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Sterbehilfe - ja oder nein?

837 Beiträge, Schlüsselwörter: Mensch, Seele, Sterbehilfe

Sterbehilfe - ja oder nein?

16.07.2018 um 14:23
Zerox schrieb:Aber anfechten kann man alles. Wäre nur interessant, wieviele der Anfechtungen tatsächlich durchgehen. Außerdem, wie will man Beweisen, dass der Wille einer Person sich im Sterbeprozess ändert.
Eventuell durch Zeugen, wenn etwas Entsprechendes gesagt wurde, die Person aber nicht mehr die Zeit hatte, das Testament zu aendern. Aber das ist halt schon wirklich schwierig.
Zerox schrieb:Vorstellen könnte ich es mir, würde sich nach dem Tod herausstellen, dass der Sohn, der das Erbe bekommen soll, eine Straftat begangen hat, die der Familie geschadet hat. Geld von der Firma unterschlagen, oder sowas.
Das ist was anderes, dann wird die Person eh erbunwuerdig....dann ist schnurzegal, was die verstorbene Person wollte!
Zerox schrieb:Bei Sterbehilfe bzw dem Wunsch zu Sterben geht es in erster Linie um einen selber. Je älter die Person ist, desto eher sollte auf den Wunsch Rücksicht genommen werden.
Das ist eben der Punkt, der nie so ganz klar ist....ist es WIRKLICH der Wunsch des Sterbenden? Oder wurde er beeinflusst? Eventuell von den tollen Erben, von denen wir es grade hatten?
Zerox schrieb:Während meines Erste-Hilfe-Kurses erzählte uns der Rettungssanitäter (über 30 Jahre im Dienst), dass es öfter mal vorkame, dass er Menschen über 90 Jahren reanimieren müsste, teilweise über 20 Minuten, weil die Familie das so will. Oft würde es nichts bringen, oder der Patient kurze Zeit darauf sowieso verstirbt, aufgrund des hohen Alters.
Das ist natuerlich heftig! Das wuerde ich nie verlangen, und ich haenge sehr an meinen Eltern! (Sag ich jetzt so....im Falle dieses Falles wuerde ich vielleicht auch im ersten Schock anders reagieren...)


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Sterbehilfe - ja oder nein?

16.07.2018 um 16:01
Alarmi schrieb:Das ist was anderes, dann wird die Person eh erbunwuerdig....dann ist schnurzegal, was die verstorbene Person wollte!
Ok, das wusste ich nicht. Kenne mich mit Erbrecht aber auch wenig aus, ehrlich gesagt. War nur mein erster Gedankengang.
Alarmi schrieb:Oder wurde er beeinflusst? Eventuell von den tollen Erben, von denen wir es grade hatten?
Das weiß man nie, ob da nicht eine eventuelle Beeinflussung stattgefunden hat. Das kann aber auch bei jüngeren Menschen so sein. Theoretisch ist jeder manipulier- und beeinflussbar. Für mich daher, ohne berechtigte und belegbare Zweifel, dennoch kein Grund einen Menschen weiterhin leiden zulassen, obwohl Schwarz auf Weiß steht, dass er es nicht wollte.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

17.07.2018 um 06:42
Zerox schrieb:Das weiß man nie, ob da nicht eine eventuelle Beeinflussung stattgefunden hat. Das kann aber auch bei jüngeren Menschen so sein
Und das ist auch der Grund, warum man nicht einfach sagt "Na klar darf die Person sterben, wenn sie es will!". GENAU DAS ist der Knackpunkt!


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Minzi
ehemaliges Mitglied

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Sterbehilfe - ja oder nein?

31.07.2018 um 18:28
Ich denke, diese Dokumentation ist hier schon einmal gepostet worden. Wer die Doku noch nicht kennt und sich mit dem Thema Sterbehilfe befasst, eine interessante Geschichte.

Mit Sterbehilfe verbinde ich Julius Hackethal und eine Patientin, der er zum Tode verhalf. Eine Patientin, deren Gesicht von Krebs vollkommen entstellt ist.

Die Levenseindekliniek in Den Haag nimmt aber auch psychisch kranke Patienten an.
Es ist ungewohnt zu sehen, dass jemandem, der körperlich mit 60 noch erstaunlich fit wirkt, sogar junger aussieht, zum Tod verholfen wird.

