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Theosophie nach Madame Blavatsky

2.655 Beiträge, Schlüsselwörter: Theosophie, Blavatsky

Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 07:18
In der Theosophie war Jesus zwar eine heilige Person der Geschichte, aber eben nur einer unter vielen, denn Buddha oder Krishna und andere zählen ebenso dazu.

Zudem sieht die Theosophie, die mit Theologie oder dem kirchlichen Christentum nichts zu tun hat, Jesus sicher nicht als das, als was ihn die Kirche sieht.

Im Gegenteil war es eine der Aufgaben Mde. Blavatskys, hinsichtlich der Kirche und ihren Dogmen Aufklärung zu leisten, was sie gegen große Widerstände auch erfolgreich tat.


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 08:38
Das ist aber arg witzlos das Bild löschen gelassen zu haben...

<---- :troll:


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 08:52
@jimmybondy

Nunja, also das Bild in Verbindung mit dem Posting war doch eher etwas für Diskussion: Bilder-Thread und Diskussion: Trolling von wegen "ich schreibe und auf einmal ändert sich das Bild in blau und verformt sich".

Man hat ja als Theosoph ohnehin genug mit Vorurteilen zu kämpfen, da brauch es in diesem Thread nicht auch noch derartige Gespräche, wo sehr schnell die Frage aufkommt: Umfrage: Findet ihr, dass es hier ganz schön viele Spinner gibt? :D


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 10:20
@Theosoph

Nur das es eben kein Getrolle sondern der Ist Zustand war, nebst der Veränderung und der Synchronizität darin. In der Theosophie ist derlei ja sicher bekannt und gangbar.

Ein Beispiel aus der Praxis quasi...

Warum ausgerechnet deswegen hier die Frage aufkommen sollte ob es hier viele Spinner gäbe, ist unplausibel.

Denn seien wir doch ehrlich, DIESEN Ruf hat der Thread und einige seiner Teilnehmer doch eh schon weg. ^^


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 10:38
Lieber @jimmybondy

Du weißt ich schätze Dich und Deine Hilfe hier im Thread sehr, was uns ja nicht davon abhält, auch kritisch miteinander zu sprechen.

Der User schrieb, dass sich das Bild veränderte während er gepostet hat und zwar hinsichtlich Farbe und Verzerrung. Ich würde das nicht "Veränderung der Synchronizität" nennen, sondern eine Täuschung oder Halluzination, entweder in Bezug auf sich selbst oder anderen gegenüber.

Und da in der Theosophie das Kausalitätsprinzip gilt und Jung das synchronistisches Prinzip als Alternative dazu postuliert hat, widerspricht es nicht nur dem gesunden Menschenverstand, sondern auch den theosophischen Ansichten.

Das dieser Thread ein Ruf als "Spinner-Thread" hat, wage ich sehr zu bezweiflen und ich denke, dass meinst Du auch nicht ernst, denn warum setzt Du Dich dann bspw. so für die Sache hier ein.
Das das für einige gilt -- und damit meine ich nicht unbedingt die "nomalen" Theosophie- oder Esoterik-Hasser -- die hier ab und an auftauchen und spamen/trollen mag ggf. sein, aber das sind dann ja auch nochmal zwei Paar Schuhe und ein Phänomen was hier im Forum nicht unbekannt ist.


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 11:34
@Theosoph

Ich schrieb nicht von einer Veränderung der Synchronizität. Sondern scherzhaft von Transformation, dazu verwies ich auf Ursache und Wirkung und auf einen weiteren Aspekt erst meinte ich, das dies lediglich eine Synchronizität gewesen seie.


C.G. Jung ist ja durchaus von der Theosophie geprägt worden, hier vor allem von G.R.S. Mead, dem Privatsekretär Blavatskys.

