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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

111 Beiträge, Schlüsselwörter: Natur, Kosmos, Chaos, Ordnung
AnGSt
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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

12.04.2014 um 10:18
Was meint ihr?

Folgt alles in der Natur einer Ordnung oder ist die Natur eher chaotisch organisiert bzw nicht-organisiert?

Standpunkt 1 wurde z.B. von Pythagoras und dann den Pythagoreern vertreten. Die hatten angenommen, dass dem Kosmos eine nach bestimmten Zahlenverhältnissen aufgebaute Ordnung zu Grunde liegt, dass der Kosmos harmonisch strukturiert ist.

Andererseits fallen mir ein paar Weltanschauungen mit Chaos ein: Griechische Mythologie, in der die ersten fünf Götter aus dem Ur-Chaos hervor gegangen sind, wobei dieses Chaos auch mit Nichts oder Leere verstanden wurde. Und dann die Bibel mit: „Und die Erde war wüst und leer“.

Und dann gibt es noch die Chaosforschung, die sich mit Gegebenheiten befasst, in denen mit unseren Mitteln nicht vorher gesagt/gerechnet werden kann, was passieren wird. Beispiele sind Würfel oder das Doppelpendel. Auch das Wetter kann längerfristig so sein, man spricht dann vom Schmetterlingseffekt, bei dem schon eine Flügelbewegung bewirken könne, dass das Wetter von der Vorhersage abweicht.

So, nun seid Ihr gefragt. Gibt es Chaos in der Natur? Gibt es da Ordnung? Überwiegt eins davon? Beispiele?

ags


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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

12.04.2014 um 14:57
@AnGSt Chaos und Kosmos sind keine reinen Polaritäten, Chaos verstehe ich als etwas diffuses und etwas willkürliches, unberechenbares, welches auch als Impuls eines jeden Neuordnungs- und Neuanpassungsprozesses in der Natur verstanden werden kann. Mit anderen Worten, die ganze Evolution basiert auf einem kausalen Wechselspiel aus chaotischen Impulsen und ordnenden Anpassungsprozessen. Daher kann man die Natur nicht polar einteilen, sie ist mehr ein Wechselspiel aus beiden Aspekten.

Die Natur selbst mag chaotisch erscheinen, doch gibt es in ihr Muster und auch eine Ordnung. Man schaue sich nur mal den Blütenstand einer Sonnenblume an. Gleichzeitig schaue man sich Adern in Organismen an. Das Leben scheint nach Harmonie zwischen Chaos und Ordnung zu suchen, beides bildet die Ganzheitlichkeit des Universums. Damit ist das Universum eine turbulente Synthese aus Chaos und Kosmos. Kausalität ist das Stichwort.


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AnGSt
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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

12.04.2014 um 15:02
@cRAwler23

Und wenn man Ordnung im Chaos sieht, ist die Natur dann eher doch harmonisch?


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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

12.04.2014 um 15:34
@AnGSt in der Kausalität gibt es im Prinzip kein Chaos, alles ist berechenbar, nur die Quantenphysik ist eine unberechenbare Angelegenheit, damit wäre dies das "intuitive" Chaos in der Ordnung. Chaos ist der willkürliche, intuitive und dann und wann auch kreative Impulsgeber einer jeden Ordnung.

Chaos kann konstruktiv und destruktiv sein.
Ordnung kann erschaffen und zerstört werden.
Energie bleibt immer gleich, nur ihr Zustand ändert sich.

Harmonie ist in meinen Augen ein temporärer Zustand, bei dem sich alle Faktoren die Waage halten, es ist wie das Zwielicht. Harmonie ist ein meist seltener Zustand. Die Natur ist ein totales Wechselbad aus Chaos und Ordnung, es gibt viele Interferenzen, Überlagerungen und Diffusitäten, die Ordnung begegnet einen in Mustern, Ähnlichkeiten und Strukturen der Gleichförmigkeit. Die Natur aber besteht aus überwiegender Willkür, einem chaotischen Hin und Her und einer angenehmen Vielfalt.

Die Kymatik ist ein interessanter Ausflug in die Muster des Kosmos in der Natur, welche durch bestimmte Frequenzen aus dem diffusen Chaos emaniert.

Youtube: von Epos Dei: Kymatik [2011]

Schon Tesla sagte:

„Alles im Universum ist energie und schwingung.“

Wie bei jeder Welle kann es zu Überlagerungen kommen die wir als Chaos erfahren, doch Wellen bilden auch perfekte Muster und zeigen das sie Ordnung und Chaos in sich vereinen. Ordnung und Chaos zeigen sich nur durch die spezifischen Wechselwirkungen beider Aspekte, mal so, dann wieder so. Reine Ordnung und reines Chaos wird es jedoch nicht geben können. Reine Ordnung wäre Stillstand, reines Chaos wäre reine Willkür und es könnten sich keine lebensnotwendigen Strukturen bilden. Die Natur braucht beides.