Ich weiß nicht Recht, wie ich darüber denken soll.
Das Argument, dass es bei dieser weltweit einmaligen Option fast von den Verwandten erwartet wird, Euthanasie zu beantragen, wenn dieses oder jenes Krankheitsbild auftritt, ist nicht ganz dumm.

Auf der anderen Seite könnte man damit die schrecklichen Suizide auf dem Bahngleis oder ähnlichem gewiss dramatisch reduzieren.
Vielleicht sogar erweiterte Suizide.


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Minzi
ehemaliges Mitglied

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Sterbehilfe - ja oder nein?

31.07.2018 um 19:12
Video vergessen.


WELTjournal +: Die Lebensende-Klinik - Sterben auf Wunsch | 06.12.2017/ORF 2


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Sterbehilfe - ja oder nein?

21.09.2018 um 11:55
https://www.vice.com/de/article/paw59z/jacqueline-jencquel-warum-sich-diese-frau-ihren-eigenen-todestag-ausgesucht-hat

Ich bin vor einigen Tagen auf diesen Artikel gestoßen und muss sagen, dass mich das echt beschäftigt hat.
Einerseits denke ich "sie ist doch gesund, warum will sie sterben?" andererseits kann sie das nur selbstbestimmt tun wenn sie noch gesundheitlich in der Lage ist. Was haltet ihr davon?


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Sterbehilfe - ja oder nein?

21.09.2018 um 12:00
@Barnaby

Da wir schon nicht über den Beginn unseres Lebens frei bestimmen können, sollten wir es wenigstens über das Ende dürfen.
Ich akzeptiere die Entscheidung eines/einer Jeden.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

21.09.2018 um 12:05
@Doors

Ja das tue ich auch, aber ich bewundere die Stärke das so zu entscheiden, wenn es keine gesundheitlichen Probleme gibt -Respekt!
Ich weiß nicht ob ich das könnte.....


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Sterbehilfe - ja oder nein?

21.09.2018 um 15:39
Barnaby schrieb:Ich bin vor einigen Tagen auf diesen Artikel gestoßen und muss sagen, dass mich das echt beschäftigt hat.
Einerseits denke ich "sie ist doch gesund, warum will sie sterben?" andererseits kann sie das nur selbstbestimmt tun wenn sie noch gesundheitlich in der Lage ist. Was haltet ihr davon?
Ich finde es bewundernswert, ein wenig schade, aber auch verstaendlich. Glaube aber nicht, dass ich so etwas von Menschen einfach so akzeptieren koennte, die mir nahe stehen.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

03.10.2018 um 10:47
Bin dafür. Im Moment familiär ein immer näher rückendes Thema und wir stehen alle dahinter. Empfinde es auch nicht als schwierig. Gehen muss man, ob man möchte oder nicht. Nur bitte soll man die Wahl haben zwischen jämmerlich verrecken oder möglichst schmerzfrei einschlafen.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

03.10.2018 um 10:49
@Protectme
Bin auch dafür.
Jedoch sollte man vorher schon wissen, bis zu welchem "Zustand" man leben will und wann nicht.
Nur weil man am Leben ist muss es noch lange nicht heißen, dass jeder Gesundheitszustand noch Lebenswert ist.
Gibt ja nicht umsonst den Spruch "Zum leben zu viel, zum sterben zu wenig"


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Sterbehilfe - ja oder nein?

03.10.2018 um 11:09
@CICADA3301
Ja, je nach Erkrankung muss man dass einige Zeit vorher entscheiden und kommunizieren. Und das ganz klar und deutlich. Glaube das es furchtbar ist wenn jeder was anderes verstanden hat und die Liebsten sich nicht einig sind, ab wann man beim "einschlafen" hilft bzw es bei unserer hochentwickelten Medizin nicht verhindert.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

03.10.2018 um 11:30
@Protectme
Mir persönlich wäre es lieber, wenn wir gar keine Krankheiten hätten. Aber was solls.
Kenne es von einen ehemligen Klassenkameraden von mir. Hatte kein leichtes Leben.
Schon im Babyalter hatte sie Diabetes Typ 1
Hatte auch immer ein eher schwaches Imunsystem und oft tat ihr irgendwas weh. Okay früher als Kind haben sich einige über sie Lustig gemacht weil in der Schule denkt man nicht was jemanden fehlen könnte, sondern wie man es ausnutzen kann um sie lächerlich zu machen.
Dann als jeder aus der Schule kam, brach natürlich jeder Kontakt ab. Bis ich sie zufällig vor 10 Jahren mal in einem Cafe getroffen haben. In den 5 Jahren wo wir uns nicht gesehen haben, hatte sie 10 Operationen gehabt, meistens an den Organen. Irgendeinen Krebs hatte sie, ich weiß es nicht mehr.
Selbst als Kind, so sagte sie mir, wollte sie nicht mehr leben weil sie einfach keine Freude am Leben hatte eben wegen diverser Krankheiten. Beruflich konnte sie auch nichts machen.

