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Brandunglück von Crans-Montana

237 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Schweiz, Verletzte, Brandunglück ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Brandunglück von Crans-Montana

09.01.2026 um 17:00
Zitat von antheanthe schrieb:sie hat u.a. wegen konkreter Sicherheitsbedenken aufgehört, dort zu arbeiten. Ihren Äußerungen entnehme ich, dass sie das klar so den Betreibern gegenüber kommuniziert hat. Dass die das alles nicht interessiert hat, kann man doch nicht einer ehemaligen Saisonkraft Anfang 20 aus einem anderen Land anlasten.
In einer idealen Welt hätte sie vielleicht herausgefunden, wie im Wallis die genauen Meldewege sind, um eine potentielle Brandgefahr an die Behörden weiterzugeben und das dann auch noch getan. Aber ihr eine Mitschuld zu geben, weil sie das nicht getan hat, please....
Ich bezog mich auf die Verursacherin im Video, wenn sie eine Kellnerin war und es ihr eigentlich bekannt war, dass man wg. der Decke aufpassen muss (so wie es dem Kellner 2019 bekannt war) dann ist sie mMn. mitschuldig.
Zitat von antheanthe schrieb:Es ist mir echt unbegreiflich, wie man als Barbetreiber mit Jahrzehnten Erfahrung solche bescheuerten Stunts verlangt.



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Brandunglück von Crans-Montana

09.01.2026 um 17:13
Hier hat einer einen Selbstversuch gemacht:

Youtube: Wunderkerze ist nicht gleich «Wunderkerze» – im Kontext von Crans-Montana
Wunderkerze ist nicht gleich «Wunderkerze» – im Kontext von Crans-Montana
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Ich denke aber, wenn er die Wunderkerze direkt mit dem Schaumstoff berührt hätte, wäre das auch ausreichend gewesen.


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Brandunglück von Crans-Montana

09.01.2026 um 17:17
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Ich bezog mich auf die Verursacherin im Video.
Sollte sich herausstellen, dass die Chefetage des Ladens das Auf-den-Schultern-sitzend-servieren von ihr verlangt hat, und davon gehe ich aus, ist sie für mich raus aus der Verantwortung.
Wenn einem Kellner 2019 schon bekannt war, dass das gefährlich ist, wie kann es dann den Betreibern einfach weitere 6 Jahre lang egal sein?


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Brandunglück von Crans-Montana

09.01.2026 um 17:21
Zitat von antheanthe schrieb:Sollte sich herausstellen, dass die Chefetage des Ladens das Auf-den-Schultern-sitzend-servieren von ihr verlangt hat, und davon gehe ich aus, ist sie für mich raus aus der Verantwortung.
Wenn einem Kellner 2019 schon bekannt war, dass das gefährlich ist, wie kann es dann den Betreibern einfach weitere 6 Jahre lang egal sein?
Nein, wenn sie das wusste, ist sie mMn. mitschuld, egal was der Betreiber verlangt hat ("aus dem Fenster springen" Thematik), sie trägt Verantwortung für ihr Handeln.

Wenn es dem Betreiber bekannt war, dann ist er sowieso mitschuld. Aber viellecht sagte er: passt immer mit der Flamme wg. der Decke auf, so wie der Kellner.
Die Frage wird sein ob er wusste, dass die Isolierung branschutztechnisch nicht o.k. war. Wenn ja, dann trifft ihn mMn. natürlich die Hauptschuld an allem.


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Brandunglück von Crans-Montana

09.01.2026 um 17:43
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Ebenso bei den Besitzern, die haben zwar die Kasse mitgenommen als sie raus sind, aber zu welchem Zeitpunkt war das und hätten sie noch etwas tun können um andere zu retten ohne sich selbst zu gefährden?
Ich wuerde davon ausgehen, dass es fuer Clubs Richlinien gibt und sei es Musik aus, Licht an und Unterstuetzung der Gaeste bei der Evakuierung - und natuerlich Rettungskraefte infornieren.

