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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

29 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Kinder, Erziehung, Restaurants ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 13:36
Deutschland bekommt zu wenig Kinder, das wissen wir ja bereits, aber ist bzw. wird Deutschland oder einige davon nun "Kinderfeindlich"
Die Geburtenzahl in Deutschland sinkt weiter. Im vergangenen Jahr sind in Deutschland so wenige Babys geboren worden wie noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Zahl sank zum vierten Mal in Folge, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Vorläufigen Ergebnissen zufolge wurden 2025 rund 654.300 Kinder geboren - das sind 3,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor.
Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/geburten-rueckgang-100.html

Ob Restaurants, Thermen oder die Hochzeitsfeier immer mehr schließen Kinder / Babys bzw. Familien werden ausgeschlossen oder dadurch getrennt.
Samstags ohne Kinder: Neue Regel in Therme stößt auf Kritik
Mit einem kinderfreien Samstag setzt die Sprudelhof Therme in Bad Nauheim auf mehr Ruhe für ihre Gäste. Doch die Regel, die auch Kinder in Begleitung ausschließt, sorgt für Diskussionen.
Quelle: https://www.hessenschau.de/gesellschaft/sprudelhof-therme-in-bad-nauheim-sorgt-mit-neuer-regel-fuer-diskussionen-v1,kinderfreier-samstag-bad-nauheim-100.html

Die benachbarte Therme hat vor kurzen nicht nur Regional für große Schlagzeilen gesorgt, es ist eine Therme, eine Therme dient zur Erholung und auch wird oftmals eine Therme zu medizinischen Zwecke genutzt und da sollten Kinder nicht "spielen" - zumal es im selben Ort ein Spaßbad gibt und in den umliegenden Städte ebenfalls genug Indoorbade gelegenheiten für Kinder gibt.

Immer Brautpaare möchten explizit auf der Hochzeit keine Kinder, sind sie dadurch Kinderfeindlich? Ich persönlich war auf einigen Hochzeiten wo gerade bei der Trauung oftmals die Kinder durch weinen ihre "Unlust" , Müdigkeit etc zum Ausdruck gebracht haben, was aber einfach gestört hat. Ich mag Kinder an sich auch, aber bei der ein oder anderen Veranstaltung haben Kinder vielleicht nichts zu suchen.

Selbe gilt für Restaurants oder ander Lokalitäten wo man vielleicht Ruhe sucht, wo man ein gewissen Grundbenehmen haben sollte usw. Wie seht ihr das? Ist das alles eine reine Erziehung?

Schaut ihr im Urlaub extra auf "Only Adults" Hotel? Wie denkt ihr als Familie darüber wenn auf der Einladung steht "Kinder unerwünscht"


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 13:46
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Wie denkt ihr als Familie darüber wenn auf der Einladung steht "Kinder unerwünscht"
Es kommt auf die Umstände an.

Eine Therme (oder ein Schwimmbad), die ggf. die einzige in der Umgebung ist - ist etwas anderes, als ein Restaurant oder eine Feier. Letztlich ist es eine Frage, wie sehr Erwachsene durch die Anwesenheit von Kindern eingeschränkt werden und wie sehr Familien durch den Ausschluss von Kindern eingeschränkt werden. Das kann man nicht pauschal betrachten, sondern nur für jeden Einzelfall.

Als ich noch kleine Kinder hatte, gab es auch Orte oder Veranstaltungen, bei denen sie nicht dabei sein konnten. Dann war das eben so. Entweder fand man eine Betreuung oder man ging nicht hin.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 13:51
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Schaut ihr im Urlaub extra auf "Only Adults" Hotel?
Ich selber bin vergleichsweise resistent gegen lärmende Kinder, d.h. bis zu einem bestimmten Grad macht es mir meistens nicht viel aus. Trotzdem kann ich es auch nachvollziehen, dass man irgendwann unter bestimmten Umständen genervt ist, wenn das Treiben der Kinder zu eindringlich ist und ernsthaft stört.

