Mystery
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

12.775 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vorfall, Dyatlov, Dyatlov Pass ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

19.05.2013 um 12:43
@PrivateEye
Ja, alles richtig. Dann bleibt halt der Punkt, wie lange "erst einmal" war und wie lange es sein darf um als Gefahrenreaktion zu gelten, bei anhaltender Bedrohung durch die Wahnsinnskälte.
Für mich wäre es auch viel einfacher erklärbar, wenn es sich um ein oder zwei Personen gehandelt hätte. Bei so vielen Menschen muss die Bedrohung sehr real gewesen sein.


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

19.05.2013 um 12:44
Angenommen, es war tatsächlich ein Bär: Hätten die unbewaffneten Studenten das Tier gemeinsam überwältigen können
Nein


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

19.05.2013 um 12:47
@Bundeskanzleri
Nicht zu vergessen, das sich die Leute bei Panik gegenseitig "hochschaukeln" können, auch Profis. Vor allem, wenn eine autoritäre Führung in dem Moment fehlt und damit keiner sagt, wo es lang geht. Sollte man vielleicht auch nicht außer acht lassen. Genauso gut könnte sich die Gruppe auch uneinig gewesen sein und zerstritten, was zu tun sei.

mfg
Eye


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

19.05.2013 um 12:48
@PrivateEye
Ja, da hast du Recht. Oder auch wenn es eine autoritäre Führung gibt, die vorgibt, was zu tun ist. Dann folgt man auch, weil es einem richtig scheint.


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

19.05.2013 um 12:56
@Bundeskanzleri
Stimmt. Wenn das versagt, schauts übel aus. Im dümmsten Falle stehen alle da und keiner weiss, was zu machen ist.

mfg
Eye


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

20.05.2013 um 11:47
Zitat von DornröschenDornröschen schrieb:Hast Du eine Theorie die Dir schlüssiger erscheint? Falls ich diese nicht gelesen oder überlesen haben sollte, nennst Du mir die Seite?? Mich interessieren durchaus auch andere Erwägungen. Bin mit dem Fall noch nicht vertraut genug, um schon in irgendeine Richtung festgelegt zu sein. :-)
Mir scheint die Lawinentheorie am schlüssigsten. Keine andere Erklärung passt auch nur annähernd so gut zur Spurenlage.

Den möglichen Ablauf der Tragödie kann man z.B. hier im Thread in meinen Postings auf Seite 63, 76 und 78 nachlesen. Um das gleich zu sagen, die Theorie ist nicht von mir sondern von russischen Berggängern, die sich sowohl in dem besagten Gebiet gut auskennen als auch mit dem Fall vertraut sind. Hier mal ein Link: http://pereval1959.narod.ru/popov.htm

Emodul


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

20.05.2013 um 12:44
@emodul
Deins scheint sich ganz gut zu decken mit dem, was ich zusammen getragen habe.
Wie gesagt, vermutlich eine kleine Lawine oder Schneebrett und dann Panikbedingt mögliche diverse Falsche Entscheidungen, die die Gruppe an einen Point of No Return brachten, als sie wieder logisch handeln konnten, aber es eigentlich schon zu spät dafür war.

Oder einfach ausgedrückt. Eine Verkettung unglücklicher Umstände. Für die russischen Behörden war die Untersuchung ja wohl auch soweit abgeschlossen.

mfg
Eye


1x zitiertmelden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

20.05.2013 um 13:12
Zitat von PrivateEyePrivateEye schrieb:Wie gesagt, vermutlich eine kleine Lawine oder Schneebrett und dann Panikbedingt mögliche diverse Falsche Entscheidungen, die die Gruppe an einen Point of No Return brachten, als sie wieder logisch handeln konnten, aber es eigentlich schon zu spät dafür war.
Panik muss da nicht einmal im Spiel gewesen sein, denke ich. Gegen die klirrende Kälte war die Gruppe halt letztendlich machtlos. Bei der Kälte in Kombination mit dem schneidenden Wind dauerte es nur Minuten, bis man seine Finger nicht mehr spürte und vermutlich konnten deshalb nur so wenige Habseligkeiten aus dem Zelt gerettet werden.

Der Gang durch den tiefen Schnee in die (vor Wind) Schutz bietende Senke war beschwerlich und dürfte die Gruppe völlig entkräftet haben. Beim später unternomenen Versuch, zum Zelt zurückzukehren, starben drei Gruppenmitglieder ohne dass sie bis zum Zelt gelangten.

Ohne wärmende Kleidung war ihr Schicksal dann besiegelt.

