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Kann man irgend etwas wissen?

124 Beiträge, Schlüsselwörter: Wissen
dergeistlose
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Kann man irgend etwas wissen?

29.07.2012 um 01:58
@Radix


Sag du mir, wie viele es gibt...

Wenn man Wahrheit als ein Wort betrachtet, dann gibt es wohl nur eine Wahrheit. Denkt man jedoch das es nur ein Wahrheit gibt und sieht die anderen Wahrheiten nicht, dann läuft man im Leben wie ein gezüchtetes Pferd mit einer Scheuklappe durch das Leben...

Dann sagt man so etwas wie:
Radix schrieb:Aber was die Wahrheit ist, das wissen wir nicht.
Und sieht dabei nicht, das man die ganze Zeit eine Wahrheit damit aufzeigt. Eine Wahrheit die besagt, das man keine Wahrheit aufzeigen kann, ist in diesem Moment wahrer, als keine Wahrheit aus zu sprechen...


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29.07.2012 um 02:11
@dergeistlose
dergeistlose schrieb:Und sieht dabei nicht, das man die ganze Zeit eine Wahrheit damit aufzeigt. Eine Wahrheit die besagt, das man keine Wahrheit aufzeigen kann, ist in diesem Moment wahrer, als keine Wahrheit aus zu sprechen...
Das sehe ich anders, eben weil es bei mir nur eine Wahrheit gibt, wie kann denn eine Wahrheit wahrer sein als eine andere Wahrheit?

Wenn ich schreibe:
Radix schrieb:
Aber was die Wahrheit ist, das wissen wir nicht.
So bezieht sich dies auf eine Entität jenseits unserer Welt, wohingegen deine Paradoxie zur Logik gehört und hättest Du mal richtig hingeschaut, so hättest Du folgendes gelesen:
Radix schrieb:Hier kommen eben die ganzen Definitionen und Gesetze zum Einsatz und dabei ist es doch gar nicht so wichtig, ob es nur Einbildung ist.


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Kann man irgend etwas wissen?

29.07.2012 um 02:22
Zumal diese Paradoxie ja genau auf diese Metaebene aufmerksam macht, sie zeigt auf die Unvollständigkeit.
Dies ist aber eingebildetes Wissen, weil es auf Definitionen, Axiomen und was weiss ich was beruht.


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29.07.2012 um 02:34
@naas
Wenn man mal annimt, dass die "wirklich wahre Realität" :D in Wirklichkeit nicht diese Existenz hier ist, oder das hier nur ein kleiner Teil ist...

Wovon ich persönlich ausgehe...

Dann ist es aber trotzdem kaum von Bedeutung für uns hier oder?

Zumindestens solange nicht, bis man selbst alles hat was man zum friedlichen überleben braucht.
Obwohl wer weiss.. vielleicht ist es ja auch gut im Krieg zu leben?
Wie man sieht selbst solche Fragen sind ja noch streitwürdig.

naja aber selbst wenn hier schon alles tuti ist. Dann fängt man doch trotzdem erst mal da an weiter zu Forschen, wo man die besten Ergebnisse erzielt und das sind nun mal Logik und Mathematik/physik usw usw

Es sei denn natürlich man geht davon aus, dass irgendwelche Begebenheiten in anderen Dimensionen oder wie auch immer unser Tuen hier beeinflussen.

Aber wie soll man dann dahin kommen das zu verstehen?? Meditation? ins Kloster gehen?
Oder doch Drogen? Irgendwelche supercrazy wissenschaftlichen Experimente?? :D
Und wenn Drogen ist es das Wert den Bezug zu unserer Realität zu verlieren?

Wir sind ja nun mal hier und das ist nun mal die nächstliegende Realität.


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29.07.2012 um 03:18
Ich würde meinen, "man kann sehr viel erfahren", - aus jeder Erfahrung resultieren Ergebnisse,
- die, - bis zur nächsten Erfahrung, - zu einem gewissen "Wissen" über die Erfahrung führen,
. denn "Wissen" bedeutet "erfahren haben", - im Vergleich zu "Glauben", was "für möglich halten" bedeutet. -


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29.07.2012 um 05:20
Recht kurz & knapp zu Beitrag #1:


"etwas wissen" kann man wohl beliebig bis endlos ...

Nichtsdestotrotz sag´ ich´s ´mal so:

Jedwedes "etwas wissen" ist keinerlei "Wissen" ...