Ich habe noch nie absichtlich ein "Adult Hotel" gebucht, wobei wir meistens in Stadthotels sind, in denen sowieso keine großen Kinderscharen zu erwarten sind. Wo Kinder manchmal stören können: in Flugzeugen, vor allem bei Langstreckenflügen. Wenn hinter oder vor uns kleine Kinder sind, dann können die natürlich nicht die ganze Zeit ruhig bleiben, aber dauerhaftes ohrenbetäubendes Schreien oder Am-Sitz-Rütteln nervt halt auch irgendwann.

In Restaurants erlebe ich relativ selten wirklich störende Kinder, und solange sie halbwegs normal sitzen oder auch in einer Ecke spielen, stören sie mich nicht.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 13:54
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Wie denkt ihr als Familie darüber wenn auf der Einladung steht "Kinder unerwünscht"
Schwierig. Ich selbst habe "nur" Räuberkinder und finde es manchmal auch schade, wie kinder-unfreundlich es an manchen Orten so zugeht.
In Restaurants, bei Feiern etc. gehören für mich Kinder dazu.

Thema Therme sehe ich allerdings anders:
Es gibt leider Kinder, deren Eltern alles durchgehen lassen. Natürlich ist dadurch nicht das Kind an sich das Problem, aber wenn die Eltern nicht eingreifen, dann wird der Ärger der anderen Gäste auf das Kind projiziert, welches z.B. laut rumschreit, ins Wasser springt, rumrennt, etc.
Aber in einer Therme steht nun mal Erholung und Ruhe für mich an 1.Stelle.
Zum Teil sind die Eintrittspreise echt gepfeffert und da möchte ich dann für mein Geld auch das bekommen, was ich persönlich von einer Therme erwarte.
Und so lange es nur ein einziger Tag ist, wo Kinder eben nicht mit rein dürfen, wäre das für mich völlig legitim.
Ist ja ähnlich wie der "Damentag" in einer Sauna. Da dürfen in dem Fall die Männer nicht mit rein. Ist in der Regel auch nur ein einziger Tag.
Wobei ich finde, dass es umgekehrt auch einen "Männertag" geben soll. Aber das ist ein anderes Thema! :)


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 14:03
Tja, Kinder sind in dieser Betrachtung wie Fürze, man hält nur die Eigenen aus und nicht mal die immer.


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um 14:20
Für viele Eltern sind die Kinderlein heute das absolute Zentrum des Universums und dies 24/7. Und der Rest der Welt muss das so hinnehmen; viele bekommen überhaupt keine Maßstäbe und Benimmregeln mehr vermittelt. Und da rede ich nicht vom Proletariat. Es ist oft unerträglich. Nicht nur das Verhalten der Kinder selbst, die auch auswärts auf den Tischen tanzen und im Restaurant Fußball spielen (wenn sie nicht zu der Sorte gehören, die an ein Unterhaltungs-Device gekoppelt sind, die mit dem krummen Rücken), sondern auch der Stolz und die Ignoranz der Eltern dabei.

Neulich habe ich im Park eine erfreuliche Ausnahme erlebt. Ein kleiner Junge machte laute, alberne, penetrante Vokalgeräusche, wie diese Bengel im nervigsten Alter das halt so tun. Die Mutter maßregelte ihn freundlich aber bestimmt: "Lass das, bitte. Die Leute wollen hier in Ruhe ihren Feierabend genießen!" Und da war Ruhe im Karton.

Alles in allem: Pro kinderfreie Angebote, wenn es denn anders nicht geht.


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um 14:25
Zitat von NemonNemon schrieb:sondern auch der Stolz und die Ignoranz der Eltern dabei.
Was mich tatsächlich manchmal stört, z.B. in der Bahn: wenn Kinder mit penetranter Ausdauer ein elektronisches Spielzeug oder ein Spiel auf einem Tablet bedienen, das in kurzen Abständen immer denselben Sound abspielt. Und die Eltern sitzen daneben und lassen das stundenlang zu. Vielleicht ist man sogar noch stolz auf das ach so technikbegabte Kind...


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 14:32
Ich bin nicht Kinderfeindlich, ich bin elternfeindlich.
Kinder sind Kinder.
Aber wenn sie mal etwas mehr aufdrehen und dann ggf. andere stören oder sich selbst durch irgendeine Aktion selbst gefährden und die Eltern nichts machen und vielleicht sogar noch lieber auf ihr Handy starren - das kann ich nicht leiden!
Manchmal sind auch die Eltern lauter, als die Kinder.