Vor ein paar Jahren habe ich sie dann wieder getroffen. Sitzt mitlerweile im Rollstuhl weil sie nicht mehr aus eigener Kraft gehen kann, hatte auch schon ein paar Herzoperationen gehabt, wegen einer Herzschwäche. Ärzte aber verweigerten ihr aber eine Sterbehilfe weil es ja in Deutschland nicht erlaubt ist.

Ganz ehrlich. Wenn man solche totkranken Menschen sieht, wird einen schon ganz anders. Glaubt mir..
Das ist nicht so eine Depressionssache wo man in einer Ecke sitzt und sich wünscht man wäre Tod, sondern es ist wirklich übel wenn sieht, wie ein menschlicher Körper sozusagen aufhört zu funktionieren und die Person selbst nur noch im Stuhl, wenn überhaupt, dasitzt und nichts machen kann.
Sowas wäre für mich kein lebenswertes Leben. Ein lebenswerte Leben ist etwas, wo ich selbst frei entscheiden kann, was ich tun und lassen kann, wo ich noch lachen kann.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

03.10.2018 um 12:33
@CICADA3301
Du hast Recht, die aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten. Aber glaube mir, nicht jeder Arzt hält sich korrekt daran. Sterbebegleitung ist zum Teil auch Sterbehilfe. Im Hospiz z.B. Zumindest ist die Aktive indirekte Sterbehilfe auch in Deutschland erlaubt. Und das ist eine grosse Erleichterung für viele Patienten und Angehörige.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

13.06.2019 um 18:24
Also ich bin klarbfür Sterbehilfe, auch wenn ich das Leben mehr als alles andere Liebe und geniesse.
Jeder sollte aber selber bestimmen dürfen, es gibt eigentlich 0 Gründe die gegeb Sterbehilfe sprechen. Ich finde es von den Gegner der Sterbehilfe auch nicht fair, Leute zum leben zwingen zu wollen. Es ist für die Menschen die das machen auch humaner im beisein eines Arztes zu sterben, als sich unter den Zug oder vom Dach zu stürzen.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

26.02.2020 um 11:02
In einem geschlossenen Thread zu diesem Thema sagte ein User, dass es der Kirche darauf ankommt, dass man sich nicht direkt selber tötet, sondern Gott das bestimmen lässt.
Gläubige sollten logisch denken, dann erkennen sie, dass Gott, den Menschen oft schon lange Zeit vorher zu sich geholt hätte, wenn es keine Medizin geben würde.
Da die Medizin den Menschen länger am Leben erhält, stirbt der Mensch bereits nicht mehr von Gott bestimmt. Darum wäre die Sterbehilfe der richtige Gegenpol zur Lebenerhaltenenden Medizin.
Wenn die Kirchen das wirklich genau denken würden, müssten die Kirchen die Sterbehilfe erlauben.

Das Hauptproblem bei der Sterbehilfe ist (so weit ich das verstanden habe), die Angst davor, dass es ein Geschäft ist oder sein könnte. Ich bin der Meinung, dass die Sterbehilfe kein Geschäft sein kann, weil der Tod jedes Geschäft beendet.
In Wahrheit beendet das "Geschäft" mit dem Tod das Geschäft mit dem Lebenden.
Wer etwas gegen Sterbehilfe hat, hat Angst um sein Geschäft.
Ein größeres Geschäft ist nur möglich, wenn der Mensch am Leben ist.
Nur mit den lebendigen Mensch kann man ins Geschäft kommen, weil der Mensch …
… Wünsche und Bedürfnisse hat z.B. Reisen, Theater, Essen gehen, schöne Dinge usw., …
… notwendige Dinge zum Leben braucht z.B. Nahrung, Wohnung, Auto, Waschmaschine, sonstige Geräte, PC, Kleidung usw., …
… Angst hat schließt er Versicherungsgeschäfte ab und notarielle Geschäfte z.B. kostenintensive Patientenverfügungen.
Das Geschäft mit dem lebendigen Mensch läuft prima. Also haben da viele Menschen aus finanziellen Gründen etwas gegen Sterbhilfe?