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Jesussah
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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

14.04.2014 um 04:03
@AnGSt


Was ist die Natur im Ganzen? Ist es die Summe aller Pflanzen? Die Summe aller Mineralien? Die Summe allen Lebens? Ist der Wald die Natur? Sind die Tiere die Natur? Ist die Welt die Natur? Der Kosmos? Die Planeten? Oder doch alles zusammen?

Was ist Natur?

Alles was entsteht, wird geboren. Und alles was geboren wird, ist natürlich. Ob in dieser Natürlichkeit, Chaos herrscht, liegt an der jeweiligen Wesentlichkeit, des Wesens, das geboren wird, das entsteht. Ein Baum, eine Pflanze kommt nicht verwirrt auf die Welt.........ein Tier kommt nicht verwirrt auf die Welt. Ein Planet entsteht nicht verwirrt.......denn sie kennen ihren Platz. Den Platz, der sie natürlich erleben lässt, der sie wirklich, wirken lässt um sich zu entwickeln. Ein Baum ist klar in dem, was es ist. Ein Tier ist klar in dem, was es ist. Ein Planet ist klar, in dem was es ist.


Geht man von der Natur des Menschen aus, von der Geburt und der Entstehung des Menschen, dann ist in dieser, aus dieser Entstehung nichts wirkliches klar. Der Mensch, erschafft und erhält durch seine Verwirrungen, durch seine Unklarheit, das Chaos, das sich sogar unwirklich, unnatürlich auf die Wesentlichkeit anderer Lebensformen, anderer Organismen zerstörerisch auswirkt. Der Mensch kennt seinen platz nicht, er sucht seinen Platz und findet ihn im Chaos, weil er abseits, seines Selbst sucht.


Die Frage: Ob in der Natur Chaos oder Kosmos, Ordnung herrscht, ist eine verwirrte Frage, denn die Natur kennt keine Ordnung und damit auch kein Chaos. Sie beschäftigt sich nicht mit chaotischen Zuständen und damit auch nicht mit Ordentlichen Zuständen. Die Natur beschäftigt sich nur mit natürlichen Zuständen. Befindet sich jedoch die Wesentlichkeit in einem chaotischem Zustand, dann ist sie wohl gezwungen, sich mit der Ordnung zu beschäftigen.


Der Mensch ist es, der zwischen Chaos und Ordnung tendiert, während die Natur der anderen Wesen, natürlich ist. :)


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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

14.04.2014 um 06:48
@AnGSt
@Jesussah
@cRAwler23
Es ist ganz klar dass es nichts von beidem ist sondern Gott der hat das gemacht und zwar alles.


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Jesussah
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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

14.04.2014 um 12:28
@Holdings


Gott kann weder etwas, noch nichts machen. Es gibt keinen Gott, so wie du dir ihn vorstellst. :)


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Jesussah
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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

14.04.2014 um 12:39
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Die Natur braucht beides.
Die Natur braucht kein Chaos oder Ordnung. Der verwirrte Mensch braucht diese, um seine Welt erklären zu können. Doch wie soll er seine Welt erklären, wenn er noch nicht mal sich Selbst erklärt hat? :)


Wo siehst du in der Natur Chaos oder Ordnung? :)


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Zophael
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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

14.04.2014 um 15:07
Chaos, ist doch im Grunde nur etwas, für dass der suchende Mensch noch kein anderes Wort erschaffen hat. Ein Platzhalter für etwas, was er noch nicht richtig versteht. Manche sagen Chaos, Wissenschaftler sagen Selbstorganisation usw.


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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

15.04.2014 um 23:28
Holdings schrieb:Es ist ganz klar dass es nichts von beidem ist sondern Gott der hat das gemacht und zwar alles.
Jesussah schrieb:Die Natur braucht kein Chaos oder Ordnung. Der verwirrte Mensch braucht diese, um seine Welt erklären zu können. Doch wie soll er seine Welt erklären, wenn er noch nicht mal sich Selbst erklärt hat?
Die Natur braucht nix, sie ist einfach das was sie ist, das ist richtig, der Mensch definiert die Dinge die ihm nicht klar sind und er sieht dabei den Wald vor lauter Bäumen nicht, statt mal auf einen zu klettern und sich den Wald von oben anzuschauen.

Ordnung und Chaos sind mehr beschreibende Worte, wie Hell und Dunkel, etwas ist geordnet, strukturiert, ordentlich. Oder es ist chaotisch, diffus und strukturlos, willkürlich. Dabei ist Chaos nur die Abwesenheit von Ordnung, wie Dunkelheit die Abwesenheit von Licht ist. Die Natur wird jedoch durch beide Aspekte geprägt und besteht auch aus beiden Aspekten gleichermaßen, sie ergeben zusammen eine Art harmonische Ganzheitlichkeit, ein ziemliches Hin und Her, dann und wann auch etwas turbulent. Nur der Mensch hat dabei die unterschiedlichsten Definitionen, Gedanken und Gefühle wie er was wahrnimmt und anschließend bezeichnet.

