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Der Kosmos und die Schätze der Welt-Gibt es eine Verbindung?

7.027 Beiträge, Schlüsselwörter: Mensch, Erde, Weltall

Der Kosmos und die Schätze der Welt-Gibt es eine Verbindung?

09.11.2010 um 19:56
@Keysibuna

Bei einer osmanischen Strafexpedition Richtung Donau wurde die serbische Festung Smederevo 1439 zerstört und Belgrad 1440 erfolglos belagert.
Der osmanische Rückschlag bei Belgrad rief seine christlichen Gegner auf den Plan. Unter der Führung Papst Eugens IV., der sich mit der Kirchenunion von Florenz von 1439 am Ziel sah, wurde erneut für einen Kreuzzug gegen die „Ungläubigen“ geplant.


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Der Kosmos und die Schätze der Welt-Gibt es eine Verbindung?

09.11.2010 um 19:58
@KlausBärbel

Ungarn, Polen, Serbien, Albanien, sogar das türkische Emirat Karaman in Anatolien, gingen eine anti-osmanische Allianz ein, doch durch den Ausgang der Schlacht bei Warna 1444 unter König Wladyslaw von Polen und Ungarn und der zweiten Schlacht auf dem Amselfeld 1448 unter dem ungarischen Reichsverweser Johann Hunyadi, zerschlugen sich endgültig alle Hoffnungen der Christen das Byzantinische Reich vor einer osmanischen Annexion zu entsetzen.


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Der Kosmos und die Schätze der Welt-Gibt es eine Verbindung?

09.11.2010 um 20:00
@Keysibuna

Am 29. Mai 1453, nach knapp zweimonatiger Belagerung, fiel die Reichshauptstadt an Mehmed II.. Der letzte byzantinische Kaiser Konstantin XI. starb während der Kämpfe um die Stadt.

Der 29. Mai gilt auch heute noch bei den Griechen als Unglückstag, denn es begann die lange türkische Fremdherrschaft, während der nach teilweiser Sprachübernahme nur die Religion als bindende Kraft erhalten blieb.


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Der Kosmos und die Schätze der Welt-Gibt es eine Verbindung?

09.11.2010 um 20:02
@KlausBärbel

Die Anfangs- und Enddaten der Unabhängigkeit der Hauptstadt, 395 und 1453, galten lange auch als zeitliche Grenzen des Mittelalters.
Bis 1461 wurden auch die restlichen Städte – wie Trapezunt am östlichen Schwarzen Meer und Mystras auf der Halbinsel Morea – erobert.


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09.11.2010 um 20:04
@Keysibuna

Lediglich Monemvasia unterstellte sich 1464 dem Protektorat von Venedig. Die Stadt stellte staatsrechtlich das dar, was vom „Römischen Reich“ im Lauf der Jahrhunderte übrig blieb. Der Fall von Byzanz war einer der Wendepunkte von weltgeschichtlicher Bedeutung. Das Byzantinische Reich, das sich als eines der langlebigsten der Weltgeschichte erwiesen hatte, war damit untergegangen; mit ihm ging eine über 2000-jährige Ära zu Ende.


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09.11.2010 um 20:06
@KlausBärbel

Sie haben auch super Bauwerke hinterlassen.


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09.11.2010 um 20:07
@Keysibuna

Die Byzantiner – und die Griechen bis ins 19. Jahrhundert hinein – betrachteten und bezeichneten sich selbst als Römer. Das Wort Griechen wurde fast nur für die vorchristlichen, heidnischen griechischen Kulturen und Staaten verwendet. Um 1400 jedoch bezeichneten sich die Byzantiner zunehmend als Hellenen.


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Der Kosmos und die Schätze der Welt-Gibt es eine Verbindung?

09.11.2010 um 20:08
@KlausBärbel

So schnell kann sich alles ändern^^


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Der Kosmos und die Schätze der Welt-Gibt es eine Verbindung?

09.11.2010 um 20:10
@Keysibuna

Die heute üblichen Bezeichnungen Byzantiner und Byzantinisches Reich sind modernen Ursprungs. Nach ihrem Selbstverständnis waren sie nicht die Nachfolger des Römischen Reiches – sie waren das Römische Reich an sich, deutlich wird dies auch dadurch, dass die Bezeichnungen „Oströmisches“ und „Weströmisches Reich“ modernen Ursprungs sind und es nach zeitgenössischer Auffassung nur ein Reich unter zwei Kaisern gab, solange beide Reichsteile existierten.


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Der Kosmos und die Schätze der Welt-Gibt es eine Verbindung?

09.11.2010 um 20:11
@KlausBärbel

Die Stadt Konstantinopel wurde von dorischen Siedlern aus dem griechischen Mutterland um 660 v. Chr. unter dem Namen Byzantion gegründet.


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Der Kosmos und die Schätze der Welt-Gibt es eine Verbindung?

09.11.2010 um 20:12
@Keysibuna

Das Byzantinische Reich war zwar ein polyethnischer Staat, der außer Griechen auch Armenier, Illyrer und Slawen sowie in frühbyzantinischer Zeit auch Syrer und Ägypter einschloss. Die meisten Gebiete, über die er sich erstreckte, waren seit Jahrhunderten hellenisiert, also dem griechischen Kulturkreis angeschlossen. Hier lagen bedeutende Zentren des Hellenismus wie Konstantinopel, Antiochia, Ephesos, Thessaloníki und Alexandria, und hier bildete sich auch die orthodoxe Form des Christentums heraus.


