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Gendern zur Pflicht machen?

14.004 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Weiblich, Transgender ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gendern zur Pflicht machen?

13.04.2024 um 12:40
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Du musst nur für dich annehmen, dass Männer an allem Schlechten auf der Welt schuld sind.
Das wird wohl der Grundmechanismus und die ganze Triebfeder hinter solchen Gedanken sein.

.. würde mich dennoch schon etwas interessieren, wie die Wokisten das historisch herleiten.
Zitat von AtroxAtrox schrieb:An und für sich ist der Punkt in Demokratien in denen Frauen wählen und sich aufstellen lassen können, insgesamt eher obsolet.
Das sowieso.


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Gendern zur Pflicht machen?

13.04.2024 um 13:00
Zitat von AtroxAtrox schrieb:An und für sich ist der Punkt in Demokratien in denen Frauen wählen und sich aufstellen lassen können, insgesamt eher obsolet.
nur gab es Sprachentwicklung schon davor
Zitat von AtroxAtrox schrieb:Du musst nur für dich annehmen, dass Männer an allem Schlechten auf der Welt schuld sind.
och das tut mir leid, dass Du so denkst
Zitat von nasenstübernasenstüber schrieb:würde mich dennoch schon etwas interessieren, wie die Wokisten das historisch herleiten.
dann frage die, die sich als Wokisten sehen ;)


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13.04.2024 um 14:43
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Deshalb frage ich dich ja, warum Feminina wie die Person, die Fachkraft, die Lehrkraft (oder auch Kollektiva wie etwa die Kundschaft, die Zuhörerschaft, die Schülerschaft, die Lehrerschaft) plötzlich nicht mehr ach so diskriminierend seien und Männer unsichtbar machen würden. Oder gilt da der von dir behauptete Zusammenhang zwischen Genus & Sexus plötzlich nicht mehr? Mal hü, mal hott? Widdewiddewitt?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:ich habe es gefühlt schon 100mal geschrieben, weil die Worte in sich, semantisch, sexusindifferent sind. Was gibt es daran nicht zu verstehen?
Oh, keine Sorge, ich verstehe sehr gut, was es mit sexusindifferenten Personenbezeichnungen auf sich hat, denn darüber reden wir ja mit Blick auf das generische Maskulinum schon die ganze Zeit. Nur führe ich dir hier eben auch einfach mal deine eigene "Logik" vor Augen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Der Bäcker ist es nicht, denn der Bäcker ist erst einmal männlich, da Genus und Sexus korrelieren.
Nö, du hast immer noch nicht verstanden, was es mit dem generischen Maskulinum im Deutschen auf sich hat. Was du sagst, gilt nur für ganz wenige Personenbezeichnungen wie Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Bruder, Schwester, Onkel, Tante... also diese ganze Palette von Verwandtschaftsbezeichnungen. Bei all diesen Bezeichnungen ist das natürliche Geschlecht als intensionales Merkmal im Begriff selbst enthalten. Bspw. gibt es keinen weiblichen Vater, denn dass es sich bei einem Vater um eine männliche Person handelt (und keine weibliche), ist ein klassisches analytisches Urteil - dabei geht es um (logische) Prädikate, die bereits im (logischen) Subjekt enthalten sind, so wie bspw. das Prädikat "rund" im Subjekt "Kreis" bereits enthalten ist. Für "Bäcker" gilt das aber eben nicht.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:das ist immer noch falsch. Bäcker ist kein geschlechtsneutrales Wort.
Doch, genau das ist es. Es sind die movierten Formen, die nicht geschlechtsneutral sind und bei der Verwendung unmovierter Formen dann eben für Verwirrung stiften. Denn hier kommt - wie schon bei den Verwandtschaftsbezeichnungen oben - das natürliche Geschlecht als intensionales Merkmal zum Begriff hinzu. In der Sprachwissenschaft würde man auch sagen: das natürliche Geschlecht ist bei den movierten Formen markiert. Das gilt aber eben nicht für die unmovierten Formen.

