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Cogito ergo sum?

409 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Leben, Denken, Logik ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Cogito ergo sum?

08.03.2021 um 16:02
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Der Wurm bewegt sich, also handelt er.
Der Affe handelt, also beeinflusst er.
Der Mensch beeinflusst, also ist er.
Einfach mal ein sinnreduzierter Syllogismus für zwischendurch?
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Das Ego übernimmt Verantwortung, also kann es sich erkennen.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Der Mensch erkennt sich, also kann er Gott sehen.
Und gleich die nächsten Schlussfolgerungen vom Kaliber doof wie Stulle hinterhergeschoben.
Kommen da noch Erläuterungen zu, oder bleibt es beim Bedürfnis, einfach mal was reinzusenfen?

Der Wurm handelt nicht, und der sich erkennende Mensch sieht nicht konkludierend "Gott".
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Der Mensch ist getrennt, also sieht er zwei.
Wie meinen?


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Cogito ergo sum?

08.03.2021 um 16:50
@FlamingO, warum so sauer?

Dass das Denken sich aus der Bewegung entwickelte ist eine gesicherte, wissenschaftliche Erkenntnis,
die ich, hüstel, poetisch verarbeitet habe.

Der Wurm hat ein Stammhirn, aber er denkt nicht.
Der Affe hat Stamm- Mittel - Kleinhirn und ein wenig Großhirnrinde, er handelt zielgerichtet, aber er hat kein Bewusstsein.

Der Mensch hat ein Ego; die ollen Griechen haben dieses Wort für die ganze "Person" also das Konglomerat aus
Ego/Körper, einem zur Reflektion fähigen Selbst und einer Person die interagiert genommen.

Des Menschen Bewusstsein hat bislang an das Konstrukt "Gott" geglaubt und mit Hilfe des "Teufels"
seine Fähigkeit zum Irrtum externalisiert. Auch "Gott" war, in dem Zusammenhang, im Außen verortet.

Tja, und ich war grad so frei und hab da meine Schlüsse draus gezogen.

Was passieren könnte, wenn wir, als Menschheit im Ganzen oder als Individuum,
mal konkret über Ver -Antwort-ung meditieren würden.

"Ich handle, also baue ich Scheiße" war mir zu unterkomplex.
"Ich handle, also übernehme ich Verantwortung" zu streng.

Das Ego ist nicht nur das Problem, es ist auch das Zuhause der Lösung.
Wenn wir unsere Körper nicht mitnehmen wollen, können wir nirgendwo hin kommen.

(Naja, dass ich den "Konjunktiv" als "göttlichen Funken" einsortiere ist vielleicht ein wenig gewöhnungsbedürftig - aber gut!)

Kannst du jetzt mehr damit anfangen?


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Cogito ergo sum?

09.03.2021 um 13:32
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Dass das Denken sich aus der Bewegung entwickelte ist eine gesicherte, wissenschaftliche Erkenntnis,
die ich, hüstel, poetisch verarbeitet habe.
Mir fiel da kein poetischer Anstrich ins Auge, aber sei's drum.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Der Wurm hat ein Stammhirn, aber er denkt nicht.
Das ZNS von Würmern besteht aus einem gehirnähnlichen Nervenknoten und einigen Nervensträngen.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Der Affe hat Stamm- Mittel - Kleinhirn und ein wenig Großhirnrinde, er handelt zielgerichtet, aber er hat kein Bewusstsein.
Schimpansen erkennen sich selbst im Spiegel, haben also ein Ich-Bewusstsein.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Kannst du jetzt mehr damit anfangen?
Jain. Du hast es zwar nun erläutert, so dass es inhaltlich ein wenig greifbarer wird, aber die Schlussfolgerungen muten nach wie vor nicht stringent an.

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Der c.e.s.-Thematik widmet sich dieses launige Gespräch:

https://www.youtube.com/watch?v=dJElb4OG8Lw (Video: Denker des Abendlandes: Descartes (26/43))


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Cogito ergo sum?

09.03.2021 um 14:32
@FlamingO, das ZNS ist für dich nicht ne "Art Stammhirn"? Direkter Vorläufer? Komisch.

