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Wissenschaft frei erfunden

152 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissenschaft

Wissenschaft frei erfunden

30.09.2013 um 22:34
@du_selbst
@interrobang
interrobang schrieb:@du_selbst
Dir ist bewusst das die Wissenschaft einfach eine arbeitsweise ist?
Dazu sollte man ihm diese aber auch Erklären.

Gruß Dete


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Wissenschaft frei erfunden

30.09.2013 um 23:22
perttivalkonen schrieb:Ich denke mal, Du sprichst von "Nutzen"
Nein, vom 'Sinn und Zweck'. :P:
perttivalkonen schrieb:das Universum kennt keinen Sinn und Zweck, es würde es auch "hinnehmen", wenn es Gravitation nicht gäbe und alles um nicht entstandene Ohren flöge.
Sicher, das Universum ist ja keine Person, die irgendetwas "kennen" könnte.

Sogesehen kennt das Universum aber auch keine "Gesetze", an die es sich zu halten habe. Zumal "Gesetze" ursprünglich auch nur als eine Sammlung von allgemein verbindlichen Rechtsnormen verstanden wurden - letztendlich nur Konstrukte des menschlichen Geistes. Deshalb war es vor etwas längerer Zeit keine minder kühne Behauptung (als die, dass es inhärente Zwecke in der Natur gäbe), als die Naturphilosophen die Ansicht vertraten, auch das Universum würde gewisse Gesetzmäßigkeiten befolgen. Dies änderte sich dann später mit Galilei, Newton, Kepler... also man zu erkennen glaubte, die Vorgänge in der Natur liefen tatsächlich nach strikten Gesetzmäßigkeiten ab, die es lediglich mit Hilfe des Verstandes zu entdecken gäbe. Spätestens aber mit Einstein erhielt diese Vorstellung wieder einen schweren Rückschlag, denn Newton's Gesetze waren eigentlich gar keine Gesetze, bzw. hatten sie nur eine beschränkte Gültigkeit. Aus diesem und anderen Gründen tendieren Konstruktivisten heute insgesamt wieder vemehrt zu der Auffassung, Naturgesetze seien lediglich Konstrukte des menschlichen Geistes. Das Universum 'kennt' demnach also nicht nur keinen Sinn und Zweck, sondern auch keine physikalischen Gesetze.

Ich persönlich halte das eher für sprachphilosophische und erkenntnistheoretische Haarspaltereien, so als würde man konsequent darauf bestehen, Bananen seien überhaupt nicht gelb, sondern erscheinen lediglich gelb (was strenggenommen sogar richtig wäre).
perttivalkonen schrieb:Es mag Sinn und Zweck der Uhr sein, die Zeit anzuzeigen / zu messen, aber in Zeiten vor der Uhr lasen die Menschen die Zeit vom Stand der Sonne ab. Ist damit Sinn und Zweck der Sonne beschrieben?
Nein, natürlich nicht. Die Sonne erfüllt hier - beim Beispiel Zeitmessung - lediglich eine Funktion (oder einen "Nutzen", wenn man so will), was aber nicht gleichbedeutend mit Zweck ist.
'Nutzen' oder 'Funktion' bezeichnet lediglich eine Gebrauchsmöglichkeit oder -eignung. So hat eine Uhr bspw. auch die Funktion, dass man sie als Wurfgeschoss nutzen kann. Und ein Musikinstrument hat bspw. die Funktion, Klänge zu erzeugen, was nebenbei auch mit einem Kochtopf oder Staubsauger möglich ist. Die Funktion der Uhr als Wurfgeschoss ist jedoch redundant - es geht offenbar auch mit weniger (bspw. einen Stein). Und mit Kochtöpfen und Staubsaugern hat man zwar gewiss schon einmal Menschen "Musik" machen gesehen, aber geeignet sind sie dazu nicht wirklich, d.h. sie sind nicht dahingehend optimiert. Ein Zweck lässt sich sogesehen als eine Funktion verstehen, welche hinreichend optimal und möglichst wenig redundant realisiert ist.
perttivalkonen schrieb:Oder damit, Leben auf der Erde zu ermöglichen? Das "tut" sie ja, aber das ist ihr "Nutzen", nicht ihr "Sinn und Zweck". Wissenschaftlich gesprochen.
Wissenschaftlich gesprochen bedarf es lediglich einer wissenschaftlichen Definition von 'Sinn' und 'Zweck', die ich hier freilich nicht liefern werde (bzw. gab ich oben schon eine sehr grobe), und wie du sie auch für deinen "Nutzen" wohl nicht erbringen könntest (bestenfalls für "Funktion"). Der Versuch, es auf "Nutzen" (oder 'Funktion') runterzubrechen, stellt m.E. aber eine zu grobe und vereinfachte Sicht dar. Eine Taschenuhr hat bspw. den Nutzen eines Wurfgeschosses oder Briefbeschwerers, für beides lässt sie sich verwenden, doch dies ist eben nicht ihr Zweck. Und eine Schere lässt sich bspw. dazu nutzen, Brote zu schmieren, aber so wirklich optimal läuft's damit nicht, denn die Funktion, auf die hin sie optimiert ist, also ihr Zweck, ist eben das Schneiden von Papier.

