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Meine Psychose und ich

107 Beiträge, Schlüsselwörter: Mensch, Psyche
chris_hunter
Diskussionsleiter
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Meine Psychose und ich

25.06.2006 um 18:57
@all: Ich versuche eigentlich die Worte "psychisch krank" zu vermeiden, diemeisten
Menschen halten uns jedoch für krank und vielleicht sind wir es ja. Wir sindjedoch
Menschen wie jeder andere. Ich fände es übrigens gar nicht schlecht, wenn sichhier ein
paar kritische Stimmen, vielleicht wie al-chidr melden. So kommt es erst zurichtigen
Disskusionen.

Grüße Christian


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Sidhe
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Meine Psychose und ich

25.06.2006 um 22:11
@al-chidr: Im Internet outen sich viele, die es sonst sorgsam verstecken, nicht seltensogar vor den besten Freunden. Und das Internet bietet auch eine Möglichkeit derSelbstreflexion auf der verzweifelten Suche nach einer Identiät, nämlich nach dem zustandso zu sein, wie man das selbst von sich wünscht.

Ich bezog mich abernichtmal auf das Internet, sondern meinte meine (nahe und weitere) Umgebung im realenLeben.


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DieSache
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Meine Psychose und ich

25.06.2006 um 22:59
Hab da ein nettes Schlagwort : Psychosoziale Wohlstandsvermüllung

Denke manchmalwir sind wirklich mit das Ergebniss fehlgeschlagener Verwaltung angeblich krankerMenschen, dass gerade derzeit sich soviele outen hat denke ich damit zu tun, weil keinermehr ohnmächtig neben sich stehen will und zuschauen will wie er/sie langsam den bachrunter geht.

Ich stehe zu meiner "ver"rücktheit, ich spreche offen darüber, weilman nur so auf gewisse Missstände hinweisen kann und dann eventuell doch Hilfe zurSelbsthilfe bekommt. Dass es gerade im virtuellen Raum zunehmend Menschen gibt, die überihre Probleme berichten ist der normale Lauf der Dinge, denn das Medium Internetermöglicht es weitaus mehr andere Meschen zu erreichen, als wenn man nur im Freundeskreisüber seine Probleme spricht. Internet ist zu einem festen Bestandteil der Kommunikationgeworden und ich bin oft schon dankbar gewesen, dass es mir di Mögichket iettGleichgesinnte zu erreichen um Erfahrungen auszutauschen !


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ralf1986
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Meine Psychose und ich

25.06.2006 um 23:25
Ich bin ja der Meinung, dass mit dem Steigendem Wohlstand derGeselllschaft sich das Krankheitsbild der schitzophrenie stark verändern wird und es auchstehtig sich verändert.
Meine Behauptung ist auf dem Inhalt der Einbildungen, welcheein betroffener Mensch hat, zurück zu führen.
Heute sind es Aliens oder vieleichtheutige Erkenntnisse und in naher Zukunft werden es die Errungenschaften und/oder sozialeAspekte sein welche sin in das Krankheitsbild wirken.
Aber mir stellt sichj da dieFrage, kann man da das Krankheitsbild noch optimal behandeln wenn das Krankheitsbild sichverändert und dies in immer kürzerem Zeitabstand?
Wer weis mehr?

mitfreundlichen Grüßen Hendrik


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Meine Psychose und ich

26.06.2006 um 16:02
Es ist halt schon komisch, dass das Wort psychisch krank gerade hier in D-Land sostigmatisierend sein kann. In USA ist es fast schon modern, wenn man sich seinePsychologen und Psychiater gegenseitig offen weiterempfiehlt und diese dann auch zumBarbecue einlädt. Warum werden andere Krankheiten positiver gesehen? Ein Diabetiker hatim Endeffekt genauso eine Stoffwechselerkrankung, wie die meisten Psychose-Patienten, nurdass hier eben der Hirnstoffwechsel angegriffen ist........


