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Die letzten Rätsel der Menschheit

2.782 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Menschheit, Rätsel, Phänomene
Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:01
@KlausBärbel

Auf dem griechischen Festland rivalisierten währenddessen verschiedene Poleis um eine Vormachtstellung und bekriegten einander oftmals.

Auf der Peloponnes war zunächst Argos lange Zeit führend; doch gelang es Sparta nach der Eroberung Messeniens in mehreren erbittert geführten Kriegen bis 640 v. Chr. sowie auf der Grundlage innerer Reformen, zur führenden Militärmacht Griechenlands zu werden.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:03
@CosmicQueen
@Keysibuna

Längst hatte sich das Militärmodell der Bürgerwehren durchgesetzt (Hoplitentaktik). Um 550 v. Chr. gründete Sparta schließlich den Peloponnesischen Bund und zementierte damit seinen Herrschaftsanspruch.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:05
@KlausBärbel

Im 7. und 6. Jahrhundert v. Chr. verbreitete sich die Regierungsform der Tyrannis.
Das geschah zunächst in Korinth, wo die Kypseliden um 660 v. Chr. an die Macht kamen und damit die früheste Tyrannis in Griechenland einrichteten, sowie danach in Sikyon und Samos, später auch in Athen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:07
@CosmicQueen
@Keysibuna

Der Begriff Tyrannis stammte aus Kleinasien und bezeichnete zunächst ohne Wertung eine Alleinherrschaft. In der Regel übernahm ein mächtiger Aristokrat die Führung innerhalb einer Polis, sicherte seine Macht durch militärische Kräfte ab und suchte zudem Unterstützung bei anderen Tyrannen.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:08
@KlausBärbel

Es bestand also keine rechtliche Grundlage, sondern eine rein machtpolitische.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:10
@CosmicQueen
@Keysibuna

Auch im westlichen Mittelmeerbereich kamen in späterer Zeit Tyrannen an die Macht, wobei die Entwicklung auf Sizilien recht spektakulär verlief (siehe Gelon, Agathokles).

Im griechischen Kernland stellte sich aber vor allem Sparta dieser Regierungsform entgegen und bekämpfte sie energisch.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:12
@KlausBärbel

Die antike griechische Welt kannte kein Nationalgefühl im modernen Sinn.

Jede Polis, mochte sie noch so klein sein, wachte streng über die eigene Autonomie und war nicht bereit, diese freiwillig aufzugeben.

Dadurch bedingt war der Krieg im antiken Griechenland eher der Normalzustand (siehe die Kämpfe zwischen Athen und Ägina oder zwischen Sparta und Argos).


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:14
@CosmicQueen
@Keysibuna

Großereignisse, zu denen Griechen aus den verschiedenen Poleis zusammenströmten und bei denen sie ihr Zusammengehörigkeitsbewusstsein zum Ausdruck brachten, gab es vor allem in Gestalt der Panhellenischen Spiele, deren berühmteste die Olympischen Spiele waren.

Hieran nahmen beispielsweise auch Griechen aus Unteritalien teil. Von ähnlicher panhellenischer Bedeutung war außerdem das Orakel von Delphi.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:16
@KlausBärbel

Von grundlegender gemeinschaftsstiftender Wirkung war aber vor allem der aus den homerischen Epen bekannte Götterkanon, auf den sich in archaischer Zeit die ersten Tempelbauten bezogen.
Die antiken griechischen Poleis waren stark religiös geprägt.

Zwar handelte es sich um keine Buchreligion – die Religion wurde durch Mythen und Heroengeschichten bestimmt –, doch wurden fast alle öffentlichen und privaten Handlungen von Anrufungen an die Götter begleitet.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:18
@CosmicQueen
@Keysibuna

Ein deutliches Gemeinschaftsgefühl, das auch politisch zum Ausdruck kam, entwickelte sich erst am Vorabend der Perserkriege. 510 wurde die Tyrannis in Athen endgültig beseitigt. Bereits zuvor war Athen zur Vormacht in Attika geworden.
In Kleinasien kam es kurz danach zum Ionischen Aufstand (500–494 v. Chr.), einem Ereignis, das Weltgeschichte schreiben sollte.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:20
@KlausBärbel

Der Ionische Aufstand (ca. 500–494 v. Chr.) der seit Jahrzehnten unter persischer Oberherrschaft stehenden kleinasiatischen und zyprischen Griechen gegen das Achämenidenreich war von Athen nur halbherzig unterstützt worden.
Dennoch nutzte der persische Großkönig Dareios I. diesen Anlass zur Rechtfertigung der bereits länger ins Auge gefassten Expansion seines Reiches, die er als „Vergeltungsfeldzug“ bezeichnete. Mit diesem Feldzug begannen für Griechenland die Perserkriege.

