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"Der Mensch braucht Freunde!"

104 Beiträge, Schlüsselwörter: Mensch, Freunde

"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 13:13
Meiner Meinung nach sind Freunde einfach nur da um sich das Leben zu erleichtern oder zu erschweren. Es liegt an der Person, ob er daraus mehr macht.


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 13:15
Ja vllt beschreibst du gerade die guten und schlechten zeiten die man wohl mit freunden erlebt, aber aus einer eigennützigen sicht.


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 15:16
Zum Reden oder gemeinsam etwas unternehmen sind Freunde genauso da wie jemanden nähe zu geben, der Traurig oder einsam ist.
Freunde sind wichtig, sie festigen uns Sozial.


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 15:44
Dass der Mensch nun gleich "wahnsinnig" wird, nur weil er gerade mal keine Freunde hat, halte ich für ein Zweckgerücht von Internet-Kontaktportalen.

Schön, wenn man welche hat, auf die man sich verlassen kann.
Schade, wenn man welche hat, bei denen das nicht der Fall ist.

Aber wirklich "brauchen"? Na, ich weiss nicht.

Soziale Kontakte sicherlich, sonst wird man wunderlich und vertrottelt (so wie ich) - aber sie müssen nicht gleich in Freundschaft ausarten. Dafür sind meine Qualitätsstandards bei Freunden viel zu hoch.


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Braveheart17
ehemaliges Mitglied

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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 15:54
@RageInstinct
RageInstinct schrieb:mensch hört doch mal auf leuten von eurer ach so tollen lebensweise zu erzählen. es ist einfach nur langweilig immer dasselbe zu hören. "zusammen ist man stark" - "gemeinsam schaffen wir das schon". -Natürlich geht es so. Aber es geht auch anders: Allein.
Für dich ist es vielleicht langweilig, weil du enttäuscht bist nicht selbst solche Erfahrungen gemacht zu haben, wenn hier i-welche Leute gerne etwas von ihren Leben berichten wollen, um etwas damit zu zeigen, dann sollen sie es ruhig tun, es zwingt dich keiner das zu lesen.

Und ja, es geht allein, sich durchs Leben zu schlagen, allerdings sagen das meisten Leute die einsam sind, um sich selbst einzureden, alleine stärker zu sein.

Ich will jetzt nicht damit andeuten, das dass bei dir der Fall ist.
RageInstinct schrieb:Jeder darf doch so sein Leben gestalten wie er will oder nicht? Also hört auf mit diesem Mainstream-Geschwatze dass es nur im Kino gibt.
Nur im Kino? Glaubst du wohl was, aber mit so einer Einstellung gibt es wirklich nur im Kino wahre Freunde, für Leute wie dich.
RageInstinct schrieb:Ich will nicht behaupten dass es nicht wahre Freundschaft gibt aber ehrlich gesagt ist sie immer seltener geworden in diesen Zeiten.
Wenn jemand einfach allein viel glücklicher ist, und mir geht es auch so, dann lasst ihn doch.
Ihr verwechselt Einsam mit Allein. Einsam ist man wenn man allein ist aber es nicht will.
Was regst du dich hier so auf, hier zwingt dich keiner ab sofort andere Leute zu treffen.


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 15:58
@RageInstinct

Wieso soll nun ausgerechnet "in diesen Zeiten" wahre Freundschaft immer seltener werden?
Waren die Zeiten früher freundschaftsfreundlicher? Und wenn ja, warum?


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 16:02
"Der Mensch braucht Freunde!"

Sonst wird er wahnsinnig.

Das las ich mal in einem Bio Buch, das habe ich von Kollegen gehört, von Schulkollegen, von Eltern...nur- haha. Hatte nie Freunde.
:) Naja. Der Wahnsinn zeigt sich ja bei jedem anders. ;)


Nee, im Ernst, ich glaube damit ist lediglich gemeint, dass der Mensch soziale Kontakte braucht. Das es das Leben teilweise schöner macht, mit Freunden seinen Weg zu gehen, mag schon stimmen - aber es macht es manchmal auch schwerer, also was solls? ;)


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 16:04
@Moire


Aus der Folterforschung weiss man, dass Isolationshaft Menschen zerstören kann. Aber in solche extremen Situationen bringt sich normalerweise ja niemand freiwillig.