Du verbreitest hier letztendlich den gleichen Unfug, für den auch der Duden bereits heftigst von Sprachforschern kritisiert wurde.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:in Bezug aufs gm, bitte diesen relevanten Teil, der sich aus dem Kontext ergibt nicht unterschlagen. Es ging um die Verwendung.
Ach, ja. Generische Begriffe werden nicht nur generisch verwendet, sie sind es. Das ist wie mit dem Hammer. Der wird auch nicht nur als Hammer verwendet, sondern ist es. Und es spielt da übrigens auch keine Geige, ob wir uns nun über das generische Maskulinum unterhalten, das generische Femininum oder das generische Neutrum. Alle drei Generika abstrahieren vom Geschlecht (aber nicht nur davon, wie in meinem letzten Beitrag schon dargelegt...). Was nicht mehr vom Geschlecht abstrahiert, das sind die sog. movierten Formen wie Bäckerin oder Witwer. Du schlussfolgerst daraus nun aber fälschlicherweise, dass die unmovierten Formen (bspw. Bäcker oder Witwe) deshalb nun ebenfalls nicht mehr vom Geschlecht abstrahieren, was schlichtweg Unfug ist.

Ich hatte es dir hier nun auch schon mehrfach anhand der eingedeutschten Personenbezeichnungen aus dem Englischen (User, Follower, Single, Teenager...) sowie spezielleren Funktionenbezeichnungen, die sich bspw. auch auf juristische Personen beziehen können (Mieter, Kunde, Veranstalter, Gesetzgeber, Eigentümer, Arbeitgeber...) erläutert. Verstanden hast du es nur leider immer noch nicht.


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13.04.2024 um 17:51
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Warum gibt es eine spezifische generische Verwendung, wenn doch alles so klar ist und das Wort eh sexusindifferent wäre?
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Bin gespannt, wer der/die Erste sein wird und erklärt, dass diese Wörter alle zuerst nur generisch waren und die männliche Bedeutung erst später kam....
Nasenstüber hatte diesbezüglich schon mal erklärt:
Zitat von nasenstübernasenstüber schrieb:btw; Bäcker zB kommt auch nicht von dem Mann, der den Beruf ausübt, sondern von dem Wort backen, und im Deutschen wird oft aus Verben das Substantiv dazu gebildet, indem man die Infinitiv Endung weg lässt, und stattdessen ein -er anhängt .. es noch ggf beugt.

gehen - der Geher
bohren - der Bohrer (was hat das Werkzeug eigentlich für einen Sexus)
lehren - der Lehrer
backen - der Bäcker
das ist nun nicht ganz direkt die Beantwortung deiner Frage, aber streift das Thema zumindest irgendwie.
Und ich verstehe nicht, weshalb dieser Fakt (..."wird oft aus Verben das Substantiv"...) ignoriert wird.
Stattdessen wird davon ausgegangen, dass es schon immer so war, dass es den Beruf gab, z.B. Bäckereihandwerk und NUR davon sei dann Bäcker abgeleitet.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Da die Geschlechter bei den Berufen nicht mehr die Rolle spielen, meinen die Sprachnutzer mehr die Handlung und den Beruf und weniger das Geschlecht
so siehts aus - wenn man davon ausgeht, dass diese Berufe aus dem Verb/Infinitiv abgeleitet wurden.


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13.04.2024 um 18:15
Zitat von soomasooma schrieb:Ich habe Dich damit gar nicht persönlich ansprechen wollen, nur den Begriff aufgreifen, weil er gerade zum x-ten Mal wieder in der Diskussion ist.

Es ging mir um das Selbstverständnis, die Einrichtung, den Laden personenunanhängig so zu bezeichnen. Niemand denkt dabei, nur Männer würden dort backen bzw aufbacken. Das kaufe ich hier niemandem ab, wenn er das behaupten würde.
Ich würde es begrüßen, wenn du allgemeine Sachen klar stellen willst, die mit dem, was ich in einem post sage, nichts zu tun haben, bitte auch nicht zitierst.
Danke.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Nasenstüber hatte diesbezüglich schon mal erklärt:
Wen juckt es?


