Menschen
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Schlechte Kindheit

112 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Gewalt, Erziehung, Kindheit ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:16
Nachdem ich mit sehr viel Strenge und Schlägen erzogen worden bin, versuche ich die antiautoritäre Erziehung bei meinen Kindern.Meine Mutter vertrat die Meinung: Eine gesunde Ohrfeige hat noch keinem geschadet! Nur sie setzte die Massstäbe dafür sehr grausam an. Die gesunde Kur meiner Mutter kam manchmal 5 mal täglich über mich, schon wenn ich bei einem Test nur ne Befriedigend schrieb.Freunde waren mir verboten, denn sie würden mich beim Lernen behindern. Ich führte das Leben einer Nonne, bis ich mit 16 abrupt heiratete, damit ich von zu Hause weg kam.Drei Jahre hielt die Ehe mit dem ständig alkoholisierten Schlägertypen. Mein Stiefvater hat das ganze nie wirklich überwunden. Ich hatte ein sehr inniges Verhältnis zu ihm. Er zerbrach an ihrer Behandlung und starb.Meine Mutter versucht sich ständig in die Erziehung meiner Kinder einzumischen, da sie etwas frech ihr gegenüber sind.Meint, denen gehören Prügel und ich muss ihr dann meistens ins Gesicht grinsen, und denk mir, trau dich einmal meine Kinder anzugreifen, dann...Es ist schwer, die Kindheit zu überwinden, wenn man echt viel mieses erlebt hat, aber es gibt was positives daran: man überlegt 10mal wie man seine eigenen Kinder erzieht.Wenn mein Ältester mit ner Nicht Genügend vor mir steht, seh ich ihn an und weiss, dass er das selbst nicht will, ich unterschreib den Mist, verfluch die Lehrer *g* und sag ihm, dass es das nächste Mal besser wird. Man kann ihm dann wirklich seine Erleichterung ansehen und meine Kinder sagen dann oft: GottseiDank haben wir dich und nicht deine Mutter! Tja, GottseiDank!!!

Nun wollt ich mal ganz indiskret nachfragen, wie es in eurer Kindheit so ausgesehen hat. Wahrscheinlich ist jeder von uns ein klein wenig gebranntmarkt.Wenn ihr wollt, könnt ihr mir hier darüber erzählen, damit es euch leichter fällt, das Ganze zu überwinden.Denn nur wer Schlechtes erlebt hat, kann andere dann auch verstehen.

Unsere Realität ist nur der Traum eines Unbekannten. Und wenn der Träumer erwacht, hören wir auf zu existieren.



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:24
Ich würde mich nicht als gebranntmarkt bezeichnen. Natürlich hat mir mein Vater mal eine verpasst, aber das war wirklich selten und meistens zu Recht.
Es tut mir wahnsinnig leid, was Dir widerfahren ist, und ich kann verstehen, warum Du Dich manchmal traurig fühlst und versuchst, Deine Kinder so gut es geht zu erziehen.
Zum Glück hatte ich eine gute Kindheit, deshalb kann ich mich zwar in Deine Kindheit hineinversetzen, aber es gelingt mir nicht zu fühlen, was Du in der Zeit durchmachen hast müssen...
Deshalb fällt es mir auch nicht schwer, über meine Kindheit zu sprechen, weil ja wie gesagt, meine Kindheit nicht so schlimm war. Ganz im Gegenteil...

Ich hoffe, Du findest hier einige "Leidensgenossen", die Ähnliches wie Du haben durchleben müssen...

Ich wünsche Dir alles Gute mit Deinen Kindern.


take care

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

"Die Bürger, die nicht hier gelebt haben, sollten uns nicht sagen, wie sie hier gelebt hätten."
Gregor Gysi



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:31
Ich hatte das Glück, dass meine Mutter deine Erziehung "genoß" und ähnliche Schlußfolgerungen daraus zog. Nur weiter so, antiautoritäre Erziehung ist ansich nicht schlecht, bedarf hin und wieder nur ein wenig Nachhilfe im Respekt vor anderen und der eigenen Disziplin, wenn dies kapiert ist, toi toi toi.

