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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

1.751 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vertrauen, Missbrauch, Häusliche Gewalt ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 07:49
Zitat von JosephConradJosephConrad schrieb:Eine Komsequenz für einen könnte doch sein, dass man grundsätzlich keine Sextalks oder zugesendete pornografische Videos konsumiert, da eine Identitätsprüfung nicht möglich ist.
Na ja, eigentlich willst Du ein Pornographie Verbot, sage es doch gleich.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:aha, obwohl Männer bei Gewalt gegen Frauen überwiegend die Täter sind?
Wieviele der Männer sind denn Täter -> hast Du eine Prozentzahl?
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Da wird dann trotzdem hier von Männern hinterfragt, wenn Männer sich gegen diese Gewalt aussprechen?
Wie war das mit Scheissbeiträgen? Ich zB. habe nichts dagegen wenn sich Männer gegen Männergewalt aussprechen, ich kritisiere paar der Sprüche (die über die zulässige Demo Provokation hinausgehen) und dass unschuldige Männer aufgefordert was zu tun, man weiss aber nicht was.
Wenn man Probleme gemeinsam lösen will, ist der Gang nach Canossa der Falsche.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Muss ich nicht verstehen.
Ja, "nett". Aber, Deal: sollte zukünftig ein Mitglied einer Gruppe eine Straftat begehen, kann man die Sprüche verwenden, oder? Du findest die ja in Ordnung.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 08:23
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wieviele der Männer sind denn Täter -> hast Du eine Prozentzahl?
Ich hätte ad hoc eine aus 2023 für häusliche Gewalt:

91,7 %

https://www.rnd.de/panorama/haeusliche-gewalt-91-7-prozent-der-taeter-sind-maennlich-BQLK3TBN3RPY5IENL2KRI2L2IA.html

Da inzwischen die Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung gestiegen sind und die größtenteils im nahen Umfeld (Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen ...) stattfinden, dürfte diese Zahl sich nicht signifikant nach unten verändert haben.

Leider sind die Männer ganz allgemein sehr viel öfter Täter als Frauen, die den größeren Bevölkerungsanteil stellen. Ist einfach Fakt. Allerdings sind sie auch häufiger Opfer – Opfer von Männern..


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 08:32
Zitat von soomasooma schrieb:Ich hätte ad hoc eine aus 2023 für häusliche Gewalt:

91,7 %
Danke, aber die Frage war andersrum :D
Wieviele der Männer werden zu Täter in den besprochenen Punkten?
Zitat von soomasooma schrieb:Leider sind die Männer ganz allgemein sehr viel öfter Täter als Frauen, die den größeren Bevölkerungsanteil stellen. Ist einfach Fakt. Allerdings sind sie auch häufiger Opfer – Opfer von Männern..
Das stelle ich nicht in Frage...


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16.05.2026 um 08:34
Zitat von soomasooma schrieb:Ich hätte ad hoc eine aus 2023 für häusliche Gewalt:

91,7 %
Ich nehme mal an, es ging um den Anteil der Männer in Deutschland die Frauen Gewalt antun, sie unterdrücken, sie belästigen etc.
Ich drücke mal meine Hoffnung aus, dass die Prozentzahl da erheblich kleiner ist.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 08:36
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:aha, obwohl Männer bei Gewalt gegen Frauen überwiegend die Täter sind?
Wieviele der Männer sind denn Täter -> hast Du eine Prozentzahl?
Überwiegend Männer sind (2023) Täter bei Gewalt gegen Frauen (und auch Kindern), nämlich
Zitat von soomasooma schrieb:91,7 %
>>> Beitrag von Tussinelda (Seite 78)


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16.05.2026 um 08:44
@sooma
Nochmal: wieviele von 100 Männer die in Deutschland leben haben häusliche Gewalt ausgeübt?

*Dass von 100 Tätern 91 Männer sind und 9 Frauen habe ich verstanden.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 09:17
@ApexOne
Ach komm. Du weißt doch, was die Statistiken sagen (Zahlen gab es ja hier auch schon) und auch, dass es noch ein großes Dunkelfeld gibt.