So far...


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Wissenschaft frei erfunden

30.09.2013 um 23:27
@du_selbst
@Noumenon
@perttivalkonen

Mal ein Versuch, siehe oben.

Die wissenschaftliche Methode ist ziemlich Hart.
Sie besteht genau genommen in einer permanenten Überprüfung deiner Aussagen durch andere, sowie der Überprüfung der Aussagen Anderer von dir.

Deswegen das gemeinsame Gerüst für die Kommunikation.

Dieses Gerüst ist eine Gruppe von Axiomen, also Aussagen die in sich Schlüssig sind und keiner weiteren Erklärung bedürfen. Diese sind natürlich auf unseren menschlichen Geist abgestimmt, was auch sonst, wir haben keinen anderen.
Drauf baut eine Reihe logischer Schlüsse auf, größtenteils schon aus der Zeit der Antiken Griechen, den Erfindern der Logik. Es gibt auch Fehlschlüsse, aus einer vermeintlichen Logik heraus. Deswegen das permanente Überprüfen.

Dies wird noch nicht sehr lange praktiziert. Zu lange gab es das Dogma des vermeintlichen Wissens.
Wer eine Erklärung für den Sinn oder den Ursprung haben will, der wird in der Wissenschaft wahrlich nicht glücklich. Für den gilt JAHWE, Ashtar, oder 42.

Das am meisten missverstandene Wort ist: Theorie

In der Wissenschaft gibt es Hypothesen. Diese müssen überprüfbar sein, alles andere ist pure Fantasie. Ist diese Hypothese überprüfbar, also widerlegbar, kann man versuchen eben das zu machen, sie widerlegen. Es gibt in der Naturwissenschaft keine Beweise, wie auch? Nur weil ich seit 45 Jahren nach unten falle heißt es ja noch lange nicht dass das immer so bleibt. Da das seit Menschengedenken noch nie überliefert wurde ist die Wahrscheinlichkeit mal echt hoch.

Diese Erfahrung in einen mathematischen Formalismus gepresst nennt man eine physikalische Theorie. In diesem Fall die Gravitationstheorie eines Newton.

Also ich würde mich nicht trauen, auf dem Dach eines Hochhauses, diese persönlich zu überprüfen.

Ein schönes Beispiel ist Einstein, er hat sie nicht Falsifiziert, sondern nur Erweitert und das schon vor ca. 100 Jahren. Sie entspricht nicht mehr unsrer menschlichen Intuition, ist aber bis Heute überprüfbar.

