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Deutsche Kindertageseinrichtungen sind ein WITZ

123 Beiträge, Schlüsselwörter: Kinder, Kindergarten, Erzieher, Kiga
Camoran
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Deutsche Kindertageseinrichtungen sind ein WITZ

29.12.2012 um 20:42
Ich weiss ehrlich nicht wo ich meine kleine Wut freien Lauf lassen soll.
Deswegen versuch ich es mal hier, war ein stiller Leser dieses Forums seit mindesten 3 Jahren.

Deswegen nehmt euch doch bitte 5 Minuten und versucht mich zu verstehen, es kann und wird eure eigenen (zukünftigen) Kinder mit großer Wahrscheinlichkeit betreffen.
Falls euch Kinder am A**** vorbeigehen, glückwunsch.

Ich bin junge 20 Jahre alt und mache gerade eine Ausbildung zum Erzieher.
In der Ausbildung sind natürlich Praktiken in "Kindergärten" vorgesehen.
Also bin ich noch ein blutiger Anfänger und man darf nicht gleich von mir erwarten,dass ich das ABC der Kinder bzw. der Erziehung verstehe, davon abgesehen habe ich nicht vor in einem Kindergarten zu arbeiten.

Ich habe bereits 3 Praktika gemacht, jewals 4-6 Wochen dauerte so ein Praktikum.
Zwei waren im sogenannten "Familienzentrum" und der Dritte in einem "Waldorfkindergarten".
Ich werde meiner Wut erstmal auf die ersten Zwei beschränken, da gibt es deutlich mehr auszusetzen.

Was ich in den Kindergär... ach ich entschuldige mich, ich meine "Familienzentren", ach ne es war ja "qualifizierte Familienzentren" oder "Kinderganztagesstätten" erlebt habe war und ist ein WITZ.

Um ein bisshen weiter auszuholen, ich selbt war natürlich wie viele hier selbst in einem Kindergarten als Kind, bei mir müsste so 98-99 rum gewesen sein.
Dort war das RAUSGEHEN an der TAGESORDNUNG.
VERDAMMT wir sind JEDEN TAG und MINDESTENS jede 2 Woche in den WALD gegangen, dass nannte man so ähnlich wie WALDTAG und nicht PÄDAGOGISCHER ERLEBNISSTAG.

Haha, jetzt MÜSSEN die Einrichtungen so einen "WALDTAG" 3 Wochen vorher anmelden und die Eltern zustimmen.
Ich hab große Augen bekommen als ich gesehen habe, dass die für diesen Tag extra Flyer drucken lassen haben.
Mag sein das es noch Einrichtungen gibt, die sowas anders handhaben,aber das würde mich sehr wundern, da ich viele Freunde habe die mit der Ausbildung viel weiter sind und die gleiche Erfahrung gemacht haben.
Das hat sich auch mit Gesprächen mit bereits im vollen Leben stehenden Erziehern gedeckt.

In den 2 besagten Praktika durfte ich nämlich die ganze verdammte Woche in der Gruppe hocken, von Morgens bis spät Nachmittags Schnodder wegwischen(es war nicht mal Winterzeit), aufpassen das sie sich nicht gegenseitig die Haare rausreissen und jeden verdammten Tag UNO und Memorie spielen.
3/4 der Kinder waren Krank, Rotze und gehuste an jeder Ecke.

Die Kinder wurden von Morgens bis Abend getrimmt zu lernen, in der Woche gab es Unttericht, dort lernten sie mit Zahlen und Buchstaben etc. umzugehen...natürlich drinnen und in der 1 mal wöchigen benutzten Turnhalle...

An die frische Luft würde höchstens 1 mal in der Woche gedacht.
Kam auch mal vor das die Kinder die ganze Woche in der Gruppe hockten.
Sonst wurden die Kinder mit Musik, Tänzen und Stiften ruhig gestellt.
Wie die Kinder drauff waren muss ich wohl kaum erzählen,aber falls es einige interessiert,die waren abgedreht wie Sau.
Wohin auch mit der kindlichen Energie?
Beim Memorie spielen oder malen wird man die sicher nicht los.
Die Eltern sahen auch nicht grade so als ob sie ihrem Kind Bewegung gönnen möchten,aber das spielt hier nichts zur Sache, ich rede nämlich über die Tagesstätten.

