben - wenn sie je den Gedanken hatten, ab der Rente anfangen zu leben, dann wurde daraus zynischerweise nichts. Das, Jahre bevor ich selbst rechtlich "voll geschäftsfähig" war. Ich habe dann zynischerweise Rente gekriegt, wenn auch keine Altersrente. Ich hätte natürlich lieber getauscht, diese Rente nicht bekommen und jene länger gehabt.

Ich drücke das gerne so offen und plakativ aus um auch anhand krasser Beispiele aufzuzeigen wie schnell man unerwarteterweise sterben kann.

Davon ab muss ich nicht meine eigenen Erfahrungen anekdotenhaft oder selektiv anführen - die ganzen Nachrufe auf Arbeit die ich sehe, wo Leute zwar meistens nicht bis zur, aber kurz nach der Rente sterben, zeigen mir, dass es da bei vielen keinen großen "Genuss im Lebensalter" mehr gibt.

Macht nicht diesen Fehler zu warten! Schaut, dass die Balance schon parallel im Arbeitsleben stattfindet! Gerade das kann je nach Job, Stressfaktoren und Lebensstil ulkigerweise schon hier und da dafür sorgen, dass man überhaupt die Rente und den hohen Lebensabend erreicht.


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 14:11
Zitat von WardenWarden schrieb:Manchmal muss man sich halt neu orientieren oder auch z.B. finanzielle Abstriche machen damit es besser wird. Das kann im wahrsten Sinne der "Preis" für bessere Gesundheit sein. Aber das ist nicht zwingend schlimm!
du sagst es triffst den nagel auf den Kopf
Zitat von WardenWarden schrieb:Sollte ich wirklich mal Dr. werden und ggf. in der jetzigen Laufbahn verbleiben
ich drück dir die Daumen :)


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 14:11
Existentielle Ängste sind mir fern. Wenn ich auf meine 66 Lebensjahre zurück blicke, denke ich mir, dass ich schon so viele üble Situationen gemeistert habe, dass mich eigentlich nichts mehr schrecken kann.


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 14:23
Zitat von sarevoksarevok schrieb:ich drück dir die Daumen
Jetzt hab ich umso mehr Lust das zu realisieren, einfach als großen Witz. In meiner Laufbahn gibts quasi keine Dr. oder nur in seltenen Fällen. Ich bin jetzt kein Kaffeekocher oder so und habe durchaus auch verantwortliche Aufgaben, aber halt auf einer "Arbeitsebene" um es mal simpel auszudrücken. Bei uns ist eher eine Führungskraft Dr., Jurist, was weiß ich. Das heißt ich würde dann auf einen Schlag akademisch viele Führungskräfte überholen, so gesehen - obwohl ich "Schütze Arsch" bin.


Das wäre mir ehrlich gesagt schon den Aufwand wert, wenn er am Ende nicht zu teuer ist. All die Lacher hinterher!

Aber ein weiter Weg steht mir bevor. Ich muss erst mal ein Studium abschließen, das kostet mich schon 3 Jahre. Dann der Master. Dann der Rest.

Wünscht mir tatsächlich Glück in dieser epischen Quest! :D

Naja, selbst wenn ich es nicht schaffe, ich bin auf dem Weg einige Stufen höher gekommen.

(Übrigens nicht nur ein reiner Scherz, man sieht an dem ulkigen Beispiel vielleicht plakativ, dass man mit der richtigen Grundmotivation - ob eher seriöser oder weniger seriöser Natur - doch auf einmal ziemlich akut Dinge anpeilen, angehen und irgendwann erreichen kann, wenn man stetig einen Fuß vor den anderen setzt und sich fortbilden oder ändern will)


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 14:26
Zitat von WardenWarden schrieb:Aber ein weiter Weg steht mir bevor. Ich muss erst mal ein Studium abschließen, das kostet mich schon 3 Jahre. Dann der Master. Dann der Rest.
meine Intuition sagt mir das du das potenzial hast ob du es nutzt liegt an dir
Zitat von WardenWarden schrieb:Wünscht mir tatsächlich Glück in dieser epischen Quest! :D
geht klar :)
Zitat von WardenWarden schrieb:Naja, selbst wenn ich es nicht schaffe, ich bin auf dem Weg einige Stufen höher gekommen.
der weg ist das ziel

Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als jener, der ohne Ziel umherirrt.


Gotthold Ephraim Lessing



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21.04.2021 um 17:06
Zitat von sarevoksarevok schrieb:die frage ist wie viel zeit bleibt am ende dafür?
Also, bei 8 Stunden hätte man sehr viel Zeit, wenn der Job vielleicht nur 30 min von einem entfernt ist.
Nehmen wir mal an.
1 Stunde Vorbereitung auf den Dienst
7 Stunden Schlaf + 30 min Autofahrt hin und zurück.
8 Stunden Arbeit + 1 Stunde Pause.

Bleiben noch 6 Stunden, wobei man etwas aktiv machen könnte. Zwar nicht jeden Tag, da man auch gewisse Verpflichtungen hat, aber machbar ist es.

Ich selbst hätte, da meine Arbeit vor der Haustür liegt und ich nur 30 min Vorbereitungszeit nutze, sogar bis zu 8 Stunden am Tag reine Zeit für mich. Leider arbeite ich aber momentan 12 Stunden, aber sogar da habe ich 3 bis 4 Stunden, die ich nach der Arbeit noch nutzen könnte.

Sogar wenn du Frau und Kind hast, bist du nicht darin begrenzt, alle Zeit darin automatisch zu investieren.