Dazu ein schöner Artikel und ein Beispiel der praktischen Anwendbarkeit der Naturwissenschaften:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/physik-atomuhren-messen-hoehenunterschiede-zentimetergenau-a-922852.html


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Wissenschaft frei erfunden

30.09.2013 um 23:43
@Noumenon

Das
dete schrieb:Mal ein Versuch, siehe oben.
bezog sich dann doch auf weiter oben, ich war nur zu langsam beim Tippen. ;)

Und sollte auch mehr an @du_selbst gehen

Dein letzter Kommentar ist schon OK.

Dete


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Wissenschaft frei erfunden

01.10.2013 um 00:10
@dete

Ok. :)

Dein Beitrag sieht auch ok aus, sicherlich schnell aus dem Ärmel geschüttelt, dafür ist's schon ganz gut, sofern man nicht gerade ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Wissenschaftstheorie ist. :)

Mir persönlich fehlen hier vllt. noch die Schlagworte 'Induktion' und 'Deduktion'. Beides sind wichtige Vorgehensweisen zur Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse. Bei Wiki hübsch durch folgendes Schema dargestellt:

200px-Induktion-Deduktion.svg

Aus der Beobachtung von einigen (oder vielen) Einzelfällen schließt man auf ein allgemeines Gesetz (Induktion), was sich dann auch im Folgenden immer wieder anhand der Empirie belegen muss (Deduktion), anderenfalls gilt es als widerlegt*.

Im Detail wird's natürlich wieder kompliziert (=> siehe etwa Wikipedia: Induktionsproblem ), und bspw. K. Popper hatte ja stets die Auffassung vertreten, dass man es lediglich mit deduktiven Schlüssen zu tun hätte. Nun ja, bei solchen wissenschaftstheoretischen Debatten auf hohem Niveau bin ich jetzt aber auch nicht gerade firm drin...

*Wobei das auch wieder nicht ganz richtig ist. Newton's Grav.theorie wurde zwar rein formal gesehen widerlegt, aber deshalb nicht einfach verworfen, sondern durch die SRT Einstein's erweitert.


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01.10.2013 um 00:12
Gut das der TE noch nie vom Positivismusstreit gehört hat, sonst wäre er sicher komplett verwirrt.


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01.10.2013 um 00:22
@paranomal
@Noumenon

Hm, ich wollte es für den TE eigentlich einfacher machen,
zu verstehen was Wissenschaft eigentlich bedeutet.

Klappt wohl eher nicht. ;)

Ist halt nicht so einfach.:)

Ich gebe zu meine Erfahrungen kommen auch nur von einem Physik-E-Technik Abi und einem nach 8 Semestern abgebrochenem Physikstudium. Und das war vor 20 Jahren. Oh Man, man wird Alt.

Gruß Dete


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01.10.2013 um 07:01
@Noumenon
Popper :lv:
Nur die Deduktion ist das Wahre!


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Wissenschaft frei erfunden

01.10.2013 um 08:30
Fennek schrieb:Popper :lv:
Nur die Deduktion ist das Wahre!
Für die angewandte Wissenschaft ist das mit Sicherheit ein Segen, aber für die Grundlagenforschung? Wenn man es mit dem völlig Unbekannten zu tun hat, funktioniert Deduktion nicht mehr...


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01.10.2013 um 08:37
@Niralkides
Ja, schon klar, aber im endeffekt kann nur die Deduktion die Theorien, die induktiv hergeleitet wurden, bestätigen.


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01.10.2013 um 08:49
@Fennek
Fennek schrieb:Ja, schon klar, aber im endeffekt kann nur die Deduktion die Theorien, die induktiv hergeleitet wurden, bestätigen.
Stimmt, aber heutzutage scheinen die Wissenschaftler einfach übervorsichtig geworden zu sein, was die Induktion betrifft. Wo sind die Einsteins und Feynmans von heute, denen der Erkenntnisgewinn wichtiger ist als ihre akademische Reputation? Gibt es solche Wissenschaftler überhaupt noch? Oder wollen alle nur noch deduzieren, alte Theorien mit neuen Beobachtungen in Einklang bringen und möglichst reibungslos Karriere machen?