Hier wird das nochmal aufgeschlüsselt, Achtung: "Tatverdächtige", Zahlen aus 2024, veröffentlicht November 2025:
251121 BLB HG Gesamtgrafik

Wie schon in den Vorjahren waren die meisten Opfer Häuslicher Gewalt von Partnerschaftsgewalt betroffen (171.069 Personen; 64,3 %). 94.873 Personen (35,7 %) waren Innerfamiliärer Gewalt ausgesetzt.
Im Bereich der Partnerschaftsgewalt stieg die Zahl der Opfer um 1,9 Prozent auf 171.069.

Partnerschaftsgewalt trifft nach wie vor überwiegend Frauen: rund 80 Prozent der Opfer sind weiblich. Unter den Tatverdächtigen dagegen sind Männer weiterhin deutlich überrepräsentiert (77,7 %). Häufigstes verzeichnetes Delikt war sowohl bei weiblichen als auch bei männlichen Opfern die Körperverletzung. 132 Frauen und 24 Männer wurden im vergangenen Jahr durch Partnerschaftsgewalt getötet.

Von Innerfamiliärer Gewalt waren 2024 insgesamt 94.873 Personen betroffen. Das entspricht einem Anstieg um 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 54,2 Prozent der Opfer sind weiblich, 45,8 Prozent männlich. Am stärksten von Innerfamiliärer Gewalt betroffen sind Kinder zwischen 6 und 14 Jahren. Häufigstes Delikt ist auch bei der Innerfamiliären Gewalt die Körperverletzung. 130 Menschen wurden im vergangenen Jahr im Kontext Innerfamiliärer Gewalt getötet; 71 von ihnen waren männlich, 59 weiblich.

Auffällig ist sowohl bei der Partnerschaftsgewalt als auch der Innerfamiliären Gewalt ein Anstieg der Straftaten im digitalen Raum. Im Kontext von Partnerschaftsgewalt stieg die Anzahl der Opfer von digitaler Gewalt gegenüber dem Vorjahr um 10,9 Prozent auf 4.876, im Rahmen der Innerfamiliären Gewalt um 20,4 Prozent auf 2.027.
Quelle: https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Kurzmeldungen/251121_BLB_HaeuslicheGewalt2024.html

Da gibt es halt nichts zu beschönigen.

Noch mehr Zahlen:
https://de.statista.com/themen/6635/gewalt-gegen-frauen/#topicOverview
In der Öffentlichkeit fühlen sich Frauen oft größeren Risiken ausgesetzt als Männer, etwa wenn sie allein in der Dunkelheit unterwegs sind. Dieses subjektive Unsicherheitsempfinden wird durch die Kriminalistik gestützt. Betrachtet man alle Opfer von Gewaltkriminalität, war zwar 2024 der Männeranteil mehr als doppelt so hoch. Dies liegt aber vor allem an Delikten wie Körperverletzung, die überwiegend gegen (und von) Männern begangen werden. Bezogen auf vollendete Tötungsdelikte ist der Abstand deutlich geringer. Besondere Aufmerksamkeit hat in den letzten Jahren der Begriff des Femizids erlangt. Diese werden verstanden als Tötungsdelikte an Frauen, weil sie Frauen sind, das heißt aufgrund einer von der Annahme geschlechtsbezogener Ungleichwertigkeit gegen Frauen geleiteten Tatmotivation. Da die Kriminalstatistik solche Motive nicht erfasst, gab es lange keine entsprechenden Zahlen, bis das Bundeskriminalamt (BKA) für sein erstmals im November 2024 erschienenes „Bundeslagebild Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten“ eine Annäherung von 938 entsprechenden Taten bzw. Tatversuchen im Jahr 2023 errechnete. Besonders bei Tötungsdelikten an Frauen innerhalb der Familie und in Partnerschaften kann die Motivation eher als geschlechtsspezifisch angenommen werden.

Ferner sind Frauen, wie bereits im Abschnitt zur häuslichen Gewalt erwähnt, fast immer die Betroffenen von Sexualdelikten. Bezogen auf alle Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung betrug ihr Anteil 2024 etwa 91 Prozent, und bei besonders schweren Taten wie Vergewaltigung und sexueller Nötigung liegt der Anteil noch höher. Am höchsten ist die Opfergefährdung bei Sexualdelikten dabei für jugendliche Mädchen und junge Frauen (14- bis 17-Jährige).
https://de.statista.com/themen/6635/gewalt-gegen-frauen/#topicOverview

Was da merkwürdig ist an Männern, die das nicht hinnehmen und verändern wollen und das auch zeigen, verstehe ich nicht.

