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Selbstmord

869 Beiträge, Schlüsselwörter: Tod, Selbstmord, Depression, Suizid, Freitod
belphega
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Selbstmord

27.04.2010 um 14:49
@Shionoro
Alltagshass?!

Für Alltagshass is jeder selber verantwortlich.
Man geht nicht raus und wird angepöbelt weil man so nett is.
__

Man muss die Ursache finden.
Die meisten Menschen mit "Alltagshass", hassen sich bloß selbst.
Und da kann ihnen nur der eigene Kopf helfen.


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Selbstmord

27.04.2010 um 14:49
Shionoro schrieb:So leicht wie du es darstellst ist es nicht.
Es genügt ein Anruf eines Nachbarn bei der Polizei. Die bringt einem zu einem Arzt und eine Stunde später kann man einen Angehörigen mobilisieren, der einem die Kleider vorbeibringt, wenn man nicht gerade weggetreten ist durch eine erste Akutmedikation, wobei dabei schon ziemlich harter Stoff aufgefahren werden kann, der einem erst einmal auch nachmittags ein paar Stunden träumen lässt.


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Selbstmord

27.04.2010 um 14:49
@belphega

Wie gesagt, wie sieht es wohl aus, wenn du wegen der Psychatrie deinen Job verlierst, und entweder so alt bist, dass du keinen mehr finden wirst, oder so jung, dass du damit deine Ausbildung abbrichst und zumindest in deinem Wohnort in deinem umfeld, sofern es keine großstadt ist, stigmatisiert bist?

Wie gesagt, ich zeige dir hier nur die Sicht eines Selbstmordgefährdeten, so einfach wie du es beschreibst ist es einfach nicht.

Allein das geänderte Verhältnis zu deinem chef danach kann dich fertig machen.

@Fuchs76

Wie gesagt, ich habe nie bezweifelt, dass in Psychatrien gute Arbeit geleistet wird.
Nur, dass sie nicht jedem was bringen wird, und nicht für jeden eine zufriedenstellende Option ist.


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belphega
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Selbstmord

27.04.2010 um 14:50
@Shionoro
Den Job verliern?
Hier gehts um Leben und Tod.

Lieber arbeitslos und am Leben,

als Selbstmord während ner Anstellung.


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Selbstmord

27.04.2010 um 14:51
@belphega

Alltaghass ist etwas anderes als angepöbelt werden.

Jetzt stellst du es gerade leicht dar, sein in vielen Jahren eingerastertes Verhalten zu ändern.
Du kannst aus deinen muster nicht so einfach raus.
Nein, auch nicht wenn du wirklich viel daran arbeitest.

@Fuchs76

Für wie lange bekommst du dann in der Psychatrie einen Platz?
Damit wird doch lediglich die akute Gefahr abgewendet, dann geht es von vorne los.

Oder bekommt man dann sofort eine ausreichend lange therapie?

Und wie gesagt, das Problem der Stigmatisierung bleibt.


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27.04.2010 um 14:52
@belphega

Das seh ich auch so, ein Selbstmordgefährdeter aber nicht.


Du machst die Therapie, dann kommst du raus, hast keinen job mehr und keine Ausbildung, ost bist wie gesagt zu alt.

Deine Probleme usw. sind noch da.

Kein guter deal, auch wenn du dich punktuell besser fühlst.


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27.04.2010 um 14:52
@Shionoro

Nur weisst Du selbst ja nicht aus eignener Erfahrung, was da so abläuft. Es ist zum Beispiel im Gegenteil so, dass Du vor lauter Leere den Abend, die Nacht herbeisehnst, weil Du wenigstens während des Schlafs Deine Probleme nicht hast, sondern in die Träume flüchten kannst. Ich erzähl Dir aus der Praxis. Ich war schon lebensmüde.


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belphega
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27.04.2010 um 14:53
Shionoro schrieb:Wie gesagt, ich habe nie bezweifelt, dass in Psychatrien gute Arbeit geleistet wird.
Nur, dass sie nicht jedem was bringen wird, und nicht für jeden eine zufriedenstellende Option ist.
Die Psychiatrie heilt dich nicht.
Der Patient heilt sich selbst, mithilfe der Psychiatrie.

Wenn ein Kind Kopfschmerzen hat, kannst du ihm ein Glas Wasser mit Traubenzucker als Medizin verkaufen. Es wird das Brausegetränk trinken, dran glauben dass es hilft und der Schmerz im Kopf verschwindet.

