univerzal schrieb:Hatte selbst sehr lange einen physischen TAN-Generator genutzt, da ich die Dinger einfach als sehr sicher emfpand. Aber wie bei dir, mittlerweile läuft es per App mit 2FA und Freigabe. Auf die Automatentipperei in der Filiale hätte ich überhaupt keinen Bock mehr.
Für mein Konto bei einer Bank in Deutschland hae ich noch einen TAN-Generator; vor kurzem neu erhalten. (Da könnte ich übrigens die App nicht benutzen, da sie es nötig macht einmal auf seine Handynummer eine SMS zu empfangen während man in der Bankfiliale ist - habe eine chilenische Handynummer, kann darauf nicht in Deutschland zugreifen.)
Die Banken hier in Chile haben keine TAN-Generatoren mehr; läuft alles mit App. Banken haben nur vormittags Mo. - Fr. geöffnet, und man wartet dort lange, kann also auch nicht schnell die Mittagspause nutzen oder ein wenig später (habe sogar flexible Arbeitszeiten) zur Arbeit gehen. Ich brauche da einfach Onlinebanking, auch für die monatlichen Überweisungen (Nebenkosten sind hier monatlich zu überweisen, werden nicht eingezogen).
univerzal schrieb:Und dafür ist es doch eine gute Lösung, wie du ganz schön beschreibst, geht es dabei auch immer ein wenig um Teilhabe, soziale Interaktion, einfach technisch nicht komplett abgehängt werden. Ist doch fein, wenn es dann so ein Angebot gibt.
Dito.
Für die soziale Teilhabe braucht sie das Handy gar nicht wirklich - man telefoniert normalerweise via Festnetz oder trifft sich.
Ich erreiche sie z.B., indem ich per VOIP bei ihr aufs Festnetz anrufe.
Mal Entwarnung geben können wenn man wegen Telefonausfall nicht zum wöchentlichen Telefonklatsch erreichbar war, oder - typisch chronisch kranke Menschen - dem ärztlichen "bitte die nächsten Tage erreichbar bleiben wegen ihrer Untersuchungsergebnisse" auch bei Festnetzausfall nachkommen zu können, ist neben dem Einsatz als Notfalltelefon für unterwegs aber echt praktisch. Einen, wennauch relativ harmlosen, Einsatz als Notfalltelefon gab es schon: einkaufen gewesen, auf dem Rückweg sprang das Auto nicht mehr an. Freundin angerufen sie mit dem Einkauf mitzunehmen, Autowerkstatt angerufen.
Meine Oma (mittlerweile längst verstorben) hatte in ihren letzten Lebensjahren ein Handy (wohl Tastenhandy):
Rüstige Seniorin, noch viel unterwegs (lebte in einer Stadt, nutzte den ÖPNV - zum Treffen mit Freunden, ins Theater, Museum, Einkaufen/Shoppen...), nutzte zeitweise einen Rollator und da gibt es das wohlbekannte Problem der nicht funktionierenden U-Bahnhof-Aufzüge... Sprich, da sein oder andere Mal musste sie ein, zwei Stationen weiterfahren weil der Aufzug nicht ging und dann je nach Entfernung einen Bus nehmen oder zurücklaufen - konnte sie selbst. Handy dann genutzt um das durchzugeben falls sie jemand pünktlich erwartete. Hat sie auch mal genutzt um sich von unterwegs ein Taxi zu rufen. Warum auch nicht? Telefonzellen waren schon damals, vor ca 10 - 15 Jahren, selten.