Angst vernebelt das Gehirn!


melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:32
Also meine Kindhiet war auch ziemlich mies...Als ich 10 Monate alt war, hat mein Vater sich umgebracht, weil meine Mutter ihn verlassen hat.
Danach war meien ganze Familie sauer auf meine Mutter und ihr Hass auf mich wurde immer größer, weil ich ihm mit den Jahren immer ähnlicher wurde.
Also wurde unsere Beziehung immer liebloser und kaltherziger, bis ich heute fast gar nichts mehr mit ihr zu tun habe; ich bin nur noch zum Essen und Schlafen zu Huase und mit ihr reden ohne mich zu streiten kann ich auch nicht.
Zum Glück habe ich einige Freunde, die mich unterstützen und zu denen ich auch kann, wenn ich es zu hause gar nciht mehr aushalte.


Meine Kindheit war wohl nicht so schlimm wie deine, Dragonheart, aber mir reicht das schon so....auch übel fand ich, dass wir nie Geld hatten und ich nie so viele Sachen hatte wie andere Kinder in meinem Alter...na ja, man muss wohl damit leben und so gut es geht versuchen damit klarzukommen.

LG, Yersinia

Hemmungen sind Illusionen.

Der Herr ist mein Untertan.



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:32
nun ja..Meine Mutter ist Alkoholikerin geworden da war ich ca 13 jahre alt..das war kurz nach dem mein Dad sich von meiner Ma getrennt hat!Ich hab ihre kotze aufgewischt und alles getan damit das Haus soweit in ordnung ist..trotzdem hat sie mich das ein oder andere mal geschlagen,mal mitm kochlöffel,haarspray dose oder nem fleischklopfer welcher ihr dann durchs fenster geflogen ist..(damals fand ichs lustig)jedes mal wenn so ein moment war als sie mich schlug habe ich sie ausgelacht..weiss nicht wieso aber ich habe sie nicht ernst genohmen!tue ich bis heute nicht!Als sie dann mal ne therapie gemacht hat..wurde es noch viel schlimmer..ich durfte nichts mehr,meine freunde mußten draussen bleiben,von dem unterhalt den mein vater ihr gab hat sie sich n neues schlafzimmer gekauft und ich konnte sehn wo ich bleibe!Dinge die mit Gefühlen zusammen hängen werden bis heute noch nicht angesprochen..so haben mir meine Eltern die Kindheit versaut!ich habe mit 5Jahren das erste mal gesehn wie mein Vater meine Mutter geschlagen hat..ich komme bis heute nicht darüber hinweg und denke immer wieder darüber nach!Ich fühle mich trotz Familie echt alleine aufer Welt aber ich versuche das beste daraus zumachen...Dank meiner Freunde bin ich heute so wie ich bin..und das ist gut so!Mit meiner Mutter habe ich keinen Kontakt mehr..ich kann es nicht mit ansehn wie sie sich und ihre umwelt zerstört mit ihrer selbstsüchtigen art...

ich hoffe ich hab nicht wieder am thema vorbei geschrieben

wer mich dick nicht mag hat mich schlank nicht verdient


melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:33
ja das ist schrecklich...bestimmt vergisst man das sein leben lang nicht. aber lass dich nicht unterkriegen!

Mich haben sie auch selten gschlagen und wenn, dann zu recht...aber dann acuh deftig! -.-

Und ich sah, und siehe! in der Mitte des Throns und der vier Tiere und inmitten der Ältesten stand ein Lamm wie getötet, und hatte sieben Hörner und sieben Augen, welches die in alles Land ausgesandten sieben Geister Gottes sind.


melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:34
@yersinia
weil du deinem dad ähnlich bist haßt deine mam dich?hab ichs richtig verstanden?