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chris_hunter
Diskussionsleiter
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Meine Psychose und ich

26.06.2006 um 21:28
Hi Mystique,

du hast vollkommen recht. Deshalb müssen die Betroffenen selbstaktiv werden. Ich denke es ist auch ein erster Schritt sich im Internet zu outen. Essollte jedoch dazu führen, dass sie auch offen in der Familie und im Freundeskreisdarüber reden. Der Arbeitgeber und die Kollegen müssen es nicht wisen, außer wenn dasVertrauensverhältnis stimmt.

Hallo Hendrik,

ich finde es wäre überhaupterstmal ein Ansatz auf die Vorstellungen des Betroffenen einzugehen, das wird in derheutigen Behandlung nicht getan und das wird es wohl nie. Deshalb ändert sich in denAugen der Ärzte auch so gut wie nichts an der Erkrankung, die Einbildungen ändern sichzwar stark, doch sie werde wie gesagt nicht einbezogen. :(

Hi liebe sisterhide,

ich glaube die meisten hier stehen zu ihrer "Ver"rücktheit und das ist auch gutso. :)

Grüße an alle


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olivertwist
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Meine Psychose und ich

26.06.2006 um 22:20
Hi at all ich bins mal wieder.Wollt sagen das der Hunter mal wieder Recht hat.Zumakzeptieren der Krankheit gehört es darüber zu sprechen.Ich hatte das große Glück das ichim 2 Ausbildungsjahr erkrankt bin und im Betrieb durch meine Noten so positiv aufgefallenwar das mein Chef mir sogar Getränke und Süssigkeiten in die Klinik gebracht hat.Vondaher wurde meine Krankheit auch voll akzeptiert.Habe übriegens meine Ausbildung zumWerkzeugmechaniker Fachbereich Stanz-und Umformtechnik mit Theorie 3(72%),Praktisch 1(95%/Kammerbester [Sry aber da muss ich mich mal selbst loben]) bestanden.Das hätte ich ohnedie Akzeptanz und Hilfe meines Betriebes nicht geschafft.Also denkt nicht ihr seiddumm,allerhöchstens etwas anders.Doch mit Einsatz und Willen geht echt einieges wie ichaus Erfahrung weiß.Und man kann es nicht oft genug sagen "Genie und Wahnsinn".In diesemSinne,Kopf hoch wir sind nicht allein:big BRO is watching us!!!ALL


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Meine Psychose und ich

27.06.2006 um 23:07
"Kopf hoch wir sind nicht allein:big BRO is watching us!!!ALL"

Schön zuhören.....


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kysan
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Meine Psychose und ich

27.06.2006 um 23:15
@chris_hunter

guck dir ma den film "Fight Club" an!!!


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the_way
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Meine Psychose und ich

29.06.2006 um 16:12
Hi!
Wisst ihr ich bin auch ziemlich kreativ.Ich bin zwar noch nie wegen sowas imKrankenhaus gelandet aber in mir gehts ziemlich seltsam vor....Zum Beispiel gab es einenMorgen bin ich aufgewacht und konnte spüren das irgendetwas in der Nähe war aber ich weißnicht was.Es hat mich den ganzen Tag begleitet und das war irgendwie unangenehm.Odereinen anderen Morgen konnte ich keinen klaren Gedanken fassen.Mir ist es so vorgekommenals würde mein ganzes Wissen in meinem Kopf herumschwirren....Und ich hasse es wenn ichkeinen Gedanken fassen kann denn ich denke sehr gerne über Dinge nach.
Vielleicht binauch so außergewöhnlich....(um das milde zu formulieren)
Ich habe nämlich auch einensehr hohen IQ von 130.