Wenn sie unverletzt samt Kasse raus kam, war sie wohl bei den Ersten dabei, die geflohen sind.
Das ist jetzt nicht die vordringlichste Verantwortung als Betreiberin...
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Die Frage wird sein ob er wusste, dass die Isolierung branschutztechnisch nicht o.k. war. Wenn ja, dann trifft ihn mMn. natürlich die Hauptschuld an allem.
Das ist doch auch Verantwortung des Betreibers, gerade wenn er den Umbau vorgenommen hat. Ich glaube nicht, dass die Behoerde Daemmplatten, die nicht die Brandschutzbedingungen erfuellen, abgenickt hat.
Er kann ja schlecht sagen, "mein Name ist Hase".
Und selbstverstaendlich haetten die Behoerden bei der Erstabnahme und dann regelmaessig die Raeume ueberpruefen muessen.


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Brandunglück von Crans-Montana

09.01.2026 um 17:48
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Das ist doch auch Verantwortung des Betreibers, gerade wenn er den Umbau vorgenommen hat. Ich glaube nicht, dass die Behoerde Daemmplatten, die nicht die Brandschutzbedingungen erfuellen, abgenickt hat.
Er kann ja schlecht sagen, "mein Name ist Hase".
Und selbstverstaendlich haetten die Behoerden bei der Erstabnahme und dann regelmaessig die Raeume ueberpruefen muessen.
Ja alle sind irgendwie Schuld. Wie gesagt ich verweise da auf das Unglück von Kaprun, wo alle freigesprochen wurden. Die Frage ist, was man wem nachweisen kann und wem die Staatsanwaltschaft gesonnen ist.

Wie gesagt:
Hernach erklärte ein für Sicherheitsprüfungen zuständiger Gemeindemitarbeiter, im Gesetz sei die Prüfung von Baumaterialien nicht vorgeschrieben.
...
Schliesslich verkündete die Staatsanwaltschaft, dass die Anwältinnen und Anwälte der Opferfamilien von den Befragungen der Beschuldigten ausgeschlossen würden, um die Ruhe der Befragungen nicht zu stören.
...
Ferner schreibt das Gesetz vor, dass «während den Bauarbeiten, vor Bezug des Baues oder wenn es besondere Umstände erfordern, … vom kantonalen oder einem regionalen Feuerinspektor Gebäudeinspektionen durchgeführt (werden)». So scheint der Bau des Lokals vor zehn Jahren, bei dem für den Aushub immerhin ein Bagger eingesetzt worden war (wie von Medien publizierte Fotos zeigen), weder der Gemeinde noch den kantonalen Diensten aufgefallen zu sein.
...
Der Grosse Rat legt auch die Zahl der Staatsanwälte fest. Solche Regelungen sind zwar unumgänglich, weisen aber auf eine grosse Nähe der «unabhängigen» Staatsanwaltschaft zu den vorgesetzten Behörden hin. Dazu kommt, dass mannigfache Erkenntnisse – auch aus Urteilen des Bundesgerichts – zeigen, dass unsichtbare Hürden die Strafverfolgung von Angehörigen der Verwaltungen des eigenen Kantons erschweren.
...
Quelle: https://www.journal21.ch/artikel/unfassbar-amtliche-versaeumnisse-crans-montana


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Brandunglück von Crans-Montana

09.01.2026 um 19:17
Zitat von augustineaugustine schrieb:Also angenommen, einzelne Personen hätten direkt die Gefahr schon beim kleinen Brand erkannt, ob diese es noch rechtzeitig geschafft haben. Ich bin extrem geruchsempfindlich und mein System wird durch komische Gerüche sofort in Alarmbereitschaft gesetzt. Deswegen wundere ich mich umso mehr über die Sorglosigkeit.
Weil die Flammen oben an der Decke blieben, war wohl der Geruch und die Hitze für die Leute nicht besonders stark. (Außerdem waren viele alkoholisiert) .Sieht man in einigen Aufnahmen sehr gut, wie die Flammen und die Gase wegen des Auftriebs an der Decke langfließen. Als dann jemand noch eine Tür zum Ausgang geöffnet hat, sind die brennbaren Gase wegen der zusätzlichen Sauerstoffzufuhr in einer Feuerwalze explodiert.


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Brandunglück von Crans-Montana

09.01.2026 um 20:01
Zitat von parabolparabol schrieb:die Flammen oben an der Decke blieben, war wohl der Geruch und die Hitze für die Leute nicht besonders stark.
Kokelnder Kunststoff stinkt wie Sau - ueber Stockwerke hinweg.
Quelle: eigene Erfahrung (Topfdeckel mit Kunststoffknauf auf Herd abgelegt, die falsche Platte angemacht und kurz(!) rausgegangen... und sehr schnell zurueckgekehrt. Der Kunsstoffknauf war 'nur' ein bisschen an der Oberflaeche aufgeblaeht).