Vom essen will ich erst gar nicht sprechen, wurde geliefert vom Krankenhaus frisch Vitaminentzogen und fettig.(Es gab jeden Tag Fleisch btw)

Das Ganze soll natürlich nicht auf die Kinder abgewälzt werden, das sind nun wirklich die letzten die was dafür können ...
Aber es kotzt mich sowas von an, das grenzt meiner Meinung nach schon an Körperverletzung...

Wem ich die Schuld zutrage weiß ich nicht, ich bin grade dabei alles zu ordnen und zu verarbeiten... ich werde es auch schriftlich festhalten...wie das System funktioniert und was der Sinn und Zweck dieser kinderfeindlichen/bewegungsfeindlichen Aktion ist...versucht man hier eventuell, ich drück es mal sehr übertrieben aus, aber versucht man hier Sklaven zu züchten?
Willige Menschen die nichts als Kraftfutter, ihre Stimme und das Gehirn brauchen?
Könnt ihr mir erklären wo der Sinn liegt diese Kinder so stark zu algorithmisieren?
Das würde sich nämlich auch mit meiner Erfahrung an staatlichen Schulen decken, die sind bekanntermaßen nicht sehr angesehen in ihren Praktiken.

Davon abgesehen, waren die Kinder bis auf das sie meiner Meinung nach schon fast gequält wurden, lieblich und immer voller Überraschungen.Der Frohmut der Kinder zauberte einem immer ein Lächeln ins Gesicht.

Eins weiss ich jedoch, meine Kinder werde ich NIEMALS in solch eine Einrichtung stecken, es bieten sich eine Alternativen wie z.B der Waldorfkindergarten.

War in einem Praktikum bis zum 14.12.2012, es lag meterhoher Schnee und KEIN KIND hatte Schnupfen, mir wären fast die Tränen gekommen vor Freude, endlich keine Kinder die den ganzen Tag husten und schnupfen, sondern sich über den Schnee draußen erfreuen konnten, indem sie mindestens 3-4 Std. am Tag darin rumtobten.

In den 4 Wochen gab es keine Verletzten,trotz gewagter Rutscheinlagen an einem Hang und kein erkranktes Kind.
Lag es vlt. am gesunden Bio-Demeter Essen?Oder an der vielen Bewegung?
Oder daran das den Kindern das gegeben wurde was sie brauchten?Verständniss,Geduld,spielerische Freiheit und vor allem keine gespielte Liebe?

Tja, zum Glück habe ich es Hautnahe miterlebt und weiss es jetzt besser.
Achja, ich bin kein Waldorf-Anhänger oder wie auch immer das heisst.

Einen kleinen wütenden Bericht verfassend und ein Ratschlag gebend,

Camoran


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Deutsche Kindertageseinrichtungen sind ein WITZ

29.12.2012 um 20:47
@Camoran
Ich denke das kann man nicht so verallgemeinern. Ich bin aufgrund meiner momentanen Ausbildung auch gezwungen, 2 Tage die Woche für ein Jahr in einer KiTa zu arbeiten. Gefällt mir überhaupt nicht, aber für die Kinder ist es dort optimal.
Es wird jeden Tag rausgegangen, auch wenn es junge Hunde regnet, dann werden halt Regenklamotten angezogen.
Des weiteren werden die Kinder auch nicht zum Lernen gezwungen, die die im Vorschulalter sind haben total Lust drauf, freiwillig an diversen Projekten teilzunehmen. Die anderen sind nur so am Rumtoben den ganzen Tag, vormittags draussen und nachmittags drinnen.

Also ich denke nicht, dass man das so pauschal sagen kann.


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Deutsche Kindertageseinrichtungen sind ein WITZ

29.12.2012 um 20:55
Unsere Tochter war in einem ganz normalen (kirchlichen weil am dichtesten dran) Kindergarten.
Die haben ein recht gutes Konzept.
Es gibt drei Möglichkeiten:
Bewegungsraum
Werkstatt
Wald

Morgens gibts nen Sitzkreis oder sowas und im Anschluss konnte jedes Kind wählen, was es machen möchte.

Der Bewegungsraum war so ne Art abgespeckte Turnhalle wo sich die Zwerge austoben konnten.
Da gabs ne Sprossenwand, ne Weichbodenmatte und so weiter und so fort.

