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Ist Arbeit ein erstrebenswertes Ziel, oder ein notwendiges Übel?

784 Beiträge, Schlüsselwörter: Geld, Arbeit, Sinn, Lebenssinn, Wohlstand, Idealismus, Versklaven

Ist Arbeit ein erstrebenswertes Ziel, oder ein notwendiges Übel?

12.10.2012 um 17:59
Um meine Theorie, die ja eigentlich keine Theorie ist, sondern zu 100% auf Fakten beruht, zu bekräftigen, habe ich mir gerade eben mal die Mühe gemacht und mir den Jahresabschluss, sprich die Bilanz, der Siemens AG von 2011 angeschaut. Ist im Internet öffentlich einsehbar. Einfach danach googlen.

Dort steht, dass Siemens in 2011 269 Mio. € Zinseinnahmen und 172 Mio. € Zinsausgaben hatte. Das ergibt eine Gesamtzinssumme von 441 Mio. €.

441 Mio. € Zinsen! Und das ist nur ein einziges Unternehmen auf dieser Welt. Geld, das entstanden ist, nur, weil irgendwo Geld herumliegt. Ich frage euch: Ist das noch normal?

Und dieses Geld, also die Zinsen, müssen ja von irgendjemanden erwirtschaftet werden. Und ratet mal von wem? Das wissen wir alle.

Und jetzt stellt euch nur mal den Staatshaushalt vor. Dort sprechen wir von Milliarden. Und wenn wir uns die Welt ansehen, sprechen wir von Billionen.

Billionen von Euro, Dollar, Yen - weiß der Kuckuck was, die wir alle, die nicht von Zinsen profitieren und leben können, erwirtschaften müssen.

Diese Summen zahlen wir alle über den Konsum und unsere Arbeit, also die Steuern, mit.

Geld arbeitet nicht! Geld in hochkonzentrierter Menge erschafft neues Geld - das irgendwer erwirtschaften muss.

Ergänzend hinzugefügt: In 2010 betrug die Zinsausgabe bei Siemens "nur" 96 Mio. € - also knapp die Hälfte als in 2011.


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Ist Arbeit ein erstrebenswertes Ziel, oder ein notwendiges Übel?

12.10.2012 um 18:07
@Kybernetis
"damit ein System wie die soziale Marktwirtschaft funktionieren kann, alle packen mit an und Menschen die das nicht mehr können oder ihren Job verloren haben helfen wir damit unter die Arme indem wir arbeiten und überschuss erzeugen."

das ist ein irrtum, es bedarf nicht der arbeitskraft aller mitglieder einer gesellschaft in einem hochind
ustrialisierten land. das ist romantik. und wo liegt denn mathematisch der unterscheid zwischen einem b00nsai, der gern af arbeit verzichtet und einem b00nsai, der keine arbeit bekommt?
der produzierte überschuss, den du ja selbst erkannt hast, bleibt erhalten.
der von dir intendierte fall, es könne wie bei einem dominoeffekt dazu kommen, dass immer weniger arbeiten gehen, ist in keiner weise abzusehen und daher ein reines gedankenspiel, wirtschaft hingegen ist eine sozialwissenschaft und wird empirisch und faktenorientiert betrieben.


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12.10.2012 um 18:13
@Hypnosekröte

Natürlich ist das ein Gedankenspiel weil es zum Glück noch nicht eingetroffen ist, was aber nicht heißt das es nicht eintreffen kann. Der Überschuss bleibt nur solange erhalten, solange ein bestimmter Prozentsatz für die Allgemeinheit arbeitet, wird dieser Prozentsatz unterschritten, weil sich z.B Leute denken, man eigentlich habe ich kein bock mehr darauf für B00nsai den ganzen Tag zu arbeiten kann sich der spieß schnell umdrehen und es wird eben kein Überschuss mehr produziert. Ist eigentlich nicht so ganz schwer zu verstehen! Deshalb sollten alle hebel in bewegung gesetzt werden das es soweit niemals kommen kann, das eben nur Leute die es wirklich nötig haben Geld bekommen und die Schmarotzer eben doch arbeiten gehen müssen...Dieser Supergau tritt doch gerade z.B bei den Renten ein!!!

Das Geld was für solche Leute verschwendet wird, kann man viel besser in Bildung und Forschung stecken, auch in Forschung für ein neues System ;)


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12.10.2012 um 18:21
@Kybernetis

Mit Verlaub. Das, was ich hier so lesen muss, ist Stammtischgeschwätz. Genau diese Dinge und "Argumente" kann ich mir an jedem Wirtshausstammtisch anhören. "Die Arbeitslosen sind Schuld an der Situation!" Gestern warens noch die Griechen. Und letztes Jahr, glaube ich, waren es die Ausländer. Übermorgen sind dann die Muslime dran.

Ich sage es nochmal: Selbst, wenn wir die Vollbeschäftigung hätten, würde es uns keinen Deut besser gehn.