Ich denke, in der Bar war die Zeit zwischen der Entstehung des Deckenbrandes und dem Durchzuenden nicht lange.


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Brandunglück von Crans-Montana

09.01.2026 um 22:02
Zitat von sarachasaucesarachasauce schrieb: Ich kann mir daher unter keinen Umständen vorstellen, dass die auf den Videos zu sehenden Schallschutzplatten in irgendeiner Weise zulässig waren! Dass dies über mehrere Jahre hinweg bei Kontrollen nicht auffiel, erscheint in meinen Augen grob fahrlässig, wenn nicht sogar vorsätzlich.
Das finde ich auch äußerst seltsam. Mein Mann ist ja in der Event Branche tätig, da sind die Auflagen inzwischen immens - mitunter fühlt man sich schon gegängelt, aber das Beispiel zeigt wieder, vermutlich besser zu genau als die Sachen laufen zu lassen.
Zitat von augustineaugustine schrieb:Ich kann mir ganz schwer vorstellen, dass dieser toxisch anmutende Geruch die Leute nicht sofort extrem alarmiert hat.
Leute unterliegen oft dem Herdentrieb. Das waren ja v.a. Jugendliche, die oft Gefahren falsch einschätzen und daher auch häufiger richtig "doofe" Unfälle erleiden. Vermutlich hatte der Barbetreiber das Problem falsch eingeschätzt und wenn man eine Party einmal beendet (Licht an, Musik aus, alle raus in die kalte Luft, ist sie auch zu Ende, der Umsatz bricht ein). Würde mich nicht wundern, wenn man erst mal der Meinung war, dass man das selbst kurz in Griff bekommt und die Lage falsch eingeschätzt hat und auch das gesagt hat "ist gleich gelöscht".
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich wuerde davon ausgehen, dass es fuer Clubs Richlinien gibt und sei es Musik aus, Licht an und Unterstuetzung der Gaeste bei der Evakuierung - und natuerlich Rettungskraefte infornieren.
Wenn der Profit an erster Stelle steht, leider nicht, aber klar, da wird es Richtlinien gegeben haben.


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Brandunglück von Crans-Montana

10.01.2026 um 10:51
Zitat von MissMaryMissMary schrieb:Das finde ich auch äußerst seltsam. Mein Mann ist ja in der Event Branche tätig, da sind die Auflagen inzwischen immens - mitunter fühlt man sich schon gegängelt, aber das Beispiel zeigt wieder, vermutlich besser zu genau als die Sachen laufen zu lassen.
Ich weiß nicht, wie die rechtliche Lage in der Schweiz im Detail ist. In Deutschland ist es jedoch leider eine bekannte Realität, dass man (wenn man beruflich über Jahre in solchen Bereichen tätig ist) bestimmte Mechanismen und Missstände sehr deutlich wahrnimmt. Es kommt vor, dass Dinge möglich werden die unter normalen Umständen nicht zulässig wären. Insbesondere dann, wenn finanzielle Interessen dominieren. Das ist unbequem auszusprechen, aber es gehört zur Realität. Selbstverständlich möchte und kann ich niemandem konkret etwas unterstellen. Ich spreche ausschließlich aus beruflicher Erfahrung.

Umso spannender wird sein, wie der Vorfall rechtlich eingeordnet wird. Ob von Fahrlässigkeit oder Vorsatz ausgegangen wird, welches Strafmaß greift und wie sich dies juristisch überhaupt beweisen lässt. Auch die Frage ob man davon ausgehen muss, dass ein solcher Zustand mit gesundem Menschenverstand als offensichtlich gefährlich hätte erkannt werden müssen, wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Eine derart große Decke in einem Kellerbereich, in dem mit brandgefährlichen Stoffen gearbeitet wird, ist hochriskant und aus meiner Sicht schlicht unverantwortlich.

Ich hoffe sehr, dass die Verantwortlichen konsequent zur Rechenschaft gezogen werden und die Geschädigten zumindest eine angemessene Entschädigung erhalten…wohl wissend, dass ein Menschenleben durch nichts zu ersetzen ist. Insgesamt handelt es sich um eine unfassbare Katastrophe die aller Wahrscheinlichkeit nach vermeidbar gewesen wäre.