Herodot, der Vater der Geschichtsschreibung, hat über diese Ereignisse in seinem Werk umfänglich Auskunft gegeben.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:22
@CosmicQueen
@Keysibuna

Athen siegte zwar bei Marathon 490 v. Chr., doch kam es zehn Jahre später zu einem erneuten Feldzug unter Führung von Dareios’ Sohn Xerxes I. 481 v. Chr. wurde daher der Hellenenbund gegründet, dem neben Sparta und Athen auch mehrere andere, aber keineswegs alle Stadtstaaten des Mutterlandes angehörten; manche waren sogar eher bereit, sich den Persern zu unterwerfen. Nach dem Hinhaltegefecht an den Thermopylen kam es bei Salamis zur Entscheidungsschlacht.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:24
@KlausBärbel

Die Griechen vernichteten die zahlenmäßig überlegene persische Flotte (480 v. Chr.).
Ein Jahr später wurde auch das persische Landheer in der Schlacht von Plataiai geschlagen.
478 v. Chr. begann die Eroberung Ioniens.
Sparta weigerte sich jedoch, den Schutz der Griechen fern der Heimat zu übernehmen.
Athen hingegen, bisher der Juniorpartner, nahm sich der Aufgabe an und gründete 478/477 v. Chr. den Attischen Seebund.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:25
@CosmicQueen
@Keysibuna

Auf den Grundlagen der Reformen Solons und des Kleisthenes von Athen sowie der Seeherrschaft Athens in der Ägäis entstand Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr. die entwickelte Attische Demokratie mit Perikles als leitendem Staatsmann. Zeitgleich entwickelte sich nach dem Zeugnis des Historikers Thukydides der Dualismus zwischen der Seemacht Athen und der Landmacht Sparta, der schließlich zum Peloponnesischen Krieg führen sollte.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:26
@KlausBärbel

Während Theben in Böotien die Errichtung einer Hegemonie über die anderen böotischen Gemeinden betrieb, verfolgte Athen unter Perikles eine ähnlich aggressive Politik.

Der Seebund, inzwischen längst ein Instrument zur Verfolgung athenischer Interessen, entwickelte sich mehr und mehr zum attischen Reich. 460–57 v. Chr. wurden die so genannten Langen Mauern errichtet, die Athen mit dem Hafen Piräus verbanden und Athen selbst zur uneinnehmbaren Festung machten.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:28
@CosmicQueen
@Keysibuna

Gestützt auf die Finanzmittel des Bundes, in dem die Bundesgenossen zu Tributpflichtigen Athens geworden waren, wurde die Athener Akropolis durch ein ebenso aufwändiges wie glanzvolles Bauprogramm zu einem repräsentativen Zentrum der neuen Großmacht, die sich nun kulturell als die „Schule Griechenlands“ darzustellen wusste.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:29
@KlausBärbel

Athen entwickelte sich von der Mitte des 5. Jahrhunderts ab auch zum geistigen Magneten und Zentrum Griechenlands, in das die Sophisten mit ihren Lehren und der Einführung der paideia strebten und in dem die Philosophie eines Sokrates, Platon und Aristoteles jeweils Schule machte.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:31
@CosmicQueen
@Keysibuna

Im 5. Jahrhundert entstanden die Tragödien von Aischylos, Sophokles und Euripides, dann auch die Komödien des Aristophanes.

Von dem großen Bildhauer Phidias, der das Bauprogramm auf der Akropolis leitete, ist anders als für seinen mit Menschenbildnissen befassten Kollegen Polyklet oder den berühmten Arzt Hippokrates eine längere Anwesenheit in Athen verbürgt


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:32
@KlausBärbel

Im 4. Jahrhundert widersetzte sich der Redner Demosthenes wortmächtig, aber machtlos der anhebenden makedonischen Vorherrschaft und blieb damit bis in die Zeit Ciceros unerreichtes rhetorisches Vorbild.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 15:34
@CosmicQueen
@Keysibuna

Die Attische Demokratie, die allen Vollbürgern vermögensunabhängig eine gleichberechtigte Beteiligung sicherte und sie annähernd eineinhalb Jahrhunderte zu intensiver politischer Mitwirkung anhielt, hatte die Kehrseite, dass Frauen und Sklaven vollständig davon ausgeschlossen waren


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