azazeel schrieb:aber dass es eigentlich besser wäre, dieses Geld in die Rettung sehr viel mehr Tiere zu investieren.
Da liegt für mich schon der Denkfehler. "Dieses Geld" war privates Geld. Sehr wahrscheinlich wäre das ohne Hope nicht in die Rettung mehrerer Tiere geflossen, sondern in das "Privatvergnügen" der Spender. Man kann natürlich drüber diskutieren, wo deren Geld besser angelegt gewesen wäre, muss sich dann aber auch fragen, ob man diese Diskussion über seine eigenen Ausgaben auch gerne hätte.
Dann halte ich es für zu kurz gedacht, das auf "das eine Tier" runterzubrechen. "Wal" war wochenlang in den Medien. Ob sich dadurch alles ändert? Natürlich nicht. Aber es schafft doch etwas mehr Bewusstsein, der ein oder andere hat vielleicht doch mal gespendet, seine Ernährung überdacht usw. Dann gibt es für Wissenschaftler sicher einige Erkenntnisse, die man mitnehmen kann, und die anderen Walen zu gute kommen.
Und ja, auch die Frage nach menschlicher Verantwortung, Mitgefühl und dem Umgang mit solchen Situationen halte ich für einen Gewinn. Ergebnisoffen....aber sich zumindest mal damit zu beschäftigen, schadet sicher nicht.
Und ich glaube...nein, ich weiß, dass die Mehrheit bestenfalls an persönlichen Stellschrauben gedreht hat und zur Tagesordnung übergeht und das ist auch völlig okay und für viele auch gar nicht anders machbar. Aber dass es eben auch die Menschen gibt, die Erfahrungen, Ideen oder auch schlichtweg ihre Zeit und Arbeitskraft versuchen zu bündeln und gemeinsam Dinge anzugehen. Sei es die Problematik der Geisternetze, Forderungen gegen Stellnetze oder "sichere Zonen" oder Konzepte um Meeressäugern - auch großen- in solchen Fällen besser zu helfen/ ihnen lange Quallen zu ersparen.
Also nein, es ist nicht "nur" das eine Tier.