The Way


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chris_hunter
Diskussionsleiter
ehemaliges Mitglied

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Meine Psychose und ich

04.07.2006 um 15:55
Hallo The_Way

Kann sein, dass du "auch so außergewöhnlich" bist, kann aber auchnicht sein. Das was du beschreibst, dass dein ganzes Wissen in deinem Kopf herumschwirrt,kenne ich auch aus meinen manischen Phasen. Es muss aber gar nichts bedeuten, weil esalles sein kann. Erzähl doch ein wenig mehr. :)

Kysan, ich werde mal in derVideothek nachschauen, ob es "Fight Club" dort gibt, ich habe auch schon mal von dem Filmgehört. :)

Bei mir gibt es zur Zeit nicht viel Neues, doch das kann sich ändern.Ich antworte gern auf eure Beiträge. ;)

Grüße @all 8)


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chris_hunter
Diskussionsleiter
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Meine Psychose und ich

18.07.2006 um 21:20
Ich möchte hier mal meinen Erfahrungsbericht, der auch in der Vereinszeitschrift DERKLEINE LICHTBLICK abgedruckt wurde, veröffenlichen. Also hier ist er:

IM REICHDER FANTASIE UND DES "WAHNSINNS"

Was ihr jetzt lesen werdet, wird sich für vielevon euch wie aus einem Scince-Fiction-Film geklaut anhören. Aber genauso habe ich eserlebt. Bevor ich es vergesse, ich heiße Christian, zum Zeitpunkt des Geschehens, imJahre 1997, war ich 14 Jahre alt. Ich war schon im Kindergartenalter von dem Thema „Lebenauf anderen Planeten“ geradezu besessen und dass steigerte sich, je älter ich wurde.

Im Alter von sieben Jahren hatte ich meine erste Begegnung mit einem Außerirdischen,zumindest war ich damals fest davon überzeugt. Der Außerirdische sah wie ein Krake ausund seine Stimme klang wie die eines Delfins. Er hatte wohl genauso viel Angst vor mirwie ich vor ihm, als ich ihn vor meinem Bett sah, es war Nacht und ich hatte schongeschlafen, schrie ich so laut ich konnte, genau wie er und Sekunden später war erverschwunden. Dieses Erlebnis oder dieser Traum bestärkte mich in meinem Glauben anAliens.
Ich ließ mir auch keine Dokumentation über Außerirdische und UFOs entgehen,war fasziniert von diesem Thema. Aber auch von vielen anderen, wie Naturschutz, vor allemdem Schutz der Regenwälder Südamerikas. Außerdem zeichnete ich Comics, und tue es immernoch. Also nicht, dass ihr jetzt denkt, ich war in dieser Zeit schon total auf diesesThema fixiert.

Als ich zehn war, wurde alles schon mysteriöser. Einmal sah ich,wieder nachts, nachdem ich schon schlafen gegangen war, dass vor meinem Fenster einfliegendes helles Objekt mitten in der Luft stand. Dann erinnere ich mich an nichts.

Zwei Monate später träumte ich dann, dass ich mich, an Bord eines UFOs, mitkleinen grauen Männern mit großen schwarzen Augen unterhielt, die mir ihr Raumschiff mitvielen verschiedenen außerirdischen Tier- und Pflanzenarten zeigten. Sie erklären mirtelepatisch, dass wir Menschen dabei sind unseren Planeten zu schaden und alle anderenArten gefährden. Sie deuteten an, dass ihr Raumschiff so was wie eine Arche Noah sei, diejede Art im bekannten Raum vor dem Aussterben schützt und dass, wenn wir so weitermachen, wir auch bald dran sein würden.

FORTSETZUNG FOLGT...


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chris_hunter
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Meine Psychose und ich

21.07.2006 um 11:24
Schade das ich hier im Thread der einzige bin, der was zu sagen hat. Egal, hier das 2.Kapitel:

„DAS IST EIN SPINNER!“

Mit 14 Jahren wurden diese Träume immerintensiver. Diese Gedanken, dass ich eine Bestimmung hatte, ließen mich nicht los. Warumhätten sonst Wesen aus einer frernden Welt mit mir Kontakt aufnehmen sollen. Doch nichtnur die Träume wurden intensiver, auch meine Wahrnehmungen. Vor allem maß ich Sachen undDingen eine Bedeutung und einen Zusammenhang bei, die gar nichts miteinander zu tunhatten.