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Wissenschaft frei erfunden

01.10.2013 um 08:56
@Niralkides
Du siehst doch hier im Forum schon, welche Ausmaße es haben kann, wenn man sich als Wissenschaftler mal 1-2 Fehltritte erlaubt und danach noch eine gewagte Aussage macht. Zieht man solch einen Wissenschaftler als Quelle (sei es für eine fragwürdige Wissenschaftliche Aussage, einen scheinbaren alternativmedizinischen Durchbruch o.Ä.) heran, wird seine Glaubwürdigkeit direkt diskreditiert, da er sich ja schon Fehltritte geleistet hat.
Natürlich gibt es solche, die dadurch nur ihren Namen etwas in die Schlagzeilen bringen oder Geld machen wollen, aber diese Ziehen die Ehrenhaften Wissenschaftler mit runter.


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01.10.2013 um 09:02
@Fennek
Ja, genau. Und schon steckt die ganze Wissenschaft in der Wikipedia: Schweigespirale .


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Wissenschaft frei erfunden

01.10.2013 um 12:38
@Noumenon

Da widerspreche ich deutlich. Erst mal: wer bittschön denkt bei Naturgesetzen an die Funktionsweise juristischer Gesetze! Wenn Du das heranziehst, betreibst Du Sophistik. Niemand denkt, ein Naturgesetz sei etwas, das zu befolgen Pflicht und nicht Unausweichlichkeit wäre. Natürlich gibt es in der Natur Gesetze! Auch Dein Ausflug in den Konstruktivismus bringt nichts, denn selbst Newtons Gesetze gelten heute noch immer - eben für einen Sonderbereich der Realität (diese ungefähre Formulierung sollte Dir bekannt sein). Selbstverständlich kennen wir nicht die "echten" Naturgesetze, sondern nur unsere von uns ausformulierten Näherungen, doch tangiert dies im Effekt die Wirksamkeit nicht im Geringsten und gehört in den Sandkasten der Philosophie, wo die Sophisten, Solipsisten, Empiriokritizisten und wer sonst noch will mit ihren Schäufelchen draufhauen dürfen.

Der Sonne den Sinn und Zweck der Zeitmessung nachzusagen habe ich zuletzt im 1.Buch Mose Kapitel 1 in der Siebentageschöpfung gelesen. OK, in der mittelalterlichen Scholastik fragte man sich auch, ob die Maus für die Katze oder die Katze für die Maus geschaffen sei, aber seit Descartes & co. sind wir in der wissenschaftlichen Weltbeschreibung eigentlich davon weggekommen. Auch das Umfüllen bereits vorhandener und geprägter Begriffe ist da wenig hilfreich, den Sinn und Zweck "heim ins Reich" der Wissenschaft holen zu wollen - schließlich ist es das Hobby der Philosophen, nicht der Wissenschaftler, daß sich jeder Hansel ne neue Begriffsfüllung für Umgangswörter ausdenkt und die Community dann raten läßt, wie die Füllung wohl aussehen mag. Sinn und Zweck mögen nicht fix definiert sein, aber doch geprägt genug, daß jeder ex hohlo baucho spürt, daß da was falsch ist, wenn die Sonne den Sinn und Zweck hat, die Zeit zu messen. Den Nutzen zu haben heißt auch Umgangssprachlich nämlich stets, den Nutzen wür wen anderes. Sinn und Zweck hingegen steckt viel stärker im Ding selbst, schon in seiner Entstehung.