Ich würde jedenfalls kinderfreie oder besser Eltern-mit-Kindern-freie Restaurants und Restaurants vorziehen und so etwas auch gezielt aufsuchen/buchen.
Zitat von NemonNemon schrieb:Für viele Eltern sind die Kinderlein heute das absolute Zentrum des Universums und dies 24/7. Und der Rest der Welt muss das so hinnehmen; viele bekommen überhaupt keine Maßstäbe und Benimmregeln mehr vermittelt. Und da rede ich nicht vom Proletariat. Es ist oft unerträglich. Nicht nur das Verhalten der Kinder selbst, die auch auswärts auf den Tischen tanzen und im Restaurant Fußball spielen (wenn sie nicht zu der Sorte gehören, die an ein Unterhaltungs-Device gekoppelt sind, die mit dem krummen Rücken), sondern auch der Stolz und die Ignoranz der Eltern dabei.
Genau so was meine ich!

Ich war mal in einer Eisdiele und die Kinder des Besitzer haben mitten im Raum (kleine Eisdiele) vor den Gästetoiletten Fußball gespielt.
Ich musste dran vorbei, die Kinder haben weitergespielt, kein Erwachsener (die halbe Familie saß dort an einem Tisch) hat reagiert, wäre fast über den scheiß Ball gestolpert.

Oder zwei Kinder in der Bahn, die auf den Rückenlehnen der Sitze und an diesen oberen Haltestangen turnten wie Äffchen.
Bei voller Fahrt, das war scheiße gefährlich! Der Vater hat nicht reagiert.
Zitat von NemonNemon schrieb:Neulich habe ich im Park eine erfreuliche Ausnahme erlebt. Ein kleiner Junge machte laute, alberne, penetrante Vokalgeräusche, wie diese Bengel im nervigsten Alter das halt so tun. Die Mutter maßregelte ihn freundlich aber bestimmt: "Lass das, bitte. Die Leute wollen hier in Ruhe ihren Feierabend genießen!" Und da war Ruhe im Karton.
Nice!
So was finde ich sehr gut, kommt leider in meinem Umfeld selten vor.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 15:03
Zunächst einmal:
Ich bin selbst geräuschempfindlich und finde viele Feiern, Feste zu anstrengend - Kinderlärm, aber nicht nur der. Menschen sind laut, lachen, plaudern, Musik läuft... dann die ganzen Geräusche, die sich aufsummieren: Zapfanlagen, Besteckklappern...
Das will ich dann aber auch niemandem verbieten, sondern richte mich selbst danach was ich aushalte, sprich: nehme nicht teil, oder nur kurz. (Mein Mann, selbe Reizempfindlichkeit, hält das auch so.)
Genauso suchen wir uns Hotels, Restaurants danach aus, dass sie erwartbar ruhig sind.
Diese müssen nicht kinderfrei sein. Nur in z.B. der kleinen Pension ohne Pool, ohne Partyraum und ohne Kinderbereich dürfte insgesamt weniger Lärm zu erwarten sein - vielleicht macht da doch eine Familie mit Kind(ern) Urlaub, vielleicht hat mal jemand den Fernseher länger laufen, nur dürfte nicht damit zu rechnen sein, dass Kinderprogramm mit Animation, ein Junggesellenabschied oder täglicher Tanzabend stattfinden. Ist es etwas abgelegener, dürfte es für Menschen, die alkoholisiert (und laut) nachts zurückkehren unattraktiver sein.
Nach einem "Adult only", "Erwachsenen"-Hotel haben wir noch nie gesucht und haben das nicht vor. Möchte man Ruhe, bringt diese Auswahl m.E. auch wenig - auch Erwachsene können sehr laut sein.
Ebenso beim Restaurant. Die Art der Restaurants die wir bevorzugen wird sich eher nicht für die Buchung zum Kindergeburtstag eignen. Wenn doch ein Gast mit Kind(ern) dabei ist: kein Problem. Belastender in Restaurants finde ich vielmehr etwas anderes: laute Musik, Fernseher, eine Atmosphäre die viele als "gesellig" beschreiben. Muss solche ja nicht aufsuchen.