Wikipedia: George_Robert_Stow_Mead

"Als einer von wenigen theosophischen Autoren erlangten einige seiner Werke auch bei der etablierten Wissenschaft Anerkennung. Friedrich Max Müller und Carl Gustav Jung dankten ihm für seine Arbeit.""

Da denke ich nun vor allem an das kollektive Bewusste / Akasha, was allerdings dann ja auch der Hort für Synchronizität wäre.

Natürlich meine ich das mit dem Spinner Ernst, was glaubst du wie viele der Mituser hier uns genau SO betrachten? :D

Ich setzte mich besonders bei einer Sache hier stark ein. Und zwar der ständige Rassismusvorwurf, sie seie eine Blaupause für Nazis usw. gewesen.

Das kann ich nicht gut heissen. Da wird hier ein Sündenbock postuliert und die wahren Schuldigen ausgeblendet und übergangen. Was für ein Unding!

Was nun aber Blavatskys Lehre angeht, ich entdeckte diese Frau als Kind, nahm ihr Buch als Märchenbuch und empfand sie als mütterlich warmherzig, ich fühlte dadurch etwas Geborgenheit, die mir ansonsten im Rl verwehrt war. Das ist es was ich mochte!
Das darf man veralbern usw., stehe darüber.

Später entdeckte ich zB. die Stimme der Stille, da hat es sich für mich dann als Märchenbuch,
nur ist der Weg so knallhart, das ich ihn für mich nicht gangbar halte.

Anderes jedoch, verschiedene Bausteine in der Geheimlehre, sind mir weiterhin märchenhaft geblieben.

Dabei gehe ich gar nicht soweit wie die meisten Kritiker hier und empfinde die Wurzelrassenlehre sowieso nicht als dokumentarische Beschreibung, sondern sehe darin viel mehr die Darstellung der siebenfachen Struktur geistiger Prozesse.
Die 7 Yugas, die 7 Weltalter aus indischen Lehren, die 7 Tage der Schöpfung bis hin zu den 7 Siegeln, 7 Posaunen usw.

Mit meiner Lebensführung usw. hat das dennoch alles nichts zu tun, ich bevorzuge es darin Intuitiv.


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 12:23
jimmybondy schrieb:Ich setzte mich besonders bei einer Sache hier stark ein. Und zwar der ständige Rassismusvorwurf, sie seie eine Blaupause für Nazis usw. gewesen.
Die Tatsache, dass es Äußerungen gibt, die rassistisch waren und immer noch rassistisch sind, ist völlig unabhängig davon, ob sie irgendwie eine Blaupause für die Nazis war.
Ich denke kaum, dass man einen Autor dafür verantwortlich machen kann, dass er er oder sie von Nazis gelesen und als Entschuldigung oder Argument für die Shoa gebraucht wurde.
Trotzdem sollte man schauen, ob und wie dieses Gedankengut entstanden ist. Blavatsky spielt dabei eine relativ kleine Rolle, aber aus den Zitaten von @emanon kann man doch erkennen, dass es durchaus solche Äußerungen gegeben hat. Ich sehe keinen Grund das zu bestreiten.


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 12:34
@Schleierbauer

Ja es gab solche Äußerungen welche ich als Zugeständnis an die damalige Wissenschaft werte.
Äußerungen, welche sie im selben Buch an anderer Stelle relativierte und etwa anmaßend nannte, oder dort auch empfahl inne zu halten, ehe noch mehr solcher seltsamen Lehren zum besten gegeben würden usw.
Ich sehe keinen Grund das zu ignorieren.
Wir können das nun natürlich weitere duzend male wiederholen, kein Problem.
Wir kreisen ja erst seit mehr als einem halben Jahr um den selben Part, mit den selben Argumenten. :)


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 12:36
jimmybondy schrieb:Ja es gab solche Äußerungen welche ich als Zugeständnis an die damalige Wissenschaft werte.
Auch ne dolle Taktik. Eigentlich war Blavatsky ne ganz Liebe, aber die pöse Wissenschaft hat sie verdorben...
Wie erklärst du es dir dann, dass sie an vielen anderen Stellen nicht der Mehrheit der Wissenschaftler folgte? Wieso tat sie es gerade an dieser Stelle?
jimmybondy schrieb:Ich sehe keinen Grund das zu ignorieren.
Ich auch nicht. Deshalb habe ich ja auch schonmal vorgeschlagen, dass Blavatsky einfach eine sich widersprechende unsystematische Schreiberin war. Heute sagt sie Hü und morgen sagt sie Hott.