Der Logik nach ist es wahr: Mit dem Menschen kann man richtig gut Geld verdienen und ein großes Geschäft machen. ABER eben nur solange der Mensch lebendig ist. Wenn der Mensch tot ist, ist kein Geschäft mehr möglich. Der Logik folgend, muss man sich also fragen, wem stört die Sterbehilfe? Der KLogik folgens, stört der Tod des Menschen alle Menschen, die durch die Lebendigkeit des Menschen Geschäfte machen.

Wenn der Mensch nur noch mit Schmerzmittel (die mit Kosten verbunden sind) sediert werden muss und künstlich am Leben erhalten wird (= nicht von Gott am Leben erhalten wird), hat er kein lebendiges/bewegtes Leben mehr. (Das kann nicht Gott gewollt sein.)
Schmerzmittel kosten Geld, damit kann man ein Geschäft machen. = Es bringt mehr Geld/Gewinn ein, wenn man mehrere Mittel verkauft als nur ein Mittel. Zum Sterben reicht ein einziger Geschäftsakt, denn es wird nur 1x ein Mittel gebraucht.
Das letzte Mittel beendet das Geschäft.
Das Geschäft mit dem Tod ist kein großes Geschäft.
Das Geschäft mit dem Leben ist ein großes Geschäft.
Die Sterbehilfe ist eine göttliche Hilfe, die ein menschliches Geschäft bedingt. Hier dürfen nur keine krummen/bösen Geschäfte gemacht werden. Hier braucht es halt noch wahrlich ehrliche Menschen, die das Geschäft auch ehrenhaft ausführen und nicht auf die schiefe Bahn kommen können, weil sie sich dazu nicht verlocken lassen, da sie einen guten Charakter vorweisen.
Das Geschäfte machen ist zuerst mal ein neutraler Akt, erst der gute oder böse Mensch macht ein Geschäft zum Guten oder Bösen.

Einerseits kann und darf das Leben durch die Medizin verlängert werden UND DAFÜR muss andererseits das Leben ebenso durch die Medizin beendet werden. Damit hat man erst zu einer menschlichen Erfindung DEN Gegenpol erschaffen. Und darum kommt man erst mit der Sterbehilfe die (m.E. göttliche) Dualität des Lebendigen zustande. Von allem was menschengemacht wurde, muss der Mensch auch das Gegenteil dessen erschaffen, ansonsten entsteht Ungleichgewicht.

Die aktive Sterbehilfe ist der Gegenpol zur aktiven Lebenserhaltungshilfe.
Ärzte die heilen und Ärzte die beim Sterben behilflich sind bilden zusammen eine gemeinsame Kraft. Die Kraft des Heilens und die Kraft der Erlösung. Leben erhaltene und Leben beendende Ärzte gleichen aus.
Doch derzeit existiert der Gegenpol nicht, darum gibt es hier kein Gleichgewicht der Kräfte.
ALLES hat SEIN Gegenteil/Gegenpol/Gegenstück.
Ausgleich, Balance, Gleichgewicht, Harmonie bedingt, dass beide Pole existieren.
Die Polaritäten zu dem was Menschen gemacht ist müssen erst ebenso erschaffen/ermöglicht werden.
Die Medizin ist eine Errungenschaft wissenschaftlichem Denken, darum ist hier etwas künstliches da und dieses existierende Künstliche verlangt nach seiner Gegenkraft, der Gegenwirkung, dem Gegenteil.
Die Sterbehilfe-Medizin ist die Gegenmedizin zur Medizin.
Gleichgewicht bedingt dass 2 Gegenteile exisiteren, die zusammen im Spiel sind, und ständig (Dauerakt) bemüht sind das Gleichgewicht ihrer Kräfte zu erhalten.
(((Nebenbei Erinnerung/Kurzerklärung:
Polarität = 2 Einzelne die zu 1ner Sache gehören z.B. Positivform und Negativform.
Dualität = 1 Einzelnes/Sache das zwischen 2 Zuständen hin und her schwingen kann. Beides zusammen ist die Funktion des lebendigen Lebens.)))

