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Die letzten Rätsel der Menschheit

2.782 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Menschheit, Rätsel, Phänomene

Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:23
@CosmicQueen
@Keysibuna

Als Alexander wieder bei Besinnung war, bereute er diese Tat zutiefst: Es heißt, er solle geklagt und geweint und gar versucht haben, sich selbst das Leben zu nehmen.

Er sah diese Tat jedenfalls als einen seiner schwersten Fehler an. Alexanders Neigung zu übermäßigem Alkoholgenuss – er trank allerdings fast ausschließlich in Gesellschaft – blieb eine Schwäche, in der er häufig die Selbstkontrolle verlor. Das gemeinsame Trinken der Männer gehörte dabei auch fest zum gesellschaftlichen Leben in der griechischen Welt


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:24
@KlausBärbel

Im folgenden Jahr 327 v. Chr. eroberte Alexander noch zwei sogdische Bergfestungen. Dann war niemand mehr übrig, um ihm Widerstand zu leisten.
Zwei Jahre hatten die Sogdier sich gegen Alexander erhoben und ihn in immer neue Scharmützel verwickelt. Nach dieser Zeit waren die meisten von ihnen tot oder versklavt. B
evor Alexander nach Baktrien zurückkehrte, ließ er 11.000 Mann Besatzung in den eroberten Gebieten Sogdiens zurück.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:26
@CosmicQueen
@Keysibuna

Zurück in Baktra gab Alexander eine Reihe von Befehlen, die seine makedonische Generalität weiter von ihm entfremdete. Da sich baktrische Reiter bei den Feldzügen in Sogdien als hilfreich erwiesen hatten, befahl Alexander seinen Generälen, 30.000 junge Perser und Baktrier zu Phalanx-Soldaten auszubilden. Auch in die Kavallerie wurden Einheimische integriert. Die Soldaten akzeptierten die Auflagen widerstrebend, denn noch immer trauten sie den Persern nicht.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:27
@KlausBärbel

Alexander heiratete in Baktra die sogdische Prinzessin Roxane, Tochter eines Mannes namens Oxyartes (nicht identisch mit dem gleichnamigen Bruder des Dareios). Durch diese politische Hochzeit gedachte er zur Befriedung Sogdiens beizutragen.
Dafür schickte Alexander seine langjährige Geliebte Barsine und den gemeinsamen unehelichen Sohn Herakles fort.
Die Hochzeit war auch eine Beleidigung für Alexanders Verbündeten Artabazos, den Vater der Barsine, seinen Statthalter in Baktrien.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:30
@CosmicQueen
@Keysibuna

Außerdem versuchte Alexander, das persische Hofritual der Proskynese einzuführen: Jeder, der vor den König treten wollte, musste sich vor diesem verbeugen und das Gesicht auf den Boden pressen. Freie Makedonen und Griechen praktizierten eine solche Unterwerfungsgeste allerdings nur vor den Göttern. Es heißt, dass mehrere von Alexanders Generälen sich weigerten, sich derart vor ihm zu erniedrigen. Fortan galt sie nur noch für Perser.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:31
@KlausBärbel

Alexanders Anordnungen wurden als solche Merkwürdigkeiten empfunden, dass es diesmal zur offenen Revolte unter den griechischen Soldaten zu kommen drohte.

Im Rahmen der sogenannten Pagenverschwörung ließ Alexander auch eine Reihe von einstigen Gefolgsleuten hinrichten, darunter seinen Hofbiographen Kallisthenes.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:33
@CosmicQueen
@Keysibuna

Nach der Eroberung des gesamten Perserreichs fasste Alexander den Beschluss, sein Imperium weiter nach Osten auszudehnen. Indien war für die Griechen ein halblegendäres Land, über das sie kaum etwas wussten. Das Land, das damals Indien genannt wurde, ist nicht identisch mit dem heutigen Staat Indien.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:34
@KlausBärbel

Eine definierte Ostgrenze gab es nicht, da kein Reisender jemals weit nach Indien vorgedrungen war.