Gerade im Brandschutz gehören Evakuierungs- und Notfallpläne zum absoluten A und O der Sicherheitsmaßnahmen. Meine Vermutung ist, dass solche Konzepte entweder gar nicht umgesetzt oder lediglich formal abgelegt wurden, ohne Schulung, ohne Einbindung der Mitarbeiter und ohne Vorbereitung auf den Ernstfall. Auch das wäre kein Einzelfall, aber in diesem Kontext fatal.


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Brandunglück von Crans-Montana

11.01.2026 um 16:23
Hier gibt es ein paar Neuigkeiten.

Der Barbesitzer sagt aus, dass es in den letzten zehn Jahren nie Probleme mit diesen Fontänen gab und er habe wohl selbst Tests durchgeführt. Er hält es nicht für unmöglich, dass diese Fontänen die Ursache sein könnten, glaubt aber auch es könne noch andere Gründe für den Brand geben.
Die Kerzen waren auf Champagnerflaschen befestigt und sollen die Schaumstoffplatten an der Decke der Partylocation entzündet haben. Laut "Le Monde" erklärte Jacques Moretti gegenüber den Ermittlern: "Wir machen das seit zehn Jahren, es gab nie Probleme."
Ich habe Tests durchgeführt", zitiert die französische Zeitung den Wirt.
Quelle: https://www.morgenpost.de/panorama/article410824422/schweiz-crans-montana-betreiber-von-todesbar-mit-schlimmem-gestaendnis.html

Ein Gesetz, welches zum 01. Januar 2026 in Kraft getreten ist, könnte die Gemeinde vor Millionenklage schützen.
Wie die Schweizer Tageszeitung "Blick" berichtet, ist im Schweizer Kanton Wallis zum 1. Januar 2026 ein neues Gesetz in Kraft gereteten, das die Gemeinde Crans-Montana nun vor zahlreichen Millionenklagen bewahren könnte.

Das neue Baugesetz, das genau 86 Minuten vor dem verheerenden Brand in der Bar in Kraft getreten war, enthält einen wichtigen Satz: "Die zuständige Behörde haftet nicht für Schäden, die dadurch entstehen, dass Bauherren und deren Vertreter gegen die Vorschriften dieses Gesetzes verstossen."
Quelle: https://www.morgenpost.de/panorama/article410824422/schweiz-crans-montana-betreiber-von-todesbar-mit-schlimmem-gestaendnis.html

Zusätzlich gibt der Barbesitzer zu, dass ein Serviceeingang verschlossen war und er die Schaumstoffplatten selbstständig ausgetauscht hat.
Der inhaftierte Barbetreiber gab jedoch am Samstag nicht nur zu, dass ein Serviceeingang verschlossen gewesen sei. Er gestand auch, dass er die Schaumstoffplatten an der Decke eigenhändig ausgetauscht hatte.
Quelle: https://www.morgenpost.de/panorama/article410824422/schweiz-crans-montana-betreiber-von-todesbar-mit-schlimmem-gestaendnis.html






Die Angehörigen eines eines 16-jährigen Opfers, Emanuele Galeppini, wünschen sich eine bessere Aufklärung über den Tod ihres Kindes. Bei der Identifikation des Teenagers war dieser, nicht wie vermutet stark verbrannt oder verkehrt, sondern unversehrt. Der Familie kamen Zweifel über die Todesumstände und sie forderten eine Autopsie, diese wurde zuerst abgelehnt.

Die Eltern glauben ihr Sohn hätte sich überhaupt nicht im Gebäude aufgehalten. Mittlerweile hat sich die Staatsanwaltschaft in Rom eingeschalten und die nötigen Schritte für eine Autopsie stattgegeben.
Demnach wies der Leichnam keine erkennbaren Brandspuren auf, Haare und Augenbrauen schienen unversehrt zu sein. Auch persönliche Gegenstände seien nicht verbrannt, schilderte der Anwalt. „Sein Portemonnaie in der Tasche war nicht verbrannt. Nur seine Schuhe waren mit Asche bedeckt“, sagte der Jurist.
Eine mögliche Ursache könne sein, dass der 16-Jährige auf der Flucht überfahren worden sein könnte. Auch eine Rauchvergiftung als Todesursache wird nicht ausgeschlossen.