Bei einem Fest das sich der Art nach an Familien richtet würde ich keine Kinder verbieten, sondern allenfalls das Fest ein wenig aufteilen und etwas kindergeeignetes tagsüber anbieten.
Würde ich ein Kind begleiten (meine Cousine wurde geboren als ich knapp erwachsen war, habe sie somit in ihrer Kleinkind- bis Grundschulzeit auch manchmal in der Freizeit begleitet), würde ich selbst darauf achten was dieses Kind mitmacht und aushält, dem Kind und anderen zuliebe: welche Veranstaltung, wie lange. Und sehe es auch ein, warum ggf. das Klassikkonzert nichts für die (völlig altersgemäß entwickelte, aktive) Dreijährige ist, sondern wir besser zu einer Musikveranstaltung für Kinder, kann durchaus Klassik sein, gehen - da sind Lachen, Laufen, Mitklatschen und Mitsingen nicht nur erlaubt, sondern erwünscht. Oder dass vielleicht wirklich schon die Kunstausstellung im Interessenbereich liegt, diese ruhig besucht wird, aber doch nach einer Stunde Schluss ist - dann muss ich halt zurückstecken, anstatt einen Kinderwagen mit quengelnder Cousine darin weiterzuschieben, obwohl ich als Erwachsene länger geblieben wäre.
Zitat von martenotmartenot schrieb:Was mich tatsächlich manchmal stört, z.B. in der Bahn: wenn Kinder mit penetranter Ausdauer ein elektronisches Spielzeug oder ein Spiel auf einem Tablet bedienen, das in kurzen Abständen immer denselben Sound abspielt. Und die Eltern sitzen daneben und lassen das stundenlang zu. Vielleicht ist man sogar noch stolz auf das ach so technikbegabte Kind...
Stimme dir zu.
Darauf, und auf ähnliches (Situation Eisdiele, Bahn wie von @Lepus beschrieben) hätten die Eltern zu achten.
Ich bin, meist beruflich, öfter in Fernbus, Bahn, Flugzeug unterwegs. Da kommt es schonmal vor, dass z.B. von hinten ein Baby oder Kleinkind nach mir greift - finde ich unangenehm (es würde wohl viele stören, bin aber auch generell berührungsempfindlich), sehe aber ein, dass das einmal passieren kann. Zuallermeist verhindern die Eltern (oder sonstige Begleitung) dann aber, dass das nochmals passiert.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 15:20
An sich empfinde ich (Klein)Kinder nicht als störend, ob nun bekannt oder fremd. Es gibt allerdings Momente, in denen sich die Kontrolle der Eltern über die Stimmungsausbrüche ihrer Kinder entzieht, gepaart mit engen Räumen und generelle Stresssituationen im Alltag, die können für mich zur krassen Geduldsprobe werden. Die da wären bspw an Kassenschlangen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, etc. Ich fühle mich in solchen Settings meistens grund-gestress/genervt, aus der Situation flüchten is nich, dazu noch Geschreie und ich fruste mit dem Kind um die Wette.

Erwische mich natürlich auch dabei, den anwesenden Elternteil zu verurteilen, dann seh ich mir ihre meist hart-überforderten und beschämten Gesichter an und kann dann doch niemandem so wirklich böse sein... Am Schlimmsten finde ich es, wenn Eltern auf ihr schreiendes Kind mit einem Wutausbruch oder grobem Umgang antworten. Da musste ich mich schon oft zusammenreißen...

Sonst gibt es mit schreienden Kids kein Problem, wird wahrgenommen und fertig. Wenn es mir zu doll wird, geh ich aus der Situation raus, weil ich's kann, ein Kind das nicht. In Restaurants ist das auch immer eine gute Ausrede, um mal eine rauchen zu gehen.

