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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

387 Beiträge, Schlüsselwörter: Alkohol, Helfen, Alkoholiker, Einsicht
Schrotty
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 18:07
@ramisha Kopfsache und Willenstärke, ist doch eigentlich das selbe ... na ist ja auch egal, du hast jedenfalls Recht. Aber, man brauch eine kleine Motivation, ohne einen Zielführenden Antrieb, Tiere, Familie etc, denke ich, klappt ein Kalter Entzug, oder eine langsame Abgewöhnung nicht.


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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 18:11
@Schrotty

Na, umso besser, wenn man es irgendwann wieder kann, ohne rückfällig zu werden. Das ist der größte Gewinn, wenn man sich trotzdem ein wenig Genuss gönnen kann. :-)

Meine Bekannte macht das freiwillig so mit der Null-Alkohol-Verordnung. Weil sie befürchtet, sonst wieder anzufangen.

Ich persönlich verstehe nicht, warum überhaupt immer so übertrieben wird. Auch wenn man jetzt nicht abhängig ist. Warum ein bis zwei Gläser Wein / Flaschen Bier den meisten Menschen nicht reichen.


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ramisha
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

12.12.2014 um 18:12
@laucott
Als er mich nach seinem Krankenhausaufenthalt im März um Hilfe bat, war ich für ihn da.
Es hätte aber auch mein Nachbar sein können, der niemand anders hatte und meiner
Unterstützung bedurfte. Und auch zu meinem Nachbarn wäre dann ein "freundschaftliches"
Verhältnis entstanden - so oder ähnlich könnte man es wenigstens nennen.

Wenn du aber merkst, dass deine Bemühungen auf einmal seiner Faulheit, Bequemlichkeit,
Ignoranz Vorschub leisten, dass er die Wohnung, sich und sein Haustier verlottern lässt,
weil er je immernoch auf Hilfe baut, die er nach seinem Unfall schon längst nicht mehr
braucht, dann - ja, dann ist der Zeitpunkt da, wo er dir allmählich am Arsch vorbeigeht.

Und wer kann nicht dafür und ist der Leidtragende? Der Hund - und das ganz im Ernst!!!


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ramisha
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12.12.2014 um 18:15
@Schrotty
Ich habe das mit Tramadol und Voltaren ganz allein geschafft und meine Motivation
war wahrscheinlich die, es mir selbst zu beweisen. (oder meinem Arzt)


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Schrotty
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12.12.2014 um 18:17
@ramisha hast nen gutes Herz und richtig, der Mann muß sich selber helfen, der Hund, braucht zu aller erst deine Hilfe. Denn Er kann sich nicht äußern oder wehren...

Das allein reicht ja schon als Motivation, :)


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12.12.2014 um 18:28
@ramisha
Das sollte jetzt auch kein direkter Vorwurf sein, aber ist nicht ganz nachvollziehbar für mich. Da verrottet ein Mensch ganz offensichtlich am Alkohol und die grösste Sorge gilt dem Hund.Bitte nicht falsch verstehen, ich mag auch Hunde und ich komme aus einer starken Alkoholikerfamilie(Oma, Opa, Vater) hab in meiner Kindheit viel,viel Elend den Alkohol betreffend erlebt. Aber denkst Du nicht das eher Dein Ex viel Hilfe braucht statt der Hund? Du hast Recht wenn Du sagst das Du keinerlei Rechte oder Pflichten gegenüber Ihm hast, aber wenn man sich so so um jemand kümmert wie Du das tust fällt es schwer nachzuvollziehen das er Dir wirklich egal ist.


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12.12.2014 um 18:34
Schrotty schrieb: hast nen gutes Herz
Da hast Du recht
Schrotty schrieb:der Mann muß sich selber helfen,
Auch wenn Du es selber geschafft hast, die wenigsten Alkoholiker packen das alleine. Wenn Du in der Szene drin warst weisst Du das.
Schrotty schrieb: der Hund, braucht zu aller erst deine Hilfe. Denn Er kann sich nicht äußern oder wehren...
Find ich leider nicht, aber das ist Ansichtssache


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Schrotty
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12.12.2014 um 18:36
@laucott Stimmt schon, die wenigsten schaffen es, aber ohne einen eigenen Willen, es auch schaffen zu wollen, geht garnichts, selbst wenn man Ihn zwangsweise auf Entzug brächte, er käme nach kurzer Zeit wieder voll drauf.

Das Beste währe, Ihn aus dem Umfeld zu lösen und woanders neu anfangen zu lassen. Aber das ist auch nicht immer möglich...


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ramisha
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12.12.2014 um 18:39
@laucott

Wenn sich jemand fragt, warum ich seinerzeit für meinen Ex da war:
Ich habe einen Thread erstellt - man kann sich informieren
"Sozialer Notstand im allseits hilfsbereiten Deutschland"
Hab da zwar nicht geschrieben, dass es sich um meinen Ex handelt, ist aber so.
@laucott , bevor du mir Vorwürfe machst, lies dort nach, lies hier nach und du
wirst verstehen, warum bei mir der Riemen runter ist.