Die Natur erscheint chaotisch, doch hat sich sich wiederholende Muster voller Ordnung und Struktur, wie eben der Blütenstand einer Sonnenblume so schön zeigt :)
Zophael schrieb:Chaos, ist doch im Grunde nur etwas, für dass der suchende Mensch noch kein anderes Wort erschaffen hat. Ein Platzhalter für etwas, was er noch nicht richtig versteht. Manche sagen Chaos, Wissenschaftler sagen Selbstorganisation usw.
Selbstorganisation ist mehr dem ordnenden, anpassenden Prozess zuzuschreiben, Chaos ist die gänzliche Abwesenheit jeder Ordnung und Organisation, doch jedes Chaos bietet Platz für ordnende Ruhepole. Man denke da nur an die Evolution, mal chaotisch, willkürlich, dann wieder sehr auf Anpassung und Organisation bedacht. Ein Ameisenkollektiv erscheint auf dem ersten Blick wie ein chaotisches, strukturloses Gewusel, doch blickt man in die Abläufe und Koordinationsprozesse, wird man wieder Ordnung umgeben vom Chaos finden. Man schaue sich nur das Gewusel in einem Bienenkollektiv an und blicke auf die klaren Wabenstrukturen und Muster.

Also die Natur ist Chaos und Ordnung und beides zusammen bildet die Ganzheitlichkeit allen Seins und einer jeden Entwicklung und Zerstörung in der Natur, wobei alles in ihr aus Transformations- und Anpassungsprozessen besteht.

Eine Hürde bedeutet Chaos, das Leben versucht diese Hürde zu überwinden, z.B. durch die Bildung von Sinnesorganen, Gliedmaßen, Flügeln, Flossen, Kiemen, Lungen usw. das alles sind Entwicklungen die über viele Generationen und lange oder dann und wann auch kurze Zeiträume die ganze Evolution bestimmt haben. Das meisten des Chaos durch eine Hürde. Die einen sind anpassungsfreudig und überleben, die anderen waren zu gut angepasst und starben aufgrund von schlechter Anpassungsfreundlichkeit. Stichwort die Dinosaurier ;)

Ratten und Schaben gelten neben den Bakterien und manchen Menschen (ja die auch dann und wann) als anpassungsfreundlichste Spezies auf diesen Planeten, damit sind auch die Überlebenschancen nach großen Katastrophen signifikant höher als von anderen Spezies die dann sicherlich einfach aussterben werden und Platz für andere Spezies machen, wie einst die Reptilien den Säugetieren Platz gemacht haben. Dank des kurzen Chaos durch einen Meteoriten.

Die Natur besteht aus reiner Kausalität.


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Jesussah
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15.04.2014 um 23:40
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Ordnung und Chaos sind mehr beschreibende Worte, wie Hell und Dunkel, etwas ist geordnet, strukturiert, ordentlich. Oder es ist chaotisch, diffus und strukturlos, willkürlich. Dabei ist Chaos nur die Abwesenheit von Ordnung, wie Dunkelheit die Abwesenheit von Licht ist. Die Natur wird jedoch durch beide Aspekte geprägt und besteht auch aus beiden Aspekten gleichermaßen, sie ergeben zusammen eine Art harmonische Ganzheitlichkeit, ein ziemliches Hin und Her, dann und wann auch etwas turbulent. Nur der Mensch hat dabei die unterschiedlichsten Definitionen, Gedanken und Gefühle wie er was wahrnimmt und anschließend bezeichnet.

Die Natur erscheint chaotisch, doch hat sich sich wiederholende Muster voller Ordnung und Struktur, wie eben der Blütenstand einer Sonnenblume so schön zeigt
Dann kannst du mir doch bestimmt ein Beispiel nennen, wo du in der Natur, Chaos erkennen kannst, wenn deiner Meinung diese, auch zur Natur gehört. :)


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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

15.04.2014 um 23:51
@Jesussah
In der Willkür, in ihrer Diffusität, in ihrer durchaus überwiegend strukturlosen Erscheinung. Das ist aber nichts schlimmes, es ist eben Teil vom Ganzen. Ein Auge von weitem sieht aus wie ein formvollendetes Sinnesorgan, doch schaut man es genauer an ist es wie bei einem Gemälde, bei dem scheinbar willkürliche, chaotische Pinselstriche ein formvollendetes Kunstwerk ergeben. Daher sind Ordnung und Chaos nichts als etwas voneinander getrenntes zu betrachten sondern als ein Ganzes.

article-2246888-1679CAFA000005DC-830 470

http://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-2246888/The-eyes-The-iris-pictured-remarkable-incredible-close-shots.html

Natürlich ist Chaos und Ordnung eine menschliche Definitionsfrage. Sind es Zustände? Adjektive? Oder beschreibt das eine eine Anwesenheit von Struktur und das andere eine Abwesenheit dieser?