Ich finde es ... richtig männlich. :)


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 09:19
@ApexOne
Du schreibst schon, lies doch erstmal. ;)


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16.05.2026 um 09:21
Zitat von emanonemanon schrieb:Ich nehme mal an, es ging um den Anteil der Männer in Deutschland die Frauen Gewalt antun, sie unterdrücken, sie belästigen etc.
Ich drücke mal meine Hoffnung aus, dass die Prozentzahl da erheblich kleiner ist.
Schnelle Suche, ein etwas älteres Ergebnis:
In der Studie „Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (Schlack et al. 2013) wurden die 2.700 repräsentativ ausgewählten Teilnehmer auch nach der eigenen Gewalttätigkeit befragt. Insgesamt gaben 0,3% der Männer an, körperliche Gewalt gegen die Partnerin ausgeübt zu haben und 1,0% gegenüber sonstigen Familienmitgliedern. Im Kontext psychischer Gewalt erhöhen sich die Prävalenzraten. So gaben 2,8% psychische Gewaltausübung gegen über der Partnerin und 2,8% gegenüber sonstigen Familienmitgliedern. Aussagen zu ausgeübter sexualisierter Gewalt und Angaben zu Häufigkeiten und Schwergrad wurden nicht erhoben (Tabelle 3).
Quelle: https://www.gesine-intervention.de/gesine-maenner/maenner-als-gewalttaeter/
Zitat von soomasooma schrieb:Da gibt es halt nichts zu beschönigen.
Habe ich das? Ich habe meine Frage mittlerweile selbst beantwortet.
Zitat von soomasooma schrieb:Was da merkwürdig ist an Männern, die das nicht hinnehmen und verändern wollen und das auch zeigen, verstehe ich nicht.
Unterstellung.
Zitat von soomasooma schrieb:Du schreibst schon, lies doch erstmal. ;)
Deine Links beantworteten meine Frage nicht, die Statistiken und Ähnlich kenne ich.
Zitat von soomasooma schrieb:Ich finde es ... richtig männlich. :)
Soll ich die Überwachung des Schreibzeitpunktes sowie die Nichtbeantwortung meiner Frage samt Unterstellung weiblich finden? :D


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 09:23
Zitat von soomasooma schrieb:Was da merkwürdig ist an Männern, die das nicht hinnehmen und verändern wollen und das auch zeigen, verstehe ich nicht.

Ich finde es ... richtig männlich. :)
Apex will auf den Gesamtanteil hinaus.

Haben wir allgemein ein männliches Problem aller Männer wenn 90% friedlich sind 10% häusliche Gewalt ok finden ??

Was ist, wenn 10% in Haudraufstadt leben ?? Haben dann 100% in Hamburg ein Problem ??

Nein das ist keine Relativierung, aber in Zeiten von KI kann man aber auch mal über das erste Stöckchen springen.

Insgesamt gehört das nämlich zu unseren Gesellschaftlichen Problemen:

"Ich habe hier die Statistik, das alte weiße Männer das Problem sind. Sie sind Nazi und G
gewalttätig"

"Ähm ich bin alt und weiß und fühle weder gewalttätige Tendenzen noch rechtes Gedankengut"

Und nun soll man sich gesellschaftlich treffen.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 09:30
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Was ist, wenn 10% in Haudraufstadt leben ?? Haben dann 100% in Hamburg ein Problem ??
Solche Differenzierungen sind nur in Migrationsdebatten en vogue, genauso wie Hinweise auf "Tatverdächtige". Man(n) muss genau hinschauen in welchen Debatten man sich rumtreibt falls einen die kontrastierten Argumentationen auffallen. Frau sollte aufpassen das ihre Argumente ihr nicht auf die Füße fallen.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 09:32
Hier mal Chatti:
Die 90/10-Zahlen sind real — aber sie beschreiben meist **polizeilich erfasste schwere Partnerschaftsgewalt**, nicht automatisch die gesamte Dynamik von Gewalt in Beziehungen.