Bei 12 Stunden und vielleicht noch 1 bis 2 Stunden Fahrt sieht es wieder ein wenig anders aus. Aber selbst dann kann man es schaffen, sich ein wundervolles Hobby aufzubauen, wodurch man mit dem Kopf abschalten kann. Es ist zwar nicht einfach, aber auch nicht unmöglich.

Sicherlich spielt die Jobwahl eine große Rolle. Bei manchen Jobs hast du nach einen halben Tag immer noch gut Energie übrig, bei anderen eher nicht. Also, was gibt es noch für eine Möglichkeit, wenn man sich ein privates Leben fast gar nicht mehr aufbauen kann? Sich etwas anderes zu suchen. Ist zwar leichter gesagt als getan, aber irgendwann sollte man sich entscheiden, sonst könnte man es irgendwann bereuen.


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21.04.2021 um 17:24
Zitat von RiseRise schrieb:Bleiben noch 6 Stunden, wobei man etwas aktiv machen könnte. Zwar nicht jeden Tag, da man auch gewisse Verpflichtungen hat, aber machbar ist es.
dann hat man ja noch sozial und gesellschaftliche Verpflichtungen evtl. Frau und Kind

dann isses noch eine evtl. zwei stunden
Zitat von RiseRise schrieb:Bei 12 Stunden und vielleicht noch 1 bis 2 Stunden Fahrt sieht es wieder ein wenig anders aus. Aber selbst dann kann man es schaffen, sich ein wundervolles Hobby aufzubauen, wodurch man mit dem Kopf abschalten kann. Es ist zwar nicht einfach, aber auch nicht unmöglich.
jemand der 12 stunden arbeitet und 1-2 stunden fahrt hat, falls dieser noch Frau und Kind hat bleibt da unterm strich gar nichts übrig
Zitat von RiseRise schrieb:Sicherlich spielt die Jobwahl eine große Rolle. Bei manchen Jobs hast du nach einen halben Tag immer noch gut Energie übrig, bei anderen eher nicht. Also, was gibt es noch für eine Möglichkeit, wenn man sich ein privates Leben fast gar nicht mehr aufbauen kann? Sich etwas anderes zu suchen. Ist zwar leichter gesagt als getan, aber irgendwann sollte man sich entscheiden, sonst könnte man es irgendwann bereuen.
da stimme ich dir voll zu


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Die verdammte, existenzielle Angst

21.04.2021 um 19:10
Zitat von sarevoksarevok schrieb:dann hat man ja noch sozial und gesellschaftliche Verpflichtungen evtl. Frau und Kind

dann isses noch eine evtl. zwei stunden
Kommt darauf an, wie man sich seine Zeit einteilt.

Manche Tage investiert man in die Familie und andere nutzt man für mich selbst und mit einer guten Frau ist das gewiss machbar.
Zitat von sarevoksarevok schrieb:jemand der 12 stunden arbeitet und 1-2 stunden fahrt hat, falls dieser noch Frau und Kind hat bleibt da unterm strich gar nichts übrig
Am selben Tag sicherlich wohl kaum, da gebe ich dir recht. Außer vielleicht an freien Tagen, aber selbst das ist schwierig, weil man sich meist dann lieber von der Arbeitswoche erholt, oder noch andere Verpflichtungen hat.


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22.04.2021 um 06:03
Zitat von WardenWarden schrieb:Macht nicht diesen Fehler zu warten! Schaut, dass die Balance schon parallel im Arbeitsleben stattfindet! Gerade das kann je nach Job, Stressfaktoren und Lebensstil ulkigerweise schon hier und da dafür sorgen, dass man überhaupt die Rente und den hohen Lebensabend erreicht.
Genau meine Rede :-) .

Wir haben einen Spruch in der Werkstatt hängen

"Mache Dinge die Du tun willst jetzt; denn irgendwann wachst Du auf und es ist dafür zu spät"


Seit dem letzten Todesfall in der Familie ist mir bewusst geworden wie wahr dieser Spruch doch ist.


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23.04.2021 um 16:04
Zitat von RiseRise schrieb:Am selben Tag sicherlich wohl kaum, da gebe ich dir recht. Außer vielleicht an freien Tagen, aber selbst das ist schwierig, weil man sich meist dann lieber von der Arbeitswoche erholt, oder noch andere Verpflichtungen hat.
Ja, man muss ja auch noch an den Futternapf und sich zurecht schubsen.
Wobei es jemand, der keine Familie hat, nicht gerade einfacher hat, zumindest bleibt bei einer Familie ja doch die leise Hoffnung, dass nach 12 Stunden jemand erbarmen hat und zumindest aufbereitetes Futter im Napf ist.😊

Die Uhrzeiten zu denen ich raus muss haben mir noch nie viel ausgemacht.
Bin in meiner Ausbildung regelmäßig um 0,1,2 Uhr raus.^^
Jo, dann ist halt um 9 Uhr Feierabend.🤷‍♂️
Gar nicht mal so schlecht, so kann man sich noch etwas Sonne auf den Pansen scheinen lassen.
Der Tag ist noch frisch und man hat absolut keine Probleme mit Termine.

Anders als jetzt... wenn ich um 7 anfange und 16,17,18 *hust* oder gar 20 Uhr erst schluss ist, ist das alles andere als leicht.
Zumal ich keiner bin, der sowas gerne zwischen die Arbeit klemmt... will nicht auch noch unter Arbeitsstress zum Arzt oder Friseur - hab ich voll kein Bock drauf.

Naja, aber zum Thema, da kommts halt auch sehr stark drauf an WAS man so arbeitet.
Bei einem langweiligen Job sind selbst 6 Stunden schon zu viel...


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