Noch was:
Sterbehilfe kann an die Organspende gekoppelt werden.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

26.02.2020 um 13:53
Feuerseele schrieb:Das Hauptproblem bei der Sterbehilfe ist (so weit ich das verstanden habe), die Angst davor, dass es ein Geschäft ist oder sein könnte. Ich bin der Meinung, dass die Sterbehilfe kein Geschäft sein kann, weil der Tod jedes Geschäft beendet.
Na ja, das ist keine folgerichtige Schlussfolgerung. Klar kann man lebende Menschen länger "melken" - aber trotzdem ist es ein Geschäft.
Es soll einfach verhindert werden, dass Menschen aus Gewinnstreben andere Menschen zur Selbsttötung lenken. Geld damit zu machen, ist eben eine starke Motivation, solche Umstände zu missbrauchen.

Deine Logik wäre nur saldiert betrachtet richtig. Also wenn es einen nationalen oder globalen Anbieter gäbe, der alle Waren und Dienstleistungen erbringt. Der hätte einen finanziellen Vorteil von lebenden Menschen.
Aber dem ist ja nicht so. Es gibt eine Vielzahl von Anbietern und jemand, der Sterbehilfe "verkauft", hat finanziell nichts davon, wenn jemand leben möchte.
Feuerseele schrieb:Die aktive Sterbehilfe ist der Gegenpol zur aktiven Lebenserhaltungshilfe.
Kann man aus religiöser oder philosophischer Sicht sicherlich so sehen.
Feuerseele schrieb:Sterbehilfe kann an die Organspende gekoppelt werden.
Eher nicht. Wenn jemand so krank ist, dass er sterben möchte, ist mit seinen Organen in aller Regel nicht mehr viel zu machen.

Sterbehilfe ist grundsätzlich sinnvoll. Weil sie dem Grundgedanken des freien Willens und dem Recht der Selbstbestimmung entspricht.
Aber gibt eben Risiken, die man beachten muss. Zum einen der angesprochene finanzielle Gewinn, der Anreize bieten kann, Menschen in die Selbsttötung zu treiben.
Zum anderen aber auch, dass Menschen in solchen Situationen oft nicht die Tragweite ihrer Entscheidung rational bewerten können.
Die echte "Bilanzselbsttötung" ist eher selten.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

26.02.2020 um 22:16
Doors schrieb am 21.09.2018:Da wir schon nicht über den Beginn unseres Lebens frei bestimmen können, sollten wir es wenigstens über das Ende dürfen.
Ich akzeptiere die Entscheidung eines/einer Jeden.
ja, sehe ich genauso.. und ich möchte es auch selbst entscheiden ... ich begrüße erstmal was gerade abgeht, obwohl es ja wohl auch nicht genau raus ist, wie es ablaufen soll.. diese sterbehilfe
Alarmi schrieb am 21.09.2018:Glaube aber nicht, dass ich so etwas von Menschen einfach so akzeptieren koennte, die mir nahe stehen.
mußt du auch nicht ..aber den wunsch, des menschen, der dir nahe steht, solltest du respektieren


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Sterbehilfe - ja oder nein?

27.02.2020 um 01:00
Ich bin für Sterbehilfe und feiere die gestrige Entscheidung Paragraph 117 zu kippen.

Für mich und meine Lieben begrüße ich es außerordentlich und trage niemanden seine/ihre Entscheidung nach.

Auch meine Eltern sind in einem Alter, wo
diese Möglichkeit eine gute Option wäre,
wenn das chronische Leiden sie so quält und sie dem Leben nichts mehr abgewinnen können und wollen.

Selbstbestimmung und Entscheidungsfreiheit schützt mich und meine Lieben vor Qualen und endlosem Leiden.

Ich konnte mir nicht aussuchen, ob ich in diese Welt wollte. Dafür will ich aber meine Freiheit und meinen Willen, mit Hilfe von Ärzten ausüben, wenn ich am Ende kein lebenswertes Leben, ohne Schmerzen mehr
führen kann.


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Sterbehilfe - ja oder nein?

27.02.2020 um 03:10
Das Urteil legt schon mal den Grundstein für eine Bewegung in die richtige Richtung. Andererseits passt es nicht zu der durchökonomisierten "Krankenhausindustrie", in der Patienten Geld kosten und es möglicherweise dazu führen könnte, Kranke zur Sterbehilfe zu drängen. Dafür müsste noch eine Lösung gefunden werden, ansonsten begrüße ich das Urteil. Wieder ein Stück mehr Selbstbestimmung und Menschenwürde.


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