In der Werkstatt wurden so Sachen wie Kerzenhalter, Kalender etc. gebastelt.
Dabei durften die Kinder sowohl Heisklebepistolen als auch Akkuschrauber/-bohrer benutzen.

Wenns in den Wald ging (bei jedem Wetter, ausgenommen Starkregen oder strengem Frost oder Sturm), dann ist die ganze Bande mit nem Bollerwagen in einen Wald gezogen, der der Kirche gehört. Da gabs einige Klettergerüste und Spielgeräte.

Wenn die Kinder Mittags abgeholt wurden, dann waren sie zu 95% auf dem Kindergarteneigenen Spielplatz.
Ich kann also nicht klagen.


Im letzten Jahr kam dann noch so ne pädagogische Geschichte dazu. So ne Art Vorschule.
Sie lernten Zählen, Monate, Jahreszeiten etc. Kinder, die noch nicht ganz so sprachbegabt waren, wurden von einer Logopädin einmal die Woche unterstützt.

Sicherlich gabs auch Reibungspunkte, aber die sind denke ich überall vorhanden, spätestens, wenn es um die eigenen Kinder geht, das bleibt nicht aus.
Einige Sachen nimmt man halt so hin, andere habe ich einmal angesprochen und dann direkt die vorgesetzten eingeschaltet.
Ein Beispiel:
Wir hatten Schneefall vorausgesagt bekommen. Da wurde Abends schon beschlossen, dass der Kindergarten ausfällt. Wir wohnen in nem Sozial benachteiligten Stadtteil (auch wenn wir selber nicht benachteiligt sind), viele hats nicht gestört. Uns schon.
Lustigerweise hatte ich zu der Zeit genau das gleiche Auto wie der Leiter des Kindergartens und musste da zur Schule, wo er wohnte.
Folglich wars der selbe Weg.
Ich habe es geschafft zur Schule zu kommen, folglich muss es auch andersrum machbar sein. Sowas kam nach nem entsprechenden Schreiben nicht mehr vor.

Insgesamt waren wir aber recht zufrieden.
Ich denke allerdings drüber nach, unseren Sohn in nen Waldkindergarten zu geben, weil er ein ganz anderer Schlag als die große ist.

Also deine Einstellung @Camoran kann ich keinesfalls teilen.


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29.12.2012 um 21:03
@StUffz
Sachen die du erwähnst, gibts bei uns auch. Also nen Bewegungsraum und ein Atelier, wo gebastelt wird. Das Atelier wird für Projekte genutzt wo dann auch immer ein Erzieher anwesend ist aber der Bewegungsraum ist jederzeit frei betretbar. :vv:


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29.12.2012 um 21:08
@Camoran

Also mir scheint, dass du schlicht und ergreifend mit GANZ anderen Vorstellungen in die Kindergärten gegangen bist, die nichts mit der Realität zu tun haben.

Ich find es schon okay, wenn die Eltern vorher informiert werden über Ausflüge.
Würde mich jedenfalls wundern, wenn ich mein Kind nachmittags abholen will und kein Schwein am Kindergarten ist, weil noch alle am Wandern sind.

Brettspiele und kleine Spielchen, Tanzen, Musik machen, das gehört doch ganz normal dazu im Kindergarten, wo ist das Problem? Genauso normal ist es, dass du bei den Kleinen Nase putzen oder mit ihnen auch mal auf`s Klo gehen musst, wenn nötig.

Das Üben beziehungsweise Spielen mit Buchstaben und Zahlen und überhaupt das Lernen im Kindergarten hat hier sicherlich nichts mit dem ,,Trimmen auf Funktionieren" zu tun, wie in Asien.
Sondern der Gedanke dabei ist, dass man gerade dann, wenn die Kids besonders empfänglich sind, bei ihnen die Lust am Lernen weckt. Das ist doch nichts falsches. Wenn ein Kind eben gern Geschichten hört und Bücher mag, dann ist es doch eine gute Sache, falls es schon etwas lesen kann, wenn es in die 1. Klasse kommt.

Inwieweit man Ausflüge machen kann, hängt sicherlich auch vom Standort des Kindergartens ab. Wenn der mitten in der City liegt, kannst du eben nicht jeden zweiten Tag in irgendwelche Wälder fahren.