Emodul


1x zitiertmelden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

20.05.2013 um 13:30
@emodul
Stimmt. Muss nicht, aber kann/könnte. Das größte Problem ist halt die Rekonstruktion der Zeit und Handlungen vom verlassen des Zeltes bis zum Eintreffen im Baumgeschützten Bereich.
Zitat von emodulemodul schrieb:Bei der Kälte in Kombination mit dem schneidenden Wind dauerte es nur Minuten, bis man seine Finger nicht mehr spürte und vermutlich konnten deshalb nur so wenige Habseligkeiten aus dem Zelt gerettet werden.
Stimmt auch schon, trotzdem hätten sie hier noch größere Chancen gehabt. Warum nicht zuerst Handschuhe und Schuhe anziehen? Vermutlich weil sie es einfach eilig hatten weg zukommen, da sie vermuten musste, der Vorfall könnte/würde sich großflächig wiederholen oder fortsetzen.

Oder warum keine Ski genutzt wurden. Falls sie noch entsprechend vor dem Zelt waren, ist mir jetzt nicht bekannt.

Natürlich auch nur eine Spekulation.

mfg
Eye


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

20.05.2013 um 18:04
@PrivateEye
@emodul

Es gibt viele Argumente gegen eine Lawine - auch gegen eine kleinere.

Man fand keine Spuren einer Lawine, das Zelt und die Ski-Stöcke waren an ihrem ursprünglichen Platz und wäre nicht jedem schon in den ersten Minuten barfuss in der Kälte klargeworden, dass es ohne mehr Kleidung nicht geht?

Warum haben sie dann nicht wenigstens ihre Schlafsäcke mitgenommen, die müssten doch erreichbar gewesen sein, wenn sie im Schlaf von einem Schneebrett überrascht worden wären und nach draußen gekommen waren?


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

20.05.2013 um 20:55
Wie die Passauer Neue Presse vor kurzem meldete (leider finde ich den Artikel nicht mehr), ist vor kurzem der einzige Überlebende Yuri Yudin im Alter von 74 Jahren verstorben.


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

20.05.2013 um 21:38
@Tajna
Es kann sich meiner Meinung nach eben maximal um ein Schneebrett gehandelt haben, welches auf das Zelt niederging. Ich halte es für denkbar, dass sich die Sportler aufgrund des heruntergegangenen Schnees aus dem Zelt herausgeschnitten haben könnten. Was ich mir auch vorstellen kann ist dass sie nach diesem "Erlebnis" erst einmal beschlossen haben könnten, ihr Lager woanders aufzubauen. Eben um nicht noch einmal Schnee auf den Kopf zu bekommen.

Bloss... mir fällt es echt schwer, den Niedergang eines Schneebrettes als Auslöser der darauf folgenden, panikartigen Flucht ohne Schuhe und ohne zumindest Notausrüstung nachzuvollziehen. Aus den Aufzeichnungen der Studenten geht hervor, dass der Berg lediglich eine dünne Schneedecke aufwies, d.h. sie wussten dass mit Lawinen nicht zu rechnen war. Diesen Umstand können doch 9 erfahrene Bergsteiger nicht vom einem Moment auf den Nächsten aufgrund eines gebrirgstypischen Phänomens wie einem Schneebrett einfach "vergessen". Ich denke da hatten die zuvor allesamt schon widrigere Ereignisse souverän gemeistert.

Ich weiß dass einige andere Schreiber hier das anders sehen und ich lasse die anderen Auffassungen sehrwohl gelten. Gerade die Frage nach dem Auslöser der panischen Flucht in den Tod beantwortet vermutlich jeder von uns auch subjektiv. Bei mir ist es so, dass ich (die ich seit Kindheitstagen Alpinsport betreibe) ein einem partiellen Schneeabgang bestimmt nicht in Panik verfallen würde. Die Anwesenheit eines Bären (selbst wenn er nicht aggressiv erscheint) hingegen könnte mich durchaus zu unüberlegten und panischen Reaktionen veranlassen. Man sieht - ich bewerte das eben aus meinem eigenen Angstempfinden heraus. Und so wird das sicher auch den anderen gehen.


1x zitiertmelden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

20.05.2013 um 22:01
Zitat von DornröschenDornröschen schrieb:Aus den Aufzeichnungen der Studenten geht hervor, dass der Berg lediglich eine dünne Schneedecke aufwies, d.h. sie wussten dass mit Lawinen nicht zu rechnen war.
Keine Ahnung woher du diese Info hast. Auf den letzten Fotos, welches durch die Gruppe gemacht wurden, sieht das ganz anders aus.

t93a4dd Dyatlov Pass incident 01Original anzeigen (0,6 MB)

t0a4b59 D0A2D0B0D0B9D0BDD0B0-D0BFD0B5D18

Wie man sieht, ist die Gruppe gerade im Begriff, einen Platz für den Zeltaufbau vorzubereiten. Die Person auf der rechten Seite steht hüfttief im Schnee, also keine Spur einer dünnen Schneedecke.