Ich darf nochmal daran erinnern, wie dieses Gespräch (der Teil an dem ich teil genommen habe) begonnen hat:
Zitat von ArrakaiArrakai schrieb:Das Wort „Bäcker“ an sich impliziert allerdings keinen Sexus
Und das ist nun mal falsch
Handwerker, der Backwaren für den Verkauf herstellt (Berufsbezeichnung)
Quelle: https://www.duden.de/rechtschreibung/Baecker#google_vignette
Das gM ist nur eine Ableitung davon.
Und "Bäcker" als Bezeichnung für den Laden zu benutzen ist sowieso nur Umgangssprache.
Hochdeutsch heißt das Geschäft: Bäckerei.

Aber wenn hier user, meinen, sie wissen es besser als der Duden, ist eine Diskussion sinnlos.


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13.04.2024 um 18:19
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ansonsten sei mal wieder auf den Duden verwiesen: "Bäcker, der" männlich Substantiv.
Super, damit hätten wir es dann ja endlich schwarz auf weiß: Der Duden zementiert ideologisch motivierten Unfug und betreibt damit ganz gezielt Indoktrination.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:(Nebenbei: "Dasselbe" schreibt man immer zusammen und klein, es sei denn am Satzanfang natürlich.)
Genau. "die Salbe", aber nicht "das Selbe" (sondern "dasselbe"). :D
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Aber wenn hier user, meinen, sie wissen es besser als der Duden, ist eine Diskussion sinnlos.
Und wenn User meinen, der Duden sei das Maß der Dinge, dann ebenso. Tschüß! :)
https://gfds.de/duden-verbindlichkeit/


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13.04.2024 um 18:21
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wen juckt es?
wie ich schon schrieb, ist halt schade, dass dieser wichtige Sachverhalt ignoriert wird (nicht nur von dir):
Zitat von nasenstübernasenstüber schrieb:Bäcker zB kommt auch nicht von dem Mann, der den Beruf ausübt, sondern von dem Wort backen, und im Deutschen wird oft aus Verben das Substantiv dazu gebildet, indem man die Infinitiv Endung weg lässt, und stattdessen ein -er anhängt
Wegen dieser Ignoranz wird nun laufend behauptet, nur weil z.B. Bäcker einen männlichen Artikel hat, waren damit schon immer primär nur Männer gemeint und sekundär wurde es als gM verwendet.
Und sekundär kam dann halt auch später mal noch die weibliche Form hinzu. Diese wird nun als Grund gesehen, dass das gM angeblich so diskriminierend sei...

Ich finde, die Ableitung - also wo dieses Substantiv urspünglich mal her kam - ist für die Genderdiskussion schon ziemlich relevant.
Aber von mir aus, wirds halt weiter ignoriert ;)


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13.04.2024 um 18:23
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Aber wenn hier user, meinen, sie wissen es besser als der Duden, ist eine Diskussion sinnlos.
Tja, wer nicht mal weiß was der Duden für eine Verantwortung hat.
[A] Hier müssen wir zunächst einmal unterscheiden zwischen den aktuellen Rechtschreibregeln und dem bekannten Rechtschreibwörterbuch Duden, das diese Regeln wiedergibt. Denn heutzutage hängt die Verbindlichkeit der Rechtschreibregeln tatsächlich nicht mehr ursächlich mit dem Duden zusammen.
Quelle: Von @Noumenon verlinkt. Ich hatte es selbst nicht auf die Schnelle gefunden.


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13.04.2024 um 19:00
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Aber wenn hier user, meinen, sie wissen es besser als der Duden, ist eine Diskussion sinnlos.
Gut

Dann ist ja die Aktion von Söder nicht kritikwürdig und vollkommen i.O.

