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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

106 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Liebe, Gesellschaft, Sex ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Dr.Precht Diskussionsleiter
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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

08.10.2011 um 00:33
Guten Abend,

Emanzipation. Unter Emanzipation verstehe ich bei diesem Hintergrund die Angleichung der Rechte von Menschen, die sich in Aussehen, Herkunft, Geschlecht, Rasse und ähnlichem unterscheiden. Zurecht klagten Frauen über Benachteiligung, teilweise zurecht klagen sie deswegen noch Heute. Doch muss in unserer Gesellschaft, muss im Bezug auf die Liebe eigentlich nur die Frau in ihren Rechten angepasst und aus ihrer Rolle der Kinder versorgenden, kochenden Hausfrau gehoben werden? Wie steht es um den Mann? Wie steht es generell um das Verhältnis im Bezug zur Liebe und Partnerschaft?

Ist es eigentlich noch zeitgerecht, wenn Mann die Frau erobern und ansprechen sollte?
Wäre es zeitgerecht wenn die Frau den Mann erobern und ansprechen sollte?
Wäre es nicht schön, gerecht und vor allem zeitgerecht, wenn Wir einfach einander erobern würden? Befreit von Rollen und auch in diesem Sinne emanzipiert?
Oder bedeutet Emanzipation für euch als Mensch nur, sich anzugleichen wenn dadurch ein Vorteil erlangt wird?

Wie verhält es sich Heute und wie sollte es sich eurer Meinung nach verhalten in der Liebe und Partnerschaft?


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

08.10.2011 um 00:54
Hallo!

Das ist ein sehr interessantes Thema, wie ich persönlich finde. Ich bin natürlich generell für eine vollkommene Gleichberechtigung von Männern, Frauen, Moslems, Christen, Russen, Deutschen, Akademikern, Handwerkern etc. Allerdings plädiere ich eben nicht für eine absolute Gleichschaltung, weil ich der Meinung bin, dass diese die biologische Natur von Menschen "vergewaltigen" könnte. Menschen sind nun einmal individuell, was u. a. auch genetisch bedingt ist. Ein Schwarzer muss beispielsweise nicht weiß werden, um die gleiche Würde zugesprochen zu bekommen wie ein Hellhäutiger. Daher finde ich es bezüglich der Emanzipation inakzeptabel, wenn sich Frauen, die sich innerlich eigentlich für Kinder und Familie entscheiden möchten, aufgrund wirtschaftlich-gesellschaftlicher Zwänge und Forderungen diese Wünsche nicht erfüllen können und dürfen! Oft hört man ja, wie solche Frauen sich selber degradieren, indem sie sagen: "Ich bin NUR Hausfrau und Mutter." Ich finde, dass die Kindererziehung einem 24-Stunden-Job gleichkommen kann und dass der Elternberuf eine viel ausgeprägtere gesellschaftliche Anerkennung und Achtung genießen müsste! Es ist furchtbar, dass der Wert eines Menschen mit seiner Wirtschaftsproduktivität korreliert und dass der Sinn und das Herz für Kinder und Familie darunter zugrunde gehen!!!

In einer Beziehung gilt aus meiner Sicht für Frau und Mann, dass sie beide feminine und maskuline Seiten in sich entwickeln sollten. Das bedeutet, sie sollten einerseits empathisch, hingebungsvoll und sensibel sein, andererseits aber auch durchsetzungsfähig, eroberungssicher, siegessicher und Struktur setzend. Ich erobere beispielsweise meinen Freund, wenn ich mit ihm intim werde. Ich setze dafür meine weiblichen Verführungskünste ein, vor allem die Augen, den Mund und subtile Gesten.^^ Das signalisiert meinem Freund, dass ich ihn will, dass ich ihn liebe, dass ich ihn begehre... Genauso gern spüre ich sein Verlangen nach meiner (körperlichen) Nähe. Denn dieses demonstriert wiederum mir meine Wichtigkeit und Bedeutsamkeit für ihn. Mit anderen Worten: Ein ausgewogenes Verhältnis ohne Benachteiligungen halte ich für vorteilhaft.

