Lotte49 schrieb:Durch das Hickhack und die mediale "Hinrichtung" der Initiative und der begleitend stattfindenen Festigung des (mMn vor allem bequemen) Narrativs "kann man halt nichts machen, ist Natur" ist leider die Luft raus.
Wenn sich ein noch nicht so erfahrener (in Sachen Wanderrouten) Jungwal verirrt, dann ist auch das Teil der Natur. Wenn er durch Menschen verursachte Verletzungen erleidet und deshalb stirbt, dann klappt das nicht mit dem Narrativ. Davon gibt es viele Wale, welche dieses Schicksal erleiden. Die aber keinen Namen bekommen. Buckelwalen geht es noch verhältnismäßig gut. Es gibt Populationen von Wanderfischen, die zusammengebrochen sind.
Das Schleppen in die Nordsee (manche sagten, Verklappen) war letztlich nicht mehr als eine symbolische Handlung, selbst wenn er noch ein wenig länger überlebt hätte. Daran schuld sind jetzt nicht die Kritiker dieser "Aktion" oder all dessen was auf "Timmy" als Projektionsfläche projiziert wurde, auch so manch Übergriffiges dabei, auch von sog. "Tierliebhabern".
Hier erklärt Lauren Brandkamp (von der WDC), wie sie vorgegangen wären.
Beurteilung des Gesundheitszustands: Auf Meeressäuger spezialisierte Tierärzt:innen würden alle Informationen, einschließlich des Verhaltens und des Aufenthaltsorts des Wals, auswerten, um einen Aktionsplan zu erarbeiten, der NOAA zur Genehmigung vorgelegt werden würde. Der Aktionsplan variiert je nach Fall und Situation stark. Zu den Möglichkeiten gehören:
- dem Wal zu erlauben, sich selbst zu befreien,
- der Versuch, einen Kanal um den Wal herum zu graben, um den Druck der Strandung auf seine Organe zu verringern und die Fähigkeit des Wals zu unterstützen, bei wechselnder Gezeitenlage wieder ins Wasser zu gelangen,
- Euthanasie (nur, wenn ein erfahrenes Team mit geeigneter Ausrüstung vorhanden ist und dies sicher durchgeführt werden kann) oder
- dem Wal zu erlauben, von selbst zu sterben, falls ein Eingreifen und Euthanasie für das Einsatzteam nicht sicher sind
Quelle:
https://de.whales.org/2026/04/22/buckelwal-timmy-interview-mit-strandungs-expertin/Wie schon gesagt, solche Organisationen (wie die WDC) kann man unterstützen.
Och
Justsaying schrieb:Hat Backhaus aber nicht - warum Probleme angehen, wenn er sich als Timmy-Retter präsentieren kann?
Backhaus hatte da noch mehr im Kaliber und die ganz schweren Geschütze aufgefahren.
Dagegen verblass(t)en sogar die Esoteriker.
Wie etwa ...
Dem Tier schreibt er eine "Symbolkraft für ganz Deutschland, nein für Europa und die ganze Welt" zu.
Quelle:
https://liveblog.zdf.de/wal-timmy-in-der-ostsee/192111/Hier wurde Weltgeschichte geschrieben - in Mecklenburg!
Und wer war mittendrin? Der Landwirtschaftsminister der SPD!