PrivateEye schrieb:Es scheint auch logisch. Wichtig in einem solchen Fall sind aber auch die Beweggründe dafür. Meines Erachtens nach passte eine politische Intrige ganz gut dazu. Der König wurde diffamiert und später wurde das Waffenverbot aufgehoben,
Da wäre ich eher skeptisch. Dafür sucht man sich eine der (damals) ärmsten und zurückgebliebensten Regionen aus? Wer eine Intrige sucht, wird sie auch finden
;) Da könntest bzw. müsstest du dann noch mehr berücksichtigen als das Jagdgesetz ...
Die katholische Kirche, die von 1765 bis 1767 in der Diocèse de Mende, einer der allerärmsten, mehr Gelder, Mittel und Spenden einnahm als in viel reicheren, mehr als doppelt und dreimal so viel als in den umliegenden Bistümern. Antoine-Clériade de Choiseul-Beaupré und seine geschickten Bibelzitate in Le mandement de l’évêque de Choiseul-Beaupré, wobei er ja nicht von einem Löwen und auch nicht von einem Wolf, sondern von einer "wilden Bestie" spricht, welche euch und eure Herden vertilgen wird. Das ist ja auch alles dokumentiert auf der von dir verlinkten Seite. Also ich wäre da eher skeptisch.
Tajna schrieb:Denn ich finde es schon auffällig, dass das Tier weibliche Opfer bevorzugt hat
Wenn du dir die Opferliste auf der Seite anschaust
http://www.labetedugevaudan.eu/french/les-victimes-.htmlwaren da über 70 oder 80, je nach Zählweise, männliche Opfer dabei. Ist aber nicht vollkommen transparent, weil sie auf viel mehr Fälle mit Alters-Dokumentierung kommen (auch nur bei den blauen Fällen, die für sie durch "offizielle" Dokumente attestiereten Fälle). Jean-Marc Moriceau, La bête du Gévaudan: 1764-1767 (Paris, 2008) zählte da wohl anders.