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Jesussah
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15.04.2014 um 23:59
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:In der Willkür, in ihrer Diffusität, in ihrer durchaus überwiegend strukturlosen Erscheinung. Das ist aber nichts schlimmes, es ist eben Teil vom Ganzen. Ein Auge von weitem sieht aus wie ein formvollendetes Sinnesorgan, doch schaut man es genauer an ist es wie bei einem Gemälde, bei dem scheinbar willkürliche, chaotische Pinselstriche ein formvollendetes Kunstwerk ergeben. Daher sind Ordnung und Chaos nichts als etwas voneinander getrenntes zu betrachten sondern als ein Ganzes.
Scheinbare Willkür bzw scheinbares Chaos bedeutet aber nicht, das in der Natur wirklich Chaos vorzufinden ist. Es ist lediglich nur ein Blickwinkel der (verwirrten) Menschen und nicht die der Natur. Denn ansonsten würden die (verwirrten) Menschen wissen, das es keine Zufälle gibt und das selbst bei einem Auge, beim näheren betrachten, wie bei einem Gemälde, Intention dahinter steckt. Die Formen die man da sieht, sind Absicht,denn sie stammen von der eigenen Sicht und damit Verhalten, Denkweisen, dem Verstand und den Gefühlen.

Chaos + Ordnung können kein Ganzes ergeben, sondern nur zwei Gegensätze die sich jeweils, in die entgegengesetzte Richtung bewegen. Wie soll das auch gehen? :)


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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

16.04.2014 um 00:22
@Jesussah
Also ich bin sicherlich nicht verwirrt und du hast auch recht, denn das Beispiel mit dem Bild und den scheinbar chaotischen Pinselstrichen hinter denen jedoch eine klare Absicht steckt, wie auch hinter jeden Pixel auf dem Bildschirm auf den wir blicken. So ist der Begriff des Chaos mehr nur noch ein Wort der Beschreibung für die scheinbare Willkür hinter allem. Das es etwas formvollendetes ergibt, verdanken wir unserem Empfinden. Doch hau mal eine Statue auf den Boden, die Scherben werden ein Bild der Willkür und des Chaos offenbaren. Jede Struktur ist in der Natur ein temporärer Zustand, wie auch das Leben als solches. Es ist eben eine Wechselwirkung.

Natürlich nach einem chaotischen Vulkanausbruch gibt es wieder viel fruchtbaren Boden für neues Leben, doch ist das Leben selbst nicht durchaus etwas willkürliches? Sind wir hier im Interesse einer größeren Ordnung oder nicht doch nur biochemische Wesen auf einer Erlebnisreise durch die Evolution und eigene Entwicklung mit ihren Lernprozessen?

Der Mensch gab den Worten ihre Bedeutung, doch das Empfinden von etwas bedarf eigentlich keiner Worte und Definitionen, die verwirrend erscheinen mögen wenn zwei Menschen etwas unterschiedliches beim selben Begriff empfinden, daher ist das Empfinden von Kunst und Musik auch immer eine höchst subjektive Frage.

Die Schönheit eines Pfaus ist nur unser subjektives Empfinden, der Pfau sieht so aus nicht weil er sich selbst als schön empfindet, sondern allein um die Gunst der Paarung möglichst prächtig in Erscheinung treten will. Nun ist die Frage, hat das Weibchen dann das als schön empfunden oder einfach als ein Zeichen von Fruchtbarkeit gedeutet was der Mensch als "schön" und Zeichen der Ordnung empfindet? Das schöne Gezwitscher der Vögel ist in unseren Ohren als etwas schönes empfunden, doch die Absicht dahinter ist schlicht und einfach Kommunikation im Sinne der Paarung und Futtersuche.

Chaos ist die Willkür in der Natur, das Gewusel, die Strukturlosigkeit, die Diffusität. Ordnung findet sich in der Struktur. Chaos ist etwas dynamisches, Ordnung etwas statisches. In der Natur herrscht ein ständiges Wechselspiel beider Aspekte. Ein Diamant ist pure Ordnung der Teilchen in einer kristallinen Struktur, wird dieses Objekt purer Ordnung je sich bewegen und leben können? Nein denn die Ordnung und Statik überwiegt. Wird eine chaotische, diffuse Explosion, ein Feuer oder eine Zerstörung je etwas beständiges, festes sein? Nein denn das Chaos überwiegt, es ist pure Dynamik. Ein Lebewesen ist ein Wesen das zwischen beiden Aspekten einen Kompromiss bildet. Jedoch im Leben gibt es immer mal Phasen in denen man extreme Dynamik oder eben Statik erlebt, wenn es zu extrem wird, so wird meist auch das Leben ein Ende finden und die Materie des Körpers wird wieder in seine Bestandteile zerlegt, welches jedoch wieder Grundlagen für neues Leben schaffen kann und sei es nur die Made die sich durch den Verfall des Körpers sättigt :)

Natürlich kann das alles scheinbar einer größeren Ordnung unterliegen, bei der selbst das scheinbar chaotische nur ein Impulsgeber für spezifische Entwicklungen ist, doch das würde zu sehr nach "Plan Gottes" klingen, als Herr der Kausalität, wo wir wieder bei den Sinnbildern Gottes wären und den unterschiedlichsten, menschlichen Definitionen solcher Begrifflichkeiten, was ja auch etwas chaotisch anmutet dann und wann ;)


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Jesussah
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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