wer mich dick nicht mag hat mich schlank nicht verdient


melden
kekay ehemaliges Mitglied

Link kopieren
Lesezeichen setzen

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:34
also ich wurde/werde nie geschlagen, das wird alles ausdiskutiert.
meine mutter hat darin noch nie einen sinn gesehen.
naja aber manchmal ist es wirklich hart.. weil wörter auch verletzten können, manchmal sogar mehr als schläge.
aber manchmal kann man die eltern ganz gut zur weißglut treiben.. aber für ein kind ist das wichtig um grenzen zu setzten sag ich mal, was die eltern aushalten und was nicht ^^ also seid mal nicht böse wenn eure eltern austicken, das hat schon meist nen grund :D


mein kollege, den ich schon immer kenne, der wurd genau im gegenteil erzogen.
der willen der mutter wurde ihm aufgedrängt, und dem wurd nur der po versohlt.
nur war er irgendwann dagegen so abgebrüht, dass er das immer provoziert hat und die eltern haben aufgegeben, weil es kein sinn mehr hatte. ^^
der respekt hat immer gefehlt.. den kann man sich mit schläge niemals "kaufen"..
erst als die eltern von den schlägen abgelassen haben ging es.


was du erzählst tut mir leid, aber du sagst selber das du eines davon gelernt hast.
deine kinder nie so zu erziehen, wie es deine mutter getan hat.
du hast wahrscheinlich nun all das geändert, was du früher gehasst hast..
den kindern freiheiten geben um sie selbstständig werden zu lassen, sie nicht großartig nerven, locker mit ihnen sein, aber ihnen auch grenzen setzen. :|

naja, was uns nicht tötet macht uns nur stärker.. :D




torrent of hatred
lost the target



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:42
Ich habe da einen Spruch, den finde ich ziemlich cool. Bestimmt kennen den viele von euch auch:

Warum fallen wir? Damit wir lernen, wieder aufzustehen...

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

"Die Bürger, die nicht hier gelebt haben, sollten uns nicht sagen, wie sie hier gelebt hätten."
Gregor Gysi



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:43
@ Kathüü
Ja, denn er hat sie auch geschlagen und scheiße behandelt und ich bin ihm halt vom Aussehen, der Wesensart und dem Verhalten so ähnlich, dass es sie sehr an ihn erinnert und sie mich nicht erträgt...sie lehtn mich ab, wie sie mir selbst mal gesagt hat...sie meinte mal, sie hat ne Abneigung gegen mich...ich frage mich immer nur, was ich dazu kann...ich war ja erst 10 Monate alt..

Hemmungen sind Illusionen.

Der Herr ist mein Untertan.



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:45
meine mutter und meine tante wurden daheim auch geprügelt bis das blut spritzte! was sie mir so erzählt hat ist großteils einfach nur schrecklich. wenn sie eine schlechte note hatten, oder mal zuspät daheim waren wurde sie zuerst geschlagen, eingesperrt und mussten stundenlang vor ihrem bett knien. (?!)
jedenfalls war meine ma,obwohl sie zwei jahre jünger ist als ihre schwester, die stärkere von den beiden. meine tante ist mit 16 das erste mal für zwei monate nach spanien ausgerissen, meine mum ist mit 14 zu ihrem freund gezogen. ihre eltern haben sich in dieser zeit getrennt. jedenfalls wurde meine tante heroinsüchtig und hat sich dann als sie ca. 20 jahre alt war einer entziehung unterzogen. gleich darauf wurde sie schwanger und hat meine cousine bekommen. die ist jetzt bald 17 jahre alt. seit meine tante "clean" ist, muss regelmäßig tabletten nehmen.
den großteil ihres lebens haben ihre eltern quasi voll verschissen.
meine mum hat das etwas besser eingesteckt, da sie immer einen stabilen freundeskreis hatte.

das verhältnis zu meiner mum ist trotzdem eher scheiße. wir streiten jeden tag und sie nimmt absolut kein blatt vor den mund. sie hat mir auch schon ein paar mal mit einer ohrzeige gedroht, aber erstens weiß ich zu 100%, dass sie mich NIEMALS schlagen würde, und zweitens würde ich mir das bestimmt nicht gefallen lassen.

meine tante kann überhaupt keine grenzen setzen. ihre zwei kinder (16 und 13) machen was sie wollen. mein cousin, der sowieso nicht alle tassen im schrank hat, beschimpft sie aufs äußerste und sie beginnt dann entweder zu flennen oder bittet ihn aufzuhören. ist schon schlimm wenn man sieht wie hilflos sie ihm gegenüber ist. ich bin mir sicher, das ist weil sie angst hat, dass das vielleicht sonst ausartet und dann sowas passiert wie ihr damals.

hm -.-


Man kann gar nicht so viel essen wie man kotzen möchte.