Genauso ist es bei der Psychiatrie.
Wenn du dran glaubst dass dir die Hilfe dort was bringt, wird sie dir auch was bringen.


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27.04.2010 um 14:56
@Shionoro

Und aus Erfahrung kann ich Dir berichten, dass die Stigmatisierung nicht wirklich ein nennenswertes Problem darstellt. Du würdest Dich wundern. Du selber siehst darin ein grösseres Problem als die meisten Leute, mit denen ich darüber gesprochen habe, über meine Gedankenwelt. Und ich habe mit vielen Leuten darüber gesprochen, explizit kein Tabuthema daraus konstruiert. Die meisten Leute sind sehr offen, wenn man ehrlich ist. Anerkennung für die Ehrlichkeit ist weit häufiger als Stigmatisierung. Ich wurde auch praktisch fast nie wegen einem Klinikaufenthalt angefeindet. Auch auf Arbeitgeberebene irrst Du. Die Gesundheit des Arbeitnehmers ist doch noch ziemlich vielen Leuten wichtig. Du unterschätzt Deine Mitmenschen.


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27.04.2010 um 14:57
@Fuchs76

>>Nur weisst Du selbst ja nicht aus eignener Erfahrung, was da so abläuft. Es ist zum Beispiel im Gegenteil so, dass Du vor lauter Leere den Abend, die Nacht herbeisehnst, weil Du wenigstens während des Schlafs Deine Probleme nicht hast, sondern in die Träume flüchten kannst. Ich erzähl Dir aus der Praxis. Ich war schon lebensmüde.<<

Glaub mir, ich weiß was ich sage aus sehr sicherer Quelle <:
Unglücklicherweise.
Weil, wenn du Schlafprobleme hast kommt Nacht einfach nicht gut.

Mag bei dir natürlich so sein, aber eben nicht bei Jedem.

@belphega

>>Genauso ist es bei der Psychiatrie.
Wenn du dran glaubst dass dir die Hilfe dort was bringt, wird sie dir auch was bringen<<

Warum gibt es dann so viele LEute die in der PSychatrie waren und denen es nicht geholfen hat?
Man kann immer sagen, die wollten nicht....aber is nich die psychatrie dazu da, denen den lebenswillen wiederzugeben?

wenn das jeder selbst könnte bräuchten wir sch´ließlich keine Psychatrien mehr.

Die Leute da sind schließlich auch keine götter.

Und wie gesagt, psychatrie hat keine 100% heilungsgarantie, du wirst sozial stigmatisiert werden, und hast dieselben Probleme wie vorher.

Darum wenden sich viele Selbstmordgefährdet nur sehr zaghaft an.


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27.04.2010 um 14:57
@Fuchs76
Ein normales Gefängnis ist doch im Vergleich zur geschlossenen Psychiatrie wirklich "harmlos". Und einen Entlassungstermin gibt es auch nicht ... Siehe den Roman "Einer flog über das Kuckucksnest" ...

@Shionoro
Shionoro schrieb:Ich will nur, dass es hier nicht, so wie es dargestellt wurde, stehenbleibt, dass man einfach sagen müsste: jo, ich bin irre, helft mir, und dann wird alles auf wundersame weise wieder gut.
Einfach irre nicht, aber bei akuter Suizidgefahr kann es ganz schnell gehen. Ob dann alles wieder gut wird, ist natürlich nicht garantiert.


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27.04.2010 um 14:58
@Fuchs76

Wie gesagt, ich sage NICHT das es so ist.

Sondern ich sage das die Gefühlstwelt es vielen Selbstmordgefährdeten es unmöglich macht, sich hilfe zu holen oder sich zu ändern.

Es ist natürlich schön, dass es bei dir anders war, aber das ist nicht bei jedem so.

Soziale stigmatisierung meine ich nicht im Sinne von Anfeinden, sondern viele können auch das mitleid nicht ertragen, oder allein die vorstellung davon und lassen aus dem grund diesen Weg agr nicht erst zu.


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27.04.2010 um 14:59
@X-RAY-2

Das ist klar.
Nur wird wohl jemand der gerade dabei ist sich umzubringen nicht immer anrufen und sich hilfe holen, das widerspräche irgendwie seiner Intention.