16.04.2014 um 00:44
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Also ich bin sicherlich nicht verwirrt
Ich weiß nicht warum du das immer wieder erwähnst, bei unseren Diskussionen. Du bist einer der wenigen, die am ehesten klar blicken können. Also verstehe mich nicht falsch, ich sehe dich nicht verwirrt. :)
cRAwler23 schrieb:Doch hau mal eine Statue auf den Boden, die Scherben werden ein Bild der Willkür und des Chaos offenbaren.
Nicht wirklich. Jeder einzelne Stein, jedes einzelne Stück wird genau an den Ort fallen und an dem Ort liegenbleiben, wie ich es auf den Boden haue. Das tut der Mensch nämlich auch mit sich selbst, sich spalten, zerteilen, auf den Boden hauen und dementsprechend sieht er sich auch so zerbrochen wie die Statue, als Teil von etwas großem und sieht deshalb alles willkürlich an. Ein klarer Verstand würde doch nicht mal die Statue auf den Boden hauen und erst recht nicht sich Selbst um die Statue oder sich selbst zerbrochen zu sehen. Ein Unklarer Verstand muss es tun um dementsprechend in all den Teilen das Ganze zu suchen, denn nur so kann er, aus all den Teilen, das gesamte Bild rekonstruieren. Was aber in Wirklichkeit total unnötig und sogar Leid bringend ist :)
cRAwler23 schrieb:Jede Struktur ist in der Natur ein temporärer Zustand, wie auch das Leben als solches. Es ist eben eine Wechselwirkung.
Das Leben wechselt seinen Zustand nicht, denn es ist immer Leben da. Das Leben das stirbt, ist nun nicht anders als es sonst war,ist. Es wechselt nicht vom Leben zu etwas anderem sondern wird wieder Leben. Das sagst du doch auch immer, benutzt anstatt Leben, aber das Wort, Energie. :)
cRAwler23 schrieb:Natürlich nach einem chaotischen Vulkanausbruch gibt es wieder viel fruchtbaren Boden für neues Leben, doch ist das Leben selbst nicht durchaus etwas willkürliches?
Ein Vulkan bricht niemals Chaotisch aus. Ein Blatt auf einem Baum fällt niemals chaotisch, Willkürlich auf den Boden. Der Wind weht niemals willkürlich. Das Meer bewegt sich nicht willkürlich. Die Erde kennt kein Chaos, Willkür. Der einzige der darin, darauf Willkür kennt und auch erlebt, aus bestimmten Gründen, ist der Mensch, denn er ist es, der aus seiner Willkür zerstörerisch wirkt und damit auch die Natur in Mitleidenschaft zieht. Die Erde erneuert sich mit diesen, sogenannten, Naturkatastrophen. Wir jedoch, zerstören uns und die Natur, da gibt es keine Erneuerung, sondern immer wieder und weiter das selbe Spiel.....Macht.....Macht und noch mal Macht. :)
cRAwler23 schrieb:Der Mensch gab den Worten ihre Bedeutung
Bist du dir da sicher? Wenn der Mensch den Worten ihre Bedeutungen gibt, wer hat dann der Bedeutung, Bedeutung geschenkt? Man kann doch Worten nicht ihre Bedeutung schenken, wenn Bedeutung auch ein Wort ist. War das erste Wort in den Köpfen der Menschen dann, Bedeutung? :)


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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

16.04.2014 um 01:02
Jesussah schrieb:Ich weiß nicht warum du das immer wieder erwähnst, bei unseren Diskussionen. Du bist einer der wenigen, die am ehesten klar blicken können. Also verstehe mich nicht falsch, ich sehe dich nicht verwirrt.
:)
Jesussah schrieb:Ein Vulkan bricht niemals Chaotisch aus. Ein Blatt auf einem Baum fällt niemals chaotisch, Willkürlich auf den Boden. Der Wind weht niemals willkürlich. Das Meer bewegt sich nicht willkürlich. Die Erde kennt kein Chaos, Willkür. Der einzige der darin, darauf Willkür kennt und auch erlebt, aus bestimmten Gründen, ist der Mensch, denn er ist es, der aus seiner Willkür zerstörerisch wirkt und damit auch die Natur in Mitleidenschaft zieht. Die Erde erneuert sich mit diesen, sogenannten, Naturkatastrophen.
Daher sagte ich ja, reine Ordnung und reines Chaos gibt es tatsächlich nicht, weder beim Diamanten, noch bei einer Explosion. Alles was wir sind und was uns umgibt unterliegt der Kausalität :)