„Wir wollen wissen, wie unser Sohn gestorben ist“, sagten Emanueles Eltern Edoardo und Beatrice Galeppini La Reppublica. „Ob er im Restaurant war, ob er draußen war, ob er an einer Gasvergiftung durch das Feuer gestorben ist.“
Quelle: https://www.fr.de/panorama/crans-montana-keine-verbrennungen-an-todesopfer-raetsel-um-toten-teenager-94117406.html


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Brandunglück von Crans-Montana

12.01.2026 um 09:53
34 der 40 verstorbenen Opfer starben auf der Treppe. Die Treppe wurde vom Besitzer stark verkleinert/verengt. Drei Todesopfer schafften es aus dem Gebäude, verstarben dann aber noch vor Ort.
Die Treppe, die vom Eigentümer Jacques Moretti im Zuge eines Umbaus deutlich verkleinert worden war, verkam laut den Dokumenten für 34 der 40 Opfer zum Todesort. Die Barbesucher konnten das Untergeschoss, wo das Feuer blitzartig um sich Griff nicht rechtzeitig verlassen. Drei weitere Opfer schafften es zwar ins Freie, allerdings brachen sie dort zusammen und verstarben vor der Bar.
Quelle: https://www.watson.ch/schweiz/liveticker/856556035-walliser-zeigen-wegen-karikatur-zu-crans-montana-charlie-hebdo-an

Solche Engstellen sind natürlich immer kritisch, gerade wenn es dann auch zu einer Panik kommt. Ich erinnere mich da an die Loveparade als Beispiel.


Insgesamt werden noch 80 verletzte Personen in Spitälern beziehungsweise Krankenhäuser in der Schweiz sowie im Ausland behandelt.
80 Verletzte befinden sich nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana noch immer in Spitälern in der Schweiz und im Ausland. Das sagte der Walliser Staatsrat Mathias Reynard am Sonntag im Westschweizer Fernsehen RTS. Zehn von ihnen seien in Walliser Gesundheitseinrichtungen untergebracht.
Quelle: https://www.watson.ch/schweiz/liveticker/856556035-walliser-zeigen-wegen-karikatur-zu-crans-montana-charlie-hebdo-an


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12.01.2026 um 10:03
Zitat von TeegardenTeegarden schrieb:Solche Engstellen sind natürlich immer kritisch, gerade wenn es dann auch zu einer Panik kommt. Ich erinnere mich da an die Loveparade als Beispiel.
Damit wird die behördliche Aufsicht bzws das in Rede stehende Unterlassen für mich immer mehr in den Vordergrund rücken.

Muss aber auch sagen, im Grunde ist die Bar hier wie jeder Apres Ski Schuppen in dem ich war, da wird wohl zugunsten Steuereinnahmen gut das Auge zugemacht.


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12.01.2026 um 12:23
Zitat von TeegardenTeegarden schrieb:Der Barbesitzer sagt aus, dass es in den letzten zehn Jahren nie Probleme mit diesen Fontänen gab und er habe wohl selbst Tests durchgeführt. Er hält es nicht für unmöglich, dass diese Fontänen die Ursache sein könnten, glaubt aber auch es könne noch andere Gründe für den Brand geben.
Selbst wenn das glaubhaft ist, die Tests durchgeführt wurden und das Material bei diesen nicht brannte: Das Material kann sich im Laufe der Zeit verändern, porös werden. 10 Jahre sind eine lange Zeit... (Auch wieder einer der Gründe, warum eigenständiges Ausprobieren und Abschätzen keine Fachkraft ersetzt.)


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Brandunglück von Crans-Montana

12.01.2026 um 12:40
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Selbst wenn das glaubhaft ist, die Tests durchgeführt wurden und das Material bei diesen nicht brannte:
Ist halt auch die Frage was er da genau getestet hat. Wie soll man denn sowas selbst als Privatperson testen? Geschaut wie nah man mit den Fontänen an die Decke kann, einfach mal ein Feuerzeug an die Deckennähe gehalten oder eingeschätzt wie weit ein Funkenflug sein könnte und das dann als Maßstab genommen? Das weiß ja keiner so genau.


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Brandunglück von Crans-Montana

12.01.2026 um 12:46
Zitat von TeegardenTeegarden schrieb:Wie soll man denn sowas selbst als Privatperson testen? Geschaut wie nah man mit den Fontänen an die Decke kann, einfach mal ein Feuerzeug an die Deckennähe gehalten oder eingeschätzt wie weit ein Funkenflug sein könnte und das dann als Maßstab genommen?
Eben.
Ich glaube ihm das nicht.