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29.07.2012 um 05:27
Cogito ergo sum
Ich denke also bin ich.

wer denkt der weiß.



der Spruch, dass man nur wissen kann, dass man nichts weiß ist ein Paradoxon.

Wenn man schließlich in dem Wissen ist nichts zu wissen, kann man das entweder nicht wissen, oder hat sich vertan, weil man ja schließlich etwas weiß.

außerdem würde ich meinen, dass Platon damit nur etwas umschreiben wollte, nämlich, dass wir glauben nahezu alles zu wissen, wenn wir einen hohen akademischen Grad erreicht haben.
Doch haben wir, selbst heute, nicht mal wirklich ergründen können, warum wir sprechen können.
es gibt dazu bloß viel zu viele Theorien, so viele, dass es verboten wurde weitere auf zu stellen. (ca. 1860)

Wenn du weißt, dass, beispielsweise, Gestein hart ist, so weißt du über die Konsistenz von Gestein bescheid. somit weißt du etwas.
Wir wissen nicht nichts, wir wissen bloß nicht viel.
Die Annahme das wir nichts wüssten ist somit eine Übertreibung.


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29.07.2012 um 05:40
Hi Akatash ... and all ..

Durch Dich schrieb´s (unter anderem):
Akatash schrieb:Wenn man schließlich in dem Wissen ist nichts zu wissen, kann man das entweder nicht wissen, oder hat sich vertan, weil man ja schließlich etwas weiß.
Gut erkannt.

Nur: in dem Wissen ... da gibt´s keinen "man" ... also auch kein "man", dass da weiss oder nicht weiss.

Anders gesagt: "in dem Wissen von Nichts-Wissen" ist kein "ich/du/wir/ihr/jemand" oder "man".

Ganz simpel .. :-)


Hingegen der recht dumme Spruch "cogito ergo sum" ist nichts als reine (= 100%ige) Illusion.
Übrigens ist diese reine Vorstellung "cogito ergo sum" ziemlich die größte Illusion überhaupt. ;-)


Ganz LIEBEn Gruß
leuchtpups


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29.07.2012 um 08:40
@dergeistlose
dergeistlose schrieb:Wer sagt denn, das man das nicht wissen kann...
Es scheint in weiten Kreisen (selbst unter vielen Theologen bzw. Atheisten) annerkannt zu sein, dass man weder einen Eindeutigen Beweis für noch gegen die Existens Gottes konstruieren kann siehe Wikipedia: Gottesbeweis

@Akatash
dergeistlose schrieb:Ich weiß, das ich nichts weiß, bezieht sich auf das unwissen. Den wer weiß, das er nichts weiß, der weiß wiederum alles...
Akatash schrieb:außerdem würde ich meinen, dass Platon damit nur etwas umschreiben wollte, nämlich, dass wir glauben nahezu alles zu wissen, wenn wir einen hohen akademischen Grad erreicht haben.
Ich verstehe es so, dass damit darauf aufmerksam gemacht werden soll, dass letzendlich jegliches Wissen auf Annahmen die selbst (eventuell?) nicht beweisbar sind beruht. Dies wird für gewöhnlich vernachlässigt um überhaupt im Alltag von Wissen sprechen zu können. Wichtige derartige Annahmen wären zum Beispiel: Ich bilde mir die Welt nicht ein, sie existiert wirklich. Die Regeln der Logik und Mathematik sind immer gültig. Ich bin prinzipiell in der Lage eine wahre Aussage zu erkennen.

@Radix
Hat wohl einen Gedanken in ähnlicher Richtung:
Radix schrieb:Zumal diese Paradoxie ja genau auf diese Metaebene aufmerksam macht, sie zeigt auf die Unvollständigkeit.
Dies ist aber eingebildetes Wissen, weil es auf Definitionen, Axiomen und was weiss ich was beruht.
@neonnhn
neonnhn schrieb:Wenn man mal annimt, dass die "wirklich wahre Realität" :D in Wirklichkeit nicht diese Existenz hier ist, oder das hier nur ein kleiner Teil ist...

Wovon ich persönlich ausgehe...