Ich benahm mich immer merkwürdiger. Das bekamen auch meine Freunde mit.Ich muss aber sagen, das es bei mir ziemlich schnell ging, von gerade noch so normal,denn normal war ich noch nie, bis hin zu ganz schön verrückt. Auf dem Rückweg vomKonfirmandenunterricht passierte es dann. Ich rutschte aus und stürzte mitten auf denKopf. Danach tat ich etwas sehr seltsames: Ich sang ein Lied in einer anderen Sprache.Damals war ich der Meinung, das sei die Sprache der Maya. Ihr seht schon, jetzt wird’srichtig verrückt.

Das lustige war jedoch, das mich nicht alle in der Klasse füreinen Spinner hielten. Einige glaubten mir sogar, dass ich entführt wurde, so wie eineKlassensprecherin. Sie machte sich allerdings auch Sorgen, genau wie die Lehrer. Denn inArbeiten schrieb ich nur noch geheimnisvolle Symbole, die denen der Maya übrigenswirklich komischerweise ähnlich sahen und so schrieb ich in Mathe eine Fünf. Keiner wurdemehr aus mir schlau.

Die Vertrauenslehrerin holte mich mit zwei Klassensprechernzu einem Gespräch. Ich sprach in Rätseln. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich schon, ich hättealle Rätsel der Menschheit entschlüsselt. Doch in Wirklichkeit war ich aber zu einemRätsel für meine Mitmenschen geworden.

Als meine Eltern dann voller Sorge einenPsychiater aufsuchten, war für mich viel interessanter, dass man durch dass Fenster desArztes einen Teil des Gebäudes sehen konnte, eine Glaspyramide. Langsam aber sichermerkte ich nicht mehr, was um mich herum geschah. Stattdessen war ich der Meinung,außerirdische Signale aus dem Fernsehen zu erhalten.

FORTSETZUNG FOLGT...


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Meine Psychose und ich

21.07.2006 um 13:32
Bin ja mal gespannt, wie's weiter geht...


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chris_hunter
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Meine Psychose und ich

21.07.2006 um 17:47
Dann gibts doch gleich Kapitel 3: ;)

IN DER JUGENDPSYCHIATRIE

Amnächsten Tag fuhr ich mit meiner Mutter zur Jugendabteilung der Nervenklinik inGehlsdorf. Dort wurde ich von mehreren Ärzten befragt und sogar mit einer Videokameragefilmt, was nicht gerade zur Abschwächung meiner Paranoia beitrug.

Dann bekamich einen Medizin-Cocktail und konnte mich drei Tage nicht mehr bewegen, ja nicht einmalsprechen. In diesem Zustand wurden dann noch mehrere Tests mit mir gemacht. Unter anderemeine Gehirntumorgraphie, bei der ich dann so etwas wie einen epileptischen Anfall hatte,was jedoch daran lag, dass ich aus dieser Bewegungsunfähigkeit entkommen wollte.

Meine Eltern machten sich derweil Sorgen, dass ich einen Gehirntumor haben könnte,der dieselben Auswirkungen wie eine Schizophrenie haben kann. Man konnte sie beruhigen,ich hatte „nur“ die Diagnose Schizophrenie. Glück im Unglück…

In der Klinik kames mir wie in einem Ferienlager vor, doch wie sagte mal der Assistenzarzt:“ Das ist hierkein Ferienlager, das ist eine Klinik!“ Mein Zustand hatte sich innerhalb einer Wochewieder fast völlig normalisiert. Ich freundete mich auch mit vielen der Patienten an.

Trotzdem war es mir peinlich, dass ich in der „Klapsmühle“ gelandet war.Glücklicherweise hatten die Ärzte in meiner Gegenwart nie das Wort Schizophrenieverwendet, sondern immer Psychose, denn damit konnte ich besser umgehen.

Als ichdann zweieinhalb Monate in der Klinik verbracht hatte, sollte ich auf die GehlsdorferRealschule gehen, um wieder mit dem Alltag konfrontiert zu werden.