Und genau da wird die Debatte oft verkürzt.

Die Forschung zeigt inzwischen ziemlich klar:

* Bei **schwerer körperlicher Gewalt, sexualisierter Gewalt, Tötungsdelikten und systematischer Kontrollgewalt** sind Männer deutlich häufiger Täter und Frauen deutlich häufiger Opfer.
* Bei **leichteren körperlichen Übergriffen, psychischer Gewalt oder wechselseitiger Eskalation** ist das Bild deutlich gemischter. Manche Dunkelfeldstudien finden dort relativ ähnliche Häufigkeiten zwischen Männern und Frauen. ([BMBFSFJ][1])

Die neue deutsche LeSuBiA-Dunkelfeldstudie von 2026 ist dafür interessant:

* Körperliche Gewalt in den letzten fünf Jahren: Frauen 5,2 %, Männer 6,1 %
* Psychische Gewalt: Frauen 23,8 %, Männer 23,3 %
* Kontrollierende Gewalt: Männer berichteten sogar leicht häufiger davon.
Aber: schwere sexuelle Gewalt und gravierende Folgen treffen Frauen weiterhin wesentlich häufiger. ([BMBFSFJ][1])

Das heißt:
Die Aussage „häusliche Gewalt ist ausschließlich ein männliches Problem“ ist wissenschaftlich zu grob.
Die Aussage „Geschlecht spielt gar keine Rolle“ wäre aber genauso falsch.

Der entscheidende Unterschied liegt oft nicht nur in der Häufigkeit, sondern in:

* Intensität,
* Verletzungsschwere,
* Angst- und Kontrollstruktur,
* ökonomischer Abhängigkeit,
* körperlicher Unterlegenheit,
* Tötungsrisiko.

Darum sehen Polizeistatistiken meist viel stärker männliche Täterbilder. ([DIE WELT][2])

Zu deiner eigentlichen Frage — ob es ein Geschlechterproblem ist:

Die Forschung sieht das heute eher als **multifaktorielles Sozialisationsthema**.

Wichtige Risikofaktoren sind:

* Gewalt in der Kindheit erleben,
* inkonsistente oder gewaltsame Erziehung,
* emotionale Vernachlässigung,
* schlechte Konfliktlösung,
* Alkohol- und Drogenprobleme,
* psychische Belastungen,
* Armut, Isolation, Stress,
* toxische Rollenbilder,
* Kontrollbedürfnis und Bindungsprobleme. ([frauenrechte.de][3])

Geschlecht beeinflusst dabei eher:

* **wie** Gewalt ausgelebt wird,
* welche Formen sozial akzeptiert werden,
* und wie Opfer/Täter sich selbst wahrnehmen.

Beispiel:

* Jungen lernen häufiger direkte Aggression („setz dich durch“).
* Mädchen lernen häufiger indirekte oder relationale Aggression (Kontrolle, soziale Manipulation, emotionale Gewalt).

Das ist natürlich nicht biologisch strikt festgelegt, sondern stark kulturell geprägt.

Interessant ist auch:
Männer melden Gewalt deutlich seltener. Scham, Angst nicht ernst genommen zu werden oder selbst als Täter zu gelten, spielen eine große Rolle. ([Wikipedia][4])

Dadurch verzerren Hellfeldstatistiken wahrscheinlich einen Teil des Bildes — aber vermutlich nicht komplett. Denn schwere Verletzungen und Femizide bleiben tatsächlich überwiegend männliche Tätergewalt. ([DIE WELT][2])

Die nüchterne Zusammenfassung wäre also:

* Schwere häusliche Gewalt ist statistisch überwiegend männliche Tätergewalt.
* Gewalt in Beziehungen insgesamt ist komplexer und teilweise wechselseitig.
* Die Ursachen liegen nicht einfach in „Männern“, sondern in einer Mischung aus Sozialisation, Traumata, Rollenbildern, Machtmustern und individuellen Faktoren.
* Geschlecht beeinflusst Form, Intensität und gesellschaftliche Wahrnehmung — aber erklärt nicht allein die Entstehung.