Dann ist es aber trotzdem kaum von Bedeutung für uns hier oder?
Die These um die es mir geht setzt eigentlich noch etwas tiefer an, nämlich dass wir uns nicht sicher sein können ob unsere Annahmen/"Wissen" überhaupt mit irgend einem Teil der Realität übereinstimmen. Von Bedeutung ist es in sofern, dass möglicherweise das Wort Wissen in sich selbst ein Paradoxon ist und man dieses Wort zumindest anders bewerten müsste.
neonnhn schrieb:Es sei denn natürlich man geht davon aus, dass irgendwelche Begebenheiten in anderen Dimensionen oder wie auch immer unser Tuen hier beeinflussen.

Aber wie soll man dann dahin kommen das zu verstehen?? Meditation? ins Kloster gehen?
Oder doch Drogen? Irgendwelche supercrazy wissenschaftlichen Experimente?? :D
Und wenn Drogen ist es das Wert den Bezug zu unserer Realität zu verlieren?

Wir sind ja nun mal hier und das ist nun mal die nächstliegende Realität.
Also nehmen wir mal an jemand wird durch was auch immer erleuchtet und ist nun im Besitz der völligen Wahrheit. Aber wie kann er sich sicher sein dass es keine Einbildung ist, selbst wenn es stimmt? Kann es einen Beweiß dafür geben, dass er sich nicht irren kann?

@Adamon
Adamon schrieb:Ich würde meinen, "man kann sehr viel erfahren", - aus jeder Erfahrung resultieren Ergebnisse,
- die, - bis zur nächsten Erfahrung, - zu einem gewissen "Wissen" über die Erfahrung führen,
. denn "Wissen" bedeutet "erfahren haben", - im Vergleich zu "Glauben", was "für möglich halten" bedeutet. -
Du benötigst dafür aber zum Beispiel die Annahme, dass sich die Erfahrungen an die du dich erinnerst auch wirklich so abgespielt haben.


@Leuchtpups
Leuchtpups schrieb:Nur: in dem Wissen ... da gibt´s keinen "man" ... also auch kein "man", dass da weiss oder nicht weiss.

Anders gesagt: "in dem Wissen von Nichts-Wissen" ist kein "ich/du/wir/ihr/jemand" oder "man".

Ganz simpel .. :-)
Verstehe nicht so ganz was du damit meinst... bezieht sich Wissen nicht auf etwas das in den Köpfen von einzelnen Personen sein kann?


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29.07.2012 um 10:51
Kann man irgend etwas wissen?
Um es kurz zu fassen: Wer weiss das schon!?


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29.07.2012 um 10:57
naas schrieb:Verstehe nicht so ganz was du damit meinst...

bezieht sich Wissen nicht auf etwas das in den Köpfen von einzelnen Personen sein kann?
Zum 1. Satz: Du sagst, du verstehst nicht ganz.

Auch ok. ... kommt übrigens recht häufig vor ... smile ...


Zum 2. Satz bzw. zur Frage:

Das Wissen - worauf ein Hinweisen durch mich geschah, bezieht sich auf keinerlei Köpfe oder deren vermeintlichen Inhalt.

Es "bezieht" sich vielmehr - kommunikationsbehelfsweise ausgedrückt - auf "Präsenz" dessen, was nicht nicht sein kann. Und "Präsenz dessen, was nicht nicht sein kann" ist 100% unabhängig / unbedingt von einzelnen Personen, deren Köpfen und sonstigen Körperteilen und vermeintlichen Inhalten.


Lieben Gruß ...
Leuchtpups


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Quinn-Moku
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29.07.2012 um 12:29
Natürlich kann man wissen.

Dinge in Erfahrung bringen z.b um sein Verständnis zu dehnen.
Wissenschaftlich und Philosophisch.
Dabei muss man sich nicht mit den Details herumschlagen, manchmal reichen nur wenige Informationen oder Beweise um ein ganz neues , umfassenderes Verständis zu erhalten.
Oder durch die unmittelbare Reflexion der eigenen Erfahrung, das nenne ich bei sich Selbst bleiben.
Siehe;
"Methaphysik"
Und schon denkt man ganz anders.

Es kommt drauf an wie jemand denkt und die Motivation dahinter.


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dergeistlose
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29.07.2012 um 13:12
@Radix


Es spielt keine rolle wie du die Wahrheit Gedanklich formst, den wer denkt, das er keine Wahrheit kennen kann und dabei trotzdem eine ausspricht, ist blinder als ein blinder...