Chaotisch ist dabei nur ein Empfinden von scheinbarer Willkür die der Mensch nicht versteht und als chaotisch wahrnimmt. Damit ist das Chaos natürlich nur ein subjektives Empfinden der Menschen oder eben eine Denkweise.
Jesussah schrieb:Wir jedoch, zerstören uns und die Natur, da gibt es keine Erneuerung, sondern immer wieder und weiter das selbe Spiel.....Macht.....Macht und noch mal Macht.
Ich lebe nach dem Motto, "keine Macht für Niemand". Auch ich sehe es ungern was unsere Spezies sich da mit ihrer Lebensspendenden Umwelt und sich selbst leistet, alles auf Kosten purer Ausbeutung. In der Hinsicht ist der Mensch sicherlich mit Krebs vergleichbar für die Biosphäre dieses Planeten.
Jesussah schrieb:Bist du dir da sicher? Wenn der Mensch den Worten ihre Bedeutungen gibt, wer hat dann der Bedeutung, Bedeutung geschenkt? Man kann doch Worten nicht ihre Bedeutung schenken, wenn Bedeutung auch ein Wort ist. War das erste Wort in den Köpfen der Menschen dann, Bedeutung?
Natürlich war das Gefühl und die Bedeutung schon vor dem Wort und der Definition da. Worte sind ja auch nur zur Kommunikation eben dieser Bedeutungen. In jeder Sprache gibt es unterschiedlichste Wörter für die selbe Sache, doch empfinden werden es alle Menschen auf gleiche oder ähnliche Weise was sich hinter dem Wort verbirgt.
Jesussah schrieb:Ein klarer Verstand würde doch nicht mal die Statue auf den Boden hauen und erst recht nicht sich Selbst um die Statue oder sich selbst zerbrochen zu sehen.
Natürlich nicht! :D
Jedoch kann es ganz ohne Absicht passieren das man aus Versehen ein solche Statue zerbricht, z.B. wenn man ein Tollpatsch ist. Der Faktor Chaos ist das unberechenbare, das ohne Absicht, eben das was selbst die Kausalität dann und wann verwirbelt. Da ist die Quantenphysik z.B. ein interessanter Punkt. Und damit hat man auch gleich die Thematik mit dem Chaos treffend erfasst, Chaos ist nichts anderes als ein kurzer, unberechenbarer Zustand der einem Impuls gleicht. Dieser Impuls kann jedoch große Folgen haben und wieder neue Kausalketten auslösen, man denke an den Schmetterlingseffekt.


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Jesussah
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16.04.2014 um 01:30
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Daher sagte ich ja, reine Ordnung und reines Chaos gibt es tatsächlich nicht, weder beim Diamanten, noch bei einer Explosion. Alles was wir sind und was uns umgibt unterliegt der Kausalität
Reine Ordnung und reines Chaos gibt es auch nicht. Es gibt aber ganze Ordnung und ganzes Chaos. Wir denken, das die Ordnung durch das ordnen besteht,was aus dem Chaos resultiert, denn man kann nur etwas chaotisches sortieren. Doch ist es dann wirklich Ordentlich?

Nehmen wir ein Beispiel:


Ich kann in meinem Zimmer alle Kleidungsstücke auf den Boden schmeißen oder "ordentlich" in den Schrank legen. Socken unterste Schublade, Unterhosen, mittlere und meine Hemden gehören ins oberste Fach. Ist dies nun Ordentlich? Ordentlicher als alle Kleidungstücke auf dem Boden zu schmeißen, durcheinander zu schmeißen? Tatsächlich ist es ordentlicher, denn ich finde meine Socken, meine Unterhosen und meine Hemden auf Anhieb. Würde ich also alle Kleidungsstücke auf den Boden werfen, dann könnte ich aufräumen und es ordentlich gestalten. Ich könnte es auch von Anfang an in Schubladen aufbewahren, ordentlich, so wie es sich gehören sollte. Doch ist das auch wirklich ordentlich? Besteht daraus wirklich Ordnung? Oder besteht daraus nur Abgegrenztheit, tatsächliche Ordnung? Socken unten,, Hemden oben und die Unterhosen in der Mitte sind getrennt voneinander, obwohl ich sie doch allesamt, gleichzeitig, den ganzen Tag, auf dem Körper und damit auch im Körper, als Gedanke, trage. Tatsächliche Ordnung kann nur durch das tatsächliche Chaos resultieren, so wie auch andersherum, denn es kommt tatsächlich von einem Selbst (dem verwirrtem Verstand) :)

Man kann also nur etwas Ordnen, wenn es unordentlich ist. Man kann es gerne in Schubladen stecken und diesen Schubladen Bezeichnungen geben. Im Übertragenem Sinne tut das der Mensch auch mit sich selbst und damit auch mit der Natur. Er steckt sich selbst in eine Schublade, Wissenschaft, Religion, Spiritualität, Politik und so weiter.........durch diese Begrenzung ist der Mensch gezwungen, so wie in seinem Zimmer, die Welt, zu ordnen, tatsächlich zu ordnen, denn das Chaos resultiert auch tatsächlich aus der Begrenzung, in dem der Mensch steckt und aus dem er tatsächlich, Handelt.

Während die Natur also, weder Ordnung, noch Chaos kennt, so versucht der Mensch aus seiner Schublade, weil er daraus Begrenzungen erschafft bzw erhält, sich selbst nicht ganz erkennt, alles zu ordnen und stiftet damit, so wohl in seinem Verstand, als auch damit durch seine Handlungen, Chaos an. :)


Was ist also wirkliche Ordnung? Das was Ordnung kennt. Und das was Ordnung kennt, kennt kein Chaos. Einer Socke ist es Egal, ob es im untersten, mittleren oder obersten Schubladenfach liegt, es ist nämlich das, was es ist, ganz, Socke. Was zeigt die Ordentlichkeit einer Sache oder eines Wesens auf, wenn nicht das, aus was es besteht?