Viele Grüße

Rosalie


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

08.10.2011 um 06:03
ich denke emanzipation hängt stark von der persönlichkeit und der erziehung der person ab. der mensch wird gleich nach seiner geburt von seinen eltern, unserer gesellschaft und von seinen eigenen erfahrungen geprägt. aus der verbindung dieser konponenten und dem was wir selbst mitbringen entwickelt sich unsere persönlichkeit / karakter.

was ich so beobachte ist, das sich männer meistens frauen suchen die sie dominieren können aber auch frauen wollen meistens einen mann wo sie das gefühl haben beschützt und geleitet zu werden. das liegt eindeutig an der erziehung und ist ausserdem das bild das uns vorgesetzt wird auch in den medien und aus der geschichte unserer vorfahren. viele denken sich so verhalten zu müssen weil es einfach die rolle der frau bzw. des mannes ist so zu sein, es wird quasi ewartet das frauen zu männern aufsehen, ihnen "dienen", kinder gebären ectr. und männer das starke geschlecht sind, das familienoberhaupt.

nur wer aus diesen uns frauen und männern auferlegten rollen ausbrechen kann quasi gegen den strom schwimmt, ein starkes selbstbewusstsein sowie selbstwertgefühl hat, sich seiner persönlichkeit bewusst ist wird sich anderst verhalten.

aus meiner erfahrung heraus haben es dominante, selbstbewusste frauen schwer den richtigen partner zu finden weil ein großteil der männer sich diesen frauen unterlegen fühlen und es ihnen nicht liegt eine gleichberechtigte beziehung einzugehen .... wo wir wieder bei der erziehung angelangt sind :)

und sind wir uns doch ehrlich, erobert eine frau einen mann statt umgekehrt dann wird sie doch gleich als "schlampe" angesehen wel es nicht der rolle/bild der frau entspricht die iniziative zu ergreifen. männer benutzen solche frauen für eine nacht, spielen mit ihnen und das wars dann auch schon .....

perfekt ist es wenn personen aufeinander treffen die frei von diesen männer / frauen klischee sind und eine neutrale erziehung genossen haben. nur solche menschen können sich aufeinander einstellen, eine ausgewogene, gleichberechtigte partnerschaft führen.

in meinen augen hat das nicht viel mit emanzipation zu tun sondern mit erziehung, persönlichkeit gegenseitigen respekt und einer neutralen grundeinstellung gegenüber dem anderen geschlecht.


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

08.10.2011 um 09:07
Zitat von -Therion--Therion- schrieb:und sind wir uns doch ehrlich, erobert eine frau einen mann statt umgekehrt dann wird sie doch gleich als "schlampe" angesehen wel es nicht der rolle/bild der frau entspricht die iniziative zu ergreifen. männer benutzen solche frauen für eine nacht, spielen mit ihnen und das wars dann auch schon .....
Frauen wollen Körbe verteilen, aber keine Körbe erhalten. Ich wurde in meiner langjährigen "Schürzenjägerlaufbahn" nur zweimal (ernsthaft) angemacht. Die Besoffenen sind da jetzt natürlich nicht mit eingerechnet.

In dieser Zeit habe ich aber sicher 2-300 Frauen angesprochen. Und ich habe jetzt nicht einfach jede angesprochen. Aber nur so viel zum Thema Gleichberechtigung.
Zitat von -Therion--Therion- schrieb:aus meiner erfahrung heraus haben es dominante, selbstbewusste frauen schwer den richtigen partner zu finden weil ein großteil der männer sich diesen frauen unterlegen fühlen und es ihnen nicht liegt eine gleichberechtigte beziehung einzugehen .... wo wir wieder bei der erziehung angelangt sind :)
Wenn Frauen als dominant und selbstbewusst bezeichnet werden, dann ist das manchmal halt auch nur eine nette Umschreibung für eine schwierige Frau.

Emodul


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

08.10.2011 um 09:51
Wieso erobern? Wenn man was für einander empfindet, braucht doch niemand erobert werden.
Früher hat es sich für ne Frau vielleicht nicht gehört und darum musste der Mann den ersten Schritt machen.