Ich empfinde die Gesellschaft nicht als kinderfeindlich, viel mehr kinderungeduldig. But what do I know... Habe keine Kinder. :wein:


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um 15:45
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Nach einem "Adult only", "Erwachsenen"-Hotel haben wir noch nie gesucht und haben das nicht vor. Möchte man Ruhe, bringt diese Auswahl m.E. auch wenig - auch Erwachsene können sehr laut sein.
Ebenso. Kinder, die außer Rand und Band sind, bekommen das von Eltern der selben Sorte vorgelebt. Diese Erwachsenen stören mich meist viel mehr, als ihre Kinder und auch meist auch dann, wenn die Kinder nicht anwesend sind. Eltern, die sich selbst im Griff haben, haben idR keine permanent verhaltensauffälligen Kinder.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 16:01
@Intemporal

Ich dachte da nicht nur an Erwachsene "außer Rand und Band" (a la: am Buffet Teller volladen und kaum etwas davon essen, in den Flur speien...), sondern an durchaus so gedachte Veranstaltungen, die m.E. auch ganz in Ordnung sind für diejenigen die das mögen, nur mir zu laut. (Als Autistin mit Hyperakusis wird mir vieles, das bei relativ vielen Menschen beliebt ist, schnell zu laut und voll.)

Beispiel: Ich sehe ein, dass z.B. in einem Spaßbad gelacht und gejohlt wird, genauso sehe ich ein dass eine Party mit Musik, Lachen, Reden daherkommt, selbst eine "gepflegte Tanzveranstaltung", da ist mindestens die Musik zu hören. Wenn ich derartiges nicht möchte, buche ich gar kein Hotel das darauf ausgerichtet ist. Wenn ein Hotel z.B. schon damit wirbt, über Veranstaltungssäle zu verfügen, für Geburtstage und Hochzeiten geeignet zu sein, jeden Abend Unterhaltungsprogramm bietet, ein großzügiges Freibad mit Wasserrutschen, Kinderanimation bereitsteht... dann ist klar was Sache ist und dass ich mich da wohl nicht so wohlfühlen werde. Werde ich nicht buchen.
Genauso werde ich mich zum Essengehen im "Pizza Pub", das obendrein mit Live-Musik wirbt (und mitunter nur für Erwachsene ist, z.B. in den USA in manchen Bundesstaaten: nur Zugang für Volljährige wenn Alkoholausschank stattfindet), eher nicht wohlfühlen, werde mich aber natürlich auch nicht darüber beschweren, welcher Geräuschpegel darin herrscht.

Somit: Ja, achte bei Buchungen auf Details, die sich allerdings nicht darauf beziehen, ob Kinder erlaubt sind oder nicht, sondern sich auf den gesamten Charakter der Veranstaltung, des Restaurants, der Unterkunft beziehen. Und schätze bestimmte Geräusche als veranstaltungstypisch ein, wobei es natürlich auch Menschen gibt die sich darüber hinaus danebenbenehmen.


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um 16:07
@Raspelbeere
Achso. Ja, gut, solche Settings lassen sich meiden, da sind Kinder als solche wohl auch dein geringstes Problem.

Ich habe, was Störendes betrifft, auch andere Dealbreaker, die vördergründig Erwachsene inkludieren, als Kinder.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 16:30
@Intemporal

In der Tat, sowas meide ich einfach. Es gibt m.E. genügend passende Optionen. Sehr kleine Hotels und Pensionen, genauso wie Business-Hotels, sind meist ruhig - und, angenehmer Nebeneffekt: Man zahlt nicht für Dinge mit, die man als ruhiger, introvertierter Mensch ohne Kinder ggf. gar nicht nutzen würde. Private Feste: nicht hingehen, oder kurz - wenn es sich wirklich um Freunde handelt, haben sie Verständnis. Stadtfest, Tag der offenen Tür: möchte ich hingehen (manchmal kaufe ich etwas auf Flohmärkten, Herbstmärkten, die oft mit Stadtfesten kombiniert sind; Tag der offenen Tür kann m.E. sehr interessant sein), Randzeiten nutzen, bei Bedarf nicht so lange bleiben. Gehörschutz einpacken. Museum: Randzeiten der normalen Öffnungszeiten, lieber nicht die "lange Nacht der Museen" (oder: es ggf. darauf ankommen lassen, damit rechnen bald wieder zu gehen).

Und ja, da ist ein Baby das bei Tisch weint, oder ein Kleinkind mit Trotzanfall, in der Tat für mich wesentlich weniger schlimm als typische "Geselligkeitsatmosphäre" (egal ob für Kinder oder für Erwachsene gedacht) die permanent die ganze Zeit über da ist.
Das Schöne am Erwachsensein: Ich muss nicht irgenwohin, und wenn ich teilnehme, bestimme allein ich wie lange ich bleibe (anders denn als Kind: man wird mitunter mitgeschleppt).
Eher stört mich auch das Verhalten der Eltern, denn das Verhalten der Kinder selbst. Etwa: Eltern ist die Situation egal, Eltern packen Lärmspielzeug für unterwegs ein (dazu zählt auch: Handy plärren lassen).