Die Natur kann dementsprechend nur Natürlich sein und damit würde sie dem Menschen auch Ordentlich vorkommen. Da der Mensch aber selbst noch nicht mal natürlich leben kann, weil er in einer Schublade steckt, so sieht er auch daraus Ordnung, durch Chaos, statt Ordnung, durch Ordnung und Chaos durch Chaos.


Ordnung durch Chaos zu sehen, das ist die folge von der Verwirrung, nicht die folge von der Klarheit, aus der man das wirkliche (nicht das tatsächliche) Ordentliche oder Chaotisch erkennen kann. :)


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Zophael
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16.04.2014 um 04:23
cRAwler23 schrieb:Chaos ist die gänzliche Abwesenheit jeder Ordnung
Das Universum ist geordnet, Die Erde und alles um uns herum auch. Aber scheinbar der Mensch nicht. Weil er mit sich selbst nicht in Ordnung ist. Also stimmt etwas mit dem Denken nicht.


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Die Natur - Chaos oder Kosmos?

17.04.2014 um 00:37
Jesussah schrieb:Was ist also wirkliche Ordnung? Das was Ordnung kennt. Und das was Ordnung kennt, kennt kein Chaos.
Wenn man beides als polare Eigenschaften betrachtet wird man merken das beide durch das Leben selbst wechselwirken. So wie es eben im Licht und Dunkelheit gibt, so gibt es auch Ordnung und Chaos in der Ganzheitlichkeit des Universums. Reine Ordnung wäre eine statische Struktur von Materie. Reines Chaos wäre das fehlen von Struktur und Statik, es ist etwas rein dynamisches und scheinbar diffuses, willkürliches. Beide Faktoren bestimmen das Leben und dessen Entwicklung.
Jesussah schrieb:Die Natur kann dementsprechend nur Natürlich sein und damit würde sie dem Menschen auch Ordentlich vorkommen. Da der Mensch aber selbst noch nicht mal natürlich leben kann, weil er in einer Schublade steckt, so sieht er auch daraus Ordnung, durch Chaos, statt Ordnung, durch Ordnung und Chaos durch Chaos.
Der Mensch ist eben wie alles andere in der Natur auch den Polaritäten ausgesetzt und das Denken wird durch innere wie auch äußere Wechselwirkungen geprägt. Was ist natürlich, ein Tier, eine Pflanze, der Planet, die Sonne, das Universum? Ja die Natur ist ein Oberbegriff wie das Universum, Gott oder eben Ganzheitlichkeit allen Seins. Dazu zählen auch die Taten und Gedanken der Menschen, damit ist auch die Kunst des Menschen ein Teil der Natur, auch wenn manches davon in der menschlichen Definition absurd erscheinen mag, so ist es immer noch Teil vom Ganzen. Denn wir sind etwas Ganzes im Ganzen. Gedanken unterliegen meist temporären Impulsen und Eindrücken, außerdem werden sie auch durch Gefühle geprägt die biochemischer Natur sind und immer durch Interaktion zwischen innerer und äußerer Wahrnehmung resultieren.

Selbst ein Mensch der einen Computer nutzt und von Technik umgeben ist, ist noch immer von Natur umgeben, auch wenn es der Forschung und Entwicklung von Menschenhand entstammt.
Zophael schrieb:Das Universum ist geordnet, Die Erde und alles um uns herum auch. Aber scheinbar der Mensch nicht. Weil er mit sich selbst nicht in Ordnung ist. Also stimmt etwas mit dem Denken nicht.
Das Universum ist kausal, jedoch reine Ordnung gibt es eben nicht, denn würde sie existieren, würde sich nichts bewegen, alles wäre statisch und still. Damit braucht es eben das Chaos durch Bewegung und sind Bewegungen gleichförmig und bilden Muster, so harmonieren Ordnung und Chaos. Der Mensch wird durch beides geprägt, so auch sein Denken.