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 12:43
@Schleierbauer
Schleierbauer schrieb:Auch ne dolle Taktik. Eigentlich war Blavatsky ne ganz Liebe, aber die pöse Wissenschaft hat sie verdorben...
Wie erklärst du es dir dann, dass sie an vielen anderen Stellen nicht der Mehrheit der Wissenschaftler folgte? Wieso tat sie es gerade an dieser Stelle?
Wie verdorben? Sie findet später dazu noch klare Worte, während sie in betreffendem Part im Anhang sogar explizit erklärt das es kein biologischer Unterschied seie womit klar ist, das sie von kulturellen Unterschieden redet.

Wo sie der Wissenschaft nun folgt und wo nicht, seie mal dahin gestellt.


"Der Ausdruck bedeutet hier weder die dolichokephalen noch die
brachyokephalen, noch Schädel von geringerem Volumen, sondern einfach
Gehirne, denen de Intellekt im allgemeinen mangelt. Die Theorie, welche die
intellektuelle Kapacität eines Menschen nach seiner Schädelkapacität
beurteilen möchte, erscheint einem, der den Gegenstand studiert hat,
unsinnig unlogisch. Die Schädel der Steinzeit, sowie jene der afrikanischen
Rassen (einschließlich der Buschmänner) zeigen, daß die ersteren vielmehr
über, als unter der durchschnittlichen Gehirnkapacität des heutigen Menschen
stehen, und die Schädel der letzteren sind im Ganzen (sowie auch im Falle
der Papuas und der Polynesier im allgemeinen) um einen Kubikzoll größer als
jene des durchschnittlichen Franzosen. Die Schädelkapacität des heutigen
Parisers repräsentiert wieder einen Mittelwert von 1437 Kubikcentimeter im
Vergleiche zu 1523 des Auvergnaten.""




"""Die Monaden der niedrigsten Arten der
Menschheit – des „schwachköpfigen“
[20]
wilden Südseeinsulaners, des
Afrikaners, des Australiers –
hatten kein Karma abzuarbeiten, als sie zum
erstenmale als Menschen geboren wurden, wie ihre an Intelligenz mehr
begünstigten Brüder hatten
. Die ersteren spinnen ihr Karma nur jetzt aus; die
letzteren sind belastet mit vergangenem, gegenwärtigem und zukünftigem
Karma. In dieser Beziehung ist der arme Wilde glücklicher als der größte Genius
zivilisierter Länder.
Halten wir inne, bevor wir irgendmehr solcher seltsamen Lehren geben.""

Man beachte "schwachköpfig" ist in Anführungsstrichen gesetzt.
Schleierbauer schrieb:Ich auch nicht. Deshalb habe ich ja auch schonmal vorgeschlagen, dass Blavatsky einfach eine sich widersprechende unsystematische Schreiberin war. Heute sagt sie Hü und morgen sagt sie Hott.
Das darfst Du ja halten wie Du willst, ich nehme einfach das gesamte Buch als Grundlage und nicht nur 2-3 Schnippsel.

Wir hatten das alles wie gesagt bereits immer und immer wieder. Ich hatte heute versucht, einmal neue Aspekte einzubringen. Etwa zur Wurzelrassenlehre und den Yugas.