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09.11.2010 um 20:13
@KlausBärbel

Gegründet wurde Konstantinopel als Byzantion.
Bereits im 10. Jahrhundert nannten Griechen die Stadt auch Bulin und Stanbulin.


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09.11.2010 um 20:14
@Keysibuna

Das Gebiet des heutigen Griechenlands spielte im Byzantinischen Reich lange keine sonderlich bedeutende Rolle, da die neben der Hauptstadt wirtschaftlich und militärisch bedeutsamsten Gebiete die orientalischen Provinzen des Reiches waren.

Als diese verloren gingen, spielte Kleinasien eine wichtige Rolle, erst seit dem Hochmittelalter auch wieder vor allem der Balkan. Als Kleinasien nach 1071 teilweise und im 14. Jahrhundert endgültig an türkische Invasoren fiel, begann der Abstieg von der Groß- zur Regionalmacht und schließlich zum Kleinstaat.


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09.11.2010 um 20:17
@KlausBärbel

"Vieles von dem, was wir über die Antike wissen, insbesondere über die griechische und lateinische Literatur und das römische Recht, wäre ohne die Gelehrten, Schreiber und Kopisten in Konstantinopel auf immer verloren."

(John Julius Norwich in "Byzanz").


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09.11.2010 um 20:18
@Keysibuna

Das Byzantinische Reich besaß – im Gegensatz zu den meisten anderen Reichen des Mittelalters – auch nach dem Einfall der Araber noch lange eine recht straff organisierte Bürokratie, deren Zentrum Konstantinopel war.

Daher konnte Ostrogorsky von einem Staat im modernen Sinne sprechen. Das Reich verfügte neben einem effizienten Verwaltungsapparat auch über ein organisiertes Finanzwesen sowie über eine stehende Armee. Kein Reich westlich des Kaiserreichs China konnte etwa über so große Beträge verfügen wie Byzanz.


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09.11.2010 um 20:21
@KlausBärbel

Ob Konstantin Byzantion wirklich als Konkurrenz zu Rom geplant hat, ist unter den Forschern umstritten und gilt heute als eher unwahrscheinlich, denn auch andere Kaiser vor und nach ihm hatten Städte wie Trier oder Nikomedia als Residenzen großzügig erweitert und teils nach sich selbst benannt.


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09.11.2010 um 20:23
@Keysibuna

Zahlreiche Handelsrouten verliefen durch byzantinisches Gebiet und Konstantinopel selbst fungierte als ein wichtiger Warenumschlagsplatz, wovon Byzanz erheblich profitierte, etwa durch den Ein- und Ausfuhrzoll (kommerkion). Die wirtschaftliche Kraft und Ausstrahlung von Byzanz war so groß, dass der goldene Solidus zwischen dem 4. und 11. Jahrhundert die Leitwährung im Mittelmeerraum war.

Der Kaiser wiederum herrschte de facto fast uneingeschränkt über Reich und Kirche, und dennoch war in keinem anderen Staat eine so große Aufstiegsmöglichkeit in die Aristokratie gegeben wie in Byzanz, welches eine Mischung aus römischem Staatswesen, griechischer Kultur und christlichem Glauben darstellte und sich immer noch dem Gedanken der antiken „Universalmacht“ verpflichtet fühlte.


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09.11.2010 um 20:24
@KlausBärbel

Konstantins Stadt besaß erst seit 359 einen Stadtpräfekten wie Rom und wurde bis dahin durch einen gewöhnlichen Statthalter (proconsul) regiert; es gab für die dortigen Senatoren zunächst keinen cursus honorum, und die rechtliche Gleichstellung mit Rom wurde frühestens 421, also erst nach fast einem Jahrhundert, erreicht.

Cursus honorum (lat. Ehrenlaufbahn) ist die Bezeichnung der traditionellen Abfolge der Magistraturen, die Ämterlaufbahn, die Politiker der Römischen Republik durchliefen.


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09.11.2010 um 20:25
@Keysibuna

Nur Byzanz, so die zeitgenössische Vorstellung, war die Wiege des „Wahren Glaubens“ und der Zivilisation. In der Tat war das kulturelle Niveau in Byzanz zumindest bis ins Hochmittelalter hinein höher als in allen anderen Reichen des Mittelalters. Dabei spielte auch der Umstand eine Rolle, dass in Byzanz wesentlich mehr vom antiken Erbe bewahrt wurde als in Westeuropa; ebenso war der Bildungsstandard lange Zeit höher als im Westen.


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Der Kosmos und die Schätze der Welt-Gibt es eine Verbindung?

09.11.2010 um 20:27
@KlausBärbel

Ohne Frage wuchs die Bedeutung der Stadt in den Jahren nach 330 sehr rasch.
Die ägyptischen Getreideflotten steuerten fortan nicht mehr Rom an, sondern die Stadt am Bosporus.
Konstantinopel wurde in der Spätantike konsequent zum Mittelpunkt von Verwaltung, Wirtschaft und Kultur des Oströmischen Reiches ausgebaut und erfüllte diese Aufgabe (mit Unterbrechung) seit dem späten 4. Jahrhundert.


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