Gendern hat im Amtsdeutsch nichts zu tun. Lehrer und Behörden sind staatliche Institutionen folgerichtig muss das Gendern verboten werden, wenn es gemacht wird
Das Amtliche Regelwerk gilt für Schulen sowie für Verwaltung und Rechtspflege. Der Rat hat vor diesem Hintergrund die Aufnahme von Asterisk („Gender-Stern“), Unterstrich („Gender-Gap“), Doppelpunkt oder anderen verkürzten Formen zur Kennzeichnung mehrgeschlechtlicher Bezeichnungen im Wortinnern in das Amtliche Regelwerk der deutschen Rechtschreibung zu diesem Zeitpunkt nicht empfohlen.[3]
Quelle: Wikipedia: Gesetze und amtliche Regelungen zur geschlechtergerechten Sprache


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13.04.2024 um 19:24
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Super, damit hätten wir es dann ja endlich schwarz auf weiß: Der Duden zementiert ideologisch motivierten Unfug und betreibt damit ganz
Willkommen in Trump-Land, wo sich jeder die "Fakten" herbeiphantasiert, die am besten passen.

Den Rest deines postes habe ich deshalb gar nicht mehr gelesen.
Zitat von cachalotcachalot schrieb:Tja, wer nicht mal weiß was der Duden für eine Verantwortung hat.
Ah, der/die Nächste, der/die es besser als der Duden weiß.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Dann ist ja die Aktion von Söder nicht kritikwürdig und vollkommen i.O.
Sich darüber zu beklagen, dass einem Gendern "aufgezwungen/verordnet" wird und sich dann zu freuen, wenn das Gegenteil verordnet wird, lässt den Verdacht aufkommen, dass "verordnen" gar nicht das Problem ist, gelle? ;-)


Übrigens: ich bin wieder raus, habe gesagt, was zu sagen war.


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13.04.2024 um 20:38
Wenn eine Pflicht bzw ein Zwang eine nachvollziehbare Begründung hat, dann sollte man es akzeptieren und beachten. Die Gründe für ein Verbot leuchten mir persönlich auch komplett ein.


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13.04.2024 um 22:30
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Oh, keine Sorge, ich verstehe sehr gut, was es mit sexusindifferenten Personenbezeichnungen auf sich hat, denn darüber reden wir ja mit Blick auf das generische Maskulinum schon die ganze Zeit. Nur führe ich dir hier eben auch einfach mal deine eigene "Logik" vor Augen.
Dazu müsstest Du ja erst einmal Willens sein, zu verstehen, was ich schreibe.
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Nö, du hast immer noch nicht verstanden, was es mit dem generischen Maskulinum im Deutschen auf sich hat. Was du sagst, gilt nur für ganz wenige Personenbezeichnungen wie Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Bruder, Schwester, Onkel, Tante... also diese ganze Palette von Verwandtschaftsbezeichnungen.
falsch, diese Worte, die Du aufzählst, tragen das biologische Geschlecht in sich, als semantisches Merkmal, teil der Wortbedeutung, egal ob der, die oder das davor steht. Denke an "das Mädchen" zum Beispiel.
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Du verbreitest hier letztendlich den gleichen Unfug, für den auch der Duden bereits heftigst von Sprachforschern kritisiert wurde.
es gibt mindestens genau so viele Sprachwissenschaftler, die es sehen wie ich, ich habe einige schon hier zitiert, von daher, glaube, was Du willst, mich überzeugst Du eh nicht ;)