Was haette er denn gemacht, wenn der Test "positiv" ausgefallen waere und er sich selbst die Huette abgefackelt haette?
Die Feuerwehr gerufen und einen Versicherungsschaden gemeldet ("beim jaehrlichen Sicherheitscheck kam es zu einer Brandsituation"....)

Das ist doch alles Quatsch.


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Brandunglück von Crans-Montana

12.01.2026 um 12:54
Zitat von TeegardenTeegarden schrieb:Ist halt auch die Frage was er da genau getestet hat. Wie soll man denn sowas selbst als Privatperson testen? Geschaut wie nah man mit den Fontänen an die Decke kann, einfach mal ein Feuerzeug an die Deckennähe gehalten oder eingeschätzt wie weit ein Funkenflug sein könnte und das dann als Maßstab genommen? Das weiß ja keiner so genau.
Exakt das meine ich: Man kann das als Nicht-Fachmensch einfach nicht. Selbst wenn man sich ernsthaft bemüht und versucht den Ablauf in der Bar zu simulieren. Dann: Solche Materialien verändern sich, auch das und zukünftiges Verhalten dieser Materialien kann man nicht kennen/ abschätzen.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich glaube ihm das nicht.
Ich glaube das auch nicht so einfach. Und selbst wenn das gemacht wurde: ist kein zulässiges Vorgehen. Ich kann auch nicht irgendwas installieren und die Sicherheitsabnahme war "wir sind mit fünf Leuten rauf und drauf rumgesprungen, da geht normalerweise nur einer drauf, reicht also".


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Brandunglück von Crans-Montana

12.01.2026 um 13:43
Tja, die Schuldfrage.
Was mich sehr umtreibt, ist die Frage, aus welchem Grund der Betreiber die Treppe überhaupt verkleinert hat.
Muss ja irgendein Interesse dahintergesteckt haben.

Was die Frage angeht, ob die Kellnerin, die auf den Schultern des Kollegen saß, zur Rechenschaft gezogen werden kann, wohl nicht. Wenn es sich tatsächlich um Cyane handelt (erkennbar an den langen blonden Zöpfen, die unter dem Helm rausschauen), ist sie leider verstorben.

Ich habe noch etwas Interessantes gefunden und zwar hier
https://www.srf.ch/news/schweiz/le-constellation-in-3d-neue-erkenntnisse-zur-verborgenen-bar

Es gibt in diesem Beitrag von dem Schweizer Sender eine Skizze vom Grundriss der Kellerbar. Es soll offensichtlich noch hinter der eigentlichen Hauptbar eine kleine, versteckte Bar namens „le Clandestin“ geben. Ob die am Neujahrstag geöffnet war oder nicht, ist unbekannt.
Ich dachte bisher, wieso sind da nirgends Toiletten, und wo sind diese Fotos entstanden, die man im Netz findet.
Die sind tatsächlich hinter dem eigentlichen Barraum, man kommt quasi erst in einen Flur, wo die WCs sind, gegenüber in einen weiteren Flur, wo ein Treppenaufgang ist. (Ich denke, da geht es zu den darüberliegenden Wohnungen) und dann ist da noch dieser ominöse Rauchraum, wo ein Sofa den Notausgang blockierte.
Ich frage mich, wieviele von diesen Notausgängen verschlossen waren.
Wusste niemand, dass man dort eventuell auch herauskommt?

Es ist eine Tragödie.


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Brandunglück von Crans-Montana

13.01.2026 um 14:51
@Tausendguld
Warum umgebaut wurde?

Ich habe keine Beweise, aber vermute bessere Optik oder mehr Platz für Gäste.
Auf jeden Fall sollte geprüft werden, ob dadurch der einzig verbliebene Notausgang eingeschränkt wurde :|


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Brandunglück von Crans-Montana

13.01.2026 um 17:16
@JosephConrad

Wegen was genau. Das ist doch Quatsch. Es wäre nichts passiert, wenn Decken usw. in dieser Bar nicht mit diesem Brandbeschleuniger Material verkleidet gewesen wären und der Notausgang nicht vom Betreiber verschlossen worden wäre. Verantwortlich ist der Betreiber und zwar sowas von. Danach die Gemeinde aufgrund fehlender Inspektionen bzw. unzureichender Prüfung! Unfassbar wiviele Menschen dort wegen Dummheit, Geiz, Geldgeilheit und Inkompetenz gestorben sind.


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