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 12:45
jimmybondy schrieb:Wie verdorben? Sie findet später dazu noch klare Worte, während sie in betreffendem Part im Anhang sogar explizit erklärt das es kein biologischer Unterschied seie womit klar ist, das sie von kulturellen Unterschieden redet.
Und wieso beschreibt sie diesen Unterschied dann doch? Wieso behauptet sie dann doch einen unüberbrückbaren Unterschied im Intellekt?
jimmybondy schrieb:Wo sie der Wissenschaft nun folgt und wo nicht, seie mal dahin gestellt.
Ich dachte gerade in den Abwertungen folgt sie der Wissenschaft? Müsstest dich mal entscheiden.
jimmybondy schrieb:Das darfst Du ja halten wie Du willst, ich nehme einfach das gesamte Buch als Grundlage und nicht nur 2-3 Schnippsel.
Und wenn man das tut, dann stellt man fest, dass es solche und solche Aussagen gibt.


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 12:51
Schleierbauer schrieb:Und wieso beschreibt sie diesen Unterschied dann doch? Wieso behauptet sie dann doch einen unüberbrückbaren Unterschied im Intellekt?
Ist denn kein kultureller Unterschied zwischem dem glücklichen zivilisationsfernen Buschmann und dem gestressten Stadtmenschen oder wie?

Schau doch was passiert ist, als die sogenannten indigen Völker umerzogen wurden.
Schleierbauer schrieb:Ich dachte gerade in den Abwertungen folgt sie der Wissenschaft? Müsstest dich mal entscheiden.
Da muss ich mich nicht entscheiden, du konstruiert irgendetwas, uninteressant.
Schleierbauer schrieb:Und wenn man das tut, dann stellt man fest, dass es solche und solche Aussagen gibt.
Die als Gesamtbild nur den Schluß zu lassen, das diese Frau keine Rassistin war. Richtig. :)


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 12:53
Ist denn kein Unterschied zwischem dem glücklichen zivilisationsfernen Buschmann und dem gestressten Stadtmenschen oder wie?
sie bezieht das aber auf den Intellekt nicht auf die aktuelle Lebensweise.
jimmybondy schrieb:Da muss ich mich nicht entscheiden, du konstruiert irgendetwas, uninteressant.
Diese Konstruktion kam ganz allein von dir. Ich habe dich nur zitiert.
jimmybondy schrieb:Die als Gesamtbild nur den Schluß zu lassen, das diese Frau keine Rassistin war. Richtig. :)
Die als Gesamtbild zahlreiche Widersprüche zutage fördern, die man dann gegeneinander abwägen muss.
Deswegen ja mein Vorschlag, dass sie einfach völlig unsystematisch an ihr Werk heranging und heute was anderes schrieb als morgen. Und dass man deshalb keine ihrer Aussagen auf die Goldwaage legen sollte.


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28.05.2014 um 12:59
Schleierbauer schrieb:sie bezieht das aber auf den Intellekt nicht auf die aktuelle Lebensweise.
Ich würde wirklich sagen das es einen intellektuellen Unterschied zwischen sogenannten gebildeten und ungebildeten Menschen gibt, das gilt natürlich auch bereits innerhalb einer Ethnie.
Schleierbauer schrieb:Diese Konstruktion kam ganz allein von dir. Ich habe dich nur zitiert.
Ach iwo, das konstruierst Du nur. Ich habe nirgends gesagt das sie der Wissenschaft nur folgt wenn diese herabwertet. Ich habe gesagt es ist dahin gestellt, wo genau überall sie der Wissenschaft folgt.
Da soll bedeuten das ich das nicht an dem einen Beispiel fest machen würde. Lästig das extra erklären zu müssen!
Schleierbauer schrieb:Die als Gesamtbild zahlreiche Widersprüche zutage fördern, die man dann gegeneinander abwägen muss.
Deswegen ja mein Vorschlag, dass sie einfach völlig unsystematisch an ihr Werk heranging und heute was anderes schrieb als morgen. Und dass man deshalb keine ihrer Aussagen auf die Goldwaage legen sollte.
Nein dem kann ich so absolut nicht folgen. Das Bild kann nur entstehen wenn man sich aus tausenden Seiten diese 3 Beispiele hier raussucht, die für sich alleine genommen fraglos hässlich sind und rassistisch anmuten, im Gesamtkontext aber grade gerückt werden.