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

08.10.2011 um 10:22
Ja find ich auch, wir sollten uns alle gegenseitig erobern ... :D


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

08.10.2011 um 11:10
Besser als die Eroberung ist ja eigentlich das Suchen und Finden eines Menschen, der die eigenen Schwächen mildert und die Stärken hervorhebt. Also wenn man so will das Gegenstück zum eigenen Selbst, das aber doch ähnlich genug ist um als Spiegelbild zu dienen, also sich in ihm wiederzuerkennen. Erobern vielleicht auch, weil man Menschen nicht in jeder Situation als konsistentes Ganzes erlebt. Also muss man kämpfen um den anderen Menschen vollumfänglich zu verstehen, oder auch darum kämpfen, und das ist wohl das erobern, dass das Gegenüber das eigene Selbst vollumfänglich wahrnimmt.

Wenn es um verschiedene Lebenskonzepte geht, und das Aufdrängen dieses Lebenskonzeptes auf das des Gegenübers, in dem man das eigene dem anderen überstülpt, oder das des anderen herabsetzt, oder es in frage stellt, in dem man dessen Fehlerhaftigkeit aufzeigt, dann meine ich, war die Suche nicht erfolgreich.


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

08.10.2011 um 11:36
@emodul
Zitat von emodulemodul schrieb:Wenn Frauen als dominant und selbstbewusst bezeichnet werden, dann ist das manchmal halt auch nur eine nette Umschreibung für eine schwierige Frau.
sprichst du frauen keine dominanz oder selbstbewusstsein zu ?

ich spreche von frauen die wissen was sie wollen und noch besser wissen was sie nicht wollen, die mit beiden beinen fest im berufsleben stehen vielleicht sogar selbständig sind. frauen die kein interesse daran haben kinder in die welt zu setzen oder hinter dem herd zu landen und ihren mann von hinten bis vorne zu bedienen.

frauen die sich nicht sagen lassen was sie tun oder zu lassen haben sondern ihren persönlichen weg gehen. ich spreche von Frauen die keine männer brauchen um einen nagel in die wand zu schlagen oder ein zimmer auszumalen ectr. solche frauen meistern selbständig ihr leben ohne auf andere angewiesen zu sein ..... bezeichnest du solche frauen als schwierig ?

für mich sind genau solche frauen selbstbewusst mit einer gewissen art von dominanz und selbstwertgefühl die einfach ein bewusstsein für sich selbst entwickelt haben.

oder denkst du dabei eher an frauen bei denen sich alles um schuhe, kosmetik, kleidung und um ihr äußeres dreht. die den ganzen tag herumzicken und denen man sagen muss wo es langgeht ?
wenn du diese frauen meinst dann gebe ich dir recht das sie schwierig sind :)

... diese art von frauen haben aber weder dominanz geschweige denn ein richtiges selbstbewusstsein ...... wer selbstbewusst ist hat es nämlich nicht nötig sein augenmerkt auf sein äußeres zu lenken .... selbstbewusste frauen und auch männer wirken alleine durch ihre persönlichkeit.


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

08.10.2011 um 11:56
Der, der was will, soll es sich nehmen bzw. versuchen zu nehmen. Das soll jetzt natürlich nicht heißen, dass das gegen den Willen des anderen erfolgen soll. Soll nur ausdrücken, dass ich der Meinung bin, dass wenn mal eine Frau einen Mann haben sollen wollte, sie sich nicht drauf verlassen sollte, dass der sie auch irgendwann mal will und erobert.

Wenn der sich dann halt für eine andere entscheidet, obwohl sie eigentlich auch gut zusammen harmonieren würden - er aber auf Grund irgendwelcher Faktoren(z. B. wurde er vielleicht gar nicht wirklich auf sie bzw. ihre Vorzüge aufmkerksam, da er wenig Kontakt zu ihr hatte bzw. nur in einem Umfeld, in dem sie auf Grund der äußeren Situatin zu anderem Verhalten gezwungen war und er den Rest von ihr nie kennenlernte) sich nicht entscheidet, sich ihr anzunähern, dann hat sie halt Pech gehabt und darf nicht rumjammern, weil er doch so ein schlechter Kerl ist und sie nicht erobert hat und das hätte tun müssen.