"Ich Bewusstsein" ist nicht identisch mit dem menschlichen Bewusstsein,
sonst würden wir uns um den Teil mit dem Ego doch gar nicht so nen Kopf machen.

Im Gegensatz zum Affen können wir unseren "göttlichen Funken" erkennen,
aber traditionell verorten wir ihn außen, so wie den Teufel.
Zwar nicht direkt unsere "Fantasie" (etc.), aber deren Ursprung.

Mir fiel auf, dass wir zum Lernen die Fehler brauchen, absolut und unmittelbar.
Alle Spiritualität dreht sich eigentlich darum: sich selber diese "Gnade" zuteil werden zu lassen,
- durch die Erkenntnis und die Annahme der eigene Schwächen wachse ich.

Das Konzept, da sei etwas Äußeres, das gegen mein Ego gerichtet sein müsse (bzw. umgekehrt), ist in meinen Augen unlogisch,
wenn ich sehen kann, dass die hinderlichen "Fehler" die Konstrukte sind, die in mir gespeichert sind.
Ich brauch diesen Speicher zum "Einlösen", daran wachse ich.
Nicht gegen einen Teufel - und nicht für einen Gott.

So wie ich schon immer "Religion", rsp. "Glauben" als etwas persönliches empfunden habe,
kann ich heute sowohl "Gott" als auch "Teufel" in mir selbst finden.
(Und natürlich schließe ich nicht aus, dass da draußen noch mehr davon ist.)

-------------------
Was ist c.e.s.?

Ich mag den Film nicht schauen, dem Lesch ist es so offensichtlich unangenehm
- und in den ersten 4 Minuten sind sie sich schon einig, dass es außer denken nix gäbe,
die Erkenntnis des "seiens" aber "intuitiv" erfasst wurde, worauf sie aber nicht eingehen - nö.
Vielleicht später mal, heut nicht.


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Cogito ergo sum?

09.03.2021 um 16:05
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:das ZNS ist für dich nicht ne "Art Stammhirn"? Direkter Vorläufer? Komisch.
Bist du dir sicher, mit welchen Termini du hantierst? Stammhirn oder Hirnstamm?
Der älteste Teil des Gehirns, der Hirnstamm, sorgt für die grundlegenden Lebensfunktionen wie Herzschlag, Atmung, Blutdruck. Das Stammhirn hingegen umfasst sämtliche Hirnabschnitte außer dem Großhirn.
Bei Wirbeltieren besteht das zentrale Nervensystem aus Gehirn und Rückenmark. Würmer haben indes kein ZNS wie die Wirbeltiere, bei denen es in Form eines Gehirns und eines am Rücken verlaufenden Rückenmarks besteht.

Natürlich gibt es gemeinsame Vorfahren von Wirbellosen und Wirbeltieren - man kann, geht man nur weit genug zurück in die Vergangenheit blickend - die Entwicklung biologisch, evolutionär, phylogenetisch, paläontologisch etc. systematesieren.

Was dich aber dazu brachte, den Wurm mit dem c.e.s. (was auch deine Frage
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Was ist c.e.s.?
beantwortet = cogito ergo sum) in Verbindung zu bringen, erschließt sich mir nicht.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:dem Lesch ist es so offensichtlich unangenehm
- und in den ersten 4 Minuten sind sie sich schon einig, dass es außer denken nix gäbe
Seltsam, dass das Video aber noch 24 weitere Minuten dauert, hm? Warum wohl?
Weil eben nicht alles geklärt war innerhalb von 4 Minuten.
Auf mich macht Lesch nicht den Eindruck des sich Unwohlfühlens; er fläzt sich auf der Couch, hört zu, gibt seine Gedanken ein, nippt am Weinglas, überlegt und wirkt auf mich durchaus entspannt, doch sachkundig.


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Cogito ergo sum?

09.03.2021 um 16:30
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Im Gegensatz zum Affen können wir unseren "göttlichen Funken" erkennen,
aber traditionell verorten wir ihn außen, so wie den Teufel.
Zwar nicht direkt unsere "Fantasie" (etc.), aber deren Ursprung.