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 13:03
jimmybondy schrieb:Ich würde wirklich sagen das es einen intellektuellen Unterschied zwischen sogenannten gebildeten und ungebildeten Menschen gibt, das gilt natürlich auch bereits innerhalb einer Ethnie.
Ja und das hat auch niemand bestritten. Es ging darum, dass Blavatsky schrieb, dass der Intellekt von der Rasse abhängt und dass ein Angehöriger einer niedrigen Rasse (z.B. ein Aborigine) niemals den intellektuellen Stand einer höheren Rasse (z.B. ein Europäer) erreichen kann.
jimmybondy schrieb:Nein dem kann ich so absolut nicht folgen. Das Bild kann nur entstehen wenn man sich aus tausenden Seiten diese 3 Beispiele hier raussucht, die für sich alleine genommen fraglos hässlich sind und rassistisch anmuten, im Gesamtkontext aber grade gerückt werden.
Wieso nennt sie diese Positionen dann und widerlegt sie nicht gleich sondern erst 100 Seiten später?


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 13:33
@Schleierbauer
Schleierbauer schrieb:Ja und das hat auch niemand bestritten. Es ging darum, dass Blavatsky schrieb, dass der Intellekt von der Rasse abhängt und dass ein Angehöriger einer niedrigen Rasse (z.B. ein Aborigine) niemals den intellektuellen Stand einer höheren Rasse (z.B. ein Europäer) erreichen kann.
Wenn man die Geschichte zB der Aborigines anschaut, ist auch genau DAS geschehen.
Aber gerne nochmal der Hinweis, das der Rassebegriff an dieser Stelle explizit die Ethnie meint.


wiki:

Nach Schätzungen des Australian Bureau of Statistics sank die Bevölkerung der Aborigines von den ursprünglich 300.000 bis 1 Million bis 1920 auf 60.000.[5] Große Teile der Aborigines starben an eingeschleppten Krankheiten wie Influenza oder bei der Pockenepidemie von 1789, bei der unter anderem mehr als 50 % der Darug getötet wurden. Sterilität bei Frauen nahm zu wegen Geschlechtskrankheiten, die sie sich vor allem durch Prostitution und Sex-Sklaverei zuzogen.[25] Nach Schätzungen von Henry Reynolds[26] starben bei gewaltsamen Auseinandersetzungen 3000 Siedler und 20.000 Aborigines: Im 19. und frühen 20. Jahrhundert kam es zu vielen, zum Teil tödlichen Auseinandersetzungen und einer Welle von Massakern an Aborigines, wie zum Beispiel dem Myall-Creek-Massaker oder dem Cape-Grim-Massaker, an denen in einigen Fällen auch der Native-Police-Corps teilnahm, eine Polizeitruppe, die hauptsächlich aus Aborigines bestand. Auslöser von Konflikten war zumeist der Zugang zu Nahrungsquellen: Da Schafe und Rinder der Siedler Wasserlöcher und Grasland zerstörten, verloren Aborigines ihre Lebensgrundlage und begannen stattdessen das Vieh der Siedler zu jagen, um sich zu ernähren. Hinzu kam, dass Aborigines etwas wie Landbesitz nicht kennen; sie verstehen sich vielmehr als Bewahrer des Landes, das sie pflegen und hüten, dem sie aber auch entnehmen können, was sie brauchen, solange es dadurch nicht gefährdet wird.