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 16:51
Zitat von RaspelbeereRaspelbeere schrieb:Das Schöne am Erwachsensein: Ich muss nicht irgenwohin, und wenn ich teilnehme, bestimme allein ich wie lange ich bleibe (anders denn als Kind: man wird mitunter mitgeschleppt).
Aye... Das ist der Punkt, der meinen Frust in den meisten Situationen verdrückt. Ich kann meinen Rahmen gestalten und mich in ihm austoben, Kinder sind deutlich eingeschränkter.

Dann gibt es wieder Momente, in denen Kindern dem Ganzen erst einen Rahmen geben. Wenn ich in der Gegend so herumschlender und, besonders im Sommer, spielende Kinder sehe/höre, ist die Atmosphäre doch irgendwie heiterer.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 17:12
Zitat von IntemporalIntemporal schrieb:Dann gibt es wieder Momente, in denen Kindern dem Ganzen erst einen Rahmen geben. Wenn ich in der Gegend so herumschlender und, besonders im Sommer, spielende Kinder sehe/höre, ist die Atmosphäre doch irgendwie heiterer.
Meine Zustimmung, und ich freue mich, wenn Kinder Spaß haben, entdecken, erleben. Freue mich, dass da ein Kind offensichtlich Spielgefährten hat, auch wenn's laut wird.

An einem früheren Wohnort gab es einen kleinen Park mit Spielplatz am einen Ende. Ich war da im Sommer öfter zum Lesen, wir wohnten damals in einer sehr kleinen Wohnung, ohne Balkon, ohne Garten. Falls es mir doch zu laut und/oder zu voll wurde, ging ich. Aber oft blieb ich einige Stunden, wenn ich Zeit hatte, und fand es auch schön, dass dort etwas entstanden ist, das Kindern, Familien Freude bereitet. Dazu gehörte auch ein "Naschgarten" (Erdbeeren und Kräuter) sowie ein Büchertauschschrank.


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um 17:20
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Deutschland bekommt zu wenig Kinder, das wissen wir ja bereits,
Nur wenn man rein ökonomisch denkt.
Bin allerdings kein Fan dieser Denkweise.

Außerdem hat man vielerorts berechtigte Gründe zum Zweifeln an dieser Statistik. Ich sage nur: Europacity Berlin.
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Ob Restaurants, Thermen oder die Hochzeitsfeier immer mehr schließen Kinder / Babys bzw. Familien werden ausgeschlossen oder dadurch getrennt.
"Immer mehr" würde ich nicht sagen, nur weil ein paar Institutionen das machen.

Ein paar wenige Orte für Menschen, die das nun mal nicht aushalten, sind durchaus positiv zu bewerten.

Ich zB bin hochsensibel und kann dieses Geschrei und Geplärre einfach nicht vertragen. Jeder Einkauf hier in der Ecke ist eine Herausforderung, jede Bahnfahrt, denn es sind absolut immer schreiende Kinder anwesend, und ich bin dann hinterher meist völlig fertig.
Da können die Kinder natürlich nichts dafür. Ich allerdings auch nicht. ;-)


Mit der Kinderfeindlichkeitskeule kommt man heutzutage schnell um die Ecke. Wahrscheinlich gilt bereits mein obiger Satz als kinderfeindlich.

Ich empfinde es anders.
Nämlich eine zunehmende Feindlichkeit und auch Diskriminierung gegenüber Kinderlosen, siehe höhere Beiträge (nur ein Beispiel).
Und jetzt hat man ja auch noch die Geburtenrate als Argument.
Wo allerdings die Garantie sein soll, dass es jedes Neugeborene automatisch Beitragszahler oder Fachkraft wird, das weiß wohl nur die AFD.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 17:31
Zitat von Dini1909Dini1909 schrieb:Schaut ihr im Urlaub extra auf "Only Adults" Hotel? Wie denkt ihr als Familie darüber wenn auf der Einladung steht "Kinder unerwünscht"
In solche Läden geh ich prinzipiell nicht. Schlimmstenfalls haben die noch Benimmregeln plakatiert.
Statt ne Kinderecke zum spielen anzubieten, Kinder gleich auszuschließen (oder Hunde, wenn es draussen ist), da boykottier ich. Wär mir zu borniert und spießig.