So einfach isses. Und ob die Frau gleich als Schlampe gilt... na ja. Dachte eher, die wären solche, die "sich leicht erobern lassen", d. h. jeden nehmen, der auf sie zukommt. Eine die z. B. sich generell die Kerle selber raussucht kann ja auch sehr wählerisch sein und nur alle paar Jahre mal einen finden, der ihr gefällt, weil sie z. B. hohe Ansprüche hat. Die ist dann sicherlich doch keine Schlampe. Zumindest würde ich sie dann nicht so bezeichnen.

Weiterhin stellte ich das mit den Gegensätzen in Frage und bin auch der Meinung, dass es eher passt, wenn man mehr Ähnlichkeiten hat. Sicher: Ein paar unterschiedliche Interessen könnten interessant sein, aber ist man komplett das Gegenteil voneinander, dann passt das vermutlich nicht. Man findet ja auch in der Regel zu ähnlicheren Leuten, da man mit diesen mehr Kontakt hat - die Aktivitäten, für die man sich interessiert, bei denen trifft man eben auch andere ähnliche Leute die sich auf für diese Aktivitäten interessieren. Und wenn man dort bei diesen Aktivitäten aktiv ist verbringt man ja Zeit mit diesen Leuten. Mehr als mit Leuten die dann gerade zu diesem Zeitpunkt lieber was anderes tun und würden und dies auch tun. Und je mehr Kontakt man mit einer Person hat, desto positiver erscheint einem diese in der Regel, da man sich einfach an sie gewöhnt.

Zum "Gleich und gleich gesellt sich gern" finden sich auch, wenn man googlet viele Links. Müsste mal das Gegenbeispiel suchen "Gegensätze ziehen sich an" - da gibts vermutlich aber auch Gegenmeinung und gegensätzliche Studienergebnisse, wie in vielen Fällen.
Hier mal ein Link, der "Gleich und gleich gesellt sich gern" unterstützt: http://www.sueddeutsche.de/leben/partnerwahl-gleich-und-gleich-gesellt-sich-gern-1.700044


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Dr.Precht Diskussionsleiter
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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 04:46
@martialis
Zitat von martialismartialis schrieb:Wieso erobern? Wenn man was für einander empfindet, braucht doch niemand erobert werden.
Früher hat es sich für ne Frau vielleicht nicht gehört und darum musste der Mann den ersten Schritt machen.
Hältst du es nicht für anachronistisch, wenn du davon ausgehst, Beziehungen resultieren primär aus bereits bestehenden Bekannt- und Freundschaften? Den "interessanten" Menschen hat man entweder an seiner Seite oder nicht im Bekannten bzw. Freundeskreis, damit es nicht zu Problemen kommt.
Dies ist mein Eindruck vom aktuellen Normalfall der Situation. Was denkst du darüber?


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Dr.Precht Diskussionsleiter
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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 04:53
@DeadPoet
Zitat von DeadPoetDeadPoet schrieb:Besser als die Eroberung ist ja eigentlich das Suchen und Finden eines Menschen, der die eigenen Schwächen mildert und die Stärken hervorhebt. Also wenn man so will das Gegenstück zum eigenen Selbst, das aber doch ähnlich genug ist um als Spiegelbild zu dienen, also sich in ihm wiederzuerkennen.
Ohne das Erobern im Sinne des Ansprechen - des umgangssprachlichen: auf einen zugehen -, irrelevant wie man es näher definiert, wird eine Beziehung gar nicht zu Stande kommen können.
Sei denn man ist sich bereits bekannt und nähert sich körperlich in einer entsprechenden Situation an.
Mir aber ging es speziell um das Beispiel, dass zwei sich bisher unbekannte Menschen zufällig begegnen und beide Parteien Interesse hegen - wer sollte nun den ersten Schritt machen? Gibt es hier eine Rollenverteilung die uns die Frage beantwortet? Sollte instinktiv entschieden werden?