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dergeistlose
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29.07.2012 um 13:19
@naas
naas schrieb:Es scheint in weiten Kreisen (selbst unter vielen Theologen bzw. Atheisten) annerkannt zu sein, dass man weder einen Eindeutigen Beweis für noch gegen die Existens Gottes konstruieren kann siehe
Das liegt wohl daran, das die Atheisten und Theologen sich der selben vorhanden Information bedienen um sich daraus ein Resultat heraus zu schneiden, sich für ein Resultat entscheiden...

Und ja es scheint in weiten Kreisen....der Schein trügt immer...


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29.07.2012 um 14:24
@dergeistlose

Ich weiss was Du meinst! Und in diesem Sinne hast Du auch recht, lass mich aber eine Frage stellen und versuchen dir meine Sicht zu erläutern.

Warum sagte wohl Sokrates, das Philosophie im Prinzip Todessehnsucht ist?


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dergeistlose
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29.07.2012 um 14:30
@Radix


Weil die Philosophie genau so eine Wissens suche ist, wie alle anderen Instanzen...


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29.07.2012 um 14:53
Leuchtpups schrieb:Es "bezieht" sich vielmehr - kommunikationsbehelfsweise ausgedrückt - auf "Präsenz" dessen, was nicht nicht sein kann. Und "Präsenz dessen, was nicht nicht sein kann" ist 100% unabhängig / unbedingt von einzelnen Personen, deren Köpfen und sonstigen Körperteilen und vermeintlichen Inhalten.
Das klingt jetzt für mich mehr nach einer Definition von Realität. Ich finde ohne Personen die in der Lage sind etwas zu wissen bzw. Wissen zu erzeugen kann es auch kein Wissen geben.
Quinn-Moku schrieb:Natürlich kann man wissen.

Dinge in Erfahrung bringen z.b um sein Verständnis zu dehnen.
Wissenschaftlich und Philosophisch.
Dabei muss man sich nicht mit den Details herumschlagen, manchmal reichen nur wenige Informationen oder Beweise um ein ganz neues , umfassenderes Verständis zu erhalten.
Oder durch die unmittelbare Reflexion der eigenen Erfahrung, das nenne ich bei sich Selbst bleiben.
Siehe;
"Methaphysik"
Und schon denkt man ganz anders.

Es kommt drauf an wie jemand denkt und die Motivation dahinter.
Ich find auch du bedienst dich da Annahmen ähnlich wie ich sie bereits erleutert habe und es ist fraglich ob man das wirklich als Wissen bezeichnen kann.
dergeistlose schrieb:Das liegt wohl daran, das die Atheisten und Theologen sich der selben vorhanden Information bedienen um sich daraus ein Resultat heraus zu schneiden, sich für ein Resultat entscheiden...
Ja sie bedienen sich der gleichen Informationen. Ich wollte damit verdeutlichen das es aus beiden Richtungen zumindest zu nicht vernachlässigbaren Teilen akzeptiert ist und man daher davon ausgehen kann, dass viele es so sehen.
dergeistlose schrieb:Und ja es scheint in weiten Kreisen....der Schein trügt immer...
Naja das Nomen Schein mag ansich so belegt sein dass es nie stimmt, aber wenn etwas aufgrund der momentan vorhandenen Informationen eine bestimmte Eigenschaft zu besitzen "scheint" sagt das etwas ganz anderes aus.


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dergeistlose
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29.07.2012 um 15:02
@naas


Wenn viele Fische in eine Richtung schwimmen, weil sie denken, dadurch den Jägern zu entkommen, dann ist etwas allgemeingültiges wohl etwas sehr sinnvolles. Doch jeder Fisch geht mal ins Netz...


Ich welches Gedankennetz befindet sich nun die Menschheit aus dem sie sich versucht zu befreien...


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29.07.2012 um 15:04
@dergeistlose

Es ging doch anfänglich um die Frage wer dem zustimmen würde dass man nicht wissen kann ob es einen Gott gibt oder nicht. Ich habe gesagt dass dem wohl viele zustimmen würden. Also worum geht es dir jetzt eigentlich ? ^^


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dergeistlose
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29.07.2012 um 15:06
@naas


Das jede Zustimmung nur einer Bestimmung unterliegt ...

Man kann wissen ob ein Gott existiert oder nicht existiert... außer man entspricht einer Bestimmung in dem etwas zugestimmt wird...


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