Und wenn wir endlich von diesem kranken Geldsystem wegkommen und Arbeit sich wieder "lohnt", der ganze Wachstums- und Konsumdruck, sowie das Gefühl der "Knechtschaft" verflogen sind, werden auch automatisch wieder mehr Menschen Lust haben, arbeiten zu gehn.

EDIT: Mit Stammtischgeschwätz habe ich nicht dich persönlich gemeint, sondern die allgemeine Meinung, die in diesem Lande herrscht. Bitte nicht angegriffen fühlen!


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Ist Arbeit ein erstrebenswertes Ziel, oder ein notwendiges Übel?

12.10.2012 um 18:22
@Hypnosekröte
@leberkashawaii
@b00nsai
@Kotzi
Hypnosekröte schrieb:das ist ein irrtum, es bedarf nicht der arbeitskraft aller mitglieder einer gesellschaft in einem hochind
ustrialisierten land. das ist romantik. und wo liegt denn mathematisch der unterscheid zwischen einem b00nsai, der gern af arbeit verzichtet und einem b00nsai, der keine arbeit bekommt?
der produzierte überschuss, den du ja selbst erkannt hast, bleibt erhalten.
der von dir intendierte fall, es könne wie bei einem dominoeffekt dazu kommen, dass immer weniger arbeiten gehen, ist in keiner weise abzusehen und daher ein reines gedankenspiel, wirtschaft hingegen ist eine sozialwissenschaft und wird empirisch und faktenorientiert betrieben.
Das hier kann ich auch wieder voll unterschreiben.

Wir haben alle möglichen Automatismen die Waren/Güter produzieren, der Aufwand diese in Gang zu halten ist nahezu minimiert. Wir produzieren also Güter und nur wenige müssen dafür arbeiten. Der Gewinn aus diesen Gütern wird aber auch von Wenigen eingesackt die sich dann Privatflugzeuge, Jachten usw leisten und Champanger pissen und Kaviar.... - lassen wir das. Jedenfalls ist es weniger schlimm, dass es Leute wie @b00nsai gibt die man ganz locker auch bei einer Arbeitsleistung von 20% arbeitender Bevolkerung mit durchfüttern könnte, das größere Problem ist wie ich schon gesagt habe der Krake der nahezu alles Erwirtschaftete auffrisst, damit dann spekuliert und dann auch noch den Arbeiter dafür über Steuern blechen lässt wenn er Verluste fährt.

Ich muss mich wirklich wundern was manche Leute hier unter Volkswirtschaft verstehen. Wenn man keinerlei Ahnung hat wie ein System funktioniert ist es natürlich leicht und bequem alle Schuld den H-IVlern unter zu jubeln. De facto ist es nämlich tatsächlich völlig wurst ob jemand arbeiten möchte und nichts bekommt, weil es auch gar nicht so viele Stellen zu besetzen GIBT, oder ob derjenige gleich gar nicht mag. Die Zahlen die hinten heraus kommen sind exakt identisch.

Es wird auch niemals der Fall eintreten, dass keiner mehr arbeitet, weil - wie ich - es immer Menschen geben wird, denen es schlichtweg zu fad ist zu Hause zu hocken und Löcher in die Luft zu starren. Es gibt mehr als genug interessierte Idealisten die auch bei BGE noch gerne arbeiten würden.

Liebe Grüße


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12.10.2012 um 18:24
@leberkashawaii

Ich habe nie behauptet das die Arbeitslosen an allem schuld sind, solltest mal besser lesen! Die meisten suchen es sich nicht aus arbeitslos zu sein, es ist nur für mich völlig unverständlich vorsetzlich arbeitslos zu sein so wie B00nsai und beim Amt immer zu lügen damit man weiterhin Geld bekommt um nur nicht zu arbeiten! Mit dem Geld was für so jemanden verschwendet wird könnte man so viel besseres tun...


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12.10.2012 um 18:26
@Kybernetis

Ich finde das besser, als für seine Millionen oder Milliarden Zinsen zu kassieren. Schonmal darüber nachgedacht?

Viel Kapital + Zinsen = Knechtschaft anderer


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12.10.2012 um 18:27
@Kybernetis

Ich schliesse mich da @leberkashawaii an:

Es ist schon auch eine Lüge, wenn einer sich in einem Unternehmen bewirbt, weil er seinen Job soooo gerne macht. Sagst DU, dass Du den Job brauchst, weil Du halt einfach arbeiten musst oder lügst Du nicht auch?

Und wenn ich schon lese, dass Geld für einen MENSCHEN verschwendet ist, während man Essen tonnenweise wegwerfen kann und Steuern Milliardenweise verbrennen kann, dann sagt das sehr viel über Dein Wertesystem aus. ICH jedenfalls ernähre lieber 1000 Bonsais bevor ich einem Banker die Hand reiche.