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 16:06
@Doors

Soziale Kontakte hat man ja auch schon, wenn man Arbeiten geht oder so. Ich denke, dass es schwer ist, im "normalen" Leben, sich derart abzuschirmen.
Doors schrieb:Aus der Folterforschung weiss man, dass Isolationshaft Menschen zerstören kann
Stimmt. Hat jemand die Schachnovelle gelesen? Die gibt da einen prima Einblick. :)


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 16:09
@Moire

Ja, gelesen. Und die Forschungsprotokolle der Hamburger Uni aus den 1970ern über "wissenschaftliche Folterforschung", deren Erkenntnisse u.a. auf die Haftbedingungen von RAF-Gefangenen angewandt wurden.


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 16:13
@Doors
Doors schrieb:Und die Forschungsprotokolle der Hamburger Uni aus den 1970ern über "wissenschaftliche Folterforschung"
Wow, wie kommt man denn dazu, sich so etwas durchzulesen?
Findet man das im Inet öffentlich? Würde mich ja auch mal interessieren....


(Wobei ich glaube, diese Art von Forschungen wird überall angewendet. Nicht nur (ehemals) bei der RAF...)


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 16:23
@Moire

Die wurden Anfang der Siebziger dort geklaut.

Veröffentlichungen dazu findest Du in dieser Liste:

http://www.nadir.org/nadir/archiv/PolitischeStroemungen/Stadtguerilla+RAF/RAF/brd+raf/055.html

Hier noch ein Text dazu:

Weisse Folter


Weisse Folter
Guantánamo, Abu Ghraib - kein schwarzes Loch der Erkenntnis
Von Folter und Forschung in der BRD

Von Dieter Drüssel

"Das Gefühl, es explodiert einem der Kopf. Das Gefühl, die Schädeldecke müsste eigentlich zerreißen, abplatzen. Das Gefühl, es würde einem das Rückenmark ins Gehirn gepresst. Das Gefühl, die Zelle fährt. Man wacht auf, macht die Augen auf: die Zelle fährt, nachmittags, wenn die Sonne reinscheint, bleibt sie plötzlich stehen. Man kann das Gefühl des Fahrens nicht absetzen. Rasende Aggressivität, für die es kein Ventil gibt. Das ist das Schlimmste. Klares Bewusstsein, dass man keine Überlebenschance hat. Völliges Scheitern, das zu vermitteln. Besuche hinterlassen nichts. Eine halbe Stunde danach kann man nur noch mechanisch rekonstruieren, ob der Besuch heute oder vorige Woche war. Einmal in der Woche baden dagegen bedeutet: einen Moment auftauen, erholen - hält auch für ein paar Stunden an - Das Gefühl, Zeit und Raum sind ineinander verschachtelt (.)"

So beschrieb die RAF-Gefangene Ulrike Meinhof in den 70er Jahren die Folgen sensorischer Deprivation. Die US-kanadische Folterforschung wurde in den frühen 70er Jahren etwa am Hamburger Universitätsspital weiter entwickelt, angeblich, um bei isolierten LanzeitpPatientInnen, die lange isoliert an lebensrettenden Geräten hängen, Deprivationsphänomene zu mildern. Die 1974 veröffentlichten Resultate fanden sofort Eingang in die bundesdeutsche "Behandlung" von Gefangenen aus linken , bewaffneten Gruppen: "Tote Trakte", in denen Geräusche von ausserhalb der Zelle praktisch inexistent waren; weiss oder in wissenschaftlich bestimmten eintönigen Farben gestrichene Zellen; Unterbindung möglichst jeden natürlichen menschlichen Kontakts durch Einzel- oder Kleinstgruppenisolation etc. Das Prinzip dieser "Weissen" Folter bestand nicht darin, etwa die Augen auszustechen, sondern sie nichts als Monotonie sehen zu lassen. Sensorische Deprivation führt zu schweren körperlichen Schädigungen und so genannten Psychosen und Halluzinationen. Wie das 1977 einer der Hamburger Forscher in der Zeitschrift "Psychologie Heute" 1977 formulierte: "Wenn die Sinne schweigen, sprechen die Nerven". Voraussetzun für die, wird sie vom "Feind" betrieben, korrekt "Gehirnwäsche", wird sie selber angestrebt, "Reue" genannte Verhaltensänderung. Was die Reaktionen sind, wenn nicht alles nach Wunsch klappt, zeigt die aktuelle Hetze um eine "vorzeitige" Haftentlassung des Ex-RAF-Gefangenen Christian Klar - voller bösartiger Wut, dass da einer nach 25 Jahren Gefängnis nicht untertänig geworden ist. In seiner zum "Skandal" genommenen Grussbotschaft an die Berliner Rosa-Luxemburg-Konferenz vom vergangenen Januar formulierte Christian Klar die Hoffnung, dass es uns in Europa gelinge, auch dank Inspiration aus Lateinamerika, "die ökonomisch gerade abstürzenden großen Gesellschaftsbereiche den chauvinistischen "Rettern"" zu entreissen und so "die Tür für eine andere Zukunft aufzumachen".