Dein Abstecher zu Funktion und Zweck von Staubsaugern, Musikinstrumenten und Weitwurfuhren ist schon mal ganz gut, triffts aber noch nicht ganz. Die Funktionsweise einer Geige ist durchaus, durch Streichen und Spannen/Abdrücken Töne unterschiedlicher Höhe zu erzeugen, sprich: Musik. Oder durch Schwingen gegen einen Nagel, diesen in die Wand zu klopfen.Wie Du sagst, optimiert ist die Geige nur für eine der beiden Handlungen. Welche dann auch Sinn und Zweck einer Geige genannt werden können. Dennoch ist der Zweck eines im Wasser flach und glatt gespülten Steines nicht der, übers Wasser getitscht zu werden. Er ist sehr geeignet, aber Sinn und Zweck ist mehr, anderes. Deiner schon ganz guten Definition "Ein Zweck lässt sich sogesehen als eine Funktion verstehen, welche hinreichend optimal und möglichst wenig redundant realisiert ist" fehlt ganz wesensmäßig die Absicht zum Nutzen der Funktion. Nicht nur der Nutzen, sondern auch die Absicht dazu. Wo ein Ding eine Funktion hinreichend optimal und möglichst wenig redundant zu realisieren imstande ist, aber nie zum Einsatze kommt, dann hat es trotz aller Optimierung und allen Redundanzmangels keinen Zweck oder Sinn. Eine Geige hingegen, für das Musizieren gebaut, aber nie eingesetzt, hat noch immer diesen Sinn und Zweck, denn die Absicht dazu war ja ursprünglich da. Und so können auch flache Flußkiesel, wenn sie fürs Wassertitschen ausgewählt und aus dem Wasser genommen und in einen Beutel gesteckt werden, tatsächlich mit einem Mal nicht nur die Funktion, sondern auch den Sinn, übers Wasser geworfen zu werden.

Und den Sinn und Zweck hätten dann auch die weniger optimalen Kiesel, die ich auswähle. Oder die Taschenuhr sowie das Handy, welche ich übers Wasser werfe, haben dann diesen Zweck, wiewohl ihre Redundanz dabei groß ist.

Sinn und Zweck gehören nicht in die Wissenschaft. Nicht in diesem, äh, Sinne.

Pertti


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oneisenough
ehemaliges Mitglied

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Wissenschaft frei erfunden

01.10.2013 um 14:30
Aus dem Jahre 2010:

Zitat:
"Die Naturgesetze sind möglicherweise nicht überall im Universum gleich. Darauf deuten Messungen eines britisch-australischen Forscherteams hin ... "

Quelle:
http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/news/2010/sind-die-naturgesetze-ortsabhaengig/

Zitat:
"Research carried out at the University of New South Wales (UNSW), Swinburne University of Technology and the University of Cambridge found that one of the four known fundamental forces, electromagnetism - measured by the so-called fine-structure constant and denoted by the symbol ‘alpha' - seems to vary across the Universe ..."

Quelle:
http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-2056018/Laws-physics-change-depending-universe.html


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01.10.2013 um 15:20
oneisenough schrieb:"Die Naturgesetze sind möglicherweise nicht überall im Universum gleich. Darauf deuten Messungen eines britisch-australischen Forscherteams hin ... "
Sofern diese Annahme überhaupt zutrifft: ändert das was daran, daß die lokalen Naturgesetze lokal auch gelten?


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01.10.2013 um 15:24
Dass überall die gleichen Naturgesetze gelten, ist eine Grundannahme der Physik, ohne die sie auch überhaupt nicht sinnvoll arbeiten könnte. Siehe etwa:
Wikipedia: Relativitätsprinzip


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Wissenschaft frei erfunden

01.10.2013 um 16:33
@du_selbst


darf ich näher fragen ?

Also du verstehst es nicht das mensch neugierig ist.. forschen... erfahren..
das verstehe ich sehr wohl...und ich bin oft froh das es sie gibt..

Aber das manche schreiben das ist gesetzt verstehe ich nicht..
Ein neuer art von Gott...

das geht mir zu weit...
Weil so manches ist noch im unklaren...
Blödes bespiel simpel hier in diese runde geschrieben...

Viele haben immer behauptet schlecht zu schlafen bei vollmond...
Dies würde jahrenlang abgestritten...

diese menschen mussten sich anhören.. das dies humbug sei...