Mir fiel auf, dass wir zum Lernen die Fehler brauchen, absolut und unmittelbar.
Alle Spiritualität dreht sich eigentlich darum: sich selber diese "Gnade" zuteil werden zu lassen,
- durch die Erkenntnis und die Annahme der eigene Schwächen wachse ich.
--------------------------------------
Was wäre denn der göttliche und Funke und wodurch würdest du ihn erkennen?
-
Was soll denn gelernt werden und wozu braucht es dafür Fehler?
Meines Erachtens nach geht es gar nicht ums lernen, da wir schon sind, was wir meinen durchs Lernen erreichen zu wollen.
-
Die von dir erwähnte Gnade kann kein Mensch sich selbst gewähren, sie wird von "Gott" gewährt. ER ist der, der Gnade gewährt. So jedenfalls bezeugen es Jene, die Erleuchtung/Erwachen realisiert haben.
-
Von wessen Schwächen sprichst du? Es können doch nur menschliche Schwächen sein, die vom Verstand erzeugt werden, bwz. als solche bezeichnet/etikettiert werden.
Mir scheint es wesentlich bedeutsamer zu sein, wie jemand auf Reize/Umstände reagiert. Erfolgt eine Reaktion, so kann davon ausgegangen werden, dass es sich um das Ego/die Person handelt. Gelassenheit hingegen verweist schon eher auf erweitertes Bewusstsein hin, welches erkannt hat, dass es nicht das Ego, nicht die Person ist.
-


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09.03.2021 um 16:44
Zitat von samotsamot schrieb:Was soll denn gelernt werden und wozu braucht es dafür Fehler?
Die oft vorgebrachte Weisheit "Lernen durch Fehler" mag in einigen Fällen gestimmt haben, ist aber allgemein nicht das A und O in der Entwicklung. Studien zeigen nämlich anderes:
Unsere Gesellschaft feiert das Scheitern als lehrreichen Moment“, schreiben die Psychologinnen in dem Paper, das im Fachblatt Psychological Science veröffentlicht wurde. Das Ergebnis aus fünf Experimenten bietet jedoch eine andere Realität: Scheitern hemme den Lernprozess. Erfolge brächten uns hingegen weiter.



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09.03.2021 um 17:15
"Lernen durch Fehler" trifft nur auf das MenschSein zu und berührt das, was Mensch tatsächlich ist nicht. Ergo findet auch keine Erweiterung des Bewusstseins statt. Gemäß dem Spruch - Du wirst Christ, nur weil du in einer Kirche bist.
Denke mal, ihr versteht, was ich damit ausdrücken möchte.
Lernen findet auf der Ebene Mensch statt und geht nicht darüber hinaus.
Begrenztes Bewusstsein entfaltet sich nicht durch lernen, sondern durch Erkennen dessen, was es ist und was nicht.
-
Gutes Gelingen, bzw. erfolgreiches Ent-Grenzen... ;-)
-


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Cogito ergo sum?

09.03.2021 um 18:48
@FlamingO, du willst nicht nur das "Gedicht" auseinander nehmen, sondern mich,
bzw. meinen Gedankengang; das aber lieber ohne mich als Person zu respektieren.
Du scheinst mir dein Konstrukt "es gehe um Wissen" auf recht egoistische Weise ausleben zu wollen.
Keinen Bock drauf, nicht so.

Auf "Neurologie" bezogen hätte ich dir beim Hirnstamm Recht gegeben,
auf meinen Text bezogen stelle ich fest, dass du gar nicht wissen willst, worum es mir gegangen sei könnte.
Zitat von samotsamot schrieb:Was wäre denn der göttliche und Funke
Meine Kreativität.
Zitat von samotsamot schrieb:wodurch würdest du ihn erkennen?
Meine Freude - aber auch mein loslassen können.
Zitat von samotsamot schrieb:Was soll denn gelernt werden und wozu braucht es dafür Fehler?
Grundsätzlich scheinst du es sehen zu können. In deinen Termini würde ich dann "vergessen lernen" sagen müssen - aber zum Einen ist das Paradox (denken sie nicht an rosa Elefanten/ihr Ego -> woran denkst du? Richtig, an den Elefanten; bzw. das, schlimmer noch: dein Ego) zum Anderen macht es nur Egozentriert.
"Freund" gegen "Feind" getauscht, aber noch mehr Macht verliehen.
"Landkarte" find ich da, naja, gnädiger. Erst neutraler, dann effektiver.