In einem Versuch die Konflikte zu entschärfen, wurden den Völkern der Aborigines in der Mitte des 19. Jahrhunderts von einem Komitee der britischen Regierung Protektorate zugewiesen. Dort sollten sie sich nach dem Vorbild der Kolonialisten Siedlungen errichten und Landwirtschaft betreiben. In Tasmanien wurden bereits in den 1830er Jahren im Black War mit der Black Line die Tasmanier zusammengetrieben und nach Flinders Island deportiert. Der Begriff Black Line geht darauf zurück, dass die Soldaten schwarz gekleidet waren und in einer Linie im Abstand von einigen Metern zum Nebenmann die Einheimischen vor sich her getrieben haben. Als letzte Region wurde in der Western Desert in den 1950ern und 1960ern durchgesetzt, dass Aborigines ihre traditionelle Lebensweise als Nomaden aufgaben, als auf dem Gebiet von Maralinga Tjarutja Atomwaffentests durchgeführt werden sollten. Eine kleine Gruppe aus dem Volk der Pintupi, genannt die Pintupi Nine, lebte noch bis 1984 als Nomaden in traditioneller Lebensweise.[27]

Chief Protectors wie George Augustus Robinson oder die Aboriginal Protection Boards erhielten später aufgrund von Gesetzen wie des Aboriginal Protection Act 1869 in Victoria weitgehende Rechte; zum Beispiel Kontrolle über die Aborigines hinsichtlich ihres Wohnortes, ihrer Arbeit, Heirat, ihres sozialen Lebens und weiterer Aspekten sowie das Recht, über den Verbleib der Kinder zu entscheiden.[28]

Ende des 19. Jahrhunderts errichteten christliche Kirchen auf den Gebieten der Aborigines Missionen, zum Beispiel Hermannsburg und begannen nicht nur die christliche Lehre zu verbreiten, sondern auch medizinische Hilfe und Schulen anzubieten.[29]

Mit Beginn des 20. Jahrhunderts und bis in die 70er Jahre wurden Kinder von Aborigines aus ihren Familien in den Reservaten systematisch zwangsweise entfernt und zur Adoption in weiße Familien oder in Missionen gegeben. Die Jungs wurden zu Farmhelfern ausgebildet, die Mädchen zu Haushaltshilfen. War das arbeitsfähige Alter erreicht, wurden sie an die umliegenden Farmen weitergeleitet. Diese Unmenschlichkeit ging mit dem Begriff Gestohlene Generationen (engl. stolen generation) in die australische und Menschheitsgeschichte ein. Das hauptsächliche Ziel war es, insbesondere Aborigines mit weißen Vorfahren zu assimilieren und Teil der weißen Gesellschaft werden zu lassen. Es gab die Überzeugung, dass dadurch nach vier Generationen kein aboriginaler Genanteil mehr vorhanden ist. Betroffen waren je nach Region und Zeitraum etwa 1/3 bis 1/10 aller Kinder.[28] Der Bericht Bringing them Home der Australian Human Rights Commission von 1997 setzte sich mit dem Thema der Gestohlenen Generationen auseinander und führte dazu, dass der National Sorry Day eingerichtet wurde.

[...]

Viele Probleme sind aber immer noch ungelöst: Im Vergleich zu der Gesamtbevölkerung Australiens gehören die Ureinwohner Australiens – und hier insbesondere jene, die in den ländlichen Gebieten leben – zum ärmsten Teil der australischen Gesellschaft; ihre Arbeitslosenrate ist mit 20 % fast dreimal so hoch wie die der Durchschnittsbevölkerung, sie haben eine geringere Bildung, ihre Lebenserwartung liegt im Durchschnitt zehn Jahre unter jener der weißen Bevölkerung,[50] die Kindersterblichkeit ist doppelt so hoch[5] und sie machen bei einem Anteil von weniger als vier Prozent der Bevölkerung 20 % aller Gefängnisinsassen aus.[51] Erklärt werden diese Unterschiede mit dem Verlust funktionierender sozialer Strukturen durch die Assimilationspolitik sowie dem generellen Mangel an Arbeit und Krankenversorgung in den ländlichen Gebieten.