FORTSETZUNGFOLGT... :)


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Meine Psychose und ich

21.07.2006 um 17:56
Wie schon erwähnt, auch hier kommt mir einiges bekannt vor...


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chris_hunter
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Meine Psychose und ich

21.07.2006 um 18:24
Kayfox, du hast 2 PN's von mir...


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Meine Psychose und ich

21.07.2006 um 18:25
Ja, kein Stress, bin am Schreiben...


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Meine Psychose und ich

22.07.2006 um 12:08
wie gehts weiter? wie isesdir auf der realschule ergangen? kammst du mit dem alltag klar?


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chris_hunter
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Meine Psychose und ich

22.07.2006 um 20:17
Das staht alles im nächsten Kapitel und hier ist er... ;)

DIE LÜGE

Alsmich die Englisch-Lehrerin empfing, fragte sie, warum ich nur so kurz auf die Schuleginge, „Wohnst du gerade bei deiner Oma, oder so?“ Ihr erzählte ich die Wahrheit, siehatte mir jedoch eine gute Geschichte für den Rest der Meute geliefert.

Ichverstand mich gut mit den Schülern dieser 8. Klasse, besonders mit meinem Banknachbarn,mit dem ich schon fast Freundschaft schloss. Nur die Lüge stand zwischen uns und es warsehr belastend. Ich musste beispielsweise, um nicht entdeckt zu werden, immer zweiStationen früher aus dem Bus aussteigen. Damals war an der Haltestelle, an der einekomische Frauenstimme zu sagen pflegt: “Nächster Halt: Gehlsheim Klinik“, noch keineWohnsiedlung.

Mir fiel das Lügen immer schwerer und ich hatte ein schlechtesGewissen, zumal es mir so vorkam, als würde ich Fuß in der Klasse fassen. Ich fühlte michmies, aber war schon zu sehr in das Lügengestrüpp verfangen. Wahrscheinlich war das auchder Grund für meinen Rückfall.

...und gleich der nächste dazu... :)

MEINE ZWEITE ODYSSEE

Nach einem Wochenende, dass ich, wie schon drei zuvor,zu Hause verbrachte, fühlte ich schon, dass es wieder so weit war. Mit meinem bestenFreund und meiner Mutti war ich im Zirkus. Dort tanzten die Lichter durch die Manege. Ichempfand es als enormen Stress.

Die Scheinwerfer im Zirkus sahen genauso aus,wie damals das Raumschiff vor meinem Fenster. Ich bekam wieder komische Gedanken. DenÄrzten der Klinik blieb das natürlich nicht verborgen.

Am Dienstag setzte ichmich mit der Fernbedienung vor den Fernseher und schaute im Videotext nach Signalen derAliens. Diesmal war es nicht so schlimm wie beim ersten Mal, es reichte trotzdem. In dieSchule wurde ich natürlich nicht gelassen.

Meinem Zimmernachbarn, war es sehrwichtig, das ich zu Schule ging, er wollte nicht wahrhaben, dass ich wieder krank war undsagte voller Überzeugung: „Wenn sie dich morgen nicht rauslassen, kletterst du aus demFenster, wir helfen dir.“

Ich muss dazu sagen, dass es so um die zehn Meterhoch, also auch sehr gefährlich, gewesen ist. Ich überlegte die ganze Nacht, ob ich dastun sollte. Ich wollte Thomas auch nicht enttäuschen. Trotz meines Wahns entschied ichmich dagegen.

Nun wurde ich täglich gespritzt, da meine Medikamente umgestelltwerden mussten. Während dieser Umstellung auf Zyprexa passierte wieder etwas merkwürdigesund auch für mich belastendes. Ich begann die Zeit intensiver wahrzunehmen. Es war alswenn sie langsamer verging, viel langsamer.
Ich hatte während dieser Zeit ein sehrmulmiges Gefühl in der Magengegend. Aber zum Glück dauerte das Ganze nur drei Tage. Eskam mir wesentlich länger vor. Danach war ich wieder normal. Na ja, was ist schon normal?


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