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13.04.2024 um 22:50
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Nö, du hast immer noch nicht verstanden, was es mit dem generischen Maskulinum im Deutschen auf sich hat. Was du sagst, gilt nur für ganz wenige Personenbezeichnungen wie Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Bruder, Schwester, Onkel, Tante... also diese ganze Palette von Verwandtschaftsbezeichnungen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:falsch, diese Worte, die Du aufzählst, tragen das biologische Geschlecht in sich, als semantisches Merkmal, teil der Wortbedeutung, egal ob der, die oder das davor steht. Denke an "das Mädchen" zum Beispiel.
Das ist exakt das, was ich nachfolgend sagte:
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Nö, du hast immer noch nicht verstanden, was es mit dem generischen Maskulinum im Deutschen auf sich hat. Was du sagst, gilt nur für ganz wenige Personenbezeichnungen wie Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Bruder, Schwester, Onkel, Tante... also diese ganze Palette von Verwandtschaftsbezeichnungen. Bei all diesen Bezeichnungen ist das natürliche Geschlecht als intensionales Merkmal im Begriff selbst enthalten.
-
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:es gibt mindestens genau so viele Sprachwissenschaftler, die es sehen wie ich, ich habe einige schon hier zitiert, von daher, glaube, was Du willst, mich überzeugst Du eh nicht ;)
Das wäre nur dann ein Problem, wenn ich tatsächlich den Anspruch hätte, ständig missionieren und andere Menschen überzeugen zu wollen. Nach unzähligen Diskussionen mit Leuten politischer oder religiöser Gesinnung lernt man aber irgendwann, dass gegen ideologisch festgefahrene Überzeugungen leider noch kein Kraut gewachsen ist. :)
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Dazu müsstest Du ja erst einmal Willens sein, zu verstehen, was ich schreibe.
Hätte ich dich wirklich missverstanden, hättest du jetzt die Gelegenheit genutzt, deinen Standpunkt klarzustellen, nicht nur für mich, auch für andere. Hast du aber nicht. Aber selbstverständlich hast du diese Gelegenheit natürlich immer noch, ist ja ein Forum, kein Chat. ;)


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13.04.2024 um 23:21
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ah, der/die Nächste, der/die es besser als der Duden weiß.
Dazu nur
Zitat von cachalotcachalot schrieb:Tja, wer nicht mal weiß was der Duden für eine Verantwortung hat.



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14.04.2024 um 07:32
@Noumenon
Es ging um Korrelation, da hast Du geschrieben, das wäre nur bei den Wörtern der Fall, die in sich schon das biologische Geschlecht tragen. Das stimmt aber eben nicht. DAS Mädchen, DAS Weib. Da ist die semantische Bedeutung ganz unabhängig vom Genus.
Der, die,das ist das grammatische Geschlecht, nicht gleichbedeutend mit semantischem Geschlecht ABER das Genus korreliert eben mit dem Sexus, insbesondere bei Personenbezeichnungen. Deshalb ist "der Bäcker" eben nicht sexusindifferent, sondern wird nur so verwendet. Es gibt eine weibliche Form. Allerdings gibt es sexusindifferente Worte, wie Mensch, Person, Fachkraft, da ist ganz unabhängig vom Genus KEIN bestimmtes biologisches Geschlecht vorhanden. Die werden also nicht als gm verwendet oder gf, sondern sind semantisch sexusindifferent.


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14.04.2024 um 09:27
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:DAS Mädchen, DAS Weib. Da ist die semantische Bedeutung ganz unabhängig vom Genus.
Das hat keinerlei Bedeutung für die Diskussion, dabei handelt es sich um eine eigene Kategorie von Wörtern

Siehe hier:
Zitat von ArrakaiArrakai schrieb:Es existieren natürlich Wörter, die einen Sexus implizieren (Frau, Onkel, Bäckerin).
Siehe hier:
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Was du sagst, gilt nur für ganz wenige Personenbezeichnungen wie Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Bruder, Schwester, Onkel, Tante...
Siehe hier:
Die Eigenschaft Sexus ist nicht Bestandteil der Wortbedeutung derjenigen Personenbezeichnungen, die von der Duden-Grammatik in die geschlechtsneutrale „Klasse A“ eingeordnet werden: „nur sexusindifferenter Gebrauch […] es kommen faktisch alle drei Genera vor“.[g: 3] Das Genus solcher Substantive ergibt sich entweder aus dem Lexem oder aus anderen Faktoren der Genus-Zuweisung. Weil sie das Bedeutungselement Sexus nicht haben, nehmen Bezeichnungen aus dieser Klasse auch nicht zwei Sexus-spezifische Formen an; sie sind nicht movierbar (von Gelegenheitsbildungen abgesehen).
Quelle: Wikipedia: Sexus#Sexusindifferente Personenbezeichnungen