Die Diskussion wird oft ideologisch vereinfacht, obwohl die Datenlage eigentlich differenzierter ist.

[1]: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/aktuelles/alle-meldungen/neue-dunkelfeldstudie-zu-gewalterfahrungen-veroeffentlicht-280248?utm_source=chatgpt.com "Neue Dunkelfeldstudie zu Gewalterfahrungen veröffentlicht"
[2]: https://www.welt.de/article68dc99d212c5eba0ff76147b?utm_source=chatgpt.com "Häusliche Gewalt auf Rekordhoch - 61.406 Fälle gemeldet"
[3]: https://frauenrechte.de/fileadmin/Redaktion/Unsere_Arbeit/Haeusliche_und_Sexualiserte_Gewalt/HSG_Materialien/2020_ursachen-risiko-und-schutzfaktoren-von-gewalt-in-paarbeziehungen.pdf?utm_source=chatgpt.com "Ursachen, Risiko- und Schutzfaktoren von Gewalt in ..."
[4]: Wikipedia: Häusliche Gewalt "Häusliche Gewalt"
Quelle: ChatGPT
Ja — da wird es interessant, weil die regionalen Unterschiede tatsächlich messbar sind, aber oft kleiner und komplexer als politische Debatten suggerieren.

Die kurze Antwort lautet:

* Häusliche Gewalt gibt es praktisch überall.
* Unterschiede zwischen Ost/West oder Stadt/Land existieren, aber sie scheinen stärker mit sozialen Faktoren zusammenzuhängen als mit „Mentalität“ allein.
* Besonders relevant sind: Alkoholmissbrauch, Armut, Arbeitslosigkeit, soziale Isolation, Traumatisierung in Familien und regionale Hilfsstrukturen.

Ein paar belastbare Punkte:

In Ostdeutschland zeigen verschiedene Studien etwas höhere Werte bei bestimmten Gewalt- und Belastungsindikatoren. Das betrifft allerdings nicht nur häusliche Gewalt, sondern allgemein:

* höhere Belastung durch Kindheitsgewalt,
* mehr problematischen Alkoholkonsum in manchen Regionen,
* stärkere soziale Umbrüche nach der Wende,
* höhere psychische Belastungen in strukturschwachen Gegenden. ([Uniklinikum Leipzig][1])

Die Leipziger Studie zu Gewalt- und Vernachlässigungserfahrungen in der Kindheit fand z. B. Unterschiede zwischen Ost und West, die mit historischen Sozialisationserfahrungen erklärt werden. ([Uniklinikum Leipzig][1])

Aber Vorsicht:
Das bedeutet nicht „der Osten ist gewalttätiger“.
Die Unterschiede verschwinden teilweise, wenn man Faktoren wie:

* Einkommen,
* Arbeitslosigkeit,
* Bildung,
* Suchtprobleme,
* Altersstruktur,
* ländliche Isolation
mit einbezieht.

Auch Stadt/Land ist nicht simpel.

Typische Muster aus Kriminologie und Gewaltforschung:

* Großstädte haben oft höhere absolute Fallzahlen und mehr Polizeikontakt.
* Ländliche Räume haben häufig höhere Dunkelziffern, weil:

* soziale Kontrolle stärker ist („man kennt sich“),
* Hilfsangebote fehlen,
* Opfer schlechter fliehen können,
* traditionelle Rollenbilder stabiler sein können.

Gerade Frauenhäuser und Männer-Schutzangebote sind auf dem Land oft deutlich schlechter erreichbar. Das beeinflusst massiv, ob Fälle sichtbar werden.

Interessant ist außerdem:
In sehr urbanen Regionen gibt es zwar oft mehr gemeldete Gewalt, aber auch:

* niedrigere Hemmschwelle zur Anzeige,
* mehr Beratungsstellen,
* mehr Polizeiintervention,
* weniger soziale Abhängigkeit vom Täter.

Das verzerrt den Vergleich zwischen Stadt und Land.

Die Polizeidaten zeigen außerdem starke Unterschiede zwischen Bundesländern. Bremen, NRW und einige ostdeutsche Länder meldeten zuletzt besonders starke Anstiege. ([DIE WELT][2])

Aber selbst das ist schwer zu interpretieren:
Ein Anstieg kann bedeuten:

* mehr Gewalt,
* bessere Sensibilisierung,
* höhere Anzeigequote,
* bessere Erfassung.