Genausowenig kannst du ständig Ausflüge machen, wenn zum Beispiel die finanziellen Möglichkeiten nicht gegeben sind.


Ich habe, wie gesagt, den Eindruck, dass du einfach mit völlig von der Realität abweichenden Erwartungen in diese Einrichtungen gegangen bist.


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Deutsche Kindertageseinrichtungen sind ein WITZ

29.12.2012 um 21:10
Ich mach auch ne Ausbildung zum Sozialassistenten und hatte schon ein FSJ im Kindergarten uns ein Praktikum. Allerdings war das in dem Kindergarten nicht der Fall wie bei dir. Wir gingen oft raus und alles war super. Wahrscheinlich hast du einfach den falschen Kindergarten erwischt.


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29.12.2012 um 21:11
@StUffz
StUffz schrieb:Ich denke allerdings drüber nach, unseren Sohn in nen Waldkindergarten zu geben, weil er ein ganz anderer Schlag als die große ist.
So, wie bei den Spartanern früher? :D


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29.12.2012 um 21:12
@Kc
Keine Ahnung wie es da war :D
Aber der Knilch braucht Bewegung und zwar nicht zu knapp :D


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29.12.2012 um 21:12
@Camoran
Was du da schilderst, klingt für mich absolut logisch und nachvollziehbar:
Camoran schrieb:Was ich in den Kindergär... ach ich entschuldige mich, ich meine "Familienzentren", ach ne es war ja "qualifizierte Familienzentren"
Das ist schon mal typisch für die deutsche Verwaltungswut, aus passenden Begriffen neue Begriffe zu formen.
Camoran schrieb:WALDTAG und nicht PÄDAGOGISCHER ERLEBNISSTAG.
Waldtag klingt eben zu profan. Der pädagogische Erlebnistag hingegen, da kann man schon am Begriff erkennen, dass es sich hierbei um ein äußerst hochwertiges Event handeln muss, fast so, als wenn du dir den Arsch mit Seide abputzt.
Camoran schrieb:Ich hab große Augen bekommen als ich gesehen habe, dass die für diesen Tag extra Flyer drucken lassen haben.
Es wäre ja auch zu einfach, wenn du mit den Kleinen einfach mal so rausgehst. Das wird dem hohen Anspruch deiner Institution nicht gerecht.
Camoran schrieb:Die Kinder wurden von Morgens bis Abend getrimmt zu lernen, in der Woche gab es Unttericht, dort lernten sie mit Zahlen und Buchstaben etc. umzugehen
Das ist doch völlig nachvollziehbar. Die Brut muss schon von klein auf konditioniert werden, als Leistungsträger zu arbeiten. Spiel und Spaß ist irrelevant.
Camoran schrieb:Sonst wurden die Kinder mit Musik, Tänzen und Stiften ruhig gestellt.
Die Brut muss von Anfang an lernen, stillzusitzen. Wenn sie das nicht kapieren, bekommen sie Ritalin.
Camoran schrieb:versucht man hier Sklaven zu züchten?
Wie kommst du auf diese absurde Idee?
Camoran schrieb:Könnt ihr mir erklären wo der Sinn liegt diese Kinder so stark zu algorithmisieren?
Have a look: http://static.lolyard.com/lol/work-buy-consume-die.jpg
Camoran schrieb:Der Frohmut der Kinder zauberte einem immer ein Lächeln ins Gesicht.
Stell dir mal vor, die entwickeln jetzt auch noch eigene Ideen. Nicht auszudenken. Eine Gefahr für das System.

(Disclaimer: hier ist viel Sarkasmus versteckt)

Eine Frage am Rande, bist du ein männlicher Erzieher?


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29.12.2012 um 22:57
@Camoran
Wenn Du Kindergartenleiterin bist, darfst Du es anders machen
Als Praktikanntin hat man natürlich nicht viel zu sagen.
Aber als Gruppenleiterin, oder nur Erzieherin kann man in der Gruppe schon einiges selbst entscheiden
Natürlich gibt es auch feste Regeln und Absprachen untereinander, z.B. wer die turnhalle an welchem Tag benutzt.

Eine Frage hab ich
Waren die Kinder denn so angezogen, dass sie bei jedem Wetter raus können ?
Regenkleidung, Matschkleidung, Schneeanzug, Gummistiefel ?