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27.04.2010 um 15:00
@X-RAY-2

Ja, ja. Einen Tag ohne Ausgang, dann Gruppe, ab dem dritten Tag zweimal eine halbe Stunde Einzelausgang... Spätestens nach zwei Wochen geht man ein und aus, wie es die Programmzeiten zulassen. Wie alt ist der Schmöker? Willkommen im dritten Jahrtausend.

Weisst Du, die Pfleger haben doch einen Schlüssel, der Patient eine Bezugsperson und Ausgang ist verhandelbar. Man sollte einfach nicht gleich in das nächste Restaurant einen heben gehen, sonst fliegt man allenfalls bei der nächsten Promille-Kontrolle.


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27.04.2010 um 15:01
@belphega
Die Psychiatrie ist der Beton auf dem du ein Haus aufbauen kannst, sowie gewisse Medikamente manchmal nötig sind, um den Mensch unterstützung zu geben. Ich bleibe dabei, wer Suizid verausüben will (und ich mein jetzt ganz ernsthaft) der wird es leider tun. Manchmal passieren wunderbare Dinge und man kann den Menschen helfen, aber wie du sagst, es muss ein WILLE da sein. Man kann nicht einfach in die Psychiatrie gehen und sagen joa jetzt tut mal was und ich warte hier und hoffe, dass es mir besser geht.


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Selbstmord

27.04.2010 um 15:03
Wir sind uns wohl alle einig, dass psychatrien ihren Sinn haben und in den meisten fähige Leute arbeiten.

Trotzdem gehört es zu der psychischen krankheit, wollen wir es mal so nennen auch wenn depression und selbstmordgedanken natürlich nichts mit schwachsinnigkeit zu tun haben, dass die BEtroffenen oft eben nicht zum Hilfe holen usw. und sie zu akzeptieren in der Lage sind.

Die dann aus einer Sicht von außen zu beurteilen ist unzulässig.

nur darum geht es mir.


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27.04.2010 um 15:03
@Shionoro

Das wird einem beigebracht. Du unterschätzt Deine Mitmenschen. Es tut mir leid, wenn Du ein Negativbeispiel erleben musstest. Nur, ich denke, ich hatte bisher mit mehr Patienten zu tun als Du. Das ändert sich dann, wenn Du auch wirklich in der Psychiatrie arbeiten wirst...


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27.04.2010 um 15:05
@Shionoro

Die Hilfe holen erstmal die Angehörigen, die überfordert sind, dazu. Soviel zur Praxis. Ab da ist es dann noch ein langer Weg.


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belphega
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Selbstmord

27.04.2010 um 15:05
@Shionoro
Shionoro schrieb:Warum gibt es dann so viele LEute die in der PSychatrie waren und denen es nicht geholfen hat?
Man kann immer sagen, die wollten nicht....aber is nich die psychatrie dazu da, denen den lebenswillen wiederzugeben?
Nein, so läuft das nicht.
In ner Psychiatrie wird erstmal ein Gutachten erstelln - bezüglich deiner Depressionen.
Es gibt verschiedene "Klassen" von Depressionen, je nachdem wie tief das ganze verankert ist, wirst du mit oder ohne Medikamente behandelt.

Behandlung in der Psychiatrie läuft nicht wie ne Operation, wo nach mehreren Eingriffen das Problem beseitigt ist. Du bekommst Ansätze, an denen du Aufbauen kannst. Sie versuchen dir zu zeigen, dass du nicht auf den dunklen bösen Gedanken leben sollst, sondern versuchen musst die wenigen hellen guten Gedanken breiter zu treten.
Shionoro schrieb:Und wie gesagt, psychatrie hat keine 100% heilungsgarantie, du wirst sozial stigmatisiert werden, und hast dieselben Probleme wie vorher.
Wichtig ist dass du daran glaubst.
Wenn du mit der Einstellung "Ihr könnt mir sowiso nicht helfen" hingehst, wird dir keiner helfen können. Versucht man aber der Therapie Beachtung zu schenken und wirklich darüber nachzudenken, kann der Heilungsprozess beginnen.


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belphega
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27.04.2010 um 15:07
darkylein schrieb:aber wie du sagst, es muss ein WILLE da sein. Man kann nicht einfach in die Psychiatrie gehen und sagen joa jetzt tut mal was und ich warte hier und hoffe, dass es mir besser geht.
100 Punkte


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