behind_eyes schrieb:Ich mein, wenn ich sehe was die grad durchmacht - Relativierung, Agenda-VTs, Morddrohungen - zeigt das doch das eigentliche Problem. Nämlich das Frauen unglaublich kämpfen müssen für ein bisschen Recht.
Morddrohungen haben nix damit zu tun, das Frauen für ihr Recht kämpfen müssen (wobei ich hier den aussagen Glauben muss/will).
In der Doku von 2024 ging es um Deepfakes und da wurde unmissverständlich der Eindruck erweckt, des Fernandes Opfer eines solchen wurde. Ich denke, so konnte sich dieser Vorwurf bis zum Miosga Interview halten. In der Doku wurde Pia Scholz vorgestellt. Hier wurde bedroht, genötigt und gestalkt. Das ist mindestens
psychische Gewalt! Man hat ihr zusetzt, weil sie sich zu Dingen geäußert hat, die dieser Person nicht passt bzw. diesen Personen nicht passten. Das muss leider recht häufig im Internet passieren... Bei Frauen funktioniert "das am Besten" über Sex-/Vergewaltigungsfantasien und bei Männern wird gerne mal die Familie bedroht oder wieder dessen Frau... So geschehen bei dem Youtuber Topfvollgold.
Wie man diesem Ganzen ein Ende bereiten könnte, ohne gleich das Internet komplett lahmzulegen? Mir fällt eigentlich nur als erste Maßnahme ein, das man ein eigenes Social Media aufbaut. Dabei müsste man das Rad nicht neu erfinden. Das gibt es schon. Jede Stadt oder jede Region betreibt einen eigenen Server. Diese Server werden Moderiert, Zugang erhält man nur nach Verifikation. Zumindest sind dann die Troll- und Fake-Accounts ausgeschlossen und man könnte nicht ungestraft Hatespeech und sonstige verfassungsrechtlich Relevante Dinge äußern.
"Nachteil": Man müsste die Monetarisierung völlig neu denken. Um beim Beispiel Pia Scholz zu bleiben; sie war Streamerin von Spielen. Natürlich steckte dahinter auch der Gedanke, damit Geld zu verdienen. Die Politik müsste sich aber auch mit den Großkonzernen anlegen.
Jede andere Forderung würde meiner Meinung nach die ganze Struktur des Internets zerstören.
Was Fernandes anbelange: Von ihr habe ich bislag noch nicht gehört oder gelesen, das auf ein Gewaltszenario hindeutet (korrigiert mich bitte). Bei auch bei Miosga gab es keine Schilderung, die in diese nähe führt. Man hat ihre Identität gestohlenen. Man hat mit diesen Daten Catfishing betrieben. Das mag auch Rufschädigend gewirkt haben (bei unter 100 Leuten, vorwiegend wohl "Fans", ist der Schaden sehr überschaubar).
Beim ersten mal, wurde der Fall wegen Geringfügigkeit eingestellt. Dem würde ich heute immer noch folgen.
behind_eyes schrieb:Nicht alles, aber fast alles was man heute mit dem Fall verbindet hat sich unglaublich weit von dem Spiegel-Artikel entfernt.
Der Spiegel Titelte doch selbst "Du hast mich virtuell Vergewaltigt". Vergewaltigung ist mit unter die größt mögliche Tat! Da spielt es meiner Meinung nach auch keine Rolle mehr, das man diese Straftat dadurch Sprachlich einordnen will, indem man digital oder virtuell davor hängt.
Ich hab auch schon einige male gehört, das man diesen Fall zusammen mit Pelicot nennt. Sie wurde von 50 Männern tatsächlich vergewaltigt! Hier findet eine gedankliche Kernschmelze statt!
Beide Falle verdienen es, getrennt voneinander aufgearbeitet zu werden. Aber von einer Vermischung hat keiner etwas.