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Die letzten Rätsel der Menschheit

2.782 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft, Menschheit, Rätsel, Phänomene

Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:52
@CosmicQueen
@Keysibuna

Der beschwerliche Rückweg zum Hydaspes dauerte bis zum September. In Bukephala war der Bau von 800 Schiffen begonnen worden, die den Fluss abwärts zum Indischen Ozean segeln sollten. Dies waren jedoch nicht genug, um Alexanders gesamte Armee zu transportieren, so dass die Schiffe am Ufer von Fußsoldaten begleitet werden mussten.

Im November brachen sie von Bukephala auf, doch nach zehn Tagen trafen sie am Zusammenfluss des Hydaspes mit dem Acesines (heute Chanab) auf Stromschnellen, in denen mehrere Schiffe kenterten und viele Griechen ihr Leben verloren.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:54
@KlausBärbel

Der weitere Weg führte durch indische Staaten, die Alexander nicht unterworfen hatte. Immer wieder wurde das Heer angegriffen, und die Perser und Griechen zerstörten Städte und Dörfer, wo sie ihnen in den Weg kamen.

Im Kampf gegen die Maller wurde Alexander bei der Erstürmung einer Stadt (vielleicht Multan) durch einen Pfeil schwer verletzt. Das Geschoss drang in seine Lunge; obwohl Alexander überlebte, sollte er den Rest seines Lebens unter den Folgen dieser Verwundung leiden.

Vom Krankenlager aus befahl er, dass am Zusammenfluss von Acesines und Indus ein weiteres Alexandreia (nahe dem heutigen Uch) gegründet werden solle und dass Roxanes Vater Oxyartes zum Statthalter der neuen Provinz ernannt werden sollte.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:56
@CosmicQueen
@Keysibuna

Als nächstes griff Alexander die Staaten von Sindh an, um seiner Armee den Weg nach Süden frei zu kämpfen. Die Könige Musicanos, Oxicanos und Sambos wurden unterworfen. Musicanos, der später eine Rebellion begann, wurde letztlich gekreuzigt.

Erst als der Monsun wieder begann, erreichte das Heer 325 v. Chr. die Indusmündung und den Indischen Ozean. Alexander gründete hier die Stadt Xylinepolis (heute Bahmanabad) und machte die Flotte startklar. Während etwa ein Viertel der Armee so auf dem Seeweg die Rückkehr antreten sollte, musste der Großteil über den Landweg nach Persien zurückkehren.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 22:58
@KlausBärbel

Im August 325 v. Chr. machte sich das Landheer unter Alexanders Führung auf den Weg.
Die Flotte unter dem Befehl des Nearchos brach einen Monat später überstürzt auf, da sich die Einheimischen zu erheben begonnen hatten.

Praktisch unmittelbar nach dem Abzug des Heeres fielen die gerade eroberten Kleinstaaten Indiens ab und erhoben sich gegen die in den neuen Städten zurückgebliebenen Veteranen, über deren weiteres Schicksal in den wenigsten Fällen etwas bekannt ist.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:00
@CosmicQueen
@Keysibuna

Das heutige Belutschistan war damals als Gedrosien bekannt. Obwohl die Perser vor der Durchquerung der gedrosischen Wüste warnten, unternahm Alexander dieses Risiko, wahrscheinlich weil es der kürzeste Weg war.

Die Hintergründe sind in der Forschung jedoch umstritten. Ob er wirklich die sagenhafte Königin Semiramis übertreffen wollte, ist wenigstens fraglich; wenn, dann ging es Alexander wohl darum, die Rückschläge des Indienfeldzugs durch dieses Unternehmen zu relativieren


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:02
@KlausBärbel

Auch die Stärke des Heeres ist ungewiss, wenn auch Zahlen von über 100.000 Mann jedoch sicherlich übertrieben sind und um die 30.000 Mann realistischer sein dürften.

Die sechzigtägigen Strapazen ließen zahllose Soldaten durch Erschöpfung, Hitzschlag oder Verdursten ums Leben kommen; dabei spielte auch der Umstand eine Rolle, dass Alexanders Führer offenbar recht unfähig waren.