Übrigens, er fiel mit 2,6 Promille aus dem Bus, woran auch der Hund Schuld war!!!
Er brach sich das Sprunggelenk und zwar kompliziert und lag - man sollte es kaum glauben -
einen ganzen Monat im Klinikum. Und dort, man sollte es ebenfalls nicht glauben, bekam
er täglich seine 5 (fünf) Flaschen Bier gebracht - bezahlen musste er die allerdings selbst.

Und wäre es bei einem erträglichen, halbwegs normalen Alkoholismus geblieben -
ich würde hier nicht schreiben. Es hat sich aber in den letzten Monaten ins Unerträgliche
gesteigert - ich will mich hier nicht wiederholen - man kann meine "Sammelklage" lesen,
wenn man oben auf "Infos" und dann auf "ramisha" klickt.

Und um ehrlich zu sein, ich habe für heute auch die Schnauze voll.
Und ich glaube, ihr von mir auch.


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12.12.2014 um 18:48
@ramisha
Hab extra geschrieben das ich Dir keinen Vorwurf machen möchte:). Komme leider nicht dazu alle Threads zu lesen. Du bist mit Sicherheit eine Herzensgute Frau und ich kenne natürlich nicht Deine Lebensumstände. Du hast Deine Gründe so zu handeln wie Du es tust. Musst aber auch verstehen das wenn man sich in eine Diskussion einklingt nicht immer alles schlüssig wirkt. Trotzdem Dir einen schönen Abend.


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12.12.2014 um 19:24
einen Suchtkranken Menschen kann man nicht helfen. Es ist extrem schwierig für die betroffene Person, aber helfen kann er sich nur selber, wenn er denn will.


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12.12.2014 um 19:56
Drastischist schrieb:einen Suchtkranken Menschen kann man nicht helfen. Es ist extrem schwierig für die betroffene Person, aber helfen kann er sich nur selber, wenn er denn will.
Das ist der grösste Blödsinn den ich hier gelesen habe, sorry


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Heijopei
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12.12.2014 um 20:28
@laucott
Drastischist schrieb:
einen Suchtkranken Menschen kann man nicht helfen. Es ist extrem schwierig für die betroffene Person, aber helfen kann er sich nur selber, wenn er denn will.

Das ist der grösste Blödsinn den ich hier gelesen habe, sorry
So ist es aber nunmal , der erste Schritt muss immer vom süchtigen ausgehen.
Eine Sucht kann man nicht Zwangstherapieren.

Und nein , ein Betroffener kann sich nicht selbst helfen , er braucht aussenstehende, nur er muss bereit sein deren Hilfe ernsthaft anzunehmen.


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ramisha
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

13.12.2014 um 09:09
laucott schrieb:Du bist mit Sicherheit eine Herzensgute Frau ...
Ich bin nicht "herzensgut" und will es auch nicht sein! Ich will lieber öfter "nein" sagen können.
Eine alte Freundin von mit sagte mal "Allzu viel Gutheit ist Dummheit" und das war ein Vorwurf
von ihr gegen mich. Und ich brauche viel mehr Gelassenheit und das habe ich mir vorgenommen,
nachdem ich mir meine (und eure wohlgemeinten Ratschläge) von gestern noch mal zur Brust
genommen habe.

Ich muss lernen, abzuschalten, mir viel weniger Gedanken machen, oder eben nur dann,
wenn es sinnvoll ist und nicht schon Tage vorher und nächtens. Ich konzentriere mich jetzt
mit meiner Sorge um den Hund auf den Anfang der kommenden Woche.

Und ich werde es lassen, mir Gedanken um meinen Ex zu machen. Hätte er sich im März
nicht bei mir gemeldet, wüsste ich von seiner Misere garnichts bzw. vielleicht würde es ihn
schon garnicht mehr geben bei dem exzessiven Suff.

Und auch wenn ich "on" bin, werde ich versuchen, den Thread heute zu meiden -
das Thema kann nicht mein Leben bestimmen - es gibt auch noch was anderes.

Euch allen ein schönes Wochenende!


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13.12.2014 um 09:25
@Varisha
Zwei möglichkeiten.
1. ihn im Regen stehen also sich von ihm abwenden.
2. Irgenwie sorgen daß er genug isst, wenn Alkoholiker saat sind trinken sie weit weniger als normal.


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13.12.2014 um 13:43
Heijopei schrieb:So ist es aber nunmal , der erste Schritt muss immer vom süchtigen ausgehen.
Eine Sucht kann man nicht Zwangstherapieren.
Geb Dir vollkommen recht. Ich wollte eigentlich auch nur den ersten Teil zitieren, mit der Aussage das man einem Suchtkranken nicht helfen kann
Drastischist schrieb:einen Suchtkranken Menschen kann man nicht helfen.
Das meinte ich mit Blödsinn. Das es vom Betroffenen selber kommen muss ist selbstredent. Von Zwangstheraphie hab ich nichts erwähnt.