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 17:37
Zitat von philaephilae schrieb:Ein paar wenige Orte für Menschen, die das nun mal nicht aushalten, sind durchaus positiv zu bewerten.

Ich zB bin hochsensibel und kann dieses Geschrei und Geplärre einfach nicht vertragen. Jeder Einkauf hier in der Ecke ist eine Herausforderung, jede Bahnfahrt, denn es sind absolut immer schreiende Kinder anwesend, und ich bin dann hinterher meist völlig fertig.
Da können die Kinder natürlich nichts dafür. Ich allerdings auch nicht. ;-)
Dem stimme ich grundsätzlich (natürlich) zu (als Autistin mit Hyperakusis), würde mir persönlich da aber nicht kinderfreie Veranstaltungen/Zonen wünschen, sondern dass das Konzept stiller Ruheräume verbreiteter wäre.
Sie fehlen oft:
Wo kann man sich z.B. in einem Museum still hinsetzen, einen Schluck Wasser trinken, ggf. eine mitgebrachte Speise trinken?
Wo kann man z.B. in einer Bahn eine Tür hinter sich schließen? (Abteile sind mittlerweile selten.)
Wo kann man z.B. bei einer Fortbildung, einem Kongress sich mal zurückziehen? Meist: Ganztagesprogramm, und gegessen wird in Gruppen in lärmigen Hallen.
Wo bieten Schulen, Berufsschulen, Universitäten Bereiche an, in denen man sich still zurückziehen kann und anders als in einer Bibliothek wenigstens eine minimale Nahrungsaufnahme (z.B.: Wasser trinken) erlaubt ist?
Meist fehlen diese Bereiche*. Wenn etwas existiert, das einen Teil der Aufgabe erfüllt (z.B.: Sitzen, Verpflegung), so ist es meist mit Menschenmassen, Geräuschpegeln verbunden, z.B. ein Bistro in einem Museum. Veranstaltungen mit Eintritt bieten nur vereinzelt die Möglicheit, diese zu verlassen und zurückzukehren. Im "Bildungsbereich", d.h. Schulen, Berufsschulen, Universitäten sind Pausenbereiche fast immer mit Lärm verbunden.

Menschen die dieses Bedürfnis nach Reizreduktion haben nutzen (leider) oft die Toilette dafür...

*Bei beruflichen Veranstaltungen, zumindest in meinem Bereich, habe ich es immerhin mittlerweile ab und zu erlebt, dass sich die Organisatoren bewusst um einen "quiet room", "stillen Pausenraum" kümmern. Wird, wenn angeboten, übrigens gut genutzt. Mein ehemaliger Arbeitgeber, eine Universität, hat nun in mehreren Gebäuden permanent "stille Pausenräume".


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Kinderfreie Feierlichkeiten, finde ich gut oder total daneben?

um 17:44
@abberline

Kann ich verstehen. Gesehen hatte ich derartiges bei Hotels, deren Buchung in Frage kam (Lage, Preis, Art der Unterkunft) übrigens noch nie, und ich hatte es auch noch bei keiner an mich gerichteten Einladung erlebt.
Allenfalls, aber das war auch keine Einladung im Sinne von Fest: Dass eine Einladung oder buchbare Veranstaltung zum Besuch eines bestimmten Orts Kinder bestimmten Alters/ ohne bestimmte Fähigkeiten aus m.E. sehr pragmatischen Gründen ausschloss (etwa: Besichtigung eines Ortes auf 3500 m, Wanderung in unwegsamem Gelände - da hieß es dann z.B. schonmal vom Veranstalter, dass ein Mindestalter von 12 Jahren gefordert ist). Das sehe ich als unproblematisch und vernünftig an.

"Kinderfreies Restaurant"? Sehe ich als spießes Über-einen-Kamm-scheren an. Stimme dir auch bzgl. der Hunde zu. (Obwohl ich weder Elternteil bin noch einen Hund habe.)


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