Wie bewusst Forschung und Repressionsapparat ihr Tun schon lange ist, zeigt folgendes Zitat von 1956: "Die speziellen Auswirkungen der Isolation, Angst, Ermüdung, Schlafentzug, unangenehmer Temperatur (.) führen bei nahezu allen Gefangenen zu Störungen im Stimmungshaushalt und des Verhaltens. Der KGB begreift diese Angriffe nicht als 'Folter'. Sie beteuern, dass sie 'keine Gewalt oder Folter einsetzen, um Informationen von Gefangenen zu bekommen'. Aber alles bereitet dem Gefangenen grosses Unbehagen und führt zu einer Anzahl von Störungen im Körperhaushalt. Es gibt keinen Grund, diese Art von Behandlung von Folter zu unterscheiden", hielten damals Hinkle und Wolff fest, die für das kanadische Verteidigungsministerium die Folter der sensorischen Deprivation erforschten (aus Hartwig Hansen, Horst Peinecke: Reizentzug und Gehirnwäsche in der BRD. Libertäre Assoziation, 1981. Eine ausgezeichnete kleine Schrift zweier Hamburger Psychologiestudenten, die, entsetzt vom Vernichtungsgehalt "humanitärer" Wissenschaft, Szenarien aus Deprivationsexperimenten mit Aussagen von Gefangenen verglichen, die in der BRD der Reizfolter unterzogen worden waren.).

Das dies Folter ist, war damals klar und wird seither geleugnet. Etwa so: "Die Propaganda mit der "Isolationsfolter" erwies sich als grosser Erfolg: Eine zweite Generation der RAF wurde dadurch rekrutiert. Wie Jörg Herrmann anschaulich belegt, konnte von strengen Haftbedingungen nicht die Rede sein. Folgende Zeitschriften gelangten legal ins Gefängnis: das "Deutsche Waffenjournal", die "Waffenrevue", die "Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift", "Der Sprengmeister - Neuzeitliche Sprengtechnik"" (NZZ, 3.3.07: Wer war Andreas Baader?). Wer ein blaues T-Shirt trägt, ertrinkt nicht ... Ob bloss aus warenfetischistischem Kretinismus oder bewusstem Komplizentum - die Folter wird gedeckt.

Zuweilen vermittelt man, 30 Jahre nach der Tat, den Foltergehalt der sensorischen Deprivation doch noch - in homöopathischer Dosierung: "Die RAF-Mitglieder wurden zeitweise nicht nur völlig von jedem menschlichen Umgang abgeschottet, sondern auch durch Sichtblenden und Schallschutzmassnahmen optisch und akustisch isoliert. Eine rund um die Uhr brennende Beleuchtung der in hellem Weiss gestrichenen Zellen und temporäre Unterkühlung gehörten ebenso zu einer Art des Strafvollzugs, die nach Ansicht von Anstaltsärzten und Gutachtern zu Gesundheitsschäden führte"(NZZ, 3.2.07: Der Rechtsstaat und die Zeiten des Terrors).