Emodul


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

20.05.2013 um 22:20
@emodul
Im Tagebucheintrag vom 31. Januar beschreibt Igor Dyatlov die Schneeverhältnisse. An der Stelle des Zeltplatzes hat er eine Schneetiefe von lediglich 1,22 Metern gemessen, wobei es in der Umgebung sogar vollkommen "Snow- free spaces" gegeben haben soll. Das verhängnisvolle Camp Tag darauf, wurde nur 2,5 Meilen weiter aufgeschlagen. Vermutlich war die Schneelage da auch nicht arg viel anders.


1x zitiertmelden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.05.2013 um 01:23
die lawine/schneebrett ist an und fuer sich ne gute theorie und am naheliegensten. aber ich zweifel auch nach wie vor daran. das zelt wäre innen ein riesengrosses chaos gewesen. war es aber nicht. wenn man nicht am zelt hätte bleiben können (warum eigentlich nicht? da konnte nicht viel nachkommen und schnell weg kam man eh nicht unter den umständen), warum wählte man nicht den weg zurueck zum "basiscamp" um schutz und verpflegung zu finden? warum zog man sich nicht adäquat an? nein nein, das sind mir zu viele fehlentscheidungen auf einmal.


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

21.05.2013 um 05:40
@Tajna
Eine große Lawine sicher nicht, eher ein kleines Schneebrett. Und dann etliche Fehlentscheidungen im Anschluss. Finde ich jedenfalls.

mfg
Eye


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

23.05.2013 um 18:02
@PrivateEye
@busenwunder
@Dornröschen
@emodul
@Ludwig_01
@Bundeskanzleri
@Luminarah
@Aggie

Auf der Seite des St. Petersburger Bergsportvereins habe ich eine sehr umfangreiche Untersuchung des Vorfalls gefunden.

Dieser Link zeigt mit welchen Punkten sich diese Untersuchung beschäftigt:

http://www.alpklubspb.ru/ass/dyatlov.htm
Übersetzt:
http://translate.google.de/translate?hl=de&sl=ru&u=http://www.alpklubspb.ru/ass/dyatlov.htm

Die Autoren Brawlers und Slobtsov berücksichtigen Erfahrungen und Erkenntnisse über Unfälle beim Bergsport, die damals, zur Zeit des Unfalls, noch nicht bekannt waren und daraus ergeben sich ganz neue Aspekte.

Teilweise kann man das mit dem Google-Übersetzer ganz gut lesen, teilweise nicht.


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

23.05.2013 um 21:14
@Tajna
Danke!!! Och menno, mich würde dieses Buch so interessieren. Leider spreche ich kein Russisch und das Verstehen der Google-Übersetzung fällt mir sehr schwer. Wurde das Buch eventuell ins Englische übersetzt? (Ich suche selbst gerade schon, bin aber noch nicht fündig geworden)


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

24.05.2013 um 21:16
Auch auf die Gefahr hin, dass ich damit ein bisschen OT bin. Ich habe festgestellt dass das Ski Hiking im Uralgebirge wohl auch heute noch eine beliebte Sportart unter jungen Leuten zu sein scheint. Hier kann man ein paar Eindrücke gewinnen:

Youtube: Лыжный поход на хребет Суук, Южный Урал, 2010
Лыжный поход на хребет Суук, Южный Урал, 2010

Youtube: Polar Ural ski / Полярный Урал 2006
Polar Ural ski / Полярный Урал 2006

Youtube: Лыжный поход на Верхне-Ангарский хребет
Лыжный поход на Верхне-Ангарский хребет



Viel Spass beim Anschauen, wer mag. :-)


melden

Der Dyatlov-Pass-Vorfall

26.05.2013 um 07:28
Ich denke auch, dass die höhere Gewalt eher eine natürliche Gewalt war oder dann eben wirklich ein militärischer Versuch. Nur wären bei einem militärischen Versuch wahrscheinlich die entsprechenden Gefahrengebiete abgeriegelt gewesen. Einen Angriff durch Bär oder Wolf müsste m. M. n. mehr Spuren hinterlassen. Deshalb würde ich auch auf einen Schneerdrutsch tippen mit anschließender natürlicher Einwirkung des Schneewassers. Ich musste beim Lesen die ganze Zeit daran denken, wie ich selbst einmal fast in eine Gletscherspalte rutschte. Wir waren damals auch mehrere Leute, aber tatsächlich waren die Entscheidungen auch sehr überstürzt und unprofessionell von den Leitern. Das käme also hin. Zum Glück hatte ich so wenig Vertrauen und bestand auf spezielle Sicherheitsmaßnahmen, sonst würde ich hier nicht schreiben.


melden