Die moderne Forschung geht deshalb zunehmend weg von einfachen Kategorien wie:

> „Männerproblem“, „Ostproblem“, „Migrationsproblem“ oder „Landproblem“.

Stattdessen schaut man auf Risiko-Cluster:

* instabile Kindheit,
* Gewaltvorbilder,
* Sucht,
* Kontrollverhalten,
* emotionale Dysregulation,
* ökonomischer Stress,
* Isolation,
* ungelöste Traumata.

Und diese Cluster verteilen sich regional unterschiedlich.

Ein unbequemer Punkt dabei:
Viele öffentliche Debatten suchen eine einzige Ursache („Patriarchat“, „Migration“, „toxische Männlichkeit“, „Armut“ usw.). Die Daten geben das meistens nicht her. Fast immer wirken mehrere Faktoren gleichzeitig.

Die belastbarste Aussage ist wahrscheinlich:
Häusliche Gewalt korreliert stärker mit sozialem Stress, Gewaltlernen in der Kindheit und problematischen Beziehungsmustern als mit einer einzelnen Identitätskategorie. Geschlecht beeinflusst die Form und Schwere — aber nicht allein die Entstehung. ([bka.de][3])

[1]: https://www.uniklinikum-leipzig.de/presse/Seiten/Pressemitteilung_7397.aspx?utm_source=chatgpt.com "Vernachlässigung oder Gewalt im Kindesalter"
[2]: https://www.welt.de/article692474be0f2eab28e9fc368a?utm_source=chatgpt.com "Alle 75 Minuten häusliche Gewalt in Thüringen"
[3]: https://www.bka.de/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/Publikationsreihen/Forschungsergebnisse/260210_LeSuBiA_Ergebnisse_I.pdf?__blob=publicationFile&v=5&utm_source=chatgpt.com "Ergebnisse der Dunkelfeldstudie „Lebenssituation, ..."
Gut das Chatti das schon selbst erkennt:

Ein unbequemer Punkt dabei:
Viele öffentliche Debatten suchen eine einzige Ursache („Patriarchat“, „Migration“, „toxische Männlichkeit“, „Armut“ usw.). Die Daten geben das meistens nicht her. Fast immer wirken mehrere Faktoren gleichzeitig


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 09:34
@abbacbbc

Ja, wir haben da ein "männliches Problem". Das können auch Männer erkennen. Es zu negieren, ist für mich im Grunde auch Gewalt.
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:aber in Zeiten von KI kann man aber auch mal über das erste Stöckchen springen.
Kann man, muss man aber nicht. Es geht mir auch nicht darum, Männer zu stigmstisieren. Es gab ja ein Plakat bei der Demo, "Bessere Männer erziehen" oder so. Das ist für mich der Knackpunkt. Nicht Täter werden, aber auch nicht eine Opfertolle hinnehmen. Da ust die Gesellschaft gefragt, positive Vorbilder abzugeben. Und ich finde, Männer, die da laut werden und sich solidarisch zeigen, sind ein guter Anfang.


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16.05.2026 um 09:40
Zitat von soomasooma schrieb:Ja, wir haben da ein "männliches Problem". Das können auch Männer erkennen. Es zu negieren, ist für mich im Grunde auch Gewalt.
Negieren oder differenzieren ??

Chattis Vortrag oben kostet 30 Sekunden....


Es wird von vielen Ursachen und Clustern gesprochen. Nur von einem "männlichen Problem" zu sprechen macht es für dich einfach, da dann das Problem ja gelöst ist "die anderen sind schuld"
Zitat von soomasooma schrieb:Bessere Männer erziehen" oder so. Das ist für mich der Knackpunkt
Um das alles sollen sich Männer kümmern, bzw die Probleme werden gelöst, wenn "Männer besser erzogen sind"
* Gewalt in der Kindheit erleben,
* inkonsistente oder gewaltsame Erziehung,
* emotionale Vernachlässigung,
* schlechte Konfliktlösung,
* Alkohol- und Drogenprobleme,
* psychische Belastungen,
* Armut, Isolation, Stress,
* toxische Rollenbilder,
* Kontrollbedürfnis und Bindungsprobleme. ([frauenrechte.de][3])
Ja so wird die Welt einfach


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 09:42
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Chatti
Alles klar. :D
Zitat von abbacbbcabbacbbc schrieb:Um das alles sollen sich Männer kümmern, bzw die Probleme werden gelöst, wenn "Männer besser erzogen sind"
Ja. Genau darum geht's.