Liebe Grüße


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12.10.2012 um 18:28
@leberkashawaii

Also ist es für dich in Ordung das wegen der Faulheit einzelner alle anderen bestraft werden die es wirklich nötig hätten Geld zu bekommen! Das wegen solche Leuten die Bezüge immer geringer ausfallen werden und man sich immer mehr Kontrollen unterziehen muss um Geld zu bekommen! Z.B wird schon lange an einigen Kürzungen gedacht, denn Kosten wie Zigaretten und Alkohol möchte der Staat nicht mehr mitfinanzieren...


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12.10.2012 um 18:30
@Kybernetis
Kybernetis schrieb:Also ist es für dich in Ordung das wegen der Faulheit einzelner alle anderen bestraft werden die es wirklich nötig hätten Geld zu bekommen!
Ich glaube, Du verstehst nicht wie Wirtschaft, Kapitalismus und soziales Menschenleben funktionieren und zusammen hängen oder ?

Liebe Grüße


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12.10.2012 um 18:31
@Kybernetis

Den Zusammenhang musst du mir bitte erklären?

Aber ich versuchs mal selber. Du glaubst, dass wenn alle Menschen, die keine Lust auf Arbeit haben, arbeiten würden, mehr für die Leute übrig bleibt, die nicht arbeiten gehn können?


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Ist Arbeit ein erstrebenswertes Ziel, oder ein notwendiges Übel?

12.10.2012 um 18:32
Es ist doch wirklich eine verschwindend geringe Anzahl Menschen, die nicht arbeiten möchten.

Wenn die Motivation dazu fehlt, warum sie zwingen? Was bitte schön soll ich mit einem unmotivierten Mitarbeiter?
Da ist es mir lieber, die wenigen Menschen mit zu finanzieren. Unser System gibt das her, also soll/kann sich jeder bedienen.


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Ist Arbeit ein erstrebenswertes Ziel, oder ein notwendiges Übel?

12.10.2012 um 18:35
@Kybernetis

Wenn du dich nur ein wenig mehr auf meine Argumente und Fakten einlassen würdest, würdest du merken, dass dieser Gedankengang nicht stimmt.

Selbst wenn alle "Faulen" arbeiten würden, hätten die "Kranken" auch nicht mehr Geld. Und wir Arbeiter auch nicht. Aber das geht leider in die Köpfe der meisten Menschen nicht rein.

Du glaubst, dass die Untätigkeit der wenigen "Faulen" alle anderen bluten lässt.

Ich sage dir, dass das imense Kapital einiger weniger die GESAMTE MENSCHHEIT bluten lässt.


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12.10.2012 um 18:36
@leberkashawaii

Genau so ist es !

Liebe Grüße


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12.10.2012 um 18:36
@WangZeDong

Danke!


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Kurosagi
ehemaliges Mitglied

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Ist Arbeit ein erstrebenswertes Ziel, oder ein notwendiges Übel?

12.10.2012 um 18:38
Man kann es sehen wie man will.

Man muss arbeiten um zu überleben, gleichzeitig sollte man aber auf etwas dafür berufen sein, das es ein vll Spaß macht oder man eine wichtige Ansicht zu seinen Job hat.

Ich gehe gern arbeiten und bin froh das ich so was wie eine Aufgabe habe.

Der Mensch braucht eine Aufgabe, sonst fühlt er sich doch zu nichts gebraucht oder etwa nicht?


Und lieber arbeitet man und man verdient sich sein eigenes Geld, anstatt von der Unterstützung anderer zu leben.


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12.10.2012 um 18:40
@Kurosagi
Kurosagi schrieb:Man kann es sehen wie man will.
Leider nicht, mein Freund. Denn Fakten sind nunmal Fakten. Das ist hier keine Sache von Meinungen oder Ansichten, sondern von Fakten. Ich hab mir das alles ja nicht bei den Haaren herbeigezogen, sondern hinter die Kulissen geschaut.

Wobei ich zugeben muss, dass ich nicht von alleine darauf gekommen bin, überhaupt hinter die Kulissen schauen zu wollen.


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Ist Arbeit ein erstrebenswertes Ziel, oder ein notwendiges Übel?

12.10.2012 um 18:44
@Kybernetis

Deshalb distanziere ich mich von Politikern. Die könnten nämlich mit am Stammtisch sitzen - zumindest alle bis auf wenige Ausnahmen. Das sind nur Akteure in diesem großen Spiel.


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Kurosagi
ehemaliges Mitglied

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Ist Arbeit ein erstrebenswertes Ziel, oder ein notwendiges Übel?

12.10.2012 um 18:44
@leberkashawaii

Ich ging nicht auf deine Fakten oder Meinung ein.

Sondern meinte allgemein das Arbeiten als Übel angesehen werden kann, aber auch als Ziel.

Man arbeitet um zu überleben, das ist das Ziel, gleichzeitig vll auch weil es ein wichtig ist.
Das Übel ist das es ein vll nicht so viel Spaß macht.


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