Es gibt Elternabende.
Wenn die Eltern etwas stören würde, könnten sie es vorbringen



Wie man es macht, macht man es verkehrt
Ich hab mich z.B. geärgert, dass zuwenig gelernt wurde und hab das dann zu hause nachgeholt
Geturnt wurde auch nicht viel, dafür gab es dann den Turnverein am Nachmittag.

Seltsam, dass kranke Kinder in den Kindergarten gehen, das gab es bei mir nicht .
Vielleicht sind in anderen Kindergärten keine kranken Kinder, weil sie nicht gebracht werden dürfen


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29.12.2012 um 23:08
.lucy. schrieb:Wenn die Eltern etwas stören würde, könnten sie es vorbringen
LOL als wenn das auch nur irgendwas bringen würde. Das ist das Gleiche, als wenn du dich bei der Post über die Paketzustellung beschwerst. Die haben das Monopol, und entweder du machst ihren Irrsinn mit, oder du gehst. Aber gehen wirst du nicht, weil es keine Kindergartenplätze gibt.


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29.12.2012 um 23:15
@KillingTime
Es würde etwas bringen, wenn die eltern nicht zu feige wären.
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass vor dem Kindergartzen die große Klappe aufgerissen wurde, und drinnen wurde geschleimt was das Zeug hält


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29.12.2012 um 23:18
.lucy. schrieb:Es würde etwas bringen, wenn die eltern nicht zu feige wären.
Glückliche Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit. (Marie von Ebner-Eschenbach)


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Camoran
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30.12.2012 um 13:59
Ich gehe jetzt mal nicht auf alle Antwortene ein,aber ich hätte sagen sollen das es sich um nahe städtische Tageszentren handelte und nicht um ein Dorfkindergarten.

Wer auch immer gefragt hatte, ich bin ein männlicher Erzieher...warum auch immer das von Bedeutung sein soll, naja bis auf die komischen Blicken der Eltern (manchmal freundliche) erntet man nicht viel, egal wie offen und freundlich man sich verhält.

@Kc nautürlich hatte ich eine ganz anderen Vorstellung, ich war selbst in einem Kindergarten und kann mich an die Zeit noch recht gut erinnern.Es war deutlich erlebnissreicher

@KillingTime so in etwa habe ich mir das gedacht ja...

@.lucy. ja die Kinder haben wir Wettergerecht angezogen...auch wenn die die Sachen nur 1-2 mal in 2 Wochen zu Gesicht bekommen haben.Von 7:30 Morgens bis spätestens 17:00.

Diese werden meiner Meinung nach sehr beliebt -Familienzentren- (staatliche Subventionen etc.) und ich bin nicht blind, die Eltern haben da sicher nichts zu bestimmen oder bewegen sich für die Kinder.
Elternabende,hm, bis auf vereinzelte 10 minütige Elterngespräche habe ich nie erlebt.
Bis auf im Waldorfkindergarten, da waren regelmäßig in den 4 Wochen Elternabende bei heißem Punsch und Weihnachtskeks(lecker)

Aber schön das es noch andere Kindergärten gibt die sich nicht mit meiner und vielen Anderen Meinung überdeckt(Anderen= sehr erfahrene ältere Erzieher)

Da meine Ausbildung sehr einfach ist, werde ich mir die Zeit nehmen dieses Thema ein bisshen professioneller anzugehen.

Naja 2 Monate es an eigener Haut mit zu erleben reicht mir, mein Kind wird sicher nicht in solch einer Einrichtung landen.

Amen und danke für eure Aufmerksammkeit.


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30.12.2012 um 14:52
@Camoran
Herzlich Willkommen in der realen Arbeitswelt.

Wieviele Einrichtungen hast du bisher erlebt? Einige, nehme ich an.
Dir dürfte sicherlich mittlerweile bewusst sein das der Kindergartenalltag stark von der jeweiligen Konzeption einer Einrichtung abhängt und auch davon wo die Einrichtung liegt (mitten in der Großstadt kann man maximal in den nächstgelegenen Park gehen oder in den Hinterhof).
Es gibt Einrichtungen die legen Wert auf einen sehr naturnahen Alltag, einige legen Wert auf Montessori oder eine religiöse Erziehung. Dies ist eben so.

Nächster Punkt: Elterngespräche
Ein Praktikant kann von Glück sagen wenn er/sie wenigstens ansatzweise mal eines erleben kann das zwischen Tür und Angel stattfindet.
Das gehört eben noch nicht zu deinem Aufgabengebiet.