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16.05.2026 um 09:43
Zitat von soomasooma schrieb:Ich finde es ... richtig männlich. :)
So ich auch.

Eine neue, moderne Form der Ritterlichkeit:
Anstatt die Frau durch die "gefährliche" Nacht zu begleiten, am Tage "Gewalt gegen Frauen" diskursiv als "no go" zu ächten.

Zum Beispiel in Form eines Statements auf seinem Profil in den Sozialen Medien. Besser noch, es zum Thema machen in Männergesprächen.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 09:46
@abbacbbc
nee, die Welt wird nicht einfach aber vielleicht ein kleines Stückchen besser, wenn Männer sich positionieren und mit Frauen solidarisieren. Es sind Männer, von denen dies ausgeht, die offensichtlich etwas tun wollen. Warum dann hier dagegen angegangen wird, drauf rumgeritten wird, dass man ja selbst nicht gewalttätig ist, wie viele denn überhaupt gewalttätig sind usw. ist echt peinlich.
Kann man nicht das grundlegende Problem verstehen? Will man nicht? Was muss man denn dagegen angehen, wenn es Männer gibt, die finden, dass Männer mehr Verantwortung tragen sollten, was zum Beispiel "Männlichkeit" betrifft, in wie weit es schädlich ist, stereotype Rollenbilder weiter zu tragen, zu vermitteln oder hinzunehmen.
Was kann man bitte dagegen haben, wenn Männer sich dafür engagieren, das Thema Gewalt gegen Frauen auch zu ihrem Thema zu machen und die Frauen nicht alleine dastehen zu lassen? Kapiere ich nicht.


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Vorwürfe gegen Christian Ulmen - Der Fall Collien Fernandes

16.05.2026 um 09:48
Wer hat diese Männer eigentlich erzogen?


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16.05.2026 um 09:49
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Warum dann hier dagegen angegangen wird,
Unterstellung.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Kann man nicht das grundlegende Problem verstehen?
Doch. Längst verstanden. Daher warum tust Du so als sei das nicht Fall?
Wenn ich mich mit einem Problem beschäftige, dann auf meine Art - Du machst es doch auch so.
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Was kann man bitte dagegen haben, wenn Männer sich dafür engagieren, das Thema Gewalt gegen Frauen auch zu ihrem Thema zu machen und die Frauen nicht alleine dastehen zu lassen? Kapiere ich nicht.
Welcher Beitrag aus dem Thread bestärkt Dich in dieser Annahme?


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16.05.2026 um 09:51
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:Warum dann hier dagegen angegangen wird, drauf rumgeritten wird, dass man ja selbst nicht gewalttätig ist, wie viele denn überhaupt gewalttätig sind usw. ist echt peinlich
Ja finde ich auch... in 30 Sekunden bekommt man differenzierte Bilder, aber die Lösungen sind doch da:
Zitat von soomasooma schrieb:Es gab ja ein Plakat bei der Demo, "Bessere Männer erziehen" oder so. Das ist für mich der Knackpunkt. Nicht Täter werden, aber auch nicht eine Opfertolle hinnehmen
Jetzt sagst du bestimmt "ist ja auch richtig so... wer sich mit Frauen solidarisiert, darf doof und stereotyp blöken, weißt die andere Seite darauf hin ist das oberpeinlich.

Ja peinlich... So richtig frauenstereotypisches niedermachen.

Also haben wir es in unter 10 Beiträgen wieder geschafft im Schlamm zu landen.

Bevor ich jetzt von euch weiter beworfen werde, gehe ich jetzt Rechts wählen und erfülle meine alte weiße Rolle.... Der Statistik zu liebe... und dem Stereotyp


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