Auf einmal stellt man fest es ist doch was wahres dran wenn sie das ganze noch mal neu durchrechnen...

also wäre ich mit solche art der wissenschaft vorerst skeptisch..


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Wissenschaft frei erfunden

01.10.2013 um 16:42
@Noumenon
Das ist mir neu. Im Link jedenfalls kommt das nicht vor. Da müssen die Gesetze nur dieselbe Form annehmen, so nach dem Motto, ob ich ruhe oder mit 99,999% der Lichtgeschwindigkeit durch den Raum rase: auf mich von hinten zukommendes Licht muß mich mit Lichtgescheindigkeit erreichen, nicht nur mit der Differenz, also abzüglich meiner Geschwindigkeit. Für jedes Bezugssystem hat c also die gleiche "Form".
Und das tangiert noch nicht mal die Frage, ob es in anderen Regionen andere Naturgesetze gibt, denn die RT taugt nicht dazu, das Universum als ganzes zu betrachten. Ginge das, wärs ja Essig mit der Relativität.
Pertti


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oneisenough
ehemaliges Mitglied

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Wissenschaft frei erfunden

01.10.2013 um 17:54
@perttivalkonen

Grüß dich!
perttivalkonen schrieb:Sofern diese Annahme überhaupt zutrifft: ändert das was daran, daß die lokalen Naturgesetze lokal auch gelten?
Ich habe noch nie etwas von lokalen Naturgesetzen gehört. In dem, was Wissenschaftler veröffentlichen, las ich bislang nur den Terminus "universal gültiges Naturgesetz".

Bei den Untersuchungen hat man jedoch offensichtlich herausgefunden, dass es sich anders verhält, als man dachte, dass also nicht die Gesetze die Lokalität hervorbringen, sprich zu ihrem Vorhandensein führen, sondern dass verschiedene Lokalitäten auch unterschiedliche Gesetze zeigen. Wenn das bestätigt werden wird, würde es bedeuten: Man kann das Universum nicht aus universalen Gesetzen zusammenbasteln, um es mal etwas anschaulich zu sagen. Wenn das zutreffen sollte, ist das Wort Naturgesetz (im Sinne von universal gültig) wohl nicht mehr das Wort der Wahl und man wird etwas Zutreffenderes vereinbaren.


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Wissenschaft frei erfunden

01.10.2013 um 20:21
Hallo, wieso muss man überhaupt nach dem Ursprung suchen? Ok angenommen morgen wird der Ursprung aller Existenz entdeckt. Wie genau ändert sich dann noch mal euer Leben? ÜBERHAUPT NIIIICHT Und die Wissenschaft mit all ihren Themen und Fachgebieten wird sich auch nicht ändern.
(Die Herkunft der Menschheit ist üprigens schon erforscht und bekannt)


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01.10.2013 um 21:09
@du_selbst
Die Antwort auf die grosse Frage,nach dem Leben, Universum und dem ganzen Rest??Die lautet 42 wie wir alle wissen