(Frei nach Max Liebermann)



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:47
meine mutter sagt mir seit 21 jahren das sie mich nicht wollte!

ich mein du bist sein fleisch und blut aber...wenn sie so gegen dich ist wieso hat sie dich behalten?sie muss etwas für dich empfinden sonst würde sie nicht so auf deine person reagieren!Ich verstehe solche eltern nicht..das regt mich auf,..nejnej..! ich würde meine kinder anders erziehn als meine eltern mich..dat sacht jeder..ok die meisten schaffen es auch..aber wenn man aus ner familie kommt,wo schläge mehr wert sind/waren als sich gegenseitig mal in den arm zunehmen ist es doch schwer...

wer mich dick nicht mag hat mich schlank nicht verdient


melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:50
Meine Kindheit konnte ich direkt mit Schlägen assoziieren, da war alles dabei. Schläge, richtig Prügel, Tritte, sogar gewürgt werden.

Aufgehört hat das alles erst, als ich zurückgeschlagen habe. Als dann mein Vater erkannt hatte, das nach Jahren der gewalttätigen Dominanz sich das Blatt wendet, hörte diese Behandlung abrupt auf. Inzwischen bin ich nun der dominante Part, sein Bereich grenzt quasi beim Nichts.

Aber daraus habe ich nicht gelernt, das Schläge ein Mittel sind. Das ich ständig an meiner Allgemeinbildung arbeite und mit auch eingehend mit zwischenmenschlichen Handlungen und deren Reaktionen beschäftige, sind wohl eher ein Resultat dafür.

Falls ich mal Kinder haben sollte, werde auch ich den Weg der gewaltfreien aber autoritären Erziehung gehen. Autoritär bedeutet bei meiner Definition mitunter, das sie Respekt wahren müssen. Den müssen Sie nämlich ihr Leben lang, egal ob Eltern, Chef oder der Dorfpolizist.

Fear and Loathing in Allmystery

Die beste Perspektive auf die Gesellschaft, hat man vom Rande aus. Diese Ansicht garantiert den meisten Überblick.



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:53
@univerzal

"Falls ich mal Kinder haben sollte, werde auch ich den Weg der gewaltfreien aber autoritären Erziehung gehen. Autoritär bedeutet bei meiner Definition mitunter, das sie Respekt wahren müssen. Den müssen Sie nämlich ihr Leben lang, egal ob Eltern, Chef oder der Dorfpolizist."

Genau das wird auch der Weg sein, wie ich meine Kinder einmal erziehen werde. Hoffentlich findet aber sich auch eine gute Mutter...

Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

"Die Bürger, die nicht hier gelebt haben, sollten uns nicht sagen, wie sie hier gelebt hätten."
Gregor Gysi



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:57
Klar, Eltern sollten schon kooperieren damit die Erziehung klappt, darum wär es nicht gerade Übel wenn der Partner die allgemeine Sicht der Dinge teilt.

Und ich weiß, bei sowas spricht man sich leicht, ehe es an die Durchführung geht. Aber lieber mit einem guten Ansatz als planlos an sowas herangehen.

Fear and Loathing in Allmystery

Die beste Perspektive auf die Gesellschaft, hat man vom Rande aus. Diese Ansicht garantiert den meisten Überblick.



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 15:58
seh ich genauso!vielleicht haben unsere eltern auch scho mit ihren eltern einiges vorher durch gemacht

wer mich dick nicht mag hat mich schlank nicht verdient


melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 16:06
Das rechtfertigt trotzdem nichts. Ist eher sogar armselig, wenn man seine miserabele Kindheit durch das gleiche Verhalten auf seine Nachkommen kompensiert. "Also in meiner Kindheit war das genauso..." ist ein beschissener, fadenscheiniger Vorwand.