Im Dezember erreichten die Soldaten Pura (heute Bampur), einen der östlichsten Vorposten Persiens, und waren damit in Sicherheit.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:03
@CosmicQueen
@Keysibuna

Manche Quellen (Curtius Rufus, ähnlich Plutarch) behaupten, dass Alexander, in Anlehnung an den Dionysos-Mythos, der von der eher zivilisatorisch-friedlichen als militärischen Unterwerfung Asiens und selbst Indiens erzählt, seine Rückkehr als rauschendes Fest (komos) inszeniert haben soll.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:04
@KlausBärbel

Die vertrauenswürdigste Quelle, Arrian, hielt derartige Berichte allerdings für kaum glaubwürdig, und sie dürften auch tatsächlich zumindest übertrieben sein.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:07
@CosmicQueen
@Keysibuna

Alexander gründete jedenfalls im Januar 324 v. Chr. ein weiteres Alexandreia (heute Golashkerd). Auf dem Weg westwärts stieß er in Susa auf Nearchos und seine Männer, die den Seeweg weitgehend unversehrt überstanden hatten.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:08
@KlausBärbel

Neue Feiern wurden genutzt, um 10.000 persische Frauen mit Soldaten zu verheiraten.

Die Ehen wurden von Alexander als Notwendigkeit gesehen, um das Zusammenwachsen von Persern und Makedonen/Griechen weiter voranzutreiben.

Er selbst heiratete zwei Frauen, nämlich Stateira, eine Tochter des Dareios, und Parysatis. ^^


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:09
@CosmicQueen
@Keysibuna

Er war somit nun mit drei Frauen verheiratet. Die Hochzeiten wurden nach persischem Ritual ausgeführt. Schon Alexanders Vater hatte die Hochzeit mit mehreren Frauen als diplomatisches Mittel zur Stabilisierung und Ausweitung seines Machtbereiches eingesetzt.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:11
@KlausBärbel

In der Forschung wurde dies als Versuch interpretiert, eine Art „Verschmelzungspolitik“ zu betreiben (Johann Gustav Droysen).

Der britische Historiker Tarn sah darin gar den Versuch einer „Vereinigung der Menschheit“; viele andere moderne Historiker wie Badian oder Bosworth lehnen dies jedoch ab.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:12
@CosmicQueen
@Keysibuna

Um weitere Attribute eines persischen Staates zu übernehmen, ernannte Alexander seinen langjährigen Freund Hephaistion (und nach dessen Tod Perdikkas) zum Chiliarchen (Wesir) und seinen General Ptolemaios zum Vorkoster. Beide Titel waren im Westen unbekannt.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:13
@KlausBärbel

Außerdem wurden gegen mehrere Statthalter, die sich bereichert hatten oder ihren Aufgaben nicht sachgerecht nachgekommen waren, Prozesse eröffnet.

Harpalos, ein Jugendfreund Alexanders und sein Schatzmeister, befürchtete aufgrund seines Verhaltens einen solchen Prozess.

Er setzte sich mit 6.000 Söldnern und 5.000 Talenten nach Griechenland ab, wurde jedoch bald darauf auf Kreta ermordet.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:13
@KlausBärbel
@Keysibuna
Hier mal ein Ölgemälde von Alexander den Großen.
np66269,1289686422,5913M


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:15
@CosmicQueen
@Keysibuna

Die Neuerungen Alexanders vergrößerten die Kluft zwischen Alexander und seiner makedonischen Generalität. Da die Zahl der Soldaten iranischer Herkunft im Heer die der Makedonen zu übertreffen begann, fürchteten sie, bald gänzlich bedeutungslos zu sein. Perser durften nun auch höhere Ränge in der Armee bekleiden, was die Makedonen als unerhört ansahen.


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:15
@CosmicQueen

Schönes Bild :)


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Keysibuna
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:15
@KlausBärbel
@CosmicQueen

Als die Armee die Stadt Opis am Tigris erreichte, erlaubte Alexander vielen Makedonen die Rückkehr nach Hause. Was sie vorher ersehnt hatten, sahen sie nun als Affront, da dies das erste Zeichen ihrer Ersetzung durch Orientalen zu sein schien.


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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:18
@CosmicQueen
@Keysibuna

Quellen berichten, dass manche der Soldaten Alexander wüste Beleidigungen entgegen geschrien hätten. Alexander reagierte, indem er sie augenblicklich absetzte und ihnen drohte, die persischen Soldaten gegen sie zu schicken.

Die Soldaten entschuldigten sich daraufhin, und ihnen wurde verziehen. 11.500 griechische Soldaten wurden jedenfalls in den Folgetagen nach Hause geschickt.


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CosmicQueen
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Die letzten Rätsel der Menschheit

13.11.2010 um 23:18
@Keysibuna
@KlausBärbel
Hab hier mal ein Video gefunden auf YT, sehr interessant, gibt es 5 Teile von.


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