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Wissenschaft frei erfunden

02.10.2013 um 00:11
Entschuldigt, ich hatte keine Lust, die ganzen 5 Seiten durchzulesen. Aber zum EP:
dete schrieb:Warum stützen wir uns auf eine Wissenschaft, die nicht einmal über ihre eigene Herkunft Wissen schafft, die sozusagen vom Himmel gefallen ist und sich frei erfunden hat?
Die Wissenschaft ist alles andere als frei Erfunden und vom Himmel gefallen. Sie hat sich aus der christlichen Tradition entwickelt und wurde im 17. Jahrhundert langsam zu dem, was wir Wissenschaft nennen. Das alles lässt sich relativ gut nachverfolgen und ist gut dokumentiert und aufgearbeitet.
dete schrieb:Die sich am Anfang auf nichts stützt? Die Wissenschaft kann den Ursprung des Universums nicht erklären, hängt somit irgendwo in der Luft. Zwischen Gravitation und freiem Fall.
Natürlich fußt jede Beweiskette am Anfang auf einer nicht zu beweisenden Annahme, das ist ein allgemeines Problem, für das es evtl. nie eine Lösung geben wird. Das heißt aber nicht, dass deswegen wildes ins Blaue raten bessere Ergebnisse liefern würde, als vernünftige Beweisketten, die (im Idealfall) lediglich am Anfang problematisch sind.
Thawra schrieb:Ihre Gesetze haben weder Flügel, Hand noch Fuss, denn solange die Ursprungsfrage nicht geklärt ist, fehlt ihr jeglicher Inhalt, Sinn und Zweck.
Doch, auch ohne den Ursprung des Universums zu kennen, haben die erforschung z.B. physikalischer Gesetze sowohl Hand und Fuß, als auch einen praktischen Nutzen. Sonst könntest du das hier jetzt gar nicht schreiben.
fritzchen1 schrieb:Da halte ich mich dann doch lieber an die Geschichte von Schneewittchen. Spieglein, Spieglein an der Wand, wer schafft das Wissen in meinem Verstand?
Könntest du theoretisch machen, dann wäre dein Handeln aber mit Sicherheit wesentlich konfuser, als es wahrscheinlich ist. Ich nehme an, dass du, wie jeder andere auch, in deinem Leben alltägliche Kenntnisse der Wissenschaft besitzt und diese auch nutzt und auch davon ausgehst, dass sie richtig sind.


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Wissenschaft frei erfunden

02.10.2013 um 00:23
Warum stützen wir uns auf eine Wissenschaft, die nicht einmal über ihre eigene Herkunft Wissen schafft, die sozusagen vom Himmel gefallen ist und sich frei erfunden hat?

Die sich am Anfang auf nichts stützt? Die Wissenschaft kann den Ursprung des Universums nicht erklären, hängt somit irgendwo in der Luft. Zwischen Gravitation und freiem Fall.

Ihre Gesetze haben weder Flügel, Hand noch Fuss, denn solange die Ursprungsfrage nicht geklärt ist, fehlt ihr jeglicher Inhalt, Sinn und Zweck.

Da halte ich mich dann doch lieber an die Geschichte von Schneewittchen. Spieglein, Spieglein an der Wand, wer schafft das Wissen in meinem Verstand?
Und mal wieder falsch verstanden worum es in der Wissenschaft geht sry...

Die Wisschenschaft kümmert sich nicht um das woher warum und wieso (und hat auch keinen "Zweck" es geht nur um das Wissen an sich), sondern nur um das WIE. Um das WIE funktioniert unser Universum so wie es ist. Die Wissenschaft hat niemals beansprucht die Antwort auf solche Fragen zu liefern. Phillosphie oder wer mag Theologie sind da bessere Kandidaten. Am besten du fängst mal mit "Was kann ich wissen?" an ;)

Anders gesagt du kennst bestimmt noch aus der Schule die guten alten "W" Fragen: Wer, Wie, Was, Wieso, Weshalb, Warum,Wo, Wann, Wie ;)

Wissenschaft versucht(!) nur eine dieser Fragen zu beantworten ;)

Verlangt nicht immer Dinge von einer Disziplien für die sie garnicht da ist ;) (Am allermeisten nicht um den Glauben zu erstzen das scheinen ja viele zu denken...)


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Wissenschaft frei erfunden

02.10.2013 um 12:38
@oneisenough
oneisenough schrieb:Bei den Untersuchungen hat man jedoch offensichtlich herausgefunden, dass es sich anders verhält
Nö, hat man nicht. Sondern daß es sich anders verhalten könnte. Vielleicht, womöglich.
oneisenough schrieb:Wenn das zutreffen sollte, ist das Wort Naturgesetz (im Sinne von universal gültig) wohl nicht mehr das Wort der Wahl und man wird etwas Zutreffenderes vereinbaren.
Dann wird man eher nach den einheitlichen Naturgesetzen dahinter fragen, die sich je nach lokaler Bedingung anders äußern.

Pertti


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