Die westlichsten Teile jenes Indiens hatten zu Zeiten Dareios' I. zu Persien gehört, wobei Indien selbst kein geeinter Staat war, sondern aus einer Vielzahl wenig bekannter Kleinstaaten bestand.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:36
@CosmicQueen
@Keysibuna

Für den Indienfeldzug gab es keinerlei militärische Notwendigkeit. Die Gründe werden auch heute noch in der Forschung diskutiert, ohne dass bisher eine Einigung erzielt worden wäre.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:37
@KlausBärbel

Möglicherweise waren es Alexanders Neugier und Kriegslust, eine Art irrationales Streben und Sehnsucht nach Erfolgen (pothos), aber auch Thesen wie die von dem Bestreben, seine Autorität durch immer neue militärische Siege zu konsolidieren, werden angeführt.

Jedenfalls sollte sich der Indienfeldzug als eine schwere Belastungsprobe erweisen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:39
@CosmicQueen
@Keysibuna

Zu Beginn des Jahres 326 v. Chr. stieß Alexander mit zwei Heeren ins Tal des Flusses Kabul vor, das damals ein Teil Indiens war. Der Vorstoß war von besonderer Grausamkeit gekennzeichnet. Immer seltener ließ Alexander gegenüber eroberten Regionen Großzügigkeit walten.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:40
@KlausBärbel

Städte und Dörfer wurden zerstört und ihre Bevölkerungen ermordet.

Die zwei Armeen trafen einander am Indus. Alexander machte das Land zwischen Kabul und Indus zur Provinz Gandhara und ernannte seinen Gefolgsmann Nikanor zu deren Statthalter.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:42
@CosmicQueen
@Keysibuna

Am anderen Ufer des Indus wurden Alexanders Truppen von Omphis empfangen, dem König von Taxila, das etwa 30 km vom heutigen Islamabad entfernt lag. Hier traf Alexander einen Mann namens Kalanos, den er aufforderte, ihn auf seinen weiteren Feldzügen zu begleiten.

Kalanos stimmte zu und wurde Alexanders Ratgeber; offensichtlich war er bei den kommenden Verhandlungen mit indischen Führern sehr von Nutzen.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:43
@KlausBärbel

Vom Hof des Omphis aus rief Alexander die anderen Staaten des Punjab auf, sich ihm zu unterwerfen und ihn als Gott anzuerkennen. ^^

Dies verweigerte Poros, der König von Pauravas, das von Taxila durch den Fluss Hydaspes (heute Jhelam) getrennt war.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:44
@CosmicQueen
@Keysibuna

Im Mai überquerte Alexander während eines Platzregens den Hydaspes und besiegte eine berittene Einheit unter dem Sohn des Poros. Die Griechen und Perser zogen weiter ostwärts. Zahlenmäßig waren sie dem kleinen Heer des Poros, das sie erwartete, überlegen, doch kamen sie in dem üppig bewaldeten Land mit seinen ständigen Regenfällen schwer zurecht.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:45
@KlausBärbel

Außerdem waren Berichte zu ihnen gedrungen, dass Poros eine Einheit von Kriegselefanten unterhielt, mit denen sich die Griechen nie zuvor gemessen hatten. ^^


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:48
@CosmicQueen
@Keysibuna

In der Schlacht am Hydaspes wurden die Inder besiegt. In dieser Schlacht soll Alexanders Pferd Bukephalos zu Tode gekommen sein, obwohl andere Quellen sagen, es sei schon vor der Schlacht an Altersschwäche gestorben. Seinem langjährigen Reittier zu Ehren gründete Alexander die Stadt Bukephala (heute wahrscheinlich Jhelam in Pakistan). Poros wurde begnadigt und zu Alexanders Statthalter in Pauravas ernannt.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:49
@KlausBärbel

Weiter im Osten am Ganges lag das Königreich Magadha, das selbst den Menschen des Panjab kaum bekannt war.

Alexander wollte auch dieses Land erobern.

Bei heftigem Monsunregen quälte sich die weitgehend demoralisierte Armee ostwärts und hatte einen Hochwasser führenden Fluss nach dem anderen zu überqueren.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:50
@CosmicQueen
@Keysibuna

Ende Juli stand die Überquerung des Hyphasis (heute Beas) an, und von Magadha waren die Soldaten noch weit entfernt. Hier meuterten die Männer und weigerten sich, weiter zu gehen; ihr einziges Bestreben war die Heimkehr.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:51
@KlausBärbel

Alexander war außer sich vor Wut, wurde aber letztlich zur Umkehr gezwungen.

Am Ufer des Hyphasis gründete er ein weiteres Alexandreia und siedelte hier viele Veteranen an, die damit wenig Hoffnung hegen durften, jemals nach Griechenland zurückzukehren.


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