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BlackFlame
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13.12.2014 um 17:31
deja-vu. schrieb:Ich persönlich verstehe nicht, warum überhaupt immer so übertrieben wird. Auch wenn man jetzt nicht abhängig ist. Warum ein bis zwei Gläser Wein / Flaschen Bier den meisten Menschen nicht reichen.
Aus eigener Erfahrung gesprochen kann ich dir 2 Faktoren nennen.
Einerseits Gewöhnung und Ritualisierung. Ein Punkt der ja auch hinsichtlich des Rauchens und anderer Suchtmittel eine zentrale Rolle spielt.
Zweitens speziell auf Alkohol bezogen, die schiere Unfähigkeit genug zu haben.

Bei mir gab es Phasen in denen Alkohol zur Entspannung (und spezieller als Einschlafhilfe) getrunken wurde - jeden Abend. Nach stressigen 12 bis 14 Stunden Tagen war das die einfachste Methode, um mich schnell herunterzufahren und gerade weil das Ziel die Entspannung war, so gab es dann nichts schlimmeres als vor dem endgültigen Hinlegen wieder verspannt also nüchtern zu werden. Da reichten 2 Bier oftmals nicht aus und dann wurde eben noch eins aufgemacht, usw.
Da verarschte ich mich Abend für Abend selbst, was alkoholisiert ja dummerweise ganz leicht ist und irgendwann ist man dann eben so dicht, dass man gar nicht mehr ernsthaft realisieren kann wie dicht man eigentlich ist.


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DieSache
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

13.12.2014 um 17:40
Zudem ist die Werbung für Alkohol auch daran beteiligt, wie der Konsum wahrgenommen wird!

In den Werbefilmen dazu wird es als Lifestyle "verkauft", es wird suggeriert, dass Alkohol zum Lebensspaß gehört...man glaubt nicht wie viel Einfluss das dann eben doch hat, wie man selbst den Konsum sieht und praktiziert!

Einem Suchtkranken die Augen öffnen?

Ein unmögliches Unterfangen solange der Betroffene noch am Verdrängen festhält und sich nicht selbstkritisch reflektieren will!


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Heijopei
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Wie einem Alkoholiker die Augen öffnen?

13.12.2014 um 18:34
@DieSache
DieSache schrieb:Ein unmögliches Unterfangen solange der Betroffene noch am Verdrängen festhält und sich nicht selbstkritisch reflektieren will!
so siehts aus , da ich selbst betroffen bin weiss ich wie wichtig es ist selbst zu erkennen das man ein Problem hat .
Wenn man will gibt es genug anlaufstellen wo einem geholfen wird , und das nicht nur in diesem akuten Moment sondern man hat die möglichkeit Teil eines Netzwerkes von betroffenen zu werden.
Und das ist toll weil man immer jemanden hat an den man sich wenden kann wenn ein Rückfall droht.


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13.12.2014 um 21:57
@Varisha

Im Umgang mit alkoholkranken Menschen ist Geduld und Zeit gefragt. Appelle an die Vernunft und Moralisieren nutzen gar nichts. Nichtsdestotrotz sollte man den Betroffenen auf das Problem immer wieder konsequent und aufklärend hinweisen. Wesentlich ist, dass Deine Mum sich ihre Abhängigkeit eingesteht bevor die Krankheit fortschreitet und ein Verfall der sittlichen und moralischen Verhaltensweisen einsetzt.

Bei Deiner Mum könnte es sich - ohne Gewähr! - (noch) um eine psychische Abhängigkeit handeln.

Eine psychische Abhängigkeit kann ohne Entziehungskur beendet werden, wenn die Wurzel der Sucht gefunden und beseitigt wird. Trinkt Deine Mum, um innere Spannungen abzubauen oder um Konflikte zu verdrängen, dann kannst Du ihr helfen, indem du sie dabei unterstützt den Grund für ihr Alkoholproblem (Einsamkeit, seelische Verletzungen, kummer, Arbeitsüberlastung ...) aus der Welt zu schaffen.

Deine Mum ist nicht primär süchtig auf Wein oder Goldkrone, sie ist süchtig auf den Rausch, das Hochgefühl, das ihre "Notstandsgefühle" überdeckt.

Durch Alkohol- und Drogenrausch entsteht vorübergehend ein Gefühl von Freiheit - bis hinein in den Bereich spiritueller Erweckung (sog. Durchbruchserlebnis).

@all
Hmm... ist bekannt, dass genau dieser erfüllende und friedvolle Zustand die eigene Essenz jedes Menschen ist, was auch "regulär" erfahren werden kann?

Ich will nur andeuten, dass (spirituelle) transpersonale Entwicklung ebenfalls ein Weg sein kann, um von Süchten loszukommen.


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