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 04:58
@Dr.Precht


Naja ich dachte eher an zwei Menschen, die sich begegnen (optimalerweise etwas öfter) und spüren, sie empfinden etwas für einander.
Die Tradition ist oder war so, dass der Mann den ersten Schritt macht. Das hat sich aber meiner Meinung nach geändert. Wenn heute eine Frau zu mir sagt, sie empfindet was für mich, sehe ich das nicht als Schande -im gewissen Maße natürlich-.


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Dr.Precht Diskussionsleiter
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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 05:10
@martialis
Zitat von martialismartialis schrieb:Naja ich dachte eher an zwei Menschen, die sich begegnen (optimalerweise etwas öfter) und spüren, sie empfinden etwas für einander.
Die Tradition ist oder war so, dass der Mann den ersten Schritt macht. Das hat sich aber meiner Meinung nach geändert. Wenn heute eine Frau zu mir sagt, sie empfindet was für mich, sehe ich das nicht als Schande -im gewissen Maße natürlich-.
Um sich regelmäßig zu treffen, muss jedoch eine Partei den ersten Schritt gemacht haben.
Erscheint mir recht unlogisch der Gedanke, zwei Menschen würden sich über gemeinsame Freunde, mehrmals zufällig treffen, obwohl sie bei den bisherigen Treffen miteinander verkehrten und dabei gegenseitiges Interesse konstatierten. In diesem Szenario dürfte man meinen, dass eine Partei die andere nach einem privaten Treffen fragt.

Dem Empfinden dieser Tradition betreffend sind wir uns ähnlich, weshalb es natürlich alles andere als eine Schande wäre, wenn eine Frau uns ansprechen würde. Interessant empfinde ich den Beitrag @emodul s , der aus eigener Erfahrung sagen kann, dass sich die Gesellschaft in dieser Hinsicht noch nicht ihrer Rollenverteilung entledigt hat, was ich traurig finde. Häufig habe ich tatsächlich das Gefühl, die Gesellschaft emanzipiert sich nur zum Vorteil der Frau. Anachronistisch-ungerechte Rollenverteilungen wie sie in diesem Bereich - zum Nachteil des Mannes - anzutreffend sind, scheinen noch Gegenwart zu sein.


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 05:13
@Dr.Precht
Zitat von Dr.PrechtDr.Precht schrieb:Um sich regelmäßig zu treffen, muss jedoch eine Partei den ersten Schritt gemacht haben.
Erscheint mir recht unlogisch der Gedanke, zwei Menschen würden sich über gemeinsame Freunde, mehrmals zufällig treffen, obwohl sie bei den bisherigen Treffen miteinander verkehrten und dabei gegenseitiges Interesse konstatierten. In diesem Szenario dürfte man meinen, dass eine Partei die andere nach einem privaten Treffen fragt.
Soll auch schon Menschen gegeben haben, die sich jeden Morgen auf Arbeit/Schule/Büro treffen- zwangsläufig.^^


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 10:31
Zitat von -Therion--Therion- schrieb:frauen die sich nicht sagen lassen was sie tun oder zu lassen haben sondern ihren persönlichen weg gehen. ich spreche von Frauen die keine männer brauchen um einen nagel in die wand zu schlagen oder ein zimmer auszumalen ectr. solche frauen meistern selbständig ihr leben ohne auf andere angewiesen zu sein ..... bezeichnest du solche frauen als schwierig ?
Nein, natürlich nicht :D
Solche Frauen sind selbständig und haben meinen vollen Respekt.

Wenn ich schwierig schreibe, dann meine ich auch schwierig. Damit sind dann z.B. eher Frauen gemeint, die selber nichts auf die Reihe bekommen und ihrem Freund/Mann dafür die Schuld geben. Und natürlich gibt es das auch in umgekehrter Konstellation.

Emodul


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 11:17
Ist doch vollkommen egal..wenn Mann und Frau an der Bar sitzen und ständig Blickkontakt haben, aber der Mann zu schüchtern ist, dann kann doch auch die Frau auf ihn zukommen...


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 11:21
Ich denke das ist ein Thema das die Gesellschaft in Zukunft noch stärker beschäftigen wird. Alle Menschen sollten gleich behandelt werden. Sie sollten die gleichen Rechte und Chancen im Leben haben (und ich spreche nicht nur von offizellen Gesetzen sondern von jeder Lebenssituation).