Aber freuen wir uns nicht zu früh: Wenn Organe wie dieses Blatt der Kriegstreiber "dunkle Grenzbezirke" ausloten, die "auch demokratische Gemeinwesen betreten, wenn sie sich in ihrer Existenz durch Terrorismus bedroht sehen" (ibid.), steht zu befürchten, dass das letztlich affirmativ gedreht wird. Vergessen wir nicht, dass nach dem 11. September 2001 Organe wie die Weltwoche fasziniert das Für und Wider von Folter "erörterten" und der Zürcher Staatsanwalt Ulrich Weder die Vorzüge von Gewaltanwendung bei Verhören testen wollte. Und auch die Bundeskriminalpolizei hat einen - wie muss man sagen? - "unverkrampften" Bezug zu Guantánamo.

*

Quelle:
Correos de Centroamérica Nr. 149, 20. April 2007, S. 8
Herausgeber: Zentralamerika-Sekretariat, Zürich
Redaktion: Röntgenstrasse 4, 8005 Zürich, Schweiz
Tel.: 0041-(0)44/271 57 30
E-Mail: zas11@access.ch

Correos erscheint viermal jährlich.
Abonnement: 45,-- Fr

veröffentlicht im Schattenblick zum 23. Mai 2007


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 16:36
@Doors

Krass. Ich danke dir. Da wird einem ganz flau im Magen, wenn man das liest...
Nicht zu fassen, da sind die soweit im Erforschen des Unterbewusstem und dann machen die sowas damit. *kopfschüttel*


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 16:53
Jeder Mensch braucht einen Freund! Jeder Mensch hat irgendwann mal das bedürfniss sich auszutauschen (sich etwas von der Seele zu reden ) etc. Es kann mir niemand erzählen das er oder sie nur allein sein mag und nicht angesprochen/angefasst werden will!!!
Das ist völligst gegen die menschliche Natur!
Völligster Quatsch..........Meine Meinung!!!!


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 16:54
@pep
pep schrieb:Jeder Mensch hat irgendwann mal das bedürfniss sich auszutauschen
Rein theoretisch braucht man dazu aber keine Freunde. Es reicht ein zufälliger sozialer Kontakt. ;)


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 17:11
Oder die Telefonseelsorge.


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Braveheart17
ehemaliges Mitglied

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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 17:12
@Moire
Moire schrieb:Rein theoretisch braucht man dazu aber keine Freunde. Es reicht ein zufälliger sozialer Kontakt.
Man tauscht sich aber nicht mit zufälligen Menschen die man gerade trifft oder normale Bekannte unbedingt über alles aus, nur mit Leuten denen man schon etwas vertraut und mit den man gut reden kann und das sind eben Freunde.


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 17:18
@Braveheart17
Braveheart17 schrieb:Man tauscht sich aber nicht mit zufälligen Menschen die man gerade trifft oder normale Bekannte unbedingt über alles au
Wenn man keine Freunde hat, schon. Hab ich schon oft genug erlebt.

Aber bevor man mich falsch versteht:
Ich halte Freunde für extrem wichtig. Sie sind das Sahnehäubchen im Leben, die Leiter, wenn man in ein Loch gefallen ist, die Hoffnung, wenn man nicht mehr weiter weiß und der Lebensfunke, wenn man im Krankenbett liegt. Sie sind Komiker und Erzieher in einem.


Es geht mir nur darum, dass rein theoretisch ein Freund nicht nötig wäre, um nicht durchzudrehen. Wahnsinnig kann man mit Freunden genauso werden. ;) (Manchmal auch gerade weil)


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 17:20
@Braveheart17


"Man tauscht sich aber nicht mit zufälligen Menschen die man gerade trifft"


Aha, und warum, verdammt noch mal, gerate ich auf Bahnfahrten oder Flügen immer auf den Platz neben Menschen, die scheinbar sonst niemanden haben, dem sie von ihren gesundheitlichen Wehwehchen, psychischen Störungen, finanziellen Sorgen oder sexuellen Bedürfnissen erzählen können?


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"Der Mensch braucht Freunde!"

21.10.2010 um 17:26
Jeder Mensch hat irgendwann mal das bedürfniss sich auszutauschen

Rein theoretisch braucht man dazu aber keine Freunde. Es reicht ein zufälliger sozialer Kontakt.
Ja.. aber manchmal gibt es halt Situationen, die man gerne mit einer Person bespricht, die einen auch gut kennt, vorallem wenn man Verhaltensweisen reflektiert.
Ausserdem möchte ich fremden nicht gerne irgendwas privates/inimes anvertrauen.


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