Fear and Loathing in Allmystery

Die beste Perspektive auf die Gesellschaft, hat man vom Rande aus. Diese Ansicht garantiert den meisten Überblick.



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 16:08
meine mutter meinte immer..*die oma is mit uns auch nicht anders umgegangen wie ich mit dir*nu ja..als ich meine oma drauf angesprochen habe meinte sie..nur das es nicht stimmt..ich denke das alles sind ausreden weil *eltern*mit ihrem eigenen leben nicht klar kommen..un wir kinder sind ja dann halt die an denen sie es auslassen können..ziehmlich kranke welt

wer mich dick nicht mag hat mich schlank nicht verdient


melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 16:17
Autorität ist armselig. Es wird gerne genommen, wenn entsprechendes Wissen, Taten, das Erreichte etc. fehlen und anders die Führung nicht mehr möglich ist.
Ein Armutszeugnis für meine Persönlichkeit.


melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 16:25
@Midnight

Nicht wenn das Fundament auf dem die Autorität aubaut, aus diesen Attributen besteht.

Für meinen Fall darf man die Autorität nicht mit krampfhaften Gehorsam etc. vergleichen, sondern hauptsächlich auf den nötigen Respekt, Lernmaßstab für die Kids etc. Zwar ist das nicht generell anwendbar, denn schließlich können Eltern nicht ständig mit den Kindern mithalten (Interessen, Eigenschaften, spezifisches Wissen), aber dennoch eine gute Basis auf der man eine Erziehung aufbauen kann. Meines Erachtens zumindest.

Fear and Loathing in Allmystery

Die beste Perspektive auf die Gesellschaft, hat man vom Rande aus. Diese Ansicht garantiert den meisten Überblick.



melden

Schlechte Kindheit

13.07.2005 um 16:43
kekay, das Wörter auch sehr verletzend sein können, möchte ich bestätigen.
Mein Vater hat mich wie seinen größten Schatz behandelt, hat mir alles geschenkt, was ich wollte, ist mit mir dauernd ins Kino gefahren, hat mir in jungen Jahren klassische Musik vorgespielt (ist mir nur noch aus Erzählungen bekannt ^^), hat mit mir über alles philosophiert. Dann kam für mich die sekundäre Schule, und ich wurde schlicht und einfach fallen gelassen. Wenn ich eine schlechte Arbeit geschrieben hab, war ich der größte Idiot, den es gab. Ich habe wohl die Grenze erreicht: genug Behutsamkeit, Zeit das Leben selbst zu regeln.

Irgendetwas muss da schief gelaufen sein. Sollte so ein Übergang in der Regel nicht fließend sein?

Rein pädagogisch betrachtet, ist da so einiges schief gelaufen. Mir wurde in den frühen (und zweifellos entwicklungstechnisch wichtigsten) Jahren definiert, dass ich (fast) nichts machen brauche, um das zu kriegen, was ich will. Natürlich ist mir das jetzt alles bewusst, ich weiß, dass der jetzige Status anders aussieht. Aber es ist nicht nachvollziehbar, wie schwer es teilweise für mich ist, sich für irgendwas zu überwinden (sei es im Haushalt helfen, Arbeiten, alles). Mein innerer Schweinehund, die ES-Instanz ist einfach zu groß. Jedoch sind mir Moral- und Wertvorstellungen gleichermaßen bekannt und wichtig, sodass teilweise Leistungsdruck an Stellen entsteht, der vollkommen unnötig ist. So wurde ich beispielsweise schon ziemlich nervös, wenn ich mich in der Schule gemeldet hab und etwas längeres erzählen oder sogar nur vorlesen musste. Ist das nicht heftig?

Für mich ergibt langsam alles einen Sinn, ich bin mein eigener Therapeut. Der Pädagogik-Leistungskurs + Recherche im Internet hat sich gelohnt. ;)

Resumé:
Meiner Meinung nach ist ein demokratischer Erziehungsstil der wohl wertvollste von allen. Allerdings erfordert er auch eine Menge Geduld und glücklich sollen sich die Familien schätzen, die eine solche Erziehung ungehindert ausführen können.


melden