Im Juni 2007 verkündete die australische Regierung die Northern Territory National Emergency Response, in den Medien diskutiert unter dem Begriff „Intervention“:[52] Anlass war der Bericht Little Children are Sacred des Northern Territorys, der die Verbreitung des sexuellen Missbrauchs von Kindern dokumentierte.[53] Verschiedene Maßnahmen wurden eingeleitet, die das Ziel haben, Kindern ein sicheres Umfeld zu schaffen. Darunter gehören unter anderem das Verbot von Alkohol und Pornografie in den Gemeinschaften der Aborigines, aber vor allem umfangreiche medizinische Reihenuntersuchungen von Kindern, mehr Polizei und mehr Lehrer. Logistisch wird die Intervention vom Militär unterstützt. Die Gemeinschaften haben dabei ihre Selbstverwaltung verloren. Befürworter der Intervention begrüßen, dass die Regierung etwas gegen die Situation in den Gemeinschaften der Aborigines unternimmt. Kritische Stimmen beklagen jedoch vor allem, dass die Intervention rassistisch sei, da ein Teil der Sozialhilfe bei allen Aborigines dieses Gebietes staatlich kontrolliert wird, also auch bei jenen, die sozial nicht auffällig geworden sind. Außerdem wird kritisiert, dass die Intervention ohne Rücksprache mit den Betroffenen erfolgte oder dass sie paternalistisch sei und die bestehende Kultur der Aborigines vollends zerstöre.[54
Schleierbauer schrieb:Wieso nennt sie diese Positionen dann und widerlegt sie nicht gleich sondern erst 100 Seiten später?
Die zitierten Anhänge hören zu dem Part der nicht erst 100 Seiten später kommt, gehören zur ein und der selben Strophe.


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 13:35
jimmybondy schrieb:Wenn man die Geschichte zB der Aborigines anschaut, ist auch genau DAS geschehen.
Aber gerne nochmal der Hinweis, das der Rassebegriff an dieser Stelle explizit die Ethnie meint.
Und macht es das besser? Auch wenn's die Ethnie meint, ist das Rassismus.
Du bist also auch der Meinung, dass dir jeder Aborigine, nur weil er Aborigine ist und du Europäer, intellektuell unterlegen ist?


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 13:37
@Schleierbauer

Nein absolut nicht, das ist nicht meine Meinung und auch nicht mein Verständnis bei Blavatksy. Darum schrieb sie schwachköpfig auch in ""

Ich meine aber, das zB. ein Analphabet hier im Forum unterlegen wäre. Und zwar ausnahmslos und immer.


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 13:37
@jimmybondy
Aber was Blavatsky da schreibt, ist etwas anderes als das, was du gerade daraus machst. Sie schreibt ja, dass es selbst nach langer Erziehung nichts bringen würde...


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Theosophie nach Madame Blavatsky

28.05.2014 um 14:03
@jimmybondy

Mal ganz ernsthaft gefragt,
stehtst du hinter solchen Texten die du hier zitierst?
jimmybondy schrieb:Menschheit – des „schwachköpfigen“
[20]
wilden Südseeinsulaners, des
Afrikaners, des Australiers –
hatten kein Karma abzuarbeiten, als sie zum
erstenmale als Menschen geboren wurden, wie ihre an Intelligenz mehr
begünstigten Brüder hatten
. Die ersteren spinnen ihr Karma nur jetzt aus; die
letzteren sind belastet mit vergangenem, gegenwärtigem und zukünftigem
Karma. In dieser Beziehung ist der arme Wilde glücklicher als der größte Genius
zivilisierter Länder.
Halten wir inne, bevor wir irgendmehr solcher seltsamen Lehren geben.""
Wer solche Texte verfasst hat nicht die geringste Kenntnis über Karma und seine Bedeutung!


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