Ich "verlerne" die "Fehler" meines Egos, indem ich die "alten Wunden" schließe.
Und zum "Schließen" brauche ich (entweder einen guten Therapeuten oder ein erwachsenes Selbst und) die "Landkarte" meiner Wunden: mein Ego.

Und dieser "Erfolg" ist eine Art "Gnade", ganz real, @FlamingO.
Zitat von samotsamot schrieb:was es ist und was nicht.
Ich bin nicht mein alter Schmerz, ich kann mich selbst "erlösen", wenn ich Schmerz, Sehnsucht nach der Liebe meiner Eltern und heutige Reaktionen zusammen bringe.
Wenn die zusammen kommen, das Konstrukt enttarnt ist, dann hat es keine Substanz mehr,
denn die kam ja aus mir, weil ich es eben nicht sah, sonder nur den Schmerz, die Verlustängste.
Aber ich brauche Trost, nicht vergessen. Hab ich ja schon.
Das Vergessen wollen ist der egoistische Teil. Das Ego erinnert nur.

Ich weiß als Menschlein erst mal nur, dass da was ist.
Aber ich brauch keinen "Gott" um das los zu lassen, man kann das selbst,
es ist in uns angelegt, so wie es in uns angelegt ist, zu leiden - wenn wir es nicht tun.

Wir leben in unserer Kirche, dem Körper, aber wir beten entweder gar nicht, oder das Gemäuer an.
Wenn du so willst, dann glaube ich an´s "Beten" als "göttlichen Funken";
an Erlösung durch das Lesen der in mir "verborgenen" (gespeicherten!) Schriften, die mich zum "Ungläubigen" machen.

Wenn ich diese Orientierung habe, brauche ich Konstrukte nur noch zur Erläuterung, nicht mehr als Halt.


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Cogito ergo sum?

09.03.2021 um 22:28
@FlamingO, Friede - ich les grad den link über´s Bewusstsein, den du wem anders eingestellt hattest,
ich glaub, ich hab den Punkt, wo´s hakt:

Das war meine "Innenperspektive", die war buchstäblich, um mit Spinoza zu gehen, nicht für deinen Intellekt gemacht.

Aber, um mit es mit Kant (bei den "Panpüschologisten") zu sagen: ich habe den Mut, mich des Namens von Voldemort zu bedienen.
(Wobei "Voldemort" für den Umgang mit Qualia -unnnennbar!!einself!!1-) steht
und ich somit Gott den Vornamen Teufel gebe; also schon ganz schöne Dreher für die "Aussenperspektive".)

Das war keine Bedienungsanleitung, das war zwinkernder Dekonstruktivismus.

Obwohl ich es Inhaltlich durchaus so meine: ein Ego zu haben ist nicht das Problem.

Ich versuche nur, den Gedanken anzuregen, dass dieses Bauteil auch einen vernünftigeren Zweck haben könnte,
als der, den man ihm unterstellt, weil man dessen Auswirkungen los werden möchte.

Das Selbst, sowie der Funke können das - und sie finden den individuellen Weg aufgrund (auf dem Boden) unserer Subjektivität.
That´s my point.

Dummerweise läuft das auf den ersten Blick darauf hinaus, sich für göttlich zu halten, dass man damit auch teuflisch ist, wird gerne übersehen - oder überstrapaziert, solange man´s auf´s Ego schieben kann.

Ich weiß nicht, was Qualia "eigentlich" ist, aber ich habe Anlass zu der Vermutung, dass wir uns so einen besseren Überblick darüber verschaffen könnten.
Es sollte halt nicht um´s Himmelreich gehen oder Nirwana, sondern um Verantwortung.
Antworten auf die Zusammenhänge, mit denen wir unsere individuelle Subjektivität ausleben.
Und der ist in unserer Geschichte, diesem Konglomerat.