Punkt Erkältungen:
Völlig normal im Kindergartenalltag.
In der Regel sind grade die Kindergartenneulinge im ersten Jahr im Schnitt alle 2 Wochen krank.
Das liegt am relativ engen Kontakt mit anderen Kindern.
Dadurch wird das Immunsystem gestärkt.
Bei meinem Kind ist es nicht anders.
Würde man nun jedes Kind mit einem Hüsterchen oder einer Rotznase daheim lassen dann bräuchte man Kinder garnicht erst in den Kindergarten schicken.

Punkt Beschäftigungsangebote:
Kinder spielen besonders gerne die Spiele die sie beherrschen.
Also sind Uno, Puzzles, Stapelmännchen, Memory etc. an der Tagesordnung.
Das ist überall so, seit vielen vielen Jahrzehnten.
In meiner Ausbildung sah es nicht anders aus.
Allgemein kommt es auch hier auf die Konzeption der jeweiligen Einrichtung an.
Allerdings sind täglich feste Freispielzeiten ganz normal und überall vertreten.
Lernangebote, Förderung des Verständnisses für Farben, Formen, Zahlen sind auch seit zig Jahrzehnten an der Tagesordnung und völlig normal.
Es ist nunmal wichtig!

Förderungsangebote wie beispielsweise bestimmte Bastelangebote (die meisten orientieren sich am Jahresablauf) oder Buchbetrachtungen in kleinen Gruppen oder Themen wie beispielsweise "Gesundes Essen" oder "Wie aus Samen Pflanzen werden" gibt es nunmal nicht jeden Tag. Aber es gibt sie und auch sie sind sehr förderlich für die Entwicklung.
Als Praktikant hat man hier die Möglichkeit auch eigene Ideen einzubringen. Dies muss dann eben mit der Praktikumsanleitung, der Gruppenleitung und evtl der Einrichtungsleitung abgesprochen werden.
Aber es ist sowohl positiv für den Eindruck den der Praktikant vermittelt als auch für den Lerneffekt des Praktikanten.




Ich habe den Eindruck das du nicht wirklich zufrieden bist mit der Arbeit.
Wie schaut es heutzutage aus?
Zu meiner Ausbildungszeit konnte man die Ausbildungszeit ganz normal absolvieren ohne sich festlegen zu müssen in welchem Bereich man später arbeiten will... und konnte als fertiger Erzieher anschließend überall arbeiten (Kleinkindbetreuung, Kindergaren, Hort, Kinderheim, Jugendheim, integrative Einrichtungen, im Bereich der Behindertenbetreuung von Kindern, von Jugendlichen, von Erwachsenen).... etc.
Heutzutage muss man sich schon während der Ausbildung entscheiden in welchem Bereich man später arbeiten will, oder?
Hmmmm....

Ein Tip von mir:
Mach nicht nur Praktikas im Kindergarten sondern auch im Hort, im Jugendheim oder in der Ferienbetreuung (manche Städte bieten im Sommer eine Stadtranderholung für Kinder von bis Jahren an). So erhältst du einen größeren Rundumblick.
Es ist gut möglich das du viel besser in einem der anderen Bereiche zurecht kommst.
Ich spreche aus eigener Erfahrung. Mit Kleingruppen von Kindergartenkindern kann ich ... aber eine reine Arbeit im Kindergartenbereich ist nichts für mich. In meiner Ausbildungsklasse gab es Mitschüler/innen die perfekt für die Arbeit mit Jugendlichen geeignet waren und sich dort am wohlsten fühlten, und andere (wie ich) landeten im Bereich der Betreuung und Pflege von behinderten Menschen.


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30.12.2012 um 15:28
Naja, in Einrichtungen für Kinder oder Jugendliche zu arbeiten, heißt immer auch, sich auf das Abenteuer "Mensch" einzulassen. Du wirst in jeder Einrichtung auf die unterschiedlichsten Menschen mit den verschiedensten Ansichten treffen. Was bedeutet das jetzt konkret für dich? Die Erzieher/innen der einen Einrichtung haben festgelegt, den allgemein bekannten "Waldtag" lieber "pädagogischen Erlebnistag" zu nennen und ihn vorher den Eltern anzukündigen. So what? Kann man mögen, muss man aber nicht.