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14.04.2024 um 15:57
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es ging um Korrelation, da hast Du geschrieben, das wäre nur bei den Wörtern der Fall, die in sich schon das biologische Geschlecht tragen.
Nein, ich hatte geschrieben, dass die von dir genannte Korrelation von Genus und Sexus nur für ganz wenige Personenbezeichnungen gilt und anschließend einige Beispiele aufgezählt, die sich ferner zur Kategorie "Verwandschaftsbeziehungen" zusammenfassen lassen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:DAS Mädchen, DAS Weib.
Weder sind das Beispiele, die ich genannt hatte, noch gehören diese Beispiele zur Kategorie "Verwandschaftsbeziehungen", aber viel wichtiger ist, dass es um Beispiele ging, wo Genus und Sexus im strengen und nachweislichen Sinne korrelieren, nicht um Beispiele, wo es nicht so ist (wie die von dir genannten).
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Der, die,das ist das grammatische Geschlecht, nicht gleichbedeutend mit semantischem Geschlecht ABER das Genus korreliert eben mit dem Sexus, insbesondere bei Personenbezeichnungen. Deshalb ist "der Bäcker" eben nicht sexusindifferent, sondern wird nur so verwendet.
Wie schon gesagt: Die von dir genannte Korrelation von Genus und Sexus gilt - im strengen und nachweislichen Sinne - nur für wenige Personenbezeichnungen. Unter keinen Umständen lässt sich sagen, dass Genus und Sexus bspw. bei Vater, Mutter, Sohn, Tochter etc. nicht übereinstimmen würden, denn das semantische Geschlecht ist hier bereits als intensionales Merkmal im Begriff selbst enthalten (das ist also in etwa so, als würde man sagen, ein Kreis sei nicht rund). Für Personenbezeichnungen wie "Bäcker" gilt das hingegen nicht.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Deshalb ist "der Bäcker" eben nicht sexusindifferent, sondern wird nur so verwendet.
Doch, denn genau so funktioniert Sprache: Die Bedeutung von Begriffen ergibt sich aus deren Gebrauch. Und somit ist "der Bäcker" sexusindifferent.

Aber deshalb ist es ja auch mit ein ganz großes Anliegen der Genderideologie, ganz gezielt einen bestimmten Sprachgebrauch an den Tag zu legen, um sukzessive die Bedeutung sprachlicher Äußerungen im Sinne der eigenen Ideologie zu beeinflussen. Je weniger maskuline Personenbezeichnungen generisch verwendet werden, desto weniger sind sie generisch zu verstehen.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Es gibt eine weibliche Form.
Ja, die dann im Gegensatz zu "Bäcker" nicht mehr vom Geschlecht abstrahiert. Hier kann ich mich nur wiederholen:
Zitat von NoumenonNoumenon schrieb:Es sind die movierten Formen, die nicht geschlechtsneutral sind und bei der Verwendung unmovierter Formen dann eben für Verwirrung stiften. Denn hier kommt - wie schon bei den Verwandtschaftsbezeichnungen oben - das natürliche Geschlecht als intensionales Merkmal zum Begriff hinzu. In der Sprachwissenschaft würde man auch sagen: das natürliche Geschlecht ist bei den movierten Formen markiert. Das gilt aber eben nicht für die unmovierten Formen.
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Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Allerdings gibt es sexusindifferente Worte, wie Mensch, Person, Fachkraft, da ist ganz unabhängig vom Genus KEIN bestimmtes biologisches Geschlecht vorhanden. Die werden also nicht als gm verwendet oder gf, sondern sind semantisch sexusindifferent.
Das sind alles generische Begriffe, ja. "Mensch" ist generisches Maskulinum, "Person" ist generisches Femininum und man könnte noch "Mitglied" nehmen, dann hätten wir auch noch ein Beispiel für ein generisches Neutrum. Gerade beim generischen Neutrum sollte es dir eigentlich wie Schuppen von den Augen fallen, dass "der Mensch" selbstverständlich generisches Maskulinum ist, genauso wie "das Mitglied" oder "das Opfer" generisches Neutrum sind.
Wie stark abstrahierend solche Begriffe zum Teil auch sein können, demonstrieren bspw. Aussagen wie "Deutschland ist Mitglied der NATO" oder "auch die Natur ist Opfer des Krieges in der Ukraine" - hier sprechen wir nicht einmal von biologischen Wesen mit natürlichem Geschlecht. Aber natürlich nichts, worauf ich nicht erst kürzlich bereits hingewiesen hätte (mit Funktionsbezeichnungen wie Hersteller, Betreiber, Eigentümer, Kunde, Arbeitgeber usw., die ebenfalls nicht notwendigerweise natürliche Personen bezeichnen müssen)