Wir müssen hinschauen können, nicht was weg haben wollen.
-----------------
Ich hab schallend gelacht, als ich las, meine Selbstbeobachtung sei "nicht symbolisch" -
also allgemein, deine, wenn ich mal so frei sein darf.
Das ist ja so, als würde man sagen, Voldemort sei sprachlos.
Oder als würden sich alle Menschen immer nur mit sich selbst unterhalten, bzw, unterhalten haben -
als wäre "Konsens" nur Zweck und nicht erlebbar.

Wir sind es nicht gewöhnt, öffentlich über unsere Gefühle zu reden, mehr nicht.
Wir sind ja nicht mal dran gewöhnt, mit uns selber drüber zu reden.
Aber Püschologie ist ja nix, was sich der Freud oder Jung ausgedacht haben,
das ist nur optimierte Nutzung der Hardware. Erlösung durch Gnade. Und Wissen.

Herz und Verstand wollen zusammen arbeiten. Wenn man sie lässt.
Und "wollen" als eine Qualität des Egos respektiert.

P.S.: Nicht nicht "nicht Symbolisch" - aber würdest du mir nicht spontan zustimmen, dass, was immer "Selbstbeobachtung" genau oder beim Einzelnen ist, es etwas mit der Übersetzung von Symbolen zu tun haben müsste?
Die eigene innere Sprache zwar, nach deren Wahrnehmung, aber doch auch das Reagieren auf die Symbole der anderen.
Als könne gesehenes nicht gehört werden, innen.

Wenn Selbstbeobachtung nicht Symbole übersetzt, frag ich mich, was da beobachtet wird.
Ich dachte, die Frage war, wer beobachtet?

Aber wo ich absolut zustimmen würde ist der Teil, dass da auch die Ruhe wohnt, wenn ich sie denn finden kann.

Ich hoffe ich konnte dir meinen eher rechtshirnigen als akademischen Standpunkt so näher bringen.


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Cogito ergo sum?

10.03.2021 um 13:10
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Meine Kreativität.
Wahre Kreativität kommt aus dem Nichts. Wenn also keine Gedanken/Überlegungen die Kreativität bestimmen, sondern Nichts. Nennen wir es mal das "Produkt", welches entstanden ist aus dem Nichts.
Das, was so manche "Künstler" aus Schrott, Kisten, etc. produzieren ist keine Kreativität, da sie auf Vorstellungen, Imaginationen und Überlegeungen basieren. Werd indes irrtümlicher Weise als kreativ bezeichnet.
Insofern würde (d)einer Kreativität, so sie denn aus dem Nichts kommt, zustimmen.
Denke mal, du weißt, was ich meine... ;-)
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Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Meine Freude - aber auch mein loslassen können.
Ja, die Freude über das aus dem Nichts Geschaffene, gepaart mit dem Loslassen, also nicht daran festhalten/anhaften.
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Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Grundsätzlich scheinst du es sehen zu können. In deinen Termini würde ich dann "vergessen lernen" sagen müssen
Ja genau - Vergessen, einfach alles vergessen und loslassen bis hin zur Selbstvergessenheit, also das, was ich für mein Selbst halte, die EgoVorstellung eben. Wenn da nichts mehr ist, keine Anhaftung, kein Bezug zu einer Person, ergo völlig frei von allem und einfach nur sein. Dann dürfte wohl die Verwirklichung/Erleuchtung oder das Erwachen erreicht sein. Wobei ich anmerke möchte, dass ich es nicht als Vorstellung davon sehe, sondern als Zustandbeschreibung. Was in den meisten Fällen durch die göttliche Gande geschieht.
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Später mehr.... Ist mir eine Herzensfreude mit dir! ;-)
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Cogito ergo sum?

10.03.2021 um 13:49
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:du willst nicht nur das "Gedicht" auseinander nehmen, sondern mich
Welcher Wahn dich da interpretativ an den Gegebenheiten vorbeisegeln lässt - man weiß es nicht.
Weder dich noch dein, öhm, Gedicht (*hust*) auseinanderzunehmen, war meine Intention. Ich habe lediglich aufgezeigt, dass deine Herleitungen schief zusammengezimmert waren.