Ein anderer Kindergarten sieht die ganze Rausgeh- und Waldangelegenheit wieder ganz anders. Generell vertrete ich schon deine Meinung, dass das tägliche freie Spiel draußen den Kindern mehr Freude macht, als stundenlange "pädagogisch wertvolle" Angebots- und Projektreihen im Haus. Aber wie @slobber schon richtig sagte, als Praktikant/in hat man da leider noch nicht viel Mitspracherecht.

Ich weiß nicht genau, wie weit du mit der Erzieherausbildung bist, jedoch ist es sehr bemerkenswert und spricht für dich, dass du schon eine eigene Vorstellung von einer erzieherischen Institution und pädagogisch sinnvoller Arbeit hast, die du aufgrund eigener Beobachtungen und mit der Absicht, das jeweils "Beste" für das Kind/ den Jugendlichen zu wollen, entwickelt hast. Weiter so ;)


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30.12.2012 um 15:47
@Emmi
@Camoran
Man sollte als Praktikant (auch im letzten praktischen Ausbildungsjahr) immer vorsichtig sein WIE man Kritik an der Erzieherarbeit der Kollegen äußert und WIE man Vorschläge (für Angebote oder Neuerungen) anbringt.
Das dürfte aber in jedem Ausbildungsbereich, in jedem Beruf gleich sein.
Denn zum einen macht der Ton die Musik, dann werden eher Vorschläge wohlwollend beachtet die gut durchdacht sind (wenn man merkt das der Auszubildende sich wirklich Gedanken gemacht hat) und es muss eben zur Konzeption der Einrichtung passen und realisierbar sein.


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30.12.2012 um 15:49
@Camoran
Camoran schrieb: Naja 2 Monate es an eigener Haut mit zu erleben reicht mir, mein Kind wird sicher nicht in solch einer Einrichtung landen.
Du bist jetzt ein Mann, hab ich garnicht so mitbekommen.
Einer Mutter, die wegen des Amtes oder aus anderen finanziellen Gründen, ihr Kind in den Kindergarten bringen muss, bleibt oft nichts anderes übrig, als den Kindergarten in der Nähe zu nehmen

Du mußt genug verdienen, dann muß Deine Frau später nicht arbeiten und kann sich um perfekten Kindergarten und Kind kümmern.

Einen Waldorfkindergarten gibt es bei uns nicht
Auch keinen Waldkindergarten, nur noch einen privaten, neben den 2 kirchlichen und einem staatlichen .

In bin nicht dafür, dass Kinder schon unter 3 Jahren in einen Kindergarten gehören
Ich war ein Jahr in der Pekipgruppe.
Da gab es Mütter, die wollten lieber in den Beruf zurück, das Baby abgeben, nicht unbedingt weil sie mußten
Für mich unverständlich .
Den Kindergarten gibt es garnicht, in den ich mein Kind schon in dem Alter abgegeben hätte


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30.12.2012 um 15:53
@.lucy.
Die Optimallösung gibt es selten (leider).
Ich hätte mir für mein Kind den Waldkindergarten gewünscht, die Konzeption gefällt mir einfach am allerbesten. Aber bei uns war dies nicht realisierbar da ich dafür etliche Kilometer mit dem Auto fahren müsste (ich aber keines habe) und man (je nachdem wo man wohnt) schon dankbar sein kann wenn man überhaupt einen Kindergartenplatz bekommt.

Eine gute Bekannte von mir ist auf den Kindergartenplatz ihres Kindes dringendst angewiesen da sie alleinerziehende Mutter und Alleinverdienerin ist.
Entsprechend war sie auch vorher auf eine Tagesmutter angewiesen.


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30.12.2012 um 15:59
Ich hab mein Praktikum im Kindergarten und Kinderheim gemacht
später nochmal Schwangerschaftsvertretung im Kindergarten.
Den Kindergarten kannte ich, es hat so einiges nicht gestimmt, aber die lagjährigen Mitarbeiter lassen sich nicht gerne in die Karten schauen.
Was 20 Jahre richtig war, bleibt richtig.
Da wird nichts geändert, das wäre unbequem

Ist jetzt meine langjährige Erfahrung in dem einen Kindergarten.
Da hat sich in 20 Jahren garnichts verändert


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