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15.04.2024 um 08:07
@Noumenon
ich wiederhole mich
Selbstverständlich gibt es auch geschlechtsneutrale (= geschlechtsunspezifische) Personenbezeichnungen, und zwar in allen drei Genera: der Mensch, der Säugling (Genus Maskulinum), die Person, die Waise (Genus Femininum), das Kind, das Genie (Genus Neutrum). Für geschlechtergerechten Sprachgebrauch sind diese Substantive besonders hilfreich. Sie stehen nicht auf der gleichen Stufe wie die paarigen Personenbezeichnungen vom Typ Lehrer/Lehrerin oder Hexe/Hexer, was u.a. daran zu erkennen ist, dass geschlechtsneutrale Personenbezeichnungen keine Minimalpaare mit den Merkmalen ‚männlich‘ vs. ‚weiblich‘ bilden. Es gibt keine Paarformen wie die Person/*die Personin oder die Person/*der Personer oder dergleichen.1 Es ist also falsch, ein Substantiv wie der Mensch als „generisches Maskulinum“, oder ein Substantiv wie die Person als „generisches Femininum“ zu bezeichnen. Auch Gattungsbezeichnungen für Tiere werden oft fälschlich als „generisch“ bezeichnet, also der Tiger als „generisches Maskulinum“, die Giraffe als „generisches Femininum“. Auch dies ist abzulehnen. Gattungsbezeichnungen für Tiere haben prinzipiell die gleiche geschlechtsneutrale Bedeutung wie die Gattungsbezeichnung Mensch.2
Quelle: https://www.sprache-und-gendern.de/beitraege/das-generische-maskulinum
Gabriele Diewald (* 10. Oktober 1960 in Hersbruck[1]) ist eine deutsche Sprachwissenschaftlerin und Autorin mehrerer Duden-Bücher zur geschlechtergerechten Sprache. Sie ist Professorin für deutsche Sprache der Gegenwart an der Universität Hannover.
Quelle: Wikipedia: Gabriele Diewald

ich hätte gerne von Dir Belege, dass Mensch usw generische Maskulina bzw. Feminina sind Danke.


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15.04.2024 um 08:36
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Gabriele Diewald (* 10. Oktober 1960 in Hersbruck[1]) ist eine deutsche Sprachwissenschaftlerin und Autorin mehrerer Duden-Bücher zur geschlechtergerechten Sprache. Sie ist Professorin für deutsche Sprache der Gegenwart an der Universität Hannover.
Und damit willst du jetzt wen genau überzeugen? Du wirst kaum erwarten, dass irgendwer außerhalb der Gender-Bubble Gabriele Diewald ernst nimmt.


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15.04.2024 um 08:38
Zitat von ArrakaiArrakai schrieb:Und damit willst du jetzt wen genau überzeugen? Du wirst kaum erwarten, dass irgendwer außerhalb der Gender-Bubble Gabriele Diewald ernst nimmt.
ach so, sie ist Sprachwissenschaftlerin, Professor usw. und ich soll dann den Ausführungen irgendwelcher Forenteilnehmer folgen, weil die es besser wissen, denn die sind gegen das Gendern? Echt voll das valide Argument.....aber Du kannst ja gerne einen Beleg erbringen, von jemandem, der Profi ist, dass Mensch ein gm ist. Danke ich warte.


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