Dreimal unpräzise Aussagen:
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Der Wurm hat ein Stammhirn, aber er denkt nicht.

Der Affe hat Stamm- Mittel - Kleinhirn und ein wenig Großhirnrinde, er handelt zielgerichtet, aber er hat kein Bewusstsein.

Des Menschen Bewusstsein hat bislang an das Konstrukt "Gott" geglaubt
Ich habe keinen Schimmer, was du mit deinem Post Beitrag von DalaiLotta (Seite 17) eigentlich zum Ausdruck bringen wolltest, geschweige denn, inwiefern das mit dem Cogito...-Satz zu tun haben sollte.
Lies dir doch bitte den EP noch einmal durch, dann kannst du auf die darin aufgeworfene Frage eingehen.
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:@FlamingO, Friede -
Sicher, Krieg fällt aus wegen is nich.


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10.03.2021 um 14:49
Zitat von sarevoksarevok schrieb am 29.11.2020:Aber ist das denken wirklich die primäre Funktion? Oder hat es sich erst entwickelt und war das fühlen lange vorher da?

sentio ego sum
@FlamingO, was willst du von mir, das "Gedicht" steht in direktem Bezug zu dem Eingangspost:
Ja, "Gefühle" kommen, neben anderen Dingen, vor dem Denken.
Neben dem Reagieren (Wurm), dem zielgerichteten, aber unreflektierten Handeln (Affe)
und dem ewigen Drang, gemäß unserer alten Konstrukte die Sachen nur in Einzelteilen wahr zu nehmen.

Und da Descartes sich unbedingt dieser Zerteilung anheim geben möchte:
Zitat von sarevoksarevok schrieb am 29.11.2020:„Da es ja immer noch ich bin, der zweifelt, kann ich an diesem Ich, selbst wenn es träumt oder phantasiert, selber nicht mehr zweifeln.“
er also auch glaubt, "Vorldemort sei sprachlos", habe ich den post über "Bewusstsein" geschrieben;
bzw. versucht, darauf hinzuweisen, dass da mehr ist als "egoistische Impulse", mehr als Träume und Fantastereien.

"Ich lerne, also verändere ich mich".

Nur weil Descartes nicht vorhersagen kann, was bei diesem "Lernen" raus kommt,
ist es dennoch ein wesentlicher Faktor des "Mensch Seins".

Während diese auf das Ego, bzw. das Denken reduzierte "Problemstellung" in meine Augen die Problematik nur vergrößert.


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Cogito ergo sum?

10.03.2021 um 14:57
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Ja, "Gefühle" kommen, neben anderen Dingen, vor dem Denken.
Na also, geht doch: Ein verständlicher Satz. :Y:

Das limbische System (Hort der Gefühle) war vor der Großhirnrinde (geistig komplexe Vorgänge) da.
Das selbstreflektierende Ich - das "Ego", in Form einer über sich selbst informierten Information - entwickelte sich, nachdem der Mensch sich empfunden hatte, ein fühlendes Wesen war.


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10.03.2021 um 15:12
Zitat von samotsamot schrieb:Ist mir eine Herzensfreude mit dir! ;-)
Freu dich nicht zu früh, lieber @samot...
Zitat von samotsamot schrieb:Das, was so manche "Künstler" aus Schrott, Kisten, etc. produzieren ist keine Kreativität, da sie auf Vorstellungen, Imaginationen und Überlegeungen basieren. Werd indes irrtümlicher Weise als kreativ bezeichnet.
In meinen Augen nicht nur nicht nicht (kreativ), sondern mehrmals:
Zuerst, wenn ich überhaupt so was baue - das "Umdeuten" der Materialien als "Rohstoffe".
Dann der Akt des Bauens selber: neben meinen Vorstellungen - das Erkennen und berücksichtigen der vorhandenen Materialeigenschaften für den neuen Kontext.
Und abschließend das Benennen des Neugeschaffenen: ein alter Kontext erfährt eine Ergänzung um emotionale u/o. symbolische Inhalte.