Das ist eine absolut sinvolle und gerechte Forderung.

Ich fürchte aber man wird irgendwann zu der Erkenntniss kommen das es nicht so einfach ist. Die Menschen sind nun mal sehr unterschiedlich. Wenn man alle absolut gleich behandeln will wird es meiner Ansicht nach früher oder später zu Problemen kommen.

Wir sind immer noch sehr stark durch unsere Ursprünge geprägt. Die meisten sind sich dessen überhaupt nicht bewusst. Der gut gemeinte Versuch eine perfekte Gesellschaft zu designen könnte daran scheitern, dass wir einfach nicht anpassungsfähig genug sind.

Vielleicht gibt es gar keine Lösung für dieses Dilemma, vielleicht ist es wirklich am besten eine schlichte Gleichbehandlung zu fordern und die resultierenden Probleme zugunsten des gerechten Grundprinzips in Kauf zu nehmen.

Vielleicht erleben wir aber auch in naher Zukunft einen Durchbruch auf diesem Gebiet und sehen das ganze in einem neuen Licht...

So wie es sich mir jedenfalls darstellt steckt das designen von Gesellschaften noch in den Kinderschuhen. Auf dieser Ebene scheint es im Vergleich zur technischen Entwicklung erheblich langsamer vorran zu gehen.

Wirkt vielleicht etwas am Thema vorbei, ist aber nicht so gemeint. Es ist nur etwas abstrakt.


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 11:28
ich denke man merkt es wenn der richtige Partner einem gegenübersteht. Jede Zelle des Körpers wird es merken. Dann hat es der Mann ja auch relativ einfach - auch wenn er schwer von Begriff ist - die Zeichen der Frau zu verstehen, dass sie "offen" für mehr ist.
Liebe ist schon nicht rational zu erklären. Aber man sollte erkennen, dass man meist das anzieht wo man selber noch Probleme hat. Da ich davon ausgehe, dass ein Mensch sich ändern kann, ist es so auch möglich andere Menschen anzuziehen...je nachdem wo man gerade steht.

Von daher sollte niemand den Kopf hängen lassen der sagt: "Immer erwische ich den oder die Falsche".

Wie gesagt, meist liegt es an einem selber. Eigene Schwächen erkennen und sich ändern...das Leben ist Veränderung. Wir müssen lernen, ggfs. unsere Muster verändern. Darauf kommt es an. Bist Du in Dir selbst gefestigt, dann strahlst Du es aus und ziehst auch so jemanden an.


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 11:33
@Dr.Precht
Zitat von Dr.PrechtDr.Precht schrieb:wer sollte nun den ersten Schritt machen? Gibt es hier eine Rollenverteilung die uns die Frage beantwortet? Sollte instinktiv entschieden werden?
Instinktiv..:D

Die Art und Weise wie sich Paare finden ist immer durch die gesellschaftlichen Vorstellungen davon geprägt. Das hat im Gegenteil zum Instinkt, mit einem hohen Grad von Kultivierung und Anpassung zu tun. Die Eroberung im dem Sinne des Kennenlernens einander ist nicht mehr von Geschlechterrollen abhängig. Wohl aber oft noch die weitere Entwicklung, Lebensplanung. Eben immer noch deswegen, weil die Frau die Kinder gebärt, und sie deswegen oft den Schritt aus dem Berufsleben heraus macht, und wegen der Bevorteilung von Männern, im Bezug auf Karriere und Gehalt.


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Liebe - wer erobert wen und wer sollte wen erobern?

09.10.2011 um 11:35
"Erobern" hört sich für mich nach taktischer Kriegsführung an und bisher hat mich noch
niemand auf diese Art und Weise gewinnen können. Andererseits bin ich selbst auch
nicht gewillt, irgendwen zu erobern, denn ich sehe keine Veranlassung, jemanden
von meinen Qualitäten zu überzeugen, wenn er sie nicht von sich aus erkennt,
geschweige denn, dass ich mir Strategien einfallen lasse, um jemanden rum zu kriegen.


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