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Jesussah
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17.04.2014 um 02:51
@cRAwler23
cRAwler23 schrieb:Wenn man beides als polare Eigenschaften betrachtet wird man merken das beide durch das Leben selbst wechselwirken.
Ordnung und Chaos sind aber keine Eigenschaften und damit auch keine Zustände. Nur ein
Mensch, der eigenschaftlich, selbst mit Ordnung durch Chaos behaftet ist, kann diesen beiden Wirkungen, eine Eigenschaft zuschreiben. Ordnung spielt nicht mit Chaos und Chaos nicht mit Ordnung, sie wechselwirken, in Wirklichkeit, nicht miteinander, denn jede Wirkung resultiert aus sich Selbst. Ordnung aus Ordnung und Chaos aus Chaos. Wenn das wirklich dem entsprechen würde, das sie miteinander wechselwirken, dann gebe es in der Natur und damit in der Natürlichkeit, Chaos und damit Willkür. Da diese Wechselwirkung aber nur im Menschen, im Verstand der Menschen, stattfindet, so resultiert sie aus dem verwirrten Verstand, aus der die Wirkung der Ordnung, die mit dem des Chaos, verwirrt wird.
cRAwler23 schrieb:So wie es eben im Licht und Dunkelheit gibt, so gibt es auch Ordnung und Chaos in der Ganzheitlichkeit des Universums. Reine Ordnung wäre eine statische Struktur von Materie. Reines Chaos wäre das fehlen von Struktur und Statik, es ist etwas rein dynamisches und scheinbar diffuses, willkürliches. Beide Faktoren bestimmen das Leben und dessen Entwicklung.
Schatten gibt es nur, wenn Licht auf widerstand stößt, denn dann ist ein Teil Licht und ein anderes beschattet. Chaos gibt es, wenn es auf Ordnung stößt, denn dann ist ein Teil chaotisch und das andere ordentlich.

Schatten und Licht jedoch mit Chaos und Ordnung zu vergleichen, ist ein ziemlich weit hergeholter und sogar esoterisch, spirituell, mit einer priese Wissenschaft, angehauchter. Licht ist dafür da um Licht zu spenden, weil es aus sich selbst wirkt, während die Körper dafür da sind, Schatten zu schenken, weil sie auch aus sich selbst wirken.Daraus entsteht ein Ort, an dem Natürliches gedeihen kann. Chaos schenkt einem aber nur Chaos und Zerstörung und damit nur scheinbare Ordnung. Daraus gedeiht nichts wirkliches, wie man an den Taten, der Menschen tatsächlich ablesen kann. :)
cRAwler23 schrieb:Der Mensch ist eben wie alles andere in der Natur auch den Polaritäten ausgesetzt und das Denken wird durch innere wie auch äußere Wechselwirkungen geprägt. Was ist natürlich, ein Tier, eine Pflanze, der Planet, die Sonne, das Universum? Ja die Natur ist ein Oberbegriff wie das Universum, Gott oder eben Ganzheitlichkeit allen Seins. Dazu zählen auch die Taten und Gedanken der Menschen, damit ist auch die Kunst des Menschen ein Teil der Natur, auch wenn manches davon in der menschlichen Definition absurd erscheinen mag, so ist es immer noch Teil vom Ganzen. Denn wir sind etwas Ganzes im Ganzen. Gedanken unterliegen meist temporären Impulsen und Eindrücken, außerdem werden sie auch durch Gefühle geprägt die biochemischer Natur sind und immer durch Interaktion zwischen innerer und äußerer Wahrnehmung resultieren.
Der Mensch ist keinen Polaritäten ausgesetzt, denn sein Gehirn besteht nicht aus einem Negativ und einem Positiv, sondern ganz. So wie auch sein Herz, seine Seele und sogar sein Geist (Gedanken) :)


Zu denken, das der Mensch etwas unbestimmten ausgesetzt ist, dessen Ursache er nicht kennt, resultiert aus der eigenen Unkenntnis und damit Selbstkenntnis. Daraus nun zu behaupten, ein Teil von etwas zu sein, zeugt wohl wirklich von Verwirrtheit, wenn man gleichzeitig doch den ganzen Verstand, das ganze Herz, Gefühle und Gedanken verwendet. Das der Mensch sich trotz dessen als Teil von etwas ansieht und somit denkt untergeordnet zu sein, den Umständen ausgeliefert zu sein, resultiert aus seiner Verwirrtheit aus dem das Schubladendenken zur der Begrenzung führt. Grenzen führen nun mal zu Teilen, wer ein Strich mitten durch die Pampa zieht, der denkt auch zwei Teile, der selben Pampa zu haben. :)
cRAwler23 schrieb:Selbst ein Mensch der einen Computer nutzt und von Technik umgeben ist, ist noch immer von Natur umgeben, auch wenn es der Forschung und Entwicklung von Menschenhand entstammt.
Ja, das stimmt, doch vergisst man , durch den Computer und durch die Technik,nicht eher die Natur und damit die Natürlichkeit, weil es sich doch nicht natürlich anfühlt? :)
cRAwler23 schrieb:Das Universum ist kausal, jedoch reine Ordnung gibt es eben nicht, denn würde sie existieren, würde sich nichts bewegen, alles wäre statisch und still. Damit braucht es eben das Chaos durch Bewegung und sind Bewegungen gleichförmig und bilden Muster, so harmonieren Ordnung und Chaos. Der Mensch wird durch beides geprägt, so auch sein Denken.
Reine Ordnung gibt es genau so wenig, wie beschmutzte Ordnung. Es gibt die Ordnung und die hat mit rein, unrein, Chaos und anderen Eigenschaften oder Begrifflichkeiten nichts zu tun. Wenn Ordnung herrscht, dann kann darin kein Chaos herrschen. Von einem Apfelbaum wird man, natürlich, niemals Pfirsiche pflücken können. :)


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