Wenn ich nicht nur aus Materie, sondern aus "Vorstellung, Imagination und Überlegung" was Neues schaffe, (also: neue Vorstellungen, die neue Überlegungen erzeugen können)
dann sind das alles kleine aber reale Schritte der Kreativität, der Schöpfungskraft.
Befruchtung auf geistiger Ebene, sozusagen.
Zitat von samotsamot schrieb:Denke mal, du weißt, was ich meine... ;-)
Dass "Nichts" nicht wie "Voldemort" ist?
Zwar "unennbar", aber auch Platz für mehr gewährt?
Kein Grund sich zu fürchten, aber "beten" will gelernt sein, damit es nicht zur Blasphemie wird,
nur weil wir uns immer noch "kein Bild machen" können?


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10.03.2021 um 15:22
Zitat von FlamingOFlamingO schrieb:in Form einer über sich selbst informierten Information - entwickelte sich, nachdem der Mensch sich empfunden hatte, ein fühlendes Wesen war.
"A star was born!"

Wo ist denn da jetzt bitte die "Aussage"?

Eine "über sich selbst informierte Information" - da ist "Teufel ist der Vorname von Gott" doch präziser.

Da diese Inforation tendenziell uninformativ für diejenigen ist, die an "Voldemort" denken, wenn sie "unnnenbar" hören,
ist das mit dem "Denken" sowohl für´s "Ich" als auch für´s "Sein" eher hinderlich.
Was aber nicht an der Sache an sich, sondern unserem Umgang damit liegt.

Das ist, war und wird wohl noch ne Weile mein Punkt sein.


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Cogito ergo sum?

10.03.2021 um 15:30
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Wo ist denn da jetzt bitte die "Aussage"?

Eine "über sich selbst informierte Information" - da ist "Teufel ist der Vorname von Gott" doch präziser.
Finde ich nicht. Was ist unverständlich daran, dass ein selbstreflektierendes Wesen Gedanken hat, welche man unter Informationen, die über sich selbst informiert sind subsumiert?
Wo hapert denn da dein Begreifen?


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Cogito ergo sum?

10.03.2021 um 16:09
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Freu dich nicht zu früh, lieber @samot...
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Von daher "Ist" und nicht "war", da das Jetzt weder Zukunft, noch Vergangenheit kennt. Es ist!
Was zu einem späteren Zeitpunkt sein wird, werde ich erfahren, wenn es soweit ist, wenn es wieder Jetzt ist. :-) )))
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Cogito ergo sum?

10.03.2021 um 16:51
Zitat von FlamingOFlamingO schrieb:Was ist unverständlich daran, dass ein selbstreflektierendes Wesen Gedanken hat, welche man unter Informationen, die über sich selbst informiert sind subsumiert?
Über sich selber? Ernsthaft?
Du kennst also eine Welt ohne Kompensation, ohne Vorurteile, mit der "reinen Wahrheit" und so?
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:"A star was born!"
Genau so - ich hatte es befürchtet.
Zitat von FlamingOFlamingO schrieb:Wo hapert denn da dein Begreifen?
Deines. Ich hatte es mit "Teufel ist der Vorname Gottes" ja schon "präzisiert".

Erzähl mir nicht, du hättest eine Vorstellung von dieser "Informationsebene", die deine Kritik an meinen Worten rechtfertige - du magst halt meinen Stil nicht.
Und fängst an, dich in Behauptungen zu verstricken, die deines Intellektes nicht würdig sind.

Diese "Informatiosebene" wird noch nicht genug in unsere "Selbstreflektion" einbezogen, als dass man tatsächlich von "Informationen über sich selbst" sprechen könne. Da wird kompensiert, was das Zeug hält.
- Wir denken noch nicht richtig, also sind wir noch nicht "seiend". -

Da ist "Ich lerne, also wachse ich" sowohl weiter, als auch präziser.

Was ist denn eigentlich dein Punkt, außer, dass meiner keine Geltung habe?


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Cogito ergo sum?

10.03.2021 um 17:04
Zitat von DalaiLottaDalaiLotta schrieb:Da ist "Ich lerne, also wachse ich" sowohl weiter, als auch präziser.
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oder wie wär´s mit -> Ich erkenne, also erwache ich. ....... ;-)


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